Jinai: -sich in den Staub werf- ES TUT MIR SOOOO LEID, dass ich so lange nicht weitergemacht hab! Ich war so im Stress-
Raffael: Lass deine Mitleidsmasche, die Leute wollen lieber das Kapitel lesen.
Jinai: Hast Recht. Nach so langer Zeit interessieren sie meine Entschuldigungen wohl weniger...
Rated: T
Disclaimer: Die unwürdige Schreiberin dieser langatmigen Fanfiction bekommt nix. Gaaaaar nüscht. Geht alles an Katsura Hoshino.
Noch am selben Nachmittag wurden sämtliche Exorzisten, die sich im Hauptquartier befanden, in das Büro berufen. Es war schwer, acht Exorzisten auf einmal auf ein Drei-Personen-Sofa zu bekommen, also überließen sie den Mädchen das Sofa und blieben dahinter stehen.
Komui seufzte. „Marschall Yeegar wurde in Belgien gefunden. Er hing mit dem Rücken nach vorne am Kreuz einer Kirche. In seinen Rücken war das Wort ‚Götterjagd' eingeritzt."
„Götterjagd…?" Allen hatte noch nie von diesem Wort gehört.
Lavi merkte auf. „Es geht doch wieder um Innocence, oder?"
Komui nickte. „Richtig. Die Marschälle tragen auf ihrer Suche nach Kompatiblen stets mehrere Einheiten von Innocence bei sich. Marschall Yeegar hatte acht Einheiten bei sich. Das heißt, dass einschließlich des Innocence aus Marschall Yeegars Anti-Akuma-Waffe neun Einheiten Innocence gestohlen wurden."
Neun… Allen schluckte.
„Nachdem er von Kreuz genommen wurde, wurde alles für das Überleben des Marschalls getan. Aber seine Verletzungen waren zu groß… Doch bis zu seinem letzten Atemzug hat er ununterbrochen dieses Lied gesungen:"
„Das Millennium-Gräflein ist auf der Suche.
Auf der Suche nach dem wertvollen Herzen…
Bei mir lag er daneben…
Wer wird der Nächste sein…"
Lavi legte den Kopf schief. „Millennium-Gräflein?"
„Das scheint der Kosename für den Grafen zu sein. Auch die Noah, auf die Allen und Linali gestoßen sind, hat den Grafen so genannt."
Allen hob die Hand. „Verzeihung, aber …was ist mit ‚dem wertvollen Herzen' gemeint?"
Komui schloss einen Moment die Augen, bevor er die Exorzisten wieder ansah. „Es ist eine der 109 Einheiten Innocence, nach denen wir suchen. Darunter befindet sich ein Kern-Innocence, das auch ‚Herz' genannt wird. Dieses Herz ist die Kraftquelle des Innocence. Mit ihm allein kann das gesamte übrige Innocence außer Kraft gesetzt werden. Wenn wir es in unseren Besitz bringen, können wir damit erstmals unserem eigenen Untergang Einhalt gebieten. Das ist es, wonach der Graf auf der Suche ist."
„Und wo ist dieses Innocence?"
„Das wissen wir nicht."
Allen erstarrte. „Wie?"
Komui schob seine Brille auf seiner Nase nach oben. „Die Inschrift des Würfels liefert leider keine Informationen darüber, woran wir dieses besondere Innocence erkennen können. Vielleicht befindet es sich schon in unserem Besitz. Vielleicht ist es sogar eine Einheit Innocence, die schon ihren Kompatiblen gefunden hat. Wir wissen nur, dass der Marschall das erste Opfer auf der Suche des Grafen ist. Wahrscheinlich vermutet der Graf das Herz in einem Kompatiblen mit ausgesprochen herausragenden Kräften. Dass nun nach den Akuma dieses Geschlecht Noah aufgetaucht ist, zeigt, dass der Graf dabei ist, seine Kräfte zu verstärken. Nun befinden sich die Marschälle in seinem Fadenkreuz. Das dürfte die Bedeutung der Nachricht sein. Die Marschälle auf der ganzen Welt müssten eine Nachricht desselben Inhalts erhalten haben."
Lavi legte einen Finger an die Lippen. „Stimmt schon. Ein Kompatibler zu solch einem besonderen Innocence müsste schon die Stärke eines Marschalls haben."
„Aber auch ein Marschall zieht schnell den Kürzeren, wenn er es allein sowohl mit den Akuma als auch mit dem Geschlecht Noah zu tun bekommt." Komui stand auf. „Alle Exorzisten werden zusammengerufen und in vier Gruppen aufgeteilt. Die Mission besteht darin, die Marschälle zu eskortieren."
„Kanda! Du wirst mit Deesha Barry und Noise Marie zusammen Marschall Tiedoll begleiten. Und hör auf, mit den Augen zu rollen!" Er reichte ihm eine Mappe. „Da steht alles drin, was du brauchst. Dein Zug geht morgen Mittag Richtung Spanien."
Kanda nahm die Mappe, drehte sich um und ging.
„Euch vier –Allen, Linali, Krory und Lavi- schicke ich zu Marschall Cross. Alle anderen bleiben vorerst. Sie werden den anderen beiden Marschällen, Cloud Nine und Winters Sokaro zugeteilt. Ihr hingegen werdet euch mit Hilfe von Tim auf die Suche nach Cross begeben…"
„Die Marschälle erhalten ihre Anweisungen nicht von mir, sondern von den Großmarschällen. Nachdem sie eine Reihe von Missionen übertragen bekommen haben, handeln sie auf eigene Verantwortung. Deshalb können wir auch nicht mit absoluter Sicherheit sagen, wo sich die Marschälle gegenwärtig aufhalten. Drei von ihnen erstatten jedoch monatlich dem Hauptquartier Bericht, deswegen können wir ungefähr ihre Bewegungen verfolgen… Das Problem ist der vierte Marschall. Marschall Cross Marian."
„Aber er war doch noch vor wenigen Wochen hier."
Komui seufzte. „Abgesehen davon hat er seit vier Jahren keinen Kontakt mehr zu uns aufgenommen. Auch jetzt wissen wir nicht, wo er sich aufhält. Aber dafür haben wir ja Allen."
„Mich!?"
„Du, als sein Schüler, musst die letzten drei Jahre mit ihm zusammengearbeitet haben."
Allen wurde bleich. „Ver… Vergessen Sie's! Ich weiß auch nicht, wo Marschall Cross ist."
Lavi schaltete sich ein. „Komui! Wie sollen wir denn nach jemandem suchen, von dem wir nicht wissen, wo er hin ist?"
„Die anderen Gruppen bestehen aus den Schülern des jeweiligen Marschalls. Eure Gruppe wird von Tim geführt werden."
Allen und Lavi sackte die Kinnlade herunter. „Timcampy?"
„Cross hat in seiner Fähigkeit als Wissenschaftler diesen Golem gebaut. Tim wird den Aufenthaltsort seines Besitzers ausfindig machen, egal wo er sich aufhält. Und dazu haben wir noch Allen, der weiß, wie sich Cross vorwärts bewegt! So sitzt die Maus in der Falle!"
„Nii-san, bringst du da nicht etwas durcheinander?"
Auf einmal ging die Tür auf. Johnny steckte den Kopf herein. „Abteilungsleiter, das sollten sie sich ansehen."
„Was ist denn, Johnny?"
„Also, ich weiß nicht, wie ich das sagen soll…", er warf einen raschen Blick zu Allen, „da kraxelt einer die Klippen rauf."
Alle sprangen auf und kamen auf ihn zu. Nur durch einen schnellen Sprung zur Seite konnte er verhindern, zu Tode getrampelt zu werden. Komui packte ihn am Ärmel und zog ihn hinter sich her. „Keine Ahnung, wer das ist, nehme ich an?"
„Nicht die geringste."
Lavi warf einen Seitenblick auf Allen. „Kennen wir das nicht irgendwoher?"
Der wurde rot. „Ja, ja, reib's nur rein", murmelte er. Woher sollte er denn wissen, dass er über den unterirdischen Wasserweg in den Orden gelangen hätte können?
„Wie sieht er aus? Alt, jung, groß, klein?"
„Ein Junge. Schätze, achtzehn. Mehr können wir noch nicht sagen."
Sie hatten den Überwachungsraum erreicht, wo sich schon mehrere Mitarbeiter versammelt hatten. Als sie Allen sahen, begannen sie zu flüstern, woraufhin der noch roter wurde.
Sie beugten sich über das 3-D-Modell des Turmes. Der Junge hatte das Tor erreicht und sah sich um. In der Abenddämmerung konnten sie nur schwarze Haare und eine große Gestalt mit einem Bogen um den Oberkörper erkennen.
„Verzeihung? Hallo!" Er drehte sich einmal im Kreis, konnte aber niemanden sehen. Leise seufzte er. Warum hatte sie ihn nicht bis ganz hinauf bringen können? Was hielt sie davon ab, ebenfalls mitzukommen? Wenn die Leute hier sie kannten, dann hätte sie ihn begleiten und für ihn bürgen können. Jetzt musste er allein da durch und er hatte keine Ahnung, was er tun sollte.
Am besten stell ich mich mal vor.
Er hob eine Hand. Ihm fehlten der kleine und der Ringfinger an seiner rechten Hand. „Mein Name ist Jeremy Gray! Marschall Cross schickt mich! Ich bin sein Schüler!"
Tuscheln setzte ein. „Cross scheint Schüler zu sammeln wie andere Leute Briefmarken." „Und er schickte sie alle einzeln her."
„Ruhe!" rief River. „Wissen Sie etwas von ihm, Abteilungsleiter?"
Komui schüttelte den Kopf. „Nein, aber das war bei Allen ja auch nicht anders."
„Moment! Ich hatte ein Schreiben!"
„Und du hast es verschlampt, Nii-san!"
„Dann sollten wir ihn vielleicht testen?"
Allen verschränkte beleidigt die Arme. Wir wissen ja alle, wie zuverlässig der Torwächter ist.
„Unterzieh dich beim Torwächter hinter dir einer Leibesvisitation!" tönte es aus dem Golem, der um Jeremys Kopf flatterte.
„Huh? Hinter mir?" Er drehte sich um und erschrak, als ein riesiges steinernes Gesicht auf ihn zuschoss und ihn aus großen Augen anstarrte. Plötzlich leuchteten sie wie Scheinwerfer.
„RÖNTGENUNTERSUCHUNG! Feststellen, ob Mensch oder Akuma."
Akuma?…O-oh.
Der Torwächter bekam nur ein verzerrtes Bild. Dann sah er plötzlich ein Leuchten. Er fokussierte auf die rechte Hand des Jungen. An der Schnittstelle, dort, wo die zwei Finger fehlten, war etwas ungewöhnlich. Nichtmenschlich. Er erschrak. Ein Pentakel!
„Der Kerl bleibt draußen!!!"
„Nein, warte! Moment… ich kann das erklären, wirklich!" Jeremy verzweifelte. Wie sollte er so seinen Auftrag durchführen?
„Er ist verflucht! Das Pentakel an seiner Hand ist das Zeichen der Akuma! Bestimmt ist er ein Verbündeter des Millennium-Grafen!"
Im Überwachungsraum herrschte Panik.
„Ruhe!! Macht nicht denselben Fehler zweimal!" Allen musste brüllen, um überhaupt gehört zu werden. Er schnappte sich das Headset, das River trug. „Also, dann erkläre."
Ein Aufschrei ging durch die Menge. „ALLEN!!!"
„Also… ich wurde einmal von einem Akuma verwundet. Deswegen fehlen mir auch die zwei Finger", er hielt seine Rechte hoch, „aber ich bin immer noch ein Mensch. Und ich soll ein Exorzist werden. Außerdem", er kramte in seiner Hosentasche, „hab ich eine Nachricht."
„Für wen?"
„Für einen gewissen Ka… Kanda Yuu."
„Kanda!?"
„Mich?"
Jeremy sah nach oben. Auf der Plattform über dem heulenden Torwächter stand eine Figur, in der Dämmerung nur sehr schwer zu erkennen. Angeblich ein Junge, aber erkennen kann ich nicht viel… außerdem, die Haare… „Wenn du Kanda bist."
„Kanda? Seit wann bist du da oben?"
„Ruhe, moyashi." Er machte einen Satz und landete vor Jeremy.
„ALLEN!! Wie oft noch!?"
Jeremy schluckte. Doch männlich. Und ziemlich schlecht gelaunt.
„Also?"
Er reichte ihm den Brief. Kanda riss ihn achtlos auf und warf einen Blick auf die paar Zeilen.
Seine Augen wurden groß.
„Kanda!" tönte es über den Golem, als der Japaner Mugen zückte und dem Jungen an die Kehle hielt. „Woher…"
„Neko", brachte Jeremy gerade noch so über die Lippen, „Mehr hat sie nicht gesagt. Wenn du einen Vertrauensbeweis willst, soll ich das sagen, hat sie gesagt."
Neko… Kanda wandte sich um und schob Mugen zurück in die Scheide. „Wenn ich zurückkomme und du bist weg, dann gnade dir Gott." Er machte sich auf in Richtung Wald, die Stimmen über den Golem ignorierend.
Alle Anwesenden im Überwachungsraum riefen wild durcheinander. „Kanda! Was soll das? Wo gehst du hin? Was ist das für ein Brief?" Der Golem wandte sich Jeremy zu. „Was stand in dem Brief?"
„Darüber darf ich nicht reden. Es tut mir Leid."
„Und wie sollen wir dir vertrauen, wenn du uns das nicht sagen willst?"
„Ich kann nicht. Es ist nicht meine Sache." Er holte tief Luft und sah dem Japaner hinterher. Ab jetzt lag die Sache nicht mehr in seinen Händen.
Jinai: Ich verspreche, dass das mit dem nächsten Kapitel nicht mehr so lange dauern wird. VERSPROCHEN. -nochmal in den Staub werf-
Raffael: Wie heißt das nächste Kapitel überhaupt...? Ich weiß es schon nicht mehr... das ist schon so lange her...
Jinai: -schnief- jaja, streu noch Salz in die Wunde. Es heißt 'Die Lichtung im Wald'. UND ES KOMMT ALLERALLERALLERSPÄTESTENS IN ZWEI WOCHEN!
