Mir gehören weder die Charaktere noch die Handlung, ich übersetze nur.
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Ein fünfzehnjähriger Junge ist kein Leichtgewicht, auch wenn er klein für sein Alter und unterernährt ist. Snapes wunde Schulter pochte im Kontrapunkt zu seinem Herzschlag als sie den Krankenflügel erreichten, aber er bereute die Entscheidung, Potter selbst ohne Magie zu tragen, nicht. Über die letzten paar Wochen hatte Potter Snapes Bedürfnisse (naja, Spartacus Bedürfnisse jedenfalls dachte er kläglich) über seine eigenen gestellt. Ohne Essen und Ruhe auszukommen, die Wut des Onkels zu riskieren, weil er Obst für die Fledermaus stibitzt hatte, als es ihm verweigert wurde und brutale Schläge von seinem größeren, stärkeren Cousin einzufangen. Snape war froh, dass er, weil er selbst ein wenig litt, ein bisschen für den Komfort des Jungen beitragen konnte.
Trotzdem legte er Potters schlaffe Gestalt mit Erleichterung vorsichtig auf das nächstgelegene Bett im leeren Krankenflügel ab. Sorgfältig legte er den Jungen auf seine Seite, während Dumbledore Potters Füße auf die Matratze legte. Dann verwandelte der ältere Zauberer mit einem Schwenk seines Zauberstabes Harrys schlabbrige aufgetragene Hosen in Pyjamahosen.
„Es bringt nichts, ihm ein Oberteil anzuziehen, bis sich Madam Pomfrey seine Rippen angesehen hat", sagte Dumbledore leise.
Für einen Moment standen beide Männer leise neben dem Bett und schauten auf den Rücken des schlafenden Jungen. Trotz der sorgfältigen Aufmerksamkeit Snapes war es nur allzu offensichtlich, dass diese Schnitte und Flecken absichtlich herbeigeführt worden waren.
Endlich sprach Snape das aus, was beide dachten. „Madam Pomfrey wird niemals glauben, dass das das Ergebnis eines Quiddich-Unfalls ist."
Albus starrte für einen Moment nur nachdenklich auf Potters träge Gestalt. Als er sprach, antwortete er nicht auf die Aussage des Zaubertrankmeisters, stattdessen murmelte er: „Wie konnte Vernon Dursley es wagen, ihm das anzutun, nachdem der Orden mit ihm vor einem Monat am Bahnhof gesprochen hat, wissend, dass er meinen Zorn riskiert?"
Ohne nachzudenken, antwortete Snape: „Potter hat deinen Namen eingebracht, um diese Prügel zu verhindern."
Er wünschte sich augenblicklich, er hätte seine Zunge im Zaum gehalten. Was hatte er sich dabei gedacht? Er musste wirklich müde sein, um sich einen solchen Schnitzer zu erlauben. Jetzt war es zu spät, um es zurückzunehmen – Dumbledore drehte sich mit hochgezogenen Augenbrauen zu ihm um.
„Wirklich? Und wie hat Vernon Dursley darauf reagiert?" Die Stimmer des alten Mannes klang nur verhalten interessiert, aber Snape ließ sich nicht täuschen. Er konnte die steigende Energie in der Luft in der Nähe des Schulleiters spüren. Es machte Snape nervös. Er konnte an einer Hand abzählen, wie oft er Dumbledore wirklich wütend gesehen hatte – wütend genug, dass er die Kontrolle verlor – und das war nichts, was er unbedingt wieder erleben wollte. Snape dachte insgeheim, dass ein wütender Dumbledore Voldemort wie einen Knuddelmuff aussehen ließ.
Snape versuchte, einen tiefen, beruhigenden Atemzug zu nehmen, ohne dass es offensichtlich war. Er ließ seine Augen auf Potters schlafender Gestalt und sagte einfach: „Dursley deutete an, dass du völlig gewahr von seinen bevorzugten Methoden der…Disziplin, mangels eines besseren Wortes, warst." Snape zögerte, endete dann aber in einem leiseren Tonfall: „er deutete Potter auch an, dass du ihn genau aus diesem Grund als Vormund ausgesucht hast, weil du fühltest, dass er eine solche dringend notwendige…starke Hand…in seiner Erziehung aufbringen konnte."
Die Stille dauerte so lange, dass Snape endlich wagte, aufzublicken. Dumbledore stand aufrecht und still, starrte ihn unverwandt an. Sein Gesicht war mit rauen Furchen belegt und seine normalerweise blauen Augen waren wie gefrorener Stahl.
Drei der Fenster der Nordmauer im Krankenflügel explodierten plötzlich nach außen.
Potter erwachte mit einem erschrockenen Schrei und Snape selbst konnte nicht anders, als sich von seinem alten Mentor abzuwenden. Einen Moment später eilte Madam Pomfrey durch die Tür, die ihr Büro und dahinter ihre privaten Gemächer anschloss.
„Schulleiter!" schrie die Medixehe. „Was zum Himmel– "
„Ich bitte um Entschuldigung, Poppy", unterbrach Dumbledore sie ruhig. Seine Stimme und Auftreten waren wieder gelassen. Er hob seinen Zauberstab und wedelte ihn in Richtung Fenster, die sich sofort selbst reparierten. „Ich wollte dich gerade Zuhause erreichen…ich wusste nicht, dass du hier warst."
Madam Pomfrey blinzelte sie an, entschied sich dann offensichtlich, es nicht zu verfolgen. „Ich bin gerade diesen Abend nach dem Abendessen angekommen; ich hatte geplant, die Nacht hier zu verbringen und meine Vorratsliste für das nächste Schuljahr durchzugehen. Bestellungen werden bald fällig, weißt du." Ihr Blick fiel auf das Bett hinter Snape und Dumbledore, wo sich Potter gerade aufsetzte.
„Wie bin ich hierher gekommen?" fragte der Junge schläfrig.
„Das ist jetzt egal, Potter", schaltete sich Snape schnell ein, während er Dumbledore beäugte, der leicht lächelte. „Madam Pomfrey ist hier, um deine Rippen zu heilen."
„Seine Rippen?" Madam Pomfrey schnappte völlig in den medizinischen Modus ein, eilte vorwärts, zog ihren Zauberstab während sie lief und vollführte einen Diagnosezauber. „Merlin, Mr. Potter, was hast du nun schon wieder getan?"
Sie legte eine Hand auf Potters Schulter und erstarrte, als sie Sicht auf seinen Rücken hatte. Jetzt nahm sie beide Schultern des Jungen, drückte sie, bis er sich zögerlich von ihr weg drehte, so dass die Medihexe eine bessere Sicht bekam. Ihr blieb der Atem weg.
„Merlin!" keuchte Madam Pomfrey. „Harry?" Sie lehnte sich vorwärts, um seinen Blick aufzufangen, aber der Junge vermied stur ihren Blick. Konfus drehte sie sich zu den beiden älteren Zauberern zurück. „Meine Herren…was–?"
Dumbledore machte einen Schritt nach vorne und schaute ihr direkt in die Augen. „Harry hatte…einen kleinen Unfall mit seinem Besen, Poppy."
„Aber–"
„Severus und ich kümmern und darum", fügte Dumbledore nachdrücklich hinzu.
Severus beobachtete, wie die Medihexe Dumbledore für einen Moment anstarrte. Ein plötzlicher Blick des Verstehens ging über ihr Gesicht – zusammen mit heftiger Wut. Ihr Gesicht wurde rot und sie sagte kühl „Ich gehe davon aus, dass wir das das später ausführlicher besprechen werden, Schulleiter."
Sie fixierte Snape mit einem ähnlichen Blick (Was habe ich getan? dachte der Zaubertrankmeister amüsiert) und drehte sich dann mit einer besorgteren Miene zu Potter um. „Warte ab, Harry…ich werde ein paar Heilmittel zusammensuchen und wir werden dich in kurzer Zeit wieder hergestellt haben."
Als sie in ihren Vorratsraum ging und abwesend murmelte, ging Dumbledore noch einmal zu Potter und legte sanft eine Hand auf die Schulter des Jungen.
„Ich bitte um Entschuldigung, dass ich dich aufgeweckt habe, Harry. Mach dir keine Sorgen…wir werden die Sache regeln. Währenddessen erlaube Madam Pomfrey, auf dich aufzupassen und wir werden morgen reden."
„Ja, Sir", sagte Potter und lehnte sich ins Bett zurück.
Er zuckte zusammen, als die Matratze in Kontakt mit seinem angeschlagenen Rücken kam, schien dann aber überrascht über die Verminderung des Schmerzes. Er setzte sich auf, verdrehte sich, um über seine eigene Schulter auf seinen Rücken zu sehen und drehte dann sein Gesicht wieder den beiden Männern zu. Er traf auf Snapes Augen.
„Sir", begann Potter zögernd. „Ich…danke. Vielen Dank."
Ohne, dass er es wollte, war Severus gerührt von der Aufrichtigkeit und schlichten Dankbarkeit in der Stimme des Jungen. Er vertraute sich nicht genug, um sprechen zu können und so nickte er einfach mit seinem Kopf.
Potter studierte ihn einen Moment, seufzte dann ein klein wenig und schaute auf seine Hände hinunter, die in seinem Schoß lagen. Plötzlich schien er etwas zu entdecken.
„Warten Sie mal", sagte der Junge langsam. Seine Augen verengten sich, als ob er hart nachdenken würde…dann schaute er wieder zu Snape hoch und der Zaubertrankmeister war verwundert, eine ungläubige Empörung in seinem Gesicht zu sehen.
„Sie haben mich gebissen!" sagte Potter laut mit einer völlig aufgebrachten Stimme.
„Entschuldige mal, Mr. Potter!" Madam Pomfrey war in der Tür mit einem Tablett mit Zaubertränken und Gläsern in ihren Händen, aufgetaucht. Sie schaute verblüfft und besorgt, als ob sie befürchtete, der Junge halluziniere. „Ein Lehrer würde niemals–"
„Tatsächlich gebissen!" Der Junge, der absolut empört aussah, drehte sich zu Dumbledore, dessen blauen Augen wieder funkelten. „Professor–"
Snape, der aus Verlegenheit schon rot wurde, unterbrach ihn hitzig. „Es war nicht so, als ob ich Punkte abziehen konnte, Potter, und angesichts dessen, dass du meine Zaubertrankvorräte stibitzt hattest –"
„Professor Snape!" schrie Madam Pomfrey fassungslos und Snape realisierte plötzlich, wie dies für sie klingen musste – schließlich hatte sie keine Ahnung, dass er ein Animagus war. Er konnte sich nur vorstellen, welches Bild sich in ihrem Kopf zusammenformte.
Anscheinend konnte es sich Dumbledore auch vorstellen, weil sein Bart zuckte.
Madam Pomfrey und Potter starrten beide sprachlos Snape an. Plötzlich grinste Potter.
„Ja, naja…ich musste ihre Zeitung jeden Tag sauber machen, also ich denke mal, dass wir quitt sind."
Dumbledore lachte hierbei unverblümt.
Während er wild umherblickte, drehte sich Snape auf dem Absatz um und schritt aus dem Krankenflügel hinaus, vergeblich versuchend die Überbleibsel seiner angeschlagenen Würde festzuhalten. Er hatte nicht viel, das er festhalten konnte.
„Willst du in meinen Dienst eintreten, Severus Snape? Wirst du mir ewige Loyalität schwören und mich als deinen Lord und Meister akzeptieren?"
Er verneigte sich in einem Mix aus Terror und Hochgefühl vor dem Dunklen Lord.
„Mein Lord, ich bestrebe nur, Ihnen zu dienen," flüsterte er, bückte sich tief und küsste die schwarzen Roben. „Ich bin nicht würdig…während das Blut meiner Mutter rein ist, ist meines Vaters…"
Er stockte etwas, und hörte dann auf.
„Ah, junger Severus", zischte der Dunkle Lord. „Deine Mutter hat für ihre Torheit bezahlt und hat dich auch dafür zahlen lasen. Sehr schade. Aber du wirst die Vergangenheit jetzt vergessen."
Der Dunkle Lord zog den Teenagerjungen zu seinen Füßen und zog seinen Zauberstab. „Halte deinen Arm her und schau mich an, Severus."
Snape gehorchte und warf seinen Kopf nach hinten, um seine langen, wirren schwarzen Harre aus seinen Augen zu schieben. Der scharlachrote Blick bohrte sich in ihn, aber Snape, ein naturgegebener Okklumentiker versuchte nicht, sich abzuschirmen, ließ stattdessen Voldemort seinen Geist, die Tiefen seiner Seele, durchsuchen. In einem Moment hatte sich der Dunkle Lord durch tausende Erinnerungen gewühlt, die Snape noch nie mit jemanden geteilt hatte, geschweige denn selbst noch einmal genauer angesehen hatte, wenn er es vermeiden konnte. Bilder eines misshandelten und einsamen Lebens spielten sich vor Voldemorts hungrigen, pseudo-verständnisvollen Blick wider. Als er mit der Zauberstabspitze Snapes Unterarm berührte, hob er eine spinnenartige Hand, um eine Haarsträhne des Jungen zurückzustreichen. Ein heftiger, brennender Schmerz entzündete sich in Snapes Arm, während durch die berechnende Liebkosung eine freudige Erregung durch sein Herz huschte.
„Jaaaaa", flüsterte der Dunkle Lord, als er sah, wie im Geiste des Teenagers Tobias Snape seinen kleinen Sohn mit der Hinterseite der Hand schlug. „Ich kann dein Vater sein, Severus…ich kann dein Vater in einer Art sein, wie es dein eigener Vater nie konnte."
Snape wurde mit einem Ruck wach, sein Herz pochte. Zitternd setzte er sich auf, schob sein Haar vor seinen Augen zurück und langte nach seinem Zauberstab. „Lumos."
Im sanften Licht seines Zauberstabes blickte er zur Wasseruhr auf seinem Kamin im Schlafzimmer: 3:38 Uhr.
Verdammt…was hat mich das träumen lassen? Er schauderte und presste seine Daumen auf seine Augenlider.
Die Erinnerung an den Tag, an dem er das Dunkle Mal angenommen hatte, ließ ihn jedes Mal zusammenzucken, und nicht nur als geläuterter Todesser. Was seine Innereien verdrehen ließ, war die Art, wie ihn Voldemort so fachmännisch ausgespielt hatte: ein potentiell mächtiger Zauberer, ein misshandelter kleiner Junge ohne Freunde, ein missmutiger Teenager, den dank seines nächsten Vorbildes – sein eigener, grausamer, erbärmlicher Vater – alle Muggel verurteilte. Oh, was für ein leichtes Ziel war er gewesen! Der Dunkle Lord liebte natürlich niemanden außer sich selbst und genoss es nicht, jemanden anders zu berühren; zwei Tatsachen, die zurückblickend diese vorsichtige Geste – die zwei unnatürlich langen Zeigefinger, die das Haar leicht von der Stirn des jungen Snapes weg strichen – umso schlimmer in ihrer kaltblütigen Kalkulation machten. Es gab keinen Zweifel, dass er innerlich den törichten Teenager auslachte, weil er durch die erbärmliche Motivation sehen konnte: ein Verlangen nach Macht, so dass er selbst nicht mehr schwach sein würde und ein erbärmliches Verlangen nach einem Ersatzvater. Der Gedanke, dass er, Snape, es wirklich geglaubt hatte, wenn auch nur unbewusst, dass Voldemort diese Rolle übernehmen könnte–
Snape schlug die Bettdecke zurück, bewegte sich rastlos ins Wohnzimmer und setzte sich in seinen üblichen Sessel am Kamin. Er nahm an, dass es sein Aufenthalt in Potters Zuhause war, das diesen unangenehmen Traum heraufbeschworen hatte.
Träume.
Potter hatte oft schlechte Träume, wie Snape selbst sehen konnte. Was, wenn er jetzt im Krankenflügel einen hatte, wo keiner bei ihm war, der ihm in der unbekannten Umgebung beruhigen konnte?
Bei diesem Gedanken stand Snape auf und eilte in sein Schlafzimmer zurück, um seine Roben anzuziehen.
Der Krankenflügel sah verlassen aus, aber Snape lächelte leicht, als er den weichen lilafarbenen Lehnsessel an Potters Bett stehen sah. Offensichtlich war Dumbledore früher hier gewesen, genau das tuend, wozu Snape hergekommen war. Snape nahm den Sessel in Gebrauch und setzte sich, den Jungen vor sich ansehend.
Potter lag auf seiner Seite mit dem Gesicht zum Sessel. Snape war dankbar dafür, dass es so schien, als ob er tief und ruhig schlafen würde: die Bettdecke und Laken waren nicht zerwühlt, wie es gewesen wäre, wenn er sich wegen eines schlechten Traumes hin und her gewälzt hätte. Er lag mit seinem Kopf auf seinem Arm und sein Gesicht schaute, wenngleich immer noch Tränenspuren zu sehen waren, entspannter und jugendlicher aus, als es Snape jemals gesehen hatte. Offensichtlich hatte das Weinen mit Albus früher am Abend ihn richtig gut getan.
Sogar mit den geschlossenen grünen Augen konnte Snape mehr von Lily in Potters Gesicht sehen als je zuvor. Ohne seine Brille waren ihre hohen Wangenknochen, ihr zugespitztes Kinn und klare, blasse Gesichtsfarbe deutlicher.
Wie machen wir jetzt weiter? fragte sich Snape.
Er seufzte ein wenig und stand auf. Diese Frage war zu bedeutend, um über sie jetzt nachzudenken. Der Junge schlief gemütlich und er selbst brauchte mehr Ruhe. Es würde morgen Zeit sein, um über diese Dinge nachzudenken.
Vielleicht war es das Rascheln der Roben als er von seinem Sessel aufstand, aber als er sich zum Gehen wandte, rührte sich Potter und wachte auf. Ohne seinen Kopf von seinem Arm aufzuheben, blinzelte er zu Snape nach oben.
Der Zaubertrankmeister erstarrte, als die grünen Augen des Jungen seine schwarzen fanden. Er wusste nicht, wie er seine Anwesenheit um diese Uhrzeit hier erklären sollte. Aber während er fanatisch etwas versuchte zu sagen, lächelte in Potter plötzlich an – ein erstaunlich süßes und zartes Lächeln, das Snapes Atem verschlagen ließ und die dürftige Entschuldigung, die er formulierte, ersterben ließ, noch bevor sie seine Lippen erreichen konnte.
Weil es noch nie an ihn gerichtet war, wusste er nicht, dass Harry Potter, zusätzlich zu ihren Augen auch das Lächeln seiner Mutter geerbt hatte.
„Hey, Spartacus", flüsterte Potter und schloss seine Augen wieder. Er glitt so leicht wieder zurück in den Schlaf wie ein springender Delfin wieder ins Meer zurück glitt.
Snape starrte auf ihn für einen langen Moment hinunter, dann setzte er sich langsam wieder auf seinen Platz.
Eine gute Stunde später betrat Poppy Pomfrey, die sich nicht erlaubte zu schlafen, während sie einen Patienten hatte, den Krankenflügel, um nach ihrem Schützling zu sehen. Befriedigt, dass er es bequem hatte, zog sie die Bettdecke mehr um ihn herum und ging wieder ihn ihr eigenes Zimmer zurück.
Der Krankenflügel war gegen Eindringlinge gesichert – gewöhnlich schlichen sich Schüler nach den Besuchsstunden hinein. Weil sie keine solche Warnung erhalten hatte, bemühte sie sich nicht, die schattigen Ecken der hohen Decken des Krankenflügels zu untersuchen.
Deshalb merkte sie auch nicht die schlafende Fledermaus, die von den Sparren direkt über Harry Potters Bett hinunter hing.
Ende.
