A/N: Hier der erste Leserwunsch. Gewünscht von FrediAnn! Hoffe der OS gefällt dir. :)
Hatte einige Probleme mich zu entscheiden in welche Richtung ich diese FF bringe, aber nun ja, vielleicht ist es ja trotzdem gut geworden...
Charaktere/Pairing: Gibbs/Shannon
Lied: "Creep" by Radiohead
Wortanzahl: 527 Wörter
Creep
Als er sie zum ersten Mal gesehen hatte, dachte er, dass sie ein Engel war. Es klingt kitschig, aber zu ihr... zu ihr passte der Begriff immer perfekt.
Helle, fast weiße Haut und wunderschönes, rotes Haar. Er hatte sich gewünscht, dass er sie berühren könnte. Er wollte wissen, ob ihre Haut so sanft und ihr Haar so weich war wie sie in diesem Moment aussahen, aber dies war damals ausweglos gewesen und so ist es heute noch. Er, der seltsame Gibbs-Junge, der nur aus der Stadt heraus will, der zu den Marines will und der nichts mit dem Laden seines Dads zu tun haben will.
Manchmal kam er sich fast wie ein Stalker vor. Sobald er sie sah, konnte er nicht den Blick von ihr nehmen. Er sah ihr zu wie sie mit ihren Freundinnen spazieren ging. Sah durch das Schaufenster der Schneiderei um sie arbeiten zu sehen. Jeder Moment, wo er sie sehen konnte, war... besonders. Genauso wie sie. Sie war so verdammt besonders. So viel besser als er. Sie war glücklich, hatte große Träume, fühlte sich wohl in Stillwater, war akzeptiert.
Und er? Er hasste es in diesem kleinen Kaff zu sein, war nicht beliebt und fand außer bei seinem Vater keine Akzeptanz und auch dort nicht überschäumend. Ja, er hatte auch Träume. Doch im Vergleich zu ihren... waren sie nichts. Ein jeder verzweifelter Junge, ein Jeder, der seinen Weg suchte, wählte seinen Traum. Er war nichts Besonderes. Sie war besonders und passte in diese Welt. Er.. er war nicht normal und gehörte nirgendwo hin. Nur die Marines konnten ihm vielleicht ein Heim geben. Könnten ihm helfen besonders zu sein. Ihm helfen annähernd so perfekt zu sein wie sie. Er wollte fehlerlos sein. Sowohl sein Körper als auch seine Seele sollten für sie perfekt sein. Egal was es kostete, egal wie schmerzhaft es sein würde, aber er wollte endlich die Kontrolle über sich und sein Leben übernehmen. Er will, dass sie merkte, dass er nicht mehr da war. Sie sollte sein Fehlen bemerken. Sie war so verdammt besonders und er wünschte sich, dass sie ihn bemerkte.
Doch sie tat es nie. Er war der seltsame Junge von Jackson Gibbs, der ihr nicht einmal in die Augen sehen konnte. Also was sollte er verdammt noch mal hier? Vielleicht bemerkte sie wenigstens sein Fehlen...
So oft kam es ihm vor als würde sie vor ihm weglaufen. Als würde sie wegrennen, aber vielleicht war dies der richtige Weg. Vielleicht würde sie so ihr Glück finden. Egal was sie glücklich machte, sie sollte es bekommen. Er wollte sie glücklich sehen und dies konnte er nicht machen. Er gehörte nicht hierher. Was sollte er also noch hier? Sie weiter aus der Ferne beobachten? Nein, er musste weg hier und sie... sie musste und sollte glücklich werden. Das war sein größter Wunsch. Sie sollte lange und glücklich leben, egal was es kostete. Nichts war zu viel.
Er war nichts Besonders und sie brauchte jemanden besonderes. Er gehörte nicht hierher und gehörte nicht zu ihr.
Doch sie sah dies anders, hatte ihn bemerkt, wollte ihn, aber am Ende... am Ende wäre es besser gewesen, wenn sie seine Sicht geteilt hätte...
Ende
