My grief lies in you
Kapitel 12
Liebe
Nachdem er sie ausgezogen und sich selbst von den letzten Hüllen befreit hatte, die seinen fordernden Unterleib bedeckt hielten, lehnte er sich mit dem Rücken gegen das Kopfende des Bettes und zog Hermine zu sich auf den Schoß. Schweigend sahen sie einander tief und innig in die Augen, bis seine eindrucksvolle Stimme die Stille durchbrach.
„Was du vorhin gesagt hast, dass du mich liebst, hat mich überrascht."
Hermine lächelte verlegen über sein Geständnis. „Ist es so unwahrscheinlich, dass es so ist?"
Er nahm ihr Kinn zwischen seine Finger und fixierte sie mit seinem Blick. „Ehrlich gesagt, ja." Verunsichert blinzelte er sie an.
„Warum?", fragte sie vorsichtig.
„Noch niemand zuvor hat so etwas zu mir gesagt."
Sie fühlte einen Stich in ihrer Brust und wollte etwas sagen. Irgendwas. „Severus ..." Doch er unterbrach sie und legte seinen Zeigefinger auf ihre Lippen.
„Nein", brummte er dann. „Du musst das verstehen. Meine Eltern waren nicht in der Lage, mir Liebe entgegen zu bringen. Sie haben versagt." Traurig schüttelte er den Kopf und wieder fielen ihm seine langen Strähnen vor die Augen, um seine Unsicherheit vor ihr zu verbergen. „Ich kann dir nicht sagen, wie viel es mir bedeutet, mit dir hier zu sein. Und langsam beginne ich, dich zu verstehen. Die Dinge, die du gesagt hast, ergeben endlich einen Sinn für mich. Es ist Liebe, die das zu erklären vermag, was ich für dich empfinde ..."
Er verstummte schnell wieder und suchte nach Worten. Hermine aber war so fasziniert von ihm und seinem Eingeständnis, dass sie den Atem anhielt. Das Herz klopfte ihr bis zum Hals, noch ehe sie vollends begriff, was er ihr damit offenbarte. Es war weitaus mehr, als sie je zu hoffen gewagt hätte, als er sich damals nach ihrem ersten gemeinsamen Kuss von ihr abgewendet hatte.
Noch immer hatte er ihr Gesicht in seinem Griff, noch immer sah er ihr tief in die Augen, als er plötzlich fortfuhr. „Ich liebe dich, Hermine Jean Granger."
Sie wusste nicht, was sie darauf sagen sollte, also starrte sie ihn einfach nur an. Überwältigt von ihren Gefühlen und seiner Offenheit. Snape, den Mann, der sie gerettet und bei sich aufgenommen hatte, ohne dabei an die Gefahr zu denken, in die er sich begeben hatte. Den Mann, von dem sie bis vor wenigen Monaten noch gedacht hatte, er sei grausam und kalt.
Wie sehr hatte sie sich doch in ihm getäuscht! Er war alles andere als das. Er war für sie da gewesen. Er war warm und zärtlich und einzigartig.
Sie fühlte, dass sein Unterleib danach lechzte, erlöst zu werden. Seine bloße Haut an ihrer zu spüren, war das schönste Gefühl, das sie sich je erträumt hatte. Und so konnte sie nicht anders, als ihm um den Hals fallen.
Hermine presste sich an ihn, ließ sich von ihm küssen und streicheln, bis er sie schließlich auf das Bett niederdrückte und sich auf sie legte. Ihr Herz schien dabei einen Schlag auszusetzen. Sie spürte, wie er behutsam mit seinem harten Glied gegen ihre weichen Lippen stieß. Bilder aus ihrer Vergangenheit jagten ihr ins Gedächtnis. Es war wie ein Fluch, genauso wie sie es ihm gesagt hatte.
Als hätte er ihre Angst gerochen, hielt er plötzlich inne. „Alles in Ordnung?"
Sie blickte zu ihm auf und schob ihm die langen Strähnen aus dem Gesicht, damit sie seine Augen sehen konnte, die so voller Sehnsucht und Leidenschaft waren, wie sie es nie für möglich gehalten hätte.
Langsam nickte sie. „Ja."
Er sah sie mit hochgezogener Braue an und wartete.
Wie zur Bestätigung vergrub sie die Hände in seinem Nacken und küsste ihn. „Ja, Severus."
Er stützte sich auf den linken Arm, den, der das Mal trug, während er mit der anderen Hand tiefer glitt, zwischen ihre Beine.
Noch ehe sie begriff, was geschah, spürte sie einen stechenden Schmerz, der sie aufstöhnen ließ. Sie hatte es bereits zuvor gefühlt, doch es war anders gewesen, nicht sanft, sondern brutal.
Snape hielt inne. Sein Atem ging inzwischen schnell und unruhig und sie wusste, wie sehr er mit sich rang.
„Weiter", forderte sie ernst.
Langsam schob er sich vorwärts, stets darauf bedacht, ihr nicht weh zu tun, obwohl er dem Drang, sie mit seinem harten Körper auszufüllen, kaum noch widerstehen konnte.
Hermine stöhnte auf.
Erneut hielt er inne und blickte sie fragend an.
Zaghaft nickte sie und biss sich auf die Lippe, um den Schrei zu unterdrücken, der in ihrer Kehle festsaß.
Frustriert zog er die Mundwinkel zurück, sein ganzer Körper erzitterte dabei. „Du musst das nicht tun", raspelte er schwer in ihr Ohr.
„Doch, das muss ich", sagte sie entschieden. Sie konnte es ihm nicht verwehren, als sie ihn ansah, wie er so voller Sehnsucht und Begierde steckte. Nicht ihm. „Ich will dich spüren, Severus. Nur dich."
Er schob sich weiter, bis er in ihr war, ohne sie aus den Augen zu lassen. Hermine tat es ihm gleich, nur dass sie es war, die ihn empfing. Dann, als er sich in ihr bewegte, wusste sie, dass sie da angekommen war, wo sie hingehörte: sie war zuhause, fühlte sich vollkommen. Sie gehörte zu ihm, gab sich ihm hin.
Ihm allein.
Snapes Körper bebte, als er seinen Samen in sie ergoss. Welle für Welle, die aus seinem Inneren hervor brach, erfasste auch Hermine.
„Ich liebe dich, Severus", flüsterte sie leise in sein Haar hinein. Tränen liefen aus ihren Augen und doch war sie so glücklich, wie nie zuvor.
„Habe ich dich verletzt?", fragte er mit rauer Stimme.
Hermine konnte etwas Schuldiges in seinem Tonfall erkennen und schüttelte den Kopf. „Nein." Und endlich konnte sie es mit Erleichterung sagen. „Es war wunderbar - du warst wunderbar."
Sanft nahm er ihr Gesicht in seine Hände und küsste sie.
Nachdem seine Schwellung in ihr abgeklungen war, lagen sie einfach nur da und hielten sich in den Armen. Sie genossen das Zusammensein, streichelten und küssten sich, redeten miteinander.
Snape wirkte erschöpft, jedoch auch zufrieden. Hermine konnte nicht anders, als darüber glücklich sein. Selten hatte sie ihn so entspannt und befreit erlebt.
„Was dachtest du über mich, als du mich zum ersten Mal gesehen hast?", fragte sie ihn nach einer Weile und blickte etwas beschämt zu ihm auf, während sie auf seine Antwort wartete.
Er hob seine Augenbrauen an. „Dass du die nervigste Schülerin warst, die mir je begegnet ist."
Sie richtete sich erstaunt auf und stützte sich auf den Ellenbogen. „Was?"
Er lachte sanft. „Ja. Ich dachte, du wüsstest das."
Fragend legte sie die Stirn in Falten. „Aber warum?"
„Möchtest du das wirklich wissen?"
„Ja."
„Erinnerst du dich daran, als du mich gefragt hast, ob du in Spinner's End bleiben kannst? Ich antwortete dir, dass du kaum in der Lage wärst, schweigend deinen Finger zu heben."
„Oh."
Snape grinste schelmisch zu ihr empor. „Ja."
Hermine war sich sicher, dass ihr Gesicht inzwischen knallrot geworden war, doch um sich länger Gedanken darüber zu machen, blieb ihr keine Zeit.
„Und was ist mit mir?", wollte er wissen. „Was war deine Meinung über mich?"
„Um ehrlich zu sein, genauso wie die aller anderen Schüler auch. Ich konnte dich nicht leiden."
„Hmmm", brummte er träge. „Das überrascht mich nicht einmal."
„Aber dann musste ich feststellen, dass du gar nicht so übel bist", setzte sie schnell nach. „Weißt du, es hat zwar gedauert, bis ich es zugeben konnte, aber abgesehen davon, dass du mir das Leben in Hogwarts nicht gerade leicht gemacht hast, warst du ein guter Lehrer, Severus."
Er nickte ihr anerkennend zu.
„Warum hast du das überhaupt getan? Mich vor der ganzen Klasse gedemütigt und all das?"
Nachdenklich zuckte er mit den Schultern. „Ich denke, ich sah eine Art Befriedigung darin. Du warst lästig, also habe ich dich ausgewählt, um meinen Frust an dir auszulassen." Er seufzte tief und sah sie an, mit einem Blick, der voller Ernsthaftigkeit war. „Ich kann es nicht zurücknehmen, Hermine. Aber du sollst wissen, dass es mir aufrichtig leid tut."
„Das weiß ich, Severus", sagte sie leise, während sie ihre Finger gedankenverloren über die Narben auf seiner Brust gleiten ließ. „Ich vertraue dir." Sehnsüchtig streckte sie sich und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen. „Es hat sich alles verändert, nicht wahr?"
„Ja, das hat es", stimmte er zu. „Du hast es verändert."
