Ok, Leuter´s, wir haben wieder eine Woche geschafft und Weihnachten rückt auch näher. Deshalb auch ein kleines Geschenk im Voraus. Doch wie gesagt, es ist nur ein kleines Cap.
Trotzdem viel Spaß beim Lesen
Euer Mr. Figgs
Kapitel 27
Harry hatte das ganze Abendessen über leichte Probleme sich zu konzentrieren, denn immer wieder gingen ihm die Worte von Styls Sohn durch den Kopf. Was würde Damion machen, um sich zu rächen? Würde er Ginny verhexen? Das durfte der Gryffindor jedoch auf gar keinem Falle zulassen. Wer wusste schon, was Damion durch Professor Styls alles für Zauber kannte?
Harry sah deshalb jede dritte Sekunde zu Damion herüber, doch der Braunhaarige tat nichts weiter als zu essen und zu grinsen. Und genau dieses Grinsen machte Harry solche Sorgen. Es strahlte eine gewisse Vorfreude aus und die Tatsache, dass Damion Harry auch immer wieder mal zugrinste, ließ es in Harrys Magen flau werden. Er war fast soweit, zu Damion zu gehen und ihn zu bitten, er solle nichts im Bezug auf Ginny tun.
Dies wiederum würde aber den Zorn von Rons Schwester auf ihn lenken, da sie ein sehr selbständiges Individuum geworden war. Und wenn Harry zusätzlich Neville richtig verstanden hatte und der einst so schüchterne Gryffindor hatte durch Luna ja einige Erfahrungen, dann sollte Mann sich nicht mit einem Mädchen anlegen, wenn es ihre Tage hatte. So beließ es Harry weiter beim Beobachten des Braunhaarigen und sein Blick wurde wachsam, als Damion sich plötzlich erhob und zum Lehrertisch ging. Dort wechselte er einige Worte mit seinem Vater und nach einem Nicken seitens Professor Styls verschwand Damion zügigen Schrittes aus der Halle.
Harry aß schnell seinen letzten Bissen, entschuldigte sich und rannte Damion hinterher. Damion einzuholen, das schaffte er aber nicht und somit war das Letzte was Harry sah, wie er im Korridor, der zu den Lehrerunterkünften führte, verschwand. Harry nahm an, dass Styls Sohn in dessen Gemächer ging und trottete deshalb leicht niedergeschlagen in Richtung Gryffindorgemeinschaftsraum.
Wie auf Kohlen wartete Harry schließlich vorm Kamin und ließ Ginny oder das Portrait der fetten Dame nicht mehr aus den Augen. Er spürte regelrecht, dass heute noch was geschah. Und so war es auch, denn Damion tauchte im Gemeinschaftsraum auf und setzte sich provokative in Richtung Ginny blickend an einen der Tische. Der ganze Raum beobachtete dies und keiner beschäftigte sich noch mit dem, was er eigentlich vorhatte.
Es war dann Ginny, der die ganze Sache zu bunt zu werden schien und mit einem lauten „Nacht" verschwand sie in Richtung der Schlafsäle. Jeder sah ihr nach und es waren schließlich Parvati, Lavender und Hermine, die sich aufrafften und ihrer Freundin folgten. Harry allerdings blickte sofort in Richtung Damion und dieser schien leise vor sich hin zu zählen. Dann stand er plötzlich ebenfalls auf und ging in Richtung Jungenschlafsaal.
Kaum war er aber außer Sichtweite, sprangen auch Harry, Ron und die anderen aus ihrem Schlafraum auf und folgten dem Braunhaarigen. Was sie jedoch erwartete, damit hatte keiner gerechnet. Damion musste hoch gerannt sein, saß nun auf seinem Bett, in der Hand seinen Stimmungsheber und er grinste schelmisch übers ganze Gesicht.
„Na Jungs", fragte er, „ist eure Angst, dass ich dem kleinen Feuervogel was tun könnte, doch so groß, dass ihr alle heute früher ins Bett wolltet?"
Die Jungen schauten sich überrascht und verlegen an und wollten sich schon wieder zurückziehen, da sprach Harry den Braunhaarigen an. „Ähm na ja, irgendwie schon. Ich meine, du hast wirklich sehr gefährlich geklungen und so, aber wie ich sehe, hat Ginny doch aufgegeben und du hast dein Dingsda zurück."
Damion begann zu lachen und antwortete, „Harry, Harry, Harry, ich hab dir doch schon vorhin gesagt, ich würde sie niemals verletzen. Doch was den Stimmungsheber hier in meiner Hand angeht, nun, der ist ja im eigentlichen Sinne meine kleine Rache."
Harry stockte und seine Gedanken fingen an zu rasen. War dieses Ding etwa gefährlich? Musste er jetzt um Ginny bangen? Doch Damion sprach weiter und riss den Gryffindor daher aus seinen Gedanken.
„Ihr solltet vielleicht wissen, dass diese Sache mit dem Spielen der Musik, nur ein kleiner Nebeneffekt des Gerätes ist. Dad hat ihn mir vor vielen Jahren, als ich noch nicht mit ihm auf seine Artefaktjagd gehen durfte aus einem ganz anderen Grund geschenkt. Er wollte nämlich nicht, da ich von seinem Tun so fasziniert war nicht, dass ich ihm hinterher schlich. Und hier Harry kommen wir zu dem Punkt, wo du Unrecht hast, wenn du sagst, Ginny hat ihn mir zurückgegeben. Denn dass hier in meiner Hand ist nur das Gegenstück zu meinem Teil des Sets, nämlich zu dem, welches sie mir weggenommen hat. Und mit ein wenig Glück ist unsere liebe Ginny so leicht zu beeinflussen, dass wir heute noch eine Menge Spaß haben könnten."
Harry schaute verwirrt auf Damions Hand und dann in Richtung der anderen Jungen. Diese standen nicht minder überrascht im Raum und somit lag es nun an Damion zu erklären, was er meinte. Doch der Braunhaarige tat nichts dergleichen. Er stellte lediglich den Stimmungsheber auf den Tisch in der Mitte des Raumes, richtete seinen Zauberstab darauf und sagte leise „engorgio".
Sofort wuchs die Glaskugel auf die dreifache Größe und Damion grinste in die Runde. Dann wischte er mit seiner rechten Hand über den gläsernen Körper und murmelte „Visiko". Der Stimmungsheber begann leicht zu summen und im nächsten Moment klappte allen anderen Jungen der Unterkiefer in Richtung Füße. Harry glaubte nicht, was er da sah, oder besser gesagt wen.
„Oh man, ich hätte nie gedacht, sie tut es wirklich. Es war mehr so eine Hoffnung, dass... boah seht euch diese Aussicht an"
Alle Blicke gingen kurz zu Damion und dann wieder blitzschnell zur Kugel. Denn in ihr, in mitten der immer durchsichtiger werdenden Nebelwolke, sah man die Mädchen. Es waren Ginny, Lavender, Parvati und noch andere der Gryffindors. Doch das, was die Jungs am meisten ins Schwitzen brachte, war wohl eher die Tatsache wo wie waren und in welchem Zustand. Harry konnte es immer noch nicht fassen, dass er dort in der Kugel all die Mädchen beim Duschen beobachtete.
Er sah Ginny völlig nackt, wie sie so unter dem dampfenden Wasser stand, das Nass über ihre Brüste lief und ihm wurde mehr als nur heiß zumute. Dann wanderten seine Augen zu Parvati, die gerade von Lavender die Haare gewaschen bekam und ein Blick zu Ron sagte ihm, dass sein Freund jetzt liebend gern mit der Gryffindor getauscht hätte.
„Na Jungs, hab ich nicht gesagt, dass wir Spaß haben werden?"
Damion freute sich wie ein kleiner Junge und grinste übers ganze Gesicht, ließ aber auch kein Auge von den Objekten der Begierde. Harry spürte regelrecht, wie er immer roter wurde. Der Gryffindor überlegte voller Scham, ob es falsch war, was sie taten. Ein Blick zu den anderen und in ihrer voller Lust und Neugier glänzenden Augen brachte ihn dann aber auf die Frage, ob er nicht normal war. Allerdings schaffte es Harry wiederum nicht, seinen Blick abzuwenden, egal von welchem Mädchen. Ron hingegen schien es leichter zu haben, denn sein Blick klebte wirklich nur an seiner Freundin. Und erst ein Satz von Damion holte ihn in die Realität zurück. Der Braunhaarige, bisher der gelassenste der fünf Jungen, musterte jedes Mädchen und tat seine Meinung kund.
Lavender war für ihn die am besten gebauteste und mit Parvati und ihrem schlanken, katzengleichen Körper würde Ron wohl eine Menge Spaß haben. Doch als er sich Ginny vornahm und meinte, dass Rons jüngere Schwester nicht nur gut mit Worten umging, sondern auch einen Rasierzauber beherrschte, da war Schluss mit Lustig.
„Was?", rief Ron ungläubig und mit entsetzter Stimme. Er brachte es aber im selben Augenblick nicht übers Herz, auf seine Schwester, oder vielmehr die von Damion gemeinte Stelle zu schauen. Vielmehr warf er Damion einen bösen Blick zu und sagte fordernd, er solle seine Augen vom Körper Ginnys nehmen. Der Gryffindor grinste daraufhin nur und stachelte auch die anderen Jungen an, es zu genießen.
Dann aber betrat eine andere Person das Badezimmer und Harry wurde es plötzlich ganz ungewöhnlich mulmig. Es war Hermine. Sie trug ihren Morgenmantel und stellte gerade ihr Shampoo auf dem Tisch neben Damions Kugel ab. Dann wandte sie sich den anderen Mädchen zu und schien etwas zu fragen. Harry vermutete, da sie nur Bilder empfingen, dass es mit dem Stimmungsheber zutun hatte, denn Hermine zeigte immer wieder mal kurz darauf. Die anderen Mädchen lachten und blickten in Richtung des Lockenkopfs. Dadurch kamen ihre Körper allerdings so gut zur Geltung, dass bei den Jungen die Gesichtröte abnahm. War ja auch klar. Das Blut wurde schließlich an anderer Stelle gebraucht.
„Nun mach schon Hermine...", sagte Damion beschwörend und voller Vorfreude, „... das Wasser wird sonst kalt."
Harry sah den Braunhaarigen mit großen Augen an. Sie blitzten kurz auf und er tat danach etwas, dass ihm den Unmut Aller einbrachte. Harry stand plötzlich auf und warf einen von Rons Pullovern, der ihm an nächsten lag, über die Glaskugel. Sofort sprangen die Gryffindors empört auf und es war sogar Ron, der Harry überrascht fragte, was dies sollte. Harry sah ihn an und wusste für einen Moment wirklich nicht, warum er dies getan hatte. Es wären bestimmt nur noch Sekunden gewesen, um Hermines Körper in seiner vollen Pracht zu sehen. Harrys Geist begann zu rasen und er überlegte sich fieberhaft eine Antwort. Schließlich strafften sich seine Schultern und er sagte mit festen Worten: „Ron, ich bitte dich. Sie ist unsere beste Freundin. Wir haben so viel zusammen erlebt und durchgestanden. Willst du ihr das wirklich antun? Selbst bei Ginny hätten wir schon wegschauen müssen. Bei Merlin, sie ist deine kleine Schwester."
Die anderen Jungen schauten den Schwarzhaarigen verständnislos an. Neville und Dean begannen sogar zu lachen und wollten den Pullover wieder wegnehmen. Doch da schritt Damion ein und sagte mit gespielt bedauernder Stimme, „Tja Jungs, Harry hat Recht Wir sollten uns schämen. Und außerdem, wie wollen wir den Mädels morgen nur unter die Augen treten? So wie jetzt?" Dabei blickte der Braunhaarig in die Runde und verweilte etwas länger auf Dean und Seamus, die beide versuchten, die Beule in ihrer Hose zu verstecken. Dann ging sein Blick wieder zu Harry und er sah den Schwarzhaarigen kalkulierend an. Doch der Augenkontakt hielt nicht lange.
Damion beendete den Zauber der Glaskugel und steckte sie in seinen Umhang. Dann sah er noch mal in die Runde und mit einem Grinsen stellte Styls Sohn fest, dass sich Ron, Neville und die beiden anderen, nach einigen Sekunden des Sammelns, sehr rasch zurückzogen. Teils in die Betten oder aber, wie in Rons Fall, mit einem Handtuch bewaffnet in Richtung Bad.
Der Einzigste, der zurück blieb und immer noch auf die Stelle, wo der Stimmungsheber stand starrte, war Harry. Er konnte es einfach nicht glauben. Nicht nur, dass er Ginny, Parvati und Lavender nackte gesehen hatte machte ihn leicht fertig und verlegen. Nein, es war vielmehr seine Reaktion auf Hermine. Wieso wollte er sie nicht sehen? Die Antwort darauf kam überraschenderweise aus Damions Mund. Allerdings in Form einer Frage, die sich Harry selbst beantworten musste. Der braunhaarige Gryffindor stellte sich nämlich neben den nachdenklich schauenden Schwarzhaarigen und sagte, ohne ihn direkt anzuschauen: „Sag mal Harry, wolltest du wirklich nicht sehen, wie deine beste Freundin ohne diesen unvorteilhaften Umhang aussieht, oder wolltest du nur, dass WIR sie nicht so sehen?"
Harrys Kopf schnellte entsetzt herum und Damion lächelte wissend, doch er sagte nichts weiter und ging nur pfeifend in Richtung seines Bettes. Harry jedoch stand still da und ließ sich die Worte durch den Kopf gehen. War es wirklich so? Wollte er der Einzige sein, der Hermine so sah? Aber sie war doch seine beste Freundin? Oder etwa nicht? Aber er hatte mit Ginny Schluss gemacht, damit sie nicht in Gefahr käme, oder vielleicht doch nicht?
Harry war mehr als nur verwirrt. Er wusste nicht mehr, was er denken oder fühlen sollte. Und mit immer größer werdenden Kopfschmerzen und einem noch unangenehmeren Druck in seiner Jeans ging der Schwarzhaarige schließlich auf sein Bett zu. Er zog sich aus und legte sich nieder. Vielleicht würde das Pochen in seinem Schädel ja dadurch weg gehen. Was nun den anderen Schmerz anging, da sollte ihm bestimmt noch eine handfeste Lösung einfallen...
TBC
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