Da bin ich wieder, langsam arbeite ich mich durch meinen Berg an liegen gebliebenen SPN Ideen und Projekten, der seit meiner Rückkehr aus Italien immer weiter angewachsen ist. Ihr kennt das ja leider schon von mir, aber dennoch hoffe ich, ihr verzeiht meine Verspätung, ich möchte aber nicht etwas halb gares anbieten, das sich dann nicht verdauen lässt ;)
Ich denke, man muss sich wenn man das hier liest, von dem drohenden Staffelfinale gedanklich etwas entfernen – obwohl es interessante Fantasiesprünge gibt, wie ich feststellen durfte, als ich es zum Testlesen gab *g*
Bibbert ihr auch so dem nächsten Freitag entgegen? Ohweh, mir schwant böses und ein hellatus, der sich gewaschen haben dürfte *kreuzt ihre Finger und hofft, das Krip und Co es nicht versaut haben* allerdings waren J2 in Rom, von dem gerade erst abgedrehten Finale recht begeistert, was mich hoffen lässt.
Ich wünsche euch jetzt aber erst einmal viel Spaß auf dem Highway to hell ...
WARNUNG: Enthält gewaltvolle Inhalte, die möglicher Weise für den ein oder anderen verstörend wirken könnten.
DEUTLICH RATING R 18 !
Highway to hell - Teil 5
Irgendwo erklang leise und gleichmäßig das Tropfen von Wasser auf Stein. Ein hohler Laut, dessen Klang sich vielfach in den Gemäuern spiegelte. Ein Echo und Rhythmus der Ewigkeit.
Die kleinen Moleküle zersprangen in winzige Bruchstücke, als sie auf den Untergrund trafen, verteilten sich darüber und nahmen weiter ihren Weg, flossen alte Mauern entlang, suchten sich feine Spalten, hier und da – immer weiter, vereinten sich mit anderen und bildeten ein Rinnsal, das unbeobachtet in der Dunkelheit tiefe Rillen in den vermeintlich harten Untergrund fraß, der über die Jahrhunderte gegen das weiche Nass verlor.
Schon immer war es so gewesen und würde es weiter sein. Ein unendlicher Kreislauf, der nur selten gestört wurde.
Hier unten herrschte ewige Dunkelheit, verbarg alte Zeichnungen an den Wänden aus einer anderen Zeit, von einer anderen Kultur, ausgelöscht und vertrieben von Fremden, die sich nahmen, was ihnen niemals wirklich gehörte.
Leises Krabbeln winziger Beinchen zeugte von anderem Leben, das sich angepasst hatte. Es gab ein Fiepen hier, ein Kratzen da und gelegentlich ein aufblitzen verschreckter Augen, wenn das Licht der Eindringlinge sie aus Versehen traf. Die Tiere spürten das Böse und flohen vor ihm, oftmals zu spät, manchmal aber gerettet durch die Ablenkung, die etwas anderes brachte. Jemand. Gefangen, hilflos und allein, nahe dem Tod und doch zu weit weg davon, um wirklich eine Rettung darin zu finden.
Sie alle waren stille Zeugen.
~sssss~
Die ewige Nacht stahl jegliche Zeit, raubte sie mit ihren scharfen Krallen und hinterließ nur Verstörung. Es hätten Stunden sein können, Tage oder Monate – aber es war egal. Ewigkeit hatte kein Anfang und kein Ende, nur ein furchtbar langes Mittendrin. Eiskalte, geschwollene Finger krümmten sich mühsam, abgebrochene Nägel mit wundem Fleisch schabten über feuchten Steinfußboden, glitten an schmierigen Wänden entlang und über raue Muster grob behauener Steine. Er kannte jeden hier drin, hatte sie alle gezählt, mit manchen von ihnen unfreiwillig Bekanntschaft gemacht, als er brutal dagegen geschleudert, daran hoch gezogen oder einfach nur ausgestreckt festgekettet gewesen war. Sie hatten nichts gesagt, keine Frage gestellt oder eine Antwort gewollt. Alles, was zählte, war der Schmerz, dieser eine Schrei, den sie seinem Hals entreißen wollten und den er ihnen stur verweigerte.
Der Mensch hatte entschieden zu viele Knochen im Körper, das hatte er nach ihrer ersten Sitzung in diesem steinernen Verließ schmerzhaft lernen müssen. Als ob ein Autounfall mit körperlichem Totalschaden nicht genug gewesen wäre.
Zuerst hatten sie ihm die Zehen gebrochen, einen nach dem anderen und nicht nur diese, er selbst war nicht mehr dazu gekommen, zu zählen, wie oft es geknackt hatte, als ein schwerer Stiefel brutal darauf trat, immer und immer wieder. Beide Beine waren kurz danach an der Reihe gewesen, immerhin war so zumindest eine Flucht ausgeschlossen. Aber wo sollte er auch hin? Er hatte nichts mehr, niemanden, war alleine.
Alle waren fort.
Ein kurzes Keuchen, das erschrocken in Wimmern endete und eigentlich etwas ganz anderes war. Tränen gab es schon lange nicht mehr, denn ab einem gewissen Punkt lässt der Körper das nicht mehr zu. Tage ohne Wasser, immer nur kleine Tropfen dieser modrigen Nässe an der Wand, das war es, was ihn vor dem Verdursten rettete. Seine Tränen waren schon vor langer Zeit in seinen Augenhöhlen vertrocknet.
Nach den ersten, grob geschätzt, vier Tagen in dieser Hölle, war er dem Sensenmann nicht mehr entkommen, als scharfe Klingen ihr neuer Spielkamerad wurden, die interessiert sein Inneres durchsuchten.
Wieder hatte er seinen Bruder bei sich gesehen, in diesem einen Augenblick, in dem alles stehen bleibt, die Welt zu leuchten beginnt und man die letzte Reise antritt. Mit einem Lächeln auf den aufgerissenen Lippen war sein Kopf endgültig auf die Brust gesunken, bevor sein Herz den Kampf erschöpft aufgab.
Nach seinem fünften Tod hatte er aufgehört zu zählen.
Alles glich einem kaputten Fahrstuhl, in dem er immer wieder in einem halsbrecherischen Tempo hoch und runter jagte, und dessen Türen ihn immer nur für wenige Augenblicke ausspuckten, bevor dieser Höllentrip von vorne begann.
Und Hölle, das war es – nur ohne Feuer … das jedoch brannte in ihm, mit jedem Schnitt, der seine Haut erneut teilte und das, was darunter geschützt lag, frei gab.
Ihre Schreie hatten sie bekommen, bis auch diese verstummten, ob nun durch bloße Gewalteinwirkung oder durch das heisere Krächzen wunder Stimmbänder.
Und immer wieder hallte dieses Lachen durch die Luft, ein Gemisch aus Hohn und Abscheu. Sam kannte sich gut genug mit dem Thema aus, um zu begreifen, dass es hier um etwas anderes ging, als ihn zu brechen. Im Wesentlichen jedenfalls. Das hier war Rache, eiskalt, blutig und sehr schmerzhaft. Rache für wen? Das konnte er nur raten, denn Leben hatte er genug auf dem Gewissen; von Menschen, wie auch von Dämonen.
Sam wünschte sich den Tod, begann irgendwann still zu beten, aber niemand hörte ihn, niemand half oder kam.
Seine einzige, sehr dürftige Gesellschaft waren die Ratten, die angelockt vom Blutgeruch ihren Hunger an ihm stillen wollten und mit scharfen Zähnen so manches Stück Fleisch stahlen.
Ehe aus Qual Wahnsinn wurde – und das war nur eine Frage der Zeit - begann er, sich in seiner Vergangenheit zu verkriechen, in Bildern und Emotionen, in Zeiten, als es noch so etwas wie Hoffnung gab. Sam dachte an Dean, bildete sich ein, ihn durch den Nebel um ihn herum vor ihm knien zu sehen, dessen Hände auf seinem zerschlagenen Gesicht zu spüren und stumme Worte auf erzählenden Lippen zu erkennen.
Babum. Babum.
Ein Rhythmus, der schwächer wurde.
Babum.
Hoffnungslosigkeit.
Bab-…
Dann Stillstand.
~ssssss~
Das nächste Mal war Licht um ihn herum, als er erwachte. Der feuchte Steinboden unter ihm war verschwunden und hatte trockenem Platz gemacht.
Als wieder Luft in seine sich dagegen wehrende Lunge strömte und ein reißendes Husten seine Brust verließ, bemerkte er, dass sich da auch der Klang der Umgebung verändert hatte. Alles war anders, die Luft war wärmer, weniger moderig, auch wenn er diese Meinung bei seinem zweiten Atemzug zurück nahm. Es stank gerade zu nach Tod, Verwesung und Fäulnis.
Das Brennen in seiner Brust war wie Säure, ließ jeden Zug dessen, was sonst lebensrettender Sauerstoff war, zum verhassten Gegner werden.
Eben noch auf dem Rücken, rollte er sich mit geschlossenen Augen herum, suchte instinktiv Schutz, indem er sich auf Knien um seine Mitte zusammen kauerte. Seine langen Haare hingen ihm schützend über dem Gesicht und verbargen seine ersten Versuche, verklebte und zugeschwollene Augen zu öffnen.
Ein Stück neben ihm hörte er leise Schritte auf dem Boden.
Babum.
Adrenalin half die letzte Hürde zu überwinden.
Den Kopf langsam hebend, spähte er durch den strähnigen Vorhang vor seinem Gesicht.
Einige Meter vor Sam standen seine schlimmsten Befürchtungen, stand das Verderben und drehte ihm den Rücken zu. Luzifer hatte sich dem großen Kreuz an der Wand dahinter zugewendet und sah umrahmt von dem weichen Licht der Kerzen am Altar seltsam zugehörig aus, nicht fremd oder bedrohlich. Er wirkte standhaft, bereit - wozu auch immer. Seine Schultern waren unter dem dunklen Hemd gestrafft und seine Hände locker hinter dem Rücken ineinander verschränkt, der Kopf war leicht, wie zum Gebet erhoben.
Sam selber kniete im Mittelgang einer Kirche, aus deren Sitzreihen ihn leblose Gesichter Betender anstarrten, die zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen waren, die Augen vor Schreck geweitet - falls sie denn noch vorhanden waren. Grotesk verbogene Zuschauer in einem Schauspiel der Apokalypse.
Der Jüngere wandte sich angewidert ab, das hier war ein Massaker gewesen, von dem nichts und niemand verschont geblieben worden war. Ganze Familien waren zusammen umgekommen, als sie Rettung in dieser Zuflucht gesucht hatten, vor der Hölle, die draußen auf sie wartete. Sie allle waren im Angesicht ihres vermeintlichen Schöpfers, dem Herrn der Unterwelt direkt aufs Festbankett marschiert.
Entsetztes Grün glitt zurück zu dem Mann vor ihm. Neue, deutlichere Details gesellten sich dazu: Die Ärmel des Hemdes waren hochgeschoben und entblößten Unterarme in Blut getränkt. Sam sah Finger, die feucht schimmerten und die etwas hielten und liebevoll damit zu spielen schienen. Etwas, das vor Kurzem noch zu einem der Menschen hier gehört hatte. Die Fenster zur Seele - jetzt waren sie trübe und leer.
Sam hatte Mühe, nicht zu würgen bei dem Anblick. Seine Augen nahmen immer mehr wahr und fügten all das zu einem grausamen Puzzle zusammen. Der Boden um den Altar war nicht, wie zuerst angenommen, aus schwarz, glänzendem Marmor, er war vielmehr gefärbt von Blut, das literweise darüber vergossen worden war. Es hatte sich zu einem glatten See vereinigt, der jetzt ölig und dunkel das Licht der flackernden Kerzen dahinter widerspiegelte.
Luzifers Kopf drehte sich langsam zur Seite, gefolgt von einem wissenden Blick über die Schulter hinter sich, auf seine wartende Beute.
Ein leises Lachen echote durch den Kirchenraum.
„Hallo Sam." Dunkel, und bedeutungsschwer.
Sams Kehlkopf hüpfte aufgeregt, als wollte er der Hülle entfliehen, in der er gefangen war.
„Wie ich sehe, ist mein ganz besonderer Ehrengast endlich wieder bei uns. Verzeih, dass ich etwas länger gebraucht habe, um von deinem Erscheinen hier zu erfahren."
Der Angesprochene versteifte sich, Muskeln spannten sich an, machten sich bereit und aus Schwäche wurde Widerstand. Seine Angst verbündete sich mit Starrsinn - jetzt galt es, alles oder nichts.
Langsam, ganz langsam drehte sich der Engel der Hölle zu ihm und musterte das, was auf dem Boden hinter ihm kauerte mit schräg gelegtem Kopf und einem durchdringend interessierten Blick, den Sam nicht recht deuten konnte.
Leise, fast tröstend und mitleidig sprach Luzifer ihn an: „Wie ich sehe, hattest du einen nicht sehr - …", gezügelte Wut schwang unterschwellig mit: „ … behaglichen Aufenthalt hier."
Ein erschrockenes Aufkeuchen erklang irgendwo zwischen den Säulen im Seitengang, verborgen in dunklem Schatten und dann verschluckt vom eigenen Echo.
Sam sah, wie sich Luzifers Augenbrauen mehr zusammenzogen und sich der Blick des Mannes vor ihm unheilvoll verdunkelte.
Nur wenige Meter trennten sie und alles in Sam schrie danach zu fliehen, aber tief in sich wusste er, es war sinnlos, es gab keinen Ort, an den er konnte, keine Menschen mehr, die seinen Rücken deckten. Sie alle waren gegangen, ermordet oder Schlimmeres.
Hinter Sams Augen brannte es und sein Herz zog sich schmerzhaft zusammen, als er an den einen Schuss dachte, an dieses kleine Stück Metall, das den Schädel des mordlustigen Wesens vor ihm durchbrochen hatte. Er dachte an die Knochenfragmente, die dem Druck der Kugel nachgegeben hatten und das blutige Rot der Augäpfel schließlich mit richtigem vermischten. Das würde er nie vergessen. Er hörte wieder den dumpfen Laut, als der Körper zerschmettert im Sand aufschlug, der einmal zu Bobby gehört hatte.
Die letzte menschliche Verbindung, getötet durch seine eigene Hand.
Sein, ihr Zuhause hatte er danach zusammen mit dem Leichnam niedergebrannt, nicht bereit, es ihnen zu überlassen.
Bobby hatte in seinem Heim die letzte Ruhe eines Jägers gefunden, zusammen mit allem, was für ihn wichtig gewesen war. Ein besseres Begräbnis hätte es nicht geben können. Sam hatte bis zuletzt den Flammen im Inneren zugesehen, wie sie sich an den Büchern entlang fraßen, das Papier gierig verschlangen und sich ausbreiteten, immer weiter auf seinen Freund zu.
Wäre es nicht sinnlos gewesen, es zu versuchen, hätte Sam seinen Platz an Bobbys Seite nicht verlassen. So aber war er gegangen, hatte verzweifelt die fast leere Flasche Alkohol aus seiner Hand direkt in das Feuer geworfen, das sich brüllend für dieses Geschenk bedankte und war schließlich hinaus getorkelt, als die Hitze zu groß geworden war und seine Haare und Haut versengte. Am Ende war er im Innenhof zusammengebrochen.
Auf den Knien kauernd, leer, innerlich tot - am Ende.
Und allein.
Die Nacht hatte seine verzweifelten Schreie und Rufe willig in sich aufgenommen, hatte ihm keine Antwort gegeben und nur auf das nächste Opfer gewartet.
Danach hatte die Flucht begonnen, von der er wusste, dass sie aussichtslos war.
Gesprochene Worte zogen ihn plötzlich ruckartig aus seinen Erinnerungen zurück. Erschrocken versuchte er dem zu folgen, was um ihn herum geschah, als er merkte, dass sich die Stimmung verändert hatte, genau wie die Luft, die jetzt frostig die kleinen Atemwolken vor seinem Mund zu Eis gefrieren ließ.
Babum.
Sein Blick schärfte sich, hing sich an Luzifer, der sein Augenmerk von dem auf dem Boden Knienden abgewandt hatte und nun finster in die Dunkelheit des Seitengangs starrte.
Dort bewegte sich etwas und flüchtende Schritte hallten von den Wänden wider.
Die Hand ruckartig zur Seite in Richtung des Geräusches hebend, verstummte der Hall der Bewegungen so schnell wie er gekommen war und Luzifer richtete sich zur vollen Größe auf, tat einen Schritt und einen weiteren, die pure Mordlust in den Augen, die nun in schwarzen Höhlen lagen.
Zielstrebig verschwand er in der Finsternis und Sam hatte beinahe Mitleid mit dem, was dort zu winseln anfing.
Betteln, um Gnade flehende Worte – Schreie, die zu Gurgeln wurden und ein Schleifgeräusch, ehe der eben Verschwundene wieder auftauchte, einen zappelnden Körper hinter sich her schleifend.
Zu dem getrockneten Blut auf der Kleidung des Engels gesellte sich frisches, als er zielstrebig zum Altar marschierte, den sich windenden Dämon mit einem Ruck hinauf schleuderte und ihm mit bloßer Hand den Hals auf riss.
Panisch versuchten Finger das zu halten, was den Dämon am Leben hielt – aber vergebens, zusammen mit bittenden Blicken zu dem, der niemals verzieh.
Blut sprudelte in einer Fontäne hervor: Schwarz und heiß, klatschte auf den Boden und vermengte sich mit dem bereits vergossenen. Schließlich fing ein Kelch das flüssige Nass aus dem sprudelnden Brunnen auf - kostbar, wie seltener Wein - ehe es dann mit hungrigen Schlucken die Kehle des anderen herunter lief.
Luzifer stand seitlich, halb dem Kirchenraum zugewandt, in dem Sam das ängstliche Raunen der anderen hörte, die dasselbe Schicksal für ihren Verrat fürchteten.
Die Gegenwehr des Dämons auf dem Altar wurde schwächer. Schock und Angst wichen aus schwarzen Augen, die wussten, dass dies nur der Anfang der Strafe für sein Ungehorsam war.
Ein Becher wurde gelehrt, dann noch ein weiterer und rote Rinnsale liefen dem Trinkenden die Mundwinkel entlang, der befriedigt aufseufzte, als sein Hunger gestillt war.
Ein letztes Mal wurde das Gefäß gefüllt, ehe Luzifer den erschlaffenden Körper, mit beiden Händen greifend, in die Höhe riss, ihn über den Boden schwingend den Wartenden zeigte.
„Hatte ich nicht eine klare Anweisung gegeben?" Leise, fast liebevoll zu dem Sterbenden gesprochen.
- Knack - Beide Arme des Dämons brachen unter dem Druck der Wut, die ihn hielt.
„Hatte ich nicht deutlich gesagt: Niemand. Verletzt. SAM WINCHESTER!"
Eine leise Stimme redete hinter Sam: „Vergebt uns Herr, wir dachten, wir handeln nach eurem Wunsch, dachten, es wäre eure Anweisung gewesen - …"
Schweigen und düstere Blicke aus mit Wahnsinn gefüllten Augen, die jetzt den Sprechenden trafen. Dieser Prüfung stand zu halten war der Unterschied zwischen Leben und der buchstäblichen ewigen Verdammnis in der Hölle.
Ein kurzes Nicken, ehe Luzifer mit ein paar langen Schritten eine der Säulen am Rand des Altars erreichte und den jetzt leblosen Dämon mit einem brutalen Stoß auf einer der Kerzenleuchter aufspießte und ihn unbeachtet hängen ließ.
Reißendes Gewebe, knackende Knochen und ein metallischer Dorn, der jetzt fast mittig durch die Brust des Toten ragte, schienen niemandem mehr zu interessieren.
Sam betrachtete all das mit dem abwesenden Blick eines Unfallopfers, das unter Schock steht und starrte seltsam fasziniert auf den surrealen Kontrast zu den gemalten Engelsfiguren auf dem Gemälde daneben, bis sich jemand in sein Blickfeld schob, der jetzt dicht vor ihm stand.
Als Sam den Kopf hob und in die Augen des Teufels persönlich blickte, hatte er nur ein Wort im Kopf: „Nein."
Fortsetzung folgt ...
*geht in Deckung*
Und was sagt ihr? War ich zu radikal, oder gar zu wenig teuflisch in diesem Spiel?
Lass es mich wissen *hugs*
Liebe Grüße und bis bald - Eure Lia :)
