Täuschungen 4 Ferien

Seine Schwiegereltern erwarteten sie schon ungeduldig und weil sie weise waren und klug, hatten sie für ein gutes Abendessen gesorgt, eine Flasche Rotwein entkorkt, damit er atmen konnte und sogar schon ein munteres Kaminfeuer im Wohnzimmer entfacht.

Während des Essens musste Hermine genau berichten, was sich alles zugetragen hatte und Sera fragte ein ums andere Mal, ob nicht etwas wirklich Spannendes geschehen wäre, was Hermine mit bedauernder Miene leider verneinen musste.

Er fand das nicht so bedauerlich. Fehlte gerade noch, dass seine Frau in wilde Abenteuer verwickelt war, die ihr Leben oder ihre Gesundheit bedrohten. Davon hatten sie doch alle schon wahrlich genug erlebt! Seiner Meinung nach reichte das für mehrer Generationen Granger-Snapes.

Seine Tochter Eileen, die den ganzen Abend wenig gefragt oder gesagt hatte, dafür aber Hermine nicht eine Sekunde von der Seite gewichen war, unterbrach irgendwann ihre Schwester bestimmt, „Sera, hör auf Mum so auszuquetschen, Du siehst doch, dass ihr schon die Augen zufallen!"

Das stimmte, die dunklen Ränder unter ihren Augen, die er das letzte Mal in dieser Form während der ersten Monate ihrer Meisterlehrzeit bei ihr gesehen hatte, hatten sich in den letzten Stunden noch deutlich verstärkt. Und das Gähnen versuchte sie schon seit dem Nachtisch erfolglos zu unterdrücken, daher rückte er seinen Stuhl entschlossen nach hinten, beugte sich zu Hermine herunter und hob sie kurzerhand vom Stuhl auf seine Arme.

„Oh", quiekte Hermine erschreckt auf.

„Deine Tochter hat recht! Ich bringe Dich besser sogleich zu Bett, meine Liebe, damit Du nicht in Gefahr gerätst, hier in die leeren Puddingschüsseln zu fallen", verkündete er gutgelaunt, was ein breites, wissendes Grinsen seines Schwiegervaters zur Folge hatte. Grundgütiger, war er so einfach zu durchschauen?

Henrys Reaktion gekonnt ignorierend, ließ er seine Töchter wissen: „Und Ihr, meine Damen, geht Euch waschen, zähneputzen, umziehen, und so weiter, bevor Euer Grandpa Euch sicherlich gerne noch was vorliest!", er grinste seinen Schwiegervater hämisch an.

Den Mädchen schien der Vorschlag zu gefallen, denn sie protestierten gar nicht viel, sondern sahen ihren Großvater erwartungsvoll an. Der murmelte irgendwas von wegen nachtragendem angeheirateten Verwandten, fügte sich dann aber gutmütig in sein Schicksal.

Severus trug seine Frau, die sich eng an ihn kuschelte und ihren Töchtern und Eltern froh über seine Schulter hinweg eine gute Nacht wünschte, vorsichtig in den ersten Stock.

„Du hast Gewicht verloren, stimmts?", wollte er wissen, als er die Treppenstufen hinter sich gelassen hatte.

„Wahrscheinlich", gab Hermine zu und schmiegte ihr Gesicht in seine Halsbeuge, „das Klima ist mir auf den Magen geschlagen."

„Und heute Abend hast Du auch fast nichts gegessen! Wir werden ab morgen ein Aufpäppelprogramm für Dich starten!", er grinste auf ihren Scheitel hinab, „Molly Weasley hat mir letzte Woche schon geeult, dass sie in nächster Zeit einen großen Topf voll Irish Stew herüberschicken will, als Willkommensgeschenk sozusagen."

„Oh, das ist ja wundervoll!", freute sich Hermine, sie liebte dieses Gericht, stutzte aber, als ihr Mann sie an ihrem Schlafzimmer vorbei trug. „Hast Du die Zimmer umarrangiert, während ich weg war oder wo willst Du heute noch mit mir hin, Severus?"

„Ich dachte, ein schönes, warmes Bad könnte einen netten Abschluss dieses Tages darstellen, was meinst Du?"

„Oh, ja, ein Bad wäre toll!", Hermines Augen funkelten, „aber nur, wenn Du mitkommst!"

„Was denkst Du, warum ich Deinen Vater zum Vorlesen – eingeladen – habe. Er kommt nie im Leben unter einer Stunde aus dem Zimmer der Mädchen heraus. Solange haben wir Zeit.

„Sehr gerissen, mein Lieber!", murmelte Hermine anerkennend.

Im Bad war schnell alles vorbereitet und Hermine wollte schon mit dem Ausziehen beginnen, als sie ihr Mann mit dunkler Stimme davon abhielt, „Lass mich das machen, ich habe viel zu lange darauf verzichten müssen!"

„Ich dachte", grinste Hermine, „Du wolltest baden?"

„Das auch, aber alles zu seiner Zeit!", flüsterte Severus in seiner tiefsten Stimmlage – die, von der er sehr genau wusste, welche Wirkung sie auf seine Frau hatte!

Sachte küsste er sie auf ihre weichen Lippen und ihre Augen schlossen sich genießend. Derweil machten sich seine Hände schon auf den Weg ihren Hals hinab, um in den Kragen ihrer Bluse einzutauchen und dann Knopf für Knopf ihren Oberkörper vom störenden Stoff zu befreien.

Ein sehr zufriedenes Schnurren war Hermines Antwort und auf ihre Lippen legte sich ein feines Lächeln.

Solche Reaktionen waren selbstverständlich sehr motivierend für Hogwarts Tränkemeister und so blieb sehr schnell nur noch Hermines weißer BH, als einziges Kleidungsstück das ihren Oberkörper bedeckte, übrig. Aber bevor er sich diesem Kleidungsstück widmen würde – und vor allem den darunter verborgenen Körperteilen - ließ er zuerst noch seine Hände sachte über ihre Seite herab auf ihren Bauch gleiten. „Wir müssen Dich wirklich etwas mästen, Hermine, ich fühle deutlich Deine Rippen!"

„Ich fühle auch deutlich etwas, Severus", gluckste seine Frau und öffnete mit einem wissenden Blick ihre Augen, „aber es sind sicher nicht Deine Rippen."

„Du braucht Dich nicht zu bemühen, das Thema zu wechseln, mein Schatz!", ließ sich Severus nicht beirren und öffnete ungerührt den Knopf und den Reißverschluss ihrer Shorts um genüsslich seine Hände in ihren Hosenbund zu schieben.

„Deine Beckenknochen fühle ich auch!", teilte er ihr weiter mit, wobei er in erste Linie damit beschäftigt war, ihr Hose und Slip in anregender Form von den Hüften zu streichen.

Als sich beides um ihre Füße schlängelte, stieg Hermine mit einem kleinen Schritt aus den nicht mehr benötigten Kleidungsstücken heraus, um sie mit einem gekonnten Schnipsen im Wäschekorb verschwinden zu lassen.

Dann fasste sie nach hinten, um ihren BH zu öffnen und entließ somit ihre vollen Brüste in die Freiheit.

Severus musste schlucken, sie war eine so verdammt schöne Frau.

Und diese schöne, nackte Frau schaute ihn jetzt mit einem Blick an, der alles Blut in ein einziges Körperteil pumpte. „Jetzt bist Du dran, Severus, denn auch ich habe viel zu lange darauf verzichten müssen!"

Nah trat sie an ihn heran und ihr Becken rieb dabei aufreizend an seinem Unterleib, obwohl das seiner Meinung nach ziemlich überflüssig war. Sie schien es zu merken, denn ihr Blick sprach Bände. Dann zogen ihre Hände mit einem Ruck sein Hemd aus der Hose, bevor sie ihre Finger hungrig darunter gleiten ließ.

Mit festem Druck streichelte sie über seine Brust, öffnete nach und nach die obersten Knöpfe des Hemdes und legte schließlich ihre Wange in das weiche Flies, das darunter zum Vorschein kam.

„Wie ich das vermisst habe", hörte er sie undeutlich murmeln, dabei kraulte sie ein wenig in dem dunklen Flaum dort, um dann erneut nach unten zu seiner Hüfte zu fahren – sie knöpfte nebenher seine Hose auf, die daraufhin raschelnd zu Boden glitt – um gleich darauf wieder über seine Seite den Rücken hinauf zu krabbeln.

Wilde Schauer rieselten seinen Körper entlang. Er schlang seine Arme um ihre schmalen Schultern und ließ seine Hände immer tiefer rutschen, bis dass sie ihren Po streichelnd umfassten.

„Ich habe Dich wirklich schrecklich vermisst", wisperte sie leise.

„Das will ich auch schwer hoffen!", knurrte Severus und küsste sich ihren Hals hinab.

Hermine drückte sich etwas von ihm weg, fing seine Lippen mit ihrem lächelnden Mund ein und ehe er es sich versah, hatte sie ihm das Hemd zur Gänze aufgeknöpft und von den Schultern gestrichen.

Seinen Slip los zu werden, war das Werk von Sekunden und gerne hätte er ihre geschickten Finger dort unten noch intensiver und vor allem länger gespürt, aber sie lachte nur leise über sein tiefes, unwilliges Brummen, das er von sich gab, als sie ihre Hände wegnahm.

„Alles zu seiner Zeit, mein Lieber! Komm in die Wanne, sonst wird das Wasser noch kalt."

„Falls Du es noch nicht wusstest, aber es gibt dafür ganz einfache Zauber, Hermine!" versuchte er sie umzustimmen, aber sie war schon halb in der Wanne, wo sie sich gleich darauf lasziv räkelte. Bei Merlin, diese Hexe brachte ihn um den Verstand.

Natürlich konnte er hier nicht länger splitterfasernackt, mit auf die Hüften gestemmten Händen und erigiertem Glied stehen bleiben und sich dazu in dieser aufreizenden Art von ihr betrachten lassen.

Grollend stieg er daher ebenfalls ins warme Nass, wo sie sich sogleich an ihn schmiegte.

Nun, eigentlich war das auch nicht schlecht.

Sie streichelte intensiv über seinen gesamten Körper.

Gar nicht schlecht sogar!

Sehr gründlich seifte er sie als Gegenleistung ein, half ihr dabei ihr langes Haar zu waschen und spülte schließlich mit einem weichen Schwamm wieder alles von ihrem Körper.

Sie seufzte wohlig, als er sie anschließend in ein großes, weiches Badetuch hüllte und abrubbelte.

„Jetzt fühl ich mich erst wieder richtig sauber", meinte sie erleichtert, „Dieser ewige Schweißfilm auf der Haut! Furchtbar, der ging noch nicht einmal durchs Duschen weg."

„Na, vielleicht kommt der ja schneller wieder, als Du denkst!", seine Augenbraue schnellte anzüglich in die Höhe und er ließ seine Hand ihren weichen, warmen Rücken hinunter gleiten.

Hermine schaute ihn von unten her lächelnd an und hob ebenfalls eine Augenbraue nach oben, dann streichelte sie über seine noch feuchte Brust und hatte schon eine schlagfertige Antwort auf den Lippen, als es zaghaft an ihrer Badezimmertüre klopfte.

„Mum, Dad", hörten sie ihre Tochter Eileen etwas zögerlich wispern.

Severus zog sein Handtuch enger um seine Hüften und rollte seine Augen „Was ist los, hat Eurer Großvater seine Geschichten schon beendet?"

„Ja, er wollte noch eine Runde mit Grandma im Mondschein drehen, das soll romanisch sein, sagt er", erklärte ihre zweite Tochter Sera eilig und steckte schon mal ihren Kopf und kurz darauf ihren ganzen schmalen Körper durch die Türe.

„Das heißt romantisch", hörten sie Eileen verbessernd einwerfen.

„Und was hindert Euch dann daran, friedlich und wohlerzogen in Euren Betten zu liegen und zu schlafen?", forschte Severus und stemmte seine Hände auf die Hüften. Hermine lachte leise vor sich hin und rubbelte ihre Haare schon mal trocken.

„Wir wollten fragen", auch Eileen schob sich in das Badezimmer ihrer Eltern und schloss rücksichtsvoller Weise die Türe hinter sich, „ob wir vielleicht heute ausnahmsweise bei Euch schlafen können." Sie schaute ihren Vater bittend an.

Der schien von der Sache aber wenig begeistert, denn er starrte erst eine Weile seine Töchter finster nieder, was zugegebener Maßen nicht im Geringsten funktionierte, dann sandte er noch schnell einen mörderischen Blick zu seiner Frau, die jetzt ihre Haare sorgsam kämmte und deren Gesicht ein unsolidarisches, breites Grinsen schmückte.

Dann betrachtete er wieder mit eng zusammengezogenen Augenbrauen seine Töchter, die mit ihren großen bittenden Augen, den langen weißen Nachthemden und den geflochtenen Haaren ach so unschuldig drein blickten und sah seine herrlichen Planungen für einen Abend voller aufregender Zweisamkeit in weite Ferne ziehen.

„Und warum könnt Ihr zwei nicht in Euren Betten schlafen?", versuchte er es noch einmal.

„Weil wir uns doch so freuen, dass Mum wieder da ist, und dann ist unser Zimmer auch sooo weit weg von Eurem!", stellte Sera klar.

Beinahe hätte er schon gesagt: ‚Was für ein Glück!' Aber Hermine hatte seinen Blick aufgefangen.

„Ach, und da habt ihr wohl Sorge, dass sie uns wieder davon eilen könnte, zu irgendeinem hochwichtigen Event, das von keinem anderen auf dieser Welt durchzuführenden ist?"

„Was ist ein Event?", fragte Sera unsicher, nicht dass ihre Mutter tatsächlich schon wieder auf dem Sprung war.

„Ein Event ist eine große Veranstaltung oder Aktion", erklärte Eileen ihrer kleinen Schwester und nickte dann ihren Vater treu zu, „Vielleicht haben wir genau davor ein bisschen Angst."

Hermine ließ ihre Bürste sinken und schaute ihre Mädchen bekümmert an, „Ich verspreche Euch allen dreien, dass ich nicht vorhabe in der nächsten Zeit zu irgendetwas aufzubrechen, Jedenfalls zu nichts, dass länger als ein oder zwei Tage dauert!"

Dann trat sie nahe an Severus heran und streichelte seinen nackten Arm hinab. „Euer Vater und ich haben sicher nichts dagegen, wenn Ihr heute Nacht bei uns schlaft, aber nur, wenn ihr versprecht, ab morgen wieder in Euren Betten zu schlafen!"

„Jaaaa!", Sera sprang juchzend in die Luft und war im nächsten Augenblick schon Richtung Elternschlafzimmer verschwunden.

Severus seufzte mitleiderregend, was Eileen tief und zufrieden aufatmen ließ. Dann lächelte sie ihren Dad liebevoll an. Der zog nur fragend eine Augenbraue nach oben und schnappte sich seine Älteste, um sie mit einem schnellen Ruck über seine Schulter zu heben. Dies entlockte ihr den gleichen hellen Laut, den ihre Mutter vor einer Stunde schon von sich gegeben hatte.

„Du bist auch viel zu leicht, Eileen Granger, und außerdem hast Du wieder keine Hausschuhe an!", knurrte ihr Vater.

„Aber Dad, die Holzböden hier sind doch so herrlich warm, ganz anders als bei uns in den

Kerkern", verteidigte sich Eileen kichernd, denn ihr Vater kitzelte gerade ihre blanken Fußsohlen."

„Hausschuhe sind trotzdem wichtig!", stimmte ihre Mutter lächelnd zu und küsste Eileens Nasenspitze, die vor ihrem Gesicht hin und her pendelte, „So, ich bin fertig, wir können gehen und nachsehen ob Sera unser Bett schon entzwei gehüpft hat."

Wenig später lagen alle vier mehr oder weniger selig in einem magisch vergrößerten Bett und es dauerte nur wenige Augenblicke, da waren Hermine und Sera bereits tief und fest am Schlafen und Severus schaute sehnsüchtig zu seiner friedlich schlummernden Ehefrau hinüber.

„Dad, wenn Du willst, tausche ich mit Dir den Platz, dann kannst Du sie besser in die Arme nehmen", wisperte Eileen ihm zu, sie hatte wohl seinen Blick richtig gedeutet.

„Hm, das wäre wirklich ein sehr großzügiges Angebot, Tochter!", freute sich Severus und hob Eileen schnell über sich drüber.

„Darf ich mich dann an Dich kuscheln?", wollte Eileen wissen.

„Ich bitte darum!", stellte Severus klar, küsste seine Tochter auf die Wange und genoss es dann, seine Frau vorsichtig in seine Arme zu ziehen, während sich Eileens schmale Gestalt ganz nah an seinen Rücken schmiegte.

Er musste zugeben, diese Variante die Nacht zu verbringen war die zweitbeste, die er sich überhaupt vorstellen konnte. Welcher Mann konnte schon von sich behaupten, mit drei reizenden Damen die Nacht verbringen zu dürfen? Genau, dieser Potter jedenfalls nicht!

Ein diabolisches Grinsen schlicht sich auf seine Lippen. Ihm war gerade eingefallen, dass Albus ziemlich laut schnarchte!

Ausgezeichnet!

Ach ja, was die beste aller Möglichkeiten eine Nacht zu verbringen anging, daran würde er morgen zu arbeiten wissen.

Ganz gewiss!