A/N: Ja, ich weiß ein Klassiker, aber ich konnte nicht widerstehen. Zudem habe ich versucht, einen anderen Ansatz zu diesem Lied zu finden. Es ist ziemlich dialoglastig, aber ich hoffe euch gefällt es trotzdem. :-)
Btw, klickt den Link an! Es führt zu meinem liebsten Tony/Gibbs-Video mit diesem Lied.
Charaktere/Pairing: Tony und Gibbs
Lied: "Father and Son " by Ronan Keating feat. Cat Stevens
Wortanzahl: 883 Wörter
Father & Son
"Du kannst so keine Entscheidung treffen. Es ist nicht die richtige Zeit und nicht der richtige Augenblick um so eine wichtige Entscheidung zu fällen. Überleg es dir verdammt noch mal genauer.
Ich weiß, dass du es im Moment unbedingt willst und es als die richtige Entscheidung ansiehst, aber das ist der falsche Schritt. Du weißt gar nicht was dich erwartet und du bist noch nicht bereit. Außerdem hast du doch noch genug Zeit. Du bist gerade mal Ende 30. Genieß erstmal dein Leben und die Chancen, die sich dir bieten.
Du hast mir damals erzählt, dass du heiraten willst und du dir eine Familie wünscht. Was ist aus diesem Traum geworden?"
Immer leiser, aber auch leicht anklagender wurde Gibbs Stimme als er Tony in seinem Keller gegenüber stand.
"Was? Damit ich so ende wie du? Verbittert? Der Vergangenheit hinter her trauernd?", erwiderte der Jüngere aber nur wütend und weigerte sich stur den Blick zu senken.
"Wäre das so schlimm? Ja, ich würde alles dafür geben damit Shannon und Kelly wieder leben, aber genauso würde ich für nichts auf der Welt die kurze Zeit mit ihnen missen wollen. Ja, lange habe ich mit ihrem Tod gekämpft, aber heute habe ich dich, Abby, Ducky, McGee, Ziva und Palmer als meine Familie. Auch wenn es sich dumm anhört, aber ich bin alt und glücklich."
Für einen Moment stockte Gibbs Stimme als wäre er überrascht, dass er so viel gesagt hatte und was er gesagt hatte, aber dann... dann sprach er doch weiter.
"Ich verstehe dich ja. Ich war auch mal wie du. Wollte auch so vieles und am besten immer schon sofort. Konnte ebenso wie du nicht ruhig bleiben, wenn ich sah, dass etwas passierte. Wenn ich sah, dass jemand Unrecht angetan wurde, reagierte ich auch meist ohne nachzudenken, aber du kannst mir glauben. Nimm dir Zeit, überdenke noch einmal deine Entscheidung. Zu überstürzen bringt nichts.
Denke daran was du hier zurücklässt! Glaubst du es bleibt alles so wie du es zurücklässt? Das wir uns nicht ändern? Sie sich nicht ändert? Du versprichst, nein glaubst, dass du der gleiche bleibst, aber das kannst du nicht wissen. Woher willst du erahnen wie diese Erfahrung dich verändern wird?"
Gibbs Stimme wurde immer eindringlicher, doch es schien alles an Tony abzuprallen und für einige Minuten herrschte nur Stille zwischen ihnen in denen sie sich nur anstarrten.
Tony wusste nicht wie er es Gibbs erklären sollte. Seitdem er für Gibbs arbeitete, dessen Vertrauen gewonnen hatte und Gibbs seins... hatte er auf ihn gehört, war seinen Befehlen gefolgt und sie waren Partner geworden, die für den anderen durchs Feuer gingen.
Selbst wenn er manchmal die Befehle seines Bosses in Frage gestellt hatte, am Ende folgte er ihnen, aber heute... in diesen Moment... in dieser Situation... konnte er dies nicht mehr tun. Er musste seinem eigenem Weg folgen. Auch wenn es ihm schwer fiel... aber er musste gehen.
Gibbs war nie ein Mann der vielen Worte, nein der Worte überhaupt, gewesen, aber in diesem Augenblick konnte er das Schweigen nicht ertragen. Er wollte es sich nicht eingestehen, aber er hatte Angst... Angst Tony, den Mann, der ihm so ähnlich war, der es so schnell geschafft hatte einen Platz in seinen Herzen zu finden, zu verlieren.
Das er ihn genauso verlor wie sein Dad ihn vor Jahren verloren hat und auch wenn er jetzt wieder mit ihm Kontakt hatte... war zu viel zwischen ihnen passiert als das es je wieder so wie früher werden könnte. Er bereute es nicht, dass er seinen eigenen Weg gegangen war, aber er bereute es, dass er dabei seinen Vater verletzt hatte. Ebenso wie er es bereute, dass ihre Beziehung nie wieder wie früher sein würde.
Er musste dies Tony klar machen, doch wie sollte er dies tun? Er war nie gut darin gewesen über seine Gefühle zu sprechen. Weder damals noch heute.
"Ich kann nicht hier bleiben", brach Tony schließlich die Stille. "So viel ist passiert... und vieles habe ich einfach nur heruntergeschluckt. Oft fiel es mir verdammt schwer, aber Das... ich kann das nicht mehr. Nicht bei dieser Sache. Wenn es wenigstens Hand und Fuß hätte, es begründet wäre... würde ich es akzeptieren und hier bleiben, aber sie liegen falsch... Siehst du es wirklich nicht? Ich dachte gerade DU würdest es sehen und es verstehen... Dachte, dass du MICH verstehst, aber anscheinend kennst du mich doch nicht so gut wie ich dachte... Lass mir diesen Ausweg. Du verstehst es vielleicht nicht, aber ich muss gehen. So wie du damals gehen musstest."
Immer verzweifelter wurde Tonys Stimme bis sie am Ende versiegte und er Gibbs einfach nur anstarren konnte, hoffend das dieser ihn verstehen würde. Doch dieser gab keinerlei Reaktion preis. Kurz flackerte etwas in seinem Blick auf und Tony erschien es als wollte Gibbs was sagen... als würde er Tony endlich verstehen... doch Gibbs blieb still.
Seufzend nickte Tony kurz, Gibbs ungesagte Antwort akzeptierend, bevor er sich umdrehte und die Kellertreppe ohne ein weiteres Wort hoch ging. Kurz bevor er jedoch die Tür öffnete, drehte er sich noch einmal kurz um und sah herunter auf seinen nun ehemaligen Boss.
"Ich... es tut mir leid, aber ich muss gehen."
Mit diesen Worten schloss er die Tür und ließ einen Gibbs zurück, der nun genau das empfand was sein Vater vor Jahren empfunden hatte.
Ende
