Kapitel 5
Der ersehnte Bonus?
Nachdenklich stand Seto an der großen Fensterfront seines Büros. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages glitzerten in den vielen Fenstern der Stadt. Hinter sich konnte er die aufgeregte Stimme von Mokuba hören. Ein kleines Lächeln bildete sich auf den Lippen des Brünetten, er konnte gut verstehen dass sein kleiner Bruder so aufgeregt war. Am Tag seines Schulabschlusses war er auch aufgeregt gewesen, auch wenn er es sich nicht hatte anmerken lassen. ~Ebenso konnte ich mir nicht anmerken lassen das mich der Abschluss sogar traurig macht. Schließlich hat es für mich bedeutet Muto nicht mehr fast jeden Tag zu sehen. Jetzt sehe ich ihn nur noch bei irgendwelchen Turnieren, wenn ich Zeit finde an so etwas Teilzunehmen.~
Tief atmete der brünette Firmenboss durch, bevor er sich lächelnd umdrehte. „Es wird sicherlich ein wundervoller Abend, Mokuba." Stimmte er seinem kleinen Bruder zu. Er ging um seinen Schreibtisch herum und blieb vor dem schwarzhaarigen 16-Jährigen stehen. Liebevoll strich er durch das lange Haar.
„Hey!" Seine Hand wurde beiseite geschlagen. „Du ruinierst meine Frisur!"
Kurz ließ Seto seinen Blick über die schwarze Mähne gleiten. Für die Verhältnisse des Jüngeren waren seine Haare heute zumindest etwas gebändigt. Er hatte sich sogar zur Feier des Tages in einen Anzug gezwängt. Der dunkelblaue Stoff war perfekt an die ebenso blauen Augen abgestimmt. Das Schwarz des Hemdes war dieselbe Farbe wie das Haar. „Du siehst gut aus." Schmunzelnd glättete er das Revers des Jacketts. „Ich bin mir sicher dass sich viele Mädchen und Jungs nach dir umsehen werden."
„Davon interessiert mich Niemand." Antwortete Mokuba. Seine Wangen waren gerötet, als er den Blick abwandte.
Milde lächelte der ältere Kaiba. Er hatte schon lange die Vermutung das es jemanden gab für den sich sein kleiner Bruder interessierte. Aber er wollte ihn nicht bedrängen und die Zeit einräumen die er brauchte, um es ihm zu sagen. „Ich hoffe du stellst mir irgendwann den oder diejenige vor, die du so beeindrucken möchtest." Sanft küsste der Ältere den noch immer kleineren Bruder auf die Stirn. Auch wenn Mokuba in den letzten vier Jahren einen guten Wachstumsschub bekommen hatte, war er immer noch gut ein Kopf kleiner als der Brünette.
Das Rot auf den Wangen wurde noch dunkler. „Wenn es da jemanden gibt, sicher."
„Jetzt Abmarsch. Nicht das du noch zu spät kommst. Hab viel Spaß."
Fröhlich strahlte ihn der Teenager an. „Werde ich haben. Bis später!"
„Bis später!" Lächelnd verfolgte er wie der Wirbelwind aus seinem Büro verschwand. Es tat ihm gut seinen Bruder so fröhlich zu sehen. Das fröhliche Gesicht von Mokuba entschädigte ihn jedes Mal aufs Neue für Alles was er für den Jüngeren tat. Die ganze harte Arbeit die er in die Firma steckte, um sie weiterhin so erfolgreich zu führen. Jedes Ärgernis mit Angestellten oder Konkurrenten, war schnell vergessen. Sein ganzes Leben hatte er dem Wohlergehen seines Bruders gewidmet, alles was er tat, war dazu da um Mokuba ein unbeschwertes Leben zu schenken. ~Wenn es nötig ist, würde ich sogar für ihn die Kaiba Corporation aufgeben.~
Seufzend ging er wieder zurück zum Fenster und blickte hinaus auf die Stadt. ~Selbst mein eigenes Glück stelle ich hinter seinem an.~ Seto wandte seinen Blick in südliche Richtung. ~Da irgendwo ist der Spieleladen von den Mutos. Was der Kleine wohl jetzt macht?~ Seit einem halben Jahr hatte er den anderen Duellanten nicht mehr gesehen. Trotzdem wusste er immer wie es dem anderen ging. Das hatte er Mokuba zu verdanken, der noch immer mit dem Kindergarten befreundet war. Ihm war Muto schon lange nicht mehr egal, selbst wenn er immer eisern das Gegenteil behauptete. ~Er ist mir seit der Fahrt mit der Limousine vor so vielen Jahren einfach nicht mehr egal. Seine unschuldige und schüchterne Art hat mein Herz berührt. Aber genau diese Art hat mich von ihm fern gehalten.~
~Wie hätte ich auch an diese perfide Abmachung festhalten können? Hätte ich es weiterhin durchgezogen hätte ich dieses unschuldige Wesen zerstört, egal wie zärtlich ich gewesen wäre. Ich konnte das nicht. Deswegen habe ich nie wieder auf den Deal und meinen Bonus beharrt. Außerdem hätte ich mit seinen Gefühlen gespielt und das wollte ich absolut nicht. Mit geschlossenen Augen lehnte er seine Stirn an die kühle Scheibe. Nach dem Battle City Turnier hatte er immer ein Auge auf den König der Spiele gehabt. Immer war der Brünette an die Seite des anderen geeilt. Natürlich hatte er andere Gründe vorgeschoben. Auch hatte er immer genau im Auge behalten wer dem kleinen Duellanten nahe war. So hatte er auch die Beziehung zwischen ihm und Devlin mitbekommen. Eine Beziehung die er gehasst hatte. Er hatte es gehasst zu sehen wie die beiden sich berührten oder sogar küssten. Zu dieser Zeit hatte Seto es gehasst zur Schule zu gehen. Er konnte es nicht ertragen zu sehen wie Devlin etwas tat, das er tun wollte. Fast das ganze letzte halbe Jahr in der Schule, hatte er so viele Termine wie möglich vorgeschoben, um nicht zur Schule gehen zu müssen. Auch wenn es für ihn bedeutet hatte seinen Kleinen nicht zu sehen. Innerlich hatte er gejubelt als die Beziehung in die Brüche ging.
Jede weitere kurze Beziehung, die der König der Spiele gehabt hatte, hatte er Argwöhnisch beobachtet. Er war immer dazu bereit gewesen sich ein zu mischen. Beim kleinsten Zeichen das Muto unglücklich wäre oder ihm ein Leid zugefügt wurde, hätte er alles unternommen denjenigen die Hölle heiß zu machen, der es wagte den Kleinen das anzutun. Bis heute war es nie zu einer solchen Situation gekommen. ~Dafür bin ich auch sehr dankbar. Wie hätte ich es auch erklären sollen dass ausgerechnet ich mich in die Beziehung von Muto einmische? Ich hätte bei so etwas viel zu sehr offenbart was ich wirklich empfinde und das wäre eine Katastrophe! Leise seufzte Seto. ~Ich will doch nur das er glücklich ist. Mit mir könnte er nie glücklich sein…
„Kaiba?"
~Diese Stimme. Das kann doch nicht…~ Der Brünette wirbelte herum und sah seine Vermutung bestätigt. Niemand anderes als der kleine Duellant stand in seiner Bürotür. Sofort nahm er die Kleidung von dem Kleineren war. Eine dunkle Jeans, schwarzes T-Shirt und schwarze Jeansjacke. ~Ausgerechnet heute taucht er hier auf.~ War er so sehr in Gedanken vertieft gewesen das er nicht einmal mitbekommen hatte das Muto in sein Büro gekommen war? Seine Überraschung überspielte er schnell mit seiner kalten, geringschätzenden Maske. „Was willst du hier?"
„Ich wollte mit dir reden."
„Ich wüsste nicht worüber wir reden sollten." Abweisend verschränkte Seto die Arme vor der Brust.
Einige Minuten herrschte Schweigen mit ihnen. Interessiert verfolgte der Firmenchef wie der junge Mann von einem Fuß auf den anderen trat. Sein Interesse rührte von der Tatsache dass er neugierig darüber war, warum der andere hier her gekommen war. Unsicher biss sich der Kleinere auf die Unterlippe. „Warum hast du nie auf deinen Bonus bestanden?" Platzte es aus Muto.
In den vergangenen Jahren hatte er befürchtet dass diese Frage irgendwann gestellt würde. Offensichtlich war sein Glück heute zu Ende. „Darum." Innerlich zuckte er bei der Antwort leicht zusammen. ~Das war jetzt sehr aussagekräftig. Super gemacht. So wird er nie locker lassen.~
„Weißt du, ich hab mich immer gefragt warum du nicht darauf bestanden hast. Du gibst sonst nie so schnell auf." Zögerlich trat der kleine Duellant einen Schritt auf den großen Schreibtisch zu. „So bist du nicht. Wenn du etwas haben willst, dann bekommst du es auch." Wieder ein Schritt, diesmal deutlich sicherer. „Du gehst über Leichen, wenn es sein muss. Warum hast du die Sache einfach auf sich beruhen lassen, nachdem wir damals meine Freunde gefunden haben?"
„Ist dir in den Sinn gekommen dass ich sicherlich keine Zeit dazu habe dir hinterher zu laufen, damit du deinen Teil des Deals einhalten kannst? Ich habe eine Firma zu leiten und einen kleinen Bruder, um den ich mich kümmere." Mit einem unguten Gefühl im Magen verfolgte der Brünette wie der andere immer näher kam. Unwillkürlich trat er einen Schritt zurück, als Muto um den Schreibtisch herum kam. „Ich würde es vorziehen, wenn du jetzt gehen würdest. Ich habe noch genug zu tun."
Leicht schüttelte Muto den Kopf. „Nein." Dicht hinter dem Schreibtisch blieb der König der Spiele stehen. Zwischen ihnen war noch ein guter Meter Platz, sehr zur Freude des Firmenchefs. „Ich kann diese Abmachung von damals nicht einfach vergessen. Du musst wissen dass ich nicht gerne jemand etwas schuldig bin. Ich habe meinen Teil der Abmachung nicht eingehalten."
„Anders ausgedrückt, du willst dass ich mir meinen Bonus nehme? Nach all der Zeit?" Seto war sich nicht sicher ob er es richtig verstanden hatte. Er konnte es nicht richtig verstanden haben. Denn das wäre nicht richtig. Gut, er hatte damals auf diesen Bonus bestanden. Doch sein Gewissen, das er trotz aller gegenteiligen Aussagen besaß, konnte das nicht dulden. ~Es ist falsch, unmoralisch.~
Schüchtern lächelte Muto ihn an, während er die Jeansjacke von den Schultern gleiten ließ. Er überbrückte den Freiraum zwischen ihnen. „Ja." Nur dieses eine Wort, mehr nicht. Der Brünette kam auch nicht dazu irgendetwas zu sagen. Ruckartig wurde er an seiner Krawatte nach vorne gezogen und sanfte Lippen sich auf seine legten. Der kleine Körper presste sich an ihn, während sich Arme um seine Schultern legten. Seto stand wie vom Blitz getroffen da und ließ es zu das ihn der andere Duellant küsste, sogar den Kuss vertiefte. ~Wann ist er so leidenschaftlich geworden? Wo ist der unschuldige und schüchterne Muto geblieben?~
Der junge Millionär brauchte eine Augenblicke um zu reagieren. ~Ich sollte ihn wegstoßen und rausschmeißen lassen. Das wäre das Beste für uns beide, das richtige. So kann ich mir den Schmerz Morgenfrüh ersparen, wenn mir klar wird das es nur eine einmalige Sache ist. Ach scheiß drauf! Das ist die für mich die Gelegenheit ihm nahe zu sein. Er schlang seine Arme um den schlanken Körper. Sofort kämpfte er um die Dominanz im Kampf der Zungen. Zu seiner Zufriedenheit überließ ihm der andere die Führung.
Das Bedürfnis zu Atmen ließ sie ihren Kuss unterbrechen. Seto schob seine Hand in das dreifarbige Haar und zog den Kopf des anderen daran zurück. Er zwang so den Kleinen ihm in die Augen zu sehen. „Ich werde nicht mehr so zimperlich sein wie damals. Heute werde ich mich von nichts und niemanden davon abhalten lassen. Jetzt ist die letzte Möglichkeit für dich zu verschwinden."
„Nein. Ich werde nicht gehen." Entschlossen sahen die Amethyste zu ihm hoch.
Der Brünette erlaubte es sich ein kleines Lächeln auf seinen Zügen erscheinen zu lassen. „Schön." Sein Lächelnd wurde breiter, als er mit seiner freien Hand über den flachen Bauch strich. Nur wenige Zentimeter vor dem Schritt von Muto stoppte er seine Hand. „Ich hab sehr lange auf meinen Bonus warten müssen." Er löste seine Hand aus dem Haar. Bestimmt schob er den Körper vor sich her, bis der Kleine gegen seinen Schreibtisch stieß. Hart presste der Brünette seine Lippen auf die weichen des anderen Duellanten.
Yugi zögerte nicht und erwiderte sofort den Kuss. Ein überraschter Laut entwich ihm, als der Größere ihn ohne Mühe auf den Schreibtisch hob. Er schlang seine kurzen Beine um die schmalen Hüften von Kaiba und presste ihre Becken zusammen. Beide konnten spüren dass es sie beide nicht kalt ließ. Seto ließ seine Hände über den schlanken Körper gleiten. Seine Finger machten kurzen Prozess mit dem Ledergürtel und dem Reißverschluss. Schnell schob er eine Hand in die offene Hose. Kühl legten sich seine Finger um das warme Fleisch. Stöhnend löste der kleine König der Spiele den Kuss. „Seto…"
Die kleinen Hände von Muto blieben nicht untätig. Fast schon hektisch versuchte er es seinem bald Liebhaber gleich zu machen und dessen Hose zu öffnen. Mit etwas Mühe schaffte er es auch. Der junge Firmenchef achtete kaum darauf, er war viel mehr damit beschäftigt die Jeans des anderen loszuwerden. Nachdem der Kleinere seinen Hintern etwas angehoben hatte, konnte die Hose bis zu den Knöcheln runter gezogen werden. Grummelnd ließ Seto von ihm ab. So schnell wie möglich zog er Muto die Turnschuhe aus. Endlich konnte er das störende Stück Stoff, samt Shorts, ausziehen. Zufrieden richtete er sich wieder auf.
Seine Finger schlossen sich wieder um die Erektion des Kleinen, während er mit der anderen Hand in die oberste Schreibtischschublade griff. Er brauchte nicht lange um das Gesuchte zu finden, die Tube Gleitgel, die er für alle Fälle dort aufbewahrte. Kurz löste er seine Hand von Muto und griff nach dessen Hand. Er führte ihre Hände zu dem warmen Fleisch des anderen Duellanten. Mehr Aufforderung brauchte der Kleine nicht, seine Finger umschlossen seine eigene Erektion. Seine andere Hand hatte sich um klein Seto geschlossen, was ihm von dem Großen ein Stöhnen einbrachte.
Schnell benetzte der Jungmillionär seine Finger mit dem durchsichtigen Gel. Erst dann ließ er seine Finger das erste Mal zwischen die zwei Halbmonde gleiten. Er drückte seinen Zeigefinger gegen den festen Muskelring. Seine Lippen streiften über Mutos Ohr. „Fast fünf Jahre zu warten, sind genug Vorspiel." Diese Worte waren die einzige Vorwarnung für Yugi, bevor der Brünette mit zwei Fingern in ihn eindrang. Ein leiser laut verließ den Kleineren, ein Laut zwischen einem Wimmern und einem Stöhnen. Seine Muskeln verkrampften sich um die eindringenden Finger. „Entspann dich."
„Bitte, küss mich." Nur zu gerne kam Seto der Bitte nach. Er liebte es Muto zu küssen, auch wenn er es ihm nie sagen würde. Der Kuss brachte die nötige Ablenkung, es könnte auch der Kleine selbst sein, der sich immer noch mit seiner Hand Selbstbefriedigte. Seine Finger glitten mühelos vor und zurück. Immer wieder spreizte er die beiden Finger, um den Kleinen auf das kommende vorzubereiten. Nach kurzer Zeit fügte der Brünette einen dritten Finger ein. Der leise, gedämpfte Laut, der an seine Ohren drang, klang schon viel mehr nach einem Stöhnen.
Nur kurz bewegte er die drei Finger, bevor er sie zurückzog. Ohne den Kuss zu lösen, verteilte Seto Gleitgel auf seine eigene Erektion und positionierte sich. Es brauchte nur einen einzigen Stoß und er hatte seine ganze Länge in den König der Spiele versenkt. Sie beide lösten den Kuss und stöhnten ungehemmt. Der Größere schob sein Gesicht in das dreifarbige Haar und atmete tief durch. ~Nicht gut, gar nicht gut. Er fühlt sich viel zu gut an. Scheiße… wenn ich mich jetzt bewege… nicht gut. Ich hätte nie gedacht dass er sich so gut anfühlen würde. Noch einmal atmete er tief durch. Dann erst wagte er es sich zu bewegen.
Schnell fanden sie den perfekten Rhythmus. Jede Bewegung brachte sie beide auf ungeahnten Höhen. Keiner von beiden konnte einen noch halbwegs klaren Satz sprechen, es störte auch keinen von ihnen. Sie waren gefangen in ihrer Lust. Sie beide genossen jede Sekunde ihres Zusammenseins. Setos Finger krallten sich regelrecht in den schmalen Hüften, während sich Yugi an ihn klammerte. Der Brünette spürte dass es nicht mehr viel fehlte. Er nahm eine Hand von den schmalen Hüften und griff nach der Erektion des anderen. Diese eine Berührung reichte aus um den Kleineren über die Klippe springen zu lassen. Das rhythmische zusammenziehen der Muskeln um ihn herum ließ Seto seine schwache Kontrolle verlieren. Noch zwei Mal versenkte er sich in den willigen Körper, bevor auch er seine Erlösung erreichte. Sein Körper und sein Gehirn arbeiteten in diesen einen Moment getrennt voneinander. Er wusste dass er irgendetwas sagte, aber es war ihm egal was es war, nur das berauschende Gefühl zählte für ihn.
Außeratem stützte sich der CEO auf dem Schreibtisch ab. Zum ersten Mal bemerkte er das er noch voll bekleidet war. Aber es interessierte ihn nicht. Auch nicht das ihm sein Hemd regelrecht am Körper klebte oder die Unterlagen auf dem Schreibtisch zerknittert waren. Sanft wurde ihm eine verschwitzte Haarsträhne aus der Stirn gestrichen. „Ich… dich… auch…"
Irritiert blickte Seto auf den kleinen Duellanten hinab. „Was…?" Sein Gehirn begann langsam wieder seine Arbeit aufzunehmen und wieder mit dem Rest des Körpers zusammen zu arbeiten. ~Hab ich etwa…? Meint er…? Das kann doch nicht…~
Kurz hielt Muto inne und holte tief Luft. „Ich liebe dich auch." Ungläubig blickten eisblaue Augen den König der Diebe an. ~Ich träume nur. Aber wenn das ein Traum ist, will ich nie wieder aufwachen. Er würde mir nie sagen das er mich liebt.~ Liebevoll lächelte ihn der junge Mann mit den amethystfarbenen Augen an. „Hörst du? Ich liebe dich auch, Seto."
„Das… du… wirklich?" Er hörte sich an wie ein Idiot, das wusste er selbst, aber er konnte es nicht verhindern.
Lächelnd nickte Yugi. „Wirklich." Zärtlich legte er eine Hand auf die Wange des Größeren. „Ich liebe dich. Mir ist es egal was du für ein Arsch du sein kannst. Denn ich weiß genau dass du immer für mich da sein wirst. Du wirst über mich wachen und mich beschützen, wie deine weißen Drachen. Wie du es in den letzten Jahren auch getan hast."
„Du hast es bemerkt?"
Wieder nickte der Kleinere. „Natürlich. Du warst nicht gerade unauffällig." Leise kicherte. „Außerdem hast du einen kleinen Bruder, der mir verraten hat dass du im Schlaf immer wieder über mich gesprochen hast."
Leicht zuckte Seto zusammen. Er hatte bis jetzt nicht gewusst dass er im Schlaf redete. Es war ihm unangenehm das zu erfahren. „Ich werde Mokuba den Hintern versohlen, wenn er nach Hause kommt." Das meinte er vollkommen ernst. Für ihn war es eine Sache dass sein Bruder von seinen Gefühlen wusste, aber eine ganz andere diese auch noch auszuplaudern. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlte sich der Jungunternehmer unsicher. Er war sich sicher, dass man ihm seine Unsicherheit auch ansehen konnte, als er seine nächste Frage stellte. „Heißt das du willst mit mir zusammen sein?"
Wieder lächelte Yugi das liebevolle Lächeln. „Das wollte ich schon, als du den Deal vorgeschlagen hast. Ich habe nie meine Mei-ngh." Seto war es egal was der Kleine ihn noch hatte sagen wollen. Er stoppte jede weiteren Worte mit einem Kuss. Er hatte die Worte gehört, nachdem er sich die letzten Jahre gesehnt hatte, alles andere war ihm egal.
Note: Hier ist auch das verdiente Happy End für beide. Während ich das zweite Chap geschrieben habe, habe ich schon dieses Ende für die beiden geplant. ^.^
Ich hoffe es hat euch gefallen.
Auf ein baldiges Wiedersehen in einer meiner anderen Storys! ^.^
