Kapitel 3
Wo waren wir stehen geblieben?
Zu sagen dass der Brünette gereizt war, wäre die größte Untertreibung des Jahrtausends! Dieser ganze Tag war eine Katastrophe. Die ganze Welt hatte sich gegen ihn verschworen und wollte verhindern dass er den König der Duellanten flachlegte. ~Zwei Mal! Zwei verdammte Male hatte ich ihn fast soweit! Zwei beschissene Male wo ich unterbrochen wurde! Das ist verdammt nochmal nicht mehr normal!~ Seto warf dem kleinen Duellanten, der neben ihm ging und sich immer wieder suchend umsah, einen Seitenblick zu. Verstimmt wandte er seinen Blick ab. Seine Gedanken kreisten um Möglichkeiten wie er seinen Willen endgültig durchsetzen konnte. ~Es muss doch einen Ort in dieser bescheuerten Stadt geben in dem ich ihn ungestört an die Wäsche gehen kann. Gut, die Villa wäre prädestiniert dafür. Aber ich bezweifle stark das sich der Gartenzwerg dazu überreden lässt mit in die Villa zu kommen, nicht bevor wir seine selten dämliche Freunde gefunden haben! Was dauern kann, wenn ich bedenke dass dieser verblödete Köter bei ihnen ist. Einfach mein scheiß Glück!~
Ein leises Klingeln drang an sein Ohr. Er brauchte einen Herzschlag bis er registrierte dass es sein Handy war. Genervt zog er es aus seiner Hosentasche. Ohne auf die Nummer zu achten ging er ran. „Was?" Knurrte er. Eine verschreckte Frauenstimme versuchte ihm stotternd etwas zu sagen. Er brauchte einige Sätze bevor er begriff was sie ihm sagen wollte. „Ich hab doch strikte Anweisung gegeben dass während des Turniers keine Termine vereinbart werden!" Weiteres Gestotter am anderen Ende. Genervt seufzte er. Nur zu deutlich konnte er den neugierigen Blick des Gartenzwergs auf sich spüren. „Schicken Sie mir den Wagen." Das Handy landete postwenden zurück in seiner Tasche.
„Kaiba?" Fragte Muto vorsichtig.
Abwägend blickte er auf den Kleineren runter. ~Wenn diese duselige Kuh, die die längste Zeit meine Sekretärin war, clever ist schickt sie mir die Limousine. Mh… das könnte die Gelegenheit sein!~ Seto achtete nicht großartig auf den Knirps, als er auf seinen Wagen wartete. Der Zwerg versuchte mehrmals etwas zu fragen, aber der junge Firmenchef schwieg. In seinen Gedanken arbeitete er an seinem Plan. Als der kleine Duellant versuchte zu gehen, packte er ihn am Arm und zog ihn neben sich. „Hier geblieben!"
Schweigend blieb Muto neben ihm stehen. Hin und wieder versuchte er sich aus Setos Griff zu winden, aber er verstärkte seinen Griff nur und merkte wie der Kleine resigniert aufgab. Zufrieden dass der andere Duellant so schnell aufgab, wartete er ungeduldig auf das Eintreffen seines Wagens. Seine Laune verbesserte sich erheblich, als die schwarze Limousine nur wenige Minuten später eintraf. Einen erneuten Schub bekam seine Laune beim Anblick von Roland, der ihm schweigend die Tür aufhielt. Roland bedeutete Takt und Verschwiegenheit, genau das was er im Moment gut gebrauchen konnte. Seto schob den kleineren Körper in den Wagen, bevor er selbst einstieg. Dezent wurde die Türe geschlossen. Muto verkrümelte sich in die hinterste Ecke, für den Moment ließ er das durchgehen. „Kaiba…? Ich wollte… also ich kann…"
Nur gedämpft spürte er wie sich der Wagen in Bewegung setzte. „Zieh dich aus!" Unterbrach er kalt das Gestotter.
„WAS?" Kreischte der kleine Duellant. Seine Stimme war erheblich in seinem Schock hochgegangen und war gerade noch so vor der Schmerzgrenze.
„Ich sagte, Zieh. Dich. Aus!" Wiederholte Seto betont langsam.
Muto wurde kreidebleich. „Das geht… nein… ich kann… ich werde nicht…" Panisch blickten sich die amethystfarbenen Augen nach einer Fluchtmöglichkeit um. Heftig schüttelte der Kleine seinen Kopf und presste sich noch tiefer in den Sitz. „Nein…"
Ruckartig beugte sich Seto vor und bekam den Nacken des Knirpses zu fassen. Hart zog er ihn zu sich. Der schmale Körper wurde vom Sitz gezogen und kniete jetzt mehr oder weniger im Fußraum. „Hast du vergessen dass wir einen Deal haben?" Wieder schüttelte sich der Kopf des anderen. „Ich lasse dir zwei Möglichkeiten, Muto. Entweder du ziehst dich sofort aus, oder ich helfe nach. Dann kannst du dich aber von deiner Kleidung verabschieden!" Flüsterte er an Mutos Ohr.
Das Kopfschütteln spürte er mehr, als das er es tatsächlich sah. „Ich… wir… sind in einem Wagen! Das geht nicht… wir können doch nicht…"
Kleine Hände stemmten sich gegen seine Brust und versuchten Abstand zu gewinnen. Vergeblich, denn Seto löste seinen Griff nicht. Stattdessen zog er den Kleineren auf seinem Schoss. Nicht ohne vorher die Jacke von den Schultern des anderen zu streifen. „Wir sind ganz alleine, niemand wir uns sehen." Demonstrativ zupfte er am Saum des schwarzen Shirts. „Letzte Chance es freiwillig zu tun."
„Nein… bitte… ich kann das nicht…" Ein verzweifelter Laut entrang sich dem Kleineren. Ein Laut der sehr nahe an einem Schluchzer war.
~Okay… die Richtung ist richtig, der Weg ist aber falsch.~ Seto lockerte seinen Griff und strich beruhigend durch das Haar. Das kunterbunte Haar fühlte sich Seidenweich zwischen seinen Fingern an. Seine andere Hand schob sich unter das Shirt und strich leicht über den Rücken. Nur langsam entspannte sich der kleine Körper. Seto lehnte sich in seinen Sitz zurück und betrachtete den anderen schweigend, dieser wich seinem Blick aus. Als er sich sicher war das Muto wieder entspannt war, griff er nach dem Saum des Shirts und schob den Stoff hoch. Sofort spannte sich der König der Duellanten wieder an. Er stoppte seine Bewegung, nachdem er die Brustwarzen freigelegt hatte. Lächelnd beugte er sich vor. Seine Zunge strich über eine der empfindlichen Brustwarzen. Ein zittern ging durch den jungen Körper, bevor sich der Körper weiter anspannte. „Kaiba… ich-"
„Entspann dich!" Forderte Seto leise auf. Sein Blick streifte das Gesicht des Kleineren. Über die Wangen zog sich eine feine röte, die amethystfarbenen Augen sahen flehend zu ihm. Er ließ seine Hand wieder durch das weiche Haar gleiten. „Genieß es." Wieder ließ er seine Zunge vorschnellen. Diesmal begnügte er sich nicht mit einer kurzen Liebkosung. Gezielt reizte er abwechselnd die beiden Brustwarzen. Kleine Hände legten sich auf seine Schultern, als das erste leise Stöhnen dem kleinen Duellanten entfuhr. Schmunzelnd löste sich Seto. „Heb deine Arme." Zögerlich wurde seiner Anweisung befolgt.
Das Shirt landete irgendwo im Fußraum der Limousine. Nur wenige Augenblicke später lag Muto auf der Sitzfläche und blickte mit verschreckten Augen zu ihm hoch. Doch Seto sah noch etwas anderes in den Augen. Etwas was sich der andere noch nicht eingestehen wollte, Verlangen. ~Aber das wird sich bald ändern.~ Hart küsste er die leicht geteilten Lippen. Es dauerte ein paar Augenblicke bis der Kleine seinen Kuss erwiderte, doch schlussendlich tat er es. Seto ließ seine Hände über den blassen Oberkörper gleiten. Immer wieder strichen seine Finger über die erregten Brustwarzen des anderen und reizten sie noch mehr. Eine Hand ließ er über den flachen Bauch tiefer gleiten, am Hosenbund stoppte er kurzzeitig seine Erkundung. Nicht weil er sich nicht weiter traute, sondern weil der kleine Duellant ihn überraschte. Kleine Hände versuchten seinen langen, weißen Mantel auszuziehen. Er löste sich von den süßen Lippen und lachte amüsiert auf. „Ist da jemand auf einmal ungeduldig?" Neckte er den anderen.
Der König der Spiele wich seinem Blick aus, aber er stellte seinen Versuch nicht ein. „Ich… es ist nur Fair…?"
Lächelnd lehnte sich Seto zurück und ließ den Kleinen seinen Mantel ausziehen. Mühelos fing er die kleinen Hände ein, als sie versuchten die Bänder an seinen Armen zu lösen. Leicht drückte er die Hände über den Kopf des Kleineren in den Sitz. Wieder presste er seine Lippen auf die des anderen, während seine freie Hand auf Wanderschaft ging. Diesmal stoppte er nicht am Bund der Hose, sondern begann sie langsam zu öffnen. Genau in diesen Moment erklang ein leises Klopfen, an einem Seitenfenster. ~Was zum-~ Erst jetzt wurde dem jungen Firmenchef bewusst das sich der Wagen nicht mehr bewegte. ~Scheiße, scheiße, scheiß! Das kann jetzt doch echt nicht wahr sein!~ Grummelnd richtete er sich auf. ~Selbst meine eigenen Angestellten haben sich gegen mich verschworen!~
Langsam aber sicher wurde Seto paranoid. Das alles konnte wirklich nicht mit rechten Dingen zugehen. Jedes Mal wenn er einen kleinen Sieg errang wurde sein alles wieder zunichte gemacht. Fluchend suchte er das schwarze Oberteil von Muto im Fußraum, das er unter seinem Mantel fand, und warf es dem Kleineren zu. „Anziehen." Mit hochrotem Kopf zog sich der kleine Duellant das Shirt über. Seto packte ihn am Arm, als er die Tür aufstieß. Wütend blickte er Roland an, als er ausstieg und den anderen mit sich zog. „Meine Jacke…"
„Die verschwindet schon nicht!" Blaffte Seto den Duellanten an, während er ihn hinter sich herzog. ~Wenn ich wegen irgendeinem unsinnigen Termin, den selbst ein verblödeter Praktikant hätte übernehmen können, schon wieder die Chance vermasselt bekomme Muto flachzulegen rollen Kopfe!~
