Hey Leuter´s, hier kommt auch schon das nächste Cap. Allerdings mit der Warnung, es ist nicht betagelesen. Ginny ist noch im Urlaub, doch ich wollte euch nicht zu sehr warten lassen. Gebt ihr die Erholung ud würdigt ihre Arbeit auch mit ein paar Reviewes. Ach, und was den Humor angeht ? Da weiß ich nicht so recht, ich werd es versuchen, doch SdG hat doch schon eine Menge Sprüche geschluckt und ich will mich ja nicht wiederholen.

So, genug gefaselt, viel Spaß

Mr. Figgs

Kapitel 16

Harry half Hermine in eine der von den Thestralen gezogenen Kutschen und machte dann Platz für Ginny und Ron. Sein bester Freund winkte aber überraschenderweise ab und entschuldigte sich, da er in einer anderen Kutsche, zusammen mit Parvati, ins Schloss fahren wollte. Harry schluckte ein wenig, doch dann sah er ein, dass es für Ron nun etwas Wichtigeres gab, als mit ihm und Hermine zusammen zu sein. Schließlich hatten die zwei Turteltauben ja nicht all zu viel Zeit im Zug gehabt.

Da Ron nun abgesprungen war, nutzte aber jemand anderes die Gelegenheit und stieg mit in die Kutsche ein. Es war Damion und Harry sah den Jungen mit einer Mischung aus Überraschung und Unwohlsein an. Was wollte er ? Gab es denn wirklich keine andere Kutsche mehr ?

Hermine wiederum schien nichts gegen die Gesellschaft des vor wenigen Stunden noch fremden Jungen zu haben und dies ärgerte Harry aus irgendeinem Grunde noch viel mehr, als die Tatsache, dass er sich jetzt nicht mehr mit seinen beiden Freundinnen über ihre Vorgehensweise im Bezug auf die Horkruxe beratschlagen konnte.

Leicht vor sich hin grummelnd setzte sich Harry auf seinen Platz und die Fahrt zum Schloss begann. Sie fuhren den holprigen Weg zum Schloss hinauf und Harry, dessen Blick fast ausschließlich aus dem Fenster ging, hörte kaum zu, was die drei anderen Insassen der Kutsche so sagten.

Nein, Harrys Gedanken wanderten unaufhaltsam in Richtung Hogwarts, dem alten und stets mächtig anmutendem Schloss. Der Schwarzhaarige ließ seinen Blick über das durch den Mond erhellte Gelände schweifen, bis er schließlich einen bestimmten Punkt erreichte. Einen Punkt, der hell im Lichte der Sterne erstrahlte und der das Herz eines Jeden, mit Ausnahme von Voldemord vielleicht, ein wenig schwerer machte. Es war ... das Grab von Albus Dumbledore.

Der weiße Stein leuchtete weit in alle Richtungen und Harry konnte hören, dass er nicht der einzigste Schüler war, der ihn ins Augenmerk genommen hatte. Nein, auch aus den anderen Kutschen waren Worte zu hören, die mit dem Grabe des alten Zauberers zu tun hatten.

Dann jedoch geschah etwas, dass Harry auf einmal gar nicht mehr verstand. Denn seine Stimmung änderte sich von einer auf die andere Sekunde schlagartig. Und wo eben noch Trauer ward, da machte sich beim Anblick des Schlosses plötzlich Freude und das Gefühl zu Hause zu sein, breit. Nicht dass der Schwarzhaarige dieses Gefühl nicht jedes Jahr hatte. Doch heute schien es besonders stark zu sein.

Harrys Blick ging hoch zu den Türmen von Hogwarts, wanderte über die Zinnen und unzähligen Fenster bis hin zu einem kleinen Überbau, von dem der Gryffindor plötzlich zu wissen glaubte, was hinter jedem einzelnen dieser Fenster für ein Zimmer lag. „Die Geister", sagte er leise zu sich selbst, als sein Blick an diesem doch sehr unscheinbarem Türmchen verweilte und Harry war sich sicher, dass alle die Geister, welche sich auf Hogwarts heimisch fühlten, dort ihre meiste Zeit verbrachten.

Zwei Minuten später wurde der Schwarzhaarige allerdings von Hermine aus seinen Gedanken gerissen. Denn der Lockenkopf rüttelte an seiner Schulter. „Harry, wir sind da", sagte sie mit aufgeregter Stimme und kaum hatten sie zuende gesprochen, blieb die Kutsche auch schon im Hofe des Schlosses stehen.

Zehn Minuten später betraten die Siebenklässler die Große Halle und sofort fiel ihnen das große Portrait eines schlafenden Albus Dumbledore, direkt über dem Lehrertisch und etwas unterhalb des Wappens von Hogwarts, ins Auge.

„Er schläft ja immer noch", sagte Hermine erkennend und sah fragend zu Harry. Der Schwarzhaarige konnte aber auch nur den Kopf schütteln und ging rasch, und von den neugierigen Blicken seiner Mitschüler, im Bezug auf sein doch noch sehr kurzes Haar, begleitet, zum Gryffindortisch. Dort ließ er sich nieder und ward nun gespannt auf die kommende Einteilung der Erstklässler.

Wie würde sich Professor Mc Gonnagal als Direktorin machen ? Wer waren die neuen Lehrer ? Und vor allem, würde Hogwarts nach Dumbledore´s Tod noch so sicher sein, wie es davor galt ?

Wo war eigentlich die neue Direktorin ? Die Frage stellte sich Harry, als sein Blick zum Lehrertisch ging. Dort sah man nämlich nur die schon bekannten Gesichter, wie das von Professor Flitwick oder den Walrossbart von Horace Slughorn, von dem Harry eigentlich gedachte hatte, er würde nur ein Jahr, hier in Hogwarts, verweilen. Dann fielen ihm auch zwei neue Gesichter auf. Sie gehörten zum einen einer etwas jüngeren Hexe mit dunkelblondem, glattem, langem Haar, die sich auf dem ehemaligen Platz von Professor Mc Gonnagal niedergelassen hatte und einem Zauberer mit braunem Haar. Er saß auf dem Platz des Lehrers für VgddK und machte von seinem Erscheinungsbild eher den Eindruck, als gehörte er zur Sparte eines Gilderoy Lockhard.

Wie konnte dieser Mann nur so fröhlich Lächeln und vor allem den Mädchen musternder Blicke zuwerfen ? Gerade jetzt, wo doch alle besonders an den Tod von Dumbledore erinnert wurden. Für Harry war klar, er mochten den Mann vorerst einmal nicht.

Schließlich hatten alle Schüler und Lehrer ihren Platz gefunden und nur die Erstklässler und die Direktorin fehlten noch. Und genau diese Tatsache löste ein gewisse Unruhe aus, welche jedoch sofort verschwand, als die Tür zur großen Halle aufgestoßen wurde und Professor Mc Gonnagal, wie sie es all die Jahre zuvor getan hatte, die Erstklässler herein führte.

Kein Mucks war zu hören, als die neugierigen und auch zum Teil ängstlichen Kinderaugen voller Staunen durch die Halle wanderten. Schließlich erreichte die Gruppe, der nun auch ein nicht weniger nervöser Damion Mc Kenzie angehörte, das Ende der vier Haustische und kam zum stehen.

Ab hier änderte sich allerdings die Prozedur ein wenig. Denn Professor Mc Gonnagal übergab den sprechenden Hut an Professor Flitwick, der ab diesem Jahr den Posten des stellvertretenden Direktors übernahm, und begab sich auf ihren Platz, dem erhöhten Stuhl im Zentrum des Lehrertisches. Dort setzte sie sich nieder und versuchte, wie es auch Albus Dumbledore stets getan hatte, gütig und freudestrahlend in die Runde zu blicken.

Doch so ganz schaffte sie es nicht, denn noch immer konnte man tiefe Trauer in den Augen, der doch auch schon leicht in die Jahre gekommenen Hexe, sehen. Viele der Schüler verstanden dies und nach einigen Sekunden der Ruhe, widmete sich ein Großteil dem Lied des sprechenden Hutes, welches einmal mehr vom Zusammenhalt unter den Häusern handelte.

Als der Hut geendet hatte, begann der kleine Professor Flitwick damit, die ersten Schüler aufzurufen. Harry nutzte dies und sah durch die Reihen der Erstklässler, bis sein Blick schließlich an Damion hängen blieb. Der Schwarzhaarige runzelte leicht die Stirn, sei es nun aus Verwunderung oder vielleicht auch aus Unverständnis. Na jedenfalls bestärkte Harry das jetzige Aussehen und Auftreten des Braunhaarigen in seiner Vermutung, in welches Haus Damion gleich eingeteilt wurde.

Denn der Junge strahlte, mit jedem Schritt den er weiter in Richtung Hut kam, wieder mehr Selbstsicherheit und auch eine gewisse Arroganz aus. Dann konnte man zusätzlich sehen, dass er immer öfter seine Kleidung glatt strich, was ja auf auch auf einen erhöhten Grad von Eitelkeit hindeutete. Und dies war ja bei den Slytherins eine Grundvoraussetzung.

Denn stärksten Hinweis erhielt Harry aber durch die Tatsache, dass Damion, trotz dass die Halle nur durch die in der Luft schwebenden Kerzen erhellt wurde, immer noch seine Sonnenbrille trug. Ja, selbst der leicht missbilligende Blick des kleinen Lehrers für Zauberkunst schien ihn nicht dazu zu bewegen, sie ab zu setzten. Harry fand dies schon ein wenig respektlos und auch Professor Mc Gonnagal schien jetzt seiner Meinung zu sein.

Die Direktorin war nämlich kurz bevor Damion mit seiner Einteilung dran war, aufgestanden und um den Tisch in Richtung Hut geeilt. Allerdings war ihr Gesicht sanft geblieben und sie wartete ruhig darauf, dass sich der Junge auf den Hocker setzte. Als dies schließlich geschehen war, wandte sie sich an die ganze Halle und sagte,

„Meine lieben Schüler, ich habe, bevor wir Mr. Mc Kenzie hier einteilen, noch eine kleine Erklärung abzugeben. Denn wie ihr alle seht, ist dieser junge Mann ein wenig zu alt, um noch in den ersten Jahrgang zu gelangen. Nein, Mr. Mc Kenzie wird ein neuer Siebenklässler werden und sein letztes Jahr als Schüler hier in Hogwarts verbringen. Ich hoffe also, ihr heißt ihn herzlich Willkommen und helft ihm, sich schnell einzuleben."

Kaum hatten die Worte der Direktorin geendet, begannen die Haustische in etwas lauterer Form zu spekulieren, in welches Haus der für sie noch fremde Junge wohl eingeteilt werden würde. Harry war dies ja klar und umso überraschter war der Schwarzhaarige dann schließlich, als der sprechende Hut nach einer etwas längeren Zeit auf dem Kopf des Braunhaarigen verkündete... GRYFFINDOR.

Harry, Hermine und alle anderen, die dem Jungen schon im Zug begegnet waren, stöhnten überrascht auf. Den wohl aber geschocktesten Eindruck machte jedoch Damion selbst. Sein Blick, wenn auch durch die Brille verdeckt, ging zu Mc Gonnagal und dann zum Lehrertisch. Dies war allerdings eine Geste, die Harry nicht ganz verstand.

Mit leicht zitternder Hand nahm Damion den Hut vom Kopf und gab ihn der Direktorin zurück. Dann bewegte er sich auf den Gryffindortisch zu, wurde aber nochmals von Professor Mc Gonnagal angesprochen. Der Braunhaarige blieb stehen, drehte sich zu ihr und Harry stellte verwundert fest, dass die sonst so gestrenge Hexe, sanft lächelte und einige Schritte auf Damion zuging.

Die nächsten Worte der Direktorin an den Jungen, konnte man allerdings nur sehr schwer verstehen. Harry hatte jedoch Glück, dass die Distanz zu den Beiden nicht all zu groß war und deshalb hörte er, wie Mc Gonnagal in fast mütterlichem Ton sagte,

„Wissen sie, Mr. Mc Kenzie, ich denke es ist nun an der Zeit ihre Brille ab zu setzten. Ich weiß, dass sie sich an sie gewöhnt haben und durch das Abnehmen noch eine Menge Fragen auf sie zukommen. Doch glauben sie mir, ein Großteil der Schüler ist in den nächsten Stunden noch so mit sich selbst und den zurück liegenden Ferien beschäftig, sodass ihnen nur ein Bruchteil ihrer Mitschüler diese Fragen heute auch noch stellen wird."

Harry sah die alte Hexe verwundert an und schaute dann in Richtung Damion. Der Braunhaarige schien hin und her gerissen zu sein. Dann nickte er jedoch plötzlich zustimmend, drehte sich zur Halle um und in Richtung Gryffindortisch. Dann atmete Damion nochmals tief durch und nahm die Brille vom Gesicht.

Was man im nächsten Moment sah, ließ nicht nur Harry überrascht aufstöhnen. Nein, die ganze Halle sagte vom einen auf den anderen Moment keinen Mucks mehr. Ausnahmslos alle starrten auf den neuen Schüler und in sein Gesicht. Denn solche Augen hatte wohl noch niemand in seinem Leben, nicht einmal ein Großteil der Lehrer, wenn man deren Reaktion mit einbezog, gesehen.

Zwar hatten die Augen eine normale Form und Größe. Doch zeigte sich in ihnen weder eine Pupille noch sonst ein menschliches Merkmal. Nein, der gesamte Augapfel, oder besser gesagt, die Iris, den Teil den man sah, schien aus flüssigem, sich ständig bewegendem Gold zu bestehen.

„Kein Wunder", dachte Harry laut, als er sich von den Augen gelöst hatte, „dass er diese Augen vorerst verdecken wollte."

Allerdings fragte sich der Schwarzhaarige im nächsten Moment auch, was es mit ihnen auf sich hatte. War es ein verunglückter Zauber ? Ein Fluch ? Oder vielleicht doch eine Laune der Natur ? Eines wusste Harry allerdings. Damion war nicht blind oder so. Denn dies hätten sie doch im Zug bemerkt. Nein, Damion konnte sehen und war auch sonst nicht irgendwie behindert.

Nachdem sich die allgemeine Unruhe, mit Hilfe einiger Liftblitze seitens der Direktorin, gelegt hatte, trat der braunhaarige, frischgebackene Gryffindor seinen Weg zum Haustisch an. Immer noch konnte man ein leichtes Entsetzten oder vielmehr Unverständnis in seinem Gesicht sehen und sein Blick wanderte die Tafel hinauf. Er verweilte kurz bei den Siebenklässlern und endete schließlich bei den neu eingeteilten jüngsten Mädchen und Jungen.

Zu diesen setzte sich Damion dann schließlich auch und Harry vermutete, dass seinem neuen Mitschüler etwas unwohl war, nachdem er im Zug sich erst für Zabini eingesetzt und dann mit seinem Wissen über die dunklen Künste geprahlt hatte. Irgendwie schien Gryffindor sein Ruf hier voraus zu sein.

Der Schwarzhaarige sah noch ein letztes Mal zum Ende der Tafel und dann zurück zu seinen Freunden. Diese waren im Übrigen noch mehr überrascht über das Verhalten des Jungen. Und so kam es, dass vor allem Lavender Brown anfing ihre Gedanken zu seiner Herkunft und diesen ungewöhnlichen Augen zu spinnen. Einen Dämpfer bekam die Königin des Tratsches allerdings, als Parvati, die nun direkt neben, oder besser gesagt, halb auf Ron saß, ihrer besten Freundin über den Mund fuhr.

Alle am Tisch sahen überrascht auf das Mädchen indischer Abstammung und Ron Flamme wurde leicht rot. Harry fand allerdings, sie hatte recht. Sollte man Damion doch erst einmal kennen lernen. Vielleicht hatten sie wirklich nur einen schlechten Start. Und wenn man Lavender jetzt schon freien Lauf lasse. Ja dann, konnte dies nur in einer Katastrophe enden. Zwei Minuten später erhob sich Direktorin Mc Gonnagal und bat um Ruhe.

„Willkommen und willkommen zurück in Hogwarts", sagte die sonst so gestrenge Lehrerin mit einem Ton, der nun doch schon ein wenig an den von Albus Dumbledore heranreichte.

„Ein neues Jahr steht uns bevor. Ein Jahr, in dem wir auf ein Neues versuchen, euch ein wenig vom Wissen und der Weisheit, welches Hogwarts birgt, zu vermitteln. Doch bevor wir ich euch noch einige Informationen mit auf den Weg gebe und auch unsere neuen Lehrkräfte vorstelle, wünsche ich euch, und euren hungrigen Mägen, erst einmal einen guten Appetit."

Die Direktorin klatschte kurz in die Hände und viele der Schüler ließen schon ein von Vorfreude geprägtes „Aahhh" über ihre Lippen huschen. Umso überraschter waren diese Schüler dann allerdings, als nach dem Klatschen nichts geschah.

Die gesamte Schülerschaft schaute verdutzt und auch ein wenig enttäuscht zum Lehrertisch und Harry glaubte sogar zu sehen, dass seine ehemalige Hauslehrerin einen leichte Schleicher der Verlegenheit im Gesicht hatte. Mc Gonnagal schaute unsicher zu Professor Flitwick und hoffte, dass dieser vielleicht eine Erklärung parat hatte. Der kleine Lehrer für Zauberkunst konnte aber auch nur leicht mit dem Kopf schütteln.

Dies ließ Professor Mc Gonnagal scheinbar noch mehr schwitzen und sie schaute leicht ratlos in die Menge. Dann drehte sie sich allerdings zum Portrait des alten Direktors um und sah es nachdenklich an. Und als hätte man ihr ein Zeichen gegeben, schnellte ihr Gesicht zurück zur Halle. Mc Gonnagal räusperte sich, lächelt leicht und sagte,

„Ich bitte vielmals um Entschuldigung. Doch unser niemals vergessener Direktor Dumbledore war nicht nur für seine Macht und Weisheit berühmt. Nein, auch sein Humor wird wohl auf ewig in diesen alten Gemäuern weiterleben. Und daher, und in seinem Sinne, Haut rein."

Kaum hatten die für jeden Fremden ungewöhnlichen Worte, den Mund der alten Hexe verlassen, geschah auch schon das, worauf sich neunundneunzig Prozent der Schüler schon den ganzen Tag freuten ... das Festmahl erschien vor ihnen auf dem Tisch und man konnte nach Herzensliebe schlemmen.

Das Festessen ging heute besonders lang. Jedenfalls kam es Harry so vor. Und während er seine Freunde beobachtete, und nebenbei seinen Blick auch kurz mal zum Slytherin schweifen ließ, fiel ihm auf, dass sich das Haus der Schlangen irgendwie seit dem letzten Jahr in zwei Lager geteilt hatte. Zum einen gab es da die Gruppe um Grabbe und Goyle, die sich mit einer ganzen Menge Schülern umgaben, bei denen es außer Zweifel stand, wo ihre Loyalität lag. Und dann gab es da die Gruppe von jüngeren Slytherins. Nämlich diese, die noch nicht zu wissen schienen, was später auf sie zukam.

Und zu genau dieser Gruppe hatten sich heute auch mehrere bekannte Siebenklässler gesellt. Namentlich waren dies Pansy Parkinson, die blonde, leicht rundgesichtige Hundertkiloelfe und früheres Anhängsel von Draco Malfoy, dann zwei bis drei Schüler die Harry nicht kannte und schließlich Blaise Zabini.

Der Gryffindor fragte sich, warum dies so war und auch, warum die doch schulisch nicht all zu schlechten Slytherins eher den Eindruck von verängstigten Häschen machten. Gut, bei Blaise war dies klar, nachdem, was man im Zug schon mitbekommen hatte. Doch war es dies dann auch wieder nicht. Denn soweit sich Harry erinnerte oder es nun sah, waren dies dort doch genau diese Schüler gewesen, die Malfoy immer am nächsten standen. Also wieso sollten sie plötzlich Angst vor ihren Mitschülern und späteren Todessern haben ?

Die Antwort auf diese Frage musste der Schwarzhaarige allerdings erst einmal aus seinen Gedanken verdrängen, denn Professor Mc Gonnagal hatte sich erhoben und bat erneut um Aufmerksamkeit. Fünf Sekunden später darauf war auch der letzte Laut des goldenen Geschirrs verklungen und sämtliche Augenpaare lagen auf der alten Hexe.

„Wie nun schon vor dem Festessen angekündigt, komme ich nun zu unseren neuen Lehrern. Zuvor aber nochmals der Hinweis, dass unser Wald für alle Schüler verboten ist und auch, dass das Zaubern außerhalb des Unterrichts nicht erlaubt ist..."

Ein kurzen Raunen ging durch den Saal. Denn schließlich hörte man diese Verbote nun sage und schreibe zum siebenden Mal. Einige der Gryffindors und auch Schüler anderer Häuser lächelten sogar, das dies sie an Dumbledore erinnerte, der jedes Jahr so sein Amüsement über die Schulregeln zum Ausdruck gebracht hatte. Schließlich kehrte jedoch wieder Ruhe ein und Direktorin Mc Gonnagal fuhr fort.

„Kommen wir nun aber zu unserer neuen Lehrerin für das Fach Verwandlungen. Es handelt sich dabei um Professor Emily Stromfire. Sie wird ab diesem Jahr hier unterrichten und glaubt mir, wenn ich ihnen sage, dass sie trotz ihres jungen Alters, eine meiner besten Schülerinnen gewesen ist."

Die junge Hexe, mit ihren langen blonden Haaren, erhob sich und lächelte kurz in die Runde. Allerdings konnte sie den leichten Rotschleier, der nach Mc Gonnagals Worten auf ihrem Gesicht erschienen war, nicht so ganz verbergen. Die Schüler begrüßten ihre neue Lehrerin mit Applaus und Professor Stormfire setzte sich rasch wieder.

„Bleibt also noch das Fach VgddK." Sagte die Direktorin, nachdem wieder Ruhe eingekehrt war. „Und auch hier freue ich mich, einen erfahrenen Zauberer begrüßen zu dürfen. Sein Name ist Stephano Styls und auch er war früher mal ein sehr guter Absolvent unserer Schule."

Als seine Name genannt wurde, erhob sich Professor Styls und winkte freudig in die Halle. Das Lächeln was er allerdings dabei aufgesetzt hatte, erinnerte Harry einmal mehr an Lockhard und dies machte den Zauberer mit dem braunen Haar nicht unbedingt beliebter bei ihm.

Der Gryffindor schaute fragend zu Ron und Hermine und erkannte, dass auch seine beiden Freunde ähnliche Gedanken zu haben schienen. Hermine schüttelte nämlich missbilligend ihren Kopf und Ron rollte mit seinen Augen. Als Harry allerdings in die andere Richtung, nämlich die von Damion schaute, traf ihn jedoch ein ganz anderer Gesichtsausdruck. Es war Zorn, oder auch eine gewisse Wut, die dem Schwarzhaarigen entgegen wehte. Was dies allerdings ausgelöst hatte, konnte der Gryffindor beim besten Willen nicht sagen. Er war sich jedenfalls keiner Schuld bewusst.

Bevor sich Harry aber weitere Gedanken darüber machen konnte, hörte er, wie ein Schüler aus Huffelpuff laut wurde und aufgeregt auf das Portrait von Albus Dumbledore deutete. Sofort sah jeder hoch und man konnte genau erkennen, dass Bewegung in das Bildnis des alten Zauberers kam. Harry schaute kurz zu Professor Mc Gonnagal und meinte ein Wenig Hoffnung in ihren Augen aufflammen zu sehen.

Dieses kurze Anzeichen verschwand aber sofort wieder. Denn der auf dem Portrait abgebildete Dumbledore hatte sich nach einem kurzen Räkeln sofort wieder in seinen bequemen Ledersessel fallen lassen und schlief wie eh und je seelenruhig weiter. Allerdings hörte Harry vom Lehrertisch her, dass einige der erwachsenen Hexen und Zauberer glaubten, dass dies ein positives Zeichen gewesen war. Schließlich bedeutete es ja, das ein gewisser Teil des Direktors mit dem Bild in Verbindung stand.

Zehn Minuten später war es dann Zeit, sich zur ersten Nachtruhe nach den Ferien, hier in Hogwarts, zu begeben. Die Vertrauensschüler schickten sich an, ihren Verpflichtungen nachzugehen und führten die Erstklässler in ihre Häuser. Unter ihnen war auch Damion, der nun wie es aussah, noch unsicherer zu seien schien. Dies fiel besonders Hermine auf und der braunhaarige Lockenkopf meinte zu Harry und Ron, sie sollten sich vielleicht um ihn kümmern. Harry sah daraufhin seine beste Freundin mit großen Augen an und irgendwo tief in ihm sträubte sich sein Körper plötzlich, ihr zuzustimmen.

Bevor der schwarzhaarige Gryffindor allerdings seinen Unmut über das Vorhaben des Lockenkopfs zum Ausdruck bringen konnte, wurde er von hinten an seinem Umhang gezogen und jemand rief mit piepsiger Stimme seinen Namen. Es war Dobby, der hinter Harry stand und mit bittenden Augen ein kleines Stück Pergament in seinen Händen hielt.

„Dobby, ist das für mich ?", fragte Harry das Offensichtlichste und beugte sich etwas hinunter.

„Ja, Harry Potter Sir. Es ist für sie." Sagte der kleine Elf mit Stolz und Harry nahm im den Brief ab. Er öffnet ihn und las die in deutlicher Schrift geschriebenen Worte,

Bleibe sie noch eine wenig zurück. Wir müssen uns noch kurz unterhalten.

TBC