Kapitel 21 – Proud Mary (Tina & Ike Turner)

Auf den Tag, an dem Tina ihren Ehemann verließ, kann man stolz sein!

Marc hatte am nächsten Morgen alle Mühe gehabt, Steffi davon abzuhalten an diesem Freitagnachmittag nochmals Gretchen zu besuchen.

„Aber ich hab mich mit ihr verabredet", log sie ungeniert. Denn Steffi wollte Gretchen als einzige, die eben nicht bekannt war, so gut es ging unterstützen, und es hatte den Tag zuvor ja auch wunderbar geklappt.

Marc verdrehte ungehalten die Augen.

Er suchte schon seit geraumer Zeit nach seinem alten Studententelefon, so ein altes, analoges Teil, was ohne Strom funktionierte, der Hörer noch mit geringeltem Kabel befestigt war und nur in die TAE-Dose gesteckt werden musste. Gretchen hatte ihn mehrfach gefragt, warum er solche Museumsstücke nicht auf den Speicher verbannte, sondern viele alte Errungenschaften des letzten Jahrhunderts in einer Schublade des Wohnzimmerschranks Platz versperrten.

Und irgendwann, wenn er sie wiedersehen würde, konnte er ihr sagen, dass genau für diesen Fall das alte Telefonzellchen bei ihm griffbereit herum gammelte.

„Hörst du mir überhaupt zu, Marc! Ich habe gesagt, dass ich zu Gretchen fahren werde, egal was der gnädige Herr darüber denkt!"

„Gut, dann wundere dich aber bitte nicht, wenn die dich auf einmal auch einbuchten, weil sie mitbekommen, dass du kein Anwalt bist."
„Wieso sollten sie das herausfinden?", fragte Steffi empört, fand sie ihre schauspielerische Leistung des gestrigen Tages überaus gelungen, wenn nicht sogar Oscar-Verdächtig.

„Weil dann vielleicht gleich zwei Anwälte auftauchen könnten", er hatte endlich herausgefunden, wie der Telekom-Arbeiter seine Leitung mit dem Router über den ISDN-Anschluss verknüpft hatte, weshalb er mit eifrigen Fingern das alte Kabel abzog und das neue des alten Telefons in die Buchse hineinsteckte.

„Soll heißen? Du, die kennen dein Gesicht, wenn du da aufkreuzt, egal in welche blaue Suppe du deine Haare tauchst, werden die dich erkennen! Nicht dass ich es Gretchen nicht gönnen würde, aber du kannst doch nicht..."
Marc stöhnte frustriert: „Und du glaubst wirklich, was du da sagst?"

Fragende Züge legten sich auf Steffis Gesicht.
Ein Grollen und Marc lenkte ein: „Ich denke, ich werde einen Anwalt haben!"

Ein lautes, erfreutes Quieken ertönte irgendwo zwischen Steffis Lungen und Stimmbändern, das im Ernstfall sicher auch Glas zum Springen bringen könnte. Doch auf die dicke Umarmung, in die der schwule Mann Marc zog, darauf war er noch sehr viel weniger vorbereitet.

„J-ja... ist ja gut jetzt", unbeholfen drückte er den Mann auf Armlänge von sich weg.

„Gott das muss gefeiert werden: Ich geh einkaufen, wir werden so richtig ausgiebig frühstücken. Wo hast du denn so schnell einen guten Anwalt aufgetrieben und noch viel wichtiger: Der kein Geld nimmt?"
Marc räusperte sich umständlich: „Nun... sagen wir mal so: Geld dürfte glücklicherweise nicht mehr die größte Rolle spielen. Aber diesen Anwalt habe ich von... einer guten Freundin von Jochen bekommen", das aufregende Nicken von Steffi, ließ Marc ruhig durchatmen. Und er hatte schon gedacht, er müsste diese „Freundin" näher erläutern.

„So, und wann gehst du zu ihm?"

„Von „gehen", lieber Mitbewohner, wird wohl keine Rede sein. Du wirst mich fahren – und ich habe noch keinen Termin. Doch wenn er gut ist, wird er wohl vor nächster Woche nichts frei haben. Geht mir ja nicht anders", fügte er brüstend hinzu.

Steffi schnaufte: „Und warum darf ich Gretchen dann heute nicht direkt besuchen?"
„Weil wir das Schicksal nicht heraufbeschwören wollen. Die Leute dort könnten schon misstrauisch werden, weil du zwei mal aufeinander folgenden Tagen dort auftauchst – dies dann auch über mehrere Stunden, sich bei Gericht aber nichts tut. Ich weiß wohl, dass das für Gretchen noch ein paar harte Wochen werden, aber es hilft ihr auch nichts, wenn man dich auch noch wegsperrt."
„Nana... bei der Salesch würde man so ein unbescholtenes, liebevolles Blatt, wie ich es eines bin, aber noch auf Bewährung freilassen. Von „wegsperren" kann da echt keine Rede sein – aber: ich verstehe deinen Einwand", seufzte er ergeben.

Marc nickte darauf wohlwollend: „Gut, dann gehst du uns jetzt Brötchen holen, und ich bemühe mich den Advokaten an die Strippe zu bekommen."


Das gleichmäßige Freizeichen der Telefonleitung erhöhten seine Spannung nur noch zusätzlich. Denn, obwohl er jetzt zwar nicht mehr ganz so auf den Cent achten musste, durch die Ausschüttung seiner Mutter, konnte er sich nicht helfen und wollte diese einzige Hilfe, die er Gretchen momentan sein konnte, alleine bewerkstelligen.

„Rother!", ein herber Bariton schallte Marc durch den Hörer mit dem er nicht gerechnet hatte. Bisher waren es zumeist immer Frauen gewesen, oder näselnde junge Männer, die die Antwort auf Vorzimmerdamen waren.

„M-Meier, guten Tag – bin ich verbunden mit der Kanzlei Rother?", es konnte doch unmöglich sein, dass der Anwalt selbst den Hörer abnahm, oder?

„Jawohl, Rother, auch am Apparat, was kann ich für Sie tun, Herr Meier!"

„Nun", Marcs linke Hand schob sich seinen Oberkörper bis zum Hals hinauf „Sie wurden mir empfohlen, und ich benötige schnellstmöglich einen Termin!", Gott er fühlte sich nicht wohl dabei.

„Gut, dass ich empfohlen wurde", lachte der Mann offen am anderen Ende „doch sollte ich vielleicht vorab wissen, worum es geht, damit Sie sich den Weg, sollte ich Ihnen nicht weiterhelfen können, notfalls auch ersparen können."

Marc schluckte schwer: „Nun in knappen Sätzen ist die Situation ehrlich gesagt weniger allumfassend zu beschreiben. Es geht um meine... Lebenspartnerin, die momentan in U-Haft sitz, wegen Mordes an ihrem Ex-Ehemann, der ein Millionär war und ihr unterstellt wird, dass sie diesen Mann aus lauter Habgier umgebracht und eingemauert hätte. Hinzu kommt, dass ich als Mitwisser ebenfalls unter Verdacht stehe, sie absoluten Kontaktverbot hat, und ihre Mutter von der Nachricht so geschockt war, dass diese direkt einen Herzinfarkt be..."
„In Ordnung, Sie haben mich schon bei „Mordes" gehabt. Es hört sich dringend an – wie lange ist sie schon in U-Haft? Wann haben Sie Zeit mir die Unterlagen vorbeizubringen?"
„Unterlagen? Ich habe keine Unterlagen, nur eine Kopie des Haftbefehls und Durchsuchungsbeschlusses. Ebenso wie ein Schriftstück, dass mich der Vollmacht meines Bankkontos für geraume Zeit entzieht."
Der Mann ließ ein eigenartiges Brummen verlauten: „Die Landmann macht keine halben Sachen. Ist doch sicher Staatsanwältin Landmann, nicht?"
Marc nickte stumm, und erwiderte dann hastig: „Ja."

„Wunderbar! Dann bringen Sie diese ganzen Papiere einfach mit. Nur sollten sie das dem bald tun, wenn sie nicht wollen, dass ihre Freundin da noch länger als nötig drinsitzt."

„Bitte? Uhm, also wann haben Sie denn freie Termine? Ich habe jederzeit die Möglichkeit..."

„Dadumm, dadumm", der mann summte kurz vor sich her und wühlte in einem altmodischen Tischkalender: „So ab zwei bis um sechs hätte ich Zeit, wenn es bei Ihnen denn klappt?"
„H-heute?", fragte Marc perplex, hatte er doch mit nächster Woche frühestens gerechnet.

„Ja natürlich heute! Sie wissen wo ich sitze?"
„Ja! Gut, dann bis nachher", verabschiedete sich Marc, wartete bis der Anwalt aufgelegt hatte und schaute dann einige Minuten still im Raum umher. So einfach war es also, wenn man die richtigen Leute kannte...


Marc hatte gewusst, warum er Steffi schon eine ganze Stunde früher aus dem Haus geschleppt hatte. Denn für eine Strecke, die nicht mehr als höchstens eine halbe Stunde in Anspruch genommen hätte benötigte Steffi fast das doppelte an Zeit. Schließlich wusste er als eingefleischter Berliner, dass sofern die zwölf auf dem Ziffernblatt an einem Freitag passiert worden war, würde es auf den rissigen Straßen der Hauptstadt voll werden. Die Strecke bis Berlin-Wilmersdorf zog sich also etliche Minuten länger hin.

Doch schon während sie in die Straße des so scheinbar engagierten Anwalts einbogen wusste Marc nicht, ob er die Adresse falsch gelesen hatte. Denn die Straße war in einem sehr alten Stil verkleidet, neu aufgemotzte Fachwerkhäuser und einladende kleine Gärtchen die das Gesamtbild abrunden sollten. Und fast am Wendehammer dieser idyllischen Straße erstreckte sich ein großes Haus, ebenfalls im Landstil mit mehrere Etagen und am Eingang der Hinweis in großen kupferfarbenen Lettern: „H. Rother".

Marc schluckte schwer. Diese Gegend sah leider nicht nach einem knallharten arbeitenden Anwalt aus, der Gretchens Unschuld beweisen konnte.

Gemeinsam mit Steffi im Schlepptau drückte er die Hausklingel, worauf auch direkt ein Türsummer erklang und beiden Eintritt gewährte.

Der Mann ist zu gutgläubig, schoss es Marc sofort durch den Kopf. Er hatte sofort die Tür geöffnet, ohne zu wissen, wer denn da unten eigentlich stand. Wenn das wirklich ein so guter Strafverteidiger war, würde er es doch mit Schwerverbrechern zu tun haben, oder nicht? Und wenn man mit solch Menschen zu tun hatte, sollte man dann nicht vorsichtiger sein?
Mit einem beklemmenden Gefühl, dass er hier nur seine Zeit verschwendete, schleppte sich Marc hinter Steffi die Treppen hinauf bis in den dritten Stock. An der Haustür zog sich eine hochgewachsene Blondine mit Modellmaßen gerade einen teuren Kaschmirmantel über und drückte einem Mann Ende fünfzig einen kurzen Kuss auf den Mundwinkel.

„Do svidaniya, Krolik", sie nickte Marc und Steffi beim vorbeigehen aufmunternd zu und war auch schon verschwunden:
„Herr Meier?", Marc hatte der Frau einige Sekunden noch nachgestarrt. Sie war vielleicht nur ein paar Jahre älter als er selbst und der Mann vor ihm hätte deshalb glatt ihr Vater sein können. Man las ja immer wieder in der Presse über solche Beziehungen, nur dass es so was tatsächlich gab – noch dazu in solchen Kreisen, das war für ihn dann doch erstmal zu verdauen. Und dass sein Vater einem ähnlichen Laster jahrelang nachgegangen war, daran mochte er bis heute nicht mal im Entferntesten denken.

„Herr Dr. Meier", ergänzte Steffi wohlwollend.

Der Anwalt vor ihnen musterte Steffi skeptisch, grinste dann aber sehr breit: „Okay, das hatten sie aber nicht erwähnt, und Sie sind...?", letzteres war an den schwulen Mann gerichtet, der bei dem intensiven Blick, mit dem er fixiert wurde, leicht errötete.
„Stef-ano Schmidt, Freund und Unterstützung", Marc grollte, gab dem Anwalt aber dann fachmännisch die Hand.

Wenige Minuten später waren sie durch diese wohnliche Kanzlei gelaufen in ein augenscheinliches Arbeitszimmer, das von der Mittagssonne hell erleuchtet wurde. Die großen Fenster erstreckten sich über die gesamte Südseite, auf der anderen Seite an der Wand war ein großer, sortierter Aktenschrank, neben der Tür war ein Bücherregal aufgebaut in dem sich viele Einbände von Gesetzbüchern, in schwarz und Goldtönen gehalten befanden. In der Mitte des Raumes erstreckte sich ein kleiner Runder Tisch über den eine einladende Pendellampe prunkte: Kein Laptop, kein PC oder ein anderes Hightechgerät, nur auf der einen Seite des schweren Kieferntisches lag eine Ledermatte in dunklem Rot auf dem sich ein Schriftblock mit edlem Silberfüllfederhalter befand.

Marc hatte oft mit Anwälten zu tun gehabt, auch wenn diese sich auf medizinisches Recht und Schadensersatzklagen spezialisiert hatten, doch eines war immer gleich gewesen: die Unordnung. Hier jedoch herrschten gerade Linien und eine aufgeräumte Umgebung.

„Wollen Sie einen Kaffee – oder Cappuccino? Ich empfehle letzteres: ist zwar Instant, aber meine Kaffeekoch-Qualitäten würde ich Ihnen dennoch nicht empfehlen. Wussten Sie eigentlich, dass lange Zeit in einem Deutschen-Marken-Kaffee überhaupt keine Kaffeebohnen drin waren, sondern nur Kakao-Extrakt mit Kaffeearoma?", fragte der Mann, während er zu einem der Schränke hinüberging um dort dann eine Art großes Barfach aufzuklappen: In diesem erstreckte sich ein kleiner Wasserkocher, braunes grobkörniges Pulver, kleine Milchdöschen aus Plastik und eine große Zuckerdose, die Marc ein wenig an gutes Rosenthal Porzellan seiner verstorbenen Oma erinnerte.

„Und? Kaffee?", fragte der Anwalt noch einmal, nur um ein stummes aber nicht minder enthusiastisches Nicken von Marc und Steffi zu ernten.

Nachdem das Wasser in wenigen Sekunden schon heftig sprudelte und das Heißgetränk zubereitet werden konnte, saß man sich auch schon am Tisch gegenüber: „So, wie ist es mir möglich Ihrer Frau zu helfen, Dr. Meier."

„Freundin", erläuterte Steffi unaufgefordert und fing sich deshalb einen strafenden Blick von Marc.

Auch der Anwalt runzelte fragend die Stirn: „Sagten Sie am Telefon nicht, es ginge um ihre Lebensgefährtin?"

Marc räusperte sich umständlich: „Sie ist meine... Freundin", endete er lahm.

Erhaben nickte der Anwalt, während Steffi nur eingeschnappt zum Fenster hinaus starrte. Sie hatte so gehofft, dass Marc irgendetwas festeres von sich geben würde: „Noch sind wir nicht verlobt, aber ich werde dies nachholen, sobald sie wieder draußen ist", doch Träume waren Marc Meier betreffend schon immer Schäume gewesen – oder zumindest musste ihre beste Freundin über fünfzehn Jahre träumen.

„Okay, aber ich muss schon mehr wissen, als nur..."

Und so begann Marc zu erzählen, von vorn, bei einer unsäglichen Situation in der die holden Königskinder nicht zueinander gefunden hatten, Gretchen sich für einen gewissen Alexis von Buren entschieden hatte, ihn geehelicht hatte, und sie ihn kaum eine Woche nach der kirchlichen Hochzeit verlassen hatte, weil dieser Mann mit dessen Mutter ein kleines Stelldichein im ehelichen Schlafzimmer vollzogen hatte. Auf die Frage, wie Gretchen zu einer Annullierung der Ehe gekommen war, starrte Marc ihn perplex an. Darüber hatte nichts in Gretchens Tagebüchern gestanden. Und auch Steffi sah sehr ratlos drein, wusste auch sie nicht, wie Gretchen dies geschafft hatte, wo sie eben immer betont hatte, dass das letzte was sie von ihrem Ex-Ehemann gesehen hatte, sein verzückter Gesichtsausdruck gewesen war, als er auf seiner Mutter zum erliegen gekommen war.

„Okay, so wird das wohl nichts", seine Augen zu Schlitzen formend schaute der Anwalt auf seine Armbanduhr und blies den Atem summend aus seinem Mund nach oben zu seinen Haarspitzen. Routiniert schob er die einzelnen Blätter, die er von Marc während des dreiviertelstündigen Gesprächs in Empfang genommen hatte zusammen und Marc rutschte schon das Herz in die Hose (von dem viele Menschen behaupteten, dass es gar nicht existierte).

„W-was tun Sie da?", fragte allerdings Steffi. Und manchmal war es wirklich gut jemanden bei sich zu haben, der keine Scheu hatte, seine Unwissenheit zum Besten zu geben, dachte Marc.

„Ich denke, dass ich von Ihnen nicht die richtigen Antworten bekommen kann – geh ich also zur Quelle: Meiner neuen Mandantin."

Marc bewegte ein paar Mal seine Lippen, doch kein Ton entkam seiner Kehle.

„S-sie wollen da jetzt noch hin, an einem Freitag-Nachmittag?", schaffte letztendlich Steffi Marcs Gedanken in Sprache zu formen.

„Nun", der Mann fischte aus einer kleinen Schublade hinter sich einen ganzen Stapel vorgefertigter Papiere und stopfte diese dann mitsamt denen auf seinem Tisch in eine schmale Lederaktentasche „ich habe sehr großes Interesse, diesen Fall zu übernehmen, und außerdem will ich ja auch weiterempfohlen werden, nicht wahr, Dr. Meier?", der Mann Anfang sechzig zwinkerte Marc nicht besonders unauffällig zu.

Ja, und Marc hätte sich in den Hintern beißen können, nicht direkt Jochens Ex-Freundin vertraut zu haben, er hatte nämlich ein gutes Gefühl.


Original Writing: 10. Oktober 2011

Original Air-Date: 07. März 2012

a/n:

Happy Birthday to you, Marmelade im Schuh, Aprikose in der Hose und ne Torte dazu! Liebe Amira, ich wünsche dir alles, alles Gute, Gesundheit, Liebe und mehr Freude für deinen neuen Lebensabschnitt, als das letzte Jahr dir gebracht hat. Es gibt nicht viele Menschen, die von ihrem existentiellen Sein absolut gut sind, mir ist noch nie jemand begegnet – bis ich dich kennengelernt habe. Dad :-*

lg

manney