Ein liebes Dankeschön an mimaja für ihre Reviews! Du hast Recht, Einblick bekommt Snape ja. Und bald bekommt er sogar noch mehr Einblick!
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Mir gehören weder die Charaktere noch die Handlung, ich übersetze nur.
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Harry saß im Garten, um sich eine dringend benötigte Pause vom Gras mähen zu gönnen. Es war ein düsterer, kühler, wolkiger Tag und der trocknende Schweiß auf seinem Körper hatte ihn durchgekühlt. Plötzlich kam die Sonne durch die Wolken und fühlte sich so wundervoll warm an, so dass er sein Shirt auszog, um seine feuchtkalte Haut den wohltuenden Sonnenstrahlen auszusetzen. Zuerst fühlte er sich wundervoll…er wärmte sich schnell auf. Zu schnell…plötzlich brannte sein Rücken, als ob ein glühend heißes Bügeleisen auf seine Haut gepresst würde. Er schaute nach unten und sah zu seinem Erstaunen Schnee zu seinen Füßen auf dem Boden liegen. Er dachte, wie gut sich der Schnee auf seinem verbrannten Rücken anfühlen würde und senkte sich sofort in das verschneite Gras und rollte sich hinein –
– nur, um mit einem Jaulen aufzuwachen, als die kratzigen Bettlaken auf seinem Bett in Kontakt mit dem misshandelten Fleisch kamen.
Sofort vollkommen wach, setzte sich Harry schnell auf. Er war in seinen Kleidern auf seinem Bett eingeschlafen. Er blickte auf die reparierte Uhr auf dem Regal und sah, dass es 2:24 Uhr in der Früh war. Er schaute mit sehnsüchtigem Blick auf das Wasserglas auf seinem Nachttisch, aber es war leer – er hatte es vor Stunden ausgetrunken. Er wollte nicht riskieren, seinen Onkel aufzuwecken, indem er mehr holte und wählte stattdessen, durstig zu sein.
Harry stand seufzend auf. Sein Rücken brannte und seine Haut fühlte sich zu eng an, als ob sie auf seinem Körper geschrumpft wäre, als er geschlafen hatte. Er bewegte sich langsam, um seine steifen Muskeln und sein gequältes Fleisch nicht noch mehr zu beeinträchtigen, zu seinem Kleiderschrank, zog vorsichtig seine Jeans aus und zog sich eine blaue, ausgewaschene Schlafanzughose an. Dann schälte er sich sehr, sehr behutsam aus seinem T-Shirt heraus. Er lange nicht nach seinem Schlafanzugoberteil, weil alleine der Gedanke an das Gewicht der leichten Schicht an abgenutzter Baumwolle auf seinem Rücken unerträglich war.
Es gab einen leicht krummen Spiegel auf der Innenseite einer Schranktüre, aber Harry machte sich nicht die Mühe, sich umzudrehen, um den Schaden, den Onkel Vernon verursacht hatte, zu inspizieren. Er konnte einen Teil einer breiten, roten Strieme, die über seine linke Schulter über sein Schlüsselbein verlief, sehen, während mehrere weitere Striemen sich um seinen Oberkörper und um seine Rippen zogen. Er wusste aus Erfahrung, dass er vom Nacken bis zur Taille mit diesen Malen bedeckt war, die kreuz und quer seinen Rücken zierten und an ein paar Stellen blaue Flecken hinterließen. Aber größtenteils waren es dunkle, rote Striemen, die im dämmrigen Licht seiner Nachttischlampe Schatten erzeugten, so geschwollen waren diese. Er hatte es bereits früher gesehen. Er hatte nicht den Wunsch, es noch einmal zu tun.
Hinter ihm hörte er ein fast verzweifeltes Scharren.
Harry drehte sich um. Spartacus schien sehr aufgewühlt, er kletterte am Hasendraht entlang, den Harry an Hedwigs Käfig gebunden hatte.
„Was ist los mit dir?" frage Harry die Fledermaus neugierig.
Er ging zum Käfig. Zu seiner Überraschung ließ sich die Fledermaus auf das ausgelegte Zeitungspapier fallen und schaute mit einem komischen, fragenden Blick zu ihm auf –
Was kann ich für dich tun? Gibt es irgendetwas? Schien es zu sagen.
Harry beobachtete die Kreatur für einen langen Moment und überlegte. Dann, ohne es zu realisieren, was er dabei war zu tun, öffnete er plötzlich die Käfigtür, langte nach innen und hob Spartacus heraus. Er trug die Fledermaus zum Bett hinüber und setzte sie nahe des Kissens ab. Dann legte er sich vorsichtig auf seine Seite, und schaute sie an.
Für einen Moment schien die Fledermaus starr vor Schock und Harry war sich sicher, dass sie davonkrabbeln würde. Dann schien ihr ein Instinkt zu sagen, dass sie sich entspannen sollte und sie ließ sich wieder auf dem Bettlaken nieder und erwiderte Harrys Blick ohne zu zwinkern.
Nach ein paar Momenten sprach Harry.
„Ich denke manchmal", begann er langsam, „über das nach, was die Leute über mich denken würden, wen sie über…das Bescheid wüssten." Er winkte mit seiner Hand zum Zimmer und dem Haus als Ganzem. „Wie mein Leben hier wirklich ist, meine ich. Ich könnte es keinem sagen."
Er war einen Moment still.
„Ich denke, Hermine vermutet es manchmal", sprach er schließlich weiter. „Sie sah meine Zaubertränke, die ich vorletztes Jahr mitgenommen habe und stellte ein paar Fragen…hat auch ziemlich misstrauisch ausgesehen."
Harry schmunzelte, aber sowohl in seinem Herzen als auch in seinem Lächeln war Schmerz. „Ron ist ziemlich unwissend. Er hat keine Ahnung."
Seine Augen blickten wieder die Wand an und er war für lange Zeit still, es schien so, als ob er die Fledermaus fast vergessen hätte. Als er wieder sprach, war es mehr zu ihm selbst als zu Spartacus und seine leise Stimme sank noch mehr ab.
„Ich frage mich, ob es Dumbledore vermutet. Er weiß, dass er hier für mich schwer ist. Er hat es selbst am Ende des letzten Jahres gesagt."
Eine weitere lange Pause.
„Aber ich bin sicher, dass er nicht weiß, dass mich mein Onkel schlägt", redete Harry weiter. Er schluckte schwer. „Außer…er weiß so viel."
Eine weitere Pause, die bisher längste. Dann,
„Vielleicht…vielleicht denkt er, dass ich es brauche." Seine Stimme war jetzt ein Flüstern und er blickte die Wand an, er fühlte sich nicht in der Lage, während dieses Geständnisses die Fledermaus anzusehen. Er schluckte erneut. „Oder vielleicht…vielleicht denkt er, dass ich…dass ich es verdiene. Manchmal…manchmal denke ich, dass ich es verdiene."
Mit lange dagewesener Gewohnheit schaffte es Harry, den Schmerz dieser Erinnerungen zu verdrängen und einen mentalen Deckel darüberzustülpen. Er verlagerte seine Gedanken stattdessen zu seinem Vormund.
„Er…mein Onkel mein ich…wird wütend, weil ich nicht schreie oder weine", erzählte er Spartacus leer. Sowohl seine Augen als auch seine Stimme verhärteten sich. „Ich werde ihm diese Befriedigung nicht geben."
Dann seufzte er und presste seine Finger auf das Nasenbein. „Aber ich könnte es nicht mal, selbst wenn ich es wollen würde, Spartacus. Es ist wirklich lustig…als ich klein war, wurde ich für das Weinen bestraft…'Jammern und Winseln' hatten sie es genannt. Sagten, dass sie mir etwas geben würden, weshalb ich weinen konnte. Jetzt wird er wütend, wenn ich nicht weine."
Er nahm seine Hände von seinem Gesicht und schaute in die Augen der Fledermaus.
„Ich weine gar nicht mehr, Spartacus. Nicht mehr seitdem ich ganz klein war. Ich hab lange bevor ich nach Hogwarts kam aufgehört. Ich kann nicht weinen." Die grünen Augen schlossen sich für einen Moment und öffneten sich wieder. „Ich war kurz davor…zweimal, denke ich. Das erste Mal, als Cedric starb…naja, Mrs. Weasley hatte mich gehalten und…niemand hat mich jemals so gehalten." Seine Stimme war einem Flüstern gewichen.
„Jedenfalls", sprach Harry weiter, „dachte ich da, dass ich weinen müsste. Ich hab mich jedenfalls so gefühlt. Aber etwas…Hermine denke ich…hat mich abgelenkt. Ich war irgendwie erleichtert. Ron hat zugesehen und…naja, ich wollte nicht vor ihm weinen. Oder die Skeeter-Frau, die vorgegeben hat, dass sie ein Käfer wäre, so dass sie heimlich lauschen konnte. Ich wünschte, dass Hermine sie zerquetscht hätte, diese Petze…zumindest hat sie sie davon abgehalten, es in den Propheten zu setzen!"
Harry seufzte, wurde wieder still und sagte dann „ich hab nicht einmal um Sirius geweint."
Ohne darüber nachzudenken, tat er etwas, das er oft mit Hedwig tat: er langte hinüber und begann ganz sanft den Hinterkopf und entlang des Rückens der Fledermaus zu streicheln. Sie versteifte sich zunächst und Harry dachte für einen Moment, dass er mit dem wilden Tier zu weit gegangen wäre – dass es ihn wieder beißen würde oder zu flüchten versuchen würde oder zumindest versuchen würde wegzukommen. Dann schien es sich entschieden zu haben, die Berührung zu erdulden, weil es sich langsam entspannte. Harry war froh darüber. Dem Tier Trost zu spenden gab ihm Trost, ließ ihn in dieser fürchterlichen, außer Kontrolle geratenen Situation vorausschauender fühlen. Sicherlich konnte er nicht so hilflos sein, wie er sich fühlte, wenn er einer anderen lebenden Kreatur ein klein bisschen gute Zuwendung geben konnte, auch wenn es nur eine Eule war…oder, in diesem Fall, eine verletzte Fledermaus?
Harry streichelte Spartacus sanft für eine lange Zeit.
„Ich wünschte ich könnte", flüsterte er endlich. „Weinen, meine ich. Ich habe einen Knoten…hier". Er berührte seinen Bauch.
Die Fledermaus war still.
Nach ein paar Minuten seufzte Harry, stand auf und trug die Fledermaus zurück in den Käfig.
„Jedenfalls", sagte er als er zurück zum Bett ging und sich bäuchlings auf die Matratze legte, „habe ich nur noch einen Sommer nach diesem hier und dann bin ich volljährig und ich kann den Ligusterweg für immer verlassen. Falls ich solange lebe."
Als Snape den Schaden sah, den der Bastard eines Muggels an seinem eigenen Neffen angerichtete hatte, konnte er sich nicht davon abhalten, aufgewühlt zu werden. Es gab fast keinen Zentimeter auf den Rücken des Jungen, der unbeschädigt war – manche der Hiebe hatten sogar seine Oberarme getroffen. An ein paar Stellen hatte der Gürtel sogar eine blutende Wunde geschaffen.
Snape wollte…irgendetwas…tun, aber er war eingesperrt, stumm und hilflos. Auch wenn er es nicht gewesen wäre, wäre er nicht sicher gewesen, was er hätte tun können, außer den Muggel zu vernichten und den Jungen zu heilen. Er war erstaunt, als der Junge ihn aus seinem Käfig geholt hatte und ihn auf das Bett gelegt hatte und hatte kurz überlegt, sich auf der Stelle zu verwandeln. Seine lebenslange Gewohnheit der Vorsicht, sein Handeln nicht von seinen Emotionen beeinflussen zu lassen, war jedoch eingesprungen…der Instinkt sagte ihm, still zu halten und das war es, was er tat.
Als Potter anfing, ihn zu streicheln, war Snape nahe daran, wegzukriechen. Er mochte es nicht, berührt zu werden. Seine Mutter war die einzige, die ihn liebevoll berührt hatte, als er ein kleiner Junge war, und von jedem anderen war er es nicht gewohnt, herzlich berührt zu werden. Sogar Lilys Umarmungen hatten ihn unsicher und verwirrt zurückgelassen. Und wie sehr er auch Dumbledore liebte, konnte er sich nicht davon abhalten, sich zu versteifen, wenn der alte Zauberer gelegentlich eine Hand auf seinen Arm oder seine Schulter legte. Aus diesem Grund, das wusste er, tat der scharfsinnige alte Zauberer dies nur sehr selten.
Letztendlich aber zwang er sich dazu, still zu halten, weil er wahrnahm, dass der Junge durch die wiederholende Bewegung anscheinend beruhigt wurde. Und Snape musste zugeben, dass es nicht gerade…so abscheulich war, als er gedacht hatte.
Sein Herz schmerzte mehr, als er zugeben wollte, bei Potters Geständnis, nie jemanden gehabt zu haben, der ihn gehalten oder getröstet hat. Snapes Mutter hatte ihn immerhin gehalten, als er klein war. Sie starb während seines zweiten Jahres in Hogwarts, aber wenigstens kannte er tröstende Umarmungen, und es schien so, als ob Potter dies nie gekannt hätte. Snape würde den Jungen nie so trösten können, wie seine eigene Mutter ihn nach den Bestrafungen seines Vaters getröstet hat, also war es vielleicht das Beste was er tun konnte, den Jungen zu erlauben, Trost aus dem Streicheln einer Fledermaus zu erlangen.
Nachdem Potter eingeschlafen war, dehnte Snape vorsichtig seine Schulter und seinen Flügel. Sie heilten langsam, aber gut. Wenn er sich jetzt verwandeln würde, wäre er in der Lage, beide zurück nach Hogwarts zu bringen. Er würde es aber vorziehen zu warten, bis Potter ihn für geheilt genug erklären würde und ihn entlassen würde; dann könnte er sich vom Haus entfernt verwandeln und den Jungen abholen, ohne dass Potter über Snapes Animagus-Fähigkeiten herausfinden würde.
Es war nicht länger Misstrauen, das Snape seine doppelte Identität vor Potter verbergen ließ, obwohl natürlich Potters Wissen darüber ihn bei Voldemort in Gefahr bringen konnte, sollte der Dunkle Zauberer versuchen, wieder in den Geist des Jungen einzudringen. Jetzt fühlte sich Snape…fast schuldig wegen seines neuerworbenen Wissens über das Leben des Jungen. Er schreckte vom Gedanken zurück, dass Potter herausfinden könnte, dass sein neues Haustier, dem er seine heimlichsten Gedanken anvertraute, sein Zaubertrankmeister gewesen war. Er stellte sich mit Schmerz vor, wie groß die Besorgnis wäre, dass Snape diese niemals heilig halten würde.
Der Zaubertrankmeister wusste aber, dass er vielleicht keine Wahl hatte. Falls der Muggel den Jungen noch einmal weh tun würde, müsste Snape sicherlich seine nächste Gelegenheit der Freiheit nützen, um sich zu verwandeln.
Der nächste Morgen war ein Montag. Trotz der Prügel, die Potter den Tag zu vor erhalten hatte, stand er schnell wie immer auf, um seiner Tante und seinem Onkel Frühstück zu machen. Danach brachte er Snape eine Schüssel Kiwi, so dass der Zaubertrankmeister annahm, dass ihm nicht wieder Essen vorenthalten wurde.
Der Junge hatte gerade den Eulenkäfig zugedeckt, als Petunia ohne anzuklopfen das Zimmer betrat. Snape sah sie durch den Spalt in der Abdeckung, als sie Potter eine Liste gab.
„Ich muss noch ein paar Besorgungen machen," sagte sie dem Jungen. „Ich will, dass du derweil zum Supermarkt gehst und ein paar Dinge holst. Duddys Geburtstagsessen ist morgen Abend und ich will, dass alles perfekt ist."
„Ja, Tante Petunia," sagte der Junge tonlos und nahm die Liste.
„Ich will auch, dass du die Hecken am Haus entlang kürzt," sprach Petunia weiter. „Duddys Freud Piers kommt heute, um den Nachmittag hier zu verbringen und Abend zu essen. Du machst deine Aufgaben und gehst ihnen aus dem Weg, hast du mich verstanden?"
Snape hörte den Jungen schnauben und lächelte grimmig zu sich selbst. Ja, ich bin sicher, dass Potter sehr enttäuscht ist, dem kleinen Schwätzchen nicht beizuwohnen, dachte er grinsend.
Petunia beschloss anscheinend, dies zu ignorieren und mit einer abschließenden Warnung, seine Aufgaben bis zu der Zeit, zu der sie wiederkam, was etwa fünf Uhr sein würde, erfüllt zu haben, ging sie. Ein paar Momente später ging auch Potter und Snape hing sich kopfüber an das aus Maschen bestehenden Vordach am Käfigdach und bereitete sich zum Schlafen, wie es Fledermäuse machen.
Es war etwa ein Uhr nachmittags als er von lautem Krach, dieses Mal aus dem Flur, aus seinem tiefen Schlaf gerissen wurde.
Er kringelte sich in eine einigermaßen aufrechte Position und dachte nervös Merlin, was jetzt?!
„Komm schon Big D, hör schon auf zu Essen, wollen wir Videospiele spielen, oder nicht?!"
Die Stimme war nah, genau außerhalb Potters Türe. Von unten hörte man die Stimme von Potters Cousin:
„Warte kurz Piers, ja? Lass mich noch meinen Kuchen zu Ende essen!"
Der andere Junge – Piers – stöhnte außerhalb der Tür. „Fetter Klumpen", murmelte er leise. Snape hörte ihn, wie er sich gegen die Tür lehnte. Anscheinend hatte Potter sie nicht richtig einschnappen lassen, weil sie plötzlich aufschwang und der Junge hineinstolperte.
Snape blieb regungslos wo er war, er wollte keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, indem er irgendein Geräusch oder eine Bewegung machte.
„Whoa…Dudley. Hey Big D!" schrie der Junge.
Einen Moment Später hörte Snape den Dursley Jungen die Treppen heraufkommen. Er stoppte im Flur außerhalb Potters Zimmer, anscheinend zögernd, einzutreten.
„Piers, das ist das Zimmer von meinem Cousin…komm da raus!"
„Dein freakiger Cousin schläft hier drin?" schnaubte der zweite Junge. „Was für eine Bruchbude."
„Komm schon Piers, komm da raus!" Dudley Dursley hörte sich tatsächlich nervös an.
„Was ist mit dir los Big D, du benimmst dich, als hättest du vor dem dürren, kleinen Zwerg Angst!" forderte Piers. „Hast du unsere ‚Harry Hunting' Tage vergessen oder was?"
Jetzt hörte sich Dudley mürrisch an.
„Ich hab keine Angst vor diesem Freak, ich will nur Videospiele spielen. Komm schon!"
Aber Piers ging nicht und Snape versteifte sich, als er Fußtritte hörte, die sich dem Käfig näherten.
„Dud…was ist das? Hat Harry einen Papagei oder so was?"
Dudley hörte sich zurückhaltender als jemals zuvor an.
„Nein…das ist eine Eule. Komm schon Piers, ich will Megadeath IV spielen."
„Nein, warte mal…das ist so cool; ich will da mal nachschauen!" Der Junge hörte sich aufgeregt an. „Eine Eule, wirklich? Wo hat er sie denn her?"
Jetzt war auch Dudley mit im Zimmer.
„Nein, lass sie in Ruhe; ich weiß es nicht. Von seiner freakigen Schule, ok? Sie ist wahrscheinlich nicht mal da; er benutzt sie, um seinen freakigen Freunden Briefe zu schicken und so."
„Wie eine Brieftaube? Warum würde ihn dieses St. Brutus oder wie auch immer eine Eule haben lassen?"
Und dann, mit einem plötzlichen Ruck, das den Käfig anschubste, riss Piers die Abdeckung herunter.
Snape war entsetzt und starrte schockiert auf die zwei Jungen, einer dick und nervös blickend und der andere mager, mit pickligem Gesicht und fasziniert, die ihm mit offenen Mündern anstarrten.
Der Magere gluckste plötzlich.
„Hey Dud…ich sag es dir nicht gerne, mein Freund, aber das ist keine Eule. Das ist eine Fledermaus!"
