Hey Leuters,
es geht am wieder weiter, wenn auch sehr schleppend. Hat wohl mit der Woche Krankenhaus und dem Hinweis meine Betaleserin zu tun, ich sollte doch vielleicht erst einmal SdG fertig machen. Irgendwie hat sie ja recht und deshal habe ich auch die letzten Caps so gut wie fertig gehämmert. Fehlt nur noch der Feinschliff und dann gehört diese Fic zu den Akten. Bis dahin gibts den Vorlauf von dieser hie etwas zögerlicher und ich hoffe ihr habt Verständnis.
Wofür ich aber kein Verständnis habe ist, wenn ihr euch mit euren Mutmaßungen und Gedanken zurück haltet. Ich sag doch immer gebt´s mir und das meine ich besonders im Hinblick auf eure Vermutungen, was die Geschichte angeht. es macht mir als Autor nämlich besonders Spaß euch in eine bestimmte Richtung zu locken und dann das Gegenteil zu präsentieren.
Also, aufi gehts. versucht mir mein Geheimnis zu entlocken.
Viel Spaß Mr. Figgs
Kapitel 18
Kaum war das Geräusch des Zerbrechens des Siegels verklungen, glaubte Harry ein leichtes Kribbeln in seinem rechten Zeigefinger zu spüren. Außerdem kam es ihm so vor, als hätte die hölzerne Schatulle kurz aufgeleuchtet.
Und in der Erwartung in der nächsten Sekunde einen Fluch abzubekommen, griff Harry zu seinem neuen alten Zauberstab. Kaum hatte er jedoch das Stück sorgfältig bearbeitete Holz in seinen Händen, geschah es wieder. Harry überkam das Gefühl einen alten Freund wiedergefunden zu haben. Etwas überrascht ließ er den Stab fallen, nur um ihn, wie aus einem Reflex heraus, mit seinen Gedanken vorm Aufschlagen auf dem Boden abzufangen und wieder in seine Hand zu levitieren.
Noch verrückter konnte es ja nicht werden, dachte der Schwarzhaarige und während er so darüber nachgrübelte, ob er nicht Hermines Angebot, sich in der Bibliothek mal über stablose Magie mal schlau zu machen, anzunehmen, kam ihm zuerst der Brief und dann Hermine in den Sinn.
„Verdammt Hermine", dachte Harry plötzlich, „ich habe ihr noch gar nicht von der Freigabe der Bibliothek erzählt. Oh man, sie wird mich umbringen, und das nur, weil ich nicht sofort zu ihr gekommen bin."
Und mit der Vorfreude auf einen grausamen Tode, ließ Harry Hermine erst einmal Hermine sein und wand sich dem Brief von Dumbledore zu. Er entfaltete das teuer wirkende Pergament, achtete darauf, es auch ja nicht zu beschädigen und erkannte sofort auf den ersten Blick, die Handschrift seines ermordeten Mentors.
Hallo Harry,
wenn dich diese Zeilen erreichen, dann kann ich gewiss sein, dass du wieder in Sicherheit bist und dem Wunsch eines alten Mannes Respekt getragen hast. Du befindest dich also zurück in Hogwarts und wenn ich mal deine Neugier und Minervas Verantwortungsgefühl berücksichtige, dann dürfte das Willkommensfest keine drei oder vier Stunden zurück liegen.
Harry, ein langer Weg liegt vor dir. Ein Weg, der dir aufgezwungen wurde und ich wünschte, es wäre nicht an dem. Und es gib so viel Dinge, die ich dir noch sagen wollte. So viele Sachen, die dich auf deiner Reise unterstützen sollten. Doch bevor wir dazu kommen, muss ich dir eines sagen. Harry, du musst diesen Weg nicht allein gehen, sondern du hast Freunde. Freunde, die dich unterstützen und immer zu dir stehen werden. Nicht ohne Grund habe ich dir damals geraten, Ms Granger und Mr. Weasley von der Prophezeiung zu erzählen. Denn Harry, und hier hoffe ich du verzeihst mir, wenn ich dies unterschlagen habe, jedem Menschen ist nur eine gewisse Lebensspanne vorherbestimmt und meine hat sich mit der Vernichtung des Ringes um einige Jahre verkürzt. Also, egal wie mein Leben auch geendet ist, es war nicht deine Schuld und unvermeidbar.
Aus diesem Grunde habe ich dir auch etwas hinterlassen. Etwas, dass du hüten solltest, wie deinen Augapfel, denn es enthält Dinge, Informationen, die du unbedingt wissen und begreifen musst. Einige werden dir nicht gefallen und andere wiederum helfen, deinen Weg zu beenden.
Doch wie schon zu meinen Lebzeiten, Harry, kann ich von einigen alten Gewohnheiten nicht ablassen und daher wirst du die Informationen, welche sich im Innersten der hölzernen Schatulle befinden, nur erreichen, wenn dich der kleine Zauber, welcher sich mit dem Lesen dieses Briefes auf dich gelegt hat, für reif genug befindet. Ich hoffe du verzeihst mir meine Maßnahme und ich wünsche dir ein langes und vor allem glückliches Leben.
Gez. Albus Dumbledore
Harry starrte auf den Brief in seinen Händen und wusste nicht so recht, was er davon halten sollte. Dann ging sein Blick zu der hölzernen und immer mysteriöser werdenden Schatulle und wie von Geisterhand gezogen, wanderte auch seine Hand in ihre Richtung.
Harry spürte mit jedem Zentimeter, den er näher kam, ein stärkeres Vibrieren, ein Zittern, im rechten Zeigefinger und schließlich war es soweit. Seine Hand öffnete die kleine Kiste und der Inhalt ließ Harry leicht überrascht aufkeuchen. Denn es waren unzählige, na gut vielleicht auch nur zehn oder fünfzehn kleine gläserne Phiolen. Jede jedoch gefüllt mit einer silbrigen Substanz, die Harry als Erinnerung andere Menschen identifizieren konnte. Dies meinte Dumbledore also mit Informationen, die ihm helfen sollten. Und dafür hatte ihm der alte Zauberer auch das Denkarium vermacht. Harry hatte sich schon gewundert, so etwas seltenes und Wertvollen geschenkt zu bekommen. Unwillkürlich glitt sein Blick zu der mit Runen verzierten Steinschale, neben sich auf dem Bett. Er bemerkte, dass sie sich sehr gefährlich am Rande der Matratze befand und stellte das Denkarium schnell auf den sicheren Nachttisch. Dann ging sein Blick wieder zu der hölzernen Schatulle.
Als der Schwarzhaarige allerdings eine der Phiolen aus ihrem Fach nehmen wollte, traf ihn eine kleiner, aber effektiver Blitz und Harry zog erschrocken und mit leicht schmerzverzogenem Gesicht, seinen Finger zurück. Die Erinnerungen waren also geschützt und Harry vermutete, dass er sie sich einzeln und in einer bestimmten Reihenfolge ansehen musste. Wie diese aussah, dass wusste aber scheinbar nur Dumbledore selbst, oder dieser Zauber, den er erwähnt hatte.
Als Harry an diesen Zauber dachte, fiel ihm auf, dass der Brief erneut aufleuchtete. Rasch nahm er ihn in seine Hände und stellte fest, dass weitere Zeilen erschienen waren.
Ach ja Harry, noch zwei Sachen gibt es da. Dinge, die dein Erbe betreffen und vielleicht ebenso wichtige sind, wie der Kampf zwischen dir und Tom. Ja, vielleicht hängen sie sogar zusammen, doch diese Antwort kannst nur du geben. Also endlich mal eine Sache, ein Geheimnis, welches du mir voraus hast. Zum einen wäre dies, dass du Professor Mc Gonnagal immer vertrauen kannst, genauso wie ich es immer getan habe.
Und dann eine Sache, für die du mich mit Sicherheit bei unserem Treffen in der anderen Welt verfluchen wirst. Es geht um deine Ausbildung in Okklumentik. Ich weiß, dass ich dir damals gesagt habe, es besteht keine Gefahr mehr durch Tom. Aber man kann nie wissen und daher habe ich mir erlaubt, dir einen neuen Lehrer zu suchen. Er wird sich bei dir melden und Harry vertrau mir, er wird dir den richtigen Weg der Okklumentik lehren. Er ist ein Meister darin und verdient mein vollstes Vertrauen, mehr als alle anderen, die ich kenne. Lass dich von ihm leiten und du wirst auch den Schlüssel zu deinem Erbe finden. Denn du bist der Einzigste, der das kann, denn er ist in dir.
Wenn Harry also vorhin schon verwirrt über die Worte seines Mentors war, dann mischte sich nun ein wenig Wut mit hinein. Wie konnte er nur ? Was bezweckte Dumbledore nur damit ? Und was zum Teufel sollte das mit seinem Erbe ? Hatte er es nicht schon an seinem Geburtstag angetreten ?
Gedankenverloren wanderte Harrys Blick vom Brief zu seiner linken Hand. Genauer gesagt zu seinem linken Ringfinger, an dem, durch eine kleinen Zauber von Moony für niemanden sichtbar, der rote Rubin der Potters glänzte. Ja, Harry hatte dem Wunsch Dumbledore´s entsprochen und trug den Ring ständig bei sich, ebenso wie diesen alten Schlüssel, von dem keiner wusste, wozu er passte. Auch der Schlüssel war getarnt und hing an einer unzerreißbaren, unsichtbaren Kette um Harrys Hals.
Und über diese Fragen grübelnd, nicht wissend, was ihn nun wieder erwartete, schlief Harry in einer eigentlich sehr unbequemen Haltung ein. Sein Kopf sank langsam auf sein Kissen und der Brief entglitt seinen Händen. Er landete schließlich auf dem Bett und leuchtete immer noch leicht. Doch dies bekam der Gryffindor nicht mehr mit. Ebenso wenig, wie die Person, die sachte den Vorhang zu Harrys Bett zurück zog und vorsichtig die Schatulle aus den Händen des Schwarzhaarigen nahm. Sie stellte sie unter Schmerzen, welche die vielen Blitze verursachten auf den Nachttisch des Gryffindors und hob dann den Brief auf. Erneut verstärkte sich das Leuchten und die nun auftauchenden Worte schienen ein gewisses Amüsement bei der mysteriösen Person hervor zu rufen.
„Oh alter Mann", sagte eine verzerrte Stimme, die man weder Mann noch Frau zuordnen konnte, und mit einem Schwung eines Zauberstabes ging das Pergament lautlos in Flammen auf. Alles was übrig blieb waren verkohlte Fragmente, die langsam auf das Bett, neben Harry, rieselten. Ohne Zweifel, so dachte die Person, würde der Gryffindor denken, der Brief habe sich selbst vernichtet. Dies war ja unter Zauberern so üblich und mit einem Lächeln auf den Lippen verschloss sie den Vorhang zu Harrys Bett wieder.
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Es war schon spät, nun ja später wie gewohnt, als Harry aus dem Schlaf hoch zuckte, da ihm ein eigenartiger Geruch, der Geruch von verbranntem Papier, in die Nase stieg. Er öffnete die Augen und sah entsetzt all die schwarzen Flecken auf den gestern noch weißen Laken. Was ist das ? Diese Frage schoss Harry zu erst in den Kopf. Schließlich erblickte der Schwarzhaarige die, durch seinen leicht unruhigen Schlaf, überall verteilten Überreste des Briefes.
Tante Petunia wäre in Anbetracht dieses Anblickes, an die Decke gegangen, dachte der Schwarzhaarige nun amüsiert. Ließ aber im nächsten Moment alle Gedanken fallen und sah sich panisch nach der Schatulle um.
Harry war sich sicher, er hat sie kurz vor seinem Einschlafen noch in den Händen gehalten. Sein Blick ging zum Fußende und dann über seinen Kopf. Doch da war nichts. Schließlich schob er den Vorhang beiseite und war um so überraschter, als das Geschenk von Dumbledore seelenruhig auf dem Nachttisch stand und scheinbar nur auf ihn wartete.
Harry kratzte sich am Kopf und dachte angestrengt nach. Hatte er die Schatulle wirklich noch im Halbschlaf auf den Nachttisch gestellt ? Und wenn ja, wieso dann den Brief nicht ? Harry sah sich leicht verwirrt im Zimmer um und stellte fest, dass er scheinbar der erste war, der Morpheus Reich entrinnen konnte. Rasch sammelte er die Aschefetzen zusammen und versuchte zu erkennen, ob man sie retten konnte. Doch dem war nicht so und mit einer gewissen Traurigkeit ließ Harry auch den Rest des Briefes verschwinden.
Dann verstaute er die Schatulle und das Denkarium vorsorglich in seinem Koffer, suchte frische Shorts und Socken und machte sich mit einem Handtuch bewaffnet auf den Weg zum Bad. Schließlich war er gestern nicht mehr zum Duschen gekommen und außerdem hatte die Asche den Rest erledigt. Im Bad der Siebentklässler angekommen, musste Harry allerdings feststellen, dass er doch nicht der erste muntere Gryffindor war.
Es schimmerte schon Licht aus dem Bad und Harry trat leise ein. Sein Blick ging suchend durch den Raum und blieb schließlich geschockt an einer vor einem der Waschbecken stehenden Person hängen. Es war... Damion. Diese Tatsache an sich war aber nicht das Schockierende, sondern eher das Gummiband um seinen Oberarm, die deutlich sichtbaren Narben auf seinem Rücken und vor allem die Spritze in seiner rechten Hand.
Harry glaubte im falschen Film zu sein. Hatte er doch in den Ferien und auch schon vorher, wenn Dudley mal wieder über Leute lästerte, gehört, wie sich Menschen Drogen spritzten. Das dies aber auch bei Zauberern üblich war, dies war dem Schwarzhaarige neu. Der Gipfel war jedoch, als Damion sich plötzlich umdrehte, Harry anlächelte und leise sagte,
„Behalt deine Gedanken noch für dich und erschrick nicht."
Dann setzte der Braunhaarige die Spritze in der Armbeuge an und injizierte sich eine leuchtend grüne Flüssigkeit. Harry ward eigentlich versucht, den Junge davon abzuhalten, doch er schaffte keinen Fuß zu bewegen.
Damion hingegen legte, nach verabreichter Injektion, die Spritze wieder seelenruhig weg, löste das Gummiband und nahm sich plötzlich einen Lappen. Diesen rollte er zusammen und steckte ihn sich, wie einen Knebel, in den Mund. Was danach geschah, ließ Harry die Haare zu Berge stehen. Damion stützte sich auf dem Waschbecken ab, verzog das Gesicht und bäumte sich unter Schmerzen auf. Immer wieder trat er zitternd gegen die kalten Steinplatten am Boden. Dann plötzlich begannen die Narben auf seinem Rücken, und auch am Bauch, welche man vorher noch gar nicht gesehen hatte, in genau diesem Grün, welches die Flüssigkeit in der Spritze hatte, zu leuchten.
Damion schüttelte sich und die Augen, die man im Spiegel sah, glühten. Schließlich bäumte er sich ein weiteres Mal auf, schien all seinen Schmerz in den Knebel zu schreien und sank danach auf seine Knien. Er schwitze und zitterte, doch allmählich kam Ruhe in den Körper des Braunhaarigen. Harry starrte ihn an, zu keiner Bewegung fähig, und doch stellte der Schwarzhaarige überrascht eines fest. Einige Narben, diejenigen, welche eben noch am wenigsten aufgefallen waren, schienen verschwunden zu sein. Dies konnte aber auch täuschen. Denn schließlich wusste Harry ja nicht, wie viele es eigentlich mal waren.
Es dauerte noch mehrere Minuten, bis wieder Leben in beide Körper kam. Damion sammelte ruhig seine Sachen zusammen, ging zur Dusche und drehte den Hahn auf. Dann sah er zu Harry herüber und lächelte.
„So Harry, jetzt bis du dran. Denn ich denke, du hast bestimmt einige Fragen auf der Zunge."
Und ob er die hatte. Aber sollte Harry den Jungen gleich mit der schlimmsten Frage kompromittieren. Sollte er fragen, ob das eben Drogen waren ? Harry trat die Flucht nach vorne an und sprach Damion auf die Spritze an. Daraufhin holte der Braunhaarige sie nochmals vor und zeigte Harry außerdem noch ein kleines Fläschchen.
„Ich weiß, wie das eben auf dich gewirkt haben muss. Doch vertrau mir, es sind keine Drogen oder so. Dies alles hier sind noch Nachwirkungen meines Unfalls und ich hoffe, dass ich die Spritzen bald absetzten kann."
Harry versuchte in den Augen seines Mitschülers zu erkennen, ob er die Wahrheit sagte. Doch bei goldenen Augen war die nicht unbedingt möglich. Deshalb fragte Harry Damion nach dem Unfall. Der Braunhaarige schien kurz in Gedanken und antwortete dann,
„Also, wie schon gestern gesagt, habe ich nicht wirklich eine Erinnerung daran. Alles was ich weiß, habe ich von meinem Dad und er beschrieb mir den Unfall, als eine Explosion mehrerer Zaubertränke im Zaubertranklager. Dabei müssen Unmengen von Giften und Gegengiften in meinen Körper eingedrungen sein, die zerbrochenen Flaschen haben meine Haut zerschnitten und die Wucht, hat meine beiden Beine gebrochen."
Damion sah, wie bei Harry die Augen immer größer wurden. Deshalb, und weil er in den letzten Monaten genug Mitleid erfahren hatte, wiegelte der Braunhaarige jedoch schnell ab.
„Es ist aber alles halb so schlimm. Die Beine sind wieder heil. Die Gifte und Narben verbanne ich mit indischen Kräutertränken aus meinem Körper und an meine Augen habe ich mich auch schon gewöhnt. Es gibt also nichts, was mich von euch anderen unterscheidet. Außer vielleicht meine hervorstechende Eleganz und Schönheit."
Beim letzten Satz grinste Damion von Ohr zu Ohr und Harry merkte schnell, dass der Braunhaarige ihn auf die Schippe nehmen wollte. Dann allerdings fiel Harrys Blick wieder auf die Spritze und Damion begann erklärend.
„Es wirkt wirklich ziemlich heftig, wenn der Kräutersud in den Körper gelangt. Und daher kann man es auch nicht trinken. Die Magensäure würde sofort reagieren und ich bekäme Magengeschwüre so groß wie Hühnereier. Nein Harry, glaub mir, die zwei kommenden Monate überstehe ich auch noch."
Dabei deutete der Junge auf die Skala auf dem Glaskörper der Spritze und erklärte, dass er noch vor zwei Monaten fast eine ganze Dosis nehmen musste. Dann bat Damion allerdings Harry, den anderen nichts zu sagen. Hervorgerufen wurde diese rasche Bitte, durch den Lärm vor der Tür und Harry nickte verstehend. Es war ja auch Damions Sache und er war ja nur durch Zufall darauf gestoßen.
Zwei Minuten später stürmten auch schon die anderen Siebenklässler ins Bad und der Lärmpegel stieg um ein Vielfaches. Allerdings schien Ron zu den anderen etwas gesagt zu haben, denn keiner machte eine Bemerkung, oder sagte ein Wort über Harrys Narben. Bei Damion galt das Gleiche, obwohl es hier wohl eher ein Nebeneffekt war. Eine halber Stunde später hieß es dann auf zum Frühstück und dort traf man dann auch wieder auf Ginny, Hermine und den Rest der weiblichen Gryffindors.
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Mit einem knurrenden Magen setzte sich Harry an den Frühstückstisch und bis das Essen erschien, konnte man sich ja ein wenig umschauen. Sein Blick streifte dabei den Ravenclawtisch, an dem Neville gerade Luna den Stuhl zurecht rückte, ihr unter den Pfiffen der anderen Ravenclaws eine Kuss auf den Mund gab und dann zu Gryffindortisch ja förmlich herüber schwebte. Harry musste einfach lächeln, als er das Verhalten des einst so schüchternen Neville sah. Aber auch ein bisschen Wehmut trat ein. Doch Harry versuchte sie aus dem Kopf zu schütteln und fragte die anderen am Tisch, ob sie die Stundenpläne schon hatten.
Besonders interessierte sich der Schwarzhaarige für VgddK. Obwohl Harry eigentlich befürchtete, einen zweiten Lockhard als Lehrer zu bekommen. Ron schien dies ähnlich zu sehen und während er zwischen den Tätigkeiten Parvati küssen, Toast essen und Dean für seine Catcalls eine Kopfnuss schenken, wechselte, brachte der Rotschopf seine Meinung auch laut hervor.
„Und ich hatte gehofft, die Lehrer hätten aus der Katastrophe von vor fünf Jahren gelernt. Der Typ lässt sich jetzt schon an, wie Gilderoy „die Dumpfbacke" Lockhard."
Dies schien wiederum nicht allen Schüler am Tisch zu gefallen. Denn Damion bedachte den Rotschopf mit einem bitterbösen Blick und meinte, man soll dem Mann doch wenigstens die Möglichkeit geben, sich zu beweisen.
Die Gryffindors schauten Damion daraufhin ungläubig an und Harry überlegte, warum der Braunhaarige so komisch reagierte. Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass Damion Lockhard nie wirklich erlebt hat. Ja, genau das wird es sein, dachte Harry und schmierte sich den nächsten Toast.
Kurz vor Beendigung des Frühstückes bat Professor Mc Gonnagal, mittels anschlagen an ihren Trinkkelch, um etwas Ruhe. Die alte Hexe sah etwas strenger als noch gestern Abend in die Runde und sagte,
„Guten Morgen, liebe Schüler, ich hoffe doch, ihr hattet alle einen erholsamen Schlaf und könnt mir einige Minuten eurer Aufmerksamkeit widmen. Es gibt nämlich noch ein zwei Sachen bekannt zu geben. Etwas, dass ich gestern, beim Willkommensfest, noch nicht konnte, da mir die Entscheidung der betreffenden Person noch fehlte. Es geht um die verantwortungsvolle Aufgabe, des Hauslehrers von Gryffindor..."
Die Löwen stöhnten unter Protest auf. Dean und Seamus standen sogar auf und pfiffen. Sie wollte einfach keinen anderen Hauslehrer, auch wenn Mc Gonnagal als sehr streng zu bezeichnen war. Harry jedoch hatte so etwas schon geahnt. Schließlich war Mc Gonnagal jetzt Direktorin und dufte damit keinerlei Partei ergreifen.
„Ich weiß, ich weiß Gryffindors. Auch ihr seid mir ans Herz gewachsen. Doch wie soll der Wettbewerb um den Hauspokal fair entschieden werden, wenn der maßgebliche Richter euer eigener Hauslehrer ist ?"
„Na das wäre doch mal ein Pluspunkt." Sagte Ron ohne nachzudenken und so laut, dass einige am Lehrertisch schmunzeln mussten. Der Gryffindor wurde daraufhin knallrot und rutschte vor Scham fast unter den Tisch. Dies rief nun Lachen seitens der anderen Tische hervor und Professor Mc Gonnagal brauchte einige Sekunden, um wieder Ruhe in die Halle zu bringen. Sie war jedoch keinesfalls böse und Harry konnte sogar ein wenig Wehmut in ihren Augen sehen. Ohne Zweifel war sie sehr mit Gryffindor verbunden. Doch es nützte nun mal nichts. Deshalb erhob Mc Gonnagal erneut die Stimme und fuhr in ihrer Ansprache fort.
„Also, wie schon gesagt, Gryffindor braucht einen neuen Hauslehrer und der von Slytherin muss bestätigt werden. Aus diesem Grunde ernennte ich zuerst Horace Slughorn zum neuen Hauslehrer des Hauses Slytherin..."
Eintosender Applaus von Seiten der Schlangen war zu hören. Scheinbar waren einige der Slytherins nicht mal ansatzweise traurig, dass Snape nicht mehr war. Harry sah dies mit einer gewissen Genugtuung. Vielleicht bestand ja doch noch Hoffnung. Dann aber kam der Moment der Wahrheit und Harry hoffte, dass sich das ungute Gefühl, welches sich gleich nach den ersten Worten von Mc Gonnagal in seinem Bauch ausgebreitet hatte, nicht bestätigte. Dem war aber nicht so und immer mehr Gesichter entgleisten am Gryffindortisch, als die Direktorin ankündigte.
„Und für meinen Nachfolger, als Vorsteher des Hauses Gryffindor, ernenne ich Professor Stephano Styls."
Der braunhaarige und nun immer breiter lächelnde Lehrer erhob sich, wie schon Slughorn vor ihm, von seinem Stuhl und winkte den Gryffindors zu. Nun war Harry eindeutig klar, das Schuljahr würde grausam und sein Haus war am Arsch. Ron ging sogar so weit, mit dem Kopf auf die harte Tischkante zu schlagen und nur die beruhigenden Hände von Parvati brachte den Rothaarige dazu, wieder damit aufzuhören.
Zehn Minuten später, die Gryffindors hatten sich mit ihrem Schicksal schon irgendwie abgefunden, da erreichte den Tisch der Löwen, die nächste Hiobsbotschaft. Die Stundenpläne wurden am Tisch verteilt und darauf hieß es, gleich nach dem Frühstück VgddK zusammen mit den Slytherins.
