Kapitel 10: Schattenspiele
Die Schatten flimmerten in der Nacht mehr auf und schienen Freudentänze zu führen, da sie wussten, dass ihr Herr und Meister wieder frei war. Auch der Schatten der Dartz getötet hatte, feierte, denn er war der Herr der Schatten mit den Namen Yami, benannt wie die Dunkelheit selbst.
Er saß auf nun den Thron und ließ sich von seinen Schatten streicheln. Sein schlangenartiger Schwanz zuckte dabei freudig auf. "Oh, es ist so schön, wieder einen Körper zu haben!" Er lachte wieder auf und ließ seine Schatten die restlichen Elben aufsuchen und zu ihn ins Thronsaal zerren.
Sie schrien und wehrten sich, aber nichts half, die Schatten zogen sie zu ihrem Herren.
Er leckte sich die Lippen, er hatte Hunger, aber er brauchte schon Hilfe, wenn er das Licht haben will, den er haben will und er wird ihn haben.
"Seit gegrüßt, Elbenvolk.", begrüßte er sie herrisch und die Leute zuckten zusammen, denn seine Stimme war kälter als Eis und klang tief und gefährlich. "Euer Gott hat euch verlassen und euer König." Dabei zeigte er seine Fangzähne.
"Den gibt es auch nicht mehr!" Dabei kicherte er auf und in seinen roten Augen sah man einen irren Glanz. Eine Frau kreischte auf. "Ahhhhhh! Nein, unser König!" Yami lachte nur. "Ja, er war sehr schmackhaft, ehrlich." Dabei rieb er sich genüsslich über den Bauch.
Die Frau wurde leichenblass und Yami lachte wieder auf. Sogar die Schatten um sie herum und diese, die sie festhielten, lachten zischend auf. "Du Monster! Was bist du eigentlich?" Yami grinste und zeigte mehr von seinen spitzen Zähnen.
"Ich bin der Fürst vom Schattenreich, den man vor 5000 Jahren verbannt hatte. Ich hatte nur auf so einen dummen König, wie der euren gewartet und labte mich an seinem Hass und seiner Lebensenergie.", sprach er kalt.
"Menschen sind wertloser Müll...das hätte gar nicht erschaffen werden dürfen!", schnaubte er und machte mit seiner Rede weiter. "Doch ein Gutes hatte es. Unter den Menschen gab es Lichter, Hikaris oder Hakus genannt, aber sie sind leider selten...", sagte er ruhig und setzte sich auf dem Thron und legte seinen Kopf auf seine Hand.
"Sie leuchten in den tiefsten Tiefen der Dunkelheit und erhellen jedes Herz. Sie können das Gute in einen wecken...und sie lassen Herzen schlagen, die eingefroren sind waren...Euer Prinz ist so ein Licht...Ein wunderschönes Licht..." Er schien nun mehr mit sich selber zu reden.
Er hatte Yugi nur einmal gesehen und in ihn schlug nur ein Gedanke: Er wollte ihn haben, mit allen Mitteln. Er würde ihn mit seinen Schatten umschmeicheln, schützen, lieben.
Er leckte sich die Lippen und wendete sich wieder zu den Elben.
"So, hört mir genau zu, Sternenvolk.", zischte er kalt. "Arbeitet mit mir und ich verschone euer Leben." Nun wurden seine Augen dunkel, fast schwarz. "Wendet ihr euch gegen mich..." Dabei drückten die Schatten jede Person in dem Raum etwas zu und einige zuckten und kreischten auf.
"... Und ich werde mich an euch laben!" Einige Elben versuchten, sich zu befreien, weil sie Yami nicht helfen wollten, andere hingegen verbeugten sich und fügten sich ihrem Schicksal. Mit einer Handbewegung wurden die, die sich wehrten und abstritten von den Shatten verschlungen.
Man hörte Knochen knacken, Schreie und Blut quoll aus den dunklen Schatten raus, man hörte, wie Fleisch zerrissen wurde und Yami saß auf dem Thron in aller Ruhe, grinste und genoss die Schreie, bis sie verklangen.
Er schaute auf den Rest der Elben, die leicht zitterten. "Ihr habt euch also dafür entschieden, mir zu helfen...", sagte er leise und sie alle nickten. "Gut, sehr gut...dann lasst uns Pläne schmieden!" Damit lachte Yami wieder auf.
~Im Palast Ägyptens~
Inzwischen hatte sich im Palast alles beruhigt und Yugi, Joey und Marik lebten sich langsam ein und lernten alle kennen, die wichtig waren und auch einige Regeln. Atemu war in vielen Hinsichten zwar streng aber gerecht und er ließ Yugi nicht mehr alleine, auch wenn dieser seine Leibgarde Joey und Marik hatte.
Er hatte so ein seltsames Gefühl, als ob irgendwas großes auf sie zu kam, was sehr machtvoll war, etwas womit sie schwer zu kämpfen hatte.
Ryou hatte sich zwischenzeitlich von den Angriff soweit erholt und war nun immer an Yugis Seite.
Dieser behandelte ihn nicht wie ein Sklave, sondern wie ein Freund, ein Gesellschaftler und damit war Ryou mehr als zufrieden. Er wurde seit langen wieder wie ein Mensch behandelt und darüber freute er sich mehr als nur ein wenig.
Er mochte die drei sehr, besonders Yugi und Marik. Joey war ihm doch ziemlich seltsam. Auserdem war immer dieser Priester bei ihn namens Seth und beide stritten dann viel. Es war immer lustig zu beobachten, aber wenn man genau hinsah, funkelten ihre Augen seltsam auf.
Genau wie, wenn Marik ihn anschaute oder wenn Atemu Yugi zu sich zog und schmuste. Darauf war Ryou manchmal ganz schön eifersüchtig. Er würde Yugi auch gerne in den Arm nehmen und schmusen, aber er sah früh ein, dass er gegen den Pharao eh keine Chance hatte.
Marik setzte sich gerade neben ihn hin. "Was ist los, Ryou? Du schaust ein bisschen traurig...tut dir was weh?", fragte er sanft. Ryou schüttelte den Kopf. "Nein, ich weiß nur, dass ich bei was keine Chance habe..." Marik schaute ihn fragend an, aber beließ es dabei. "Mach dir keinen Kopf und genieß lieber das Leben!", meinte er lieb und klopfte Ryou auf die Schulter.
Yugi saß bequem auf Atemus Schoß und genoss die sanften Streicheleinheiten von dem Größeren und schnurrte sogar leise, was Atemu wiederum lächeln ließ. "Pharao, ihr müsst wieder in den Thronsaal...ein gewisser Dodario Adelmann wartet auf euch." Atemu nickte.
"Gut, ich komme gleich. Sag ihm, ich bin gleich da." Er schaute auf Yugi runter und lächelte. Dieser schaute lächelnd hoch. "Komm Yugi, wir gehen zum Thronsaal." Yugi nickte und stand auf. Auch die anderen begleiteten sie zum Thronsaal.
Kiko saß wie immer auf den Kopf von Yugi und beobachtete das Geschehen in Ruhe. /" Mann... immer Thronsaal hier und da...Kiko is langweilig, aber ich hab versprochen auf meinem Schützling aufzupassen und das wird Kiko tun!"/ Er schwellte kurz die Brust an und schaute gelangweilt drein.
Atemu riss kurz die Augen auf und schaute zu den Schatten neben sich, von der großen Säule /" Ich könnte schwören, ich hab da was zischen gehört.."/ Er schaute lange hin, doch nichts regte sich. Als er gerade den Kopf abwand, bewegte sich der Schatten auf einmal seltsam und zischte wie eine Schlange.
Er lief dorthin und formte einen Schattenball in seiner Hand, doch dann war es wieder verschwunden. "Was zum..." Doch er ging dann zu den anderen zurück, die ihm komische Blicke zuwarfen.
Er nahm Yugis Hand und hielt diesen dicht bei sich. "Yugi, bleib bei mir, ja?" Yugi sah Atemu verwirrt an. "Frag nicht, tu's einfach.", sagte er streng und mit einem ernsten Ausdruck im Gesicht. Yugi nickte dann und sah Atemu kurz besorgt an.
~Bei Yami~
Yami hatte inzwischen Aufgaben verteilt und ließ seine Schatten einen freien Willen wie vor 5000 Jahren. Sie spionierten für ihn und ein Schattententakel streckte sich gerade zu seinem Ohr und erzählte ihn, was in Ägypten so zu ging.
Sein fieses Grinsen, was er die ganze Zeit auf den Lippen hatte, verzog sich zu einer bösen Mine. "Dieser verdammte Pharao...wäre er nicht da gewesen, würde ich jetzt das kleine Licht haben..Ich muss ihn los werden!", zischte er und der Schattententakel verschwand.
Verschwand, um den kleinen Prinzen weiter im Auge zu haben für seinen Meister. Yami stand wütend auf und sah zum Fenster raus. /Der Waldgott hat die meisten der Elben mitgenommen. Raus aus diesen Planeten, zu ihrem Ursprungsort, wo sie herkamen... Doch wenn ich mich richtig entfaltet habe und mein Licht habe, seid ihr dort auch nicht mehr sicher!/ Dabei kicherte böse auf.
Bakura und seine Truppe kamen endlich zu Hause an, aber statt das sie gefeiert worden waren oder er von seinem Cousin begrüsst werden, war es totenstill im Dorf. Nur die Schatten bewegten sich, aber das störte weder Marik noch ihn, doch Duke, Anzu und Sky hatten ihre Probleme damit und hielten sich nah an die beiden ran.
"Täusch ich mich oder zischen die Schatten...", fragte Anzu ängstlich und hielt sich bei Sky fest, dieser sah zur Seite. "Nein, du irrst dich nicht, sie zischen und bewegen sich eigenständig." Bakura reagierte kaum auf die beiden Mädchen, sondern ging gezielt zum kleinen Schloss, wo die Schatten immer mehr wurden und nach ihnen griffen.
Doch sie wichen den Tentakeln aus oder gingen einfach mit kräftigen Schritten weiter, bis sie Sky aufschreien hörten. Sie wurde von den Schatten gegriffen und in die Dunkelheit gezogen. Keiner konnte was tun; sie hörten nur noch, wie Fleisch und Knochen zerfetzt wurden und ihre Schreie schnell verklangen.
Die Truppe beschleunigte ihren Gang und kamen dann nach kurzer Zeit beim Schloss an. "Wo ist der König?" Dabei klang Bakura nicht gerade nett. Ihm war nicht ganz wohl in der Haut mit den ganzen zischenden Schatten um ihn herum und seine kleine Truppe. Einen hatte er ja schon verloren, Sky, seine beste Spurenleserin.
"Was soll der Scheiß...Marik mag das Zischen der Schatten nicht!" Ein irres helles Lachen war nun zu hören und die Schatten wichen erstmal zurück, um ihren Herren Platz zu machen. "Willkommen zurück, Waldläufer oder vielleicht Futter." Dabei grinste er auf und zeigte seine Fangzähne und sein schlangenartiger Schwanz tänzelte elegant neben ihn her.
"Wer bist du? UND WO IST KÖNIG DARTZ?", schrie Bakura den Schattenfürst an. Yami tippte sich nachdenklich an seinem Kinn. "Dartz...Dartz. Wer war das nochmal?" Er dachte gespielt nach und reizte Bakura so weiter.
"Sag mal, hast du sie noch alle? Wo ist er? Ich will zu ihn!" Dann klatschte sich Yami auf einmal in die Hände. "Ach, den Dartz! Dieser lächerliche König. Ha, ja ja ja...ja, den hab ich umgebracht und hab mir seine Lebensenergie und seinen Hass zu Eigen gemacht und somit mir einen Körper wieder kreiert. Ja, er war schmackhaft, aber ich hab Hunger.."
Das letzte zischte er bedrohlich und die Schatten reagierten sofort und zischten mit ihn mit, doch er hob die Hand und zwang sie so an Ort und Stelle zu bleiben. Bakura war sichtlich nervös, dochj seto wurde das ganze zu bunt.
"Du hast unseren König umgebracht! Sag mal, hast du sie noch alle? Wer oder was glaubst du, bist du?", schrie er den Fürsten an, aber das war ein Fehler. Dieser zischte laut auf, so das alle sich die Ohren hielten und griff nach Setos Kehle.
"Also ich an deiner Stelle würde jetzt die Klappe halten oder du willst meine Mahlzeit werden!", knurrte er bedrohlich und drückte noch etwas fester zu. "...Ok...", kam es nur gezwungen aus Seto raus und Yami ließ ihn wie ein Sack Kartoffeln einfach fallen. "Gut, sind wir uns beide ja einig..."
Bakura knurrte auf. "Was sollen wir machen? Jetzt, wo der König tot ist..." Yami drehte sich elegant um. "Wie wärs, arbeitet für mich und ihr bleibt am Leben!", grinste er böse und Bakura konnte nicht anders, als mit zu grinsen. "Mhh, schwierige Wahl, ich denke, ich wähle das Leben."
Yami nickte eifrig und schaute die anderen an. Duke wusste nicht recht und schüttelte den Kopf, auch Anzu tat es. "So, ihr beide wollt also nicht...", knurrte Yami und stand schneller auf, als die beiden gucken konnten und packte sie an ihre Nacken.
"Aber das stört mich nicht, nein nicht im gerinsten...ihr seit mehr oder weniger..wie sag ich das nur, ah ja, Futter für mich!" Er versenkte seine Fänge zuerst in Dukes Hals und sog aus ihn genüsslich dessen Lebenssaft aus. Wer jetzt denkt, das wäre Blut, der täuscht sich.
Wenn man genau hinsah, sah man was glitzerndens aus seinem Mundwinkeln laufen, etwas silbernes. Es war die Seele von Duke, die langsam von Yami ausgesaugt wurde und genüsslich in dessen Magen landete.
Dannach warf er Dukes leblosen Körper einfach zu den Schatten rüber die ihn mitzogen und sich um den Rest kümmerten. Bakura, Marik und Seto waren kreidebleich, mit diesen Yami war nicht zu scherzen, denn jetzt sog er Anzus Lebenskraft aus und ihre Seele und schmiss sie zu den Schatten rüber.
Er leckte sich nochmal genüsslich über die Lippen und schaute zu den drei übrig geblieben rüber. "Kommt, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit! Wir haben einiges zu tun!" Dabei lachte er den ganzen Gang über und die drei folgten ihn brav.
