Mir gehören weder die Charaktere noch die Handlung, ich übersetze nur.
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Snape versuchte, sein rasendes Herz zu beruhigen, und bemühte sich, ruhiger zu werden und die Situation sorgfältig zu beurteilen. Es war schwierig – er konnte sich nicht erinnern, wann er sich das letzte Mal so hilflos und frustriert gefühlt hatte.
Doch, er konnte…das letzte Mal war, als er realisiert hatte, dass der Dunkle Lord Lily angreifen wollte.
Jetzt war Lilys Kind in Schwierigkeiten, das Kind, das sich um ihn, Snape, wochenlang gekümmert hatte und alles seine Gedanken über Verbitterung und Feindlichkeit James' Sohn gegenüber verflüchtigten sich, zumindest zeitweise, in der Dringlichkeit der Situation.
Zugleich sahen seine Augen etwas, das anders war. Die Käfigtür schaute irgendwie…anders aus. Er schaute es sich genauer an. Ja…der Riegel war verbogen. Er war vorher definitiv anders gewesen. Der Muggel mit den plumpen Fingern, der Freund des Cousins, muss ihn verbogen haben, als er nach innen griff, um Snape zu ergreifen. Vielleicht, mit ein bisschen Druck–
Sein blindwütiges Denken wurde von einem Geräusch von ungeordneten Fußstapfen, die die Treppen hochgingen, erschüttert. Es klang wie eine Herde angreifender Hippogreife.
Snape sah die Zimmertür mit einem Krachen auf fliegen, als er durch den Spat zwischen der Abdeckung des Eulenkäfigs blickte und dann flog Potter durch den Raum und landete unsanft gegen das Bett.
Vernon Dursley schritt nach seinem Neffen in das Schlafzimmer, knallte die Tür hinter sich zu und drehte sich, um den Jungen anzusehen, der auf seine Füße krabbelte. Der große Mann nahm überhaupt keine Notiz vom Käfig, konzentrierte seine Aufmerksamkeit komplett auf den Fünfzehnjährigen vor ihm.
Als Snape sie so nahe beieinander sah, war er abermals von den Unterschieden zwischen dem Muggel und seinen Neffen getroffen. Dursley überragte Potter mindestens um 17 Zentimeter und überwog ihn um gut 35 Kilo oder noch mehr. Mit seinem lila Gesicht und seinem stacheligen Schnurrbart sah der Mann fast verrückt aus. Potter auf der anderen Seite war weiß, aber beherrscht, seine kleinere, schlanke Gestalt aufrecht und leise neben dem Bett, während er seinen Onkel mit einem Ausdruck ansah, der zugleich ernsthaft und fatalistisch war.
Für einen endlosen Moment betrachteten sich die beiden still. Dann langten Dursleys Hände zu seiner Taille und er begann, seinen Gürtel aufzumachen.
Snapes Magen drehte sich bei diesem Anblick und sein Herzklopfen beschleunigte sich noch mehr. Sicher nicht schon wieder, nicht so bald, dachte er erschrocken, als Erinnerungen seines eigenen Vaters ungebetenerweise in seine Gedanken krochen. Er schaute schnell zu Potter, aber die Augen des Jungen folgten der Bewegung der Hände seines Onkels, als der ältere Mann den dicken Lederstreifen durch die Gürtelschlaufen zog, die beiden Enden zusammenbrachte und ihn sich einmal um seine rechte Hand schlang. Zu Snapes Fassungslosigkeit schien der Junge weder panisch noch überrascht zu sein. Sein Aussehen war das von ruhiger, aber erschöpfter Akzeptanz.
„Also?" bellte der Muggelmann plötzlich, erschreckte Snape und zog somit seine und Potters Augen zu seinem kochenden Gesicht. „Du weißt, wie es läuft, Junge…fang an!"
Potter betrachtete seinen Onkel misstrauisch, schien sich dann dazu zu entschließen ein Gesuch um Gnade zu machen.
„Ich hab noch nichts gesagt, noch nie", begann der Junge mit einer leisen Stimme.
Snape dachte, dass er vorsätzlich mit einer tieferen Stimme sprach, um sie vom Zittern abzuhalten.
„Aber das heißt nicht, dass ich es niemals tun werde", sprach Potter weiter, jetzt mit ein bisschen mehr Nachdruck. „Wenn mein Schulleiter das erfahren wir–"
Der Gürtel flog plötzlich nach vorne und brachte Snape dazu, heftig zusammenzuzucken, und Potter, einen Überraschungsschrei auszustoßen, als ihn der Lederstreifen über das Gesicht schlug und seine Brille durch die Luft wirbeln ließ.
Dursley trat nach vorne, er schaute absolut wahnsinnig aus.
„Du wagst es, mich zu bedrohen, Junge!", knurrte er. Dann schien er sich bemühen, sich zu beruhigen.
„Hör mir zu, Junge, hör mir gut zu", sprach Dursley in einem leicht ruhigeren Ton, mit einem gerissenen Blick in seinem Auge, den Snape überhaupt nicht mochte. „Du denkst, dass der verrückte alte Trottel, der dir magische Tricks beibringt eingreift und mich davon abhält, dich zu disziplinieren, ja? Wer denkst du, hat dich hier ursprünglich zurückgelassen?"
Potter starrte wie gelähmt zu seinem Onkel hinauf.
„Dieser Schulleiter von dir hat dich auf unserer Türschwelle zurückgelassen, das weißt du verdammt noch mal genau", sprach Dursley kalt weiter. „Warum denkst du dass, er das getan hat? Ich sag dir warum – er wollte uns nicht die Chance geben, dass wir dich verweigern. Er wusste verdammt genau, dass sich niemand mit dir herumschlagen wollte und er wusste, dass ich eine bessere Chance als jeder andere haben würde, dass ich dich dazu bringen kann, dass du dich benimmst, nicht dass ich mich um den Job gerissen hätte!"
Potter war so weiß, dass Snape dachte, er würde tatsächlich schwanken.
„Das ist nicht wahr", erklärte der Junge und jetzt zitterte seine Stimme etwas.
„Du glaubst mir nicht, ja?" Das Grinsen des Muggelmannes war das eines Snapes würdig. „Ich sag dir was…schick diesem Schulleiter von dir einen Brief, sag ihm, was ich mit meinem Gürtel mit dir tun werde und ich warte, bis ich höre, was er uns zu sagen hat. Wenn du von ihm hörst, dass er es nicht akzeptabel findet, dann lass ich es bleiben. Aber du wirst nichts von ihm hören, das garantiere ich dir. Und du weißt es auch."
Der Bluff war gut gespielt, musste Snape zugeben. Der Muggel klang grob, selbstbewusst und sogar großherzig. Irgendwo, tief in seinem Inneren musste Potte wissen, dass die Worte seines Onkels nicht wahr waren, aber er starrte den Mann einfach weiterhin an, seine grünen Augen riesig und ernst wie die eines viel jüngeren Kindes.
„Na komm schon Junge, mach es! Hol deinen verdammten Vogel und schick ihn los. Ich warte", sagte Dursley und erhöhte den Einsatz noch mehr. „Tu es, wenn du so sicher bist, dass Dumble-wieerauchimmerheißt auf deiner Seite ist. Wenn du es nicht bist, dann zieh das Shirt, das ich dir Undankbaren zum Anziehen gegeben habe, aus und nimm an, was auf dich zukommt!"
Snape schaute Potter wieder an. Die Augen des Jungen waren auf seinen Onkel gerichtet als er zögerte. Er schluckte einmal. Dann, ohne Bitten oder Protest zog er langsam sein T-Shirt über seinen Kopf, legte es sorgsam zusammen und legte es auf das Bett. Ohne es gesagt zu bekommen durchquerte er den Raum bis zur nackten Wand und stellte sich vor ihr auf. Er war jetzt etwa eineinhalb Meter vor dem Käfig, in dem, ohne sein Wissen, sein Zaubertrankmeister gefangen war und alles mit ansah, was passierte.
Potter schaute einen Moment lang die Wand an, seine Arme hingen herab. Er machte einen tiefen Atemzug, hob dann beide Hände bis sie in Schulterhöhe waren und etwa schulterbreit auseinander waren, lehnte sich leicht nach vorne und platzierte seine Handflächen an die Wand vor ihm. Er biss seine Zähne fest aufeinander und starrte geradeaus nach vorne, als ob vor ihm keine Wand sein würde, sondern ein Fenster zu einem fernen Ort, den nur er wahrnehmen konnte.
Dursley schritt vorwärts und hob seinen Gürtel weit nach oben – und erst als der große Mann den Lederriemen hart über Potters Schultern zog glaubte es Snape wirklich, dass der Mann es tun würde.
Das starke Knack spaltete die Totenstille des Zimmers. Potter biss in seine Lippe und versteifte sich fester auf der Stelle. Dem Schlag folgen zwei mehr in schneller Folge, dann mehr – aber während seine Finger ein- oder zweimal krampfhaft zuckten, bewegten sich die Handflächen des Jungen nicht einmal von der Wand weg und abgesehen von einem einzigen, schnellen Luftholen machte er kein Geräusch.
Es brauchte nicht lange, dass Snape beim Zählen der Schläge durcheinander kam. Der Muggel schlug seinen Neffen schnell und hart, den Gürtel mit stärkerer Kraft schwingend, so schien es für Snape, als es sein eigener Vater jemals getan hatte. Einerseits war Tobias gewöhnlich sternhagelvoll wenn er seinen Sohn mit seinem Riemen verprügelt hatte und Dursley war andererseits ziemlich offensichtlich stocknüchtern. Snape konnte sich nicht entscheiden, ob dies besser oder schlechter war.
Der Zaubertränkemeister wich von der Lücke in der Abdeckung zurück; kletterte zur Seite der Käfigtüre und begann mit seinen Zähnen, Druck auf den verbogenen Riegel auszuüben. Aber trotz, dass er nicht mehr sehen konnte, was passiert, gab es nichts, was ihm die Geräusche ausblenden ließ: Dursleys Grunzer der Anstrengung, Potters schnelles, leichtes Atmen und gelegentliches Zischen vor Schmerz, der schreckliche Klang des Leders, das sich ins Fleisch grub. Es schien endlos so weiterzugehen, viel länger als die Bestrafungen, die Snape als Junge in Spinners End erlitten hatte…obwohl sie für ihn natürlich endlos geschienen hatten. Seine eigene „Disziplinierung" endete für gewöhnlich immer mit seiner Mutter, die ins Zimmer rannte, sich selbst zwischen ihn und seinen Vater stellte, ihre Arme von hinten um ihn hüllte und ihn vor weiteren Schlägen schützte. In den meisten Fällen brachte diese Handlung Tobias Snape zu Besinnung, er würde den Gürtel fallen lassen und wegtaumeln, manchmal betrunken voller Reue schluchzend, die aber bedauerlicherweise niemals bis zur Nüchternheit andauerte. Aber Petunia Dursley weder kam, um zwischen ihrem Mann und dem Sohn ihrer Schwester einzugreifen, noch schien der Junge einen solchen Eingriff zu erwarten. Er knirschte mit seinen Zähnen und hielt die Bestrafung fast lautlos aus.
Dummer junger Narr! Dachte Snape wütend, während er so hart an dem metallernen Riegel zog, dass er dachte, seine Zähne würden abbrechen. Sein Gefühl der Hilflosigkeit ließen ihn wütend auf den tyrannischen Muggel und auf Potter selber werden. Idiotischer, sinnloser Gryffindorstolz… er könnte es eher zum Ende bringen, wenn er sich erlauben würde, aufzuschreien. Dieser Gleichmut wird den Grobian nur verärgern…Merlin, schrei wenigstens nur einmal!
Und wirklich, Dursley schien wütend, weil er keine Reaktion aus seinem Neffen hervorrufen konnte. Seine Frustration nährte seine Wut – und die Kraft seines Armes. Aber, so übergewichtig und nicht in Form wie er war, müsste seine Kraft bald nachlassen, dachte Snape. Er keuchte schon und wurde erschöpfter, Schweiß tröpfelte an den Seiten seines dicken Gesichtes herunter.
Es gab eine Pause. Snape zögerte und fragte sich, ob es endlich vorbei war. Dann hörte er ein Klingen, ein plötzliches Sausen, das irgendwie schwerer als bevor klang, ein fleischiges dumpfes Geräusch und diese Mal schrie Potter wirklich auf, sein Geräusch, das gleichzeitig Schmerz und Überraschung war.
Snape spähte wieder durch den Schlitz in der Abdeckung. Potter hatte seinen Oberkörper nach hinten gebogen und starrte mit weiten, geschockten Augen auf seinen Onkel. Snape bemerkte mit einem Stich, dass er Junge darauf bedacht war, auf seinem Platz zu bleiben. Diese Unterwerfung des unstillbaren Gryffindors ließ ihn fragen, welche Methoden Dursley angewandt hatte, um diese Schulung durchzusetzen… und was der Junge wusste, was ihn erwarten würde, wenn er diese Position verlassen würde.
Dursley grinste seinen Neffen sadistisch an. Er hielt den Gürtel für einen genauen Blick des Jungen hoch und Snape realisierte, dass der Bastard Potter mit der Gürtelschnalle geschlagen hatte.
Für einen Moment starrten der Mann und der Junge sich an. Dann verhärteten sich Potters Augen, er biss seinen Kiefer zusammen und bewegte sich trotzig ruckartig nach vorne, um wieder die Wand anzuschauen, sein Ausdruck wütend und herablassend. Snape schrak zurück und nahm an, dass dies den Muggel erzürnen und augenblicklich verschwand das Grinsen aus Dursleys Gesicht, nur um mit einem Zornesblick ausgetauscht zu werden. Er hob abermals den Gürtel, die Schnalle frei in der Luft baumelnd.
Als der Mann den Jungen weiter schlug, dieses Mal mit dem Schnallenende des Gürtels, griff Snape die Käfigtür mit seinen handgleichen Vorderpfoten, ignorierte den Schmerz in seiner Schulter und hielt sie fest, als er fanatisch mit seinen Zähnen arbeitete, um den Riegel zu verbiegen.
Potter schrie immer noch nicht auf, aber er konnte es nicht verhindern, mit jedem harten Schlag seinen Atem einzuziehen. Snape dachte an die Flecken und Schnitte, die die stählerne Gürtelschnalle hinterlassen würde und machte einen allmächtigen Ruck mit seinen Zähnen. Er fühlte, wie er etwas gab.
Hab es!
Als Potter schwer auf seine Knie fiel, immer noch hielt er irgendwie die Hände an der Wand, rammte Snape seine unverletzte Schulter entschlossen gegen die Käfigtür. Sie sprang so plötzlich auf, dass er mit einem Quietschen herauskullerte und in Richtung Boden fiel. Er drehte seinen pelzigen Körper richtig herum, konzentrierte sich–
Und anstatt Pfoten kamen schwarze Lederstiefel in Kontakt mit dem harten Holzfußboden.
Snape wirbelte herum, ignorierte den schneidenden Schmerz in seiner Schulter und seinen Rippen, griff mit einer Hand in seinen Umhang und holte in einer Bewegung, die so fließend war, dass sie Flitwick, der einmal die britische Freistilduelliermeisterschaft gewonnen hatte, vollkommen bewundert hätte, seinen Zauberstab hervor. Seine Finger umschlossen den Zauberstab, und als Teil derselben Bewegung zog er ihn hervor und zielte auf Dursley und ohne einen Spruch laut zu sagen, ließ er ihn durch das Zimmer und durch die Tür mit solch einer Gewalt fliegen, so dass sie in Splitter zerbarst und er weiter die Treppe hinunter flog.
Es gab einen schrillen Schrei und Petunia kam in den Flur gerast, hysterisch „Vernon" schreiend.
Ein weiterer Schwenk von Snapes Zauberstab und ihr Mund verschwand und hinterließ eine blanke, glatte Haut, die irgendwie fürchterlicher anzusehen war, als es irgendeine Missbildung gewesen wäre. Hinter dem mundlosen Gesicht wand sich ihre Zunge und sie machte gedämpfte Schreie voller Horror, ging von der Treppe weg und wedelte hilflos mit den Armen.
Der Dursley Junge kam hinter seinen Eltern her. Dudley stoppte an der Tür zu Potters Zimmer und starrte schockiert auf das Chaos: sein Cousin, der Rücken mit blutigen Striemen überzogen, lehnte der Ohnmacht nahe gegen die Mauer und ein sehr großer und Angst einflößender Fremder in schwarz schwang einen Zauberstab. Bevor er schreien oder rennen konnte, konnte er etwas sehen, was wenige gesehen hatten – und diese, die es in der Vergangenheit gesehen hatten, hatten nicht den Wunsch, es noch einmal zu tun.
Snape grinste.
„ Wir treffen uns im Mondlicht, mein junger Freund", flüsterte der Zauberer seine ersten Worte seit Wochen in einer Seiden-und-Granit-Stimme, die in ihrer sorgfältigen Raffinesse abschreckend war und mit einem Schnippen seines Zauberstabes, stand ein dickes, blondes Meerschweinchen dort, wo Dudley einen Moment zuvor gestanden hatte.
Snape zuckte gelangweilt mit seinem Zauberstab und ein quietschendes Meerschweinchen flog in das Zimmer auf den Hamsterkäfig auf dem Regal zu. Die Tür flog auf und schloss sich wieder als Dudley hindurchgeflogen war.
„Mach dir keine Sorgen, Junge", summte Snape kalt. „Ich bin sicher, dein Freund wird so gut sein und zu dir kommen und mit dir spielen, wie er es freundlicherweise mit mir getan hat."
Die Muggel waren annehmbar abgefertigt (wenigstens für jetzt, dachte Snape rachsüchtig) und so drehte sich Snape zu Potter zurück.
Aus seiner neuen Größe wirkte der schäbige kleine Raum kleiner als je zuvor. Und auch Potter schien…so viel kleiner. Totenblass war er aufgestanden und starrte völlig schockiert Snape an.
Snape fühlte sich merkwürdigerweise unbehaglich. Alles hatte sich für ihn geändert und er wusste nicht, was er sagen oder tun sollte.
Die Lippen des Jungen bewegten sich.
„Träume ich?" flüsterte er endlich.
„Nein", sagte Snape ruhig.
Potter hob eine Hand zu seiner Stirn und versuchte, mit all dem fertig zu werden. Snape sah mit einem Stechen, dass über seine Schultern Blut tropfte. Er hatte Angst, den Rücken des Jungen anzusehen.
„Spartacus", sagte der Junge plötzlich. Er schaute auf. „Sie waren…er…die ganze Zeit?"
Die grünen Augen flehten komischerweise.
Snape wünschte sich verzweifelt, dass er die richtigen Worte finden würde.
Aber alles, was er zustande brachte, war „Ja."
Snape hatte bei dieser Feststellung einen Ausdruck von Horror erwartet – oder sogar Beschämung. Wenn er mit sich komplett ehrlich gewesen wäre, würde er zugeben, dass ein kleiner, engherziger Teil von ihm sich darauf gefreut hatte, einen solchen Ausdruck auf James' Gesicht zu sehen.
Auf was Snape aber nicht gefasst war, war der Ausdruck hochgradigen Verlustes, verwundeten Verrats und heftigem Leid in den grünen Augen, die ihn zu dem schrecklichen Tag am See zurückversetzten als er Lily für immer verloren hatte. Es dauerte einen Herzschlag, dann zwei…dann verloren die Augen an Tiefe, an die sich Snape gewöhnt und erwartet hatte, als Potters Ausdruck blank wurde.
