Kapitel 49

Harry schreckte hoch und sah in das leicht besorgte Gesicht von Hermine. „Wir sind gleich da", informierte sie ihren Freund und Harry schaute sich orientierend um. Sein Blick ging zu Hermines Eltern und dann aus dem Fenster. ‚Was hatte es mit dieser Erinnerung eben nur mit auf sich', dachte Harry. Hatte er oder die Person, welcher sie gehörte, wirklich einen Menschen getötet und dies aus Wut und mit dem Feuer des Phönix? Und wer war es, den er getötet hatte? Irgendwie kam ihm das Gesicht bekannt vor. Doch wen kannte er, der so böse war, dass man ihn umbringen würde? Gut, die Antwort war einfach... Voldemort. Aber der Mann mit der Narbe hatte nicht mal ansatzweise Ähnlichkeit mit Tom Riddle und außerdem musste Harry nun noch herausfinden, wer dieser Arcan war.

Bevor sich der Gryffindor aber weiter in seinen Fragen verlieren konnte, begann ihn ein helles Licht zu blenden. Sofort reagierte seine Brille und passte sich der neuen Situation an. Sie fuhren nämlich gerade eine beleuchtete Einfahrt hinauf und obwohl es nach dem Blenden wieder etwas dunkler wurde, konnte Harry erkennen, dass man das Haus der Grangers nicht mal annähernd mit dem der Dursleys vergleichen konnte.

Hermine schien in einer sehr edlen Gegend aufgewachsen zu sein, denn der Hummer fuhr geräuschvoll über den Kies auf etwas zu, das man ruhig als Villa bezeichnen durfte. Harry schaute zu seiner Freundin und spürte, dass das Mädchen sich plötzlich ein wenig unwohl fühlte. Deshalb zog Harry seine Liebste ganz fest an sich heran und küsste sie sanft auf den Mund. Er machte ihr nicht den geringsten Vorwurf, dass sie ihm nichts gesagt hatte. Wahrscheinlich wollte Hermine nicht, dass er, oder vielleicht noch wichtiger Ron, sie als ein Mädchen aus reichem Hause betrachteten. Vor allem ihr rothaariger Freund hätte vielleicht ein Problem damit gehabt, aber nur vielleicht und das auch nur bis zum letzten Jahr. Da war sich Harry im nächsten Moment sehr sicher

Natürlich bekam Harry durch seinen Kuss nicht mit, wie Mrs. Granger, die in den Rückspiegel geschaut hatte lächelte. Schließlich hielt der Wagen in der überdachten Einfahrt und die Fahrt war zu ende. Man lud die Einkäufe, welche die Grangers während ihres Tages in London getätigt hatten aus und brachte sie ins Haus, wo Mr. Granger leicht aufkeuchte. Grund hierfür war Dobby, der mit Harrys und Hermines Sachen wartete. Harry versuchte dem Vater seiner Liebsten alles zu erklären und machte Doktor Granger mit dem Hauselfen bekannt.

Kurze Zeit später war die erste Aufregung vorbei und man hatte es sich im Wohnzimmer, oder wie es Harry für sich nannte, im Salon bequem gemacht. Man sprach noch ein wenig über die Ereignisse des Tages und während eines kleinen Imbiss verfolgten sie die Nachrichten im Fernsehen. Hierbei musste Harry besonders schmunzeln, wie die Auroren die Sache im Muggelteil von Kings Cross handhabten. Doch dies war nichts im Vergleich zu dem, wie der Nachrichtensprecher todernst die Frage aufwarf, ob es nicht Zauberei gäbe.

Grund dafür war, dass mehrere Muggel felsenfest behaupteten, dass sie gesehen hätten, wie erst zwei Jungen in schwarzen Umhängen auf einem Surfbrett durch die Luft geflogen seien und dass dann eine riesige rote Dampflok aus dem Nichts aufgetaucht war, mit einem Höllenlärm durch einen Erdwall donnerte und nach einer Stunde nichts mehr davon zu sehen war.

Die Grangers mussten ebenfalls lachen, fragten danach aber, wie es die Zauberer nur schafften, so etwas so schnell zu vertuschen. Harry meinte, dass das Ministerium für Zauberei in dieser Sache sehr schnell war und wohl eine Menge Zauber über die Unglücksstelle gelegt hatte. Doktor Granger sah Harry daraufhin mit großen Augen an und meinte dann, dass er dies erst mal alles verdauen müsse.

„So Kinder, ich denke es ist Zeit ins Bett zu gehen." Mit diesen Worten hatte Hermines Vater seinen Scotch ausgetrunken und war aufgestanden. „Ich denke es wird auch Zeit Harry sein Zimmer zu zei..."

„Aber Dad..." Hermine sah plötzlich den strengen Blick ihres Vaters und verstummte. Ihre Mutter hingegen warf ihrem Mann einen eher kalkulierenden Blick zu. Dann lächelte sie und stand ebenfalls auf.

Harry hingegen sah nur den Blick von Doktor Granger und sagte, dass er sogar auf der Couch schlafen würde, wenn er nur eine Decke bekäme. Und mit dieser Bemerkung ging er in den Flur und schnappte sich seinen Koffer.

„Nun Harry, es geht hier entlang." Erklärte Hermines Dad und führte den Gryffindor die große, zentral gelegene Treppe hoch und einen langen Flur, vorbei an zahlreichen Zimmern entlang. Sie erreichten schließlich eines der etwas größeren Zimmer, welches ganz in Weiß gehalten war und in dem eines der wohl einladendsten Betten stand, dass Harry bisher gesehen hatte. Hermine, die ihnen gefolgt war und bemerkte, dass das Zimmer am weitesten von ihrem eigenen entfernt war, warf ihrem Dad einen bitterbösen Blick zu und während sie sich von Harry mit einem Kuss verabschiedete, ging Doktor Granger, der ihr ebenfalls die Wange hin hielt, leer aus. Harry sah dies und das Gesicht welches der Mann zog und machte, dass er in sein Zimmer kam.

Kaum hinter der Tür in Sicherheit atmete Harry erst mal tief durch. Das letzte was er jetzt noch gebrauchen konnte wäre gewesen, dass Hermine noch mit ihrem Vater gestritten und er, Harry, ihnen dadurch vielleicht das Weihnachtsfest verdorben hätte. Mit einem Gefühl der Müdigkeit ging der Gryffindor erst mal unter die Dusche und dies in einem Badezimmer, dass dem von Hogwarts wohl in nichts nachstand, außer vielleicht in der Anzahl der Wasserhähne.

Danach ging Harry zu Bett und kuschelte sich in die weißen Laken. Allerdings währte sein Schlaf nicht wirklich lange, denn ein Geräusch von der Tür her riss ihn aus seinen Träumen. Rasch tastete Harry nach seiner Brille, eine Angewohnheit, die ihm schon ins Blut übergegangen war und er setzte sie auf.

„Hermine? Hermine bist du das?", fragte Harry in den Raum, da er vorerst nur eine leichte Silhouette in der Dunkelheit wahrnahm. Um auf Nummer sicher zu gehen, konzentrierte er sich auf seine Augen. Sofort erschien ihm der Raum taghell und es verschlug Harry gelinde ausgedrückt die Sprache. Mitten im Zimmer stand Hermine, nur in ein leichtes Nachthemd gehüllt und es sah so aus, als wollte sie zu Harry ins Bett.

„Hermine, was tust du hier? Was ist, wenn dein Vater uns erwi..."

„Schsch Harry, sag es nicht. Er ist nicht hier und es ist Weihnachten, also Zeit für Geschenke."

Mit diesen Worten griff Hermine zum Verschluss ihres Hemdchens, zog an den beiden Seidenschnüren und der Hauch von Nichts glitt zu Boden. Harry blieb die Luft weg, als er seine Liebste im Evakostüm sah und er nicht anders konnte, als ihren atemberaubenden Körper zu bewundern. Allerdings tauchte plötzlich hinter Hermine, die für Harry in einem göttlich schimmernden Licht dastand, die geisterhafte Gestalt von Mr. Granger auf und er hob warnend seinen Finger.

Harry wurde sofort klar, dass diese Erscheinung nur in seinem Geiste existierte und betrachtete Hermines Körper daher erst mal weiter, denn zu schön war der Anblick ihres Gesichtes, der verlockenden Brüste und der langen Beine. Während sein Kopf beim Gedanken an Mr. Granger noch haderte und alle möglichen Gründe aufzählte, es nicht zutun, schrie sein bestes Stück danach, dass er diese Zweifel endlich vergass und machte einen langen Hals. Harry startete einen letzten Versuch und sagte zu seiner Liebsten, dass sie das nicht tun müsse, nicht wegen Weihnachten und nicht als Geschenk, doch Hermine lächelte plötzlich noch lustvoller, trat einen Schritt nach vorn und erwiderte, „Harry, wer sagt dir denn, dass ich dein Geschenk bin."

Nun war Harry wirklich baff und sah Hermine mit großen Augen an. Seine Liebste nutzte diesen Moment der Verwirrung aber nur, um die letzten Schritte zu Harrys Bett zu überbrücken und um Harry leidenschaftlich zu küssen. Von da an hieß es für die Beiden nur noch, sich ihrer Liebe und Lust hinzugeben. Harry umschlang Hermines Körper und küsste sie ebenso leidenschaftlich zurück. Dann zog er seine Liebste auf sich und drehte sie dann beide so, dass er leicht seitlich auf ihr lag.

Allerdings formte sich während all der Liebkosungen, die er anfangs nur Hermines Mund, später dann dem Hals und schließlich den mittlerweile hart gewordenen Knospen ihrer Brust schenkte, ein nächster Gedanke und der hatte damit zu tun, dass sie beide noch nie weiter gegangen waren, als sich gegenseitig zu streicheln und zu küssen. Was also erwartete Hermine nun von ihm, Harry? Er konnte ja schlecht Zabinis Schlafanzugspruch als Leitfaden für ihr erstes Mal nehmen. Sagte dieser doch in wirklich slytherinliker Manier,

Mädchen? paxi, lexi, fixi.

Harry kam leicht ins Schwitzen und dies nicht nur wegen der Hitze, die sich zwischen ihren beiden Körpern aufbaute. Allerdings kam ihm in den Sinn, dass er vielleicht wirklich anfangen sollte, Hermines Körper ein wenig mehr zu erkunden. Daher ließ er seine Hand, die bisher nur den Bauch und die Brüste sanft gestreichelt hatte, ein wenig nach unten wandern und musste feststellen, dass Hermine darauf nicht unbedingt negativ reagierte. Dies gab Harry Mut und so kam es, dass er wenige Augenblicke später zum ersten Male das warme, schon längst feuchte Gebiet zwischen den Schenkeln seiner Freundin erreichte.

„Oh Harry", kam es aus dem Mund des Lockenkopfes und sie schien sogar ein wenig zu zitternd. Harry zog seine Finger zurück und betrachtete den Schimmer, den ihr Saft hinterließ. Dann kostete er davon und war plötzlich wie getrieben, mehr davon zu bekommen. Harry ließ mit seinen Lippen von Hermines Hals ab und küsste sich langsam über den Bauch hinweg zum Intimbereich. Dort betrachtete er den leichten Flaum, der ihn an damals erinnerte, wo sie in Damions Kugel geschaut hatten und wie sein Kumpel was von Rasierzaubern gesagt hatte. Schließlich wanderte Harrys Blick noch tiefer und er sah das zartrosa Fleisch, welches durch die mittlere Hautfalte schimmerte. Vorsichtig berührte sein Finger diese und strich sachte durch sie hindurch.

Die Reaktion von Hermine war eindeutig und geräuschvoll. Doch dieses Stöhnen war nichts im Vergleich dazu, als sich der Gryffindor plötzlich vorbeugte und seinen Finger durch die Zunge ersetzte und diese arbeiten ließ. Von da an dauerte es nicht mehr lange und Hermines Atem wurde lauter und immer unregelmäßiger. Auch schien sie der Welt entrückt und reagierte nicht einmal, als Harry plötzlich stockte und seine Zähne zusammen biss. Klar hatte er gelesen und von seinen Kumpels gehört, dass es beim ersten Mal wehtun kann, aber sollte dies nicht beim Mädchen der Fall sein. Der Schmerz allerdings lag nun bei Harry wog sich aber mit der Lust und dem Feuer, welches Harry gerade fühlte, wieder auf. Auch rührte er nicht von der Leistengegend her. Nein vielmehr vom Kopf, denn Harry schien es geschafft zu haben, Hermine über die Klippe zu bringen und dabei hatten sich ihre Finger in Harrys Haare gekrallt und drückten sein Gesicht immer fester zwischen ihre Schenkel.

Hermines Orgasmus schien eine ganze Weile zu brauchen, um wieder abzuklingen. Sie ließ Harry aber schon etwas eher wieder atmen und so streichelte der Gryffindor seine Liebste bis diese sich plötzlich aufrichtete und mit einem „Ich liebe dich", Harry dazu bewog, sich auf den Rücken zu legen. Dann meinte sie, dass er nun dran sei und sie begann sanft an Harrys Brustwarzen zu knabbern.

Der Schwarzhaarige stöhnte leise, als er die Zähne seiner Freundin spürte, denn so ein Gefühl der Lust und dieses Prickeln hatte er noch nie erlebt. Hermine schien dies nur noch mehr anzuheizen und sie arbeitete sich langsam südwärts. Allerdings hatte Harry, im Gegensatz zu Hermine, noch seine Hose an und so bemerkte der Gryffindor das Funkeln, als sie deren Saum mit den Zähnen anhob. Dann strich sie sanft über die schon knochenharte Erektion und Harry kam nicht umher, Hermines Namen zu stöhnen. Schließlich befreite der Lockenkopf Harrys bestes Stück aus seinem Gefängnis und augenblicklich ragte es auch gen Himmel.

„Oh Harry", sagte Hermine mit lustvoller Stimme und strich mehrfach über den Schaft. Harry schloss die Augen und fing an zu beten. Und als seine Liebste sich dann auch noch runter beugte und den ersten Lusttropfen, der glitzernd auf der Eichelspitze thronte, wegküsste, da rief Harry laut, sie solle langsam machen, sonst geht's ins Auge. (Scheiß Vorstellung, ich weiß)

Hermine kam Harrys Wunsch nach und ließ von seinem besten Stück ab. Sie lehnte sich etwas zurück und Harry bemerkte, dass sie versuchte, nach ihrem Nachthemd zu hangeln. Rasch streckte er seine Hand aus und levitierte es in ihre Hand. Das nächste, was er dann sah war, wie Hermine etwas aus dem Saum des seidengleichen Stoffes nahm und er erkannte ein kleines Päckchen. Es war ähnlich denen, die ihm damals seinen ersten Streit mit Hermine eingebracht hatten und er sah seine Freundin fragend an.

„Weißt du Harry", begann Hermine. „Wir haben zwar bei Madame Pomfrey einige Zauber zur Verhütung gelernt und ich bin auch sehr gut will ich meinen, doch dann wiederum denke ich, sicher ist sicher." Und mit diesen Worten platzierte sie ein Kondom auf Harrys Penisspitze und rollte es vorsichtig ab.

Harry starrte seine Liebste ein wenig überrascht an und nickte. Danach setzte sich Hermine auf seine Oberschenkel, beugte sich nach vorn und sie begannen wieder sich zu küssen und zu liebkosen. Allerdings wurde alles ein wenig intensiver und schließlich spürte Harry, wie Hermine sein bestes Stück umfasste, etwas ihr Becken hob und nach vorn schob und versuchte, sich langsam auf Harry zu setzten. Der Gryffindor brach seine Küsse ab und schaute nach unten. Er sah wie sich seine Erektion langsam in Hermine schob und auch, dass seine Liebste, die bisher so souverän wirkte, plötzlich stockte und so aussah, als bekäme sie ein wenig Angst vor dem Folgenden.

Und wie Harry dies so sah und nicht so recht wusste, was er tun sollte, da schien ihn wieder ein Fluch zu ereilen. Na wenigstens sah es der Schwarzhaarige in diesem Moment so, denn vor seinem inneren Auge tauchte plötzlich Zabini auf und dieser sagte mit einem hämischen Grinsen, „Also Potter, wenn du endlich zum Schuss kommen willst, dann mach es kurz und schmerzlos."

Und obwohl Harry noch versuchte dies zu ignorieren und sich auf Hermine zu konzentrieren, schien sein Körper einen eigenen Willen zu entwickeln. Seine Hände gingen nämlich plötzlich von Hermines Brüsten zu ihrem Po, umfassten diesen sanft und mit einem kurzen Ruck hob Harry sein Becken leicht an. Das Nächste was der Gryffindor mitbekam war das kurze scharfe Lufteinziehen seiner Freundin und der leicht schmerzverzogene Blick in ihrem Gesicht und hier war sich Harry plötzlich sicher, dass er einen Fehler gemacht hatte und Hermine sofort von ihm herunter wollte.

Was folgte war das ganze Gegenteil. Hermine lächelte plötzlich dankbar, beugte sich herunter, um Harry zu küssen und beide verharrten in diesem Kuss mehrere Augenblicke. Dann schienen sich beide an das ungewöhnliche und zugleich geile Gefühl vereint zu sein zu gewöhnen und kurz darauf fanden sie auch einen Rhythmus in ihren Bewegungen, der sie beide stetig und sicher in Richtung Höhepunkt trieb. Dieser wurde dann auch lauthals ausgelebt und weckte sogar Hedwig, die in ihrem Käfig auf der Kommode hockte und sich eigentlich von der Jagd erholen wollte. Der schneeweiße Kopf drehte sich in Richtung Bett und man konnte plötzlich so etwas wie einen Rotschimmer im Gesicht der Eule erkennen. Gut, dieser rührte wohl eher von den leuchtenden Zahlen des Weckers neben ihre her, welcher mittlerweile halb drei anzeigte.

Schließlich beruhigten sich Harry und Hermine wieder und während sie sich beide ins Ohr flüsterten, wie sehr sie ich liebten, und Harry immer noch fragte, ob er seiner Freundin sehr weh getan habe, entglitten die Beiden auch langsam und eng umschlungen ins Land der Träume.

Es musste noch vor Sieben gewesen sein, denn es war noch relativ dunkel, als Harry kurz wach wurde. Da verabschiedete sich Hermine mit einem sanften Kuss von ihrem Liebsten und machte sich auf den Weg zurück in ihr Zimmer. Harry sah ihr mit verschlafenen Augen nach und hätte sie am liebsten zurück gerufen, doch es ging nicht. Nicht, wenn dies ein schönes Weihnachten für ihn werden sollte.

Doch das Schicksal schien ihm nicht mal dies zu gönnen, denn noch bevor die Tür wieder ins Schloss gefallen war, hört Harry plötzlich eine Stimme vom Korridor her. „Hermine?", fragte diese Stimme und sie gehörte eindeutig Dr. Granger. Allerdings folgte dieser Frage sekundenlang, was Harry aber wie eine Ewigkeit vorkam, keine Antwort und dies war wohl das Schlimmste.

Erst das „Wir reden nachher darüber", ließ bei Harry sich die Eingeweide zusammenziehen und seinen Körper wieder reagieren und dann hörte er wie sich eine Tür schloss, die von der Lautstärke her, die von Hermines Zimmer gewesen sein musste. Blieb also noch Dr. Granger und Harry rechnete fest damit, dass sein Zimmer in ein paar Sekunden der Hölle glich. Doch wider erwartend kam nichts und so horchte Harry in die Dunkelheit. Dabei kamen ihm die Erinnerungen an die letzten Stunden wieder in den Sinn und er schaffte es sogar wieder ein wenig einzunicken.

„So Damion", sagte Mr. Weasley und legte seinen Arm um die Schulter des Gryffindors. „Wie ich sehe bist du ein guter Mensch und deine Aktionen heute sprechen für sich. Daher heiße ich dich im Fuchsbau willkommen."

Es hatte zwar noch einige Minuten gedauert, bis die Auroren auch die Weasleys gehen ließen, doch nachdem sich Blaise und seine Leibwächter verabschiedet und die Offiziellen des Ministeriums ihre Fragen gestellt hatten, hieß es nun auch für Ginny und ihre Familie sich auf den Weg nach Hause zu machen. Dort angekommen wuselte Molly natürlich sofort in die Küche, denn es war schon längste Zeit fürs Abendmahl.

Auch schien sich die resolute Hexe und Mutter besonders zu freuen, dass sie mal wieder für etwas mehr als nur zwei Portionen kochen durfte, auch wenn ihre Gäste lediglich Ginny und Damion hießen. Die Zwillinge wohnte schon eine Weile nicht mehr hier und Ron hatte, sehr zum Missfallen seiner Mum, die Einladung der Patils angenommen. Parvatis Eltern wollten ihren zukünftigen Schwiegersohn auch mal näher kennen lernen und der ganzen indischen Familie vorstellen.

Damion landete mit Ginny im Arm kurz hinter deren Eltern im Fuchsbau und stellte erst mal seinen Koffer ab. Dann ging sein Blick durch den Raum und er bemerkte, dass Ginny sehr erwartungsvoll zu ihm schaute, in der Hoffnung, dass ihm gefiel, was er sah. Damion nahm sie daraufhin in den Arm und küsste sie sanft auf den Mund. „Es ist wunderschön hier", flüsterte der Braunhaarige und schaute dann in Richtung Arthur Weasley.

„Ähm ja Damion. Ich denke, wir bringen erst mal deinen Koffer hoch in Ron´s Zimmer..."

„Nein Dad", rief Ginny dazwischen und augenblicklich verstummte jeder Laut im Raum. Damion sah seine Freundin an und dann zu ihrer Mutter, die von ihrer Arbeit abließ und mit einem Kochlöffel in der Hand zu ihnen rüber kam. „Ich möchte, dass Damion bei mir im Zimmer schläft."

Diese Aussage schlug noch mehr ein als die Tatsache, dass Ginny zuvor ihren Vater unterbrochen hatte und Damion bekam ein flaues Gefühl im Magen. Allerdings überraschte es ihn dann umso mehr, dass die Weasleys plötzlich lächelten und Arthur meinte, dass dies OK war, solange er mal kurz mit Damion sprechen konnte.

Molly schien aber noch kurz zu zögern und bat Ginny, ihr beim Abendessen zu helfen, was diese dann auch irgendwie tat. Mr. Weasley und Damion waren unterdessen aus der Küche verschwunden und Professor Styls Sohn wurde immer roter und verlegener. Schließlich wusste er, was nun wahrscheinlich auf ihn zukam und er hoffte, dass er „DAS GESPRÄCH" so schnell wie möglich hinter sich brachte.

Harry blinzelte, als ihn ein Strahl der winterlichen Sonne in der Nase kitzelte. Er lebte also noch und war nicht von einem wütenden Zahnarzt im Schlaf erschlagen worden. Allerdings fürchtete er sich ein wenig davor, was ihn wohl beim Frühstück erwarten würde. Daher ging er erst mal heiß duschen, um seine Lebensgeister zu wecken und um auch die Überbleibsel der letzten Nacht, die Hermines schneller Reinigungszauber vielleicht übersehen hatte, verschwinden zu lassen.

Zwanzig Minuten später betrat Harry die große Küche und ging langsam zum Tisch, wo schon Hermine und ihre Eltern saßen. „Guten Morgen" sagte er freundlich, wagte es aber nicht, Hermine einen Kuss auf den Mund zu drücken. Dann setzte er sich ebenfalls und warf Dr. Granger einen vorsichtigen Blick zu.

Hermines Dad schien dies trotz der Zeitung, in der er gerade las und welche die Ereignisse von gestern aus der Sicht der Muggel schilderte zu spüren und senkte seine morgendlichen Informationen ein wenig.

„Na Harry, wie war die Nacht?", fragte er und der Gryffindor, welcher eh schon angespannt war, antwortete schnell, „Sehr gut Dr. Granger."

Natürlich hätte Harry sich im nächsten Moment am liebsten die Zunge abgebissen. Wie konnte man nur so blöd sein? Zumal Hermines Dad den Gryffindor plötzlich undefinierbar anfunkelte. ‚Nun bin ich dran', dachte Harry und merkte dadurch nicht, dass er die Butter auf die falsche Seite seines aufgeschnittenen Brötchens schmierte.

„Dies ist schön zu hören Harry und bringt mich gleich zur nächsten Frage. Hast du deinen Koffer schon ausgepackt?"

„NEIN DAD, DAS KANNST DU NICHT MACHEN!"

Hermine war plötzlich aufgesprungen und starrte ihren Vater an. Dieser musste sich aber erst mal fangen, denn ein solches Verhalten schien ihm bei seiner Tochter fremd zu sein. Und sie war noch nicht fertig.

„... Du... du kannst ihn nicht vor die Tür setzen. Er hat doch niemanden wo er hin kann. Und... und es war meine Idee. Ich bin zu ihm ins Zimmer. Und ich liebe ihn. Es war meine Entscheidung, es zu tun."

Hermine redete sich vollkommen in Rage und Harry war so geschockt, dass er es nicht mal schaffte sie zu unterstützen. Dann aber raffte er sich zusammen und stellte sich seinem Schicksal.

„Aber das stimmte doch gar nicht, Hermine. Es gehören immer zwei dazu und wenn dein Vater, mich nun rausschmei..."

„STOP IHR BEIDEN", rief nun auch Mr. Granger leicht aufgebracht und holte sich somit die Aufmerksamkeit der beiden Teenager.

„Als erstes wird an diesem Tisch nicht geschrienen und dann möchte ich, dass ihr zwei mir mal ganz genau zuhört..."

Hermines Vater trank einen letzten Schluck seines Kaffees, bedeutete seiner Frau, die so aussah, als könne sie sich das Lachen nicht mehr lange verkneifen sich zurückzuhalten und wandte sich dann an Harry und Hermine.

„Punkt eins, Hermine. Es ist mir völlig klar, dass das, was letzte Nacht geschehen ist, von dir ausging, denn während Harry das Gästezimmer akzeptierte, hast du geschmollt. Gut, das allein, gibt dir nicht die Schuld, doch glaube ich kaum, dass Harry hier weiß, wo mein Nachttisch ist und dass ich dort meine Verhüterlis aufbewahre. Außerdem hast du viel zu viele Gene deiner Mutter und trägst dadurch das Schild „schuldig" quasi auf der Stirn..."

„Eyh", kam es von Mrs. Granger und ihr Mann fing sich einen Haken in die Rippen ein.

„Punkt zwei, Hermine", setzte ihr Dad nach. „Ihr beide seid ein Paar und ich sehe, dass ihr euch wirklich liebt. Wieso sollte ich euch verbieten zusammen zu schlafen, wenn ihr doch eh zehn von zwölf Monaten in Hogwarts seid, wo ich keinen Einfluss auf euch habe. Hermine ich vertraue dir, du bist meine Tochter. Und wenn ich Harry in das Gästezimmer gebeten habe, dann doch nur, weil ich nicht wusste, wie weit ihr in eurer Beziehung seid."

„Was?", fragten Harry und Hermine zeitgleich.

„Ja, ihr zwei...", lachte Mr. Granger plötzlich. „... Hättest du mich nicht unterbrochen und geschmollt, worauf ich, wie du weißt, auch empfindlich reagieren kann oder Harry hätte den Mut gefunden und nur einmal gefragt, ob ihr in ein Zimmer dürft, wäre das für mich OK gewesen."

„Richtig", mischte sich Hermines Mum ein. „Dein Vater und ich haben uns schon kurz nach deiner Frage, ob Harry herkommen darf lange unterhalten und ich denke, dass es wohl eher eure eigene Unsicherheit war, die dieses ganze Missverständnis ausgelöst hat."

Harry und Hermine sahen sich mit großen Augen an und wurden leicht rot. Dann drehte sich Harry zu Mr. Granger und fragte immer noch verunsichert. „Und sie wollen mich nicht rausschmeißen? Aber wieso dann die Frage nach meinem Koffer ?"

Dr. Granger grinste nun geheimisvollund erwiderte, „Nun Harry, ich habe dich gefragt, weil es dadurch für uns einfacher und schnell geht, wenn du in Hermines Zimmer umziehst. Weißt du, Harry, wir brauchen nämlich das Zimmer für unsre anderen Gäste."

„Andere Gäste?", fragte Hermine und ihr Vater lächelte. „Natürlich Engel. Oder hast du schon vergessen, dass Weihnachten bei den Grangers heißt, dass sich die Familie trifft. Dieses Jahr sind wir dran und deshalb werde ich auch nachher zum Flughafen fahren, um deine Großmutter und Onkel Ben abzuholen."

„Oma? Onkel Ben?" Hermine war plötzlich wie verwandelt und fragte auch gleich, ob ein gewisser David auch mit kam. Harry schaute seine Liebste daraufhin verwirrt an und bemerkte, dass sich ihre Begeisterung etwas dämpfte und sie zu überlegen schien.

„Aber Dad, wieso brauchst du dann Harrys Zimmer? Sonst haben doch zwei von drei Gästezimmern auch gereicht? Oma hatte ihr eigenes und Onkel Ben hat mit David in einem geschlafen."

Dr. Granger lächelte ob der Beobachtungs- und Kombinationsgabe seiner Tochter. Er sah sie noch einige Sekunden an und antwortete. „Das mag sonst auch gestimmt haben, Engel, doch kommen dieses Jahr noch zwei Gäste mehr. Mein Bruder hat endlich wieder jemanden gefunden, den er liebt und der auch mit seinen Marotten klar kommt. Und nach dem Tod von Tante Evelyne, die ihm alles bedeutet hatte, finde ich es sehr gut, dass sie mitkommt, um bei uns zu feiern. Außerdem hat Ben´s Freundin auch schon ein Kind, eine kleine Tochter, die, so wie ich ihn verstanden habe, sich sehr gut mit David versteht."

Harry konnte dem Ganzen nur folgen und sich einige Fragen für später aufsparen. Sicher würde ihm Hermine schon einige Hintergrundinformationen geben, besonders, da ihn dieser ominöse David interessierte. Kurz darauf schien die Welt im Hause Granger wieder in Ordnung zu sein und man widmete sich dem Frühstück.

Eine Stunde später dann war das Frühstück beendet und Harry bot Hermines Mum an, Dobby als Hilfe zu holen. Klar machte Hermine eine Grimasse, doch sie ging unter, als Jane Granger plötzlich meinte, dass sie zwar die Hilfe nicht bräuchte, Harry aber ein Thema angeschnitten hatte, welches sie unbedingt noch besprechen mussten.

Mr. Granger machte sich fertig, um zum Flughafen zu fahren und Hermines Mum bat daher Harry und ihre Tochter in den Salon. Dort erklärte sie den beiden Teenagern, dass Hermines Onkel, sein Sohn David, ja selbst Großmutter Alice nichts vom Dasein Hermines als Hexe wussten und sie daher unbedingt auf die Magie für die Zeit des Aufenthalts der Fünf verzichten mussten. Harry verstand und war zum ersten Male froh darüber, nicht wie Ron in einer Zaubererfamilie aufgewachsen zu sein. Sie versprachen daher, ihre Zauberstäbe zu verstecken und einen auf ganz normale Muggel zu machen.

Kurz darauf machten sich Harry und seine Freundin auf den Weg, um Harrys Sachen in Hermines Zimmer zu bringen, nicht dass es sich der Zahnarzt noch mal überlegte. Jane Granger ermahnte die Beiden aber nicht zu lange zu machen, denn sie wollte unbedingt noch mal mit ihnen ins Stadtzentrum, um letzte Sachen fürs Fest einzukaufen.

Daher schnappte sich Harry schnell seinen großen Koffer, der ihn schon so lange begleitete und schleifte ihn in Richtung Hermines Zimmer. Natürlich war er auch aufgeregt, wie es wohl bei seiner Freundin aussah und mit einer gewissen Neugier trat er durch die Tür. Zuerst fiel sein Blick auf das große Bett, welches zwischen den Fenstern stand und auf dem seine Liebste wartete. Dann sah er sich um und fand einen Schrank, eine Sitzecke mit darüber befindlichen Board voller Bücher und auch einen Schreibtisch mit Computer.

Dies erstaunte den Gryffindor dann doch etwas, aber es war nichts im Vergleich dazu, dass er hier keinerlei Hinweise auf Zauberei fand, außer einem riesigen Gemälde, das ohne Zweifel Hogwarts darstellte.

„Und, gefällt´s dir, Harry?", fragte Hermine erwartungsvoll und der Schwarzhaarige lächelte. Allerdings bemerkte Hermine, dass ihr Freund vom Hogwartsgemälde irgendwie angezogen wurde und sie begann zu lächeln.

„Weißt du Harry, das ist nicht nur einfach ein Bild, nein, es ist noch viel mehr, nämlich eine Idee von Professor Dumbledore."

„Wirklich?", fragte Harry überrascht.

„Ja Harry. Der Direktor war damals sogar selbst hier, weil das Ministerium und auch Professor McGonagall, die ja für die Hogwartsbriefe zuständig war, so viel zu tun hatten, da sie einem bestimmten Erstklässler fast zweihundert Briefe schreiben mussten."

Harry erinnerte sich und an die Gesichter seiner Verwandten und wurde leicht rot. Hermine lachte und sprach dann weiter.

„Als er meinen Eltern damals alles erklärt hatte und dass sie die Zaubererwelt geheim halten mussten, da hatte meine Mutter gesagt, dass sie sehr oft Besuch von meinen Tanten und Onkels bekämen. Und daher ist das Bild noch viel mehr."

Mit diesen Worten ging Hermine zum Gemälde, legte ihre rechte Hand auf die Stelle, wo das große Haupttor zu sehen war und sagte laut „Gryffindor". Kaum war die Stimme verhallt, schob sich das Bild auch schon zur Seite und gab den Blick auf eine etwas größere Nische frei, die einem Arbeitsplatz sehr ähnlich war. Hier fand man dann auch sämtliche Bücher und Hefter der letzten Schuljahre.

Harry war gelinde gesagt erstaunt und trat näher an Hermines Heiligtum heran. Bevor er sich aber eines der Bücher nehmen konnte, ertönte die Stimme von Hermines Mum und sie rief laut, dass sie los wollten. Rasch verschloss Hermine die geheime Ecke wieder und mit einem Kuss auf Harrys Wange sagte sie „später Harry". Der Gryffindor nickte und holte seinen Wintermantel aus dem Koffer. Von nun an konnte Weihnachten kommen und der Junge der lebte freute sich richtig darauf.

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