Obwohl diese Herumschnüffellei von Umbridge unglaublich lästig war, ließen sich Richard und Minerva nicht ihr Privatleben ruinieren und da Richard momentan viel zu tun hatte besuchte Minerva ihn jedes zweite Wochenende in ihrer gemeinsamen Wohnung in London.
Ihr ursprünglicher Plan, dass Richard einen ruhigen Job im Ministerium übernehmen würde und bei Minerva leben würde, hatte leider nicht funktioniert. Man hatte beide seiner Versetzungsgesuche abgelehnt und ihn stattdessen zum Chef des Autorenbüros für Außenangelegenheiten gemacht. Das war immer noch besser als vorher, da er nur noch sehr wenige Auslandseinsätze hatte und sie sich nun beinahe jedes Wochenende sehen konnten. So auch dieses.
"Richard kannst du nicht irgendetwas gegen diese Kreatur machen? Diese Frau treibt mich in den Wahnsinn."
"Ich befürchte soweit reichen meine Befugnisse nicht, Liebes."
"Sie schnüffelt die ganze Zeit überall herum, ihre Lehrmethoden sind mittelalterlich und wenn ich an die Gestaltung ihres Büros denke, muss ich würgen."
"Ich kenne das Gefühl ich musste im Ministerium einmal in ihr Büro. Von da an habe ich alle Treffen in meinem Büro stattfinden lassen." Bei dem Gedanken daran lief Richard ein Schauer über den Rücken. "Dies Katzen auf den Wandtellern...Ich empfand es als eine Beleidigung meines Katzen-patronus gegenüber." fügte er hinzu.
"Ja denk mal wie das ist wenn du ein Animagus in Katzenform bist." grummelte Minerva."Aber zum Glück ist sie so schlecht im herumschnüffeln. Wenn sie einen einfachen Backroundcheck gemacht hätte, wüsste sie, dass ich mit dir verheiratet bin, was schlecht für deine Karriere wär. Ich kann immer noch nicht glauben, dass Fuge nichts davon weiß." sagte Minerva.
"Naja du kennst ja den Trottel. Was das angeht... Ich glaube das könnte sich bald ändern."
"Wieso? was meinst du?"
"Kingsley kam gestern zu mir. Er ist ja einer der einzigen im Büro die von uns wissen. Er und Dawlish haben von Fuge die Anweisung bekommen dich zu verfolgen und zu gucken wo du an den Wochenenden hingehst."
"Hm. Naja. Ich wusste, dass ich verfolgt werde. Seit Umbridge mir eröffnet hat, dass man uns zusammen in London gesehen hat. Aber keine Sorge. Wer auch immer es war; ich habe ihn in Hogsmeade bereits abgeschüttelt." sagte Minerva grinsend und gab ihrem Mann einen Kuss.
"Wie auch immer lass uns nicht über diese Frau reden, sondern unsere gemeinsame Zeit genießen." sagt Richard. Er stand auf zog seine Frau an sich küsste sie leidenschaftlich und ging mit ihr ins Schlafzimmer.
Als Minerva am Sonntag wach wurde war sie zu tiefst entspannt und ihr Mann hatte bereits Frühstück gemacht.
"Guten Morgen Schatz. Danke für das Frühstück."sagte Minerva und küsste ihren Mann.
Sie war gerade dabei ihren Tee zu trinken, als sie den Tagespropheten aufrollte. Als sie sah, was auf der Titelseite war spuckte sie beinahe ihren Tee aus.
Da stand:
Schulverordnung Nr. 72
Den Lehrkräften ist es außerhalb der Schulferien nicht gestattet das Schulgelände zu verlassen, sofern sie keinen Schulausflug begleiten. Das gilt auch für das Wochenende.
Die neue Verordnung sei nötig, da einige Lehrkräfte die Schule über das Wochenende verließen, ohne dass die Großinquisitoren darüber informiert wurde. Es sei auch nicht bekannt, wo sich dies Lehrkräfte befänden und die Schüler seien in dieser Zeit nahezu unbeaufsichtigt.
"Ich kann es nicht glauben! Diese Frau! Ich bringe sie um!"
"Na na Minerva. Zeig mal her."
Auch Richard blieb die Spucke weg. Minerva hingegen tobte.
"Nur weil diese Frau nicht ihren Job machen kann, soll ich jetzt meinen Mann nicht mehr sehen?! Das lass ich nicht mit mir machen. Nur weil sich kein Mann an sie heranwagt, heißt das noch lange nicht, dass der Rest der Lehrerschaft im Zölibat leben muss!" Sie lief im Wohnzimmer auf und ab, während ihr Mann schmunzelte. Er fand es immer wieder lustig, wenn seine Frau aufgrund ihres schottischen Temperaments die Nerven verlor. Auch wenn das nur selten vor kam und er fand es natürlich nur dann amüsant, wenn es nicht gegen ihn gerichtet ist.
"Minnie, beruhige dich. Wir werden eine Lösung finden."
"Ach ja und welche?" fragte Minerva plötzlich mit tränen in den Augen.
"Komm her." Richard zog sie auf seinen Schoß und in seine Arme. "Ich werde einfach an den Wochenenden zu dir kommen."
"Aber dann wird das Ministerium herausfinden, dass du mit mir verheiratet bist."
"Das war doch ohnehin nur eine Frage der Zeit. Und weißt du was? Ich nehme mir die kommende Woche frei und verbringe die ganze Woche mit dir in Hogwarts."
-TBC-
