Kapitel 7 – Stupid (Sarah McLachlan)
Mehdi hatte beim allmorgendlichen Frühstück noch immer sehr schlechte Laune. Dies rührte nicht nur daher, dass Anna ihn auf die Couch verbannt hatte, sondern vielmehr daher, dass er seiner Tochter vor der Schule keine Standpauke halten konnte. Deshalb war alles sehr monoton beim sonst so friedlichen Beisammensein am Morgen.
Er drückte Lilly nur einen halbherzigen Kuss auf den Schopf und stand dann etwas unschlüssig vor Anna. Er konnte sie nicht küssen, wie er es sonst immer getan hatte, weshalb er nur knapp nickte und bevor er ging, noch einmal tief in die Süßigkeitenschale im Wohnzimmer griff, sich diese dann ungeachtet als Proviant für unterwegs in seine Hosentasche stopfte und um kurz nach halb sieben die Wohnung gänzlich verließ.
Lilly hatte erst zur dritten Stunde Unterricht, und auch dies hat sich eingebürgert, dass Anna die Kleine dann zur Schule fuhr, da die Anschlüsse zu dieser Zeit mit dem Bus nicht die besten waren und sie einmal hätte umsteigen müssen.
„Du, Mama... können wir heute früher losfahren?", fragte die Kleine und stopfte sich noch immer kauend einen neuen Bissen ihres Nutella-Brötchens in den Mund.
„Sicher, aber wa..."
„Gut", schmatzte Lily schlicht, strahlte ihre Mutter dankend an und schluckte dann die klebrige Masse aus Brötchen, Spucke und Nussnugat hinunter.
Danach stand sie geschwind auf, und kramte aus dem Kühlschrank alle Utensilien für ein deftiges Frühstück. Keiner bei Familie Kaan aß am Morgen Käse oder Wurst, sie alle benötigten einfach nach der nicht gerade schmeckenden Zahnpasta etwas Süßes.
„Was machst du denn da, Lily-Maus?", fragte Anna verwirrt, nachdem sie Gwendolyn den letzten Happen ihres Brötchen-Breis in den Mund gestopft hatte.
„Ich mache Frühstück, Mama, das siehst du doch!"
„S-schon, aber für wen?"
Anna schloss für einen kurzen Moment die Augen, befürchtete, dass gleich so etwas wie für „Daphne*, meine imaginäre Freundin" herauskommen würde. Sie konnte mit vielem umgehen, wirklich, aber dass es ihrer Tochter so schlecht ging, dass sie sich Freunde einbildete, beängstigte sie.
„Für wen wohl? Marc – natürlich."
Anna glaubte ihren Ohren nicht zu trauen. „B-bitte?"
„Das heißt „wie bitte", Mama", berichtigte Lily sie und stöhnte: Eltern!
„Und warum? Weshalb machst du ihm Frühstück?"
„Weil du doch gesagt hast, dass wir ruhig früher losfahren können", wich die fast Zehnjährige ihrer Mutter geschickt aus.
„Nein, nein, ich meinte, warum du Marc Frühstück machst?"
„Na weil doch das Gretchen weg ist, und er jetzt niemanden mehr hat, der ihm Kaffee und Brötchen macht. Hast du ihn dir mal angesehen?", fragte Lily richtig empört, dass ihrer Mutter dieser drastische Unterschied zu fast eineinhalb Wochen zuvor nicht aufgefallen war. Aber auch das waren typisch Eltern, machten ein Riesentheater wegen ihres kaputten Knies, konzentrierten sich aber nicht auf das Wesentliche: Marc sah grau aus und abgekämpft. Was also half besser, als ein gut zubereitetes, nährreiches Frühstück?
Es dauerte eine Weile, bis Anna alle Informationen sortiert hatte. Natürlich sah Marc scheiße aus, schließlich war die Frau, mit der er seit einem Jahr eine wirkliche Beziehung führte, im Gefängnis, doch dass es Lily Sorgen machte, ihn gestern gesehen zu haben, so schlimm hatte sie seine Situation wirklich nicht eingestuft.
Nach mehreren Versuchen Lily zu erklären, dass Marc schon groß war und sich selbst auch Frühstück machen konnte, und sie sich nicht so viele Gedanken um ihn machen müsste, konnte sie ihre Tochter dennoch nicht davon abbringen. Anna seufzte: So verdammt stur wie ihr Vater.
Abgesehen, dass sie nicht nur ein bisschen, sondern gleich dreißig Minuten früher losfuhren und Anna wie jeden Morgen Mühe hatte, Gwendolyns Sitz auf der Rückbank richtig zu befestigen, verlief der Morgen wie immer.
Vor Marcs Apartment jedoch beschlich Anna ein ungutes Gefühl. Wie sie ihn kannte würde er, gerade weil es ihm so beschissen ging, mit irgendeiner wildfremden Frau in seinem Bett liegen. Was zwar nachvollziehbar war, aber dadurch nicht entschuldbarer oder moralisch richtiger. Noch dazu würde Lily, wenn Gretchen wieder unter Freiheit weilte, von diesem bevorstehenden Intermezzo erzählen, was wiederum zu mehr Streit und Tränen und Chaos führen würde. Von daher betete sie, dass Marc nur einmal das Richtige tun würde und die Tür geschlossen ließ.
Nachdem Anna den Wagen in die nächstbeste Parklücke manövriert hatte und Lily schon aus dem Wagen gesprungen war, stieg diese ebenfalls hinaus, huckte Gwendolyn auf ihre Schulter und marschierte dann ihrer Tochter hinterher.
Diese hatte schon mehrfach hintereinander geklingelt und niemand machte auf. Gut, dachte Anna. Umso besser. Stellte man das in Zellophan und Tupperware eingepackte Frühstück einfach vor seine Apartmenttür. Doch so leicht gab Lilly nicht auf. Sie wartete und wartete, drückte immer mal wieder auf die Klingel und seufzte, nach geschlagenen fünfzehn Minuten, tief: „Vielleicht ist er im Krankenhaus?" Anna brachte es nicht übers Herz Lilly zu sagen, dass er vermutlich einfach nicht aufmachen wollte, egal wie oft sie gerufen hatte: „Hier ist Lilly – wir bringen dir Frühstück."
Die Zeit wurde immer knapper und Anna drängelte gehörig, dass Lily wegen Marc auf keinen Fall zu spät zum Sachkunde-Unterricht kommen würde. Egal wie viel sie quengelte.
„Komm jetzt, Marc ist vielleicht einkaufen!"
„Ja, aber er braucht sein Frühstück, duh!"
Anna musste sich zusammenreißen. Sie mochte die Gitarrenlehrerin ihrer Tochter wirklich, aber sie brachte ihr die englische Sprache mit völlig abwegigen kanadischen Slangs bei.
„Dann stellen wir die Box eben vor seine Tür, wenn er dann wiederkommt, wird er sich darüber freuen und... schau, ich hab hier Papier und Stift...", lenkte Anna ein. Doch Lily beharrte darauf, da das hier nicht wie bei ihnen im Wohnhaus war, mit Summer, sondern jeder x-beliebige Mensch das Treppenhaus von außen betreten konnte, man das Essen hier nicht einfach rumstehen lassen könnte. Anna hatte einfach keine wirkliche Lust Lilly zu erklären, dass Marc in einer der schicksten Gegenden Berlins lebte, und nicht einfach so jemand das Haus betreten konnte, da der Eingang für alle Fälle videoüberwacht war. Deshalb ließ sie sich dazu breitschlagen Lily hoch und heilig zu versprechen, nachdem sie diese vor der Schule abgesetzt hatte, nochmals hier her zu kommen und Marc persönlich sein von Lily selbstgemachtes Frühstück zu überreichen.
Vielleicht wäre es auch ganz gut, dann konnte sie Marc wenigstens noch einmal versuchen davon zu überzeugen, Mehdi diesen Quatsch mit dem geklauten Buch wieder auszureden.
Eine dreiviertel Stunde später stand Anna also wieder am selben Platz und Marc machte abermals nicht auf. Doch während sie vorhin noch das gute Beispiel für Lilly mimen musste, konnte sie sich jetzt vollster Kreativität darauf konzentrieren, in Marcs Wohnung zu kommen, mit oder ohne seiner Hilfe. Deshalb entfernte sie sich eine der Klemmen aus ihren hochgesteckten Haaren und bat die kleine Gwenny solange die Augen zu schließen, bis Mami die Tür durch Zauberei öffnete. Das Kind war zwar gerade erst ein Jahr alt, wusste aber genau was das Wort Zauber bedeutete. Und Augen schließen um etwas erscheinen zu lassen war bei Familie Kaan ein nahezu unendlicher Sport geworden.
Ein bisschen nach rechts gedreht, ein bisschen nach links, es machte Knack und die schwere Holztür öffnete sich. Gwendolyn öffnete die Augen bei dem leichten Quietschen, das die Scharniere von sich gegeben hatten und bemühte sich wild mit ihren kleinen Händen zu klatschen. Ebenso versuchte sie etwas wacklig auf den Beinen allein aufzustehen und zu laufen. Bisher war es ihr noch nicht oft gelungen, aber Anna nahm sich einfach die Zeit, ihr fasziniert zuzusehen, wie sie sich bemühte und nach anfänglichen Schwierigkeiten es sogar in die Senkrechte schaffte. Bevor sie aber gehen konnte, wollte sie vorn über fallen, was Anna durch gute Reflexe einer jeden Mutter zu verhindern wusste. Sie nahm sie also wieder auf den Arm, schloss die eben geöffnete Tür von innen und rief nach Marc, den sie sich vor Schmerzen krümmend auf dem Teppichboden des Wohnzimmers fand.
„Marc", rief sie hilflos, setze Gwenny auf dem Boden ab, die augenblicklich bemerkt hatte, dass etwas absolut Furchtbares passiert sein musste und begann loszuschreien. Sich daran aber nicht weiter störend stürzte Anna zu dem Mann und erblickte in Windeseile nicht nur den Absinth sondern auch eine Jägermeister- und JD-Flasche, beide etwa zu gleichen Teilen halbgelehrt.
„Bist du wahnsinnig?", keifte sie, den Tränen nahe. Sein ganzer Körper war eine einzige Muskelkontraktion und erinnerte an schlechte Science-Fiction Filme, in denen aus irgendeinem jungfräulichen Körper Larven von intergalaktischem Ungeziefer schlüpften.
Um ihn herum hatte er schon drei winzige Häufchen Erbrochenes hochgewürgt, doch so wie er sich quälte, glaubte Anna zu wissen, dass ein Großteil von dem, was dringend rausmusste, noch in seinem Magen verweilte. Panisch suchte sie in ihren Hosentaschen nach ihrem Handy, fand es jedoch nicht. Auf dem Wohnzimmertisch, also in greifbarer Nähe, lag allerdings das Haustelefon, nach dem sie unverwandt ihre Finger ausstreckte und im Begriff war die 112 anzurufen, aber von einer starken Hand, die sich fest, zu fest, um ihr Handgelenk drückte, abgehalten wurde:
„Wehe du rufst 'nen RTW", brummte er matt, und sackte gleich wieder in sich zusammen, das Gesicht zwischen dem Boden und seinen angewinkelten Knien versteckend.
„Ich rufe einen, Marc. Egal, was...", seine Finger bohrten sich weiter durch ihre Haut und obwohl er so weit weg zu sein schien, musste Anna gestehen, dass Marc von ihr noch nie etwas gebeten hatte, und sie für eine ganze Litanei an Dingen in seiner Schuld stand. Es fühlte sich nicht richtig an, das Telefon aus der Hand fallen zu lassen, doch es blieb ihr nicht wirklich viel übrig.
Und länger mitansehen konnte sie sich dieses abartige Spektakel auch nicht, weshalb sie den schnellen, vielleicht ebenso wenig richtigen, Entschluss fasste, ins Bad zu rennen und auf der Ablage vorm Spiegel nach seiner, einer, Zahnbürste zu suchen. Geschwind nahm sie einfach die blaue und eilte zurück zu Marc, der den Kampf, den Alkohol drin behalten zu wollen, scheinbar auch zu gewinnen drohte. Anna schloss für einen winzigen Moment die Augen, musste sich sammeln. Später konnte sie darüber nachdenken, warum Männer, wenn sie sich schon nahezu ins Koma saufen mussten, auch noch so verdammt idiotisch waren, und sich nicht dem erlösenden Erbrechen hingaben. In langsamen Bewegungen näherte sie das hintere Ende der Zahnbürste Marcs Mund, der sein Gesicht immer wieder wegdrehte, bis es Anna zu bunt wurde und ganz die Mutter, Marc nicht gerade zärtlich an den Haaren am Hinterkopf packte, ihm mit Schmackes den Stab der Zahnbürste in die Mundhöhle bis hinunter in seinen Rachen schob. Er konnte sich nicht mehr erwehren und in einem großen Schwall unverdauter Pizza des gestrigen Abends, einem Gebräu aus verschiedensten Alkoholsorten und Galle erbrach er sich nicht nur über Annas Hand, sondern über den dicken in hellen Sandtönen gehaltenen Berberteppich gleich mit.
Sie schaffte es nur mit größter Kraftanstrengung Marc bis ins Bad zu schleppen und ihm sogar noch den Toilettendeckel zu öffnen, ehe er sich davor freiwillig niederließ und abermals einen großen Schwung an Undefinierbarem aus seinem Mund spuckte. Anna schaute angewidert weg.
Sie wusch sich die Hände, kramte Marc aus den Badezimmerschränken Duschgel und ein Frotteehandtuch heraus, stellte ihm dies direkt neben die Toilettenschüssel: „Während du dich fertig machst, sehe ich mal, ob man deinen Teppich noch retten kann", bestimmte sie.
Gesagt getan, so die Redewendung, doch bevor Anna sich um den Teppich kümmern konnte, musste sie Gwenny beruhigen, die die Welt nicht mehr verstand, und dann nach Putzutensilien im Hause Meier suchen. Gwendolyn setzte sie auf die Couch neben dem Malheur. Nicht dass sie noch auf die glorreiche Idee kam durch diese Pampe zu krabbeln. Die ehemalige Prostituierte schüttelte es bei der Vorstellung. Und auch dieser furchtbare Gestank, der ihr, als sie sich auf die Knie niederließ, in die Nase stieg war bestialisch. Was war es gut gewesen, dass sie bei Lily niemals Morgenübelkeit verspürt hatte und Mehdi, Gott sei Dank, zumeist Lilys Kotze weggemacht hatte. Und auch den Durchfall. Sie hätte danebengelegen und sich übergeben, womit niemandem geholfen gewesen wäre. Aber vermutlich rächte sich alles im Leben, denn nun durfte sie, ob sie wollte oder nicht, dieses... Zeug wegmachen. Noch dazu ohne diese praktischen gelben Gummihandschuhe.
Warum auch – Gretchen und Marc waren Ärzte und damit mit einer viel höheren Ekelschwelle gesegnet. Nicht so aber Anna, die sich immer wieder angewidert wegdrehte, wenn ein neuer intensiver Duft in ihrer Nase kribbelte.
Das hier war so viel ekliger als sich bei Google „dreckige Toiletten" anzusehen!
Geraume Zeit später hörte sie die Dusche im Bad angehen und freute sich, dass Marc wirklich auf sie hörte. Davon sogar ein bisschen angetrieben bemühte sie sich um größte Sorgfalt, die Flecken, die nachdem das Gröbste in einen Eimer gewandert war, ebenfalls aus der Wolle hinaus zu bekommen.
Kurz nachdem sie den Eimer, diesen sogar gleich mit, in der Mülltonne draußen entsorgt hatte, eine von Gretchens überall herumstehenden Rauch-Stopp-Vanille-Kerzen, die sie von einem schwulen Freund bekommen hatte, angezündet hatte, versuchte sie das eben Geschehene noch mal genauestens zu verarbeiten. Marc hatte sich beinahe tot gesoffen. So viel also zu ihrer Theorie, dass ihn die Abstinenz von seiner Freundin nicht sonderlich traf. Lilly hatte recht behalten. Anna wollte sich nicht ausmalen, was wohl geschehen wäre, wenn sie nicht wiedergekommen wäre. Ein strenger Blick traf die immer noch auf dem Wohnzimmertisch stehenden Alkoholflaschen und Gläser, die sie alle, weil sie klebten, einmal unter dem Wasserhahn abwusch, und neben Marcs Mikrowelle auf der Arbeitsplatte an der Wand stellte.
Dabei suchte sie in allen Küchenschränken vergebens nach irgendwelchen Kopfschmerztabletten, fand aber keine. Ärzte hatten den Giftschrank im Krankenhaus ja nahezu vor der Nase, warum sollte man dann auch zu Hause Medikamente haben. Denn Gretchen und Marc waren nicht halb so paranoid, wie ihr Mann, der von Hustensäften über leichte Schmerzmittel bis hin zu Krücken – man könnte diese ja vielleicht wirklich mal dringend brauchen – für alle Eventualitäten eingedeckt war. Marc kam darauf frisch geduscht, rasiert, Zähne geputzt und angezogen in die Küche zurück.
In seiner Hand spielten zwei weiße Tabletten, die darauf warteten ihn mit getrunkenem Wasser von seinen unerträglichen Kopfschmerzen zu befreien.
„Wasser", knurrte er, was ihm Anna wortlos anreichte. Sie sah ihn abschätzig an, als er zittrig die eineinhalb Literflasche an seinen Mund drückte, um dann in schnellen Schlucken mehr als die Hälfte auszutrinken und die Schmerztabletten runter zu schlucken. Danach ließ er sich auf einen seiner Hocker, die um die Kücheninsel standen, kraftlos nieder.
„Ich hab schon überall nach Aspirin gesucht, aber ich hab hier", sie gestikulierte einmal um sich, die Küche andeutend „keine gefunden."
Marc entwich ein zynisches Lächeln: „Hasenzahn hat meine ganze Ordnung durcheinander gebracht. Jetzt sind jegliche medizinischen Utensilien im Bad. Ebenso wie die Handtücher, die vorher im Schlaf..." er brach unwirsch ab.
„... Assistenzärzte können nun mal einen ganzen Plan mit nur einer Unkonzentriertheit zu Nichte machen."
Anna schluckte schwer.
Sie hatte, sie konnte es kaum glauben, erstmalig seit sie Marc kannte, Mitleid mit ihm.
„L-lily hat dir Frühstück gemacht, deshalb bin ich zurückgekommen, ich..."
„Verfallen wir wieder in alte Verhaltensmuster, Anna? In fremde Wohnungen einbrechen?", seine sonst so grünen** Augen waren zu engen Schlitzen geformt und wirkten wie schwarze Löcher. Das noch immer widerliche Lächeln in seinem Gesicht, hatte noch an Zynismus gewonnen.
„Obwohl, als Putze machst du dir auch alle Ehre! Hast du es deinen Freiern eigentlich mal in einem schwarz-weißen Hausmädchen-Outfit machen müssen? Hätten sie von deinen hausfraulichen Qualifikationen gewusst, wer weiß, vielleicht hätte man ja auch dort unter kommen können, und nicht gleich den nächstgelegenen Baum ansteuern müssen", er lachte gehässig.
Über Annas Nasenflügel hatte sich ein feiner Rotschimmer gebildet, der gewiss nicht aus Scham aufgetreten war.
„Obwohl", er erhob sich und kam ganz dicht auf sein Gegenüber zu, war ihr so nah, dass sie seinen, trotzdem er seine Zähne geputzt hatte, immer noch nach Alkohol riechenden Atem auf ihrer Wange spüren konnte: „Du magst doch die Abwechslung, nicht? Wie viele verschiedene waren's denn über die Jahre? Und noch viel wichtiger, Mehdi allein kann's dir doch gar nicht oft und gut genug besorgen, oder?"
Ein hallendes Klatschen erfüllte Küche und angrenzendes Wohnzimmer.
Anna gab ihm eine saftige Ohrfeige, wusste, egal was sie sagte, er würde es eh nicht verstehen, sammelte Gwendolyn vom Sofa auf und verschwand zur Tür heraus.
Marc hatte noch Minuten danach ein seliges Lächeln auf den Lippen, was vor zynischer Selbstzerstörung nur so strotzte.
*LWD – Marti for President
** ja man hat mich überzeugt, Florian David Fitz hat grüne Augen, keine braunen...
a/n:
so, dies wird leider vorerst das letzte Kapitel sein, da meine Beta-Leserin gerade keine Zeit hat, sorry Mädels.
Und nach einer anderen mag ich mich unter gar keinen Umständen umschauen, denn sie ist nun mal die Beste und Zuverlässigste... und Begnadetste, meine Amira-sama!
Original Writing: 11. August 2011
Original Air-Date: 25. November 2011
lg
manney
