Hey Leuters,

mal wieder eine Woche rum und Zeit für ein neues Cap. Allerdings muss ich sagen, dass ich ein kleines Problem habe. Und zwar sind es die Reviewes bzw, deren Mangal. Ich denke, ich kann von mir behaupten, dass ich nicht der Auotr bin, der auf welche besteht oder gar droht, nur bei einer bestimmten Anzahl zu posten. Nein, mein Turnus wird beibehalten, wenn ich zum Schreiben gekommen bin. Was mir allerdings fehlt ist das Feedback in Form von Kritk oder Lob. Ich habe nunmal meinen Stil und wenn man mir nicht sagt, dass dieser Ok ist oder man was ändern sollte, nun dann kann ich nicht darauf eingehen. Lesen tun die Story ja eine Menge.

Und daher viel Spaß weiterhin und denkt mal über das oben geschriebene nach.

Euer Mr. Figgs


Kapitel 60

Wenn man als Kämpfer im Orden des Phönix eines besitzen musste, so war dies Schnelligkeit. Und mit eben dieser Eigenschaft zückten Molly und Arthur Weasley ihrer beider Zauberstäbe und stürmten in Richtung Ginnys Zimmer. Arthur voran, mit dem festen Willen seinen kleinen Engel vor dem Jungen, dem er selbst so vertraut hatte, und vor dem, was er ihr gerade antun wollte, zu retten. Ein lauter Knall durchfuhr das Haus und die Tür wurde weggerissen.

Dies war aber das Letzte was Ginnys Eltern im Stande waren zu tun. Alle Beide erstarrten nämlich in ihren Bewegungen bei dem Anblick, der sich ihnen bot und den man nur beschreiben könnte, indem man sagt, ‚Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, denen ein Vater oder eine Mutter niemals in ihrem Leben als Zeuge beiwohnen sollte. Das eine ist, seine eigenen Kinder zu Grabe tragen zu müssen. Und das andere der Anblick, wenn das Kind seine Unschuld verliert'.

Letzteres war nun hier der Fall, denn während Damion stöhnend auf dem Rücken lag, hockte ihre Ginny, vollkommend nackt und total verschwitzt, rücklings auf seinem Bauch und es sah so aus, als wären sie beide kurz davor den letzten Schritt zu tun. Damions steil aufgerichtete Erektion wippte nämlich schon gegen den Po des Mädchens.

Molly und Arthur wurden beide knallrot, ja nahezu entsetzt als sie dies sahen. OK, Arthur nur kurz, da der Röte sofort eine Leichenblässe folgte. Es war dann auch Molly, die entgegen ihren mütterlichen Beschützerinstinkten ihren Mann aus dem Zimmer drängen wollte, um nicht Zeuge eines Mordes zu werden. Bevor sie dies aber schaffte, schrie Ginny erneut auf und dieses eher in pansicher Art und Weise. Die beiden Erwachsenen schnellten wieder herum und erkannten, dass die Szene nur bedingt ein Liebesspiel war.

Damion schien nämlich plötzlich so etwas wie einen Anfall zu haben. Er zitterte am ganzen Körper und schrie seine Freundin an „Ginny, geh weg von mir". Die Rothaarige hingegen dachte nicht daran und drückte die Arme ihres Freundes ans Bett. „Nein Damion, du musst kämpfen!"

Arthur schaute verwirrt und ging vorsichtig einige Schritte seitwärts, um einen besseren Blick zu bekommen. Bisher sah man ja nur den Rücken seiner Tochter und Damions eher störendes bestes Stück. Als er aber endlich das Gesicht des Jungen erblickte, erschrak er. Damion schien nicht mehr er selbst zu sein und seinen Körper durchfuhren immer häufiger Anfälle. Das für Arthur Erschreckendste waren jedoch die Augen des Jungen, Denn nichts war mehr vom goldenen Glanz zu sehen, sondern nur noch blutunterlaufenes Schwarz.

„Ich schaffe es nicht mehr, Ginny. Dein Blut, es ... es ... ich Idiot ... argh ...geh weg Ginny ... ich kann die Ver ... Verwandlung nicht mehr auf ... aufhalten."

Das Gesicht des Jungen verzog sich immer mehr vor Schmerz und Damions Haut nahm an manchen Stellen sogar schon eine dunkelgraue Färbung an. Molly und Arthur sahen dies mit Schrecken, da sie keine Ahnung hatten, was mit Damion los war. Doch sie wussten, dass Ginny in Gefahr war und schickten sich an, ihr zu Hilfe zu eilen.

„Ginny Schätzchen, komm weg von ihm", rief ihre Mutter panisch und streckte dem Mädchen die Arme entgegen. Ginny drehte sich daraufhin um, sah ihre Mutter mit feuchten Augen an und sagte in einer ja fast schreienden Art und Weise, „Nein Mum, er braucht meine Hilfe." Dann wandte sie sich wieder Damion zu, dessen Augen nun vollkommen schwarz waren und dessen Gesicht anfing sich zu verformen. Die Wangenknochen streckten sich unter den Schmerzensschreien des Jungen und das Kinn schob sich nach unten. Damions Gesicht ähnelte nun fast dem von Ron, als dieser sich zum ersten Mal in den Werwolf verwandelte hatte. Allerdings stoppte die Verwandlung plötzlich und Ginny erkannte, dass sich ihr Freund versuchte zu wehren. Er stöhnte abermals vor Schmerzen auf und als er seinen Mund öffnete, schoben sich zwei spitze, gefährlich blitzende Fangzähne durch sein Zahnfleisch.

Allein schon dieser Anblick hätte jeden anderen zurückweichen lassen, jeden, aber nicht Ginny. Sie liebte ihren Freund viel zu sehr, als dass sie ihn jetzt im Stich ließ. Auch hatte sie sich, nachdem ihr Professor Dumbledore damals von Damions oder besser Dracos Biss erzählt hatte, in der verbotenen Abteilung in alten Büchern informiert, was geschehen könnte, wenn sich ihr Freund wirklich verwandeln würde.

Anfangs war sie geschockt gewesen bei dem, was sie gelesen hatte, doch dann kam, in Anbetracht der eher dürftigen Informationen, die Neugier dazu. Und dies, und ihre Familiengeschichte, ihr eigenes kleines Geheimnis, hatten Ginny zu einem Entschluss gebracht, an dem sie auch heute festhalten würde. Die Rothaarige hockte auf ihrem Liebsten und drückte seinen Oberkörper nach unten. Damion, oder besser der nun fast vollständig verwandelte Vampir starrte sie an und mit fast flehender Stimme sagte er,

„Ginny, bitte geh! Geh, bevor es zu spät ist!"

„Vergiss es Damion, ich bleibe bei dir."

„NEIN", riefen mehrere Personen und wie von Geisterhand wurden Molly und Arthur nach hinten geschleudert und magisch an der Wand fixiert. Beide konnten sich keinen Zentimeter mehr bewegen und dementsprechend groß war ihre Verzweiflung und Sorge um ihre Tochter.

„Oh doch Damion, wir stehen das gemeinsam durch und ich weiß, was du jetzt brauchst." Mit diesen Worten drehte sie plötzlich ihren Kopf zur Seite und senkte ihren Hals.

Damion sah dies mit Schrecken und während sich sein ganzer Körper schon nach dem Blut von Ginny sehnte, ja förmlich danach schrie, sagte sein Geist nein und Styls Sohn drehte unter Anstrengungen seinen Kopf weg.

„Bitte Ginny, du weißt nicht, was du tust, weißt nicht, was das Monster in mir mit dir macht. Ginny, du bist noch jungfräulich. Bitte geh, bevor es zu spät ist." Damion drehte vehement seinen Mund zur Seite, immer damit kämpfend, nicht doch dem Instinkt zu erliegen.

„Natürlich weiß ich das, Schatz. Aber du scheinst zu verkennen, was geschieht, wenn ich es nicht tue. Damion, du bist mitten in deiner Verwandlung. Du brauchst jetzt frisches, mein Blut, sonst fällt dein Körper in eine Starre und dann stirbst du."

„Dann sterbe ich halt, aber mit dem Wissen, dass du weiterleben wirst."

Ginny sah ihren Freund mit entsetztem Gesicht an und im nächsten Moment klatschte auch schon ihre Hand auf Damions Wange. Sie schrie ihn an, dass er an so etwas nicht mal denken dürfe. Wie sollte sie denn ohne ihn weiterleben. Damion aber drehte weiterhin jedes Mal den Kopf weg, wenn Ginny ihren Hals vor seinem Mund in Position brachte und in einem letzten Versucht flehte der Junge, dass Ginny ihn gehen lassen solle, dass er es nicht tun könne und dass er seine Liebe nicht mit dem Vampirvirus zu einem Leben verdammen wollte, in welchem sie stets als eine Aussätzige behandelt werden würde.

Ginny rannen die Tränen übers Gesicht. Wollte Damion denn nicht verstehen, dass sie dies alles für ihn in Kauf nehmen würde? Nur langsam drangen die letzten Worte ihres Freundes zu ihr durch, doch als sie diese verstanden hatte, da richtete sich das Mädchen plötzlich auf und erwiderte. „Aber dass wirst du nicht, Damion. Du ... du kannst mich nicht infizieren. Ich habe den Virus doch schon in mir, schon immer."

„Was?", fragte Damion geschockt und schien abzuwägen, ob seine Liebste dies nur so sagte. Ginny sprach aber weiter und erzählte ihm mit hastigen Worten vom Weasleygeheimnis. Sie erzählte ihm warum Ron sich für Parvati geopfert hatte und warum er und Bill niemals zu richtigen Werwölfen wurden.

Damion sah Ginny mit weiten Augen an und dann ging sein Blick an ihr Vorbei zu Molly und Arthur, die beide mit geschockten Gesichtern der ganzen Prozedur beiwohnten. Schließlich nickte Molly und Damion schaute zurück zu seiner Liebsten. Bevor er aber zu einer Entscheidung kommen konnte, schien es so, als würde sein ganzer Körper zu brennen beginnen.

Damion schrie in den Raum, soweit es seine zusammengepressten Zähne zuließen. Ginny hatte recht behalten und sein Körper verkrampfte sich immer mehr. Zu seinem Unglück betraf dies auch noch zuerst seinen Kiefer und schließlich seine Arme. Ginny saß auf ihrem Freund und musste mit ansehen, wie der Körper sich noch mal versuchte aufzubäumen, dann aber zusammensackte und leblos liegen blieb.

„NEIN", schrie das rothaarige Mädchen und hämmerte auf Damions Brust. Es durfte einfach nicht sein. Sie hatte ihn doch endlich soweit. Sie hatte ihn doch soweit, dass sie ihn hätte retten können. Sollte es wirklich vorbei sein?

„Oh Ginny", hörte sie ihren Vater sagen und als sie sich umdrehte, bemerkte die Gryffindor, dass der Zauber, welcher ihre Eltern an der Wand festhielt immer schwächer wurde. Und dies konnte nur eines Bedeuten, Damion war dabei zu sterben. Verzweiflung stieg in ihr hoch. Verzweiflung und Wut darüber, dass sie nicht schneller gehandelt hatte. Warum hatte er nur seine Zähne nicht...

„Ginny, es tut mir leid." Molly sprach nun mit sanfter Stimme auf ihre Tochter ein und wollte langsam zu ihr rüber kommen, doch dies sollte niemals geschehen. Denn während Ginny noch auf Damion hockte und auf seine Brust starrte, erkannte sie, dass noch ein Quäntchen Leben in ihm steckte und aus einem Akt der Verzweiflung heraus, und um ihren Freund noch um eine letzte Bewegung zu bewegen, machte die Rothaarige etwas völlig Unorthodoxes. Sie griff hinter sich und packte ihr Glück im wahrsten Sinne des Wortes bei den Eiern. Während das letzte Restchen Leben in Damion es schaffte, dessen Mund vor Schmerzen aufzureißen, ließ sich Ginny nach vorne fallen und ihr Hals spießte sich auf die nach oben zeigenden Fangzähne.

Molly schrie vor Entsetzen auf, als sie sah, wie der Lebenssaft ihrer Tochter aus dem zarten Hals floss. Sie wollte zu ihrer Tochter, wollte sie retten, doch mitten in ihrer Bewegung spürte sie die Macht, die bis vor wenigen Augenblicken ihr Handeln unmöglich machte, und dass diese wieder stärker wurde. Dann wurde ihr Körper wieder zurück zur Wand gezwungen und die sonst so resolute Frau war zur Handlungsunfähigkeit verdammt.

Ginny bekam davon allerdings nicht mehr viel mit. Sie schien in einer anderen Welt zu schweben, von dem Moment an, wo sich die Zähne in ihr Fleisch bohrten. Der Schmerz war immens, doch sie hatte es ohne Furcht getan. Alles was sie wollte war, dass Damion, ihre Liebe, nicht starb. Nicht eine Sekunde bereute sie ihr Tun, auch wenn das Brennen, welches jetzt nunmehr ihren Körper durchflutete bis in die letzte Faser zu spüren war.

Doch der Schmerz hielt nicht lange an, sondern verwandelte sich in eine Wärme, die ihr überraschenderweise eine Gänsehaut bescherte. Dann spürte sie, wie sich Damion unter ihr regte, spürte wie wieder Leben in seinen Körper kam und spürte auch, wie sich seine Lippen auf ihren Hals legten. Was danach kam, könnte die rothaarige Gryffindor später, falls ihre Freunde sie fragen würden, niemals wieder beschreiben. Der Vampir begann zu saugen und der Raum um beide herum schien von Magie zu beben.

Molly und Arthur bemerkten diese rapide Veränderungen ihres Umfeldes auch und sahen mit einer Mischung aus Entsetzen und Angst vor dem Kommenden auf das aufeinanderliegende Paar. Dann, nach Sekunden, die Ginnys Eltern wie eine Ewigkeit vorkamen, ließ Damion vom Hals seiner Liebsten ab und starrte zitternd und mit blutgetränktem Mund zur Decke. Seine Augen begann rot zu glühen und dann spie der Junge mit einem Würgen eine Menge von Ginnys Lebenssaft hervor und traf damit die Wand am Kopfende des Bettes.

Danach erhob er seinen rechten Arm und mit einer Bewegung, die zum einen etwas unbeholfen wirkte und die man erst nur als Kreisen deuten konnte, verwischte er das Blut, ohne es zu berühren. Was dadurch entstand war eine Art Pentagramm, das aber so von dunkler Magie zeugte, dass den beiden Erwachsenen die Haare zu Berge standen. Das magische Symbol begann auch sofort nach seiner Fertigstellung rot zu leuchten, ja fast zu brennen, und mit einem Lächeln brach Damion zusammen.

Die Weasleys schauten besogt zu ihren Kindern und hatten keine Ahnung, was dies zu bedeuten hatte, nun gut, Molly zumindest. Bei Arthur Weasley schien dies anders auszusehen. Sein Gesicht wurde immer blasser und seine Augen wichen keine Sekunde vom Körper seines kleinen Engels. Dieser wurde nämlich im nächsten Moment von einem bläulichem Licht umschlossen, ebenso wie der von Damion. Allerdings zeigten die beiden Gryffindors keine Regung und dies ließ Molly das Schlimmste befürchten.

Dann aber kam Bewegung in die ganze Sache und Ginnys Eltern klappte der Mund auf, als sie sahen, dass sich Ginnys Zimmer plötzlich veränderte. Ein Wirbel aus blauer und schwarzer Farbe umgab alle Anwesenden und als man wieder etwas erkennen konnte, da sah es so aus, als würden Ginny und Damion und die Weasleys selbst mitten in einer Kirche zu sein und die beiden Jugendlichen auf einer Art rotem Samtteppich, dessen goldfarbener Rand in Flammen stand, liegen.

Molly blickte voller Entsetzen, da sie keine Ahnung hatte, was dies hier alles bedeuten sollte und ihr Schock wurde noch größer, als plötzlich Bewegung in die Körper der beiden Teenager kam. Erneut bildete sich ein Licht um Ginny und Damion. Dieses Mal löste es sich allerdings von den Körpern und es entstanden vier nebelartige Gebilde, die über den beiden zu kreisen anfingen. Schließlich nahmen diese Lichterscheinungen auch noch unterschiedliche Formen an. Eine sah aus wie Ginny, nur dass Mollys Tochter anders als ihr realer Körper nicht nackt war, sondern in eine Art Toga gekleidet und als das Mädchen lächelte, markant ein Paar spitzer Zähne hervorstachen.

Das zweite Leuchten verformte sich zu Damions Abbild und das Dritte wurde zu einem Vampirähnlichen Wesen, auf dessen Rücken etwas zu erkennen war, dass wie riesige Fledermausflügel aussah. Den größten Schock verursachte bei den Weasleys allerdings die vierte Lichtgestalt. Sie war nämlich das absolute Abbild von Draco Malfoy.

Was hatte dies zu bedeuten? Diese Frage schien in beiden Köpfen herumzuspuken. Allerdings blieb nicht viel Zeit für Spekulationen, denn es kam Bewegung in die Lichterscheinungen und es sah so aus, als würden sich die drei nicht zu Damion gehörenden um das Abbild des Gryffindors positionieren und Damion selbst ging in eine Art Verteidigungshaltung.

„Der Kampf ist also noch nicht vorbei."

Mit diesem Satz riss Arthur Weasley seine Frau aus ihrer Starre. Molly drehte ihren Kopf unter Mühe zu ihrem Mann um und sah ihn mehr als nur fragend an.

„Ich dachte nie, dass ich so etwas einmal miterleben würde, Schatz, doch hier und jetzt entscheidet sich das Schicksal von Damion und auch von Ginny."

„Was?", entfuhr es Molly und Arthur sprach weiter. „Es sieht so aus, dass ein Teil des Vampirs, der Damion gebissen hat, sein Recht einfordert, nun aber auch Ginny durch ihr Blut und den darin enthaltenen Vampirgenen, einen Anspruch hat. Wie der junge Malfoy allerdings hier reinpasst, dass kann ich dir auch nicht sagen."

Bevor Molly ihren Mann fragen konnte, woher er dies alles wusste, das ertönte ein greller Schrei und das Abbild des Vampirs hatte sich auf Damion gestürzt. Beide Lichterscheinungen kämpften hart und während Ginnys Licht und das von Draco weiter wartend um die beiden kreisten, begannen Arthur und Molly zu hoffen, dass Damion dem Monster widerstehen konnte.

Der Kampf wurde härter und schneller, doch am Ende siegte Damion, indem er, wenn man es so sagen wollte, dem Vampir das Genick brach. Augenblicklich zerfiel dessen Lichterscheinung begleitet von einem lauten Schrei in tausend glitzernde Teile und verschwand vom Antlitz der Erde. Nun war Draco dran zu kämpfen und anders als der Vampir, stellte sich der aristokratisch erzogene Junge in Duellierstellung, es erschien ein Schwert in seiner Hand und es begann ein Kampf, der weitaus zivilisierter wirkte als der vorherige.

Allerdings stellte sich heraus, dass Draco eine wirklich sehr gute Ausbildung durch seinen Vater erfahren hatte und es sah auch fast so aus, als würde Damion, jetzt ebenfalls mit einem Schwert bewaffnet, verlieren. Doch dann, Styls Sohn war sogar ein wenig angeschlagen, brach Draco seinen Angriff ab. Er trat plötzlich an Damion heran und es sah so aus, als würden sich die beiden Jungen unterhalten. Dabei fiel auf, dass Damions Gesicht immer ungläubiger wurde. Doch das konnte man nicht genau erkennen, da das Leuchten der beiden Figuren sehr viel schluckte. Was man aber sah war, dass Damion seinem Gegner mit einem Male die Hand reichte und danach eine Geste vollführte, die einem Schwur glich. Dann schien sich Draco zu verabschieden und nach einem kurzen Nicken ließ er sich ohne Gegenwehr von Styls Sohn niederstrecken.

Molly stieß einen kurzen spitzen Schrei aus als sie sah, wie Lucius Sohn ebenfalls in einem Schein aus tausend Sternen verschwand, doch Damion und Ginny schienen dies gar nicht wahrzunehmen, nein, sie lagen lediglich auf dem Teppich und ihre beiden Lichter stellten sich nun gegenüber. Allerdings löste dies bei Molly das wohl größte Unbehagen aus und sie sah daher kurz zu ihrem Mann. Das Letzte was sie wollte war, dass Damion und Ginny nun auch kämpften.

Doch dazu sollte es niemals kommen. Nein, die beiden Liebenden standen sich vorerst nur gegenüber, bis Damions Leuchten, das nun eher rötlich schimmerte, plötzlich sein Schwert wegwarf und sich vor Ginny, die in einem satten Blau erstrahlte kniete. Diese lächelte ihn voller Liebe an und während sie dabei ihre Zähne entblößte, zog sie ihren Freund nach oben. Die Beiden schauten sich tief in die Augen und ihre Münder bewegten sich aufeinander zu. Dann verfielen sie in einem langen Kuss, der darin gipfelte, dass Damion von Ginnys Lippen abließ, seinen Kopf zur Seite neigte und damit seinen Hals entblößte.

Ginnys Lichtgestalt sah dies mit einem freudigen Lächeln und zwei Sekunden später biss sie Damion in den Hals. Molly wäre am liebsten zu ihrer Tochter gerannt, doch der Zauber verhinderte dies ja. Sie und Arthur konnten nur zusehen bei dem, was ihre Tochter tat und ihre Sorge stieg, als das Blau von Ginny sich mit dem Rot ihres Freundes mischte. Was herauskam war ein sattes Violett und als dieses am stärksten schimmerte, zerfielen auch diese beiden Abbilder. Allerdings verschwanden die umherschwirrenden Lichtpunkte nicht, sondern legten sich wie eine Decke über die realen zwei Jugendlichen und verschmolzen mit ihnen. Dann veränderte sich der Raum um sie herum erneut und Molly, Arthur und ihre Kinder befanden sich wieder in Ginny Zimmer.

Damion war der erste von beiden, der erwachte und ohne auch nur einmal auf Molly und Arthur zu achten, drehte er sich zu Ginny um und weckte seine Liebste mit einem Kuss. Ginny öffnete ihre Augen und strahlte Damion an. „Na Schatz, alles in Ordnung?"

„Noch nicht. Etwas fehlt noch zu unserem Glück und du weißt, was wir noch tun müssen."

Bei diesen Worten begannen Damions Augen rot zu leuchten und auch Ginnys Gesicht nahm einen Ausdruck an, der nach purer Lust schrie. Beide Jugendlichen begannen sich zu liebkosen und zu streicheln. Und dies in einer Art, die Molly teilweise zutiefst erschreckte und Arthur die Röte und Schweißperlen ins Gesicht trieb, denn während die Hände der Liebenden auf Erkundungstouren gingen, setzten Ginny und Damion auch etwas Neuerworbenes, ihre spitzen Fangzähne, mit ein.

Molly schaute voller Unglauben auf ihre Tochter und rief, sie solle damit aufhören. Doch ihre Rufe verhallten im Nichts. Dann plötzlich spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter und als sie sich umdrehte, blickte sie in die flehenden Augen ihres Mannes. „Komm Molly, lass uns gehen", sagte Arthur und mit Überraschung stellte Molly fest, dass sie sich wieder bewegen konnten.

„Ja aber meine Ginny,... mein Engel", versuchte Mrs. Weasley aufzubegehren, doch ihr Mann zog sie mit sich. Arthur wollte keine Sekunde länger im Raum bleiben. Allein schon der Gedanke daran, was ohne Zweifel gleich geschehen sollte, nein dies wollte sich Ginnys Vater nicht vorstellen.

In der Küche des Fuchsbaues angekommen setzte Arthur Molly auf einen Stuhl, beschwor ein Tablett mit einer Kanne Tee und zwei Tassen und setzte sich dann seiner Frau gegenüber. Mrs. Weasley sah ihren Mann mit großen Augen an und schielte immer wieder in Richtung Decke und Ginnys Zimmer. Dann räusperte sich Arthur und mit leicht kratziger Stimme sagte er, „Molly ich weiß, dass das was wir eben erlebt haben, wahrscheinlich das Ungewöhnlichste gewesen ist, das du in deinem bisherigem Leben gesehen hast, doch egal, was morgen früh geschieht, denk daran, dass dies da oben immer noch unsere kleine Ginnys ist und immer bleiben wird."

„Natürlich bleibt sie das, Arthur." Molly sah ihren Mann überrascht an. „Aber Damion ... er ...er hat sie gebissen. Und ... und jetzt ... jetzt ..."

„... jetzt verbringen sie ihre Hochzeitsnacht miteinander." Vervollständigte Mr. Weasley, wenn auch nicht übermäßig glücklich, ihren Satz und Molly sah ihn nun nicht mehr überrascht, sondern schockiert an.

„Ihre Was?", rief sie laut, als sie ihre Stimme wieder gefunden hatte und Arthur legte beruhigend seine Hand auf ihren Schoß.

„Ich sagte, sie verbringen ihre Hochzeitsnacht miteinander, Molly. Denn dem, was wir eben erlebt haben, hat wohl noch nie eine sterbliche Seele beigewohnt. Ja, ich selbst kenne es nur aus wagen Erzählungen meiner Kollegen aus der Mysteriumsabteilung, doch so wie es aussah war das Ritual, welches die beiden wohl eher unbewusst durchlebt und vollzogen haben, eine Art Bluthochzeit. Meist geschah dies früher, wenn sich irgendein hoher Vampir eine sterbliche Jungfrau als Gefährtin genommen hat."

„Bei Merlin", entfuhr es Mrs. Weasley und sie schaute wieder in Richtung Decke. Ihr Mann gähnte allerdings im nächsten Moment und auch wenn sich Molly etwas sträubte, schaffte es ihr Arthur doch, sie dazu zu bewegen, mit ihm ins Bett zu kommen.


Ginny und Damion hingegen kamen noch lange nicht zum Schlafen. Diese Beiden gaben sich vielmehr ihren Gefühlen, ihrer Lust hin und nachdem Damion seine Liebste nach allen Regeln der Kunst verwöhnt hatte, nahm er ihr schließlich ihre Jungfräulichkeit.

Gegen drei Uhr fielen dann auch die beiden Teenager erschöpft ins Bett zurück und es war Ginny, die einige Stunden später durch die Sonnenstrahlen der aufgehenden Wintersonne geweckt wurde. Sie drehte sich zu ihrem Liebsten und lächelte, als sei sein verschwitztes Gesicht sah. Ginny konnte nicht anders und küsste Damion, um ihm zu zeigen, wie sehr sie ihn liebte und auch, um ihm zu sagen, dass es Zeit zum Aufstehen war.

Damion murmelte was davon, sie solle ihn noch schlafen lassen und zog sein Kissen über den Kopf. Ginny grinste und stand auf. Sie ging ins Bad und als die Rothaarige einige Minuten später wieder im Zimmer erschien, betrachtete sie sich erst einmal im Spiegel an der Wand. Offenbar hatte die Nacht doch einige Spure hinterlassen, doch es waren nicht die Bissmahle, denn diese waren kaum noch zu sehen. Ihr Körper schien eine doch erstaunliche Heilkraft zu besitzen. Nein, es war eher die hellere Haut und die dunklen, ja fast schwarzen Strähnen, die sich nun durch ihr langes, rotes Haar zogen. Und noch etwas entdeckte Ginny an ihrem Körper, etwa fünf Zentimeter unterhalb ihres Schlüsselbeins, auf der linken Brust. Es war ein Zeichen, eine Art Tattoo und hatte die Form eines Schädels mit spitzen Fangzähnen und in dessen Mund eine rote Rose steckte.

Ginny berührte das Bildnis und streichelte es gedankenverloren. Dies war also sein Mal. Dies war Damions Zeichen und nun gehörte sie zu ihm. Mit dieser Erkenntnis und einem Lächeln im Gesicht zog sich Ginny an und weckte dann ihren Liebsten auf die ihr am nettesten vorkommende Art. Sie beschwor einen Eimer mit kaltem Wasser.