„Übrigens, was wünscht Du Dir eigentlich zum Geburtstag?", frage Severus seine Frau, als sie auf dem Weg vom Abendessen zurück in den Kerker waren.
„Außer, dass diese furchtbare Geschichte schneller vergessen ist, als ich ‚Happy End' sagen kann?", hakte Hermine nach.
„Ja, davon mal abgesehen", nickte Severus, „denn ich bezweifle, dass ich eine fristgerechte Lieferung des Happy Ends bis morgen garantieren kann."
„Tja", sie ging eine Weile schweigend neben ihm her, dann sah sie ihn mit einem sehr seltsamen Blick von der Seite an, prüfte unauffällig, ob sie beobachtet wurden und zog ihn blitzschnell in eine verborgene Nische, wo sie ihn an die grobe Steinwand drängte und leise wisperte, „Wenn ich ehrlich bin, Severus Snape, dann wünsche ich mir von Dir am sehnlichsten, dass Du mich endlich wieder begehrst, mich verführst und mit mir schläfst!", sie wurde rot und barg ihr Gesicht verzweifelt in seiner Halsbeuge.
Er sah überrascht über seine lange Nase hinweg auf sie herunter, spürte ihren Atem an seinem Hals und dachte eine Weile über ihren Geburtstagswunsch nach, dann hob er seine Hände an ihre Wangen und zog ihren Kopf zu sich hinauf, „Das geht doch nicht Hermine", flüsterte er.
„Ich versteh ja", klagte sie betrübt und schlug die Augen nieder, „dass Du mehr Zeit brauchst, aber ich…"
„Sie verstehen gar nichts, Miss Granger", unterbrach er sie leise und küsste sie zärtlich, „Zudem scheinen Sie schlecht zu hören! Ich sagte, ich will ein Geschenk für Dich und keines für mich, also wähle etwas anderes!"
„Ach, Severus, ich will aber nichts anderes, ich will nur Dich!", sie schlang ihre Arme um seinen Nacken und drückte sich fest an ihn heran.
„Nun, wenn das so ist…", welcher Idiot wollte so einem Ansinnen auch widerstehen? Er jedenfalls nicht.
„Ja, ganz genau so ist es!", nickte Hermine heftig und sah aufmerksam zu, wie er nach seiner Taschenuhr angelte.
„Dann Miss Granger", er dachte kurz nach, „erwarte ich Sie in zwei Stunden im siebten Stock und ich dulde keine Unpünktlichkeit!"
„Oh, wirklich!", Hermines Augen begannen vor Aufregung so zu glänzen wie schon lange, lange nicht mehr, „Wundervoll! Ich werde pünktlich sein, ich versprech´s!"
„Mum, Dad?", hörten sie Eileen rufen, „Wo seid ihr hin?"
Severus küsste seine Frau noch mal schnell und schob sie dann wieder zurück auf den Gang.
„Was habt ihr da drinnen gemacht?", wollte Sera wissen und legte den Kopf schief.
„Deine Mutter hatte Angst, dass jemand ihren Geburtstagswunsch mitbekommt!", antwortete Severus wahrheitsgemäß.
„Was hat sie sich denn gewünscht?", fragte Eileen interessiert, denn auch die beiden überlegten bereits seit Tagen, was sie ihrer Mum schenken könnten.
„Es ist ihr zu peinlich, darum durfte es auch keiner hören!", behauptete Severus, „aber wenn ihr ganz nah her kommt, dann verrate ich es Euch vielleicht!"
„Severus!", war da eine Spur Panik in der Stimme seiner Frau?
„Was?", grinste er unschuldig und flüsterte so laut, dass Hermine es ohne Probleme mitbekommen konnte, „Eure Mum würde zu gerne einmal im Leben einen Tag als Slytherin verbringen, denn das ist das Höchste, was ein Zauberer oder eine Hexe werden kann."
„Ha!", Hermine schnaubte auf und rollte mit den Augen, „Ihr solltet Eurem Vater nicht alles glauben, denn vergesst nicht, er ist ein Slytherin!"
Doch zu Severus großer Freude schienen seine Töchter ernsthaft zu überlegen, ob an diesem Geburtstagswunsch trotzdem etwas dran sein könnte und als Slytherin ließ er sie natürlich in diesem Glauben. Sehr zufrieden setzte er seinen Weg in die Kerker fort und winkte den dreien ihm zu folgen, „Kommen Sie schon meine Damen, worauf warten Sie denn noch! Ich muss noch bei einer von Ihnen die Hausaufgaben kontrollieren, außerdem wollten Sie noch baden und dann warten Ihre Betten auch schon auf Sie!"
Ein kurzer Blick zurück zeigte ihm, dass seine beiden Mädchen von der Aussicht ‚Bett' lange nicht so begeistert schienen, wie seine Frau.
„Warum müssen wir denn schon sooo schnell ins Bett, Dad, wir wollten doch ‚Snape explodiert' spielen!", maulte Sera auch sogleich.
„Das machen wir morgen, denn heute Abend muss ich Eurer Mutter noch einige Tipps geben, was einen richtigen Slytherin so ausmacht, so was dauert, darum müsst Ihr leider schlafen gehen!"
„Das ist aber gemein, was ist, wenn wir auch Slytherins werden wollen, dann könnten wir schon was lernen!", gab Eileen zu bedenken.
„Ein sehr guter Einwand, Tochter, aber heute Abend geht es darum, was einen ausgewachsenen Slytherin so ausmacht", redete sich Severus heraus, „allerdings, wenn Ihr wollt, erzähle ich Euch die grundlegenden Dinge gerne am Sonntagnachmittag!"
Damit waren die zwei dann doch zufrieden. Nur Hermine schien über die Aussicht einer Slytherinintensivstunde für ihre Mädchen nicht so glücklich zu sein und kündigte sofort eine entsprechende Einheit über das wahre Gryffindorwesen am Samstagnachmittag an. Zur Strafe durfte sie dann das Baden beaufsichtigen, er musste ja noch einen Babysitter auftreiben.
Exakt um fünf Minuten vor Neun hechtete Hermine die letzten Stufen in den siebten Stock hinauf, wo Severus schon mit gezückter Taschenuhr auf sie wartete.
„Sehr schön!", murmelte er zufrieden, was nicht nur Hermines Pünktlichkeit, sondern vor allem ihrem Äußeren geschuldet war. Sie schien die Zeit im Badezimmer nicht nur zur Beaufsichtigung genutzt zu haben.
„Und jetzt?", fragte sie keuchend, war sie etwas von den Kerkern bis hierher gerannt?
„Ist Minerva schon da?", erkundigte er sich und steckte die Uhr weg.
„Natürlich, sie stand schon um halb Neun vor der Türe und wollte wissen, was wir vorhaben."
„Was hast Du gesagt?"
„Die Wahrheit!", antwortete Hermine wie erwartet, „dass ich es nicht genau weiß, mich aber sehr freue."
Severus grinste sie kurz anzüglich an, bevor er sich konzentrierte und vor der schmucklosen Steinwand dreimal auf und ab marschierte.
Ein kleines Lächeln umspielte seine Lippen, als sich daraufhin, wie erwartet eine Türe zeigte.
„Bitte nach Ihnen Miss Granger", bat er sie mit einer eleganten Verbeugung.
Und mit leuchtenden Augen und einem kleinen Knicks drückte Hermine die Klinke herunter. Er folgte ihr und zog hinter sich die Türe ins Schloss, die sich sogleich wieder in die gleiche unscheinbare Steinmauer verwandelte, die sie noch vor einigen Minuten gewesen war.
„Oh!", seufzte Hermine begeistert, als sie sich umgesehen hatte und auch Severus nickte sehr zufrieden.
Interessante Sache! Er hatte sich einen Ort gewünscht, an dem seine Frau gerne mit ihm zu einem romantischen Abend zusammen sein würde. Nun standen beide nahe ihrem Sommerhaus in Cornwall auf den Klippen über dem rauschenden Meer. Der Seewind spielte mit ihrem Haar und die Möwen kreisten hoch über ihnen. Tief sog er die salzige Meerluft in seine Lungen und Hermine tat es ihm gleich.
„So sieht also Erwachsenenslytherinzeug aus?", spottete sie.
„Aber sicher!", behauptete Severus ungerührt, „Sorge dafür, dass die Frau, die Du verführen willst, Dich für einen Romantiker hält, dann schmilzt sie in deinen Armen nur so dahin!"
„Sehr gute Strategie!", murmelte sie lächelnd, dann ergriff sie seine Hand und rief voller Übermut, „Komm!"
Er hatte schon eine Ahnung, wo sie hin wollte und folgte ihr schnell. Tatsächlich führte sie ihn zu seinem Lieblingsplatz und als sie dort angekommen waren, ließ Hermine erst einmal ihren Blick ausgiebig übers weite Meer gleiten, bevor sie sich ohne ein weiteres Wort zu ihm umdrehte, ihre Hände an seine Wangen legte und ihn zu sich herunterzog um ihn leidenschaftlich zu küssen.
Großer Merlin, Hermines Küsse hatten immer schon eine besondere Qualität gehabt, und diese Sorte hier hatte eine Direktverbindung zu seinem Geschlecht. Darum gab er ihrem Drängen nur zu gerne nach und schob sie unauffällig an die hinter ihnen befindliche Bank heran.
Der kluge Raum der Wünsche hatte natürlich für eine sehr viel bequemere Variante der relativ harten Holzbank gesorgt, die real in Cornwall stand und so fanden sich beide auf einem mit vielen weichen Kissen ausstaffierten Kanapee wieder.
Mit klopfenden Herzen drehte er sie sanft auf den Rücken und beugte sich über sie, um sich einige Augenblicke an ihrem Anblick zu erfreuen.
Ihr Atem ging schnell und ihre Wangen hatten sich sanft gerötet. Mit zitternden Fingern zeichnete sie zärtlich die Linie seiner Wangenknochen nach, strich dann seinen Hals hinab und nestelte nervös an seinem Binder. Immer wieder huschten ihre glänzenden Augen zu ihm hoch, fragend, bittend, forschend.
Bei Merlin, so aufgeregt war sie lange nicht gewesen. Aber ihm ging es ehrlich gesagt nicht anders, er wollte sie genau so sehr, wie sie ihn. Seine Augen brannten sich mit funkelndem Glanz in ihre, hielten sie gefangen, fesselten sie und ließen sie nicht los. Nie wieder!
„Hermine", murmelte er an ihrem Ohr, denn bevor er sie Stück für Stück genüsslich entkleiden würde, galt es noch etwas klar zu stellen.
„Was?", sie hielt erschrocken inne, „Hast Du es Dir anders überlegt?", fragte sie bang.
„Nein!", auf was für Ideen diese Frau kam, „ich will Dir nur sagen, dass Dich verführen zu dürfen, alles andere als eine Pflicht ist, es ist ein unglaubliches Privileg."
„Warum hast Du es denn dann nicht schon längst getan?", fragte sie und sah ihn zweifelnd an.
„Weil ich Dich nicht überfordern wollte", antwortete er sofort und küsste ihre gerunzelte Stirn, „immerhin gab es vieles, was Du verdauen musstest und ein triebgesteuerter Ehemann ist sicherlich nicht das, was sich eine Frau in Deiner Situation wünscht."
„Nein, wahrscheinlich nicht", gab sie zu und streichelte über seine Wange, „aber ich wünsche mir so sehr Deine Nähe, Severus, ich muss Dich spüren, ich brauche den greifbaren Beweis, dass Du nicht nur Mitleid mit mir hast, sondern mich als Deine Frau siehst, die trotz allem was geschehen ist, für Dich begehrenswert und anziehend ist."
Er starrte sie mit zusammengezogenen Augenbrauen an, dann richtete er sich auf und meinte beschwörend, „Hör gut zu, Hermine Granger! Es gibt seit Deiner Meisterzeit für mich keine begehrenswertere Frau mehr auf dieser Welt, als Dich", er küsste sie sanft, „Und das wird sich nicht ändern! Ich begehre Dich ungefähr sechzehn bis achtzehn Stunden lang am Tag und es ist nicht mehr, weil ich ab und an schlafen muss oder mich mit anderen Dingen beschäftigen sollte."
„Ach, Severus!", schniefte Hermine gerührt, ihre Augen hatten sich schon wieder mit Tränen gefüllt, „Du alter Charmeur, das sagst Du doch nur so."
„Nein, das tue ich nicht und solltest Du mir nicht glauben können, dann werde ich es Dir wohl oder übel zeigen müssen!", grollte er und küsste sie hart, gleichzeitig schob er seine Hand unter ihre Robe.
„Hm, ja, das ist ein sehr guter Vorschlag!", keuchte sie, als er auch ihren Rock überwunden hatte und sich langsam an den Innenseiten ihrer Oberschenkel hoch streichelte.
„Praktische Demonstrationen haben immer eine große Beweiskraft."
„Oh, ja, obwohl ich nicht glaube, dass ich mich von einem Mal überzeugen lasse, egal wie gut es ist!", brachte sie noch hervor, bevor sie ihre Beine etwas auseinandernahm, damit ihrem Mann die Beweisführung erleichtert wurde.
„Wie heißt das Sprichwort, ‚Kleiner Finger – ganze Hand'?", grinste ihr Mann, „Aber Du hast Glück, denn wie Du weißt, braucht man immer viele Kontrollergebnisse, um eine These auch wirklich beweisen zu können."
„Es lebe die Wissenschaft!", jubelte Hermine, als seine Hand am Saum ihres Slips entlangfuhr.
Und dann nahm er doch den Zauberstab zur Hand und entkleidete sie ganz unromantisch, dafür aber ungemein zügig, denn seine Fingerspitzen hatten zarte Spitze ertastet und der konnte er nie widerstehen, solange seine Frau sie trug.
Tatsächlich! Ein Hauch von blütenweißer, anmutiger Seide und Spitze bedeckte ihr dunkles Dreieck und ein passender BH hielt ihre Brüste gefangen.
„Hat mir Ginny vorgestern geschickt, sie meinte es könnte Dir gefallen!", erklärte sie, als sie seine bewundernden Blicke sah.
„Jetzt schickt Dir Misses Potter schon Unterwäsche, die mir gefallen könnte!", rief er erschüttert aus.
Sie zuckte mit den Schultern, „Sie fand, Du bräuchtest vielleicht einen kleinen Anreiz."
„Anreiz? Nur ein Idiot braucht bei einer Frau wie Dir einen Anreiz!", knurrte Severus.
„Gut, ich werde es Ginny ausrichten!", lachte Hermine und zog ihn wieder zu sich heran.
„Allerdings ist eine solch verführerische Verpackung trotzdem hinreißend!", gab er nuschelnd zu, als seine Fingerspitzen das Muster auf ihrem BH nachzeichneten. Bei Merlin, es war wirklich ein Geschenk diese Frau sein Eigen nennen zu dürfen.
Die Sonne schien wärmend auf ihre Körper und das Rollen des Meeres unter ihnen war unglaublich beruhigend. Er ließ seine Hände über ihre Hüften streicheln, bevor sie federleicht über ihre Seiten hinauf zu ihren Schultern strichen. Verspielt neckend, kosend und ihren warmen, weichen Leib schmeichelnd.
„Hatte ich schon gesagt, dass Du immer noch zu dünn bist?", brummte er, als er den Weg zurück nahm und an ihren Beckenknochen hängen blieb.
„Ach, Severus! Poppy ist sehr zuversichtlich, dass sich das in den nächsten Wochen und Monaten ändert und eine drastische Gewichtszunahme nicht zu verhindern ist", murmelte Hermine spöttisch und er musste wirklich lachen, „In der Tat", grinste er und umfasste mit seinen Händen ihre Brüste, „vor allem hier", sein Gesicht wanderte ihren Hals hinab und seine Zungenspitze spielte mit ihren Brustspitzen, bevor er sich hinunter zu ihrem Bauchnabel küsste, „und hier", jetzt musste sie lachen, wie immer, denn sie war ja so kitzlig. Aber sie roch so gut, und die Haut war so weich, daher konnte er leider auf ihre Empfindlichkeiten keine Rücksicht nehmen.
Nach einem letzten neckenden Kuss, setzte er seinen begonnen Weg fort, schob den Bund ihres Höschens beiseite und vergrub sein Gesicht in ihrem Schoß. Hm, sie schmeckte so wundervoll, wie sie roch und ihre Hände in seinen Haaren waren auch gar nicht schlecht.
Schnell begann ihre Bauchdecke zu vibrieren, ihre Brüste hoben und senkten sich in schwindelerregendem Takt. Sie genoss seine gekonnten Zuwendungen mit geschlossenen Lidern und leicht geöffneten Mund.
Und ihm wurde es warm. Sehr warm, darum zog er nebenher seinen Umhang aus und knöpfte auch den Gehrock auf. Nur zu gerne hätte er auch seine pochende Mitte von seinem Stoffgefängnis befreit, aber das würde noch kommen. Er hatte sich vorgenommen ihr einen erfüllten Abend zu bereiten und da gab es noch einiges zu tun.
Zweimal brachte er sie zum Höhepunkt, bevor sie bebend verlangte, „Großer Gott! Komm endlich, Severus!"
„Es war aber sehr schön dort unten!", brummte er und schenkte ihr einen bezeichnenden Blick.
„Ja, aber kein Vergleich hierzu", raunte sie, fasste ihn an seinen Hemdkragen und drehte sich sehr geschickt mit ihm um. Dann verschwendete sie keine Zeit, knöpfte seine Hose auf, zog sich nebenher ihr nasses Höschen aus und befreite sein pochendes Glied, auf dessen roten Kopf sie einen kleinen Kuss hauchte. Alsdann brachte sie sich schnell in Position und versenkte sein Geschlecht in ihrem heißen Schoß.
„Bei Merlin!", presste er undeutlich hervor und sah gebannt dabei zu, wie sie sich stöhnend aufrichtete, nach hinten fasste und ihren BH löste. Er liebte es, wenn ihre festen Brüste im Takt leicht auf und ab hüpften und sie wusste das ganz genau.
Ihr Tempo forderte all seine Selbstbeherrschung, brachte ihr aber einen weiteren Höhepunkt ein, den er geschickt dafür nutzte, sie wiederum auf ihren Rücken zu drehen, um seinerseits das Tempo vorzugeben. Ahhh! Das Rollen des Meeres, das heisere Schreien der Möwen und der Wind der jetzt stärker pfiff vermischten sich auf das Wundervollste mit ihren und seinen erregten Lauten.
Wenn er ehrlich war, hatte ihn in den letzten Tagen schon ein komisches Gefühl beschlichen, wenn er daran dachte, endlich wieder mit ihr zu schlafen. Er hatte befürchtet, dass er die Bilder von ihr und Harry Potter nicht aus seinem Kopf bekommen würde. Aber diese Sorge war völlig unbegründet, denn er dachte keine Sekunde lang an den Held der Zaubererwelt, sondern er konzentrierte sich ganz auf die wundervolle Frau in seinen Armen und genoss die herrlichen Gefühle die sie ihm bereitete.
Und das tat seine Frau ganz offensichtlich auch, ihre Augen waren geschlossen und ihr Körper glänzte im Licht der untergehenden Sonne. Sie war wunderschön und heißer als der Sand der Wüste obendrein. Seine Stöße wurden immer härter und schneller, er umfasste ihre Schultern, um ihnen noch mehr Kraft geben zu können und sie krallte ihre Finger im Gegenzug laut stöhnend in seine Haare. Dann spannte sich ihr Körper bogenförmig an und sie erbebte förmlich, während ihr gurgelndes „Severus", auch ihn alle Beherrschung über Bord werfen ließ.
Großer, wundervoller Merlin!
Laut stöhnend brach er auf ihr zusammen und musste sich wirklich überwinden zur Seite zu rücken, damit er sie nicht erdrückte. Er nahm seine immer noch heftig keuchende Frau in die Arme und tastete gleichzeitig mit seiner Hand neben die Bank und der weise Raum der Wünsche erfüllte ihm auch den Wunsch nach einer warmen Decke, mit der er ihren und seinen schweißnassen Körper bedecken konnte.
Während sich ihre wild klopfenden Herzen wieder einigermaßen beruhigten, lagen sie so schweigend beieinander, er spielte versonnen mit einer Strähne ihres Haares und lauschte den Wellen unterhalb der Klippe.
Er war glücklich, obwohl noch längst nicht alles ausgestanden war, er nicht wusste wie er mit einem fremden Kind zurecht kommen würde und obwohl er auch definitiv wusste, dass er diesen furchtbaren Sommer niemals vergessen könnte, er war trotzdem glücklich, denn er hatte sie. Viel mehr brauchte er nicht im Leben.
Als er sie zärtlich küssen wollte, bemerkte er jedoch stutzend, dass sie weinte.
„Was hast Du?", fragte er besorgt, hatte ihr das gemeinsame Liebesspiel doch nicht gefallen oder tat ihr etwas weh?
„Ach, Severus", schniefte Hermine und drückte sich noch näher an ihn heran, „Es ist dumm und unsinnig, aber…"
„Aber was?", forschte er und hob ihren Kopf an, damit er ihr in die Augen sehen konnte.
„Es war", begann sie und lehnte ihre Stirn an seine an, „so wunderschön und ich hatte mir… Ach, Severus, es ist wirklich dumm und mehr als blödsinnig."
„Hermine", murmelte er bittend und wischte die Tränen von ihren Wangen.
„Es ist nur… bei Eileen und Sera war es so unglaublich und ich hatte mir vorgestellt…" wieder brach sie ab und neue Tränen traten in ihre Augen.
„Hm. Du hattest Dir vorgestellt, dass so in der Art auch unser drittes Kind gezeugt werden würde", vervollständigte er ihren Satz und musste seufzen, ja, diese Variante hätte ihm auch gefallen.
Sie nickte leicht und wisperte, „Ich habe in Afrika dauernd an Dich und die anderen hier in Cornwall denken müssen, an das Meer und die klare Luft, den erfrischenden Wind und an Deinen Lieblingsplatz hier auf den Klippen und dann habe ich immer solche Sehnsucht nach Dir bekommen und mir vorgestellt, wie wir beide hier unbemerkt die lauen Sommernächte verbringen, uns leidenschaftlich lieben und erst im Morgengrauen ganz still und heimlich zurück in unser Schlafzimmer schleichen." Sie vergrub ihr Gesicht wieder an seinem Hals und schluchzte leise, „Und eben ist mir wieder eingefallen, das habe ich mir auch immer vorgestellt, wenn sie Harry gezwungen haben mit mir zu schlafen. Dass Du es bist, hier in Cornwall und wenn ich mich sehr konzentriert habe, dann hörte ich auch das Meer und die Möwen und meinte sogar Deinen Duft zu riechen und dann war es nicht mehr gar so schlimm."
Lange wusste Severus darauf nichts zu sagen, er hielt sie nur, bis ihr Schluchzen aufhörte und sie leise bat, „Entschuldige, ich wollte Dir diesen Abend nicht verderben."
„Du verdirbst nichts und es gibt auch nichts zu entschuldigen, Hermine", brummte er und zog sie zu sich hinauf, um sie fest anzusehen, „Wenn ich für Dich dieser Mann in Afrika war, dann war ich auch dort mit Dir zusammen, definitiv!", als sie ihm ein winzig kleines Lächeln schenkte, setzte er spöttisch hinzu, „selbst wenn dieser Kerl unglaublich phantasielos war und irgendwie nicht ganz bei der Sache zu sein schien."
„Das muss man ihm nachsehen, Severus", seufzte sie und schmiegte ihre Wange an seine, „er stand unter einem Fluch und er wird auch wohl nicht gerne von mehreren Leuten dabei beobachtet, wenn er mit einer Frau intim wird."
„Ja, das ist eine gute Entschuldigung", gab Severus zu und streichelte nachdenklich über ihren Oberarm. Vielleicht könnten sie beide und die Mädchen nächstes oder übernächstes Wochenende am Meer verbringen und das hier auch in der realen Umgebung wiederholen. Das Wetter war ja gerade durchaus annehmbar.
Diese Überlegung ließ ihn lächelte und er küsste sie sanft, „Solle ich Dir übrigens sagen, meine Liebe, dass Deine ansprechenden Phantasien in diesem Sommer garantiert mit einer Lungenentzündung geendet hätten?"
Sie lachte kurz auf, dann wischte sie sich über die nassen Augen und meinte, „Ach Severus, ich bin eine Hexe, zur Not hätte ich mit einem breitflächigen Wetterzauber dafür gesorgt, dass sich mein zimperlicher Mann nicht den Hintern abfriert."
„Wie bitte? Wer ist hier zimperlich?", entrüstete sich Severus und rollte sich drohend über sie.
„Na Du!", grinste sie frech, was ihm ein Grollen der finsteren Art entlockte.
„Gar nicht!", und das bewies er ihr auch gleich, denn von dieser Hexe konnte er eben nie genug bekommen. Verflixt.
Erst im Morgengrauen hüllten sie sich in ihre Umhänge und verließen den wunderbaren Raum der Wünsche. Als sich die kleine Türe wieder in die steinerne Mauer verwandelte, umspielte Hermines Lippen ein kleines Grinsen.
„Was ist?", flüsterte er und griff nach ihrer Hand.
„Nichts weiter", lachte sie leise, „Ich musste nur gerade daran denken, dass wir jetzt doch ‚Snape explodiert' gespielt haben", sie funkelte ihn spitzbübisch von unten an.
„Ja, in der Tat, ein sehr befriedigendes Spiel", bestätigte ihr Mann, ohne mit der Wimper zu zucken, „Allerdings fand ich persönlich ‚Granger explodiert' noch viel anregender."
„Mit Dir immer wieder gerne!", schnurrte sie glücklich und sie schlichen leise und unbemerkt zurück in ihr Schlafzimmer.
