Täuschungen 28 Albus der Gerissene

„Ich habe meditiert", begann Hermine aufgeregt und ihre Stimme war vom vielen Husten ganz heiser. Dankbar nahm sie den Becher mit Tee entgegen, den Minerva ihr geistesgegenwärtig reichte, „jeden Abend, damit ich trotz dieser furchtbaren Hitze und dieser bleiernen Müdigkeit einen klaren Kopf behalten konnte", sie nahm einen tiefen Schluck, „das habe ich immer einige hundert Meter abseits vom Lager getan, sonst konnte ich mich nicht konzentrieren."

„War das nicht gefährlich?", erkundigte sich Ron besorgt.

„Schon, aber ich habe natürlich Schutzzauber errichtet", stellte Hermine klar, „an einem Abend, es war Vollmond, da habe ich es gehört!"

„Was?"

„Dieses Summen. Wie eben, habt ihr es nicht gehört?"

„Doch das haben wir!", bestätigte Severus.

„Gut!", sie lehnte sich zurück und nahm noch einen Schluck.

„Darf ich raten, Du warst neugierig und bist dem Summen gefolgt!", schloss ihr Mann messerscharf.

„Ja, bin ich", gab Hermine zu, „aber ich bin nicht weit gekommen, schon nach wenigen hundert Metern stand ich vor einer riesigen mit Moos und Gestrüpp bedeckten Steinwand. Ich dachte schon, dass ich mich geirrt hätte, denn auch das komische Summen war nicht mehr zu hören."

Sie nippte noch einmal von ihrem Tee und seufzte tief auf.

„Ich habe mich noch ein bisschen umgesehen und wollte schon wieder zurückgehen", berichtete sie weiter, „da sah ich diesen wundervollen Vollmond und mich hat wieder dieses schreckliche Heimweh überfallen, so dass ich mich an die Wand anlehnen musste, weil alles so schwer und weit weg war."

„Warum bekommst Du denn bei Vollmond Heimweh, Hermine, Du bist doch gar kein Werwolf, oder?", ulkte Ron.

„Ich bekomme kein Heimweh bei Vollmond", entgegnete Hermine, „ich bekämpfe es mit dem Mond! Denn immer wenn Dad oder Mum auf Reisen gingen, hat mein Vater zu mir gesagt, ‚Hermine, wenn Du uns zu sehr vermisst, dann schau in der Nacht zum Mond hinauf, wir tun das auch, es ist der gleiche Mond hier und dort'', sie lächelte ihre Mum liebevoll an, die ganz gerührt war, „Das weißt Du noch!", freute sie sich.

„Und das hilft?", fragte Ron zweifelnd.

„Aber klar, Du kannst es gleich ausprobieren, wenn Kathrin in wenigen Wochen zurück nach Amerika geht!", schlug Hermine lächelnd vor.

„Falls er dann noch mit ihr zusammen ist", murmelte Ginny.

„Wir schweifen schon wieder ab!", beschwerte sich Severus, nicht dass es jetzt noch zu einer Grundsatzdiskussion über Mister Weasleys schnelllebiges Liebesleben kam „Wir wissen zwar jetzt, wie man Heimweh bekämpft, aber nicht, wie Du die Zeichen gefunden hast!"

„Ich sagte doch, ich habe mich etwas an die Wand angelehnt, denn so konnte ich den Mond besser sehen", antwortete Hermine.

„Und dann?", Severus rollte genervt mit den Augen, dass diese Frau auch nie auf dem schnellsten und direktesten Wege zum Ziel kommen konnte.

„Dann hat die Wand nachgegeben und ich bin in eine Art Vertiefung oder Höhle gefallen, jedenfalls in einen ziemlich düsteren Raum voller Spinngewebe und Geröll!"

„Aha!", rief Professor Jennings erfreut, ‚Eine Höhle also und dort waren die Zeichen?"

„Ja, das waren sie!", nickte Hermine, „Ich habe mit meinem Zauberstab Licht gemacht und ein wundervoller Glanz erfüllte diesen verborgenen Raum."

„Irre!", war Rons Urteil und Jean zitierte beeindruckt die Prophezeiung, „‚und eine Frau mit großer Macht und Klugheit kommt, ohne List und Gier, aber voller Sehnsucht und Verlangen, dann zeigen sich unsere Zeichen und es wird sich fügen'."

„Scheint so!", meinte Hermine verlegen, „Aber bevor sich irgendetwas fügen konnte, hörte ich ein verräterisches Knacken von draußen, darum habe ich besser sofort das Licht gelöscht und mich schnell und unauffällig wieder zurück zum Lager geschlichen."

„Du bist garantiert beschattet oder verfolgt worden!", war sich Kingsley sicher und auch Severus nickte zustimmend.

„Kannst Du Dich noch erinnern, wann diese besagte Nacht war?", wollte Jean wissen.

„So aus dem Stehgreif nicht, aber das ist ganz einfach herauszufinden, es war ja Vollmond", antwortete Hermine und stand auf, um kurz in ihrem Büro zu verschwinden, nach wenigen Augenblicken kam sie mit ihrem Kalender zurück.

„Es muss rund um den 30. Juli gewesen sein", war sie sich sicher.

Sehr interessant! Severus notierte auch diese Information auf der Tafel, dann fiel ihm etwas Wichtiges ein, „Mister Potter erwähnte, dass Misses Broomberry Dich mit Kakao versorgte, hat sie das schon von Anfang an getan?"

„Nein", schüttelte Hermine nachdenklich den Kopf, „das fing erst in den letzten Wochen an."

„Ah ja!", murmelte er und machte eine entsprechende Notiz. Vielleicht hatten diese Verbrecher doch nicht so genau gewusst, wer die ‚gar mächtige Frau' war.

„Warum hast Du eigentlich nicht die anderen gerufen", fiel Minerva ein, „immerhin wart ihr doch genau wegen diesen sagenumwobenen Dingen da unten?"

„Ich weiß auch nicht", zuckte Hermine entschuldigend mit den Schultern, „im ersten Impuls wollte ich das natürlich auch, aber dann hatte ich das untrügliche Gefühl darüber unbedingt schweigen zu müssen!"

„Bestimmt ein Zauber!", vermutete Kingsley.

„Wahrscheinlich!", nickte Hermine, „Es hat sich aber dann sowieso schnell erledigt, denn mir ist dann irgendwann in den nächsten Tagen diese Erinnerung völlig abhanden gekommen."

„Klar!", schnaubte Harry, „sie haben sie gelöscht!" Wieder nickten alle zustimmend und die ganze Runde verfiel in trübes Schweigen.

„Tja, meine Damen und Herren", Professor Jennings schlug sich energisch auf die beeindruckenden Oberschenkel und brachte damit auf den Punkt was alle dachten, „Wir wissen also jetzt, dass Sie alles haben, die Zeichen, deren Bedeutung und sogar den Spruch!" sie sackte deprimiert in sich zusammen. „Dieser Slide und seine Konsorten werden diese uralte Zivilisation garantiert vernichten und mit dem unglaublichen Wissen die ganze Welt versklaven…"

„Da bin ich mir noch nicht so sicher!", war Jean anderer Meinung, „Ich glaube sie sind noch nicht so weit! Denn erstens gibt es von meiner Tochter nicht die kleinste Erinnerung an einen Durchbruch und zweitens wäre Hide dann nicht so scharf auf ihren Bericht!"

„Den braucht er vielleicht nur, um etwaige Spuren zu beseitigen", entgegnete Harry betrübt.

„Kingsley und ich hatten übrigens die Idee von einem temporären Öffnungsmechanismus", merkte Severus ebenfalls etwas frustriert an, „in dem Buch Ihrer Urgroßmutter, Professor Jennings stand geschrieben, ‚Alles braucht seine Zeit, lasst den Mond das Werk vollenden'."

„Hm, das wäre logisch!", überlegte Professor Jennings.

„Warum wäre das denn logisch?", konnte Ron gerade nicht folgen, zudem hasste er Prophezeiungen!

„Weil es zu einfach wäre!", antwortete Harry für die Professorin, „Da findet eine Frau die Zeichen und es fällt ihr auch der Spruch dazu ein und schon ist sie drin?"

„Du hast recht, Mann", stimmte Ron langsam zu, „Jeder kleinste magische Schatz ist doch mindestens mit zehn oder mehr komplizierten Flüchen gesichert, frag Bill, der kann ein Lied davon singen!"

„Und wenn dieses Volk wirklich so weise war", fügte Ginny an, „dann haben die sich sicherlich auch etwas dafür ausgedacht, damit man ihre ‚gar mächtige Frau' nicht einfach überrumpelt."

„Denkt auch an die Tintenflecke in Hermines Aufzeichnungen", gab Jean zu bedenken, „über die habe ich mir in den letzten Tagen dauernd Gedanken machen müssen."

„Bestimmt wieder bei so etwas Furchtbarem wie Bohren oder Betäuben!", murmelte Harry leise.

„Genau, bei einer kleinen Weisheitszahn-OP", schmunzelte Jean, die sehr gute Ohren hatte, „Es waren zwölf Tintenflecke, auf jeder zwölften Seite einer. Also insgesamt 144. Ich glaube kaum, dass es sich um 144 Monate handelt, immerhin wären das volle zwölf Jahre."

„Würde aber sehr gut zu dieser ganzen Zwölfergeschichte dieses Volkes passen", wandte Harry ein.

„Ist aber trotzdem zu lang, da besteht ja die Gefahr, dass die ‚gar mächtige Frau' inzwischen die Lust verloren hätte", war sich Jean sicher, „Ich gehe auch nicht von 144 Stunden aus, denn dann wäre wirklich alles verloren, sechs Tage waren schon spätestens Mitte August vorbei."

„Bliebe also nur noch 144 Tage", spann Severus den Gedanken weiter, „das wäre dann irgendwann Anfang oder Mitte Dezember."

„Korrekt!" nickte Jean.

„Ich habe mindesten eine oder zwei Wochen an der Entschlüsselung gearbeitet", murmelte Hermine unvermittelt und starrte auf ihre Schuhe.

„Woher weißt Du das, erinnerst Du Dich auch daran?", wollte Ron überrascht wissen.

„Nein, ich erinnere mich nicht wirklich", verneinte Hermine leise, „aber ich habe jede Sekunde dieser zurückgeholten Sequenzen aus dem Reorganisationsnebel genau analysiert, ich trage verschiedene Kleidungsstücke und der manchmal zu sehende Mond ist ebenfalls unterschiedlich."

„Oh…", machte Ron und schloss sie spontan in seine langen Arme.

„Schon gut!", nuschelte Hermine und wischte sich kurz über die Augen, „müssen wir jetzt bis Dezember warten, um das Ganze hinter uns zu bekommen?"

„Oder überlassen wir Slide einfach so seinen vielleicht schon erreichten Triumph?", schob Harry nach und seine Frau Ginny nickte grimmig, während sie Severus herausfordernd ansah.

„Ganz gewiss nicht!", knurrte der und machte wieder einige Schritte auf und ab, bevor er mit entschlossenem Gesicht vor der Gruppe stehen blieb, „Meine Damen und Herren, ich bin es leid nur zu vermuten und zu rätseln, abzuwarten und mir Sorgen zu machen. Ich denke wir wissen genug, um unsererseits endlich zu agieren!"

„Was hast Du vor?", fragte Minerva und auch Jean hob erstaunt die Augenbrauen.

„Wir sollten uns einen Plan ausdenken!", Severus reckte das Kinn vor, „Oder besser noch zwei!"

„Und welche Pläne sollen das sein?", Professor Jennings schien etwas skeptisch.

„Das weiß ich noch nicht, aber eines weiß ich genau, wenn wir uns richtig anstrengen und klug und vorsichtig vorgehen, dann sind Slide, Hide und die anderen sehr bald schlechte Geschichte oder wandern wenigstens nach Askaban!"

„Und die Mkemekos können bis zur nächsten ‚gar mächtigen Frau' in Ruhe weiter vor sich hin leben", fügte Hermine zu, „denn die momentane ‚gar mächtige Frau' geht nie mehr dahin zurück!"

„Da hätte ich sie auch eher angekettet!", schnaubte Severus, „Also, was ist, wer macht mit?"

„Bei was?", erkundigte sich da eine frohgemute Stimme hinter Severus.

Der drehte sich erschrocken um und sah sich einem grinsenden Albus Dumbledore gegenüber, der gerade in dem Rahmen aufgetaucht war, den Minerva mal wieder herbeigeschleppt hatte.

„Bei Merlin! Wo hast Du gesteckt?", fragte Severus ärgerlich, „Seit Tagen bist Du unterwegs und machst was weiß ich was. Wahrscheinlich hast Du ein Bild mit Süßigkeiten gefunden und Dich für eine Inventur einteilen lassen.

„Na, na, mein Lieber!", mahnte Albus gutmütig, „Ich habe schwer gearbeitet!"

„Pff…", machte Hogwarts Tränkemeister und überkreuzte seine Arme vor der Brust, „sag lieber ob Du endlich etwas herausgefunden hast."

„Aber natürlich habe ich das!", grinste Albus gut gelaunt, sah sich aber erst nach Hermine um, „Meine Liebe, wie geht es Dir?"

„Geht schon, Albus, danke der Nachfrage!", antwortete Hermine, aber man sah ihr an der Nasenspitze an, dass dies nur bedingt stimmte.

„So, so, na, das war ja auch nicht anders zu erwarten!", murmelte er und kratze sich am Hinterkopf.

„Willst Du nun etwas zu unseren Ergebnissen hinzusteuern oder nicht?", knurrte Severus ungeduldig, als Albus in mitleidiges Grübeln verfiel.

„Aber ja, es ist, so glaube ich, recht interessant!", beruhigte ihn Albus, er wusste genau wie er seinen alten Freund auf die Palme bringen konnte.

„Dann sag es schon!", schnappte der auch gleich den Köder.

„Ich weiß nun endlich, wer der Vater von Thomas Slide ist!", verkündete Albus und genoss die beeindruckenden Blicke der Anwesenden, die diese Ankündigung auslöste.

„Oh!", "Was?", rief alles durcheinander, „Wer ist es?", „Wie ist es Dir gelungen das herauszufinden?"

„Es war nicht ganz leicht", lächelte Albus schließlich und wippte zufrieden auf seinen Fußballen auf und ab, „es ist wahrlich ein sehr gut gehütetes Geheimnis. Aber wie so viele Zauberer und Hexen, achtete auch Madam Slide nicht auf die kleinen Dinge oder besser gesagt auf die herumhängenden Dinge des Lebens."

„Ich verstehe kein Wort!", beschwerte sich Severus, er hätte platzen können vor Neugierde.

„Nun, wo beginne ich denn, dass auch Du es verstehst?", er grinste Severus frech an, „Ja vielleicht so: Misses Slide war eine Crupnärrin und ihren Lieblingscrup trug sie stets mit sich herum. Sie war sogar so vernarrt in dieses Tier - es hieß übrigens Jumper - dass sie es hat malen lassen", er strich sich über seinen langen Bart, „Sie hatte in ihrem Leben übrigens drei Jumpers, etwas einfallslos, wie mir scheint, aber na ja…"

„Und weiter?"

„Das Bild von Jumper Nr. 2 hängt in ihrem Mausoleum…" fügte er spitzbübisch an.

„Du warst in dem Mausoleum?", Kingsley war baff.

„Nein, leider nicht, da gibt es auch für Bilder eine Sperre", er verschränkte die Hände hinter seinem Rücken und machte ein kleine Pause um die Spannung zu heben, was Severus alle Beherrschung kostete, die er noch aufbringen konnte. Merlin sei Dank machte Albus weiter bevor er ihm an die gemalte Gurgel gehen musste, „Allerdings gibt es keine Sperre für die Gemälde, die schon drinnen sind…"

„Und Jumper wollte mal einen Tapetenwechsel?", grinste Kingsley.

„Allerdings, er ist ständiger Gast in einem Gemälde, das ein Stillleben mit Rinderknochen, Würsten und Filetstreifen darstellt."

„Und praktischer Weise kennst Du dieses Bild", schloss Minerva.

„Es war reines Glück, wirklich! Mein alter Freund Peter O´Dounald hat es in seinem Speisezimmer hängen! Weit schwieriger war es ein Gemälde zu finden, dass eine Hexe darstellt die sich in einen Crup oder einen Hund verwandeln konnte."

„Gibt es deren nicht so viele?", erkundigte sich Ron und schaute Minerva McGonagall fragend an, immerhin musste sie sich ja mit diesen Dingen auskennen.

„Es gibt schon einige", antwortete die Schulleiterin auch geschmeichelt, „aber man kann sich nicht zweimal in einem Bild portraitieren lassen."

„Also braucht man zwei Bilder der gleichen Person in zwei Gestalten!", schloss Jean aufgeregt.

„Korrekt Dr. Granger! Aber das ist noch nicht alles", fuhr Albus fort, „Jumper ist nämlich wählerisch und ich habe ihm drei Hexen zugeführt, die er aber alle nicht ausstehen konnte. Erst eine gewisse Roberta Brandstorm aus Ullapool fand Jumpers Gnade", er zwirbelte sich den Schnauzbart und kicherte dabei albern, „sogar mehr als das, wenn ich das bemerken darf, aber das ist auch kein Wunder, Roberta hatte schon zu Lebzeiten einen sehr speziellen Ruf, wenn Ihr wisst, was ich meine! Na, jedenfalls waren ihre Informationen äußerst aufschlussreich".

„Komm zum Punkt, Albus!", zürnte Severus.

„Ja, doch!", versprach der ehemalige Schulleiter und sein Blick wurde unvermittelt ernst, „Jumper war sich sicher, dass Misses Slide vor der Schwangerschaft mit ihrem Sohn ungefähr ein Jahr lang im Haus der alten Lestranges ein und aus gegangen war und da mehr als nur Gefallen an dem dort residierenden Ehrengast des Hauses gefunden hat und der, ein junger, genialer wie skrupelloser und sehr ehrgeiziger Zauberer mit Namen Tom Riddle wohl auch an ihr."

„Was?", keuchte Harry und Severus zur gleichen Zeit, „Voldemort?"

„Scheint so", nickte Albus langsam, „Ob Tom etwas von der Vaterschaft gewusst oder geahnt hat, konnte Jumper nicht sagen, aber aus den Reden seiner Herrin geht hervor, dass sie eher an den Erbanlagen des Erzeugers interessiert war, als daran, dem dunklen Lord einen Erben zu schenken. Trotzdem war das Verhältnis zu den Reinblütern des inneren Zirkels bis zum Schluss sehr eng. Diskret, aber eng."

„Das ist ja ein Ding!", schnaufte Ron und fuhr sich durchs Haar, auch Severus musste über diese Entwicklung erst einmal nachdenken, nur Jean war schon weiter, „Sagen Sie Professor Dumbledore", fragte sie und trat näher an das Gemälde heran, „Hat Jumper auch erzählt, wie Misses Slide den Tod fand?"

„Nein, Dr. Granger, er hatte schon einige Jahre zuvor das Zeitliche gesegnet", antwortet Dumbledore bedauernd, „Aber er wusste zu berichten, dass seine ehemalige Herrin nicht als Leiche zurückkam."

„Sondern?"

„Sondern als massive Skulptur aus purem Gold!"

„Ha! Das war der Fluch!", jubelte Professor Jennings und Albus nickte zustimmend.

„Verdammt!", fluchte Severus und sackte nun seinerseits in sich zusammen, „Sie sind gewarnt und haben es nicht ohne Dich getan!", er schaute Hermine böse an.

„Nein!", stimmte Albus leise zu, „Und egal was sie noch tun werden, garantiert schicken sie auch dabei Hermine vor!"

Kingsley stand auf und machte sich eilig eine Notiz, „Ich lasse Dich gleich morgen mit einer Apparationssperre und einer Portschlüsselbarriere belegen, Hermine! Sicher ist sicher!"

„Eine gute Idee!", murmelte Severus und sein Gefühl sagte ihm, dass nur eines bei dieser Sache sicher war, nämlich, dass sie noch längst nicht ausgestanden war!

Absolut nicht!