Mir gehören weder die Charaktere noch die Handlung, ich übersetze nur.

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Snape war wütend. Von allen Dingen, die er im Laufe seiner Karriere als Lehrer und als Spion tolerieren musste, war das die Grenze. Potters Haustier. Ausgerechnet Potters Haustier!

Der Gedanke an Dumbledores Gesicht, wenn der alte Zauberer dies herausfand, war unerträglich.

Es war 6:30 Uhr am Morgen. Die Zaubertrankmeister-verwandelte-Fledermaus konnte in einem entfernten Raum Bewegung wahrnehmen, als sich jemand, wahrscheinlich der Onkel des Jungen, für den kommenden Tag fertig machte. Der Junge selbst war noch nicht wieder aufgewacht, nachdem ihn der Albtraum früher in der Nacht auf den Boden befördert hatte, Snape aus seiner Grübelei reißend. Das einseitige Gespräch während der frühen Morgenstunden schien ihn sehr zu beruhigen und Potter schlief den Rest der Nacht ohne sich zu regen.

Snape hielt in seinen komischen, kleinen Schritten inne, um zum Bett des Teenagers zu blicken. Ein Busch aus schwarzem Haar war alles, was vom Ende der durcheinandergebrachten Bettdecke zu sehen war.

Snape hatte Gerüchte gehört, dass Potter von häufigen Albträumen heimgesucht wurde, aber da er nicht Potters Hauslehrer war, hatte es nie beobachten können. Er war von der Heftigkeit des Zappelns des Jungen beunruhigt und von der Angst, ein anderer Bewohner des Hauses hätte ihn hören können, überrascht.

Gryffindor-Stolz, dachte Snape beleidigt. Zu stolz, sich von seiner Familie trösten zu lassen.

Dann erinnerte er sich an das kurze, erbärmliche Aufschreien, das erst seine Aufmerksamkeit auf die Tatsache gelenkt hatte, dass Potter nicht gut träumte und fühlte sich doch ein bisschen beschämt. Der Junge hatte versucht, ihn zu helfen und er, das musste er zugeben, hatte seine Arbeit bewundernswert verrichtet. Wie unangebracht die Trauer sein mochte, er war offensichtlich wirklich über den Tod Sirius Blacks verletzt, obwohl Snape nicht nachvollziehen konnte, warum der Junge entschieden hatte, sich nicht von seiner Familie trösten zu lassen.

Ein paar laute Klopfer an der Tür ließen Snape hochschrecken. Er blickte zu Potter und sah, dass auch der Junge aus dem Schlaf geschreckt wurde, da er sich schnell aufsetzte und seine kurzsichtigen, achtsamen Augen die Tür fixierten.

„Bist du noch nicht auf?" schnitt sich die kreischende Stimme Petunias durch Snapes schmerzenden Kopf. „Dein Onkel wird in zehn Minuten unten sein; warum ist das Frühstück noch nicht fertig?!"

Potter kletterte aus dem Bett, griff nach der Jeans, die er in der Nacht zuvor auf den Boden liegen lassen hatte.

„Bin in einer Minute unten, Tante Petunia!" schrie der Junge, während er versuchte (vollkommen scheiternd in Snapes Meinung), wach und bereit zu klingen, während er seinen Schlafanzug auszog.

Petunias scharfe, schnelle Schritte gingen den Flur entlang, zur Tür hinaus. Potter zog schnell seine Jeans und ein T-Shirt an. Als er sich umdrehte, um zu seiner Brille zu greifen, bemerkte er den Käfig.

„Hey, Spartacus", murmelte der Junge abgelenkt. „Ich werde mich bald um dich kümmern… halte noch ein bisschen durch, ok?"

Mit der Brille auf der Nase verließ der Junge immer noch barfuss das Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Einen Moment später hörte Snape seine Füße die Treppen nach unten tapsen.

Snape setzte sich in seinem Wattebett zurück, er fühlte sich… verwirrt.

War dies ein tägliches Ereignis? Sicherlich nicht… sein überlegenes Fledermausgehör konnte die Schnarcher seines Cousins in einem nahegelegenen Zimmer hören. Vielleicht war es eine Aufgabe von Potter, an bestimmten Tagen das Frühstück für seinen Onkel und seine Tante zu machen. Vielleicht war das Verschlafen zur Gewohnheit geworden und war deshalb der Grund, warum seine Tante so gereizt geklungen hatte (nicht, dass Snape sie anders als gereizt in Erinnerung hatte).

Dennoch war Snape überrascht, dass der Retter der Zauberwelt nicht so verhätschelt war, als er am Anfang gedacht hatte. Seine Vormunde waren anscheinend dazu versucht, wenigstens etwas an Verantwortung in ihm zu verwurzeln, wie erfolglos es sie auch immer waren. Gut.

Diese Gedanken, einhergehend mit dem knappen Platz seiner beengten Quartiere fegten alle schwachen Gefühle des Mitleids für Potter weg, die sich in seine Brust geschlichen hatten, wie wenn ein Besen lose Spinnweben wegfegen würde. Er fühlte einen plötzlichen Zorn in sich aufsteigen, der mit einer brutalen Zufriedenheit einherging, dass der Junge früh aus dem Bett geschmissen wurde und darüber hinaus noch gescholten wurde. Plötzlich schien die vorsichtige Pflege des Jungen auf einen Jungen hinzuweisen, der innerhalb der Familia Chaos verursachen wollte, statt auf einen mitfühlenden, weichherzigen Jugendlichen, der ein Mitgeschöpf heilen wollte.

Vielleicht wenn sich Potter seinen Verletzungen widmet, könnte Snape versuchen, zu entkommen. Er versuchte, seine rechte Vorderpfote zu heben, zuckte aber zusammen und realisierte, dass sie niemals sein Gewicht halten würde. Er hatte keine Wahl außer zu warten, bis er geheilt war… es sei denn, er würde sich verwandeln. Die Idee, den Jungen zu Tode zu erschrecken – und ihn vollkommen mit der Erinnerung ihres „Gespräches" zu beschämen – indem er sich in seine menschliche Form zurückverwandeln würde, klang verlockend, aber er traute Potter einfach nicht, seine Tarnung nicht aufzudecken. Er fragte sich, ob der Junge irgendjemanden etwas gesagt hatte, was er im Denkarium letztes Jahr gesehen hatte.

Er hatte keine Wahl. Er musste in seiner Form bleiben und Potter erlauben, ihm zu helfen.

Es musste ausgerechnet Potter sein, der mich gefunden hat, dachte Snape bitter. Dennoch denke ich, dass es mich schlimmer hätte treffen können.

Er musste plötzlich daran denken, was gewesen wäre, wenn dieses schwachköpfige Gryffindor-Mädchen, Lavender Brown, ihn stattdessen gefunden hätte. Dieses alberne Mädchen hätte ihm ein Bad in Rosenwasser gegeben und versucht haben, ihn in einen kleinen schachbrettgemusterten Pullover zu stecken.

Dieser Gedanken (mit der Erinnerung des Denkarium-Vorfalls) brachte Snape auf und obwohl Harry Potter keine Tendenz dazu gezeigt hatte, ihn wie eine Puppe anzuziehen, steigerte seine Wut auf den Jungen – und die ganze Situation – irrational. Ihm machte sogar das komfortable Bett, das Potter für ihn angefertigt hatte, wütend und so begann er es mit seinen scharfen, kleinen Zähnen und Krallen auseinanderzureißen.

Ich bin vielleicht nicht in der Lage, Punkte abzuziehen, aber wenn Potter versucht, mich wie ein Spielzeug zu behandeln, werde ich ihn beißen, dachte Snape bösartig, als er seinen Weg durch die Watte zum Pappkarton biss. Für einen Moment fühlte er sich von der Idee beschämt – ich bin nicht wirklich eine wilde Fledermaus! – aber dann absurderweise daran erfreut.

Es war ein angespannter Morgen. Tante Petunia war geladen, weil er fast verschlafen hatte. Harry war nur dankbar, dass sie ihn beizeiten aufgeweckt hatte… wenn Onkel Vernon vor ihm nach unten gekommen wäre, wäre das Dicke Ende gekommen.

Es war diesen Sommer bis jetzt kein Problem gewesen, jeden Tag für seine Tante und seinen Onkel pünktlich das Frühstück zuzubereiten, noch bevor sein Onkel in die Arbeit musste – seine Albträume hielten ihm vom tiefen Schlafen wach und es brauchte somit nicht viel, ihn aufzuwecken und viel öfter war er sowieso schon wach, zu dem Zeitpunkt, an dem er die Dusche im Badezimmer aufdrehen hörte. Letzte Nacht war das erste Mal, in der er nach einem Albtraum wieder einschlafen konnte und er hatte tief geschlafen. Daran denkend fühlte er eine unklare Dankbarkeit der lebenden Kreatur gegenüber, die nun sein Zimmer teilte.

Jetzt, als Vernon zur Arbeit gefahren war, war Petunia damit beschäftigt, sich für den Tag fertig zu machen und da Dudley (der selten vor dem Mittagessen aufstand) immer noch schlief, konnte er sich seinem neuen Haustier zuwenden. Je früher, desto besser – er war sicher, dass Spartacus, ein nachtaktives Tier, seinen Schlaf wollen würde, er dachte, dass die Fledermaus sicher Schmerzen hatte… vielleicht auch hungrig war. Also ging er, nach einem kurzen Abstecher in den Garten, bei dem er sich mit ein paar Gegenständen aus dem Schuppen eindeckte und einem Zwischenstop in der Küche für eine kleine Schüssel voll heißem, seifigem Wasser, zurück nach oben.

Harry schlüpfte in sein Zimmer zurück und machte die Tür hinter sich zurück. „Hey Spartacus", rief er sanft „Ich hab dir etwas zum- whoa!"

Spartacus stand in der Mitte eines aufgetürmten Haufens aus zerfetzter Watte und Pappkarton in der Mitte in Hedwigs Käfig. Der Blick auf seinem kleinen, fuchsgleichen Gesicht war ausgesprochen angepisst.

„Also… äh, ich denke, es ist gut, dass ich dir das hier mitgebracht habe", sagte Harry nach einem verwirrten Blick auf die wütende Fledermaus. Er legte die Rolle Hasendraht, die er aus der Scheune mitgenommen hatte, auf seinen Tisch und näherte sich vorsichtig den Käfig.

„Ich denke, ich schau mir erst mal deinen Flügel an… bist du einverstanden, dass ich dich für eine Weile aus dem Käfig nehme?" Behutsam öffnete Harry die Tür des Käfigs und griff zögernd nach innen. Spartacus schien nicht begeistert zu sein, Harrys Hand auf ihn zukommen zu sehen, aber er flüchtete nicht, duckte sich nicht und versuchte auch nicht, ihn zu beißen. Harry nahm dies als gutes Zeichen. Er rutschte seine Hände unter die Fledermaus und hob ihn vorsichtig heraus.

Zu seiner großen Überraschung war Spartacus total passiv, so dass es Harry erlaubte, ihn zu seinem Bett zu tragen. Harry sah die leichte Kreatur bewundernd an, so groß für eine Fledermaus… er vermutete, dass sie knapp ein Kilo wog und etwa 30 Zentimeter groß war, was etwa einem guten Drittel von Hedwigs Größe entsprach.

Harry setzte Spartacus auf das Fußende seines Bettes ab, und dann, nachdem er an der Tür gelauscht hatte, dass sich niemand davor bewegte, hebelte er das lose Dielenbrett auf, um sein Fach zu offenbaren, in dem er seine wichtigsten Sachen versteckt hielt – sein Umhang, Zauberstab, Fotoalbum und seine Ausrüstung an Heiltränken. Er zog das letztere aus dem Loch hervor, holte dann den Erste-Hilfe-Kasten unter dem Bett hervor, hob die Fledermaus wieder auf und setzte sich auf das Bett, während er die Kreatur aus seinen Schoß setzte.

Während er arbeitete hielt Harry eine stetige Konversation aufrecht, hoffend, dass seine ruhige Stimme das wilde Tier beruhigen und beschwichtigen würde. Er dachte sich, dass es egal war, worüber er sprach; Hagrid hatte ihm einmal erzählt, dass Tiere auf eine Stimme reagierten, nicht auf Worte.

„Mach dir keine Sorgen, ich bin nicht schlecht in diesen Dingen", sagte er im Plauderton, während er den Verbandsmull mit einer kleinen, scharfen Schere aufschnitt. „Ich bin auch nicht mal schlecht in Zaubertränke, aber wahrscheinlich würde dir mein Professor was anderes erzählen. Es stimmt, dass meine Noten in seiner Klasse ziemlich mittelmäßig sind, aber es fällt mich manchmal schwer, mich zu konzentrieren, weil er mich nervös macht, wenn er einen über die Schulter schaut und so. Ich denke nicht, dass ich in meinem Zaubertränke ZAG schlecht war." Behutsam entfernte er das Wattepolster von der Wunde, sorgfältig darauf achtend, nicht so sehr daran zu ziehen, für den Fall, dass es wieder zu bluten anfinge.

„Ich glaube, meine Mutter war ziemlich gut in Zaubertränke, als sie in der Schule war", erzählte Harry weiter. „Sie war auch gut in Zauberkunst. Ich wünschte, ich hätte ein Köpfchen wie sie es hatte… meine ZAG Ergebnisse müssten jetzt bald kommen und Snape hat uns schon gesagt, dass er keinen in seine UTZ Klassen lässt, der nicht ein ‚Ohnegleichen' im ZAG erreicht hat." Harry säuberte nun die Wunde mit einem keimtötenden Mittel. „Es tut mir leid, falls das brennt. Du brauchst keine Angst haben; das hab ich nicht gebraut… ich hab es von Snapes Vorräten geklaut."

Die Fledermaus bewegte sich leicht unter seiner helfenden Hand. Harry schloss daraus, dass sie Schmerzen hatte. „Jedenfalls muss ich Zaubertränke nehmen, wenn ich ein Auror werden will, aber dabei würde ich es auch nicht schlimm finden, wenn ich keinen Unterricht bei Snape mehr hätte. Fettiger Widerling! Mein Freund Ron und ich vermuten, dass er schon ewig keine Haare mehr gewaschen hat, bestimmt seit 19–"

SCHNAPP

Harry sprang mit einem Schrei, der teilweise Schmerz, teilweise Überraschung war, auf seine Füße, als die kleinen Fangzähne sich in den Ballen seines Daumens senkten. Er schleuderte grob mit seiner Hand, so dass er die Fledermaus abschüttelte.

Für einen Moment stand er da, schüttelte seine verletzte Hand und fluchte leise aber wild.

„Wieso hast du das denn gemacht?" wollte Harry wutentbrannt wissen, als er sich ruckartig zum Bett umdrehte – und blieb vor Erstaunen wie angefroren stehen.

Er hatte erwartet, dass sich die Fledermaus entweder niederkauern oder versuchen würde, wegzukrabbeln, aber sie machte keines von beiden. Stattdessen stand sie auf drei Beinen am Fußende seines Bettes und hielt die verletzte Pfote von der Decke hoch und starrte ihn an. Für einen Moment dachte Harry, dass sie einen ausgesprochenen arroganten Blick auf ihrem Gesicht gezeichnet hatte.

Wie Zwillings-Onyx Steine glitzerten die schwarzen Augen zu ihm hoch und eine kurze Erinnerung berührte Harrys Geist –

Schon wieder zu spät, Potter? Fünf Punkte Abzug von Gryffindor!

– aber sie war weg, bevor er sich daran fest hielt.

Harry schüttelte seinen Kopf, um ihn freizubekommen und schaute dann auf seinen Daumen. Die Wunde war nicht tief, aber Bisse konnten schlimm werden, also dachte er, er würde es lieber säubern und sich darum kümmern.

Aber er würde sich zuerst um die Fledermaus kümmern.

„Ich denke, ich hab da wohl einen wunden Punkt erwischt, nicht wahr?" Er hob die Fledermaus behutsam auf, für den Fall, dass sie sich plötzlich dazu entscheiden sollte, ihn wieder zu beißen und setzte sich wieder auf das Bett zurück. Er lehnte sich auf eine Seite und durchsuchte seine Zaubertränke.

Seine Hände zögerten kurz, als sie über der Flasche mit Murtlapessenz waren.

Als ihn Hermine letztes Jahr mit diesem Zaubertrank bekanntmachte, um seinen Schmerz durch das sadistische Nachsitzen von Umbridge zu lindern, hatte Harry insgeheim geplant, etwas in den Ligusterweg mitzubringen. Es würde genau das Richtige nach einer ‚Behandlung' mit dem Gürtel seines Onkels sein. Er konnte sich vorstellen, wie kühlend sich die Mixtur auf den feurigen Striemen, blauen Flecken und verletzte Haut anfühlen würde, die das Instrument der Bestrafung auf seinem Rücken hinterlassen würde.

Es war allerdings nicht viel in der Flasche – mit dem ZAGs und dem Fiasko im Ministerium hatte Hermine weder die Zeit gefunden, ihm zu zeigen, wie man welches braut noch hatte er die Zutaten in Snapes Vorratsraum finden können.

Er schaute überlegend von der Flasche zur Fledermaus.

Die leidende Kreatur brauchte jetzt Erleichterung. Er auf der anderen Seite war relativ in Ordnung, abgesehen von ein paar blauen Flecken. Vernon war noch nicht besonders hart diesen Sommer und mit ein bisschen Glück, würde Harry ein solches Szenario insgesamt vermeiden (er ignorierte die Stimme in seinem Hinterkopf, die sagte, dass dies ziemlich unwahrscheinlich war). Aber wer weiß? Er könnte aus dem Ligusterweg befreit werden, lange bevor dies geschehen würde, falls Dumbledore –

Er schob den Gedanken an Dumbledore beiseite. Es verletzte ihn zu sehr, an den Zauberer zu denken, den er verehrte.

Er machte seinen Entschluss fest und zog die Flasche mit der Murtlapessenz heraus. Die Fledermaus würde nicht viel benötigen; es würde noch viel für ihn übrig bleiben. Er träufelte ein paar Tropfen auf ein Wattepad und betupfte die verwundete Schulter.

Einen Moment später war Harry froh, dass er sich dafür entschieden hatte, denn er merkte, dass sich Spartacus' Muskeln in seinen Händen entspannten.

Schnell verband Harry die verletzte Schulter wieder, setzte dann Spartacus wieder auf sein Bett und stand auf. Schnell, aber effizient säuberte er Hedwigs Käfig, tauschte das Zeitungspapier aus und entfernte jedes Stück des zerstörten Bettes. Dann fing er an, den Hasendraht in den Käfig zu passen, machte ihn an einer Seite des Käfigs fest und formte ihn zu einer Art Dach an der Oberseite des Käfigs. Die Fledermaus sah den Fortschritten angespannt von Harrys Bett aus zu.

„Hier bitteschön, Spartacus", rief Harry stolz aus, während er einen Schritt zurück schritt. „Du solltest jetzt keine Probleme haben, da hochzuklettern, selbst mit deiner verletzten Schulter."

Harry tauschte das Wasser in der Schüssel aus, gab dann ein paar Erdbeeren in die Futterschüssel.

„Voller Vitamin C", erklärte er, hob die Fledermaus hoch und trug sie zurück in den Käfig. „Es wird dir helfen, gesund zu werden, also versuch, alles zu essen, ok?"

Er setzte Spartacus innen ab, schloss die Käfigtür und ging etwas zurück und wartete ab, was passieren würde.

Spartacus trank etwas. Er knabberte an einer Beere. Dann, ganz lässig, schlurfte er auf seinen ungeschickten Fledermausflügeln zur Seite des Käfigs, wo Harry den Hasendraht festgemacht hatte und schaute ihn sich sorgfältig an.

„Ja!" rief Harry erfreut aus, als die Fledermaus langsam den Hasendraht hochkletterte, an der Seite des Käfigs entlang bis zum Dach, vom dem sie sich kopfüber hängen ließ, die Flügel um sich herumgefaltet wie ein Mantel.

Harry grinste, als Spartacus ihn anschaute, kopfüber, aus teilnahmslosen schwarzen Augen. Dann griff er zum blauen Tuch, das er als Abdeckung für den Käfig benutzte.

„Du kannst ein bisschen schlafen, Spartacus", sagte Harry ermunternd, als die Fledermaus ihre Flügel über ihren Kopf faltete. Er deckte den Käfig zu. „Ich seh dich heute Nacht."

Harry holte sich frische Kleidung und seine Zahnbürste, ging ins Badezimmer und schloss die Zimmertüre hinter sich. Er musste sich beeilen – er lag jetzt schon hinter seinen Aufgaben zurück.