Hey Leuter´s,

es kommt mal wieder was neues von mir. Cap 22 ist da und mit ihm auch eine Bitte meinerseits. Es geht dabei um das Betalesen meiner Geschichte. Ginny, die bisher einen sehr guten Job gemacht hat und ich ihr auch ungeheuer dankbar dafür bin, hat mit ihrem Studium alle Hände voll zu tun. Daher frage ich in die Weiten der FF- Leser, ob nicht einer sich in der Lage fühlt, den Job zu übernehmen. Bezahlen kann ich nichts ( grins ), außer der Preview der neusten Caps, bevor sie gepostet werden.

Wer Interesse hat, gibt mir Bescheid. Bis dahin gilt aber weiter, viel Spaß beim Lesen und sagt mir eure Meinung.

Euer Mr. Figgs

Kapitel 22

Harry kam nur kurz hinter Ron in der Bibliothek an und setzte sich rasch zu Hermine an deren Tisch. Sein Freund allerdings, sagte nur kurz Tschau und suchte dann nach Parvati, die einen Platz weiter hinten im Tempel des Wissens bevorzugte. Harry fragte sich insgeheim, ob dies nur zum Lernen war. Oder aber, um den Blicken von Madame Price zu entfliehen. Die sah es nämlich gar nicht gern, wenn man zwischen ihren heiligen Büchern rumknutschte.

„Hey Hermine", sagte Harry leise und ließ sich auf den Stuhl sacken.

„Hey Harry", erwiderte der Lockenkopf, doch sein Gesicht verriet ganz deutlich, dass sie genau wissen wollte, was Professor Styls noch von ihnen gewollt hat. Harry erzählte es ihr lieber und Hermine meinte plötzlich, dass der Professor völlig recht habe. Harry musste wirklich mehr lernen. Und mit einem Wink deutete sie auf einen Stapel Bücher, gleich rechts neben dem Schwarzhaarigen. Harry betrachtete die ziemlich alt aussehenden Werke und sah dann fragend zu Hermine zurück.

„Was ist das?"

Hermine schmunzelte leicht und antwortete dann mit geheimnisvoller Stimme.

„Das Harry, sind so gut wie alle Bücher, die ich über das Thema stablose Magie gefunden habe. Du hast doch nicht etwa vergessen, dass wir uns damit mal beschäftigen wollten."

Harry sah seine beste Freundin mit großen Augen an und nickte dann leicht überrascht. Hatte sie gerade „wir" gesagt. Wieso machte sich Hermine so nur solche Mühe. Die Bücher hätte er doch auch suchen können. Aber andererseits, so kam es im plötzlich in den Sinn, Hermine kannte sich in der Bibliothek viel besser aus als er. Und irgendwie war Harry im nächsten Moment sehr dankbar, dass er Hermine als Freundin hatte.

Sie saßen schließlich noch eine Weile zusammen in der Bibliothek und Harry stöberte ein wenig in den Büchern aus der verbotenen Abteilung. So recht konzentrieren konnte sich der Schwarzhaarige aber nicht, da ihn seine Gedanken immer wieder zu seinem Vorhaben für heute abend brachten und er es gar nicht abwarten konnte, weiter Informationen über Voldemord zu erfahren. Aus diesem Grunde verging der letzte Unterricht des Tages, auch ziemlich langsam und Harry war heilfroh, als die Schulglocke erklang.

Es war dann schließlich fast acht Uhr und die letzten Schüler hatten die Große Halle nach dem Abendessen verlassen. Harry stand im Korridor und überlegte, wo er sich in Ruhe zurück ziehen konnte. Die Bibliothek schied aus, da Hermine und Ginny dort noch lernen wollten. Ebenso der Gemeinschaftsraum. In ihm würden um diese Zeit wohl die meisten Gryffindors sein. Blieb also nur die Wahl zwischen dem Astronomieturm und einem der leeren Klassenzimmer.

Die Entscheidung für den Turm wurde Harry allerdings durch Ron abgenommen. Der Rotschopf schnappte sich nämlich in dem Moment, wo Harry den ersten Schritt dorthin gesetzt hatte, Parvati und faselte etwas, vom Sterne gucken. Damit fiel diese Möglichkeit flach und Harry entschied für das Klassenzimmer für Verwandlungen. Dieses lag zwar in der Nähe des Gryffindorturms und auch in der Nähe der Lehrerquartiere. Aber daher vermied es Filch auch dort zu oft nachzuschauen und Harry brauchte nicht all zu viele Gedanken auf den alten, miesepetrigen Hausmeister verschwenden.

Auf dem Weg zum Klassenzimmer kam dem Schwarzhaarigen aber auch noch ein anderer Raum in den Sinn. Es war der Raum der Wünsche und wenn er schon mal dort hin ging, dann konnte er vielleicht auch gleich den Halbblutprinzen holen. Gedacht, getan und mit schnellen Schritten machte sich Harry auf den Weg zum wahrscheinlich sonderbarsten Raum in Hogwarts.

Die Tür zum Raum erschien sehr schnell. Harry hatte sich gar nicht die Mühe gemacht an einen Raum für das Verstecken von geheimen Sachen zu denken. So wie er es das letzte Mal getan hatte. Nein, heute dachte er direkt an den Halbblutprinzen und fand sich nur weinige Sekunden später in genau jenem kathedralengroßen Raum wieder, den Harry im letzten Schuljahr schon gefunden hatte.

Der Raum war einfach perfekt. Harry suchte schnell das Buch, welches ihm letztes Jahr nicht nur Gutes beschert hatte und ließ sich dann auch einem großen Sofa, gleich neben der Tür nieder. Er zog das Denkarium aus seinem Umhang und auch das kleine Fläschchen mit der silbrigen Substanz, die mal eine Erinnerung eines Menschen war.

„Na denn", dachte Harry und schüttete die Phiole aus. Und sofort, als er sah, wie die Substanz anfing herum zu wirbeln, kamen Harry eine Menge Erinnerungen wieder hoch. Am stärksten war wohl diese, in der Dumbledore das erste Mal mit ihm zusammen das Denkarium betreten hatte. Sie beide waren damals im Haus der Gaunts gewesen und Harry hatte die ersten Bilder von Voldemords Vorfahren gesehen.

Doch was würde er heute erfahren ? Mit dieser Frage im Kopf vergewisserte sich der Gryffindor, dass er auch wirklich allein war und beugte dann seinen Kopf immer weiter in Richtung der steinernen Schale. Daraufhin verschwand der silbrige Nebel nach und nach und es wurde ein kleiner Raum im Becken sichtbar. Dann kam es Harry wieder so vor, als würde er kopfüber in das Becken fallen und eine Sekunde später spürte er auch schon den Boden unter seinen Füßen.

Rasch sah Harry sich um und trat einige Schritte von der hölzernen Tür, vor der er gelandet war, weg. Gut, er wusste, dass es sich umeine Erinnerung handelte und er eigentlich kein fester Bestandteil dieser war. Doch es war vielmehr ein Reflex, dass er es tat. Wieder sich ein wenig sicherer fühlend, begann Harry seinen Blick durch den Raum wandern zu lassen. Irgendwas schien ihm vertraut zu sein. Doch was war es ? Das Bett ? Der Tisch ? Nein, durchzuckte es Harry. Es war der ganze Raum. Er war schon einmal hier gewesen und zwar in seinem dritten Schuljahr. Es war das Zimmer im Tropfenden Kessel, in dem ihn Fudge nach Sirius Flucht untergebracht hatte.

Bevor der Gryffindor sich aber weiter erinnern konnte, durchfuhr ein Geräusch den Raum. Harry schnellte herum und bemerkte zum ersten Mal den Mann in der Ecke mit dem Waschbecken. Er stand mit beiden Händen auf dem Waschtisch abgestützt da und übergab sich.

Wer mochte dies sein ? Harry versuchte etwas genaueres zu erkennen. Doch alles was er sah, war der schwarze Zaubererumhang. Harry ging daher einige Schritte auf den Fremden zu und schreckte im nächsten Moment zurück. Denn der Mann hatte sich aufgerichtet und sein Gesicht zeigte sich verzerrt im leicht blinden Spiegel. Es war ... Severus Snape.

Wut stieg in Sekundenschnelle in Harry auf und er wollte zu seinem Zauberstab greifen. Doch dieser war nicht in seiner Tasche. Nein, er lag noch im Raum der Wünsche und wenn man es sich recht überlegte, konnte Harry auch nicht wirklich was damit anfangen. Er war ja schließlich in einer Erinnerung. Eine, aus der er so schnell wie möglich wieder raus musst. Denn das letzte was er wollte, war etwas aus dem Leben eines Mörders zu wissen. Snape war tot und so sollte es auch bleiben.

Doch als Harry versuchte sich auf das Rückkehren in die Realität zu konzentrieren, passierten zwei Dinge. Zum einen konnte er sich einfach nicht aus der Erinnerung lösen und dann hörte er einen Namen, der seine vollste Aufmerksamkeit auf sich zog. Sein Kopf schnell zurück zu Snape und er starrte ihn fassungslos an.

Der Verräter, er war in dieser Erinnerung vielleicht fünfundzwanzig oder sechsundzwanzig Jahre alt, stand schwitzend und zitternd da und sein öliges Haar hing ihm strähnig ins Gesicht. Doch das Erschreckendste, so stellte Harry es jetzt fest, waren die Augen von Snape. Sie waren voller Entsetzen und Panik und mit erstickender Stimme sagte er.

„Bei Merlin, Lily was habe ich getan."

Harry stand erstarrt da und die Welt um ihn schien sich wie wild zu drehen. Was war hier plötzlich los ? Harry begann panisch nachzudenken und hörte die Worte von Snape nur noch durch einen Schleier. Der ehemalige Slytherin und Todesser ging nun aufgeregt im Raum umher und versuchte immer wieder Auswege für seine Misere zu finden. Schließlich sagte er laut „Dumbledore" und sein Gesicht, sah so aus, als würde sich ein wenig Hoffnung darin wiederspiegeln.

Im nächsten Augenblick, Harry konnte wieder einigermaßen klar denken, begann sich der Raum um ihn herum zu verändern. Die Wände wurden heller und es kamen einige Fenster hinzu. Dann entfachte sich ein Kamin und Harry erkannte einen Moment später Dumbledore´s Büro.

Der Direktor, in dieser Erinnerung auch einige Jahre jünger, saß hinter seinem Schreibtisch und studierte seine Unterlagen, als Snape klopfte. „Herein", sagte die ruhige Stimme des alten Mannes und die Tür wurde geöffnet.

„Ah Severus, mein Junge, es ist schön dich mal wieder zu sehen."

„Danke Professor", sagte Snape hastig und sah sich unsicher im Raum um.

„Sag, was kann ich für dich tun. Ich dachte, wir wollten uns erst nächste Woche treffen."

„Ich... ich weiß Professor. Doch... doch..." Es sah fast so aus, als würde Snape gleich in Tränen ausbrechen. „ Oh Professor, ich habe was fürchterliches getan. Es ist... ist Lily.."

Snape brach zusammen und Dumbledore legte seine Hand beruhigend auf die Schulter des jungen Mannes.

„Oh ja Lilly Evans. Ich erinnere mich. Euch verband etwas ganz Besonderes."

„Etwas Besonderes ?", schluchzte Snape leicht abwesend und verzweifelt. „Professor, ich habe sie geliebt. Geliebt bis sie Potters arrogantem Getue erlegen ist."

„Ach ja die Liebe", sagte Dumbledore und Harrys Augen wurden immer größer. „Aber weißt du Severus, ich glaube Lilly hat dich auch irgendwie geliebt. Doch die Wege, die Liebe geht manchmal komische Wege und sie scheint mit James glücklich zu sein."

„Doch wie lange noch Professor ?", Snape bedeckte nun seine Augen, „ich... ich habe sie verraten."

Auf diese Aussage hin verdunkelten sich die Augen des Direktors und er fragte Snape, was er getan hat. Der Slytherin begann darauf zu zittern und undeutliche Worte zu stammeln. Dumbledore schien daraufhin noch besorgter zu werden und fragte Snape, ob er sich die Informationen holen dürfte. Snape nickte und sah den Direktor direkt an. Harry konnte förmlich spüren, wie sich der alte Zauberer konzentrierte und im nächsten Moment veränderte sich der Raum aufs Neue.

Als Harry die Augen wieder öffnete, befand er sich im Eberkopf wieder. Er erkannte das schmuddelige Pub sofort wieder. Denn genau hier hatten sich Harry und seine Freunde damals getroffen, um die DA ins Leben zu rufen. Doch heute ging es um was anderes und deshalb sah sich Harry erst einmal um.

Er fand schließlich Snape, wie er kurz davor war, eine kleine Tür am Ende des Ganges zu den Gästezimmern zu erreichen und vernahm plötzlich eine Stimme in seinem Kopf, die eindeutig ehemaligen Slytherin gehörte. Er sprach sich selbst Mut zu und wie wichtig es für ihn war, die Stelle des Zaubertranklehrers zu bekommen. Doch dann verstummte die Stimme wieder und Harry hörte durch eine der Türen, die Stimme von Sybille Trelawny und wie sie Dumbledore die Zukunft prophezeite. Er sah, wie Snape sich ganz nah an die Tür drückte und wie im nächsten Moment der Wirt des Eberkopfes hinter dem ehemaligen Slytherin erschien.

Dann ging alles sehr schnell und mit einer Menge Krach wurde Snape von der Tür weggerissen. Das Nächste was Harry sah war, das Snape aus dem Pub lief und direkt in die Arme eines Mannes, den Harry wohl genauso hasste, wie Snape selbst. Es war Lucius Malfoy.

Der Todesser sah seinen alten Mitschüler mit freudigem Blick an und seine ölige Stimme sprach Snape auch sofort an.

„Oh Severus, welch Freude dich zu sehen. Ich habe gehört, du willst dich auch dem dunklen Lord anschließen."

Snape zuckte kurz zusammen und Harry verspürte plötzlich so etwas wie Angst und Abneigung, die er selbst immer gegenüber Voldemord hatte. Dann aber sah er wie Malfoy Snape direkt in die Augen sah und plötzlich ein gehässiges Grinsen seinen Mund umspielte.

„Nun sag schon Severus. Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen."

Und in diesem Moment, so spürte es Harry regelrecht, machte Snape den wohl größten Fehler seines Lebens. Er erwähnte die Prophezeiung und Malfoy drängte ihn daraufhin mitzukommen.

Erneut änderte sich an diesem Abend der Ort der Erinnerung und Harry stand plötzlich umringt von zahlreichen Todessern in Voldemords Versteck. Sie alle verbeugten sich und küssten demütig den Umhang ihres Herren, bevor sie anfingen ihre Taten zu berichten. Doch es schien Voldemord nicht zu gefallen, was er hörte. Zu viele seiner Anhänger waren in den letzten Worten durch Männer wie Mad Eye Moody oder Harrys Vater verhaftet worden und somit verteilte der dunkle Lord eher Flüche als Lobgesänge.

Aus diesem Grunde schien es für Lucius Malfoy bessern zu sein, die Aufmerksamkeit auf einen Neuling zu lenken und er brachte Severus Namen ins Spiel. Malfoy flüsterte Voldemord zu, dass sein Freund Informationen habe und bevor sich Snape versah, hatte ihn der dunkle Lord auch schon mit dem Leglimenszauber belegt und holte sich Informationen, die er wollte.

Harry wusste in diesem Moment, wie Voldemord von der Prophezeiung erfahren hatte. Doch sehr viel besser fühlte er sich nicht. Er wollte schließlich Snape für seine Taten hassen. Er hatte Dumbledore getötet. Er hatte ihn mit dem Todesfluch vom Turm gestürzt. Und so begannen Tränen aus Harrys Augen zu laufen und seine Beine wurden schwach. Er merkte nicht einmal, dass er zurück in Dumbledore´s Büro war und Snape dem Direktor gerade zeigte, welche „Belohnung" Voldemord im für die Informationen gegeben hatte. Es war das dunkle Mal, welches auf Snapes Unterarm leuchtet und den beißenden Geruch von verbranntem Fleisch verströmte.

Es war dann schließlich der Direktor, der Snape versuchte zu beruhigen und meinte, sie würden eine Lösung finden. Snape sah ihn hoffnungsvoll an sagte.

„Danke Professor. Ich wusste, sie können mir helfen. Ich würde es mir nie verzeihen, wenn Lilly etwas passiert. Sie hat zwar Potter gewählt. Doch vielleicht wäre dieses Baby unter ihrem Herzen ja auch meines gewesen."

Dumbledore lächelte Severus gütig an und kurz darauf sprachen sie darüber, ob man das Vertrauen von Voldemord gegenüber dem ehemaligen Slytherin nicht ein wenig ausnützen könnte. Und somit war der Grundstein für eine über siebzehn Jahre dauernde Spionagegeschichte gelegt. Als Harry dies verstand, begann sich der Raum um ihn herum wieder zu verändern und er landete auf dem Sofa im Raum der Wünsche.

Allerdings weinte der Gryffindor immer noch. Teils aus Verzweiflung über das Gesehene, doch hauptsächlich aus Wut über sein Schicksal. Harry wollte es einfach nicht wahr haben, dass Snape nach all dem, was Dumbledore für ihn getan hatte, er den Direktor so kalt ermorden konnte. Und mit dem Denkarium in der Hand und seinen Zauberstab nun wieder fest umfasst, nickte Harry auf dem Sofa im Raum der Wünsche ein.


Es war kurz vor Beginn der Ausgangssperre, als Hermine den Gemeinschaftsraum noch mal betrat. Sie konnte einfach nicht schlafen. Und dies trotz dass sie in den letzten drei Stunden ihre gesamten Hausaufgaben für den Rest der Woche fertig gestellt hatte. Die Gryffindor sah sich im Gemeinschaftsraum um und erblickte Ron, der mit Parvati auf den Armen, durch das Portrait kletterte.

„Was ist mit ihr ?" Fragt Hermine mit leicht besorgter Stimme. Doch Ron grinste nur und meinte, dass Parvati nur müde sei. War halt einlanger Abend. Hermine rollte natürlich mit den Augen und warf dem Rothaarigen einen leicht genervten Blick zu. Denn dieser konnte es einfach nicht lassen, zu verraten, dass sie beide sehr schnell in ihrer Beziehung voran kamen. Dann aber schoss ihr Harry wieder in den Sinn und sie fragte Ron, ob er wüsste, wo ihr beider Freund war. Der Rotschopf hatte aber keine Ahnung, fragte Hermine jedoch, ob er die Karte der Rumtreiber holen soll. Harry hatte es den Zwei angeboten, die Karte im Notfall zu benutzen.

Hermine überlegte kurz und nickte dann. Sie versprach Ron im Gegenzug, Parvati ins Bett zu bringen. Jungen konnten schließlich die Schlafräume der Mädchen nicht ohne Begleitung eines Erwachsenen betreten. Ron nahm das Angebot an und rannte in Richtung des Jungenschlafsaals.

Fünf Minuten später trafen sich beide wieder im Gemeinschaftsraum und Hermine machte sich auf die Suche nach Harry. Sie lief die Gänge entlang und nutzte das geheime Wissen der Karte um Filch und anderen Gefahren aus dem Weg zu gehen. Als Hermine dann schließlich vor dem Raum der Wünsche ankam, atmete sie noch einmal tief durch und trat ein. Beim Anblick, welcher ihr sich bot, konnte sie aber nicht anders und musste lächeln. Harry lag auf dem Sofa, das Denkarium umklammert und sein Körper stark zusammengerollt. Scheinbar fror der Gryffindor leicht, war aber zu faul, sich eine Decke zu holen.

Hermine verhaarte noch einen Moment in der Tür und ging dann leise und vorsichtig zum schlafenden rüber. „Harry", sagte sie und versuchte den Jungen mit sanftem Rütteln zu wecken. Allerdings dauerte es gute drei Versuche, bis Harry die Augen öffnete und Hermine mit verschlafenen Augen anblinzelte.

„Her... Hermine bist du das ?" Fragte er überrascht und rieb sich die Augen. Der Lockenkopf lachte.

„Natürlich Harry. Oder glaubst du Mc Gonnagal würde dich so freundlich aus dem Schlaf holen. Was hast du dir überhaupt gedacht?"

Im nächsten Moment fiel ihr Blick auf das Denkarium und sie fragte Harry aufgeregt, wo er dies her habe. Dann wanderten ihr Augen durch den Raum und wurden immer größer.

„Harry, weißt du, was das ist ? Wo hast du es gefunden ? Hier ? Aber dann gehört es dir nicht. Du musste es zurück lassen."

Es dauerte einige Sekunden bis Harry es schaffte seiner Freundin das Wort abzunehmen. Doch als er es schließlich auf die Reihe kriegte, erklärte er ihr schnell, dass alles rechtens sei und dass das Denkarium ihm gehörte. Allerdings verschwieg er die Erkenntnisse der letzten Stunden. Harry wusste selbst noch nicht einmal, ob es so richtig verkraftet hatte.

Als die Sache dann schließlich geklärt war, kam bei Hermine jedoch der Vertrauensschüler wieder durch und sie drängte den Gryffindor endlich ins Bett zu gehen. Harry bekam die Karte des Rumtreibers und wusste nun auch, wie Hermine ihn gefunden hatte. Sie schlichen beide vorsichtig zurück zum Gryffindorturm und dann ins Bett. Denn Harry war wirklich todmüde und der Tag war auch wirklich sehr aufregend gewesen. Eines bemerkten die beiden Gryffindors aber nicht. Und zwar handelte es sich dabei um eine dunkel gekleidete Person, die nur wenige Meter von ihnen entfernt, hinter einer Rüstung stand. Und genau diese geheimnisvolle Person, schlich sich, kaum dass Harry und Hermine außer Sicht waren, in den noch nicht verschwundenen Raum der Wünsche...