Hey Leuters,

hier das nächste Cap. Auch wenn es wohl für die nächste zwei Wochen das Letzte sein wird. Es heißt mal wieder "Ski heil" und da Urlaub für mich außer der sportlichen Betätigung wirklich bedeutet, nicht zu machen, bleibt auch der Laptop zu Hause. Also schlagt mich nicht und genießt das Kapitel, welches wohl einer der seltenen längeren ist. Und ich denke man kann sagen, es zählt diesmal auch zum M-Rating. Doch das kann jeder für sich entscheiden. Für mich zählen letztendlich eure Meinungen. Deshalb gebst mir,

Euer Mr. Figgs


Kapitel 37

Es kam Harry so vor, als hätte man ihm das Bein abgerissen und er biss, so stark es nur ging, seine Zähne zusammen. Dann tauchten auch seine Freunde aus dem Nichts auf und eine neue Welle von Flüchen flog ihnen um die Ohren. „Auf den Boden", schrie Harry und nur dadurch blieben Hermine, Ginny und Ron samt Parvati unverletzt. Allerdings sollte dies erst der Anfang sein, denn plötzlich umgab sie alle ein Gewirr aus Knurrlauten und Wolfsgeheul. ‚Shit, wir sind tot', stellte Harry geschockt fest, denn sie waren unmittelbar in eine Gruppe von Werwölfen apparierte und nicht nur das, nein, Harry sah sich plötzlich dem Schlimmsten von allen, Fenrir Greyback gegenüber.

Der Werwolf selbst war noch nicht verwandelt, doch bedeutete dies nicht, so wusste es Harry, dass er weniger gefährlich war. Schmerzhaft versuchte Harry sich einen Überblick zu verschaffen und es brannte nun in seinem Herzen mehr, als in seinem verletzten Bein, als er feststellen musste, dass sie wirklich in der Falle saßen. Schließlich machte Greyback den ersten Schritt und entwaffnete die Schüler mittels eines Zauberspruchs den Harry noch nie gehört hatte. Dann griff seine dreckige Hand nach Parvati und er riss das Mädchen aus Rons Armen.

„Nein!", schrie der Rothaarige und wollte sie festhalten. Doch ein brutaler Faustschlag in sein Gesicht beendete diese Versuche. Harry war geschockt und Ginny und Hermine waren ebenfalls leichenblass geworden. Sie alle rechneten damit, dass die Werwölfe sich im nächsten Moment über sie hermachen würden, doch scheinbar waren auch die Bestien ein wenig unsicher, was nun geschehen sollte. Sie alle schauten zu Greyback, der sein Opfer etwas von den Anderen wegzog und dieser befahl im nächsten Moment vieren seiner Leute, den Todessern zu Hilfe zu eilen und ihnen zu sagen, dass man Potter habe. Zurück blieben er selbst und ein weiterer Werwolf, dessen gelbe Augen wachsam auf den Mädchen lagen.

Harry sah dies mit einem Funken Hoffnung in den Augen und versuchte sich auf seine Hände zu konzentrieren. Vielleicht konnte er ja irgendetwas stablos bewerkstelligen, das den Anderen zur Flucht verhalf. Doch der Schmerz in seinem Fuß war zu groß, um überhaupt einen klaren Gedanken fassen zu können und zum ersten Mal nach ihrem Erscheinen so kurz vor ihrem Ziel schaute Harry jetzt nach unten und erschrak ein wenig. Sein ganzes rechtes Hosenbein war blutdurchtränkt und durch den teilweise zerfetzten Stoff konnte man ganz deutlich das offenliegende Fleisch sehen. Doch das war nicht alles. Zwischendurch war die dunkle Wunde gespickt mit etwas, das wohl mal sein Fußgelenk gewesen war und Harry fragte sich ernsthaft, wieso er überhaupt noch nicht vor Schmerz in Ohnmacht gefallen war. Dann erinnerte er sich aber daran gelesen zu haben, dass der Körper ab einer bestimmten Schmerzmenge diesen ausblendete und wenn Harry mal ehrlich zu sich war, dann pumpte sein Herz wahrscheinlich gerade so viel Adrenalin durch seinen Körper, dass er ganz England hätte damit versorgen können.

Und diese Ausschüttung von Hormonen verstärkte sich im nächsten Augenblick noch einmal, denn Greyback, der Parvati nun ganz fest in seinen Armen hielt, begann mit lüsternem Blick das Mädchen zu mustern.

„Oh was haben wir hier denn für ein wunderschönes Geschöpf. Und eine Jungfrau noch dazu", stellte der Werwolf fest und roch an Rons Freundin, die nichts weiter tun konnte, als total verängstigt zu zittern und zu weinen.

„Lass sie in Frieden, du Monster", schrie Ron verzweifelt und wollte auf Greyback losgehen. Doch der zweite Wolf sprang auf und trat Harrys Freund voll in den Bauch. Nach Atem ringend ging dieser zu Boden und spuckte im nächsten Moment auch ein wenig Blut auf den grauen, mit Moos bewachsenen Fels. Greyback schien das Verhalten von Ron sichtlich zu amüsieren und er drängte Parvati in Richtung ihres Freundes. Kurz davor, so dass sie sich nicht berühren konnten, hielt er jedoch wieder an und entblößte seine gelben Zähne. Harry und die Mädchen hielten den Atem an, während sich bei Ron Tränen der Verzweiflung bildeten. Harry konnte spüren, wie hilflos und schwach sich sein bester Freund plötzlich fühlte und war selber wütend über diese Situation. Doch was sollten sie machen? Was konnte man gegen einen, nein zwei ausgewachsene Werwölfe tun, wenn Zaubern nicht möglich war?

Greyback schien die Lage der Jungendlichen in einen richtigen Rausch zu versetzen und er begann genüsslich mit seiner Zunge über Parvatis Hals bis hin zu ihrer tränenverschmierten Wange zu fahren.

„Oh schmeckst du gut, so rein, so unschuldig", begann Greyback voller Vorfreude. „Oh, es wird mir ein Vergnügen sein, dich zu meinem Weibchen zu machen."

„NEIN", schrie Ron nun noch lauter und schaffte es trotz seiner Verletzung aufzustehen. Greyback lachte nur dreckig und kam mit überheblichem Gesicht nun ganz nah an den Gryffindor heran. „Oh du bist ein wirklich starker Junge. Du würdest einen wirklich guten..."

Für einen Moment schien das Monster zu überlegen und sah sich auch zu dem anderen Werwolf um. Ron bemerkte dies und sagte, sehr zum Entsetzen seiner Freunde, „Würde was? Einen Werwolf abgeben?"

„RON NEIN", riefen Harry, Hermine und vor allem seine Schwester, entsetzt. Doch bevor sie zu ihm durchdrangen, sprach Ron weiter.

„Wenn du das wirklich willst, dann tu ich es, doch du musst sie frei lassen." Dabei deutete er nicht einmal auf Harry oder die beiden Mädchen an seiner Seite, nein, er meinte Parvati, die ihren Freund ansah, als hätte er den Verstand verloren. Auch Harry sah den Rothaarigen mit fassungslosem Gesicht an und schrie, er dürfe dies nicht machen, man könne Greyback nicht trauen. Doch der Gryffindor schien wider die Vernunft eine Entscheidung schon gefällt zu haben und es machte Harry klar, wie sehr sein Freund Parvati liebte. Das meinte Dumbledore mit wahrer Liebe und wie in einem Alptraum sah er, wie Greyback plötzlich eiskalt lachte, mit hinterlistiger Stimme „Einverstanden" sagte und Parvati in Richtung Harry stieß.

Dann heulte er laut auf und verwandelte sich binnen von Sekunden in einen Wolf, der Remus um gut zwei Köpfe überragen dürfte. Erst jetzt schien Ron bewusst zu werden, was er getan hatte, doch es war zu spät. Greyback versenkte sein gewaltiges Gebiss in der Schulter des Jungen und die anderen Schüler, seine besten Freunde, schrieen vor Verzweiflung auf. Harry glaubte sogar den Verstand zu verlieren, ein Zustand, der noch verstärkt wurde, nachdem sich Greyback zurück verwandelt hatte und nun mit wahnsinnigem Lachen in Richtung Parvati schaute.

„Menschen", sagte er abfällig, wie es Todesser sonst nur über Muggel taten. „Wie naiv sie doch sind. Hat er denn wirklich geglaubt, er könnte dich vor deinem Schicksal bewahren? Nein, er hat es erst besiegelt. Aber ich will mal nicht so sein und du darfst dich freuen, denn nun wird er es sein, der dich zu seinem Weibchen macht."

Parvati sah so aus, als würde sie im nächsten Moment ohnmächtig werden und auch die anderen Mädchen schienen in eine Art Schockzustand zu fallen. Nicht einmal die immer lauter werdenden Schreie von Ron, ausgelöst durch den nun hell scheinenden Vollmond, der seine schmerzhafte Verwandlung einleitete, konnten sie daraus lösen. Einzig Harry musste mit anschauen, wie sein Freund sich mit nun immer länger werdenden Fingernägeln den Umhang vom Körper riss und sich die Knochen seines Körpers verformten. Dann begannen sich die ersten Anzeichen eines Felles zu zeigen und Rons Zähne wuchsen zu messerscharfen Waffen heran.

Der ganze Anblick dieser Verwandlung schürte in Harry eine Wut, die er bis dahin noch nie erlebt hatte. Nicht einmal Snape konnte dieses Ausmaß in ihm auslösen und mit einem Ruck und das verletzte Bein total vergessend, sprang Harry auf. Seine Augen begannen zu glühen und er rannte, nein humpelte, auf Greyback zu. Er wollte ihn töten und wenn er es mit seinen bloßen Händen tun müsste.

Schließlich erreichte er den Mann und seine Faust zertrümmerte Greyback Nase, da dieser nicht mit einem Angriff gerechnet hatte. Allerdings war der Werwolf um einiges stärker als der angeknackste Gryffindor und so schleuderte er Harry quer über den kleinen Platz, wo sie sich alle befanden und der Junge schlug hart auf dem Boden auf. Dann setzte Greyback zum Sprung an und verwandelte sich, vom Mondlicht getroffen, noch in der Luft. Das Nächste was Harry dann sah, war das braungraue Fell, das seine ganzen Körper bedeckt und ihn förmlich am Boden festnagelte. Der Werwolf schien rasen vor Wut und nur noch auf Blut aus zu sein. Dies verrieten die nun gelb und mordlüstern funkelnden Augen des Monsters und immer tiefer trieben sich seine Krallen in Harrys Oberarme. Allerdings zögerte Greyback den Jungen zu beißen und schien abzuwägen, ob er Harry töten durfte

Als er dann zu einer Entscheidung gekommen war, und Harry wusste, dass es die für ihn negativere gewesen war, entblößte Greyback seine gelben Zähne, die immer noch Rons Blut an sich haften hatten, er richtete seinen Blick gen Mond und heulte laut auf. Harry hatte in diesem Moment mit seinem Leben abgeschlossen und sah eine Menge Bilder vor seinem geistigen Auge vorbei ziehen. Er sah Hermine, wie sie lächelte, sah Dumbledore und viele andere Menschen. Doch das letzte Bild, nein die letzten Bilder von Greyback würden sich wohl auf ewig in seinen Geist brennen.

Der Werwolf hatte sich noch mal voller Wut aufgerichtete, um danach Harry endgültig zu zerfleisch und der Gryffindor hatte seine Augen geschlossen, doch Harry riss sie wieder auf, als ihm etwas Nasses, Warmes im Gesicht traf und er sah Entsetzen, pures Entsetzten, welches in das wolfähnliche Gesicht seines Angreifers geschrieben war. Der Grund hierfür bestand aus zwei krallenbesetzten und mit Blut getränkten Händen, die vorn aus seiner Brust schauten.

Dann ging alles ganz schnell, denn Greyback wurde zuerst von Harry herunter und dann mit einem lauten Schrei und einem noch viel unangenehmeren, schmatzenden Geräusch vor seinen Augen und denen der Mädchen, in zwei Stücke gerissen. Harry sah wie Greybacks Gedärme und sein Blut auf ihn niederprasselten und dann nahm er nur noch die Farbe rot wahr. Die Mädchen schrieen panisch auf und Harry wischte sich rasch und seiner Sinne wieder Herr werdend, das Blut aus dem Gesicht und sah, dass sich zum einen ein Werwolf, er hatte übrigens einen leuchtendroten Fellstreifen auf dem Rücken, immer noch wie wahnsinnig über Greyback Körperteile hermachte und zum anderen den zweiten Wolf, nämlich der, welcher zu Greyback Leuten gehörte, sich immer schneller auf die Mädchen zu bewegte.

Sofort kochte die Wut in Harry wieder auf und er richtete seine Hand auf das Monster. Harry wusste nicht wie, doch er wusste, dass er die Bestien aufhalten musste. Schließlich hatte seine Wut so ein Level erreicht, dass wie es schien er alles tun konnte und noch bevor der Werwolf auch nur in die Nähe der Mädchen kam, ging er unter grausamen Schreien in Flammen auf. Sein lichterloh brennender Körper schlug gute zwei Meter von Hermine entfernt auf und bleib regungslos liegen.

Die Gefahr durch den Werwolf gebannt, ging Harrys Blick zu Ron. Dieser stand nun, Greybacks Kopf in seinen Krallen da und heulte den Mond an. Doch dieser Zustand hielt nicht lange und er wandte sich Harry und den Mädchen zu. Ron schaute zwischen seinem besten Freund und der brennenden Werwolfleiche hin und her und heulte erneut auf. Dieses bereitete Harry allerdings plötzlich eine größere Angst, als die, welche er unter Greyback hatte. Was sollte geschehen, wenn Ron nicht mehr Herr seiner Sinne war? Was sollten sie dann tun? Harry wusste nur Eines. Er konnte nicht seinen besten Freund töten.

Bevor es aber dazu kommen konnte, zischten zwei grüne Blitze durch die Luft und verfehlten zum einen Ron nur haarscharf und auch die Mädchen hätten getroffen werden können. Dies schien bei Harrys Freund eine Sicherung durchbrennen zu lassen und mit zwei gewaltigen Sprüngen stand er vor Parvati. Er schnappte sie, warf sie über seine Schulter und rannte mit dem nun schreienden Mädchen in Richtung Wald. Dies alles ging so schnell, dass weder Harry, noch die beiden anderen Gryffindors reagieren konnten und danach hieß es nur noch seine eigene Haut zu retten. Schließlich traf Harry, der versuchte mit Hermine und Ginny in Richtung Schloss zu fliehen, ein Fluch am Rücken. Er stürzte und es wurde dunkel.

Harry erwachte sowohl durch ein leises Stöhnen ganz nah an seiner rechten Seite, als auch durch den leichten stechenden Schmerz in seinem rechten Fuß. Kaum wieder bei Sinnen vernahm er den Geruch von Medizin und Sterilität und zum ersten Mal freute er sich sogar, dies alles zu riechen, konnte es doch nur bedeuten, dass er in Sicherheit war. Aber was war mit Hermine und mit Ginny? Krampfhaft versuchte sich der Gryffindor aufzurichten, doch es sollte ihm nicht gelingen. Irgendetwas hielt ihn fest an die Matratze gepresst und da es noch stockfinster um ihn herum war, konnte er nicht sehen, um was es sich handelte.

Harry vermutete aber, es war ein Zauber, den ohne Zweifel Poppy auf das Bett gelegt hatte, um ihn ruhig zu stellen. Somit blieben Harry nur seine Sinne und kaum, dass er sich darauf konzentrierte, durchströmte ihn ein Gefühl der Erleichterung, denn er nahm Hermines und auch Ginnys Geruch wahr. Sie waren also auch gerettet. Harry atmete tief durch und versuchte die Geschehnisse der letzten Stunden noch mal Revue passieren zu lassen. Die Bilder begannen im ‚Drei Besen' und wanderten allmählich hin zu Greyback. Die letzen Momente des Werwolfs sah Harry aber nicht mehr, da ihn ein Geräusch vom Eingang des Krankenflügels her, aus seinen Gedanken riss.

Jemand betrat den Raum. Doch wer es war, konnte Harry zuerst nicht erkennen, da um sein Bett weiße Vorhänge gezogen waren. Das es mehr als nur eine Person war, hörte man aber schon an der Zahl der Schritte. Diese wurden nämlich immer lauter und schließlich bewegte sich sogar der Vorhang zu Harrys Rechten. Es sah so aus, als würde sich der Rücken oder besser der Allerwerteste einer Person in das weiße Laken drücken, während sich diese nach vorn beugte. Harry vermutete, es handele sich um Poppy, die dabei war, jemanden in ein Bett zu legen, aber er irrte sich. Es war nicht die Schulheilerin, sondern Professor Styls und er wurde auch gleich von Professor McGonagall mit sorgenvoller, aufgeregter Stimme angesprochen.

„Steph, wie geht es ihnen? Wo habt ihr sie gefunden? Ms. Granger sagte etwas von einem Werwolf, doch sie wurde bewusstlos, bevor wir Genaueres erfahren konnten.", fragte die Direktorin.

„Nun Minerva, die Beiden sind nicht weiter verletzt, doch denke ich, wir sollten...", Styls unterbrach sich selbst und wandte sich kurz einer weiteren Person zu, die ebenfalls in der kleinen Runde zu stehen schien. Es handelte sich um seinen Sohn und er sagte, „Damion, würdest du uns bitte kurz allein lassen. Leg dich erst mal hin und ruh dich aus. Poppy wird sich gleich um dich kümmern."

Harry hörte ein leises „Ja" und wie sich jemand entfernte. Er vermutete, dass es sich dabei um Damion handelte. Jedenfalls klang es nach ihm und seine Schritte bewegten sich schwer und müde und sie waren auch kurz darauf nicht mehr zu hören, dafür aber das Geräusch eines der Betten, welches unter der Last einer Person ächzte. Harry vermutete, dass Damion einfach aufs Bett gefallen war und versuchte sich nun wieder auf die Anderen hinter dem Vorhang zu konzentrieren. Dabei schloss er seine Augen und dies war auch sein Glück, denn Poppy schaute kurz herein und wollte sich vergewissern, dass Harry auch wirklich schlief.

Sich schlafend stellend horchte Harry in den Raum und vernahm nun die Stimmen der Erwachsenen. Zuerst war die Direktorin dran und mit leicht beklemmender Stimme wiederholte sie ihre Frage. Stephano Styls atmete tief durch und antwortete: „Wie schon gesagt, Minerva, sind sie nicht weiter verletzt, vielleicht eine Schramme hier und da und Mr. Weasley wird wohl morgen auch einen höllischen Muskelkater haben und ohne Zweifel ist auch ein Gespräch mit Remus oder seinem Bruder von Nöten. Doch denke ich, dass wir, aufgrund der Art und Weise, wie Damion und ich die Zwei gefunden haben, zu einigen anderen, besonderen Untersuchungen genötigt sind. Diese obliegen dann Poppy und erst wenn wir eindeutige Ergebnisse haben, sollten wir weitere Schritte einleiten."

„Was meinst du damit, Steph?", hörte Harry die alte Heilerin verwundert fragen und sein Lehrer erwiderte nun in einem etwas niedergeschlagenem Ton: „Nun Poppy, ich weiß von Ms. Granger, die ja als Einzigste noch bei Bewusstsein war, als wir die Drei fanden, dass Mr. Weasley sich geopfert, sich hat beißen lassen, damit Greyback Ms. Patil nicht auf seine grausam Art und Weise, zu seinem Weibchen macht."

Harry vernahm das entsetzte Aufstöhnen von beiden Frauen und danach die weitaus beängstigehrenden Worte von Styls. „Es ist aber so, dass, als wir die Zwei endlich gefunden haben und dies an einem Ort, wo ich es nie vermutet hätte, sie beide nackt und bewusstlos waren und Mr. Weasley lag in eindeutiger Position über seiner Freundin. Sie Beide hatten ohne Zweifel sexuellen Kontakt und während Mr. Weasley eindeutige Spuren einer Ejakulation zeigte, wies Ms. Patil im unteren Bereich ihres Körpers starke Rötungen und leichte Blutspuren auf."

„Oh mein Gott", rief Professor McGonagall und Harry konnte förmlich sehen, wie sie ihre Hand auf die Brust legte. Dann aber schien sie sich wieder zu fassen und wandte sich an Madame Pomfrey.

„Poppy", sagte sie mit Trauer in ihrer Stimme, „auch wenn ich hoffe, dass es nicht so ist wie Steph vermutet, brauche ich Gewissheit. Du untersuchst daher bitte Ms Patil und Steph, du kümmerst dich um Mr. Weasley. Wir sollten ihn nicht in diesem Zustand liegen lassen und ihn auf jeden Fall waschen und ankleiden. Ich werde mich mit Molly und Arthur in Verbindung setzen und sie bitten, hier her zu kommen. Sie haben ein Recht bei ihren Kindern zu sein, genauso wie Ms. Patils Eltern."

Harry hörte die Worte und sein Herz verkrampfte sich. Was war nur geschehen? Was hatte man Ron und seiner Freundin angetan? Denn eines wusste er genau. Niemand konnte Ron für sein Handeln während der Zeit als Werwolf, sollte er es wirklich getan haben, verurteilen. Er war nicht Herr seiner Sinne, sondern es war das Tier gewesen. Und während Harry so über die Dinge grübelte, verging die Zeit elendig langsam. Schließlich aber trafen sich die drei Erwachsenen wieder an Parvatis Bett und die zwei Lehrer waren gespannt auf das, was Poppy ihnen zu sagen hatte. Harry hörte wie sich die alte Heilerin räusperte.

„Nun Minerva, Ms. Patil zeigt unverkennbare Zeichen von Geschlechtsverkehr und auch einige leichte Kratzer an ihren Oberschenkeln, die ohne Zweifel von Werwolfskrallen herrühren. Mir persönlich fehlen zwar die Spuren ihrer Gegenwehr, doch um darauf eine Antwort zu bekommen, müssen wir sie persönlich fragen."

Harry lag in seinem Bett und sein ganzer Körper verkrampfte sich, sei es aus Wut oder aus Verzweiflung, da er seinen beiden Freunden nicht helfen konnte. Immer wieder huschten Bilder durch seinen Kopf und nur am Rande nahm er die Unterhaltung der drei Erwachsenen noch wahr. Es war dann schließlich Professor McGonagall, die mit völlig aufgelöster Stimme leise fragte, „Oh Merlin, wohin sind wir nur gekommen? Zwei unschuldige Kinder zu so etwas zu verdammen. Oh Mr. Weasley, was haben sie nur getan?"

„Nichts, wofür er sich schämen muss, Minerva", sagte plötzlich eine männliche, gedämpfte Stimme und Harry horchte ebenso wie die drei Professoren auf. Er musste kurz überlegen, wessen Stimme dies war, doch dann erkannte er Albus Dumbledore, der im nächsten Moment auch schon von Poppy angefahren wurde.

„Albus, das ist ein Krankenflügel, in dessen Gemälden sich ausschließlich Heiler bewegen dürfen."

Die Direktorin versuchte aber Poppy den Wind aus den Segeln zu nehmen und fragte ihren alten Freund voller Hoffnung, wie sie seine Worte verstehen sollte. Und da war sie nicht die Einzigste, denn auch Stephano Styls und Harry selbst wollten es wissen. Letzterer hinter seinem Vorhang konnte sich das Gesicht seines alten Mentors mit diesem wissenden Lächeln bildhaft vorstellen.

„Nun Minerva, ich meinte es so, wie ich es gesagt habe. Mr. Weasley hat nichts von dem getan, was ihr hier vermutet. Die Beiden haben sich einzig und allein geliebt, wenn auch unbewusst vor einem Zeugen."

„Einem Zeugen Albus? Wer?", fragte die Direktorin überrascht und bekam als Antwort den Namen Miles Hackerty. Das nächste was Harry vernahm war ein überraschtes Stöhnen von Poppy und das leicht ungläubig-zornige „Dieser Perversling" von Professor McGonagall. Über letzteres schien sich der ehemalige Direktor offenbar zu amüsieren und Harry hörte, wie er sagte: „Ach komm schon Minerva, du weißt genau, dass Miles nichts von dem war, was du ihm nachsagst, sondern du ihm nur nicht verziehen hast, dass er dich und Robert in eurem siebten Jahr im Besenschrank im dritten Stock erwischt hat."

Harry musste sich im nächsten Moment stark zusammenreißen, um nicht laut loszulachen. Glücklicherweise tat es aber Stephano Styls und somit wurde sein Glucksen nicht gehört, während die Direktorin versuchte, ihren Lehrer mit Blicken zu erdolchen. Allerdings würde sich diese Information auf ewig in sein Gedächtnis einbrennen und mit ihr kam dann auch die Frage, wer dieser Miles Hackerty war. Hatte Harry schon mal was von ihm gehört? War er vielleicht einer von McGonagalls Schulfreunden gewesen? Die Antwort kam von Dumbledore höchstpersönlich, da Professor Styls ebenfalls nicht zu wissen schien, wer der Mann war und darum fragte. „Albus, wer ist dieser Hackerty?"

„War, mein lieber Steph, war", erwiderte das Gemälde. „Denn Miles Hackerty ging in die Geschichte dieses Hauses ein als der Vorgänger von Argus und damit als einer der Hausmeister von Hogwarts. Und da er sich sehr um die Schule verdient gemacht hat, wurde ihm auch die Ehre zu Teil, als Gemälde in der Eingangshalle zu hängen. Ich glaube es gibt keinen Schüler auf Hogwarts, der ihn nicht schon mal unbewusst gesehen hat. Doch was viel wichtiger für unsere derzeitigen Fragen ist, ist die Tatsache, dass Miles noch einen zweiten Bilderrahmen besitzt. Dieser hängt in der heulenden Hütte und somit konnte uns Miles damals, als Remus hier noch unterrichtet wurde, hilfreicher Weise immer sagen, ob dieser medizinische Hilfe braucht."

„Und wie kann er uns nun dienen?", fragte Professor McGonagall. Sie wurde aber gleich darauf von Professor Styls unterbrochen, „Weil wir Ron und Parvati in der heulenden Hütte gefunden haben."

„Richtig Minerva", mischte sich Professor Dumbledore wieder lächelnd in das Gespräch ein. „Dieses Gebäude scheint eine gewisse Anziehungskraft auf Werwölfe zu haben und dorthin hat Mr. Weasley Ms. Patil in Sicherheit gebracht."

„Ja aber die Verletzungen, Albus...", wollte die Direktorin einwerfen, wurde aber von Dumbledore unterbrochen, „... haben nichts mit einer Vergewaltigung zu tun. Die Kratzer entstanden bei etwas anderem, doch das sollte ein Geheimnis zwischen den Beiden bleiben."

Flashback

Mit einem lauten Krachen zersplitterte das dicke Holzbrett, welches die Eingangstür der heulenden Hütte versperren sollte und der Werwolf mit dem markanten roten Fellstreifen auf dem Rücken knallte mit einem Wutschrei auf den Boden. Von dort schaute er sich suchend um und hob danach seine Nase in die Luft. Das Riechen ließ er aber sehr schnell wieder sein, denn der Staub der Jahrzehnte war durch sein brutales Eindringen aufgewirbelt und brachte ihn zwei mal fast zum Niesen.

Das Haus für sicher befindend, drehte sich der Werwolf um und hob Parvati, die er kurz auf den moosbewachsenen Boden abgelegt hatte, wieder über seine Schulter. Sie war immer noch bewusstlos oder zumindest sollte Ron dies glauben, denn Furcht begleitete das indische Mädchen schon seit der Werwolf sie entführt hatte, Furcht vor dem, was vielleicht noch passieren könnte. Natürlich liebte sie Ron über alles, doch was war, wenn das Tier in ihm doch stärker war, als der Rest seines Geistes. Deshalb stellte sich Parvati erst einmal tot und hoffte, dass man sie schnell fand.

Ron hingegen arbeitete sich mit dem Mädchen über den Schultern die lange Treppe hinauf. Vorbei ging es an mehreren leeren Zimmern und Salons. Scheinbar wusste der Werwolf wo er hinwollte und nur wer die jüngere Geschichte des Hauses kannte hätte bemerkt, dass sich Ron an den eher frischeren, nicht ganz so stark mit Staub überzogenen Fußspuren orientierte, denn diese kannte er nur zu gut. Der Grund, es waren seine eigenen und die von Harry, Sirius und Hermine, hinterlassen in ihrem dritten Schuljahr. Schließlich erreichte der Werwolf sein Ziel, das Schlafzimmer, wo sie zum ersten Mal auf Sirius, Harrys Paten, getroffen waren und Ron legte Parvati sachte vor dem Bett auf den Teppich. Hier öffnete das Mädchen zum ersten Male ihre Augen und sah sich verwirrt um.

Ron, wo sind wir?", fragte sie, als sie ihren Freund beobachtete, wie er die weißen Laken von den Möbeln zog, doch alles was sie zu hören bekam, war ein Knurren. Dadurch etwas verunsichert krabbelte Parvati leicht rückwärts, bis sie gegen eine Wand stieß. Ron schaute daraufhin zu ihr hinüber und zeigte seine gelben Zähne. Doch machte dies Parvati noch ein wenig mehr Angst und sie begann zu zittern. Der Werwolf stockte in seinen Bewegungen und richtete seine Aufmerksamkeit, die bis dahin dem alten, total verrußten Kamin galt, nun vollends auf seine Freundin. Er schaute sie mit seinen gelben, funkelnden Augen an und schien sich im nächsten Moment stark zu verkrampfen.

Parvati beobachtete die ganze Sache und fluchte innerlich, dass sie ihren Zauberstab nicht mehr bei sich hatte. Damit hätte sie sich wenigstens verteidigen können, aber so war sie ihrem Schicksal ausgeliefert. Keinen einzigen Moment ließ sie die Augen von Ron, als dieser auf seine linke Pfote starrte und scheinbar versuchte, sich zu konzentrieren, um sich zurück zu verwandeln. Doch es wollte nicht klappen. Man sah zwar, dass das Fell für einige Sekunden zurückwich, doch dann schoss es wieder hervor und der Werwolf schrie wütend auf. Das Geheul war ohrenbetäubend und Parvati hoffte dass man es irgendwo hörte. Im nächsten Moment geschah aber was, von dem das indische Mädchen noch nie gehört hatte, geschweige denn, dass es laut Lehrbüchern möglich war.

Ron, dem die Schreie scheinbar geholfen hatten und der nun wieder etwas klarer schien hatte bemerkt, dass seine Freundin um einiges mehr zitterte und ging zum Kamin zurück. Dort richtete er seine rechte Hand, oder Pfote, auf die Feuerstelle und knurrte laut. Und kaum waren seine tierischen Laute verklungen, entfachte sich ein helles, Wärme spendendes Feuer, das sofort den Raum in einem um einiges angenehmeren Licht erstrahlen ließ. Zufrieden grunzte der Werwolf und schaute in Richtung Parvati. Doch kaum dass seine Augen auf dem schlanken Körper lagen und er sie jetzt erst so richtig sah, wurde seine Mimik von einer auf die andere Sekunde wütend und er schnüffelte aufgeregt in die Luft. Dann sah Ron an sich herab und heulte wütend auf.

Das Nächste was geschah ließ Parvati die pure Angst in die Glieder fahren, denn der Werwolf kam mit einem Satz auf sie zu und begann ihr ihre Kleider, die allesamt von Greybacks Blut getränkt waren, vom Leibe zu reißen. Parvati versuchte ihren Freund mit Schlägen davon abzuhalten, musste sie doch befürchten, dass nun ihr schlimmster Alptraum wahr wurde, doch Ron ließ sich davon nicht abschrecken. Kleidungsstück um Kleidungsstück, oder besser gesagt, Stofffetzen um Stofffetzen wurden ihr vom Leibe gerissen, bis Parvati schließlich nackt vor Ron stand und versuchte, weinend ihre Blöße zu bedecken.

Tränen rannen dem Mädchen übers Gesicht und ihr Zittern wurde stärker. Sie schloss ihre Augen und wartete, dass der Werwolf nun über sie herfiel, doch nichts geschah. Zaghaft öffnete Parvati ein Auge wieder und sah, sehr zu ihrem Entsetzen, dass Ron nun begann, sich ebenfalls die restlichen Kleider, die seine Verwandlung überstanden hatten, stückweise herunter zu reißen. Dann packte er sie und die Stofffetzen von Parvati und warf sie ins Feuer. Dieses loderte sofort um einiges höher und warf mit knisternden Geräuschen verzerrte Schatten in den Raum, der kurz darauf von einer ungewöhnlichen, ja fast gespenstischen Stille durchflutet war.

Beide Personen, Hogwartsschülerin und Werwolf standen sich gegenüber und musterten sich. Keiner schien für die nächsten Sekunden zu einer Bewegung fähig und während Ron seine Blicke über den bezaubernden Körper seiner Freundin wandern ließ, reagierte sein Eigener in Anbetracht der Schönheit die sich ihm darbot und in seinem Schritt begann sich, zwischen Fell und restlichem Blut, eine gewaltige, dunkelrot und feucht schimmernder Erektion aufzubauen.

Parvati konnte nicht anders als verängstigt loszuzittern, schienen doch ihre größten Ängste wahr zu werden. Sie blickte mit den Gedanken an Greybacks Worte und mit Tränen in den Augen auf Rons Körpermitte und wich wieder einige Schritte zurück. Der Werwolf bemerkte dies und schaute, wenn man es bei einem Raubtier so nennen konnte, das Mädchen unsicher an und folgte dann ihren Blick. Er sah was mit seinem Körper los war und heulte ärgerlich auf. Als die Laute des Werwolfes einige Augenblicke später verklungen waren, sah er wieder zu Parvati und kam langsam auf sie zu.

Das Mädchen begann zu schreien und wollte in Richtung Tür laufen, doch das war nicht im Sinne von Ron. Ihm schien es plötzlich egal zu sein, was seine Freundin sah und dachte. Er kam auf Parvati zu und drängte sie in Richtung Bett. Doch dies sollte nicht so einfach werden, denn das Mädchen schien plötzlich beschlossen zu haben, nicht ohne Kampf unterzugehen. Letztendlich, und einige Kratzer mehr am Körper, schaffte Ron es dann schließlich doch und seine Freundin lag auf der weißen Matratze des breiten Himmelbettes.

Allerdings geschah dann etwas, womit sie wahrscheinlich niemals gerechnet hatte. Nicht nur, dass der Werwolf plötzlich von ihr abließ, nein, er zog auch mit einem Ruck eine wärmende Decke über das Mädchen und umhüllte damit ihren Körper. Völlig erstarrt blieb Parvati liegen und begann aufgeregt und hastig zu atmen. Was war hier los? Mit dieser Frage drehte sie vorsichtig den Kopf und sah im nächsten Moment direkt in das Gesicht des Wolfes. Ron hatte sich nämlich neben das Bett gekniet, sah seiner Freundin tief in die Augen und bevor das Mädchen sich wieder abwenden konnte, wurde ihr die kalte Wolfschnauze ins Gesicht gedrückt.

Parvati war perplex über diese Art von Kuss, was es wohl seine sollte, und bekam nur wie durch einen Schleier mit, dass sich der Werwolf plötzlich neben das Bett auf den Läufer legte und sich wie ein Hund zusammen rollte. Es folgten noch einige leichte Knurrgeräusche und schließlich schien der Werwolf sich immer weiter zu beruhigen. Rons Freundin hingegen war alles andere als ruhig und starrte immer noch über den Bettrand hinweg auf den sich sachte auf und ab bewegenden roten Fellstreifen. Ihre Gedanken schienen zu versuchen, das eben erlebte zu verarbeiten. Was war geschehen? War dies ein Kuss gewesen? Doch warum hatte Ron ihr die Kleider vom Leib gerissen? All diese Fragen verwirrten das indische Mädchen, bis sie plötzlich zum Ursprung der ganzen Ereignisse kam und damit zu Fenrir Greyback, der Ron gebissen hatte und seinem Blut. ‚Oh Ron', dachte sie und um Einiges erleichtert begann sie langsam ihre Augen zu schließen.

Allerdings wurde sie eine halbe Stunde später wieder aus ihrem leichten Dösen gerissen, als sich ihr Freund zu verkrampfen begann und sein Körper anfing, sich langsam zurück zu verwandeln. Gespannt sah Parvati zu, wie sich das Fell zurück bildete und nur eine Spur aus kalten Schweiß und getrocknetem Blut auf der blassen Haut zurück ließ. Dann verformten sich Rons Knochen wieder in ihre ursprüngliche Stellung und es war für das Mädchen kaum noch zu ertragen, wie Ron vor Schmerz wimmerte. Plötzlich schien es bei Parvati die letzte Stunde, die Stunde voller Furcht, nicht mehr zu geben, denn sie richtete sich auf und kletterte, so wie sie war, vom Bett.

Ron, ist alles in Ordnung?", fragte sie aufgeregt und war ein wenig verzweifelt, da sie nicht wusste, was sie für ihren Liebsten, der sich doch für sie geopfert hatte, tun konnte. Schließlich tat sie das Einzigste, was ihr in den Sinn kam und sie rannte kurz ins Bad, kam mit einer Schüssel Wasser zurück und tupfte den Schweiß von Rons Körper. Zuerst wischte sie mit dem Bettlaken über den Rücken und löste dabei auch die Blutreste von Rons mittlerweile magisch geheilten Bisswunde. Als die Verwandlung dann endlich vorbei war, stöhnte Ron ein letztes Mal auf und sackte zusammen. Er lag nun mit dem Gesicht nach unter und schreckte regelrecht auf, als ihn Parvati erneut berührte. Die ersten Worte aus seinem Mund allerdings versetzten dem Mädchen einen Stich denn mit weinender Stimme sagte der Rothaarige, „Parvati es... es tut mir leid... bitte geh weg."

Doch das wäre das Letzte gewesen, was seine Freundin getan hätte und so legte sie sich schließlich neben ihren Freund, umarmte ihn und erwiderte, „Schsch Ron, ... genau das werde ich nicht tun. Nicht nach dem, was du für mich getan hast."

Aber was habe ich getan? Was, außer dir Angst zu machen? Meinst du, ich habe sie nicht gesehen? Habe sie nicht gespürt?", fragte Ron ungläubig und sah seiner Freundin zum ersten Mal wieder in die Augen. Parvati lächelte. „Natürlich hatte ich auch Angst, Ron. Doch dies nur, weil ich nicht wusste, was mit dir los war. Nun aber weiß ich es. Ich weiß, dass es das Blut von Greyback war, weiß, dass du mich beschützen wolltest und glaub mir wenn ich sage, dass ich mir so dumm vorkomme, dass ich je etwas anderes geglaubt habe. Ron ich liebe dich, liebe dich mehr als alles Andere."

Der Rothaarige schaute seiner Freundin tief in die Augen und Tränen bildeten sich bei ihm selbst. Dann zog er Parvati ganz fest an sich und mit einem „Ich liebe dich auch", küsste er sie ganz sanft auf den Mund. Die nächsten Minuten schien die beiden Gryffindors miteinander verschmolzen zu sein und erst als Ron spürte, wie sich Parvatis mittlerweile verhärtete Brustwarzen an seiner eigenen Brust rieben, realisierte er, was sie taten und dass sie vollkommen nackt waren. Rons Körper konnte nicht anders und reagierte. Sofort wollte er sich mit hochrotem Kopf und sichtlicher Verlegenheit abwenden, doch Parvati hielt ihn fest und sagte: „Nein Ron, nicht. Bleib hier und lass es geschehen."

Immer blasser werdend stotterte Ron, „Aber... aber Pav, meinst du das ernst. Ich denke... ich meine... ich... aber es sollte etwas Besonderes sein." Parvati, die nun merkte, wie sehr es ihren Freund bewegte, konnte nicht anders und küsste ihren Liebsten. „Aber Ron, es ist doch etwas Besonderes hier und ich fühle mich nachdem, was wir zwei gerade erlebt haben, mehr als bereit dafür. Und hey, wer hat denn bis vor einer Weile noch den geilen Wolf raushängen lassen?"

Ron konnte es nicht fassen, dass seine Freundin schon wieder einen Witz machen konnte, geschweige denn, dass sie hier mit ihm schlafen wollte. Er überlegte kurz, ob es wirklich richtig sei oder ob Parvati noch unter Schock stand, doch dann spürte er selbst, wie sehr er sie liebte und es ihr zeigen wollte und mit einem leidenschaftlichem Kuss zog er das Mädchen, welches nun auch angefangen hatte, sich um seine mehr als nur schmerzhaft pochende Erektion zu kümmern, auf sich.

Ron entfuhr ein Stöhnen, als sich die warme, zarte Hand seiner Freundin um sein bestes Stück legte und anfing die Vorhaut ab und ab zu schieben. Rasch musste er sie ein wenig bremsen, denn auch wenn er wieder ein Mensch war, so hatte sein Hormonhaushalt und die Sensibilität seines Körper noch einiges zurück zu schrauben. Daher übernahm der Rothaarige ab hier die Regie, wenn gleich er aufgeregter war, als sein Vater in einem Muggelkaufhaus. Langsam streichelten seine Hände über Parvatis Rücken, hinab zu ihren wohlgeformten Po und noch während er diese sanft knetete, schaffte er es ihre beiden Körper so zu bewegen, sodass er nun leicht auf ihr lag.

Immer intensiver wurden von nun an die Küsse seiner Liebsten und Ron nahm dies als Hinweis, auf dem richtigen Weg zu sein. Mutig und auch irgendwie losgelöst von etwaigen Zweifeln ging seine Hand auf Wanderschaft und erkundete zuerst die weichen Brüste mit ihren jetzt hart nach vorn stehenden Nippeln. Ron konnte nicht anders und musste sie einfach küssen, was Parvati ein mehr als nur wohliges Stöhnen entlockte. Ron fühlte sich wie im Paradies und leise flüsterte er seiner Freundin ins Ohr, wie schön sie sei. Parvati hingegen schien durch Rons Liebkosungen schon nicht mehr in dieser Welt zu sein und alles was der Rothaarige zu hören bekam, war ein leicht flehendes „mach weiter".

Durch diese Worte ermutig ließ Ron nun seinen Vorstellungen freien Lauf und während er weiter die Brüste verwöhnte, ging seine Hand auf ihre Suche weiter nach unten. Er streichelte Parvatis Bauch, ihre Flanken und schließlich spürte Ron, wie seine Fingerspitzen die zarten Härchen über dem Heiligtum seiner Freundin erreichten. Von hier an kam der Gryffindor leicht ins Schwitzen, denn während er Parvatis Brüste, auch wenn meist nur unter dem T-Shirt und durch den BH geschützt schon gestreichelt hatte, stand er nun vor einer Region, die ihm einerseits eine Lustschub verpasste, andererseits aber auch leichte Schweißperlen auf die Stirn trieb.

Um nichts falsch zu machen, streifte Ron das weiche Flies nur kurz und ließ seine Hände danach über die schlanken Beine gleiten. Doch genau das hatte Parvati wohl nicht im Sinn gehabt, denn sie fasste plötzlich nach Rons Hand und führte diese zielstrebig zwischen ihre Beine. Ron keuchte leicht, als seine Fingerspitzen die feuchte Hautfalte berührten und sah seiner Freundin tief in die Augen.

Parvati nickte und Rons Finger begannen zu kreisen. Sanft und vorsichtig erkundeten sie das warme Fleisch und dann, Ron wusste nicht wieso, führte er seinen Zeigefinger, der nun feucht glänzte an seine Nase und roch daran. Der Gryffindor glaubte im nächsten Moment vor Lust zu vergehen. Rasch zwang er sich, mit seinen Liebkosungen fortzufahren und stockte erst, als er mit dem Finger etwas kleines, rundes berührte, was Parvati dazu brachte laut aufzustöhnen und ihren Unterleib in Richtung Rons Hand zu drängen. Im nächsten Moment weiteten sich Rons Augen, denn durch die ruckartig Bewegung war sein Finger vollends in Parvati geglitten und wurde nun vom warmen Fleisch umschlossen.

Die Gryffindor stöhnte und wand sich immer weiter dem Finger entgegen und schließlich konnte auch Ron sich nicht mehr zurück halten. Seine Augen blitzten plötzlich kurz gelb auf, er glitt auf seine Freundin und brachte, mit ein wenig Hilfe, sein mehr als nur pochendes Glied in Position. Und bevor Parvati es sich auch nur ansatzweise noch hätte überlegen können, stieß Ron zu. Die nächsten Minuten waren dann ein einziges Spiel voller Liebe und Leidenschaft und nachdem beide ihren Höhepunkt in den Raum geschrieen und Ron sich in mehreren Stößen ergossen hatte, brachen sie beide erschöpft und überglücklich auf dem weichen Teppich vor dem Bett zusammen.

Flashback Ende

Harry lag in seinem Bett und hörte den Worten der Erwachsenen weiter zu. Sie beratschlagten nun, wie sie die ganze Geschichte Rons und Parvatis Eltern beibringen sollten und auch, was mit den anderen Schülern, die derzeit im Krankenflügel lagen, geschehen sollte. Harry fragte sich, wer denn noch so alles hier im Raum lag, denn bis auf seine Freunde, die ja bis zuletzt in Hogsmeade gekämpft hatten, wusste der Gryffindor von keinem seiner Mitschüler, ob es ihm gut ging.

„Ich denke Minerva, wir sollten die Schüler sich erst einmal richtig ausschlafen lassen und auch ihr Drei habt etwas Ruhe nötig."

Harry hörte, wie die Direktorin tief durchatmete und dem Portrait von Albus Dumbledore Recht gab. Einzig Poppy schien nicht wirklich aus ihrer Haut zu können und meinte, dass sie dann aber noch mal nach Damion und Neville schauen müsse. Bei diesen zwei Namen horchte Harry auf und fragte sich, was wohl mit seinen Freunden los war. Und als wäre es sein Glückstag, fragte Professor Styls, warum die alte Heilerin dies tun wollte und vor allem, was mit seinem Sohn sei.

Poppy antwortete: „Nun Stephano, es geht den beiden Jungen in gewisser Weise gut, doch sollten wir nicht vergessen, das während Mr. Longbottem eine Menge Holzsplitter in seinem Rücken stecken hatte, als er hier eingeliefert wurde, dein Sohn, nachdem er todmüde aufs Bett gefallen ist, alle Anzeichen eines Cruciatusfluches aufweist."

„Holzsplitter?", fragte Styls und Harry war überrascht, dass sich sein Lehrer erst nach Neville und nicht nach Damion erkundigte.

„Ja, Holzsplitter, Stephano. Mr. Longbottem hat sie sich eingefangen, als er versuchte, Ms. Lovegood zu beschützen. Ihren Angaben zufolge hat er alle Schüler durch die Bodenluke im Honigtopf geleitet und wollte sie gerade schließen, als die Flüche auf das Haus abgefeuert wurden. Dann, so sagte sie, sah sie nur noch, wie ihr Freund sich auf sie warf und es eine gewaltige Explosion gab."

„Ich verstehe", sagte Professor Styls und wollte nun nach seinem Sohn fragen, doch Poppy war noch nicht fertig. Mit etwas lauterer Stimme fuhr sie dort. „Ach so, du verstehst? Na dann bist du ja ein Glückspils, Steph. Ich hingegen muss mich immer noch von dem Schock erholen, der meine Glieder durchfahren hat. Oder kannst du dir vorstellen, wie es ist, wenn du nichts ahnend durch die Gänge des Schlosses läufst und plötzlich die kleine Mr. Greevey aus dem Buckel einer Statur schaut und um Hilfe bittet."

Harry stellte sich das Gehörte plötzlich vor du musste sich sehr zusammenreißen, um nicht laut aufzulachen. Gerettet wurde er hierbei von der Direktorin, die sich nun auch mal wieder zu Wort meldete.

„Ja, das ist auch so eine Sache, die wir noch untersuchen müssen. Bei Merlin, ich bin nun schon so lange in diesem Schloss, war auch einst Schülerin hier und doch hatte ich keine Ahnung von diesem Geheimgang. Allerdings erklärt es mir eine Menge wenn ich an die vielen Süßigkeiten denke, welche die Weasleyzwillinge immer besorgt haben. Und wer hat Mr. Greevey gesagt, wie er so ins Schloss kommt? Mr. Potter? Nun, ich denke, unser lieber Harry hat uns auch einige Antworten zu geben."

„Da magst du Recht haben Minerva", warf Professor Styls ein, „doch hat sein Handeln und das seiner Freunde dafür gesorgt, dass die Verletzten bei den anderen Schülern so gering geblieben sind. Oder meinst du nicht?"

„Natürlich Steph. Du hast vollkommen recht und doch ist es... ist es so, dass... Ach ich weiß auch nicht..." Die Direktorin schaute nun zu Albus auf und sah, wie dieser lächelte. Daraufhin brach sie ihre Ausführungen ab und wechselte das Thema, indem sie nach Damion fragte. Hier kamen nun Poppy und Professor Styls zum Zug und während die alte Heilerin noch mal erklärte, dass der Junge von einem Unverzeihlichem getroffen wurde meinte sein Vater nach einem kurzen Zögern, dass sie die Sache wohl auf Damions Unfall zurückführen können. Sein Sohn habe nämlich gelernt, ein gewisses Maß an Schmerzen zu überbrücken und dass aufgrund der Situation wohl auch noch zusätzlich Adrenalin im Spiel war.

Poppy sah den Professor mit großen Augen an, bestätigte die Theorie aber im selben Moment, da sie ja gesehen hatte, dass die Schmerzen erst Wirkung zeigten, als sich der Gryffindor beruhigt hatte. Nachdem dies alles geklärt war, begaben sich auch die Erwachsenen in Richtung Ausgang des Krankenflügels, denn ohne Zweifel gab es in ein paar Stunden eine Menge zu tun. Sicher würden eine Reihe von Leuten aus dem Ministerium hier vorbei schauen, dann kamen die Eltern von Ron und Parvati und auch die anderen Schüler, die mittlerweile in ihren Häusern lagen, wollten einige Antworten haben.

TBC

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