*schliddernd herein polter*

Ein herzliches Hallo an alle Leser dieser kleinen Irrfahrt. Ich weiß, ich bin spät dran, dieses Kapitel wollte schon vor einer Woche gepostet sein. Aber wie so oft, ist das reale Leben etwas das passiert, während man (oder hier Frau) andere Pläne hat ;)

Dennoch hoffe ich ihr seit nachsichtig mit mir und meinem Geschreibe.

Dieses Kapitel macht einen kleinen Sprung und schließt an die Geschehnisse einige Stunden früher an. Ich warne schon einmal vorab: es ist einiges an Winchester Slang vorhanden mit dem Quäntchen Düsternis, das zu dieser Story dazu gehört, wie der Impala zu Dean.

Danke nochmals für eure Nachrichten und liebe Reviews *hugs* - Das ist der Treibstoff, der mich auf der Straße hält *g*

Liebe Grüße und ein höllisches Lesevergnügen

Lia :D


PS: Wenn wir endlich dazu kommen, posten ein paar Schreiberlinge in den nächsten Tagen eine ‚kleine Überraschung', um die Zeit bis zum Staffelbeginn etwas erträglicher zu machen. Aber später mehr dazu ;9


Highway to hell - Teil 7

Deans Herz raste in seinem Brustkorb, der sich schwer hob und senkte, und es wurde noch schneller, als er plötzlich leise Schritte aus einem der unzähligen Seitengänge hörte, die langsam auf sie zukamen.

Immer lauter, immer näher.

Als die Schatten endlich freigaben, was sie verborgen hatten, wusste Dean, es war vorbei - sie hatten verloren und Luzifer würde Recht behalten: Es passierte hier und es passierte jetzt.

~sss~

Stunden davor…

Sams Gedanken kreisten um vier Buchstaben, um dieses eine winzige Wort, das bleischwer auf der Waage des Schicksals über die Menschheit entschied.

‚Nein.'

In der Vergangenheit - in seinem anderen Leben - als er nur ein Bruder und Sohn war, die ewige sture Nervensäge der Familie, da hatte er diesen Ausdruck geliebt. Sam hatte insgeheim den Zorn auf dem Gesicht seines Vaters genossen, wenn er als Jüngster rebellierte und damit Erfolg hatte. Am Ende war es seine Art gewesen, sich nicht selber völlig in dem ewigen Rachefeldzug seiner Familie zu verlieren.

Ich sagte, du kommst mit zu diesem Job, hast du verstanden, Junge? Keine Widerrede, du kannst die verdammte Schule am Wochenende nicht als Ausrede benutzen!"

Seine einsilbig gebrüllte Antwort hatte ihm damals beinahe eine Ohrfeige beschert, aber das war es Wert gewesen. Zwei Wochen eisiges Schweigen danach waren ein guter Preis für ein Wochenende in Freiheit.

Sam, Dad hat uns einen Befehl gegeben und wir werden ihn befolgen, also beweg deinen sturen Hintern in den Wagen!"

Und wieder war es dieser kurze Ausruf gewesen, der ihm wie so oft im Leben, eine Menge Ärger beschert hatte. Sam hatte das ungute Gefühl, dass es jetzt wieder genau dasselbe scheiß Spiel werden würde, nur dass der Mann vor ihm weder John noch Dean war. Es war Sams schlimmster Alptraum und er hätte alles gegeben, den einzutauschen gegen seinen Vater, der vor Zorn brodelte wie ein Feuer spuckender Vulkan kurz vor der Eruption.

Die Sekunden verstrichen und wurden zu Minuten, in denen beinahe absolute Stille in dem Vakuum im Inneren der Kirche herrschte. Es gab keine Bewegung, kein Wort und kaum einen Atemzug der Anwesenden, nur ein gelegentliches Keuchen von Sam, dessen Lungenflügel wie ein kaputter Blasebalg pfiffen.

Noch immer sahen sich die beiden Männer - Luzifer und Sam - schweigend an, das Gesicht des Stehenden eine leere Maske, die nichts preisgab. Sam schluckte und sein Adamsapfel kollidierte dabei immer wieder mit dem stechenden, körperlichen Bedürfnis nach Sauerstoff.

Ein Stück neben ihnen tropfte das abkühlende Blut von Luzifers hängender Warnung im ständig langsameren Rhythmus dickflüssig und schwer in die schwarze Lache darunter.

Pitsch.

Patsch.

Immer wieder.

Schließlcih war Sam der Erste, der den Augenkontakt zu seinem Gegenüber abbrach. Ein Fehler, das wusste er, denn es machte ihn schwach, besiegbar.

Wie ein Betender kniete er im Mittelgang zwischen den Bankreihen mit all ihren Toten, senkte erschöpft den Kopf und blickte auf den Boden. Vor ihm stand nur weiter eine reglose Statue, die sich nicht bewegte.

Sams Blick glitt unbewusst über fleckige Schuhe, die einmal aus hellem Leder gewesen sein mussten, jetzt waren sie durch trocknende Überreste beinahe schwarz. Sein Magen drehte einen Salto und machte noch einen extra Sprung, als ihm erneut die Bilder der kleinen Dämonen-Schlachtung vor ein paar Minuten durch den Kopf schossen. Egal, wie man es betrachtete, es war einmal ein Mensch in diesem Ding gewesen.

Beißende Säure fraß sich seinen Hals hinauf und nur mühsam zwang er sich, ein- und auszuamten und damit den Druck in seiner Speiseröhre etwas zu mildern, aber der innere Ansturm wurde größer und seine spärlichen Energiereserven schwächer.

Ein gepresstes Keuchen erkämpfte sich die Freiheit und bleiche Lippen bilden stur einen schmalen Strich. Wo war das verdammte Adrenalin, wenn man es brauchte? Richtig, so wie es sich für den kläglichen Rest eines Winchesters gehörte, trat es genau dann Rückzug an.

Klasse.

Lähmende Erschöpfung schlug mit der Kraft eines Vorschlaghammers zu. In Topform war er schon vor diesem Trip in seine eigene Hölle nicht gewesen, aber die letzten Tage - oder Wochen, Monate - er hatte keine Ahnung, hatten ihm beinahe den Rest gegeben, dann Luzifer vor sich …

Der Berg Scheiße, in dem er steckte, stapelte sich immer höher. Und niemand würde ihn da raus ziehen, niemand würde kommen. Diese Erkenntnis setzte seine Situation auf einer Skala von beschissen auf unterirdisch Kacke. Hey, immerhin wäre Dean stolz auf seinen kleinen Bruder bei den Gedankengängen, die in der Vergangenheit offensichtlich abgefärbt waren.

Ein kaum sichtbares Lächeln zupfte an der Linie seiner Lippen, als er an Dean dachte, der in solchen Momenten jegliche Angst mit Sprüchen zupflasterte und sich dahinter versteckte. Ein lachendes Gesicht tauchte vor seinem inneren Auge auf und der plötzliche Schmerz darauf in seinem Herzen löschte den Funken am Horizont und lähmende Erschöpfung schlug erneut zu. Tonnenschwere Gewichte drückten auf seine Schulter, pressten seinen Brustkorb zusammen und ließen seine Wahrnehmung flattern.

Es gab keine Flucht, keine Rettung.

Keine coolen Sprüche oder Witze in den unmöglichsten, aussichtslosesten Momenten. Es gab keine Familie mehr.

Der Mann vor ihm schnaubte belustigt, wissend.

Sams Oberkörper sackte weiter nach vorne und seine rechte Hand suchte unbewusst Halt auf dem kühlen Granit unter ihm. Am Liebsten hätte er seine fiebernde Stirn darauf gepresst, einfach die Augen geschlossen und ewig geschlafen.

Himmel, war er jemals in seinem Leben so müde gewesen?

Beinahe surreal musterte er seine zu dünnen Finger auf dem glatt polierten Stein, sah die Abschürfungen, verheilte Brüche und alte Narben, die unter neuen lagen und ein bizarres Muster bildeten. Er war so versunken in seiner Flucht aus der Wirklichkeit, dass er nur vage bemerkte, wie sich etwas um ihn herum veränderte.

Eine sanfte Berührung ließ ihn aufschrecken und riss ihn zurück aus seiner Lethargie. Leichenkalte Finger legten sich unter sein Kinn und zwangen den Jüngeren, sachte aber bestimmend, den Blick zu heben.

„Sam…", kam es so irritierend freundlich, beinahe schon mitfühlend.

Dieser öffnete den Mund, als wollte er sprechen, schloss ihn jedoch, vom Starrsinn versiegelt, schweigend wieder .

Sam taxierte den anderen mit offener Neugierde. So nahe sah er den Wirt hinter dem Parasit, sah die Zeichen der Zeit, die ein geschätztes halbes Leben in dem sonst freundlich wirkenden Gesicht hinterlassen hatten. Graue Augen ließen diese Bestandsaufnahme zu und Sam sah die Merkmale von Kummer und Sorge, die tiefe Spuren darin hinterlassen hatten. Wer auch immer dieser Nick gewesen war, er hatte kein leichtes Leben gehabt.

Ein Funke Mitleid glühte kurz für die gefangene Seele im eigenen Körper auf, nur um kurz danach von dem brutalen Gedanken erstickt zu werden, dass der Feigling dieses eine Wort gesagt hatte, dass sie alle zur Hölle gejagt hatte. Aber den Kerl zu verurteilen, bei dem, was Sam selber als Anteil an dessen Schicksal hatte, war geradezu lachhaft.

Luzifer ließ Sam weiter gewähren, gab ihm damit ein Stück Sicherheit – immer dieses kleine Lächeln auf den Lippen.

Nach einer Weile: „Nun Sam, wie stehen die Chancen, dass wir uns heute einig werden?"

Bedeutungsschwere Stille und ein Griff, der sich daraufhin merklich verspannte und Finger, die sich bei dem Jüngeren schmerzhaft ins Fleisch gruben. Luzifers Gesicht schob sich näher heran und die Maske aus Freundlichkeit fiel plötzlich in sich zusammen wie die wackelige Kulisse einer Theaterbühne.

Nur Zentimeter voneinander entfernt rangen die beiden einen noch stummen Kampf.

„Nicht?"

Sam schwieg weiter. Was gab es auch zu sagen, das Luzifer nicht schon gehört hatte und ihre Beziehung zueinander noch weiter verkomplizierte.

Der andere löste gezwungen ruhig seinen Griff, richtete sich wieder auf und taxierte den Knienden. Sam mobilisierte seine letzten Kräfte und stemmte sich mit wackeligen Armen ein Stück hoch, ehe ihn eine unbedachte Bewegung in die falsche Richtung, schmerzhaft an all die Prellungen seines eingedellten Brustkorbes erinnerte. Ein abgehacktes Keuchen war alles an Antwort, was er Luzifer geben würde. Seinen Kopf wieder gesenkt, bemerkte er nicht den Schatten, der sich über dessen Züge legte und sah nicht, wie sich in sturmgraue Augen bedrohliches Schwarz mischte.

~sss~

In der Kirche war es still wie in einer Gruft und nicht weniger bedrückend. Das Fehlen jeglicher Geräusche im Inneren wurde davon betont, dass draußen ein plötzlich aufkommender Wind an den Mauern entlang pfiff und drängend gegen verschlossene Türen und Fenster hämmerte.

Zitternd kauerte sich Sam weiter zusammen. Der Sturm war ein Bote und seine Nachrichten waren keine guten, um das zu wissen, musste man kein Genie sein.

Mit einem Mal sanken die Temperaturen rapide, innen wie außen und die Kerzen am Altar flackerten aufgeregt im Windzug, der pfeifend durch das ächzende Gebäude zog.

Luzifers Wut wurde stärker und würde alles vernichten, was im Weg stand. Das begriff Sam in dem Augenblick, als er vom Boden hoch gerissen wurde. Halb ohnmächtig vom Schmerz, der dabei wie glühende Messerstiche durch seinen Körper schoss, hing er zwischen zwei der Lakaien, die gierig nur auf ein Zeichen gewartet hatten.

Okay, das würde unschön werden.

„Sam, Sam, Sam-…"

Sehr unschön.

Der spannte sich instinktiv an, versuchte sich auf was auch immer vorzubereiten. Das Herz begann zu rasen und Adrenalin zog ihn zurück – da war es endlich wieder - gab seinen Beinen für den Moment die Kraft, nicht komplett einzuknicken.

Luzifer machte einen Schritt auf ihn zu und musterte die wankende, um Bewusstsein kämpfende Gestalt: „Ich schätze, wir haben ein Problem hier-…"

Mit einem beißenden Sarkasmus, der Dean wieder alle Ehre machte, kippte Sam höhnisch Öl ins Feuer: „Eine kaputte Heizung? Stimmt, hier drin ist es arschkalt, man holt sich noch die Grippe!" Um das zu unterstreichen, war sein ausgezehrter Körper ein wunderbarer Verbündeter, der kein schlechteres Timing haben konnte und unterstützend wellenartige Zitterschübe schickte. Dass seine Zähne nicht klapperten, hatte nur den Grund, dass er sie so zusammen presste, dass seine Kieferknochen schon protestierend knackten.

Loderndes Grau brannte sich in Sams Augen.

„So viel Ironie von jemanden, dem sie gar nicht gut steht." Der Blick wanderte über die ausgemergelte Gestalt, die halb zwischen den Dämonen hing.

„Aber du hast recht Sam-…", ein nachdenkliches Nicken folgte: „Ich denke, wir werden dafür Sorgen, dass du dich als mein Ehrengast etwas behaglicher fühlst und wieder zu Kräften kommst."

Luzifer drehte sich um, wendete den Männern den Rücken zu und blickte zum Altarraum.

Leise dann: „Ihr wisst, was ihr zu tun habt."

Ein Raunen zog durch den hohen Raum und das aufgeregte Murmeln aus den Schatten enttarnte die gefühlte Leere der Kirche. Doch Sam hatte kaum Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, denn im selben Augenblick begannen seine beiden Bodyguards, ihn nach vorne zu zerren. Jede Gegenwehr schien sinnlos und war den anderen nur ein gehässiges Grinsen wert.

Aber einen Winchester bekam man nicht so schnell klein. Sam trat, riss, schlug um sich – und hatte damit etwa soviel Erfolg wie ein strampelndes Kleinkind. Panik schlug um in Hysterie und machte aus seinem schnellen Herzschlag das Bummern eines Presslufthammers.

Seine Oberarme brachen beinahe unter dem Druck der Hände, die wie Schraubzwingen darum lagen, der Zug, den er selber dazu verursachte, machte das ganze nicht gerade erträglicher, aber den puren Überlebensinstinkt konnte man nicht einfach abschalten. Sein Körper wusste, dass Ärger im Anmarsch war und der Sensenmann erneut an die Haustür klopfte. Adrenalin brannte lichterloh in seinen Venen und gab letzte Kraftreserven frei.

Ein Hieb, dann ein angestrengter Grunzlaut, als er sich mit allem, was er noch zur Verfügung hatte, gegen seine schwarzäugigen Wachhunde stemmte.

Seine Beine drückten sich mit aller Macht gegen jeden Schritt vorwärts. Lava brodelte in seinem Inneren, kochte hoch und gab Energie. Sams Augen loderten, fixierten wütend den Rücken vor ihnen und sengten beinahe Löcher in Luzifers fleischliche Hülle.

Innerlich schrie er: `NEIN! `

Ein weiterer Ruck und Gegenwehr-…

`NEIN!`

Immer wieder.

Das Gespann wurde langsamer und das Grinsen auf den perplexen Gesichtern neben ihm verschwand, die gerade in argen Problemen mit ihrer Fracht steckten, denn - alle Hände voll zu tun zu haben - war schlechthin die Untertreibung des Jahrtausends.

Die Ratten lernten gerade, dass man mit einer ruhenden Klapperschlange lieber nicht spielte.

Die Laute, die Sams Kehle entkamen, waren kaum menschlich, sie waren mehr die eines wütenden Tieres, das es ohne Aussicht auf einen Sieg bis in den Tod mit ganzen Rudeln von Wölfen aufnehmen würde.

Der Tross stoppte grunzend in wildem Gerangel und der Gestank von Angst dunstete aus jeder Pore von Luzifers Helfern.

Sie wussten warum, sie wussten wovor, der Teufel in ihren Armen war gerade nicht weniger gefährlich, als der, der direkt vor ihnen stand.

Sam keuchte, Schweißperlen rannen ihm über das Gesicht und den ganzen Körper, seine Haaren hingen ihm in einem zornigen Wirrwarr, das wie Dornen wirkte, vor den Augen und machte aus dem eben noch bezwungen wirkenden Mann einen Fleisch gewordenen Alptraum.

Und dann sagte er es laut, brüllte es förmlich hinaus, das auch das letzte Ungeziefer, das sich irgendwo verkrochen hatte, es mitbekam: „NEIN!"

Totaler Stillstand.

Niemand rührte sich und alles schien in einem Vakuum gefangen, in dem selbst angestrengte Atemgeräusche nur ein Flüstern waren.

Luzifer rührte sich nicht.

Noch einmal: „NEIN!"

Sam taxierte den anderen mit dem Blick eines Falken.

Stille.

„Ich dachte, wir hätten das geklärt, ich werde niemals zustimmen, egal was ihr mit mir anstellt!" Die nächsten Worte waren spitz wie Pfeile: „Such dir gefälligst ein anderes Spielzeug, du kranker Bastard, oder besser noch, fahr zurück zur Höll-…"

Der Sturm, der eben noch draußen tobte, schien plötzlich im Inneren zu sein, die schweren Eichentüren flogen auf und Windböen stoben randalierend durch das Gebäude. Die Kerzen erloschen alle schlagartig und Blitze zuckten, luden die Luft elektrisch auf.

Im Bruchteil einer Sekunde, als Sam aus natürlichem Reflex die Augen kurz schloss, war der Mann vor ihm verschwunden. Sie waren einfach nicht fähig, dem Geschehen schnell genug zu folgen und sendeten die Signale zu langsam zum Gehirn. Es dauerte einen weiteren Wimpernschlag bis Sam begriff, dass die Hand, die plötzlich als Schraubstock um seinen Hals lag und ihn würgte, zu dem tödlichen Ausdruck des Gesichtes passte, das jetzt nur Millimeter vor seinem war.

Sam roch Ozon und sah im kurzen Aufflammen der weißen Ladungen um sie herum den Wahnsinn in den grauen Augen.

Luzifer sagte nur ein Wort, leise und kaum zu verstehen in dem stürmischen Tosen, aber das reichte: „Genug!"

Die Finger klammerten stärker um Sams Hals, pressten jegliche Verbindung zu rettendem Sauerstoff ab, bis er wie ein Fisch am Haken zappelte und jede Gegenwehr aufgab.

Nur der Käfig, den Luzifers Finger bildeten, hielt Sam jetzt noch aufrecht. Seine beiden Bodyguards waren wie geprügelte Hunde zwischen den Säulen der Seitengänge verschwunden und verkrochen sich.

Sams Blickfeld flackerte, grelle Punkte blitzen auf und gesellten sich zu denen über ihm. Er keuchte und versuchte verzweifelt, die tötende Hand mit seinen Fingern zu lösen.

„Nun Sammy, wo ist deine große Klappe jetzt?" Gefährlich und viel sagend.

„Die Zeit des Spielens ist vorbei, was immer ich möchte-…", mit diesen Worten zog er Sam vorwärts, riss ihn hoch und schleuderte ihn wie eine Stoffpuppe mit dem Rücken auf den blutverschmierten Altar: „…Ich werde es bekommen!"

- sss -