A/N: Eins meiner Lieblingslieder und eins meiner Lieblingspairings. Auch bei diesem OS hat meine Schreibblockade zugeschlagen. Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem.
Pairing/Charakter: Tony/Abby
Lied: Always on your Side by Sheryl Crowl feat. Sting
Wortanzahl:582 Wörter
Always on your Side
Sie hatte ihr Leben weitergelebt. Hatte einen neuen besten Freund und eine neue Liebe. Aber manchmal… manchmal fiel ihr Blick auf irgendwas, dass er ihr geschenkt hatte oder dass sie aus einem verrückten Grund mit ihm verband, und sie erinnerte sich.
Erinnerte sich daran wie er immer bei ihr gewesen war. Wie er sie getröstet hatte. Wie er sie manchmal zur Rede gestellt hatte. Egal, ob bei der Sache mit ihrem Stalker oder als sie McGee die Hölle heiß gemacht hatte, als er Jethro, den Hund, angeschossen hatte um sein Leben zu retten… Er war immer da gewesen. Ebenso wie sie immer an seiner Seite gewesen war als er sie brauchte.
So viel war passiert, doch sie waren immer füreinander da gewesen. Wenn der Andere sich vor der Welt verstecken wollte, wenn alles zu viel geworden war… hatten sie immer einander.
Doch so viel war zwischen ihnen geschehen und dann war er gegangen… hatte sie zurückgelassen und sie … sie musste und hatte ihr Leben weitergelebt. Doch selbst jetzt noch wanderten ihre Gedanken immer wieder zu ihm zurück und sie fragte sich was wäre, wenn er jetzt hier wäre… und nun… nun stand er vor.
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Als Tony vor ihr stand, sah er sofort wie sich seine Abby gewandelt hatte und doch… erkannte er immer noch die Gleiche in ihr und er konnte nicht anders als sich zu verfluchen. Sich und seine Vergangenheit.
Sie waren damals so glücklich gewesen. Nach Jahren der Freundschaft war es irgendwann mehr geworden, aber trotzdem war so viel zwischen ihnen gleich geblieben. Sie flirteten wie zuvor, sprachen normal miteinander und auch so vieles andere war gleich geblieben. Das Einzige was anders war, dass sie nun miteinander schliefen und sich küssten (und beides nun nicht mehr im platonischen Sinne wie vorher).
Es war einfach und entspannt zwischen ihnen.
Süß und unschuldig wie eine erste Liebe.
Und er hatte es zerstört.
War ohne eine große Erklärung verschwunden.
Hatte sich ein neues Leben aufgebaut. Ohne sie.
Doch am Ende… am Ende konnte er sie nicht vergessen. Hatte sie immer wieder zurück erinnert und nun… nun war es endlich Zeit sich zu stellen. Offen zu sagen, dass es so nicht hätte enden sollen. Das es anders hätte sein sollen.
Musste sich endlich erklären. Ihr verständlich machen, warum er gegangen war.
-*-*-oOo-*-*-
Sie konnte ihn nur stumm betrachten. So anders als ihr normales Verhalten. So anders als ihr Ich, dass sie normalerweise zeigte.
Sekundenlang herrschte nur Stille zwischen ihnen, doch dann konnte sie nicht mehr anders.
Ohne ein Wort rannte sie auf ihn zu, schlang ihre Arme um seinen Hals und vergaß für einen Moment alles, was zwischen ihnen passiert war.
Es war egal, dass er weggegangen war. Es spielte keine Rolle mehr, dass sie sich die ganze Zeit fragte warum. Es war unwichtig, dass sie alleine war.
In diesem Moment war nur wichtig, dass er wieder da war und sie wieder beieinander waren. Die Leere in ihr war wieder gefüllt. Nicht mit Erinnerungen, sondern mit dem echten Tony. Ihrem Tony.
Alles andere war egal, außer dem Gefühl endlich wieder ganz zu sein.
Leise Worte. Erklärungen. Entschuldigungen. Flehen.
Sie hörte nichts davon. Spürte nur wie Tränen ihre Wangen herunterliefen, ebenso wie sie die seinen schmeckte. Er war zurückgekommen. War zu ihr zurückgekommen.
Sie würde vielleicht niemals verstehen, warum er gegangen war, aber dies war egal. Er war zurückgekommen und diesmal würde sie ihn nicht gehen lassen. Nicht ohne sie. Egal, wohin er gehen wollte. Sie würde mitgehen.
Ende
