Hey Leuter´s,

ich lebe noch und wurde im Urlaub nicht vom Elch gebissen. Sprich ich konnte meinen ausgeruhten Kadaver ... oops ich meine doch Adonis wieder nach good old Germany schleppen und ein neues Cap hochladen. Ich hoffe es gefällt euch und einige Reviewes eurerseits bringen dann auch die Schreibfinger wieder in Gang.

Bis dahin viel Spaß

Euer Mr. Figgs


Kapitel 55

„Wo ist er nur hin?"

Hermine saß im Garten des Grangerhauses im Schatten einer ziemlich alten Eiche und grübelte über das plötzliche Verschwinden ihres Freundes nach. OK, es war nicht der Schatten des Baumes, in dem sie saß, denn die Dunkelheit hatte schon seit gut einer Stunde die ganze Umgebung in ihrem Bann. Und doch hielt sich der Lockenkopf gern hier auf, denn es war die Ruhe, welches das fast über zweihundert Jahre alte Holz ausstrahlte und das der Gryffindor eine Art Geborgenheit vermittelte.

Immer noch dachte sie darüber nach, was am Nachmittag geschehen war. Wie hing dies alles nur zusammen? Harry? Gryffindor? Oder der Ring am Finger ihres Liebsten? Was wusste Dumbledore und hatte es mal wieder für sich behalten? Sie musste wohl wirklich mal ein ernstes Wörtchen mit dem Portrait des alten Direktors wechseln.

Doch das musste warten, denn plötzlich begann alles vor Magie zu prickeln und es stellten sich ihre Nackenhaare in Erwartung auf was Großes auf. Instinktiv griff Hermine nach ihrem Zauberstab und ließ den Blick durch den in ein sanftes Weiß getauchten Garten wandern. Was war hier los? Zuerst dachte sie an einen Angriff, doch wenn es so wäre, dann müsste in Anbetracht dieser Energie schon ein sehr mächtiger Zauberer dabei sein.

Ein Knacken riss den Lockenkopf aus ihren Gedanken. Hermine schaute nach oben und sah im nächsten Moment nur noch weiß. Schnee, jede Menge Schnee, der auf den mächtigen Ästen des Baumes ruhte, schoss hinab und ihr ins Gesicht. Hastig bedeckte die Gryffindor selbiges und duckte sich ein wenig unter der weißen Pracht hinweg. Dann versuchte sie den Angreifer im Baum auszumachen, doch was sie sah, ließ ihr den Atem stocken. Die Schneelawine war nämlich nur der Anfang, ausgelöst durch einer Art Druckwelle, die einer riesigen Feuerkugel vorausging. Als das Feuer Sekunden später wieder im Nichts verschwand, hörte Hermine allerdings eine ihr sehr bekannte Stimme und sie fluchte lauthals.

„VERDAMMTE SCHEISSE, WAS IST DENN NUN SCHON WIEDER"

Harry, der eben noch mit den Flammen an seinem Körper kämpfte, fühlte sich im nächsten Moment, als würde er einzig und allein aus Wasser bestehen. Oder war es Feuer? Nun egal, das Gefühl war nicht unbedingt unangenehm, jedoch ungewohnt. Und so schnell wie es gekommen war, verschwand es auch wieder. Allerdings brachte der Verlust des ihn umschließenden Feuers Harry auch die Erkenntnis, dass er nicht mehr in Hogwarts war, sondern mitten in der Luft und gut zwei Meter über einer riesigen Baumkrone und bevor der Gryffindor reagieren konnte, ging es auch schon abwärts.

Hermine sah geschockt nach oben und verfolgte die Bahn, die ihr Freund am Baumstamm entlang schlitterte. Mehrfach krachte es und Äste brachen unter der Last des Jungen. Schließlich fiel Harry wieder ein gutes Stück nach unten, und er wäre bestimmt auf den nächsten Ast geknallt, doch da setzte der Verstand seiner Liebsten wieder ein und ein „Wingardium leviosa" bremste seinen Flug. Schließlich hing der Gryffindor nur noch kopfüber in der Luft und hörte Hermine beten, dass er sich nichts getan habe.

Kurz darauf ertönte etwas hinter ihnen ein Plopp, doch das interessierte keinen der Zwei. Erst als ein weiterer Schwebezauber ausgerufen wurde und dieser Harry in eine etwas bessere Position brachte, schaute sich Hermine um und erkannte Stephano Styls. Der Professor, seinen Zauberstab mit weit aufgerissenen Augen und hochkonzentriert auf seinen Schüler gerichtet, setzte Harry vorsichtig ab. Dann kam er schnellen Schrittes herüber und fragte Harry, ob es ihm gut ginge. Harry, immer noch leicht unter Schock, schüttelte jedoch den Kopf. Er hatte wohl jede Menge Schutzengel und es interessierte ihn vielmehr, was geschehen war. Doch darauf hatte keiner der beiden anderen eine Antwort. Lediglich Professor Styls bemerkte, dass er eine Vermutung habe, brach aber ab und bedeutete Harry mit stummen Blicken, dass er dies nicht vor Hermine sagen wollte.

Harry verstand und nahm es erst mal hin. Danach versuchte er aufzustehen, zog aber stark die Luft ein und biss die Zähne zusammen. Alarmiert schaute Hermine auf, wurde aber im selben Moment leicht zur Seite geschoben und ihr Lehrer sprach über Harry einen Analysezauber aus. Der Gryffindor begann leicht violett zu schimmern und an manchen Stellen veränderte sich die Farbe leicht ins grünlich.

„Oh nichts wirklich Schlimmes", war die erst Feststellung der Professors. „Nur ein paar Prellungen und kleine Kratzer, also nichts wofür wir Poppy bräuchten. Es sei denn, Mr. Potter, ich soll sie unbedingt holen?"

„NEIN", rief der Gryffindor und rief damit ein Schmunzeln sowohl bei Stephano Styls, als auch bei Hermines hervor. Letztere stützte danach ihren Freund und man beschloss ins Haus zu gehen. Zwar wollte dies ihr Lehrer nicht unbedingt, doch Hermine konnte manchmal sehr überzeugend sein. Auch wollte sie wissen, wieso der Professor so schnell da war und Damions Vater erklärte dem Lockenkopf in abgespeckter Version, dass er Harry gerade verabschiedet hatte, dieser dann plötzlich verschwunden war und ihn das Portrait von Albus Dumbledore geraten hatte, hier als Erstes nachzusehen.

Stephano Styls konnte Hermine ja kaum erzählen, dass dieses Feuer und Harrys Verschwinden ihn sehr stark an Fawks Art und Weise des Reisens erinnerte und da Hermine nun mal Harry stärkster Bezugspunkt war, es ihm wohl am plausibelsten erschien, hier zuerst nachzuschauen. Dass er dann auch noch einen Portschlüssel illegal erschaffen hatte, um die Appariergrenze des Schlosses zu umgehen, wäre wohl dann zu viel für das Mädchen und daher beschränkte sich Damions Vater darauf, Harry nun ohne Worte mit ins Haus zu bringen.

Dort wurde der Junge auch gleich von den drei Grangerfrauen überfallen und umsorgt. Jedenfalls solange, bis es ihm reichte und er in Richtung Flur flüchtete. Styls und Hermines sahen ihm nach und während sie über das Verhalten des Gryffindors noch schmunzelten, verdunkelte sich das Gesicht von Hermine zusehends und sie fragte ihren Lehrer frei heraus, was mit Harry sei. Styls verkrampfte sich ein wenig und dies ließ die Augenbraue bei Hermine nach oben wandern.

„Nun Ms. Granger, ich denke es war alles ein wenig viel für ihren Freund. Er hat wohl mehr Informationen erhalten, als er gedacht hatte und muss diese jetzt erst mal ordnen. Geben sie ihm Zeit. Harry wird das schon schaffen."

Mit diesen Worten, und um weiteren Fragen seitens Hermine zu entgehen, drehte sich der Professor weg und schaute in Richtung der restlichen Familie und mir überraschtem Gesicht wandte er sich an Bens Freundin.

„Viktoria? Viktoria Johnson?"

Die angesprochene Person sah den Mann überrascht an und plötzlich zierte ein Lachen ihr Gesicht. Das Letzte was Hermine dann noch mitbekam war, dass sich die beiden aus der Schule her kannten. Allerdings standen sie da noch in einer Schüler- Lehrer-Beziehung, denn es war wohl die Zeit gewesen, in der Stephano sein Praktikum absolviert hatte. Doch das interessiert Hermine im Moment herzlich wenig. Ihre Aufmerksamkeit galt vielmehr ihrem Liebsten. Sie folgte Harry langsam die Treppe hinauf und war überrascht, den Gryffindor nicht in ihrem Zimmer vorzufinden. Nein dort saß lediglich David und spielte an ihrem Computer.

Hermine fragte ihren Cousin, ob dieser Harry gesehen habe und David erwiderte, dass der Gryffindor nur kurz hier war und mit einem Badehandtuch verschwunden sei. Dies reichte Hermine als Antwort und sie machte sich auf den Weg zum nächsten Badezimmer. Dort klopfte sie leise, doch keiner antwortete, obwohl die Tür verriegelt war. Doch wozu war Hermine eine Hexe? Sie zückte ihren Zauberstab und ein geflüstertes „Alohomora" erklang. Danach schlich der Lockenkopf ins Bad und erkannte die Silhouette ihres Liebsten. Harry stand unter der Dusche und ließ das stark dampfende Wasser auf seinen Körper prasseln. Kein Wunder also, dass er Hermine nicht gehört hatte.

Sofort stahl sich ein Lächeln auf das Gesicht des Mädchens. Sie musterte leicht in Gedanken versunken die breiten Schultern und den Rest von Harrys athletischem Körper und versiegelte dann die Tür wieder sorgfältig. Danach löste sie den ersten Knopf ihres Umhanges und wenig später war auch sie nackt. Vorsicht trat sie an die Dusche heran, schob den Vorhang etwas zur Seite und stellte sich hinter Harry. Nun sah sie auch, dass Professor Styls recht hatte und ließ ihren Blick über die nun unter dem Wasser glänzenden, abgeschürften Stellen wandern. Nebenbei fragte sich der Lockenkopf, ob die Wunden unter dem Wasser nicht noch mehr wehtun müssten und wie sie dies so dachte, machten sich ihre Lippen auch schon selbständig und hauchten leichte Küsse auf die rötlichen Stellen.

Harry konnte einfach nicht mehr. Zuviel hatte der Gryffindor, und man konnte ihn ja nun wirklich als einen solchen bezeichnen, heute erfahren. Dinge, die er erst mal verdauen musste und da passte es ihm gar nicht, dass ihn die drei älteren Grangerfrauen wie ein rohes Ei behandeln wollten. Klar, er war vom Baum gestürzt, ein Umstand, den es auch noch aufzuklären galt. Doch verdammt, er war doch kein Kind mehr. Harry wollte einfach nur weg und außerdem begann er leicht in seinen nassen Sachen zu frieren. An den Gedanken, sie einfach durch sein inneres Feuer zu trocknen, darauf kam er aber nicht. Nein, eine heiße Dusche, das war es, worauf er sich jetzt freute.

Mit seinem Handtuch bewaffnet und seine Sachen schon hinter der Badezimmertür abgestreift, erreichte Harry schließlich die geräumige Duschkabine. Er drehte das Wasser auf und stellte sich darunter. Zwar brannte es ein wenig, als das Nass seine Wunden berührte, doch der Gryffindor gewöhnte sich schnell daran und erhöhte sogar noch die Temperatur des Wassers. Danach ließ er seinen Gedanken freien Lauf und versuchte den ganzen Nachmittag nochmals vor seinem inneren Augen ablaufen zu lassen. Es begann mit seinem Eintreten ins Archiv und der Erkenntnis, wer Professor Styls war. Dann aber lenkte ihn etwas ab, eine Berührung, die sein Herz höher schlagen ließ und dem Jungen einen wohligen Schauder über den Rücken jagte.

„Ist alles OK, Harry?", fragte Hermine, als sie die fünfte Abschürfung mit einem Kuss bedachte. Doch ihr Freund antwortete nicht. Jedenfalls nicht mit Worten. Nein Harry griff langsam nach hinten, nahm Hermines rechte Hand und führte sie um sich herum. Er zog seine Freundin ganz fest an sich, und auch wenn sich dadurch ihre Brüste mehr als nur erregend in seinen Rücken bohrten, so verharrte Harry eine ganze Weile in dieser Position und genoss einfach das Gefühl der Geborgenheit, welches Hermines warmer Körper und ihre Anwesenheit ihm bescherte.

Seiner Freundin erging es nicht anders, obwohl sie spürte, dass sie hier eindeutig die ruhigere Person war. Doch auf der anderen Seite war da der Durst nach Wissen und so versuchte sie Harry noch einmal zu fragen, ob alles in Ordnung sei, oder ob Harry vielleicht reden wollte. Ihr Freund drehte sich nun um und sah Hermine in ihre rehbraunen Augen.

„Wollen vielleicht, Hermine. Doch ich kann nicht, nicht heute. Es ist einfach zu viel geschehen, zu viel, dass ich erst verarbeiten, durchdenken muss. Bitte hab Verständnis."

Hermine sah Harry an und in seine Augen. Sie erkannte, dass ihr Freund wirklich noch Zeit brauchte und nickte verständnisvoll. Denn beugte sie sich vor, hob ihr Kinn leicht und ihre beiden Münder versanken in einem langen Kuss, der jeden Augenblick immer leidenschaftlicher wurde, zumindest bis zu dem Moment, wo Harry dachte, er müsste Hermine leicht den Po massieren, sie danach hochhob und dabei schmerzhaft das Gesicht verzog.

„Harry, was ist?", fragte Hermine voller Sorgen und ihr Liebster antwortete, dass er einen Krampf im Rücken habe. Hermine begann zu lächeln und streichelte sachte über die Stelle, welche Harry beschrieb. „Kannst du uns in mein Zimmer bringen?", war dann die letzte Frage, die sie ihrem Freund im Bad stellte, denn Harry nickte und noch während er seine Arme ganz um Hermines Körper legte, konzentrierte er sich darauf, mit ihr zu disapparieren.

Allerdings war die Landung ein wenig anders als erwartet, denn kaum dass sie in Hermines Zimmer auftauchten und dies nass und wie Gott sie schuf, da sprang auch schon ein mehr als erschrockener David vom Computerstuhl hoch und wurde keine Sekunde später knallrot. Hermine, die Harry geistesgegenwärtig noch hinter sich zog, wollte sich bei ihrem Cousin noch entschuldigen, doch der junge Mann war schon vor peinlicher Berührtheit fast platzend aus dem Zimmer gestürmt.

„Oh Hermine, was hast du denn nun schon wieder angerichtet?" Harry konnte sich diese Frage einfach nicht verkneifen und lächelte schelmisch. Die Antwort von Hermine bestand aus zwei Teilen, einem Hieb auf Harrys Arm und dem leicht genuschelten Worten, dass sie sich mal mit David unterhalten müsste. Dann aber erinnerte sich der Lockenkopf an das, was sie vor hatte und bat Harry, sich aufs Bett zu legen. Sie ging kurz zu ihrem Nachttisch und holte ein kleines Fläschchen heraus.

Harry beobachtete seine Liebste mit Argusaugen und sein Gesicht wurde fragend, als er eben jenes Fläschchen sah. Kurz darauf kam aber von Hermine die befehlsgleiche Bitte, dass sich Harry auf den Bauch drehen solle und nur Sekunden später tropfte etwas, das angenehm nach Kokos duftete, auf seinen Rücken. Das nächste was der Gryffindor spürte waren die Hände seiner Freundin und wie diese ganz sanft begannen, in zu massieren.

Hermine lächelte während sie das Massageöl auf Harrys Rücken verteilte, denn genau dies wollte sie schon lange mal tun. Dass es aber erst einen Sturz seitens Harrys bedurfte, damit hatte der Lockenkopf nicht gerechnet. Immer weiter kreisten und kneteten ihre Finger die weiche Haut und immer weiter nach unten wanderte sie, bis die Fingerkuppen schließlich die Pobacken erreichten. Hier krampfte Harry leicht zusammen und sagte leise „Hermine".

„Nein Harry, nicht was du jetzt denkst, auch wenn mich der Anblick fast ein wenig verrückt macht. Heute wird massiert und man soll dabei versuchen den ganzen Körper mit einzubeziehen. Es stand in einem Buch und ich hal..."

„Natürlich Schatz, wo sollte es denn sonst stehen?" Und noch bevor Harrys Bemerkung verklungen war, klatschte die Strafe darauf auch schon auf den blanken Hintern. Harry zuckte zusammen, sagte aber nichts weiter, denn er hatte heute und hier eindeutig nicht die Oberhand. Und wenn man es recht bedachte, so spürte er sogar schon die Wirkung der Massage, denn allmählich ließ die Anspannung in seinem Körper nach. Auch drifteten seine Gedanken ein wenig von den Geschehnissen des Tages ab und Harry schloss die Augen.

Hermine hingegen ließ ihrer Fantasie freien Lauf und ihre Hände immer weiter wandern. Ein Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht, als sie spürte, wie Harry nach und nach losließ und sich entspannte. Sie war ihm nicht mal böse, als seine Lider sich schlossen und der Atem ruhiger wurde, war es doch dass, was sie eigentlich gewollte hatte. Gut, sie wollte zwar ein paar Informationen, doch sie verstand auch ihren Freund und vertraute ihm. Zwanzig Minuten später schien Harry gänzlich ins Land der Träume geglitten zu sein und Hermine beendete ihr Tun. Sie zog noch eine Decke über Harry, dann ihren Bademantel an und verließ das Zimmer.

Im Wohnzimmer angekommen, stellte sie fest, dass Professor Styls gerade im Begriff war zu gehen und nachdem er sich über Harrys Befinden erkundigt hatte, dies auch tat. Danach ging der Blick der Gryffindor in Richtung David und als dieser vom Tisch aufschaute, wurde er auch schon wieder knallrot und rannte fast aus dem Zimmer. Hermine sah ihm verwundert nach, wurde aber von ihrer Mutter abgehalten, dem Jungen zu folgen. Jane Granger wollte mit ihrer Tochter sprechen und wissen, was mit Harry los war. Sie bedeutete Hermine, ihr in die Küche zu folgen und der Lockenkopf tat es.

„Nun schieß los, Schatz. Was ist passiert?" Fragte Mrs. Granger, kaum dass die Tür ins Schloss gefallen war. Hermine sah ihre Mum an und erwidert, „Nun, Harry ist vom Baum gefallen. Mehr kann ich dir nicht erzählen. Er hat mir noch nichts gesagt."

Jane Granger grinste plötzlich und das gefiel der Gryffindor gar nicht. „Ich meinte eigentlich nicht Harry, Schatz. Ich dachte eher an David. Was hast du gemacht, dass dein Cousin am liebsten sterben möchte, wenn du den Raum betrittst?"

Hermine sah ihre Mum mit großen Augen an, wurde rot und erzählte ihr von ihrem Auftritt. Mrs. Granger konnte nicht anders und lachte los. Dann bemerkte sie den verwirrten Blick ihrer Tochter und Hermine fragte, „Wieso?"

„Wieso was?", erwiderte ihr Mum.

„Na wieso verhält sich David so komisch? Ich meine, wir kennen uns, seit wir Kinder waren und es kann ja nicht daran liegen, dass ich nackt war. Meine Güte, wir sind früher zusammen am Strand baden gewesen."

Auf dem Gesicht von Hermines Mums zeichnete sich plötzlich ein jetzt noch breiteres Lächeln ab und sie sagte, „Das mag ja sein, Schatz, doch ist dies doch schon einige Sommer und vor allem Körbchengrößen her, oder nicht?"

Hermine sah ihre Mutter mit großen Augen an und dann an sich herunter. Sie wollte noch mal ein „Aber" ansetzen, doch dann schoss es ihr durch den Kopf und sie zog plötzlich Vergleiche mit Harrys Verhalten. Das Nächste was man dann von Hermine hörte klang sehr nach „Jungs" und sie schüttelte leicht den Kopf. Ihre Mutter nickte zustimmend und legte ihren Arm um die Schulter ihrer Tochter.

„Ja ja, die Psyche eines männlichen homo sapiens ist manchmal sonderbar und es liegt an uns Frauen, diese zu verstehen. Und damit ihr zwei euch mal wieder anschauen könnt ohne rot zu werden denke ich, ihr könntet eine Art Therapie durchführen. Geht morgen doch alle vier in das neue Schwimmbad am anderen Ende der Stadt. Und nehmt Maggie mit, sie wird sich bestimmt freuen."

Hermine sah ihre Mutter überrascht an, dachte dann aber darüber nach und die Idee gefiel ihr. Allerdings musste dies warten, denn ein Gähnen schlich sich in ihr Gesicht. Es war halt ein langer Tag gewesen und so bat der Lockenkopf ihre Mum, sie bei den anderen zu entschuldigen und ging rasch in ihr Zimmer. Dort machte sie sich nicht einmal die Mühe das Licht einzuschalten, sondern ließ nur ihren Morgenmantel von den Schultern gleiten und kroch nackt wie sie war zu ihrem Liebsten unter die Decke. Sie kuschelte sich eng an Harry und bemerkte dadurch nicht die kleine Veränderung im Raum. Es war ja auch nichts Großes, sondern lediglich ein kleines Fläschchen, welches mit einer goldenen Flüssigkeit gefüllt war und auf dem Nachttisch neben einem Brief stand.

TBC

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