Mir gehören weder die Charaktere noch die Handlung, ich übersetze nur.
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Ein Zauberer kann ein Animagus auf zwei verschiedenen Weisen werden: durch Verwandlung oder durch einen Animagus-Zaubertrank. James Potter, der besonders in Verwandlung begabt war, hatte ersteren Weg für sich und seine Freunde ausgewählt. Sie führten den Zauber illegal aus, verbunden mit großen, persönlichen Risiken.
Severus Snapes Verwandlung war genauso illegal – und gefährlich – als die der Rumtreiber, aber hierbei endete die Ähnlichkeit ihrer Eskapaden. Snape, begabt in Zaubertränken, wählte die (zugegeben noch gefährlichere) Route, um die Wandlung zu vollziehen. Aber er war ein Erwachsener, ein voll qualifizierter Zauberer, als er die Verwandlung durchmachte, unter sichereren und verantwortlicheren Gegebenheiten, mit einem mächtigen und erfahrenen Zauberer an seiner Seite, immer bereit zum Eingriff, falls etwas schief gelaufen wäre. Auch war Snapes Motivation für den Zauber eine komplett andere, als die der Rumtreiber. James Potter, Sirius Black und Peter Pettigrew (angestiftet von Remus Lupin) gingen mit ihrem Talent leichtfertig um, begierig, einer Jugendrebellion nachzugeben. Snape auf der anderen Seite, getrieben von seinem eigenen verzweifelten Bedürfnis, die Fehler seiner Jugend zu wieder gut zu machen, hoffte darauf, seine eigene Verwandlung dazu nutzen zu können, um seine Spionagetätigkeiten für den Orden des Phönix ausweiten zu können.
Albus Dumbledore war sehr ernst gewesen, als Snape den Plan vorschlug.
„Du weißt, Severus, dass das eine gefährliche Prozedur ist", erinnerte er seinen ehemaligen Schüler behutsam. „Abgesehen von der Illegalität dieses Unternehmens, was nicht außer Acht gelassen werden sollte, sollte das Ministerium davon Wind bekommen, gibt es viel, was falsch laufen könnte."
„Ich bin vorbereitet", antwortete Snape ruhig. Seine schwarzen Augen, ließen wie immer keine Emotion erkennen.
Dumbledores durchdringende blauen Augen waren offener, zeigten unverhüllt seine Bedenken.
„Denke daran, dass das Risiko am Schluss auch für Nichts sein könnte", fügte der ältere Zauberer hinzu. „Du kannst dir nicht aussuchen, welche Form dein Selbst als Animagus annimmt. Falls das Ergebnis in die Richtung, sagen wir, eines Tibetanischen Yaks geht, dann hättest du dich der Gefahr für ein Ergebnis ausgesetzt, das – vergib mir – wenig Nutzen für geheime Aktivitäten hätte."
„Wir können es nur versuchen", antwortete Snape, seine Augen glitzerten mysteriös. Und kurzerhand schluckte er den rauchenden Zaubertrank in einem Zug. Er hatte fast etwas schicksalshaftes in seinem Blick, der seinen alten Mentor beunruhigte, aber jetzt gab es kein Zurück mehr.
Aber es stellte sich heraus, dass Snapes neue Form für seine Spionagetätigkeiten nicht förderlicher hätte sein können. Eher klein, nachtaktiv, dunkel gefärbt und in der Lage, mit hochsensiblem Gehör zu fliegen, sein Animagus-ich schien für geheime Tätigkeiten maßgeschneidert zu sein. Dumbledore war hocherfreut (nicht zuletzt, weil Snape sicher durch die schmerzvolle Verwandlung gekommen war) und Snape war zufrieden. (Allerdings hätte er eine… würdevollere Form bevorzugt. Und nicht eine, mit der er nicht schon an unzähligen Gelegenheiten von bösen Zungen verglichen worden ist.)
Dennoch war es jetzt getan und sowohl als Fledermaus als auch als Doppelagent würde er in der Lage sein, wertvollere Informationen in Bezug auf Voldemort zu sammeln, als alle Unsäglichen im Ministerium gemeinsam. Es half, dass nur ein Mann – Albus Dumbledore – wusste, dass er ein Animagus war. Nicht einmal Voldemort verdächtigte es.
Snape dachte manchmal, mit einem trockenen, humorlosen Lächeln, dass seine Schüler es hätten erraten können, wenn sie er versucht hätten. Sie bezeichneten ihn schon früher als übergroße Fledermaus (genauso wie einen schleimigen Widerling) hinter seinem Rücken. Aber so verlockend es auch war, er benutzte niemals seine Tierform um Schüler bei Fehlverhalten zu erwischen. Nicht mal Potter. Nein, er machte diese Verwandlung für eine Sache, und nur eine Sache – als Hilfe für den Versuch, Voldemort zu stürzen. Die Rumtreiber mögen von nächtlichen Überfällen auf die Küche oder verbotenen Exkursionen verleitet worden sein; er, Snape, mochte es zu denken, dass er mehr Selbstdisziplin hatte. Nichts durfte dazwischenkommen, Voldemort zu stürzen.
Dumbledore verstand ihn besser, als irgendjemand – dass es nicht für den Orden war, für den sich Snape immer wieder in Gefahr begab, nicht ausdrücklich. Es war nicht einmal das, der Zauberwelt im Ganzen zu helfen. Mit der Ausnahme von Dumbledore, hatte er keine Liebe für andere Menschen übrig, kein Verlangen nach Auszeichnungen und kein Interesse, was andere von ihm dachten. Seine einzige Motivation war es, den Mann zu zerstören, der Lily Evans umgebracht hatte, und er war so unbeirrbar in dieser Mission als er es war, Lilys Jungen zu beschützen – nicht um des Jungen Willens (den er aus ganzem Herzen verabscheute), alleine nur um Lilys. Snapes Hingabe gleichzeitig beeindruckten Dumbledore und machten ihn traurig, aber Snape hatte kein Verlangen, sich zu ändern.
Ehrlich gesagt passte es Snape, dass nur Dumbledore von seiner Animagus-Leistung wusste… nicht nur verschaffte es ihm einen Vorteil über die Todesser; es schützte ihm auch von den wohlgemeinten Kommentaren vom Orden. Der Orden wusste, dass irgendwer während Snapes gelegentlichen Schichten des Wachdienstes im Ligusterweg da war; sie wussten nur nicht wer, oder nicht mal was und das war ihm nur Recht. Snape bevorzugte es, wie immer, abgesondert zu bleiben. Er wollte keine Freundschaft, die er, so fühlte er, nicht verdienen würde. Lily war seine einzige Freundin; er hatte sie in den Tod verraten. Außerdem war es schon so lange her, dass er mit Lily befreundet war, dass er vergessen hatte, wie ein Freund sein sollte (Todesser außer Acht gelassen – falls man überhaupt einen solchen zusammen gewürfelten Haufen von argwöhnischen, eifersüchtigen, bösartigen Kröten als Freunde bezeichnen konnte, auch wenn er sich als einer von ihnen fühlte). Für Snape würde die Freundschaft des Ordens so unwillkommen sein wie ihre Beleidigungen. Er wies Molly Weasleys wohlgemeinte Versuche zurück, die ihm zu Einladungen zum Abendessen und netten Nachfragen hinzogen, er fand es schwieriger damit umzugehen, als mit Moodys offenen Verdächtigungen. Der Respekt (so ungewiss, wie er war) war genug. Er wollte nichts weiter.
Dies war also der Grund, warum er sich entschlossen hat, die Wachdienste in seiner Fledermausgestalt durchzuführen. Eigentlich, brauchte die Nummer 4 überhaupt niemanden, der Wache hielt: der Blutverwandtschaftsschutz war stärker als der Fidelius Zauber. Obwohl die genaue Lage der Sommerresidenz Voldemort und seinen Todessern nicht bekannt war, würde Potter ein Geleit brauchen, wenn er diesen Schutz verlassen würde – nämlich wenn er das Grundstück verließe. Zugegeben, das passierte nicht oft – seit dem Dementorenangriff des letzten Sommers war der Junge wachsamer, umherzuwandern, als er es vorher war. Aber die Tatsache blieb, dass er gelegentlich (oh Wunder, oh Wunder, dachte Snape sarkastisch) die örtliche Bücherei besuchte und seine Tante ihn gelegentlich zu Besorgungen schickte. Deshalb brauchte er Begleitschutz, wenn auch ohne Wissen des Jungen.
Potter-Beobachten war eine langweilige Aufgabe, dachte Snape. Der Junge verbrachte die meiste Zeit im Haus, ohne Zweifel von seinen Verwandten von hinten bis vorne bedient werdend, genauso wie es seinem umnachteter Vater gemacht worden war. Wenn er tatsächlich nach draußen kam, war es, um Gartenarbeit zu erledigen – seine Muggelfamilie war offensichtlich geringfügig erfahrener als die Eltern des älteren Potters, wenn es dazu kam, den Jungen Verantwortung anzuerziehen. Nicht, dass sie viel Erfolg dabei gehabt hätten, basierend, auf dessen, was Snape in der Schule gesehen hatte – und Potters übermäßig dickem, unausstehlichem Cousin.
Potter schien weder Muggelfreunde zu haben, noch viel Zeit mit seinem Cousin zu verbringen, den Snape sehen konnte, obwohl sie fast gleich alt waren – vermutlich fühlte Potter sich solchen Bekanntschaften überlegen. Snape verweilte nicht an dieser speziellen Charakterschwäche, angesichts der Tatsache, dass er genauso war, als er in Potters Alter war. Seine Abneigung zu Muggeln jedoch war ein Ergebnis einer brutalen Erziehung. Er musste irgendwie seine Seele besänftigen, die von seinem, alkoholkranken, misshandelnden Vater zerstört worden war, sich deshalb als etwas Besseres als die Muggel-Schüler zu fühlen, die ihn wegen seiner erbärmlichen Kleidung, betrunkenem Vater und elenden Armut hänselten, war ein Weg, es zu tun. Es war auch nicht so, als ob er, Snape, eine Wahl gehabt hätte, wie er in dieser Zeit vor anderen erschienen ist. Potter dagegen, bemerkte Snape, zog sich dürftig an, im Gegensatz zu seinem Muggel-Cousin, der immer wohlgeraten war. Snape folgerte, dass dies entweder dem proletenhaften Geschmack des Jungen zugeschrieben werden könnte oder seinem Verlangen, die Muggel-Gangs nachzuahmen. So oder so ging es ihm nichts an – er musste nur sicherstellen, dass der Junge während seiner wenigen Ausflüge sicher war.
Am Vorabend des Morgens, an dem Potter eine zerknautschte Fledermaus unter einem Kohlblatt fand, hatte sich Snape hoch in einem Ahornbaum vor Mrs. Figgs Haus niedergelassen. Ein großer Vorteil seiner Animagusform war, dass er nicht nahe der Nummer 4 sein musste, um mitzubekommen, was dort passierte. Als eine Fledermaus war sein außergewöhnliches Gehör eine viel größere Reichweite und er konnte leicht die Stimmen der Bewohner aus machen, die im langweiligen, normalen Zuhause in der Küche waren – und sogar zwischen den Stimmen unterscheiden, wenn nicht sogar die Wörter verstehen, wenn sie in anderen Teilen des Hauses waren. Deshalb wusste er, dass Potter wieder nach draußen geschickt worden war; er konnte eine Frau hören, vermutlich Petunia, kreischend, dass ihr eine Zutat fehlt, die sie für das Abendessen bräuchte und es wäre besser, wenn jemand diese in einem Laden ein paar Blöcke entfernt holen würde.
Potter kam durch die Hintertür einen Moment später hinaus, mürrisch dreinschauend – wahrscheinlich empört, dass er von einem dummen Fernsehprogramm weggeholt worden ist, dachte Snape. Als der Junge zum Bürgersteig kam, erschien Petunia selbst in der Eingangstür, eine schattige Silhouette, vom halbdunklen Küchenlicht hinter ihr angestrahlt.
„Und beeil dich", schrie sie, ihre Stimme immer noch so grell, wie Snape sie aus seiner Kindheit erinnerte. „Sonst wirst du nichts bekommen!" Die Hintertür knallte zu.
Potter murmelte etwas vor sich hin und beschleunigte seinen Schritt.
Muss wohl eine Ausnahme-Nacht für diese kleine, glückliche Familie sein, grinste Snape zu sich selbst. Ich muss schon sagen, dass Petunia überhaupt nicht gut gealtert ist.
Er entfaltete seine ledernen Flügel und ließ sich vom Zweig, an dem er sich festhielt, herab und flog leise über Potters Kopf, als die gebeugte Gestalt den Gehweg entlang eilte.
Snape fühlte sich auf einem Besen nie wirklich heimisch – kompetent, aber das war alles. Als eine Fledermaus aber frohlockte er in der Luft, so wie es eine richtige Fledermaus tun würde. Das einzige Problem war das Landen – Fledermäuse waren anmutig in der Luft, hatten aber die Tendenz zur Bruchlandung. Es brauchte eine lange Übungszeit, bevor Snape das Konstrukt der Natur überwunden hatte, so dass er von Baum zu Baum fliegen konnte, während er sich einen Ast zum Festhalten suchte, um im nächstem Atemzug wieder davonzufliegen. So schaffte er es, mit Potter Schritt zu halten.
Es wurde langsam dunkel und die Straßenlaternen flimmerten an. Die kurzlebige Hitze des vorsommerlichen Tages verlor durch das schwindende Licht schnell an Boden. Snape konnte fühlen, wie der Gehweg von der Straße unter ihm seinen Mantel der nachmittäglichen Wärme abwarf, um sich auf die Nacht vorzubereiten. Mit seinem Fledermausgehör konnte er eine Fülle an Geräuschen ausmachen – entfernte Autos, Kinder auf einem Spielplatz eine Straße weiter, Geschirr, das in Häusern, an denen er vorbei flog, gespült wurde. Insekten. Das leise Tappen von Harrys Turnschuhen auf dem Gehweg.
Es schien wie ein normaler, vorsommerlicher Abend in Little Whinging zu sein, und doch fühlte sich etwas… falsch an.
Nicht bevor Potter in den Lebensmittelladen an der Ecke, sieben Häuserblocks von der Nummer 4 entfernt, verschwunden war, sah Snape McNair. Sein Todesserkollege stand, rauchend und in Muggelkleidung, lässig vor dem Zeitungskiosk auf der anderen Straßenseite. Snape fühlte, wie sein Fell am Rücken und im Nacken prickelte, als sich seine Nackenhaare aufstellten. Er wusste von keinem Plan, Potter anzugreifen… andererseits erzählte ihm der Dunkle Lord nicht alles. Und er wusste seit einiger Zeit, dass es Pläne gab, von denen er nichts wusste. Genau wie Dumbledore bevorzugte Voldemort es, nicht alles auf eine Karte zu setzen – besonders, wenn diese Karte so viel Zeit mit Albus Dumbledore verbringt. Snape lächelte anhand dieser Ironie grimmig zu sich selbst.
Während Snape sich an eine Straßenlaterne klammerte und überlege, was er tun sollte, kam Potter aus dem Lebensmittelladen heraus, eine braune Papiertüte in den Armen. Sie sah schwer aus – so viel zu Petunias „ein oder zwei" Sachen, die sie vergessen hatte, dachte Snape süffisant.
Potter sah vorsichtig umher, leicht die Stirn gerunzelt. Seine Augen streiften McNair. Mit einem leichten Schulterzucken drehte sich der Teenager um und ging heimwärts. Snape hielt sich ruhig am Laternenpfahl, McNair sorgfältig im Auge behaltend.
Als Potter etwa eineinhalb Blocks vor ihm war, streckte sich McNair, schmiss seine Zigarette weg und begann, in dieselbe Richtung wie der Junge zu laufen. Er beeilte sich nicht.
Snape begann langsam, ihm nachzufliegen.
Dies gab Rätsel auf. War McNair alleine? Falls nicht, hatte Snape noch keinen Komplizen entdeckt. Und egal, ob der Todesser alleine war oder nicht, was war sein Plan? Wenn er Potter hätte töten wollen, hätte er es schon tun können, ohne dass die Muggel von seiner Anwesenheit bewusst wären. Snape konnte es sowieso nicht glauben, dass Voldemort eine solche Aufgabe irgendeinem Todesser übertragen würde. Potter gefangen zu nehmen würde aber auch leicht genug sein, dachte Snape. Bei einem Spaziergang wie diesem: er war alleine, es schien keiner in der Nähe zu sein. Also worauf wartete McNair? Er musste wissen, dass Potter vor seinen Augen verschwinden würde, wenn er in die unmittelbare Nähe seines Zuhauses kommt. Er konnte zwar auch schlichtweg versuchen, die Umgebung zu kartographieren, aber Snape würde nicht überrascht sein, wenn dies nicht schon geschehen wäre.
Währenddessen musste Snape eine Entscheidung fällen: bleiben und beobachten, was McNair im Schilde führte oder disapparieren und Verstärkung anfordern. Wenn er bleiben würde und ein Angriff auf Potter verübt würde, würde er alleine damit fertig werden müssen und wenn er dies täte, würde er sowohl seine Position als Doppelagent als auch seinen Status als nicht registrierten Animagus gefährden (da kein Zauberer Magie ausführen konnte, während er in Tiergestalt war). Dies würde ein ernster Schlag gegen seinen Nutzen als Informationssammler darstellen. Aber wie konnte er es riskieren, dass Potter mit einem Angriff alleine zurechtkommen müsste? Er klapperte leicht mit seinen Zähnen, eine Angewohnheit, die seine Fledermausform angenommen hatte, wenn er scharf nachdachte.
Sie kamen näher an den Ligusterweg. McNair behielt eine gleiche Distanz zu Potter ein, er versuchte überhaupt nicht, Potter einzuholen – nur ihn in Sichtweite zu haben. Er bemerkte die Fledermaus nicht, die sich von Baum zum Laternenpfahl zur Telefonleitung über seinem Kopf schwang.
Mit seinem hochsensiblen Gehör hätte Snape hören sollen, was bevorstand, aber er war so entschlossen, McNair zu beobachten und sich der Unfehlbarkeit seiner Tarnung so sicher, dass er unvorsichtig wurde. Ein sehr, sehr schwaches zischendes Geräusch ließ ihn schließlich aufschauen, gerade als er von einer Regenrinne los fliegen wollte.
Er sah etwas, das wie ein Wirbel aussah, ein rundes Sägeblatt aus Feuer, das direkt auf ihn zukam.
Mit einem Quieken ließ sich Snape seitwärts von der Regenrinne fallen, aber konnte der schnellen Flammenklinge nicht mehr ausweichen. Es schnitt in sein geflügeltes Vorderbein, gerade da, wo der Flügel an der Schulter angewachsen war.
Es war keine Zeit, Schmerzen zu fühlen. Der Stoß hatte ihn direkt ausgenockt, hart auf dem Gehweg unter ihm aufkommend bekam er nichts mehr mit.
McNair hörte die Rangelei und drehte sich um, gerade als der Junge hinter dem Blutschutz verschwand. Er starrte erschrocken auf die Fledermaus, und schaute auf, als Bellatrix Lestrange sich näherte.
Bellatraix zielte mit ihrem Zauberstab auf das regungslose Tier. „Animagus revelio!"
Nichts passierte. Sie trat näher und hob es mit einem Schaudern auf.
„Bella? Was ist das?" McNair kam näher.
„Nur eine Fledermaus." Sie zuckte mit den Schultern. „Ich dachte, dass es vielleicht ein Auror… naja, das ist jetzt egal. Der Junge?"
McNair zuckte mit seinem Daumen über seine Schulter. „Sollte jetzt daheim sein."
„Gut. Wir sollten es dem Dunklen Lord berichten." Bellatrix schleuderte den Körper der verletzten Fledermaus von ihr weg, in die Richtung, die Potter gegangen war. Auch er verschwand innerhalb des Blutschutzes.
Die zwei dunklen Zauberer drehten sich auf der Stelle und verschwanden auch.
