Hey Leuters,
ich wünsch euch allen noch ein gesundes neues Jahr und viel Spaß beim Lesen. Ich werd mich übrigens bemühen, wieterhin regelmäßig zu posten, doch kurz vor Silvester hatte ich einen kapitalen Festplattencrash und so kann es etwas dauer, da die letzten zwei Caps mit drauf gegangen sind. Dies nur zur Info, doch ich denke es wird nicht sehr lange brauchen.
So, genug gequatscht, viel Spaß und gebt's mir
Euer Mr. Figgs
Kapitel 32
Wenn jemand, der das Geheimnis der Karte des Rumtreibers kannte, diese am heutigen Tage aufgeschlagen hätte, so wäre ihm aufgefallen, dass sich nur sehr wenige Personen, im Vergleich zu sonst, im Schlosse Hogwarts befanden. Es waren meist Lehrer, Geister und die Schüler der untersten beiden Klassenstufen.
Doch es gab auch noch zwei andere, ältere Schüler, die nicht mit nach Hogsmeade gegangen waren und ihre beiden Punkte, die bis vor wenigen Minuten sich in der Bibliothek immer näher gekommen waren, rannten nun in die total entgegengesetzten Richtungen. Einer dieser Punkte trug den Namen Hermine Granger und er bewegte sich schnurstracks in Richtung Hauptportal des Schlosses und danach zum See hinab.
Hermine musste einfach hier raus. Sie konnte nicht mehr am Ort des Geschehens bleiben und sogar die Bücher, die sie so sehr liebte, verursachten in ihr ein Gefühl der Verzweiflung. Somit blieb nur ein anderer Ort, an dem sie sich wohl fühlte und das war nun einmal der See. Mit Tränen in den Augen kam sie schließlich am Ufer an und obwohl hier alles durch den Regen und vielleicht auch durch die von Damion verursachten Wellen nass und schmierig war, setzte sich die Gryffindor auf den kalten Boden. Es war ihr egal, ob sie krank wurde. Doch es schien einer anderen Person nicht so gleich zu sein und diese kam auch mit nachdenklichem Gesicht auf sie zu geschwommen.
Harry erwachte durch den Geruch von frisch gemähtem Gras und dem Geräusch, welches sich so anhörte, als würde man zwei Holzstäbe aufeinander schlagen. ‚Wo bin ich'? Diese Frage schoss ihm durch den Kopf und er versuchte rasch, und ohne die Augen zu öffnen, sich zu orientieren. Zuerst stellte er fest, dass es nicht mehr zu regnen schien und auch seine Kleidung fühlte sich merkwürdigerweise trocken an. Dann spürte er, dass der Boden unter ihm weich war. Doch mit einem von Poppys Betten konnte man es auch nicht vergleichen, denn es fehlte der Geruch von Desinfektionsmittel. Bevor Harry aber weitere Eindrücke sammeln konnte, riss ihn eine fremde Stimme aus seinen Gedanken.
„Du brauchst dich nicht schlafend zu stellen, Harry. Keiner will dir was tun."
Unsicher öffnete der Gryffindor seine Augen und suchte seine Umgebung nach der dunklen, alt klingenden Stimme ab. Schließlich fand er ihren Ursprung in Form eines alten Mannes mit einem langen grauen Bart und sehr mittelalterlich wirkendem Umhang. Der Greis lächelte Harry an und bedeutete ihm näher zu kommen. Während Harry dies tat, verschaffte er sich mit raschen Blicken einen Eindruck von seiner Umgebung. Vielleicht musste er ja schnell weg von hier und da konnte dies dienlich sein.
Die Umgebung jedoch schien noch ungewöhnlicher zu sein als die Tatsache, in der Fremde auf einem Bündel Heu aufzuwachen. Denn es gab hier lediglich eine kleine, aus Baustämmen zusammengezimmerte Holzbank und auf eben jener saß der alte Mann. Ansonsten sah Harry nur weite Felder und Wiesen, auf denen Bauern ihre Arbeit verrichteten. Dort hörte Harry auch plötzlich wieder dieses Geräusch der aufeinander treffenden Hölzer und erkannte drei jüngere Männer, die mit ihren Dreschflegeln arbeiteten. Am ungewöhnlichsten war allerdings der Himmel über ihnen. Er schimmerte nicht blau, sondern hatte einen leichten Orangeton.
Schließlich sprach der alte Mann wieder und fragte, wie Harry sich fühle. Der Schwarzhaarige brauchte aber einige Sekunden um sich zu sammeln und sagte leise „Gut". Dann aber brach auch bei Harry die erste Frage heraus. „Wo bin ich?" Der Greis lächelte daraufhin und antwortete. „Nun Harry, das sollte dir vielleicht jemand anderes erklären. Jemand, der dich hergebracht hat und dem du vielleicht mehr vertraust als mir."
Harry sah den alten Mann mit großen Augen an und aus seinem Mund kam ungläubig ein Name... „Dumbledore!" Der Bärtige nickte lächelnd und bedeutete Harry, ihm zu folgen. Sie gingen in Richtung der Felder und der Ältere erklärte Harry, dass sie einen kurzen Fußmarsch vor sich hätten. Bevor Harry seinem Führer jedoch folgen wollte, bestand er auf einigen Antworten. Der Gryffindor wollte wissen, wo sie sich hier befanden? Was Dumbledore hier machte? Und schließlich, und hier wurde Harry plötzlich bewusst, dass er die wichtigste Frage noch gar nicht gesellt hatte, nämlich, wer der alte Mann überhaupt war? Wie konnte ihm dies nur entfallen? Er sah dem Greis, der schon einige Meter gegangen war nach und hatte nicht mal eine Ahnung, wie sein gegenüber hieß.
Doch was Harry bei näherem Überlegen noch ungewöhnlicher fand war die Tatsache, dass er sich in Gegenwart des Alten so geborgen fühlte, als kannte er ihn schon ewig. Und genau dies verwirrte den Jungen sehr. Der Alte hielt auf die letzte Frage des Gryffindors an und lächelte.
„Harry, Harry, Harry, ich muss sagen, ich bin eine wenig überrascht. Zu meiner Zeit und auch viele Jahrzehnte danach wussten schon vierjährigen Jungen und Mädchen, wer ich bin. Doch vielleicht hat sich die Zeit ja so stark gewandelt, dass man mich, Merlin, einfach vergessen hat."
Im nächsten Moment klappte Harry der Mund auf und er wurde leicht rot. ‚Verdammt' dachte er, wieso fand immer er diese Fettnäpfchen? Merlin schien, ähnlich wie Dumbledore, genau zu wissen, was sein Gegenüber dachte und lachte leise.
„Vielleicht solltet ihr euren lieben Professor Binns doch mal überreden, nicht immer nur die Koboldkriege zu behandeln."
Nun war Harry richtig verwirrt und brachte dies mit seinem Gesicht zum Ausdruck. Doch dann bedachte er, wer hier vor ihm stand und dass dieser alte Zauberer als einer der Mächtigsten der Welt gegolten hatte. Wieso sollte er nicht auch jetzt wissen, was sich so zutrug.
Schließlich gab sich Harry einen Ruck und lief Merlin raschen Fußes nach. Der Marsch endete nach einer halben Stunde, in der es vorbei ging an saftigen Wiesen und kleinen Hainen, vor einem nicht übermäßig prunkvollen, jedoch sehr einladend aussehendem Landhaus. Es war im Grundton schlicht weiß, doch durch sehr viele filigrane Holzarbeiten wurden die Augen des Betrachters ohne Probleme davon abgelenkt. Harry erkannte vereinzelt kleine Drachen und Einhörner, die miteinander zu kämpfen schienen. Aber auch Greife und Schlangen, die von den Proportionen her Basilisken waren, zierten das Gebälk.
Schließlich betraten Harry und Merlin das Haus durch eine große Eichentür und dem Gryffindor blieb fast das Herz stehen. Denn mitten im Raum, in einem gemütlichen Ohrensessel, schlummerte Albus Dumbledore. Doch statt sich zu freuen, dass er seinen alten Mentor wiedersah, kamen bei Harry plötzlich riesige Schuldgefühle hoch, denn den alten Zauberer hier zu sehen und nicht mehr unter den Lebenden zu wissen, und dass er es vielleicht hätte verhindern können, wurde fast zu viel für den Gryffindor.
Bevor aber die erste Träne aus Harrys Augen fließen konnte, erwachte Dumbledore und lächelte den Jungen so gütig, wie man es von ihm gewohnt war, an. Dann fiel sein Blick fragend auf Merlin, doch der größte aller Zauberer, der jemals auf der Erde gewandelt war, schüttelte nur leicht den Kopf. Harry vermutete, dass Dumbledore wissen wollte, ob er Harry schon etwas erzählt hatte. Dem war aber nicht so und deshalb war die Anspannung im Geiste des Gryffindors logischerweise immens.
„Wie ich sehe, Harry, geht es dir gut und du hast auch schon Merlin kennen gelernt." Dies waren die ersten Worte aus dem Munde des alten Zauberers, in welchen im nächsten Moment auch schon ein Zitronendrops gesteckt wurde. Dumbledore lutschte kurz und fuhr dann fort. „Und bevor du mich mit deinen Fragen bombardieren kannst, möchte ich dir noch mal von Angesicht zu Angesicht für deine Treue danken und vor allem sagen, dass du keine Schuld hast an dem, was nach unserer letzten Horkruxensuche geschehen ist."
„Nein...", brach es aus Harry hervor. „Diese liegt ganz allein bei Snape. Diese miese Ratte hat..."
„Ruhig Harry, ruhig. Ich bitte dich, nein ich verlange einfach, dass du Severus nicht verurteilst, für Dinge, auf die er keinen Einfluss hatte. Ich dachte, du hast die Erinnerungen gesehen? Das hast du doch, oder?"
Dumbledore sah Harry mit leicht besorgtem Gesicht an. Doch als Harry nickte, entspannte es sich wieder. Er bot Harry einen Platz auf einem Sessel neben sich an und sprach weiter.
„Harry, du musst verstehen, dass meine Zeit gekommen war, anders als die von dir, Severus oder vielleicht dem jungen Mr. Malfoy. Professor Snape hat, wenn auch schweren Herzens, lediglich das getan, was er mir hat schwören müssen und ich spreche ihn hiermit von aller Schuld frei."
Harry sah den alten Zauberer vor sich an und wollte nicht begreifen, dass ein Mensch so einfach so etwas Grauenhaftes vergeben konnte. Dann wurde ihm aber auch bewusst, dass Snape selbst ja auch nicht mehr lebte und er fragte sich, ob Dumbledore dies wusste. Er sah seinen Mentor an und war versucht, ihm das auch zu sagen. Doch wieder einmal schien er langsamer zu sein.
„Und Harry, ich weiß auch, dass von euch dreien, du der Einzige bist, der die letzten Monate unbeschadet überstanden hat. Ich selbst hätte mir gewünscht, dass es anders gekommen wäre, doch das Schicksal ist eine Sache, die man nicht beeinflussen kann."
„Heil überstanden?", fuhr Harry auf und wollte Dumbledore gerade sagen, was Snape getan hat, doch der alte Zauberer hielt ihn zurück.
„Ja Harry, in gewisser Weise schon, denn du lebst und hast deine Seele noch. Während die von Severus sich in dem Moment, wo er dieses grausame und für dich schmerzvolle Ritual durchführte, begann aufzulösen."
„Aufzulösen?", fragte Harry nun überrascht und verstand nicht so recht, wie der alte Zauberer dies gemeint hatte. Dumbledore atmete tief ein und strich sich nachdenklich über den Rücken seiner adlerförmigen Nase.
„Ja Harry...", begann Dumbledore zögerlich, „... wie soll ich dir das erklären? Es ist so, Severus hat vor vielen Jahren, kurz nachdem er sich von Voldemort abwandte, noch einen weiteren Schwur geleistet. Er tat es damals, um seine Treue zu mir und den anderen Ordensmitgliedern, die ihm nicht ganz so vertrauten, zu beweisen und schwor, nicht nur bei seinem Leben, sondern seiner Seele, dass er niemals mir oder auch später dir, da er wusste, was du mir bedeutest, körperlichen Schaden zufügen würde..."
Harry war, gelinde gesagt, geschockt, als er dies hörte. Doch gleichzeitig sagte ihm das, wie stark der Hass in Snape auf ihn, den Sohn seines Erzfeindes, oder auch das Vertrauen in seinen Herren gewesen sein muss. Denn konnte etwas kranker sein, als dass man seine eigene Existenz aufgab, um Dumbledore, und auch ihn, Harry, zu vernichten.
Harrys alter Mentor, oder vielmehr sein Geist, schienen aber auch hier in dieser ungewöhnlichen Welt der Toten seine Fähigkeit des Gedankenlesens nicht verloren zu haben, denn der alte Zauberer sah Harry musternd an und sagte leicht flehend.
„Bitte Harry, hör auf dich mit Professor Snape zu beschäftigen und ihn als einen Verräter zu sehen, denn er war keiner. Und auch wenn er dir diese Schmerzen bereitet hat, so galt ihm stets mein Vertrauen. Ich hoffte allerdings, dass sein Tod nicht so schnell kam und nutzlos war, denn außer dich zu schützen und mich vor einem sehr schmerzhaften und langsamen Ableben zu bewahren, hatte ich ihn außerdem gebeten, dir zu helfen und eines von Voldemorts Horkruxen zu zerstören."
„Bitte? Snape wusste von den Horkruxen?" Schrie Harry überrascht in den Raum und sprang auf. Dumbledore hob daraufhin abwehrend die Hände und erwiderte. „Ja Harry, er wusste bis zu einem gewissen Grade von meinen Entdeckungen und den Schritten, dich ich unternommen habe, um Tom zu besiegen. Es ließ sich damals, kurz vor Beginn deines sechsten Schuljahres, nicht vermeiden, nachdem er mir half, die Verletzungen an meinem Arm, die beim Vernichten des Rings entstanden, zu versorgen."
Harrys Blick wanderte zu Dumbledores Arm, der letztes Jahr noch aussah, wie ein verkohltes Stück Holz, doch von der Verletzung war nichts mehr zu sehen. Scheinbar wurde man hier im Totenreich von all seine Verletzungen geheilt und Harry stellte sich gerade vor, dass dies besonders Mad Eye irgendwann mal sehr erleichternd finden könnte.
Dann sah er den alten Zauberer nachdenklich an und fragte sich einmal mehr, ob Dumbledore in seinem Handeln vielleicht nicht mehr ganz klar gewesen sei. Denn für Harry wurde im nächsten Moment dafür alles umso klarer. Snape, Severus „die Ratte" Snape hatte den Direktor all die Jahre getäuscht, hatte ihm seine Hilfe vorgelogen und Voldemort, nach dessen Rückkehr, von Dumbledores Suche berichtet. Und logischerweise musste Tom Snape, der ja am ehesten an alle herankam, den Auftrag gegeben haben, jeden zu töten, der von Horkruxen wusste.
Harry wurde allerdings aus seinen Gedanken gerissen, da sein Mentor aufgestanden war und zu überlegen schien, wie er fortfahren konnte. Irgend etwas beschäftigte den alten Zauberer und Harry konnte dies förmlich spüren. Schließlich stellte sich Dumbledore vor Harry und sah ihn über seine halbmondförmige Brille an.
Der Gryffindor überlegte, was Dumbledore von ihm wollte. Gab es möglicherweise neue Hinweise? Vielleicht über den mysteriösen R.A.B. und seine Kette, für die Dumbledore gestorben war ? Und um der Stille, die nun im Raum lag, ein wenig zu entfliehen, fragte Harry leise, wieso er hier war. War er auf dem Turm gestorben? War er tot und wusste es nur noch nicht? Sofort gingen seine Gedanken zu Hermine und den Anderen im Schloss.
Albus Dumbledore hingegen schien auf diese Fragen regelrecht gehofft zu haben und kam nun auf den Jungen zu. Harry folgte seinen Bewegungen und bekam dadurch nicht ganz so gut mit, dass Merlin sich ebenfalls erhoben hatte, allerdings mit einem Grinsen der Vorfreude im Gesicht.
„Harry...", sagte Dumbledore mit strenger werdender Stimme, „ der Grund, warum du heute hier bist, warum ich dich hier her geholt habe ist, dass ich dir, wie es ihr jungen Leute es ausdrücken würdet, in den Arsch treten will..."
Harry sah seinen Mentor plötzlich mit tellergroßen Augen, die an Dobby erinnerten, an, doch blieb ihm keine Zeit zur Verteidigung. Dumbledore wurde nun nämlich etwas lauter.
„Harry,... was habe ich dir versucht, in all unseren Stunden, klar zumachen? Was habe ich dir gesagt, ist deine größte Waffe gegen Tom und die Macht, die er nicht kennt?"
„Ähm... die... die Liebe", stotterte Harry verdutzt. „Ja aber..."
„Nichts aber, Harry. Es ist die Liebe und nur sie, die ihn eines Tages bezwingen wird. Und dies, weil Tom in all seinem Streben nach Macht und Unsterblichkeit, diese uralte Kraft, die seit Anbeginn der Menschheit besteht, immer wieder unterschätz."
„Ja aber wie soll sie mir helfen, Professor?" Fragte Harry ungläubig und sah auch kurz zu Merlin. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Voldemort einfach stirbt, wenn ich vor seinen Augen ein Mädchen küsse."
Dumbledore stockte kurz und musste schmunzeln. So hatte er dies ja auch nicht gemeint. Doch allein die Vorstellung daran, war einen amüsanten Gedanken wert. Dann strafften sich die Gesichtzüge des alten Zauberers jedoch wieder und er begann langsam zu erklären.
„So war dies ja auch nicht zu verstehen, Harry. Doch überleg mal, was für eine Motivation, eine innere Kraft, die Liebe sein kann. Sie geht einher mit Hingabe, Glück und Opferbereitschaft. Oder würdest du nicht alles Menschenmöglich unternehmen, um deine Liebsten, deine Freunde zu schützen?"
Harry ging kurz in Gedanken und dachte an seine Beweggründe, warum er weggelaufen war. Doch als er diese Dumbledore mitteilen wollte, würgte dieser in sofort ab.
„Und komm mir nicht mit der Idee, du lässt dich gar nicht erst auf eine Beziehung mit einem Mädchen ein. Denn so hat es bei Tom angefangen. Nein, Harry, du darfst gar nicht erst so denken. Du musst deinem Herzen folgen, denn nur so lernst du die wahre Liebe erst kennen und weißt später worum es sich zu kämpfen lohnt..."
„Ja aber Hermine... sie wird ganz oben... "
Harry erinnerte sich in der nächsten Sekunde an das Bild des toten Mädchens und wie Voldemort über ihr gelacht hatte. Albus unterbrach ihn aber sofort wieder und meinte, dass Hermine eh schon durch ihre Herkunft in Gefahr war und dass sie am sichersten an Harrys Seite sei. Allein schon mit ihrem Wissen und ihrem Vertrauen zu Harry konnte sie eine starke Partnerin für ihn sein.
Harry saß da, wurde auf Grund der letzten Worte Dumbledores leicht rot und ließ die Worte des alten Zauberers langsam in seinen Geist eindringen. Er verstand ganz allmählich, was Dumbledore meinte. Und doch schmerzen ihn die Bilder in seiner Vision ganz tief in seiner Brust. Dumbledore hingegen schien zu spüren, dass sein Schützling verstanden hatte und lächelte Merlin zu. Dann beschwor er ein Tablett mit Tee und machte sich daran, jedem eine Tasse einzuschenken.
„Professor? Ich glaube, ich habe sie verstanden." Waren Harrys erste Worte, doch es folgten weitere und es waren meistens wieder Fragen. Dumbledore hörte sie sich alle an und wollte gerade beginnen einige zu beantworten, da wurde die Tür zum Zimmer geöffnet und zwei Personen in dunklen Zaubererumhängen traten ein. Beide schauten zum Tisch herüber und die etwas kleinere von ihnen begann zu zittern. Dann hörte Harry einen Schrei des Entsetzens und die Worte, „NEIN... NICHT MEIN HARRY...
Hermine saß am Ufer des Sees und starrte auf die sich fast lautlos brechenden Wellen vor ihren Füßen. Was hatte sie sich nur dabei gedacht, Harry zu küssen? Wie konnte man so dumm sein und dies, wo doch alle immer behaupteten, sie sei die schlauste Hexe der letzten Jahre?
Hermine atmete noch mal tief die kühle Herbstluft ein und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Dann begannen ihre Gedanken zu kreisen und alles drehte sich darum, was von nun an geschehen würde. Bevor sie aber so richtig loslegen konnte, hörte sie von rechts ein kratzendes Geräusch und im nächsten Moment ein Platschen.
Damion war mit seinem Surfbrett über den Strandkies gerutscht und kam nun mit einem Lächeln im Gesicht zu Hermine herübergewatet. Das freudige Gesicht verschwand aber sofort wieder als er bemerkte, dass seine Mitschülerin eben noch Tränen in den Augen gehabt haben musste und mit besorgter Stimme fragte er, ob etwas geschehen sei.
Hermine sah den braunhaarigen Gryffindor in seinen nassen Klamotten an und überlegte, ob sie aufstehen und gehen sollte oder nicht. Schließlich aber erkannte sie, dass sie mit jemandem reden musste und dass ein Fremder, nun ja Damion kannte sie gerade mal ein paar Wochen, vielleicht besser verstand, was in ihr los war. Hermine erzählte von Harrys Fragen und dann von dem Kuss und dem Desaster, was ihm folgte. Alles was Damion jedoch darauf sagen konnte war das Wort „Idiot" und er legte seine Arme tröstend um Hermines Schultern. Die Gryffindor wusste erst nicht so recht, wie sie diese Geste verstehen sollte, doch dann brachen wieder Tränen hervor und Damion meinte, dass sich alles wieder einrenken würde.
Harry starrte auf die kleinere der beiden Personen und Entsetzten breitete sich in ihm aus. Denn diese Stimme, diese ihm so vertraute Stimme hatte sich schon viele Jahre zuvor in seinen Geist gebrannt und immer wenn er eine Begegnung mit einem Dementor hatte, dann hörte er diese Stimme seinen Namen rufen.
„Mu... Mum?", kam es ungläubig aus Harrys Mund und im nächsten Moment wurde er auch schon umarmt. Seine Mutter hatte ihren Umhang abgeworfen und zog ihren Jungen weinend an sich heran. Harry konnte spüren, wie sie zitterte und Tränen bildeten sich in seinen Augen. Er konnte es einfach nicht fassen, dass er seine eigene Mutter umarmte, ihren Atem spürte und ein Gefühl des Glücks breitete sich in seiner Brust aus.
Dann fiel sein Blick über die Schulter von Lily Potter hinweg, auf die andere Person. Es war ein Mann mit schwarzem, wirrem Haar und einer ihm so vertrauten Brille, so dass der Gryffindor, wären da nicht die leichten Fältchen und grauen Haarspitzen gewesen, gedacht hätte, er schaue in einen Spiegel. Denn dort, keine drei Meter entfernt stand er... James Potter, seine Dad.
Allerdings zeigte das Gesicht des Älteren nicht wirklich eine freudige Regung, sondern pures Entsetzen. Ungläubig und ebenfalls mit purem Entsetzen gezeichnet, wanderten James Potters Augen zu Dumbledore hinüber und schienen nur eine Frage in den Raum zu strahlen. Der Direktor stand dadurch alarmiert auf und ging auf Harrys Dad zu. Mit beruhigender Stimme rief er, „James, es ist nicht so, wie es aussieht. Harry lebt. Er lebt und ist nur hier, um einige Dinge zu erfahren."
Es dauerte noch einige Sekunden bevor James Potter zu verstehen schien, doch dann überbrückte er die Distanz zu seinem Sohn und nahm ihn und seine geliebte Frau in den Arm. Sie alle drei hatten nun Tränen des Glückes im Gesicht und besonders Harry wünschte sich, dass dieser Moment nie zu Ende geht. Kurz darauf trennten sich die Potters allerdings wieder etwas voneinander und Lily und James wollten sich ihren Sohn erst einmal ganz genau anschauen. Danach wollten sie alles über ihn wissen und im Gegenzug beantworteten sie Harry auch eine Menge seiner Fragen.
Dumbledore und Merlin hatten sich in der Zwischenzeit etwas zurückgezogen und beobachtete nur. Sollten sich die Drei doch mal richtig aussprechen, meinte der alte Direktor von Hogwarts und goss sich mit einem Lächeln eine weitere Tasse Tee ein. Eine Stunde später aber war es dann doch Zeit, das kleine Familientreffen zu stören, da Harry nun jederzeit zurückkehren konnte.
James und Lily sahen den alten Zauberer fragend an und wollten wissen, wie er dies meinte, doch da begann sich Harry auch schon an den Rücken zu fassen. Lily fragte besorgt, was er denn habe, doch Harry konnte nur antworten, dass sich seine Schulterblätter kalt anfühlten und er an manchen Stellen einen leichten Schmerz verspürte. Mit einem fragenden Blick wandte sich die rothaarige Hexe an Albus Dumbledore, doch dieser meinte nur lächelnd, dass das Gefühl wohl vom harten Steinboden auf dem Astronomieturm, auf dem Harry ja lag, herrührte. Und bevor es zu spät war, flüsterte Dumbledore Harry noch etwas geheimnisvoll klingendes ins Ohr.
Was es war, konnten die anderen Zauberer nicht verstehen, doch Harrys Augen blitzten kurz auf, er nickte und wollte sich danach noch rasch von seinen Eltern verabschieden. Bei seiner Mutter klappte dies auch noch. Er umarmte sie fest und sagte, dass er sie sehr liebe. Doch als er seinen Vater umarmen wollte, hatte er das Gefühl, dass ihm jemand hart auf die Brust tippte. Dann plötzlich begann alles zu verschwimmen und während die vier Geister ihm zuwinkten, veränderte sich seine Wahrnehmung. Das nächste, was Harry erblickte, war das besorgte Gesicht von Damion und dass dieser ihn an der Brust anstieß, um ihn zu wecken.
„Mensch Harry, steh auf, du wirst sonst noch krank", waren die ersten Worte, die der Schwarzhaarige so wirklich richtig verstand und rasch setzte er sich auf. Damion half ihm dabei und sah seinen Kumpel besorgt an, doch Harry wehrte schnell ab und versuchte sich zu orientieren, denn wie lange er hier lag, konnte er nicht erkennen. Allerdings schien es noch vor dem Abendessen zu sein, denn Damion hatte auch noch seine Surfklamotten an und man konnte, wenn man über die Brüstung schaute, die anderen Schüler erkennen, wie sie aus dem Dorf zurück kamen.
Im nächsten Moment rauschte Harry aber auch schon was anderes durch den Kopf, besser gesagt ein Name und er rief laut „Hermine". Damion sah den Gryffindor daraufhin nachdenklich an und fragte, was denn mit ihr sei. Harry wurde daraufhin unruhig und leicht rot und er sagte, „Oh Mann, ich hab solchen Mist gebaut."
Harry sah nun unsicher zu Damion auf und wusste im nächsten Moment nicht mehr so recht, ob er dies gerade ihm erzählen sollte. Irgendwie kam Harry in den Sinn, dass Damion ja auch sehr oft mit Hermine zusammen war, da er ja ihre Leidenschaft fürs Lesen teilte.
Damion begann aber im nächsten Moment zu lächeln und meinte, dass sich das schon wieder einrenken würde. Schließlich liebte sie Harry auch und wahre Liebe würde alles überstehen. Auf diese Antwort hin, klappte dem Gryffindor der Mund auf und wenn er nicht so verlegen gewesen wäre, hätte er auch etwas erwidern können. So blieben ihm aber nur das wissende Grinsen von Damion und das Geräusch seines knurrenden Magens.
„Komm Harry, lass uns umziehen gehen und dann ab in die Große Halle. Ich denke, dort wirst du Hermine um diese Zeit am ehesten finden und vielleicht könnt ihr euer Missverständnis gleich aus dem Weg räumen."
Etwas benommen von Damions Art und Weise die Dinge zu betrachten, stand er auf und spürte dabei, dass die Kälte des steinernen Bodens nicht all zu gut für seine Gelenke war. Damion neckte ihn auf sein Stöhnen hin mit Bemerkungen auf das Alter und keine fünf Minuten danach fanden sich beide im Gryffindorturm wieder.
Als sie dann schließlich wenig später in der Großen Halle, wobei sich Harry auf dem Weg dorthin vorkam wie beim Gang nach Canossa, eintrafen, fanden sie den Sitzplatz von Hermine allerdings verlassen vor. Harrys Brust und sein Herz, welches er in den letzten Minuten mit allerlei Mutzusprechen aufgepumpt hatte, fielen in sich zusammen und versetzten dem Schwarzhaarigen ein schmerzhaften Stich. Damion beobachtete seinen Kumpel und sah, dass Harry kurz vorm Kollaps stand. Er trat an ihn heran und legte seine Hand auf die Schulter des Schwarzhaarigen.
„Sie kommt noch Harry, vertrau mir."
Harry hörte die Worte, doch viel stärker in ihm war die Hoffnung, dass sie auch wahr würden. Mühsam schluckte er einige Bissen runter, stets den Blick zur Hallentür gerichtet. Ron und die Anderen sahen ihren Mitschüler verwundert an und fragten sich, was mit Harry los war. Damion versuchte die Fragerei jedoch, kumpelhaft wie er war, zu unterbinden, indem er sie alle mit Fragen über Hogsmeade löcherte. Dies schien auch sehr gut zu funktionieren und so saßen eine halbe Stunde später nur noch Harry, Damion und Neville in der Großen Halle.
Dass Hermine aber nicht aufgetaucht war, ging Harry sehr nahe und der Druck in seinem Kopf und seiner Brust wurde immer stärker. Gegen acht Uhr war es dann nicht mehr zum Aushalten und er sprang auf. Egal, was passieren würde, er musste einfach mit Hermine reden, ihr sagen, wie dumm er war. Und so führte ihn sein Weg in Richtung des Gryffindorturmes. Dort wollte er die Karte des Rumtreibers zu Rate ziehen, um Hermine zu finden. Doch als er durch das Portraitloch kletterte, bekam er mit, wie Parvati und Lavender sich darüber unterhielten, dass Hermine immer noch in ihrem Bett weinte.
Diese Worte versetzten Harry einen weiteren Stich ins Herz und festen Schrittes trat er auf die Treppe zum Mädchenschlafsaal zu. Zwar wusste der Gryffindor, dass Jungen dort niemals herein kommen würden, doch dass war ihm egal. Er würde gegen ganz Hogwarts kämpfen, wenn es sein müsste. Umso überraschter war Harry allerdings, dass ihm rein gar nichts passiert. Kein Fluch traf ihn und auch keine Barriere hielt ihn auf. Somit dauerte es nur wenige Augenblicke und Harry stand vor einer hölzernen Tür, die mit den Namen der dahinter schlafenden Mädchen beschriftet war.
Harry vergaß, in seinem Drang zu Hermine zu gelangen, sogar zu klopfen und trat ein. Etwas überrascht von der Ordnung, die gegenteilig zum Jungensaal hier herrschte, fand Harry sehr schnell das Bett von Hermine und rief leise ihren Namen. Eine Antwort erhielt der Gryffindor im nächsten Moment jedoch noch nicht. Lediglich das Schluchzen wurde etwas stärker, gefolgt von einem „Bitte geh Harry".
Der Angesprochene zuckte etwas zurück und war versucht, dem auch nachzukommen, doch dann erinnerte er sich an seinen Entschluss, trat näher an das Bett heran und öffnete den schweren, roten Samtvorhang. Sein Blick fiel auf den Rücken von Hermine und er bemerkte, dass sie auch gespürt haben musste, dass er ihr nahe war. Doch sie drehte sich nicht um, blieb nur ruhig liegen und schien zu hoffen, dass er wieder ging.
„Hermine, bitte, es tut mir leid, was geschehen ist", versuchte Harry das Mädchen anzusprechen, doch sie rührte sich nicht. Irgendwie fühlte sich Harry dadurch verunsichert und nun wurden seine Worte, die er doch den ganzen Abend versucht hatte, zu finden, in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Alles was ihm blieb, war von der Seele her zu reden und dadurch wurde seine Stimme leicht flehend und hatte einen Hauch von Verzweiflung.
„Bitte Hermine, du musst mir glauben. Ich wollte dich nicht verletzten. Dies könnte ich niemals, bei all dem, was du mir bedeutest. Ich weiß wirklich nicht, was vorhin in mich gefahren ist. Ich meine... da warst plötzlich du, dann der Kuss, der mir die Augen geöffnet hat und dann... dann die Bilder von Voldemort... "
Nun stockte das Schluchzen und Hermines Körper regte sich keinen Millimeter mehr.
„Was... was war mit ihm", fragte sie leise und Harry horchte auf.
„Er... ich... all diese furchtbaren Bilder. Ich hatte plötzlich eine schreckliche Vision, sah deinen Tod... Ich habe einfach den Kopf verloren, wie er so über dir stand und sagte, dass es alles meine Schuld sei... Es tut mir leid. Ich habe wirklich die Nerven verloren Hermine. Ich könnte es nicht ertragen, wenn dir was geschieht. Ich... ich... mag... mag dich doch so, mehr als ich mir jemals ein … eingestanden habe..."
Harry stand vor Hermines Bett und es war endlich raus. Jetzt wusste sie es und was noch umso wichtiger war, auch er, Harry, hatte es laut gesagt, hatte es realisiert. Das Herz des Gryffindors schlug nun fast dreimal so schnell wie sonst und mit zunehmender Unsicherheit lagen seine Augen auf Hermines Körper, in der Hoffnung auf eine Reaktion. Dieser richtete sich aber auch schon im nächsten Moment auf und ihre beiden Gesichter standen sich nun gegenüber.
„Harry, du bist ein Idiot", sagte Hermine halb lachend, halb weinend und der Schwarzhaarige sah sie geschockt an. Bevor er aber weiterdenken konnte, hatten Hermine ihre Lippen auf seine gelegt und sie versanken in einem langen Kuss, der einen Eisberg zum schmelzen gebracht hätte. Als sie sich wieder trennten, sah Hermine Harry ganz fest in die Augen und sagte unter Tränen, „Oh Harry, ich dachte ich habe dich verloren, dachte, du liebst mich nicht und mir bliebe nicht einmal mehr unsere Freundschaft."
Der Gryffindor sah in Hermines rehbraune Augen und zog sie dann ganz fest an sich heran. Nie wieder wollte er sie loslassen und so kam es, dass sie wenig später langsam aufs Bett glitten und versuchten, soviel Wärme des Anderen wie nur möglich zu erhaschen. Hermine hatte mittlerweile aufgehört zu weinen und erwiderte Harry Küsse ebenso leidenschaftlich, wie er versuchte, nur keinen weiteren Fehler zu machen.
Daher löste sich Harry auch nach einer ganzen Weile von Hermines Mund und versuchte langsam aufzustehen. Irgendwie spürte er, dass die Ereignisse des heutigen Tages nicht spurlos an ihnen beiden vorübergegangen waren und wollte daher seiner nunmehr nicht nur besten Freundin etwas Ruhe gönnen. Doch die nächsten Worte aus dem roten Mund des Lockenkopfes ließen ihn überrascht hochschnellen.
„Harry, bleib heute Nacht bei mir. Halt mich, damit ich weiß, dass ich nicht träume."
„Was?", rief Harry etwas lauter als gewollt und mit fast mädchenhafter Stimme und war froh, dass noch kein anderer Vertreter der Gryffindorweiblichkeit im Schlafsaal aufgetaucht war. Zusätzlich schaltete er sämtliche Lampen hinter seiner Gesichtshaut an und leuchtete knallrot. Was hatte Hermin vor? Und als ihm diese Frage durch den Kopf schnellte, realisierte er auch zum ersten Mal, dass das Mädchen vor ihm nichts weiter trug, als ihren Hauch von Nachthemd. Harry war einer Panik nahe. Dies schien auch Hermine zu spüren und lachte leise. „Oh Harry, weißt du, wie süß du aussiehst, wenn du verlegen bist?"
„Verlegen? Ich bin nicht verlegen!" Sagte Harry rasch, obwohl er wusste, dass nun groß das Wort ‚Lügner' auf seiner Stirn stand. Doch er versuchte wenigstens Herr der Lage zu bleiben. „Ich bin nur der Meinung, dass es vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt ist, um..."
„Männer! Die denken doch alle …", sagte Hermine amüsiert, hielt aber im nächsten Moment inne und horchte in den Raum. Danach ging alles sehr schnell. Harry spürte, wie Hermine ihn etwas ungestüm auf ihr Bett zog und dann rasch die Vorhänge schloss und dies keinen Moment zu früh, denn Parvati und Lavender betraten das Zimmer. Sie fragten leise, ob Hermine schon schlafe, doch die Gryffindor murmelte, als wenn sie noch weinen würde, sie wolle nur ihre Ruhe.
Harry war angenehm überrascht, dass die beiden größten Tratschtanten, die das Schloss jemals gesehen hatte, so schnell aufgaben und sich bettfein machten. Dann aber stellte Harry mit Erschrecken fest, dass er nun in der Falle saß. Hermine grinste, küsste ihn in sein verdattertes Gesicht und angelte danach nach einer Decke an ihrem Fußende. Harry schwitzte für einen Moment, strich sich nervös durch seine wirren Haare, fand sich dann mit der Situation ab und versuchte nun so leise wie nur möglich seinen Umhang und die Schuhe abzustreifen. Dann legte er sich mit dezentem Abstand hinter Hermine, schaute mit rotem Gesicht auf ihren Rücken und deckte sich zu.
Hermine auf der anderen Seite lächelte verschmitzt vor sich hin und nahm dann Harrys Arm. Sie wusste nicht, ob es ihr eigener Übermut war, der sie dazu veranlasst, doch sie zog ihren Freund ganz fest an sich und sagte leise, „Harry ich bin so glücklich."
Harry auf der anderen Seite, war ebenfalls überglücklich, doch bekam er auch langsam einige Probleme. Denn irgendwie reagierte er auf den warmen Körper und den Geruch von Hermine und betete, dass sie beide bald einschliefen. Dies klappte dann auch irgendwann und das Nächste, was Harry sah, als er am Morgen erwachte, waren zwei streng dreinblickende, von eckigen Brillengläsern umrandete Augen...
TBC
15
