Kapitel 45

„Harry, wo sind wir?", waren die ersten Worte, als Hermine wieder zu selbigen kam und sie drängte sich etwas unsicher an ihren Liebsten. Harry hingegen schaute sich kurz um und versuchte die steinernen Wände, die Fackeln und die verschiedenen Gemälde zuzuordnen. Dann lächelte er und antwortete. „Nun Schatz, ich denke, das hier ist immer noch Hogwarts. Und um es besser zu sagen, sind wir ganz in der Nähe der Treppe zum Büro des Direktors."

Und Harry hatte Recht, denn nach nur wenigen Schritten in Richtung der nächsten Abzweigung, konnte man den großen Wasserspeier ganz deutlich erkennen. Und noch jemanden erkannte man. Jemanden, der Harry erleichtert aufatmen ließ. Es war Professor McGonagall, die scheinbar darauf wartete, dass sie der Direktor einließ. Harry war richtig froh, dass sie heute mal nicht eine Erinnerung zu sehen bekamen, die mit Snape zu tun hatte, auch wenn er angefangen hatte, Hermine von ihrem alten Zaubertranklehrer zu erzählen.

„Und sie kann uns wirklich nicht sehen?", fragte Hermine besorgt, da Harry sie beide ganz offen an ihre Professorin heran führte.

„Nein Schatz, das hier ist eine Erinnerung. Alles ist schon geschehen und kann nicht verändert werden, wie es vielleicht bei einem Zeitumkehrer möglich wäre."

Dies schien Hermine ein wenig zu beruhigen, denn sie schaute sich nun ein wenig sicherer um. Schließlich erschien auch Professor Dumbledore und dies, so überraschte es Harry ein wenig, nicht auf der Treppe zu seinem Büro. Nein, der Direktor kam ebenfalls aus einem der Gänge und lächelte seiner Stellvertreterin zu. „Ah Minerva, schön dass du kommen konntest."

„Natürlich konnte ich dass, denn du klangst so, als wäre das, was du wolltest, sehr wichtig." Erwiderte die alte Hexe mit einem Lächeln.

„Natürlich meine Liebe. Und ich meine unterdes auch behaupten zu können, dass sogar nicht wenige Dinge, die ich tue bisweilen nicht ganz so unbedeutend sind. Ach, und wie geht es deiner Mutter, Minni?"

Die Professorin schaute den alten Zauberer plötzlich überrascht, ja fast schockiert an und sah dann unsicher in jede Richtung. Scheinbar wollte sie sich vergewissern, dass auch wirklich niemand etwas von dem, was sie hier besprachen mitbekam. Dann wurde ihr Gesichtsausdruck wieder etwas sanfter. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen und die alte Hexe antwortete. „Es geht ihr gut, Albus. Obwohl sie in letzter Zeit sehr mit ihren Gelenken zu tun hat. Aber bei hundertunddreizehn Jahren kann dies schon mal vorkommen. Ist halt nicht jeder in unserer Familie mit deiner Gesundheit gesegnet."

Diese Worte verwirrten Harry und auch Hermine nun doch ein wenig. Und auch dass die zwei Alten plötzlich so vertraut miteinander umgingen, war für die Gryffindors überraschend, machte doch vor allem die Professorin immer einen sehr distanzierten Eindruck. Aber das war rein gar nichts im Vergleich zu dem Folgenden. Dumbledore lächelte nämlich mit einem Male noch breiter.

„Das stimmt Minni. Doch dafür ist meine Schwester die weitaus bessere Köchin, mit der selbst Aberforth nicht mithalten kann."

Harry war gelinde gesagt geschockt und schaute mit weiten Augen zu Hermine, die allerdings noch mehr so aussah, als hätte sie einen Geist gesehen. McGonagalls Mutter und Dumbledore sollten... Geschwister sein. Aber es hieß doch immer dass sein alter Mentor nur einen Bruder hatte? Oder war es das, was immer nur erzählte wurde. Harry konnte es nicht fassen, doch schon im nächsten Moment machte für ihn diese Sache großen Sinn, wo er sich doch damals immer gefragte hatte, wieso er dies getan hatte. Es ging darum, wie ihn die Direktorin bei Hermine erwischt hatte und er sie angefahren hatte und ihr den Mund verbot.

Um sich aber weiter den Kopf darüber zu zerbrechen, dafür war nun keine Zeit mehr, denn es kam Bewegung in die beiden Erwachsenen und somit hieß es aufpassen, was es wohl diesmal Wichtiges zu erfahren gab. Dumbledore war nun derjenige, der die Führung übernahm.

„Minerva, ich habe dich heute hier her gebeten, weil ich dir etwas zeigen möchte, für den Fall, dass mir etwas passiert bevor ich mit meiner Aufgabe fertig bin."

„Aber Albus..." wollte die Professorin für Verwandlungen aufbegehren, doch der alte Zauberer sprach weiter, ohne sich unterbrechen zu lassen.

„Nein Minni, hör mir zu. Es ist lebenswichtig und eine Menge Schicksale könnten davon abhängen." Die jetzige Direktorin sah Dumbledore mit weiten Augen an, bedeutete aber, dass sie verstanden hatte. Dumbledore lächelte und führte sie in Richtung des Wasserspeiers. „Wie du mitbekommen hast, Minerva, habe ich Harry in diesem Jahr sehr oft zu mir geholt, um ihm einige Informationen zu geben, die dem Jungen helfen sollen, damit er überhaupt eine Chance hat, Tom eines Tages zu besiegen."

„Aber Albus, Harry ist ein Kind." Warf McGonagall ein.

„Körperlich vielleicht, Minerva... aber im Geiste ist Harry schon sehr viel reifer, als er es für einen Jungen in seinem Alter sein sollte. Dafür hat er schon zu viel erlebt. Doch ich schweife ab..."

Die Zwei waren mittlerweile vor dem Wasserspeier zum Stehen gekommen und Dumbledore tat plötzlich etwas, das Harry doch als sehr ungewöhnlich empfand. Der alte Zauberer streckte nämlich plötzlich seine Hand aus, spreizte Zeige- und Mittelfinger ab und drückte sie in die Augen der steinernen Statue. Und Harry war nicht der Einzige im Raum, der dies als komisch empfand, denn auch die Professorin sah leicht überrascht in die Richtung ihres Onkels.

„Studentenfutter"

„Was Albus?" fragte McGonagall, da sie nichts mit dem Wort anfangen konnte.

Harry runzelte auch die Stirn. Was meinte Dumbledore denn nun schon wieder. Doch gleich im nächsten Moment wurde ihm, und auch den beiden anderen klar, dass es ein Passwort war. Was diesem Code allerdings folgte, hätte Harry nie für möglich gehalten, denn auch wenn der Wasserspeier wie gewöhnlich zurückwich, um den Weg zur Treppe freizugeben, so erstaunte es doch alle im Raum, dass sich die Stufe dieses Mal nicht magisch hinauf schoben, sondern einen Weg nach unten schufen.

„Albus, was geht hier vor? Wo führte die Treppe hin?" Selbst McGonagall schien nicht gewusst zu haben, dass es von hier aus noch woanders hinging.

„Dorthin? Nun dieser Weg, Minerva, führt in einige Teile des Schlosses, die bisher nur die Direktoren betreten konnten. Meist sind dort unten Archive und Artefakte längst vergangener Zeiten untergebracht, doch das sollte uns im Moment nicht weiter interessieren. Viel wichtiger ist, dass ich dort unten auch einen kleinen Raum eingerichtet habe, in welchem ich mein Wissen und meine gesammelten Informationen über Voldemort aufbewahre."

„Aber wieso dort?", fragte die Direktorin und da war sie nicht allein. Nein, auch Harry fragte es in den Raum, auch wenn Hermine die Einzige war, die es hörte.

„Weil dieses Wissen zur falschen Zeit und in den Händen der falschen Person, zu brisant wäre, Minerva. Und damit dies nicht geschieht, musst du mir auch hier und heute etwas versprechen."

Professor McGonagall sah den alten Zauberer nachdenklich an und schien ein wenig hin und her gerissen zu sein. Harry konnte förmlich die Gedanken der alten Hexe lesen, denn sie schien sich zu fragen, warum ihr alter Freund dies alles so im Geheimen tat. Wusste er etwas, dass sie nicht wussten? Da Harry aber nicht sagen konnte, von wann die Erinnerung, in der sie sich gerade befanden, war, musste er wohl oder übel davon ausgehen, dass Dumbledore vielleicht schon wusste, dass sein Ende nahte.

„OK Albus, sag es. Was soll ich dir versprechen?" Professor McGonagall schien ein wenig resigniert zu haben und sah den alten Zauberer erwartungsvoll an.

„Nun Minerva, du sollst mir dein Wort geben, das für den Fall, dass mir was passiert, du Harry nichts von diesem Raum..."

„Aber..."

„... nichts von diesem Raum erzählst, bis zu dem Zeitpunkt, wo Harry dich eindeutig nach ihm fragt. Und du darfst nicht versuchen, die Treppe nach da unten zu aktivieren, obwohl ich denke, dass, da ich das Passwort ebenfalls noch ändern werde, dieser Teil des Versprechens nicht wirklich von Bedeutung sein wird."

Harry sah erstaunt in die Augen von Dumbledore und für einen Moment glaubte er, dass der alte Zauberer ihm über die Schulter von Professor McGonagall hinweg zuzwinkerte. Harry blinzelte kurz um sich zu überzeugen, dass alles mit seinen Augen stimmte. Bevor er weiter darüber nachdenken konnte, mahnte ihn die Frage seiner Professorin zum aufpassen.

„Aber Albus, wenn du das Passwort wirklich ändern willst und dir etwas passiert, laufen wir dann nicht Gefahr, dass dein Wissen auf ewig verloren ist?"

„Nein Minerva", lächelte der alte Zauberer. „Denn ich werde dir in meinem letzten Willen mit Sicherheit die Informationen zukommen lassen. Doch wir sollten nicht immer vom Schlimmsten ausgehen, oder meinst du nicht? Dies hier sollte doch nur dazu dienen, dass wir abgesichert sind. Also Kopf hoch! Noch weile ich unter den Lebenden. Und damit dies auch so bleibt, denke ich, dass es Zeit wird, diese kleine Unterhaltung zu beenden. Schließlich wartet in der Großen Halle schon ein köstliches Abendmahl auf uns."

Mit diesen Worten und dem ewig verschmitzen Lächeln von Dumbledore wurden Hermine und Harry wieder aus der Erinnerung heraus befördert. Sie landeten beide sanft auf ihren Füßen und das Erste, was Harrys Freundin entfuhr, war ein lautes „WOW".

„Das kannst du laut sagen, Schatz", erwiderte Harry mit einem Lächeln und nach einigen Sekunden, die er auf die steinerne Schale schaute, packte er das Denkarium wieder sorgfältig weg. Dann drehte er sich zu Hermine um, küsste sie sanft auf den Mund und meinte, dass sie Beide schnellstmöglich mit der Direktorin sprechen müssten. Hermine gab ihm sofort Recht und hielt es für das Beste, es gleich nach dem nächsten Mahl in der Großen Halle zu tun. Harry stimmte dem zu, bemerkte aber mit einem Glitzern in den Augen, dass es bis dahin noch einige Minuten waren. Deshalb zog der Gryffindor seine Liebste ganz fest an sich, küsste sie erneut und kurz darauf fielen beide aufs Bett, wo sie sich gegenseitig und fern der Blicke kichernder Zweitklässler mit jeder Menge Liebkosungen verwöhnen konnten.

„Boah war das heute wieder lecker", sagte Ron mit einem zufriedenen Gesicht, als er mit der rechten Hand über seinen Bauch strich. Hermine hingegen lachte nur und erwiderte etwas von, wann wäre es das für den Rothaarigen nicht. Harry sah den Beiden mit einem Lächeln zu, beteiligte sich aber am ewigen Kampf seiner zwei Freunde nicht weiter, denn in seinem Kopf waren die Gedanken vielmehr auf das kommende Gespräch mit der Direktorin gerichtet.

Aufmerksam beobachtete Harry die alte Hexe und versuchte den passenden Moment zu finden, um sie anzusprechen. Dieser kam dann auch, als Professor McGonagall sich anschickte, die Halle zu verlassen. Harry gab Hermine ein kurzes Zeichen und seine Freundin folgte ihm mit schnellen Schritten. Ron fragte noch leicht irritiert, wohin sie wollten, doch Harrys Lippen formten nur ein leises „Später" und der Rotschopf verstand.

„Professor?", rief Harry, kaum das die schwere Hallentür wieder verschlossen war und die Direktorin hielt in ihren Bewegungen inne. Sie drehte sich um und begann zu lächeln. „Ah Mr. Potter und Ms. Granger. Was kann ich denn für sie tun?" Fragte ihre alte Hauslehrerin und Harry stockte ein wenig.

„Nun Professor, es geht da um eine Erinnerung, die mir Professor Dumbledore zukommen lassen hat und sie betrifft einen speziellen Raum hier in Hogwarts."

Die Direktorin schaute den Gryffindor für einen Moment überrascht an, doch dann wurden ihre Gesichtszüge wieder sanfter. Sie sah zwischen Harry und Hermine hin und her und blickte dann in den Gang hinter die Zwei. Scheinbar wollte sie sicher gehen, dass sie niemand hörte.

„Ich verstehe Mr. Potter. Und ich nehme an, sie wollen Albus Archiv auch so schnell wie möglich sehen?" Harry nickte und seine Anspannung stieg noch mehr. Allerdings verpasste ihm die Direktorin einen Dämpfer, denn sie meinte, dass dies bis morgen warten müsse."

„Warum?", fragte Harry überrascht und bekam von Hermine einen Ellebogen in die Seite, da seine Aussprache doch ein wenig laut war und seine Freundin so ein Verhalten gegenüber ihrer Lieblingslehrerin nicht mal ihrem Freund durchgehen ließ. Professor McGonagall lächelte leicht und erwiderte. „Weil, Mr. Potter, ich heute Abend noch ein wichtiges Treffen mit den anderen Mitgliedern des Ordens habe. Und da ich Albus versprochen habe, dass ich bei ihrem ersten Besuch dabei bin, ich ihnen ja auch noch einen Brief mit dem Passwort geben muss und es fast acht Uhr ist, denke ich, dass es besser ist, wir treffen uns morgen Abend vor meinem Büro."

Harrys Gesicht schien ein wenig enttäuscht zu wirken, denn die Direktorin legte plötzlich ihre Hand ermutigend auf seine Schulter. Doch der Blick den sie dabei aufsetzte, verriet Harry auch, dass dies ihre unumstößliche Entscheidung war. Kurz darauf drehte sich Professor McGonagall wieder um, wünschte ihnen im weggehen eine gute Nacht und verschwand hinter der nächsten Biegung. Zurück blieben Harry, der sich den Abend eigentlich anders vorgestellt hatte und Hermine, die nun gewillt war, Harry in den Gryffindorturm zu bringen und etwas für seine Stimmung zu tun. Es waren ja schließlich nur vierundzwanzig Stunden und die gingen ja auch schnell rum.

Harry hatte nie geglaubt, dass ein Tag so lang werden konnte und auch Hermine schien heute nicht so richtig Lust aufs Lernen zu haben. Ja, sie verlor sogar drei Punkte bei Professor Styls, da sie nicht aufpasste und somit lagen für die zweite Tageshälfte sogar die Blicke ihrer Mitschüler auf Hermine. Doch keiner der Beiden verriet, was sie heute noch vorhatten und so kochte die Gerüchteküche wie auf Hochtouren.

Gegen Ende des Abendessens war es dann endlich soweit und Harry machte sich mit seiner Liebsten auf den Weg zur Direktorin. Diese wartete auch schon vor dem Wasserspeier und lächelte ihren Schülern zu. Es war doch manchmal schon erstaunlich, so dachte Harry als er dies sah, wie offen und nah sich die Direktorin in unbeobachteten Momenten geben konnte.

„Guten Abend, Professor", grüßte Harry höflich und auch Hermine sprach die alte Hexe mit einem Gruß an. Professor McGonagall erwiderte diesen und reichte dann Harry einen Umschlag.

„Hier Mr. Potter, dies ist die Nachricht, welche mir Professor Dumbledore hat zukommen lassen. Ich habe sie zwar gelesen, doch muss ich zu meiner Schande zugeben, dass ich nicht wirklich aus ihr schlau geworden bin. Albus meinte, dass sie auf jeden Fall etwas mit seinem Rätsel anfangen können und ich hoffe dadurch, dass wir das Passwort so schnell wie möglich herausfinden."

Harry sah die Professorin überrascht an und nahm den Brief. Er öffnete ihn und las, während Hermine Selbiges über seine Schulter tat.

Ein Teil von Sieben, in seinem Streben nach Glück,

als Bester des Hauses, in seinen Händen den Sieg.

Ein Teil von Dreien, wo zwei andre nicht sind,

soll nicht streben nach Ihnen, sondern sein ein Kind.

Ein Mann ohne Streben, durch der Erden Glück genährt,

kann sich unendlich hingeben, keine Änderung er erfährt

Harry musste das Rätsel noch ganze zwei Mal durchlesen, bis er davon loskam und ihm die Randbemerkung auffiel, die Dumbledore ganz dünn noch unter diese verwirrenden Worte geschrieben hatte. Sie sagten soviel, als dass dieser Brief wohl eine von Dumbledores besseren Ideen war, doch das half dem Gryffindor nicht wirklich. Und mit seiner Ratlosigkeit war Harry nicht allein, denn auch Hermine starrte auf das Pergament, als wäre es die Jahresabschlussprüfungen und sie hatte nicht gelernt.

„Was meinen sie, Mr. Potter, können wir das Passwort zur Treppe herausfinden?"

Harry sah die Direktorin an und schüttelte leicht den Kopf. McGonagall machte daraufhin ein resignierendes Gesicht und sah etwas hilflos zu Hermine herüber. Da diese dann aber auch den Kopf schüttelte, verdunkelte sich der Blick der alten Hexe noch ein wenig mehr. Scheinbar hatte sie gehofft, dass zumindest Harry sofort auf die Lösung kam, oder dass Albus dem Jungen wenigstens einen Hinweis gegeben hatte. Doch nun? Nun schienen sie in einer Sackgasse zu sein, die wenn ihnen nicht eine Lösung einfiel, Voldemort einen unheimlichen Vorteil verschaffte.

Fast zehn Minuten standen die drei Zauberer nun vor dem Wasserspeier und während Harry es dem Dumbledore in der Erinnerung nachtat, seine Finger in die Augen der steinernen Statue zu drücken und die verschiedensten Passwörter zu rufen, wuchs in der Direktorin die Befürchtung, dass wenn sie nicht bald aufhörten oder gar die Lösung fanden, etwaige Schutzzauber aktiviert wurden. Daher bat sie Harry seine Versuche einzustellen und der Gryffindor kam der Bitte nach. Allerdings sah er die alte Hexe an und fragte mit niedergeschlagener Stimme. „Aber was kann es noch sein, Professor? Ein Teil von Sieben? Ich dachte zuerst an die Horkru..."

Harry brach mitten im Satz ab und sah leicht entsetzt zur Direktorin. ‚Verdammt', dachte er plötzlich, als ihm bewusst wurde, dass er sich verplappert hatte. Und umso überraschter war der Gryffindor, dass die alte Hexe plötzlich nicht weiter nachhakte, sondern lächelte. „Mr. Potter... Harry, du kannst ruhig offener sprechen, denn bis zu einem gewissen Punkt hat mich das Portrait von Albus schon über deine Aufgabe informiert. Ich weiß also von den Horkruxen Voldemorts, auch wenn ich nicht alles so verstanden habe, wie du es vielleicht schon getan hast. Albus meinte, dass auch ich ein wenig Bescheid wissen müsste und dass, wenn wir sein Archiv betreten, ich ja eh von ihnen erfahren hätte."

Harry sah die Direktorin mit großen Augen an und ihm fiel ein Stein vom Herzen. Hatte er doch jetzt, neben Hermine, Ron und Professor Styls, eine weitere Person, mit der er reden konnte und die, wie in Professor McGonagalls Fall, auch verstand, worum es dabei ging. Doch da die Direktorin im Moment ebenso ratlos war, wie er und seine Liebste, wurmte ihn dies ein wenig. Er sah noch mal in beide Gesichter und meinte dann, und dies zur Erleichterung der alten Hexe, die immer noch an die Schutzzauber des Schlosses dachte, dass sie vielleicht für heute aufgeben sollten und morgen erst einmal in den Unterlagen von Albus Dumbledore nach etwaigen Hinweise zu suchen. Professor McGonagall dachte sogar darüber nach, mit dem Portrait von Albus zu reden, obwohl das Gemälde bisweilen ebenso in Rätseln sprach wie der alte Zauberer zu seinen Lebzeiten.

TBC

AN: So Buben und Madl´s heute seid ihr mal gefordert und könnt bestimmen wann das nächste Cap kommt. Schreibt mir doch einfach in eurem Review die richtige Lösung (sprich das Passwort ) und schon bei drei richtigen Antworten stelle ich das nächste Cap online. Also viel Spaß beim Raten. Euer Mr. Figgs