Kapitel 25 – Thank You For Being A Friend (Cynthia Fee)

Den ganzen Weg schon knetete Marc wie wild seine Hände, und Steffi schaute an übersichtlichen Straßen immer wieder auf seine Finger. Sie war fast ein bisschen neidisch, wie geschmeidig der Mann neben ihr seine Phalangen verknoten konnte, und was er mit diesen feinen Gliedern wohl alles anstellen konnte – außer Leben zu retten, versteht sich!

„Biegen Sie in fünfhundert Metern rechts ab", ertönte das Navigationsgerät. Schon bei der Inbetriebnahme war Marc aufgefallen, dass es sich um ein sehr altes Modell seiner Art handelte und er mehrfach darüber witzelte, ob dieses Fossil von immerhin sechs Jahren sie beide nicht noch in eine völlig falsche Richtung schicken würde. Für Steffi vorzugsweise ins Einkaufsparadies KaDeWe, in dem der schwule Mann, wie Marc nun wusste, noch nie in seinem ganzen Leben war.

„Das ist ja ein Sackdorf", sein Fahrer kratzte sich unwissend am Kopf, doch Marc interessierte es herzlich wenig, wo sie hier waren. Die einzige Kirche in dem Dörfchen außerhalb Berlins hatte man schon Kilometer weit vorher gesehen und das ist das Einzige was ihn interessierte. Durch ein großes offenes Eisentor fahrend, kamen sie auf einem gepflegten Kiesparkplatz zum Stehen. Mehdi hatte eine Kirche erwähnt, ein ganzes Kloster mit Altenheim hatte er verschwiegen. Noch dazu waren die Ausmaße wahrlich überwältigend, dafür dass es nur ein kleines Dörfchen war.

Ja, Marc hatte sogar das Gefühl, er müsste, bevor er auf diesen Grund und Boden einen Fuß setzte, eine tiefe Verbeugung und ein Kreuz vor der Brust andeuten – völliger Quatsch.

Nachdem Steffi vorsichtshalber ihr Navi trotzdem im Handschuhfach verstaute, stieg sie aus, streckte sich, als ob man mehrere Stunden gefahren wäre, um dann nochmal in ihren Zweitürer zurück zu kriechen, da sich ihre und Marcs Jacken auf der Rückbank befanden.

In der Zwischenzeit hatte sich auch Marc vom Gurt befreit, war ausgestiegen und nahm dann den ihm dargebotenen Mantel, um sich ihn überzustreifen.

„So, und nun?", fragte Steffi, schaute ehrfürchtig auf die Kirche.

Marc sog scharf die Luft ein, ehe er sich einige Schritte in Bewegung gesetzt hatte, eigentlich davon ausging, dass Steffi ihm folgen würde, doch diese musterte die Kirche noch immer sehr unbehaglich.

„Würde die gnädige Dame sich vielleicht auch mal in Bewegung setzten?", fragte Marc ungewollt forsch.

„Uhm... nee, du, ich glaube ich bleib lieber hier... der Kies is'so schön!"

Die Augenbrauen zusammenziehend schaute Marc der ehemaligen Blonden ratlos ins Gesicht. Es dauerte einige Sekunden, bis ihm die Bedeutung von schönem Kies einleuchtete.

„Oh, okay!"


Die wenigen Schritte, die er bis zur großen, schweren Tür zurücklegen musste, waren eigentlich nicht besonders lang, doch sie kamen Marc fast wie eine Ewigkeit vor, so viel Respekt hatte er noch immer vor dem, was Geistliche den Menschen vormachten. Ob es nun ein Gott war, oder irgendetwas anderes Höheres, war ihm letztendlich völlig egal.

Fakt war eins: Es gab etwas so viel Größeres, als er es war, und diesem „Etwas" wurde mit Häusern auf der ganzen Welt in verschiedensten Kulturen gehuldigt. Diese Tatsache, so banal sie sich auch anhören mochte, zeigte ihm immer wieder auf, dass er eben nicht Gott war, sondern vergänglich.

Ein helles Knarren ertönte, als er eine Hälfte der Doppeltüren sacht aufgestoßen hatte, um nur etwa einen Meter dahinter abermals eine hohe Holztür vorzufinden.

Hier also sollte man dankbar sein, dass man draußen nicht fror, und gleichzeitig Gott mit einer Kollekte entschädigen, dachte er zynisch, kramte aus seiner Hosentasche seine Geldbörse hervor, und schaute in das Kleine Reisverschluss-Fach, in dem sich zweiundzwanzig Cent befanden Plus sein immer darin befindlicher Glücks-Cent. Und diese paar Kröten, würden eh nicht dafür reichen, dass er doch noch in den Himmel kommen würde, deshalb verstopfte er sein Portmonee unverrichteter Dinge wieder in seiner Gesäßtasche. Tief durchatmend öffnete er also die nächste Tür und entdeckte am Ende des langen Gangs, zwischen den Bänken kurz vorm Altar ein Spielgatter in dem auf einer dicken Decke Gwendolyn friedlich mit einem Hund-Stofftier spielte. Während der Eingang durch die Bankränge darüber sehr klein wirkte erstreckte sich dafür die Kuppel in enormer Form so eindrucksvoll, als wäre es nicht nur eine kleine Dorfkirche mit Kloster, sondern eine Miniausgabe des Petersdoms – zumindest soweit Marc dies beurteilen konnte, denn er war noch nie in Rom gewesen, geschweige das er dem Papa mit seinem prunkvollen Käppchen die unbändige Ehre erweisen würde, diesen mit seiner Anwesenheit zu erfreuen.

Doch was neben diesem fantastischen Blickfang noch so viel ausdrucksvoller erschien war die Frau seines besten Freundes, die ohne Netz und doppelten Boden in völliger Harmonie mit sich selbst auf einer fast zehn Meter hohen Leiter stand, um das Deckenfresko zu rekonstruieren. Er hatte sie nie bei der Arbeit gesehen – nun ja, zumindest nicht diese Arbeit, doch auch wenn in ihm kein gerade verweichlichtes Herz schlug, musste er zugeben, dass sie trotz, oder gerade wegen ihrer Vergangenheit, eine gottesgleiche Figur abgab. Mit einer Selbstverständlichkeit, so konzentriert, dass sie vermutlich gar nicht bemerkt hatte, dass jemand die Kirche betreten hatte.

„Es tut mir leid", begann er laut und nicht nur Anna schaute sich suchend um, sondern auch Gwenny hatte ihren Kopf interessiert in Marcs Richtung erhoben, sich dann aber strahlend aufgerichtet und ihre Arme ausgebreitet, eine Umarmung andeutend.

„Marc?", fragte Anna ungläubig, sie blinzelte sogar ein paar Mal, konnte Marc dies jedoch gar nicht erkennen. Das Kreppband, Pinsel und Messer in die dafür vorgesehenen Taschen ihres Werkzeuggürtels stopfend, kraxelte Anna unbeholfen die Speichen der Leiter hinab.
„Was machst du denn hier?"

Marc hatte sich indes auf die Abzäunung der Spielwiese von Gwendolyn niedergelassen und ihr liebevoll mehrmals schon über das dunkelrote Haar gestreichelt. Wer auch immer der Vater von ihr war, es müsste ein Männermodel gewesen sein, denn die Male, in denen er Gundis gesehen hatte, konnte er eines klar und deutlich sehen: Sie war keine Schönheit, ganz im Gegenteil zu ihrer Tochter.
„Mich bei dir entschuldigen", sein Blick war offen und er bemühte sich seine Ehrlichkeit in seiner Stimme anklingen zu lassen.

„Aha", sagte sie würdevoll, lächelte ihre Tochter liebevoll an, nahm sie aus dem Gatter heraus, und ging dann mit ihr auf dem Arm einige Schritte im Kreis. Die kleine Menge Mensch lachte erfreut auf.

„Okay!"

Marc stöhnte: „Hör zu, Anna: Was ich gesagt habe, tut mir leid. Gemeint – in der Situation damals – habe ich es wohl, aber führe es einfach auf momentane Unzurechnungsfähigkeit zurück!"

„Okay!"

„Dass ich den Bogen überspannt habe, das ist mir klar. Nur will ich, dass du weißt...", er brach ab, hoffte darauf, dass Anna ihn erlöste.

Doch natürlich tat sie ihm den Gefallen nicht, sondern warte gespannt mir hochgezogenen Augenbrauen auf seine Fortführung des Satzes.

„Herrgott, Anna, es tut mir verdammt noch mal leid, was ich gesagt habe. Reicht das nicht?"

Anna seufzte, entließ Gwendolyn wieder in ihr Spielparadies. Mit entschlossenem Blick begegnete sie Marc: „Es ist gut, dass es dir leid tut – doch was soll ich darauf erwidern? Dir die Absolution erteilen, damit du dich besser fühlst, Marc? Ich denke, dass wir beide ein ganz anderes Problem haben, als die paar Wörtchen, die du nicht im Zaum halten wolltest."

Über ihre wütende Art wunderte Marc sich sichtlich, mit Krauser Stirn erwartete er ihre weiter Interaktion, die prompt folgte.
Ergeben zuckte sie mit den Achseln, ließ die Arme hängen um sie Sekunden später wieder in die Luft zu reißen und mehrfach hin und hergehend dann begann ihre fixe Idee in Worte zu fassen: „Ist es, weil du denkst, dass ich Mehdi belogen habe? Dass ich mich nicht geändert habe und deinen besten Freund nicht verdient habe? Ist es, weil du dich unbehaglich fühlst weil wir oft mal zusammen gebumst haben", ihre Worte hallten in den religiösen Mauern wieder, weshalb Marc augenblicklich zusammenzuckte.

„Sag mir was es ist, verdammt nochmal, ich habe einfach nicht mehr die Nerven, in deiner Gegenwart wie auf Eierschalen herumlaufen zu müssen und deinem Gemüt wie Freiwild ausgesetzt zu sein!", machte sie ihrem Unbehagen endlich Luft.

„Was? Ne-"

„Oder soll ich dir das Geld zurückzahlen? Wenn du Raten annimmst, ließe sich das einrichten!", endete sie lahm, wartete auf den Altar zu, auf den sie sich dann ungalant hochhievte.

Marc seufzte, ging ihr nach und setzte sich dann für einige Minuten schweigend einfach nur neben seine ehemalige Bettgefährtin.

„Ich kann dir noch nicht mal sagen, woran es liegt – von allem ein Bisschen vielleicht, oder auch gar nichts", er runzelte über seine Verwirrtheit die Stirn.

„Ich will einfach nicht, dass wenn wir uns Treffen, alle anderen Menschen durch unsere... Antipathie Lust an einer Situation verlieren. Oder du unbemerkte Momente ausnutzt, um mir eins reinzuwürgen", ja, und auch wenn Marc vorher gesagt hatte, dass es ihm leid tat, wurde ihm erstmal die Schwere seiner damals gesagten Worte bewusst. Er hatte Anna nicht beleidigt, oder sie aufgezogen, sondern sie auf einer Ebene verletzt, von der er ganz genau wusste, wie sehr sie sich selbst dafür verachtete. Nicht für den Job an sich, sondern das Leid, was sie anderen Menschen durch ihre Lügen zugeführt hatte – durch ihren Job.

„Ich weiß nicht, was passiert ist", gab er unschlüssig zu „irgendwann ist mir einfach das Verständnis für dein Handeln abhanden gekommen."

Sie schaute ihn ergriffen an, ein wenig hilflos, in diesem großen Raum auch sehr verloren.

„Was verdammt war so schlimm, dass du Mehdi – und damals auch Lily – verlassen wolltest, nur die Kurve nicht ganz bekommen hast? Du wolltest ewig da raus, ich hab dir mehr als einmal Geld geliehen, doch warum...? Er wollte sich umbringen, Anna!"

„Ich war schwanger...", ihre Augen füllten sich mit Tränen.

Marc stockte einen Moment der Atem: „Vo-von Mehdi?"

Ungehalten sprang sie auf und gestikulierte wieder wild in der Luft herum: „Ja natürlich von Mehdi! Ich hab nie mit einem anderen Mann ohne Gummi geschlafen. Doch der alte Sack hat das so viel schneller gecheckt, als ich und wollte mich zur Abtreibung zwingen. Es war mir so klar, dass das nicht mehr lange auf sich warten lassen würde, bis ich irgendwann benommen aufwachte, und mein Kind einfach weggewesen wäre! Ich musste weg, Marc. Nicht nur, wegen der Schulden. Sondern weil ich Schulden hatte, die man verlangte von mir als trainierte, wohlgeformte Frau abzuarbeiten!"

Er nickte stumm, war froh, dass sie sich dann wieder neben ihn setzte.

„W-...weiß Mehdi davon?"

Sie nickte: „Ja, was denkst du denn, wir gingen zur Eheberatung. Ich wollte diese zweite Chance in all ihrem Umfang nicht verwerfen!"

Marc atmete zittriger als geplant aus.

„Und was machen wir jetzt?", fragte er tonlos, betrachtete sich genau wie Anna Gwenny, die aufgeregt mit einem abgegriffenen Disney-Schneewittchen-Stofftier in der Luft rum wedelte: Ihre Mutter grinsend imitierend.

„Vielleicht verstehen... dass ich nicht nur ausschließlich die verdorbene Lügnerin bin, die gern die Beine breit gemacht hat, und sich dafür gut bezahlen ließ. Und ich muss wohl begreifen, dass dir Mehdi so viel bedeutet, dass du es nicht ertragen hättest, wenn ich ihn noch mal verletzt hätte – oder?"
Er sagte nichts, aber dafür zog sich eine leichte Gänsehaut an dem Stückchen Haut seines Halses empor, das nicht von seinem Hemdkragen bekleidet war.

„Ich hätte nie gedacht, dass ein Marc Meier wirklich solch tiefe Empfindungen für einen Menschen übrig hat, mit dem er noch nicht mal das Bett teilte", ein böser Blick von Marc, doch Annas feines Grinsen nahm kein Abbruch.

„Darauf sollten wir trinken – hab zwar nur Wasser, aber nachdem was man so hört, ist das eh in deinem Interesse!"

Sie sprang auf, schnappte sich ihre angefangene Wasserflasche, lief dann jedoch um den Altar herum und suchte in einem eingelassenen Schränkchen den goldenen Kelch für Messen.

Marcs Augen wurden so groß wie Teller: „Anna, was hast du vor?", doch der riesige Becher war schon mit stillem Mineralwasser gefüllt.

„Bist du geisteskrank, wenn dich jemand erwischt!", seine Stimme konnte in abtrünnigen Situationen so viel Sopran gewinnen, sodass er sich anhörte, als ob er gerade Helium inhaliert hätte.

„Keine Panik, Marc. Die ganze letze Woche schon sind hier nur Menschen drin gewesen, wenn ich nicht da war. Haben irgendwie alle was gegen Gwenny. Also: auf einen Neuanfang?", sie trank einen Schluck aus dem Heiligtum einer jeden Messe, hielt ihm dann den Kelch hin, wartete darauf, dass auch er einen großen Hieb vom Wasser nahm.

Was er, zu seiner eigenen Verwunderung über sich selbst, auch wirklich tat!

Es war ungemein befreiend, und während er das Wasser hinunterschluckte zierte ein feines Lächeln sein Gesicht.

Wenn er sich zurück erinnerte an die Zeit, in der er Anna kennengelernt hatte, war ihm wieder bewusst, warum sie einen solch bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen hatte. Durch ihre unkonventionelle Art, so echt und wahrhaftig zu sein, weil sie nichts schönredete, war sie schon damals ein vereinnahmendes Persönchen gewesen. Eigen und entschlossen – solange bis sie sich in seinen besten Freund verknallt hatte – und ließ das nicht auch vielleicht Rückschlüsse daraus ziehen, wie sehr sie Mehdi gefallen wollte, ihn nicht enttäuschen mochte?


„Ich bin trotzdem nicht nur ausschließlich hier, um mich bei dir zu entschuldigen", begann er eine Weile später, nachdem Anna irgendetwas auf altes Pergament skizziert hatte.
„Nein?"

Er schüttelte den Kopf, rieb sich dann mit einer Hand über seinen Oberkörper zum Hals: „Nein – ich brauche deine Hilfe!"

„Hilfe? Meine? Marc wie kann ich dir denn bitte helfen?", sie schaute ihn an, als ob er verrückt geworden wäre.

Er seufzte, fasste sich aber ein Herz und begann seine Idee vorzutragen: „Ich muss meine Autosteuern bezahlen – ich hab das Geld aber nicht, und ich brauche dringend Geld. Deshalb will ich mein Auto verkaufen!"

Ihre Augenbrauen hatten sich noch immer nicht von ihrer irritierten Position befreit. Das große Fragezeichen in ihrem Gesicht war nicht annähernd abgeflaut.

„Ich versteh nicht, wie ausgerechnet ich dir dabei..."

Er stöhnte. Ihm war klar, dass sein Vorhaben mehr Erklärung bedurfte, doch hatte er gehofft, dass sie einfacher verstand.

„Ich pumpe dich hier gerade um Geld an, Anna, um etwa dreihundert Euro, die ich für die Steuern brauche. Und wenn die gezahlt sind, kann ich mein Auto verkaufen – wozu ich ebenfalls deine Hilfe brauche. Kennst du noch irgendjemanden von früher der meinen Sportsback kaufen will – schnell. Meinetwegen auch für weniger?"

Sie sah aus, wie ein blökendes Schaf, das zwar gern geschoren wurde, aber hinterher sich daran erstmal gewöhnen musste, dass es verdammt kalt war.

„Ich... ja, die dreihundert Euro kann ich dir... Moment", sie kramte aus ihrer Handtasche eine Brustumhängetasche von Lily hervor – jetzt wohl ihr Portmonee.

„Ich hab einhundert fünfundsiebzig Euro", endete sie lahm, legte das Geld auf den Tisch und sah ihn beschämt an.

„Aber", kam ihr ein Geistesblitz „ich geb' dir meine Kontokarte mit?"

„Was?", fragte Marc entsetzt. Okay, sie waren dabei, sich freundschaftlich wieder anzunähern, trotzdem ihm gleich ihre Kontokarte anzuvertrauen, übertrieb es dann doch aber.

„Ja, uhm... warum denn nicht? Machen wir es so – du lässt mich jetzt weiterarbeiten, gehst zum Finanzamt, zahlst dein Geld ein und kommst dann die Woche zum Essen – bis dahin werde ich vielleicht auch wen gefunden haben, der dein Auto kaufen könnte?"

„D-das ist nett, Anna, D-danke!"

Sie lachte freundlich: „Ach, und du musst unbedingt Gretchens Freundin mitbringen. Ich will sie so gern kennenlernen!"

Marc räusperte sich umständlich: „Ich kann sie holen, wenn du willst! Sie hat sich nur nicht hier rein getraut. Muss so ein homosexueller Ritus sein."

„W-was, sie ist hier? - Nein, bloß nicht. Schau mal wie ich aussehe, vielleicht denkt sie ja dann noch, dass sie wirklich Chancen bei Mehdi hat, wenn die Frau an seiner Seite so einen gestressten und dreckigen Eindruck auf sie machte."


Eine viertel Stunde später verließ Marc die Kirche und erblickte nicht unweit eine laut lachende Steffi, die neben einem hochgewachsenen, braungebrannten mit Muskeln bepackten Gärtner stand.

Das konnte doch nicht wahr sein, sie waren hier auf Grund und Boden einer katholischen Kirche, verdammt noch mal, und Steffi hatte nichts besseres zu tun als den Gärtner, den Gärtner eines Klosters, anzugraben?

Er schüttelte den Kopf, winkte sie zu sich und ging selbst zum Auto. In seinem Außenspiegel konnte er erkennen, dass sie sich nur sehr unfreiwillig von dem anderen Mann losmachte und zu ihm kam.

„Ich dachte, du hast einen Freund", hakte Marc verächtlich nach. Zumindest hatte Gretchen ihm das mal erzählt.

„Ich hatte einen Freund! Ich bin Single, was kostet die Welt? Und der Typ war echt supersüß, einen Hintern sag ich dir, wenn der einen so richtig durchzieht, das muss aufregend sein..."

„Ewww...!"
„Was? TMI?", lachte Steffi friedvoll und warf den Motor an.


Original Writing: 29. Oktober 2011

Original Air-Date: 20. März 2012

a/n:

Rücken-, Bauch- und (das aller schlimmste) Augenschmerzen. Ich glaub ich hab ein Gerstenkorn oder so was in meinem rechten Auge. Kann so was von zu viel Lesen kommen? o.O Hab zur Schonung ein Stirnband zur Augenklappe umfunktioniert: sehe aus wie ein Invalide :( Kommt vermutlich alles von zu viel Lernen, denn:

Zulassungs-Klausur. Morgen! .

drückt mir die Daumen!

Way more important

ich werde Kontinent übergreifend gelesen: zwei verschiedene Besucher aus Amerika haben mich gestern (19.03.2012) auf gelesen. *oh my gosh, oh my gosh, oh my gosh*

Da stören einen die gemeinen Schwarzleser gleich nicht mehr ganz so... Amerika... *.* wenn jetzt noch IRGENDEMAND aus Kanada lesen würde, ich denke, mein Leben würde mit einem Mal perfekt sein. (für all die, die es noch nicht wissen, ich bin canadiophil)!

lg

manney