Kapitel 11: Meine Liebe zu dir

Atemu war unwohl, die Schatten waren aufbrausender geworden und zischten ihn an, er hatte sie nicht mehr unter Kontrolle wie vorher, als hätten sie ihren eigenen Willen auf einmal bekommen. /Verdammte Schatten...ich muss aufpassen, da stimmt irgendwas nicht../ Er war besorgt und jeder bemerkte seine Sorge, denn seit er so ein komisches Gefühl hatte, ließ er Yugi nicht mehr aus seinen Augen,

Er hielt den jungen Prinzen immer in seiner Nähe, nicht nur aus Angst wegen dieser komischen Sache und was auf den Markt geschehen war, nein er liebte den kleinen Prinzen zwar, hatte es Yugi schon gesagt gehabt, aber irgendwie nahm der Kleinere es wohl nicht war oder es steckte was anderes dahinter. Er wusste es nicht, aber er hatte heute trotz allem komischen Gefühlen was schönes vorbereitet, um Yugi endlich klar zu machen das er den kleine Prinzen wirklich von ganzen Herzen liebt.

Marik und Ryou waren in der Zeit zusammen auf den Hof. Ryou schaute beeindruckt zu, wie Marik mit Joey mit den Schwertern trainierten. /Wow...er ist wirklich cool und sexy...Mensch Ryou, was denkst du dir eigentlich? Du bist nur ein Leibsklave und er ist unerreichbar für dich!/ Er seufzte, sah aber weiter verträumt zu, wie Marik trainierte.

Beide, Joeys und Mariks Haut glänzten vor Schweiß und Ryou musste bei Mariks Anblick schlucken. /Verdammt, verdammt, verdammt!/ Er verfluchte sich gerade selber, weil ihn das gerade voll anmachte. Was er nicht bemerkte war, dass der Hohepriester Seth auch da stand und zu sah, wie sie trainierten und genoss, wie flink Joey doch sein konnte, anstatt immer seine große Klappe zu benutzen. Er war sichtlich beeindruckt und in seiner Magengegend baute sich was interessantes auf.

Yugi hingegen wurde von Atemu in den privaten Garten gebracht, aber nicht nur das, Atemu hatte ihm die Augen zu gebunden, so, dass dieser nichts sehen konnte, was ihn dort erwartete. "Atemu, wo führst du mich den hin?" Er war sehr neugierig was der Pharao mit ihn vorhatte und war auch etwas ungeduldig, doch Atemu ließ sich nicht erweichen und führte den Kleinen weiter, setzte ihn dann auf einen Stuhl und nahm ihn sachte das Band von den Augen.

"Wow...Atemu..." Yugis Augen glänzten auf, wegen das was Atemu vorbereitet hatte. Vor in war ein reich gedeckter Tisch mit seinen Lieblingsspeisen und Früchten, überall waren Kerzen verteilt im Garten was alles ein wenig zum Glitzern brachte, da es keine gewöhnlichen Kerzen waren, sonder sie gaben etwas Glimmer ab und es sah so aus, als ob Glühwürmchen sachte durch die Luft flogen, was Yugis Augen glänzen ließ.

"Wow...", brachte er leise aus seinem Mund. Der Garten hatte durch dies alles eine magische Aura und ließ Yugi seine Sprache vergessen. Atemu belächelte dies und sah mit verliebten Augen zu, wie sein kleines Licht begeistert alles ansah. "Komm setz dich, mein Licht." Er rückte ein Stuhl raus und Yugi setze sich mit roten Wangen hin und sah Atemu mit glänzenden Augen fragend an.

"Warum...warum machst du das?" Atemu lachte leise. "Das wirst du bald erfahren, mein Licht!", sagte er sanft und Yugi nickte nur schüchtern.

Atemu setzte sich in den anderen Stuhl hin und lächelte zu Yugi rüber. "Komm lass uns essen, bevor das gute Essen schlecht wird." Yugi nickte eifrig und lächelte schüchtern zu Atemu rüber. Beide aßen ihr Essen in Ruhe auf und Atemu ließ es dann von Diener wegbringen, auch den Tisch und die Stühle und führte Yugi weiter in den Garten, wo eine Decke auf den Gras lag und drum herum noch mehr von den magischen Kerzen. Sie setzten sich auf die Decke und sahen hoch zum sternenklaren Himmel.

"Alles...ist so wundervoll..", sagte Yugi leise und Atemu nickte zustimmend. "Ich..ich frag mich nur...warum Atemu...warum machts du das?" Er sah dabei schüchtern zu Boden und Atemu sah liebevoll zu den Kleineren runter. "Yugi...kleines Licht, weil ich dich mehr als nur mag..", fing er langsam an. "Ich hege sehr große Gefühle für dich, seit wir uns das erste mal sahen."

Er griff nach Yugis Hand und hielt sie sachte in seine. "Deine großen violetten Augen, wenn sie so strahlen, ziehen sie mich nur an, wie deine sanfte Art.." Yugi wurde immer roter bei den sanften Worten von Atemu. "Ich liebe alles an dir, mein Licht. Es gibt nichts, was ich an dir nicht liebe.", sagte er ganz leise zum Schluss und hatte selber eine leichte Röte im Gesicht.

Zuerst sagte keiner was von den beiden, dann aber hoben sie ihre Gesichter und sahen sich in die Augen. Atemu in Yugis und Yugi in Atemus. Atemu beugte sich langsam zu Yugis Gesicht runter und Yugi schloss automatisch ganz langsam seine Augen, bis sich ihre Lippen berührten zu einen ersten sanften Kontakt.

Atemus Hand glitt an Yugis Wange entlang und streichelte ihn dort sanft entlang. Yugi versank ganz in den zärtlichen Kuss, ihre Lippen bewegten sich schüchtern forschend gegenüber den anderen, das erste Kennenlernen.

Sie unterbrachen den Kuss und schauten sich schweratmend an. "Ich, ich liebe dich auch, Atemu..", flüsterte Yugi und wieder begannen sie sich zu küssen.

Yugi griff nach Atemus Nacken um einen besseren Halt zu haben und Atemu hielt Yugis Wange und streichelte mit seinen Daumen an der Wange entlang.

Ryou wanderte im Palast rum, mit einer traurigen Mine. "Für Liebessklaven gibt es wohl nie ein Happyend.." Er wischte sich eine Träne weg, ohne zu bemerken, wie jemand hinter ihn kam und dessen Hand an Ryous Mund presste und ihn dann mit schleifte in eine dunkle Ecke. Zuerst war Ryou voller Panik und versuchte sich von seinem Entführer zu befreien, aber als dieser Ryou umdrehte und kurz bevor dieser zum Schlag kommen konnte, sah er in die lavendelfarbigen Augen von Marik.

Dieser grinste ihn an, "Warum sollte es für dich kein Happy End geben?", fragte er keck. "Weil ich ein Liebessklave bin..und keiner will mich!", sagte er traurig und fing an zu weinen. Es brach Marik das Herz, Ryou so zu sehen und nahm den Albino in den Arm. "Und wenn doch? Und wenn dich doch jemand mag, wer du bist und nicht dein Stand?", fragte er sanft und Ryou sah Marik mit dicken Tränen in den Augen an.

"Und wer?" fragte er sarkastisch. Marik musste grinsen und hielt mit einer Hand Ryous Kinn und beugte sich zu ihn langsam runter. "Wie wäre es mit mir?", hauchte er zu Ryou und presste dann seine Lippen an Ryous. Zuerst riss Ryou seine Augen auf vor Schreck, doch dann schloss er sie und genoss den stürmischen Kuss von Marik und legte seine beiden Arme um dessen Nacken.

Marik grinste in den Kuss und presste Ryou gegen die Wand und hielt diesen so dicht an sich.

Atemu und Yugi waren immer noch draußen und betrachteten den Sternenhimmel. "Atemu...ich weiß,...nicht ob du das weißt...", fing er schüchtern an. "Was denn, Habibi?", fragte er lieb. "Naja...ich..ich...hab da eine Fähigkeit...die...normalerweise nur Frauen können...", sagte er leise und Atemu hob eine Augenbraue.

"Naja...ich kann...ich kann Kinder kriegen, so wie Frauen...", sagte er leise und wendete sich von Atemu ab. "Wenn du...wenn du...du das nicht...nicht magst ...kann ich das verstehen.." Atemu lächelte nur über Yugi und zog den Kleinen an sich. "Das ist doch wunderbar Habibi, so brauch ich mir keine Frau nehmen, die mir ein Kind zeugt..denn das machen wir dann!", hauchte er Yugi zu und küsste ihn sanft auf die Stirn.

"Ja..aber..aber ich..ich kann nicht..du..du weißt schon.." Atemu merkte das Yugi zitterte und nahm diesen in den Arm. "Schon gut, mein Licht, wir müssen nicht jetzt, erst wenn du soweit bist , wie gehen nach deinem Tempo. Ich warte gerne.", sagte er lieb und hielt Yugi dicht an sich.

~Bei Yami~

Yami saß wieder in dem Thron und schaute zu, wie Bakura, Marik und Seto einen Plan aufmalten, von den Wachen des Palastes, die Umgebung und deren Schwächen. Er musste kichern, da er ja schon die Schwächen vom Palast wusste wie von den Wachen. Nur der Pharao war ihm ein Rätsel und seine Priester, sie fürchten seine Schatten nicht, haben sogar einige von ihnen gezähmt, er war deswegen etwas sauer, doch das würde er ja bald ändern, wenn er sein Licht hat, sein Yugi.

Ein Schattententakel streckte sich zu seinem Ohr gerade hin und erzählte ihn, was er gesehen hatte im Palast und Yamis Augen rissen auf und er brüllte auf. "WASSSSSSSSSS? DIESER VERDAMMTE PHARAO!" Alle im Raum schauten ihn verängstigt an. Sogar die Schatten wichen von ihren Anführer weg und versteckten sich.

"DIESER ELENDER MISTKERL! WIE KANN ER ES WAGEN, WAS ZU NEHMEN, WAS MEINS IST, VON ANFGANG AN!" Marik und Bakura liefen aus den Raum raus wie die restlichen außer Seto, der stolperte und Yami kreidebleich ansah. Yami drehte sich gerade zu ihn um.

"WAS SCHAUST DU SO DUMM?", zischte er. Ihn passte das Gesicht von den Brünetten gerade gar nicht und schleuderte Seto durch den Raum. " LOS ICH WILL, DASS DU MEIN ZIMMER MIT EINEM BENUTZTES TUCH, MIT EINEM HAUCH VON WASSER ZUM HOCHGLANZ BRINGST" Seto war erstmal starr vor Angst.

"WIRT'S BALD ODER SOLL ICH DICH HINSCHMEISSEN!" Seto reagierte jetzt, stand auf und raste aus den Raum, schnappte sich ein benutztes Tuch, befeuchtete es und fing an Yamis Zimmer sauber zu putzen.

Yami hingegen nahm den ganzen Thronsaal auseinander vor Wut und jeder der ihm in die Quere kam wurde angeschrien, doch sie legte sich langsam.

~Wieder beim Palast Ägyptens~

Atemu und Yugi sind von Garten hoch zum gemeinsamen Gemach gegangen und schmusten in Bett miteinander. "Atemu?" Atemu grummelte, um darauf aufmerksam zu machen, dass er Yugi zuhörte. "Wir bleiben doch zusammen, oder? Und du bist doch immer lieb zu mir..." Atemu zog Yugi mehr an sich. "Aber natürlich Habibi, ich werde immer lieb zu dir sein und wir werden immer zusammen sein, selbst in den Tod hinaus!", sagte er sanft und küsste Yugi sanft auf die Lippen.

Yugi ging auf den Kuss ein. Viel zu früh hörten sie auf, aber kuschelten sich eng zusammen. "Ich hoffe, dass wir wirklich immer zusammen sein können...", sagte Yugi doch noch müde und schlief auf Atemus Brustkorb ein. Atemu sah sanft zu Yugi runter und strich eine verirrte Strähne von Yugis Gesicht. "Das werden wir, kleiner Prinz und ich werde dafür sorgen, dass wir immer zusammen sind...und wenn es das letzte ist, was ich tu!" Danach schloss auch er die Augen und hielt Yugi fest in den Armen, ohne dabei zu merken, das die Schatten böse zischten.