Kapitel 59

„Komm mit Damion, wir gehen zum Reden in meine Werkstatt. Dort habe ich gerade ein paar neue Stecker bekommen. Sie sind von einem Freund aus Übersee und sehen vollkommen anders aus, als die, welche ich schon habe."

Damion sah Ginnys Vater ein wenig unsicher an. Was war nur plötzlich in den Mann gefahren? Warum schwitzte er mit einem Male so? Und was wollten sie in der Werkstatt, einem Raum, der von Werkzeug sicher nur so wimmelte? Alles Dinge mit denen man auch Schmerzen zufügen konnte. Damion mahlte sich die schlimmsten Sachen aus, als Arthur ihn in den Schuppen hinter dem Fuchsbau schob und die Tür mit Bedacht schloss. Dann sah der rothaarige Mann ihn auch noch leicht unsicher an und nahm ihm gegenüber Platz.

„Mr. Weasley, ist alles in Ordnung?" Fragte Damion zögerlich und sah sich schon nach einem Fluchtweg um.

„Aber natürlich ist es das Damion. Es ist... es... ich... ich bin nur der erste Weasleyvater, der dies hier seit Generationen tun muss. Du weißt doch, dass Ginny das erste Mädchen seit fast hundert Jahren ist und damit obliegt es mir nun, dir als ihrem Freund einiges im Bezug auf den Umgang mit ihr klar zumachen."

Damion sah Arthur mit großen Augen an und wenn er nicht gerade seine ganze Kraft aufbringen müsste, dass Blut aus seinen Gesichtsadern zu pressen, dann hätte er beim Gesicht, welches Mr. Weasley machte losgelacht. Deshalb versuchte er es Artur ein wenig zu erleichtern und sagte, „Mr. Weasley, ich liebe Ginny über alles und weiß, dass die meisten denken, man müsste seinen Kindern einreden, noch zu warten und so. Doch glauben sie mir, Ginny wäre die letzte, die sich zu irgendetwas überreden lassen würde, was sie nicht will."

„Ja aber mein Junge, du weißt gar nicht wovon du redest. Hormone und Lust ist doch das, was euch junge Leute beherrscht. Es liegt nun mal in der Biologie des Menschen, sich fortpflanzen zu wollen und... und..."

Wenn Damion bisher verlegen war und versuchte, so schnell wie nur möglich hier raus zu kommen, so merkte er jetzt, wie schwer es Mr. Weasley selbst fiel, dieses Gespräch zu führen. Daher entschloss er sich für etwas in seinem Alter eher ungewöhnlichem. Er legte plötzlich seine Hand auf die Schulter des ja fast dreimal so alten Mannes und sagte, „Mr. Weasley, bitte vertrauen sie mir. Es ist Liebe und keine Lust. Und wenn Ginny noch Jahre warten will, ich bleibe bei ihr."

Arthur sah den Jungen vor sich an und plötzlich schlich sich ein Lächeln auf sein ebenfalls rotes Gesicht. „Ich glaube, dass habe ich zu Mollys Vater auch gesagt." Dann stand er plötzlich auf und ging zu einem Schrank im hinteren Teil seines kleinen Reiches. Von dort kehrte er mit einem Flasche Feuerwhisky zurück und goss sich und Damion etwas ein.

„Weißt du Damion, jedem anderen hätte ich jetzt an den Kopf geworfen, dass er lügt, doch ich mag dich sehr und glaube dir. Und es heißt nicht Mr. Weasley, sondern Arthur, verstanden?"

Damion begann zu lächeln und sagte „danke". Danach stießen sie an und nachdem sich beide vom Brennen in der Kehle erholt hatten, fragte Damion Ginnys Vater etwas, dass er seinen eigenen Dad aufgrund der Tatsache, dass Stephano Styls nie wirklich in einer langen Beziehung lebte, hätte fragen können.

„Arthur, eines würde ich dann aber doch gerne wissen. Was ist euer Geheimnis? Deines und Mollys. Wie habt ihr all die Jahre so glücklich miteinander verbracht?"

Ginnys Dad sah Damion für einen Moment an und lächelte dann salomonisch. „Mein Junge, das Wichtigste in unserem Leben, unserer Ehe, war immer die Wahrheit. Ich meine, Molly und ich sprechen uns immer aus, wenn mal dicke Luft ist."

„Wirklich?"

„Oh ja", erwiderte Arthur und es sah so aus, als würde er in Erinnerungen schwelgen. Dann warf er Damion ein leicht verlegenes Lächeln zu und sagte, „Weißt du Damion, ich war in meinen frühen Jahren nicht immer so ein... ein... Familienvater. Bis Bill im Anmarsch war, hatte ich sogar ein bis zwei Ausrutscher. Doch ich liebte Molly wirklich und sie mich und nachdem wir uns ausgesprochen hatten und sie mir auch ordentlich den Kopf zurecht gerückt hatte, da wusste ich, wo mein Glück lag."

Der Gryffindor schaute Ginnys Dad mit großen Augen an und dieser goss noch einen Whisky ein. Danach sah er Damion tief in die Augen und mit eher leiser Stimme sagte er zum Freund seiner Tochter, „Ich weiß, weil ich meinen kleinen Engel kenne, dass ihr heute Nacht nicht zum ersten Mal in einem Bett zusammen schlaft, und ich kann, nein will es euch nicht verbieten. Doch falls es irgendwann soweit sein sollte, dann warne ich euch schon mal im Voraus, dass ich es euch nie verzeihen werde, wenn ich schon im Verlaufe des nächsten Jahres, oder gar noch vor Ginnys Abschluss, mit einer Oma ins Bett gehen müsste."

Damion starrte Arthur an und als er verstand, was dieser meinte, da nickte er rasch und heftig. Danach tranken sie beide noch ihre Gläser aus und gingen zurück zu den beiden Frauen des Hauses, die ein wirklich leckeres Mahl gezaubert hatten. Während es sich die Vier schmecken ließen, unterhielten sie sich über die Ereignisse des Tages. Kurz vor Zehn war es dann soweit ins Bett zu gehen und die Anspannung zwischen Ginny und Damion stieg um einiges an.

„Das ist es", sagte Ginny, als sie Damion in ihr Zimmer führte und man hörte, dass ihre Stimme ein wenig zitterte. Was würde ihr Freund wohl von ihrem kleinen Reich halten, einem Reich, welches eindeutig nach Mädchen roch? Und auch wenn hie und da mal ein Quidditchposter hing, zeugten die kleinen Blümchen auf der Bettwäsche oder auch die vielen kleinen Teddys davon, dass nicht wirklich ein Junge dieses Zimmer je betreten hatte.

„Es ist schön", erwiderte Damion und legte seine Arme sanft von hinten auf die Schultern. Zu oft schon hatte er bemerkt, dass seine Liebste sich etwas unwohl fühlte, wenn sie ihm etwas zeigte, dass früher mal einem ihrer Brüder und jetzt ihr gehörte und dabei hoffte, dass es Damion gefiel, auch wenn es nicht das Neuste war. Und genau so oft hatte der Gryffindor versucht Ginny klar zu machen, dass er sie allein liebte und nicht das, was sie besaß. Damion wusste, dass er mit ihr alt werden wollte, selbst wenn sie nur ein einziges winziges Hemdchen tragen würde.

‚Oh böser Gedanke', sagte Styls Sohn zu sich selbst, da ihm allein schon der Gedanke daran, Ginny mit kaum was an zu sehen, das Blut südwärts wandern ließ. Um sich abzulenken fragte er schelmisch, welche Seite des Bettes er denn haben dürfte. Dass Ginny dann aber ebenso schelmisch blickte und meinte, er läge unten, nun dies machte seinen ursprünglichen Plan zunichte.

Zwanzig Minuten später dann waren beide geduscht und lagen nackt nebeneinander gekuschelt und schauten zur Decke. Erst hatte Damion so seine Probleme gehabt, die warme Haut seiner Freundin zu spüren und es half ihm auch nicht, dass Ginny meinte, dass Madame Pomfrey ihr gezeigt habe, wie die Verhütungszauber funktionierten. Irgendwie schaffte er es schließlich aber doch, „nur" da zu liegen, nach oben zu schauen und Gedankenversunken die Decke zu betrachten. Er musste eine Entscheidung treffen, so viel hatte ihm das Gespräch mit Mr. Weasley gezeigt.

Ginny hingegen hatte anderes im Sinn. Sie fing an ihren Freund sanft zu küssen, der daraufhin nicht anders konnte, als diese Liebkosungen zu erwidern. Allerdings war Damion nicht ganz bei der Sache, denn als er merkte, dass Ginny Küsse verlangender wurden, kam ihm wieder das Gespräch mit Arthur in den Sinn.

Damions geistige Abwesendheit merkte auch Ginny sehr schnell und somit hielt sie kurz darauf in ihren Liebkosungen inne und sah ihren Freund fragend an. „Damion, was ist?" hauchte sie ihm ins Ohr und der Junge verkrampfte sich.

„Ginny... ich... kann das nicht. Ich... ich... dein Vater...". Die Worte kamen kaum hörbar aus seinem Mund und seine Freundin sah ihn überrascht an.

„Dad? Was hat Dad getan? Was hat er gesagt?"

Das allseits bekannte Temperament der Weasleys ließ Ginny immer lauter werden und Damion, ein Junge der sonst nie zurückzuckte, bekam sogar ein wenig Mitleid mit seinem zukünftigen Schwiegervater, sollte er ihr in den nächsten Minuten über den Weg laufen. Daher versuchte er Ginny zu beruhigen.

„Nichts Ginny. Er hat nichts getan, außer mir einen guten Tipp zu geben. Er hat mir gesagt, dass das Wichtigste die Ehrlichkeit sei und... und... und eben das wird alles zerstören, wofür ich lebe."

Wenn das Gesicht der Rothaarige bis eben noch voller aufkommender Zorn auf ihren Vater war, so zeigte sie jetzt eine Miene, als hätte sie plötzlich Eiswürfel in ihren Eingeweiden. Ihr schlimmste Befürchtungen schienen war zu werden. Damion hatte sie angelogen. Aber womit? Konnte es sein? Hatte er eine Andere? Nur verschwommen zwischen all diesen Fragen hörte sie, wie ihr Freund mit unsicherer Stimme weitersprach.

„Es... es ist meine... meine Vergangenheit Ginny. Ich weiß, dass ich dich verlieren werde, wenn ich es dir sage. Doch ich... ich bin nicht der, der... du glaubst."

Damion schaute seine Freundin nicht einmal mehr an und starrte zur Decke. Er konnte ihr nicht in die Augen sehen, konnte das Gesicht nicht ertragen, wenn er ihr das Herz brach. Allerdings wäre es besser gewesen, dies zu tun. Ginny setzte sich nämlich auf und während ihre Decke langsam von ihren Schultern rutschte und dabei ihre wohlgeformte, weißhäutigen Brüste preis gab, bedachte sie ihren Freund mit einem Blick, einem Lächeln, das zeigte, dass sie diese Worte aus seinem Munde schon irgendwie erwartet hatte.

„Damion, du weißt, du kannst mir alles sagen und es ist mir egal, wer du mal warst. Draco existiert nicht mehr und du bist und bleibst für mich Damion, der Junge, den ich über alles liebe. Hast du gehört?"

„Ja aber du verstehst nicht, Ginny", fuhr Damion mit immer leiserer und niedergeschlagener werdender Stimme fort. „Die Person, welche ich meine, sie hat... sie hat... Moment mal... Wie? Woher? Du hast mich eben Draco genannt?"

Der Gryffindor drückte Ginny ein wenig von sich und sah sie entsetzt an. Ginny aber hatte nicht vor, sich wegschieben zu lassen, beugte sich vor, als wäre nichts geschehen und küsste ihren Freund liebevoll. „Ja Schatz, das habe ich. Dies war es doch, was du mir sagen wolltest, oder?"

„Ja aber?" Damion versuchte immer noch mit der Situation klarzukommen.

„Nichts aber", unterbrach Ginny. „Jeder von uns hat seine Geheimnisse, Damion, und deines kenne ich schon eine ganze Weile, besser gesagt, seit unserer ersten gemeinsamen Nacht im Raum der Wünsche."

„Was? Wie?", stöhnte Damion überrascht auf und Ginny lächelte ihn an.

„Ja Schatz, du hattest nämlich damals einen sehr heftigen Alptraum und nachdem du zuerst nur sinnlose Sachen gemurmelt hast, wurde deine Wort danach klarer und eine andere, älter Vermutung, die ich schon Wochen vorher hatte, sie aber niemandem mitteilte, bestätigte sich. Ich zählte also eins und eins zusammen und woila, dein Geheimnis wurde auch meines."

„Und du bist noch hier? Du bist nicht geschockt, verletzt oder wütend?", fragte Damion mit einem Gesicht, das einen glauben ließ, er erwartete jeden Moment, dass seine Freundin ihren Zauberstab zückte und ihn ins nächste Jahrtausend hexte.

„Jaaaa, ich bin noch hier, Damion. Bei Merlin, ich liebe dich, auch wenn ich dich damals am liebsten umgebracht hätte."

„Hast du aber nicht. Warum eigentlich? Draco, also ich, galt als Verräter, als Todesser, und so viel ich weiß, hat er stets deine Familie beleidigt."

Ginny sah ihren Freund mit großen Augen an und spürte, dass ihn diese Aussagen doch sehr mitnahmen und er sich im Bezug auf sie nicht ganz sicher zu sein schien. Daher zog sie Damion ganz fest an sich und küsste ihn sanft.

„Ich weiß, was oder wer Draco war. Und ich wollte auch sofort jemanden Bescheid sagen..."

„Harry?", schlussfolgerte Damion, doch Ginny schüttelte den Kopf. „Nein, nicht Harry. Wenn er es erfahren hätte, wärest du bei seiner Wut auf Draco oder Snape am nächsten Morgen bestimmt nicht mehr aufgewacht. Nein Damion, ich wollte zu Professor McGonagall. Sie wäre wohl die Person, die am ehesten einen kühlen Kopf bewahrt hätte und sie ist auch die Person, der ich damals am meisten vertraute."

„McGonagall also", sagte Damion leise und strich sich über sein Kinn. „Aber du sagtest, du wolltest. Was hat dich abgehalten?"

Ginny lächelte, „Nicht was, sondern wer." Bevor Damion aber seine Vermutung, dass es sein Vater gewesen war, äußern konnte, sprach Ginny schnell weiter.

„Du hattest einen sehr mächtigen Fürsprecher, Damion. Du hattest Glück, dass die erste Person die ich traf Dumbledore war, der gerade in einem Gemälde im Gang, wo auch der Raum der Wünsche liegt, einen alten Freund besucht hat. Als er mein verstörtes Gesicht sah und mich ausfragte, was denn sei, da nahm er sich meiner an und erzählte mir deine Geschichte."

Damions Augen wurden immer größer und tief in seinem Innersten baute sich unendliche Dankbarkeit gegenüber dem alten Zauberer auf. Hatte dieser ihm, wenn man es so sah, doch schon zum zweiten Male das Leben gerettet."

„Dumbledore bat mich auch, niemandem von eurem Geheimnis zu erzählen und zu warten, zu warten auf den Zeitpunkt, wenn du bereit bist, es mir selbst zu sagen."

Damion sah seine Liebste mit großen Augen an und ein riesiger Stein fiel ihm vom Herzen. Er zog Ginny ganz nah an sich heran und drückte sie so fest, als wollte er sie nie wieder loslassen. Dies dauerte auch noch mehrere Minuten, Minuten voller Liebe und Zärtlichkeit. Doch dann drückte Damion seinen kleinen Feuervogel wieder von sich und fragte Ginny, ob Dumbledore ihr die ganze Geschichte erzählt habe und welches Geheimnis, welches Wesen, sein Körper noch barg.

Ginny hörte ihm aufmerksam zu und nickte dann. „Ja Damion, ich weiß, was da in dir schlummert, doch ich habe keine Furcht. Wie schon gesagt, hat doch jeder so seine dunkle Seite, sein dunkles Geheimnis. Ich glaube, nein ich weiß, dass unsere Liebe stärker ist, als das Monster in dir"

Damion konnte nicht anders, wischte die eine Träne, die sich gebildet hatte weg und küsste seine Freundin, bevor sie weitersprechen konnte. „Ginny ich liebe dich und du bist wirklich das Beste, was mir passieren konnte." Allein schon diese Worte, die der Gryffindor ihr ins Ohr hauchte, verursachte ein Kribbeln in Ginnys Bauch, das stärker war, als alles bisher da Gewesene."

Die Rothaarige war sich ab diesem Moment sicher, was ihr weiteres Handeln anging und somit wurden die Liebkosungen intensiver und fordernder. Ginny begann nun Damion zu streicheln und bedeckte seinen Körper mit Küssen und der Gryffindor stand ihr in Nichts nach. Auch er erforschte den warmen Körper seiner Liebsten und widmete sich dabei allem voran ihren zarten Brüsten, mit den mittlerweile hart hervorstechenden Knospen. Ginny stöhnte auf, als ihr Freund sanft zu saugen begann und fuhr mit ihren Händen durch sein Haar in Richtung Hals. Sie wollte seinen Kopf an sich pressen, damit er ja nicht aufhörte, brach dann aber plötzlich ab und rief „Autsch".

Sofort schaute Damion auf und sein Gesicht war verwirrt. Hatte er sie verletzt? War sein Knabbern doch zu schnell für Ginny gewesen? Aber er lag falsch. Das war es nicht, sondern Ginny hatte sich an seiner Kette, die sie ihm selbst vor einigen Wochen geschenkt hatte, verletzt. Sie hatte sich am Verschluss geritzt und langsam bildete sich ein kleiner Blutstropfen an der Spitze ihres Zeigefingers.

„Ginny was ist?", fragte Damion alarmiert, doch seine Freundin wiegelte ab. Sie meinte, dass es nicht so schlimm sei, nahm ihrem Freund aber seinen Schmuck ab. Danach folgte ihre eigene Kette und als diese auch auf dem Nachttisch gelandet war, waren beide bereit in ihrem Spiel der Lust fortzufahren. Damion kümmerte sich noch um den Tropfen von Ginnys Blut, indem er ihren Finger in seinen Mund steckte und ihn sanft wegsaugte. Von nun an, so dachte der Gryffindor, konnte nichts mehr geschehen, das ihr beider Zusammensein störte. Wie falsch er doch damit lag...

„Molly, was ist los?"

Diese Frage stellte Arthur Weasley seiner Frau, als diese bettfertig aus dem Bad kam. Schon am Morgen hatte er festgestellt, dass seine geliebte Frau einen eher wehmütigen Ausdruck im Gesicht hatte. Dies war durch die Ereignisse des Tages etwas in Vergessenheit geraten, trat nun aber wieder besonders hervor.

„Ach Arthur, sie werden so schnell erwachsen", schluchzte Molly. „Erst Bill und Charlie, dann Percy und die Zwilling. Jedes Jahr wird das Haus leerer. Sogar Ron feiert schon bei seiner Freundin und er ist noch nicht einmal aus Hogwarts raus. Was soll das nächstes Jahr werden?"

Arthur sah seine Frau an und er verstand, was sie beschäftigte. All die Jahr war sie für ihre Kinder da gewesen und hat sie umsorgt. Doch nun schien sich Molly, die ja ihr Leben als Hausfrau verbracht hatte, immer wenig gebraucht. Er stand vom Bett hoch, ging zu ihr herüber und nahm sie in den Arm.

„Nächstes Jahr, ja nächstes Jahr laden wir alle zu uns ein und feiern gemeinsam, Molly."

Mrs. Weasley schaute auf und lächelte ihren Gatten an. Dann nickte sie und wollte ihren Morgenmantel abstreifen, doch Arthur hielt sie weiter fest. Er sah ihr tief in die Augen und schließlich küsst er sie, wie er es eigentlich fast jeden Tag machen sollte.

Molly, durch sein Handeln etwas überrascht, drückte ihren Mann leicht von sich und flehte mit zunehmend roter werdendem Gesicht, „Arthur, bitte, es sind Kinder im Haus." Mr. Weasley grinste aber plötzlich schelmisch und erwiderte, „Na und, sollen sie doch." Bevor er aber Molly wieder küssen konnte, fuhr ein Schrei durch den gesamten Fuchsbau.

„DAMION... NEEEIIIINNN...

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