Kapitel 102

„MISTER WEASLEY, was hat das zu bedeut..."

Weiter kam die Direktorin nicht in ihrem Satze, denn Ron hatte seinen Stab auf sie gerichtet und es Harry nachgemacht. Wenn er schon unterging, dann nicht mit Kopfschmerzen. Jedenfalls war dies jetzt seine Devise, zumal seine Ohren immer noch sehr fein eingestellt waren.

„Nicht so laut, Professor, das tut nämlich höllisch weh, wenn man Wolfsohren hat. Außerdem will ich mich noch schnell um den Todesser kümmern und dann können sie mich ja an den Daumen aufhängen." Damit wandte er sich ab und beschwor einige Seile, die sich um den Körper des bewusstlosen Mannes legten. Dies getan drehte er sich wieder um, lächelte nun verlegen und hob den Schweigezauber wieder auf, welchen er auf Professor McGonagall gelegt hatte.

Die Direktorin verschwendete auch keine Zeit und ihre Stimme schallte wieder durch den Raum. Sie wollte wissen, was keine fünf Minuten vorher geschehen war und zwar mit einer einleuchtenden Erklärung. Bevor ihr rothaariger Schüler allerdings antwortete, war sein Blick zum Lehrertisch gegangen und er bemerkte die teils verunsicherten Blicke mancher Lehrer. Außerdem gab es noch eine Person im Raum, die es im Moment nicht wirklich interessierte, was der Rothaarige zu sagen hatte und diese Person war Madame Pomfrey. Ihre Sorge galt dem immer noch bewusstlosen Araber und daher bat sie Ginny und Damion ihr zu helfen, den Mann auf die Krankenstation zu bringen.

Ron schaute seine Schwester an und nickte ihr kurz zu. Dann fasste er sich noch einmal ein Herz und bat die Direktorin darum, sie den jetzt noch verbliebenen Professoren, die möglicherweise von seinem Zustand noch nichts wussten, zu erklären, dass von ihm keine Gefahr ausging und dass sie das Gesehene bitten als Geheimnis behandeln sollten.

Minerva McGonagall schaute ihren Schüler leicht vorwurfsvoll an. Wie kam er dazu in seiner Position Forderungen zu stellen. Allerdings sagte ihr eine Stimme im Kopf, dass Ron gar nicht so unrecht hatte und sie klärte dies. Danach kam aber ihre große Stunde und vor allem wurmte es sie, dass es zwei ihrer Schüler geschafft hatten, ihr als Direktorin von Hogwarts, den Mund zu verbieten. DAS würde noch Folgen haben. Zunächst aber wurde Harrys Benehmen untersucht und analysiert. Ron hatte es dabei gar nicht so leicht, alle zu überzeugen, dass der Wahnsinn nur gespielt war. Der Gryffindor hatte ja auch bei seiner Liebsten so etwas wie Zweifel und Entsetzen verursacht. Das Frühstück würde also noch sehr lang werden...

***

„Also ein Ami würde jetzt sagen, Harry du hast echt Eier. Und ich meine das gerade nicht im Sinne, dass man Hermine bedauern sollte." Stephano Styls grinste von Ohr zu Ohr als er und Harry in London wie aus dem Nichts aufgetaucht waren. „Ich meine, irrer Mann so überzeugend zu spielen und sich dann noch gegen Minerva aufzulehnen, nein, das hat nicht mal James, dein Vater, gewagt. Mach dich auf was gefasst, wenn du zurück bist."

Harry schaute seinen Professor mit nachdenklichem Gesicht an und erst jetzt wurde ihm klar, was er in den letzten Minuten getan hatte. Doch es war nötig gewesen, oder? Man musste doch verhindern, dass Voldemort etwas von Godrics Schatz bekam, oder? Und die Auroren? Hätten sie den Aufenthaltsort so schnell herausbekommen? Nein, das stand für Harry fest und daher schaute er über Stephs Schulter und versuchte sich zu orientieren, wo sie in London waren.

„Das Savoy muss in etwa dort liegen", sagte Damions Dad und deutete etwas nach rechts und die Straße herunter.

„Dann lass uns losgehen, Steph", erwiderte Harry darauf und wollte schon los. Doch der Erwachsene hielt seinen Freund noch zurück und meinte, „Aber nicht so, Harry. Das Savoy ist nicht gerade eine Absteige. Das Haus hat einen Namen in der Welt und daher glaube ich nicht, dass sie einen Teenager, noch dazu in deiner Aufmachung, so ohne weiteres in ihrem Hause herumstöbern lassen. Verstehst du, Harry?"

Leicht verwundert schaute Harry an sich herunter und konnte eigentlich nichts an seiner Jeans und dem Hemd das er trug aussetzen. Dazu kam auch noch, dass Stephs Reinigungszauber wirklich sehr gut funktioniert hatte und dieser sogar einige Stellen in der Jeans, von welchen Harry geglaubt hatte die bekäme er niemals wieder raus, nun nahezu neu aussahen. Damions Dad hatte jedoch schon einige Erfahrungen mehr im Umgang mit der gehobenen Klasse in der Muggelwelt und bat daher, dass sein junger Freund es mal damit versuchte, seine Kleidung in einen Anzug zu verwandeln. Harry überlegte kurz und schaffte es nach ein zwei Versuchen sogar. Danach verwandelte auch Steph sein Erscheinungsbild und beide machten sich auf den Weg zum Hotel Savoy.

Das Hotel und seine weltweit bekannte Auffahrt lag nun vor ihnen und es war eigentlich schon komisch, dass die beiden sie hinauf liefen, vorbei an den verschiedensten Luxusautomobilen, angefangen vom Ferrari, über einen Maserati bis hin zum Rolls Royce. Letzter hatte sogar einen königlichen Wimpel oberhalb des Kotflügels und das Wappen brachte Steph scheinbar auf eine Idee. Der Professor ging nämlich plötzlich einige Schritte hinter dem Gryffindor und machte immer mal untertänige Bewegungen. An der Tür zur Lobby des Hotels kam er sogar den dort bereitstehenden Pagen zuvor, verbeugte sich kurz und öffnete Harry die Tür mit den Worten, „Sir, ich werde mich gleich beim Empfang beschweren, dass der Ersatzwagen nicht pünktlich gekommen ist."

Harry starrte seinen Freund an und wusste nicht, was er erwidern sollte. Einzig dass er nickte half seinem Professor sein Spiel weiter fortzusetzen. Im Inneren des Hotels angekommen, ging Steph auch gleich zum Empfangsschalter und bat um den Schlüssel zur Suite 23. Harry wollte ihn korrigieren und sagen, dass dies die falsche war, doch eine Stimme in seinem Kopf sagte ihm, dass weniger mehr war, ganz zu schweigen davon, dass die erwähnte Suite vergeben und überhaupt nicht auf Harrys Namen reserviert war. Was nun folgte war ein Schauspiel, dass dem Gryffindor ein Wechselbad der Gefühle bescherte. Hauptrolle spielte hierbei zumeist die Verlegenheit, denn Steph diskutierte mit dem Empfangschef über Unzulänglichkeiten und Schlamperei im Management des Hotels. Schließlich sei seine Lordschaft extra nach London gekommen und dies früher als nötig, um sich noch etwas im Savoy zu erholen bevor er sich hier mit dem Prinzen traf.

Dabei deutete Steph immer mal wieder in Richtung Hauptportal, wo der Wagen mit dem Wimpel stand und er fragte in seiner Position als Harrys Berater und Sekretär, ob denn der Prinz schon da sei. Schließlich wollte Harry seine Hoheit nicht warten lassen und so weiter. Der Mann am Empfang konnte einem richtig leid tun, als Steph zur Höchstform auflief und Harry fragte sich ob der Mann nicht in Hollywood eine zweite Karriere starten sollte. Der Manager hingegen stand Todesängste aus und tippte auf dem Computer hastig umher, in der Hoffnung, dass er das Missverständnis aufklären konnte. Auch war es im nächsten Moment nicht hilfreich, dass einer der Begleiter des Prinzen, - Harry wusste nicht genau, welcher von beiden hier im Hotel war- ihn erkannte, sich verbeugte und ihn grüßte. Man konnte förmlich die kleinen Schweißperlen erkennen, welche sich beim Empfangschef bildeten.

Letztendlich fragte Stephano, ob denn wenigstens ein anderes Zimmer im Hotel frei war. Die Antwort lautete ja und zwar eine andere Suite mit der Nummer fünfundzwanzig. Auch wollte er den beiden einige Zimmer schmackhaft machen, doch Steph nahm die Suite ohne zu zögern, kam sie doch der mit der Nummer vierundzwanzig am nahesten. Dem Manager schien daraufhin ein Stein vom Herzen zu fallen und er entschuldigte sich vielmals ob dem ganzen Durcheinander. Steph blieb aber etwas kühl und nickte nur. Dann bat er darum, dass man Harry die Suite zeigte und dann wollte er noch kurz einige andere Informationen, während er die Papiere zum einchecken ausfüllte.

Harry bekam nicht mehr all zu viel davon mit, da ihn ein ziemlich junger dunkelhäutiger Mann in Richtung der Aufzüge geleitete. Einzig, dass der Manager nun an eine seiner Untergebenen übergab, sah der Gryffindor noch. Diese lächelte Steph freundlich an und schien von der ganzen Sache vorher nichts mitbekommen zu haben. Für Steph schien dies aber nur positiv zu sein, denn er lächelte nun auch und fragte die junge Frau mit den schwarzen langen Haaren, ob sie denn einen guten Antiquitätenhändler in der Stadt kenne.

* * * * *

Es waren keine drei Minuten vergangen und Steph kam durch die Tür der Suite, welche Harry und der Page gerade passiert hatten. Antoine, wie der Bedienstete hieß, hatte Harry alles gezeigt und wartete nun darauf, dass Harry ihm noch etwaige Wünsche antrug. Doch der Gryffindor wusste nicht so recht, was er noch gebrauchen könnte. Außerdem überlegte er, ob man dem Jungen nicht etwas Trinkgeld geben müsste. Allerdings stand Antoine nicht so da wie Harry es aus Filmen kannte, wo die Pagen ungeduldig oder gar mit eindeutigen Gesten darauf erpicht waren, dass man ihnen was gab. Nein Antoine lächelte nur, musterte dabei Harry unauffällig und wartete bis Steph den Raum betrat. Bei Harry machte sich die Erkenntnis breit, dass offenbar auch diese Angelegenheiten im Normalfall von den Bediensteten des Adels übernommen wurden. Steph reichte dem Jungen fünf Pfund und dankte ihm für sein Bemühen. Ein Lächeln im Gesicht von Antoine sagte Harry, dass der Tip stimmte und er grinste.

Kurz darauf änderte sich natürlich alles und man wurde ernst. „Unser Mann ist sehr gefragt, Harry. Es haben schon mindestens drei Mann nach dem Antiquitätenhändler gefragt und einer davon sollte wohl unser Todesser gewesen sein."

Harry schaute Steph an und fragte sich, wie dieser nur an diese Info gekommen war. Sein Professor schien einmal mehr seine Gedanken lesen zu können und grinste geheimnisvoll. Dann meinte er, dass männlicher Charme manchmal hilfreich sei. Diese Aussage verwirrte den Gryffindor kurz, doch dann vermutete er, dass Steph wohl ein wenig mit der Frau am Empfang geflirtet haben muss. Na wenn das Ems mal nicht mitbekam. Kurz darauf hatten beide ihre Klamotten wieder zur ihren ursprünglichen Sachen verwandelt, die Zauberstäbe bereit und Steph ging voraus in Richtung Suite vierundzwanzig.

Vor dem Zimmer angekommen, hatten die beiden sogar Glück, denn Antoine kam ihnen entgegen und seine Stimmung war mehr als nur gut. Er nickte Harry noch einmal dankbar zu und wollte schon zur Seite treten, wie es sich für ihn gehörte, doch Steph sprach ihn an und meinte, dass Antoine sich sein Gehalt noch etwas aufbessern könne, wenn er ihnen einen Gefallen täte. Harry hörte zwar nicht, was sein Professor dem Jungen ins Ohr flüsterte, und er sah auch nicht, wie viel Geld den Besitzer wechselte, doch das Grinsen des Pagen wurde mehr als nur leicht breiter. Eine Tatsache, die besonders heraus stach, da es im Hotelflur etwas dunkler war und Antoins Zähne schlohweiß leuchteten. Schließlich nickte der Page und trat an die Tür von Suite vierundzwanzig. Er klopfte und rief laut und deutlich, „Sir, ihr neun Uhr Termin ist da."

Es dauerte einige Sekunden, doch dann erwiderte eine Stimme durch die Tür hindurch, „In Ordnung, treten sie ein." Ab hier übernahm dann Steph und bedeutete dem Pagen, er solle sich zurückziehen, was dieser auch rasch tat. Nun waren die Beiden auf sich allein gestellt und Harry war äußerst gespannt, wer wohl auf sie hinter der Tür wartete. Steph drückte die Tür auf und die zwei Zauberer sahen sich im nächsten Moment jemandem gegenüber, den sich Harry gar nicht so als Antiquitätenhändler vorstellen konnte.

Ein Mann saß gelassen hinter einem großen Mahagonischreibtisch, welcher das Zentrum des Raumes bildete. Offenbar war dies hier eine Suite speziell für reiche Geschäftsleute, denn es gab auch noch eine Art Sitzgruppe wo man Meetings abhalten konnte und eine Multimediastation. Harry Ziel war aber weiterhin der fremde Mann, welche in etwa das Alter von Stephano hatte und mit seinem schwarzen Anzug eher aussah, wie ein Dressman. Also gar nichts Verstaubtes oder so. Auch fand Harry seine Haltung sehr konzentriert, ja fast kontrolliert. Am meisten wunderte sich der Gryffindor aber, dass der Mann sie beide ansah und nicht im Geringsten auf ihre Personen reagiert. Er tat so, oder es sah zumindest so aus, als wüßte er nicht, das Harry oder sein Begleiter nicht der Todesser war, mit dem er sich treffen wollte. Und diese Tatsache verwirrte Harry ein wenig. Schließlich stellten sich auch noch seine Nackenhaare alarmiert auf und ein mulmiges Gefühl beschlich den Gryffindor.

„Guten Tag, meine Herren. Was kann ich für sie tun?", fragte der Fremde. Zu einer Antwort kam Steph aber nicht mehr, da plötzlich mehrere Apparationsgeräusche hinter ihnen zu hören waren und da sie die Tür noch nicht geschlossen hatten, wurden die Neuankömmlinge auch sofort auf sie aufmerksam. Jemand rief mit lauter, ungläubig- überraschter Stimme, „Potter? Was macht Potter hier?" und ab da brach die Hölle im Gang des Hotels und in der Suite los.

Flüche schossen über Harry hinweg und dieses mal war es Steph, der Harry das Leben rettete, indem er ihn aus dem Bahn schleuderte. Es mussten an die acht oder neun Todesser sein, die sie angriffen und auch der Mann in der Suite blieb nicht untätig. Allerdings verblüffte er Harry ein wenig, da er keinen Zauberstab und Flüche benutzte. Nein der Fremde war mit ziemlicher Sicherheit ein Muggel, denn wer sonst würde mit einer Pistole auf Magie antworten. Darüber weiter zu nachzudenken, nein dieser Luxus blieb dem Gryffindor jedoch nicht, denn schnell kam die Erkenntnis, dass eine Schusswaffe alles andere als ungefährlich war. Vielleicht sogar noch schlimmer wenn man bedachte, dass es zum heraufbeschwören eines passenden Schildes mehr Zeit brauchte, als ein ganzes Magazin zu verschießen.

Die Schüsse rauschten über Harry nur so hinweg und der Gryffindor musste hinter einem Sofa in Deckung gehen. Allerdings war Harry überrascht, dass es nicht mal annähernd so laut knallte, wie gedacht, wenn der Mann schoss und der Schwarzhaarige dachte an die Muggelfilme im Fernseher zurück, wo man immer mal sah, dass Profikiller Schalldämpfer benutzten.

In seiner Deckung überlegend, wie er weiter vorgehen sollte, schaute Harry zu Steph, der sich auf die Todesser im Gang konzentriert hatte. Er rief ihm zu, ob er zu ihm rüber kommen sollte, doch Damions Dad schrie, er solle ja bleiben wo er war. Er würde sich um die Kerle im Gang kümmern und Harry sollte sich in Sicherheit bringen. Mit diesen Worten sprang Steph dann auch auf und stürmte in Richtung Tür und schloss sie im Vorbeirennen. Hilfe bekam der Professor unbewusst durch den Antiquitätenhändler, denn als er in Richtung Steph schoss, ihn aber verfehlte, traf er dabei zwei bis drei Todesser, die seinen Kugeln im Weg standen.

Als die Tür zuknallte waren dann nur noch Harry und der Fremde im Raum. Beide hatten sich hinter irgendwas versteckt, denn auch Harry war nicht untätig gewesen und hatte diverse Flüche abgefeuert. Doch dann weckte etwas anderes Harrys Aufmerksamkeit und lenkte ihn ab. Es war eine kleine hölzerne Truhe, die der Todesser, der ihn erkannte, hatte fallen lassen, als er seinen Zauberstab ziehen musste. Er war auch als erster durch Stephs Gegenwehr gefallen und nun lag die Truhe, die weswegen Harry überhaupt hier war, keine drei Meter von ihm entfernt. Harry war seinem Ziele also zum Greifen nah.

Und ohne darüber nachzudenken sprang Harry aus seinem Versteck. Er wollte sich die Truhe schnappen und sofort weg teleportieren. Allerdings übersah er dabei etwas, stolperte unglücklich über einen umgekippten Stuhl und obwohl er eine Hand schon an der Truhe hatte, war der Gryffindor im nächsten Moment nicht mehr in der Lage sich zu rühren. Sein Blick war starr und nur auf die Mündung des Schalldämpfers fixiert, der auf seinen Kopf gerichtete war.

„Scheiße", dachte Harry, denn jetzt war sein Schicksal besiegelt. Denn wie er es auch drehte und wendete. So schnell, also schneller als ein Muggelprojektil, war auch er nicht, Phönix hin oder her. Wütend schaute er den Mann an und fluchte erneut. Er erwartete jeden Moment den Schuss, der sein Leben beendete. Der Fremde zögerte jedoch und bedeutete dem Junge vielmehr, er solle aufstehen. Harry überlegte, ob dies seine Chance sei, doch noch zu fliehen. Er kam dem Befehl langsam nach, dabei aber immer darauf bedacht, die Truhe nicht loszulassen. Vielleicht hatte er ja auch Glück und Steph kam ihm zu Hilfe. Der Lärm vor der Tür wurde nämlich immer leiser und die Fluchfrequenz nahm auch ab.

Im nächsten Moment sank dem Gryffindor allerdings das Herz wieder in die Hose und all seine Illusionen zerbrachen, denn es ploppt zweimal hinter ihm und dies bedeutete, es war nicht Steph der aufgetaucht war, sondern es waren Todesser. Hinzu kam, dass sich die Haltung des Antiquitätenhändlers wieder etwas mehr spannte und dann geschah es. Harry sah ganz deutlich, und wie in Zeitlupe, dass sich der Finger am Abzug krümmte. Dann ertönte er Schuss und noch ein zweiter. Harry sah sein Leben in Zeitlupe an sich vorbei sausen, genauso wie die beiden Kugeln.

`Moment mal? Wieso die Kugeln? ` ...- dachte der Gryffindor und hört im selben Moment, wie die Personen hinter ihm aufstöhnten und dann zusammenbrachen. „Was?", wollte er noch fragen und zeitgleich in Deckung springen, doch da tauchten noch zwei Todesser auf und sie feuerten sofort um sich. Harry schaffte es gerade noch aus dem Fluch- und Kugelhagel zu springen. Allerdings tat der Gryffindor nicht das, was eigentlich wohl logisch gewesen wäre, nämlich einfach zu verschwinden oder aber Steph zu suchen und ihm zu helfen. Nein, er versteckte sich mitten im Raum des Geschehens und wollte wissen was dies eben zu bedeuten hatte.

Sein Blick konnte aber gar nicht so schnell das Geschehen verfolgen. Denn der Mann, von dem er gedacht hatte, er würde ihn erschießen, griff nun die beiden Todesser an. Einen erschoss er noch, doch danach schien seine Munition alle zu sein oder aber er wollte nicht mehr rumballern. Jedenfalls kam es zum Nahkampf bei dem Harry glaubte in einem Bruce Lee Film zu sein. Es wurde getreten, geschlagen und letztendlich brach der Fremde dem Todesser mit einer ruckartigen Bewegung und einen Geräusch das ins Mark ging, das Genick. Danach ward erst einmal Stille im Raum und Harry überlegte, ob er aufstehen sollte.

Schließlich faste er den Entschluss, nicht zu warten bis man ihn fand oder gar neue Todesser auftauchten. Harry rappelte sich hoch und sofort richtete der Antiquitätenhändler seine Waffe wieder auf ihn. Sie war also nicht leer und dann bemerkte Harry, dass der Fremde noch etwas in seinem Besitz hatte und zwar die Truhe, der Grund für Harrys Erscheinen hier. Er hob sie hoch und nahm sie unter den Arm. Dann trat er langsam auf Harry zu, stockte aber als ein Geräusch von der Tür her zu hören war und richtete die Pistole in diese Richtung.

„Nein", rief Harry als er erkannte, dass Steph durch die Tür kam und der Fremde schon schießen wollte. Sofort erstarrte jede Bewegung im Raum und der Mann schaute unsicher zwischen den Beiden hin und her. Dann zielte er mit der Pistole wieder auf Harry und fragte schroff, „Name?" Der Gryffindor zögerte kurz und erwiderte „Harry, Harry Potter". Daraufhin stockte der Fremde und befahl dem Gryffindor dann, dass er seine Haare zur Seite schob. Harry fragte sich wozu er das machen sollte, denn offenbar war der Fremde doch ein Muggel. Steph hingegen meinte, dass sein Freund dem Wunsch des Mannes entsprechen solle und als der Gryffindor schließlich seine Narbe entblößt hatte, wurden die Gesichtszüge des Fremden um einiges weicher.

Er senkte sogar die Waffe und warf danach die Truhe in Richtung des Schwarzhaarigen. Der fing sie, obwohl die Verwirrung ganz deutlich im Gesicht des Gryffindors zu sehen war. „Wieso? Ich verstehe nicht.", sagte er leise, worauf der Mann plötzlich grinste und erwiderte, „Ich wollte nur sicher gehen, dass sie nicht in Voldemorts Hände fällt. Und bei dir dürfte sie ja wohl am sichersten sein, Harry Potter."

„Harry? Woher kennen sie meinen Namen? Wer sind sie?" fragte der Gryffindor völlig vergessend, dass er sich gerade eben selbst vorgestellt hatte. Der Fremde im Anzug strich sich selbigen gerade etwas glatt und steckte seine Pistole weg, zurück in den Halfter unter seiner Anzugsjacke. Dann lächelte er geheimnisvoll und sagte, „Nun Harry, deinen Namen kenne ich schon eine Weile. Sagen wir einfach, es war mein Auftrag, in unserer Welt, der Muggelwelt, ein wenig die Augen offen zu halten. Für den Fall dass Voldemort auch hier seine Finger nach Handlangern ausstreckt."

„Auftrag? Welcher Auftrag und von Wem?", fragte nun Steph, der fand dass es Zeit war, sich in das Gespräch mit einzumischen. Der Fremde wandte sich nun an ihn und sagte, „Nun der Auftrag umfasst mehrere Dinge und ist nicht leicht zu erklären, da es unter streng geheim eingestuft ist. Doch bei dem Wem kann ich schon ein bisschen mehr verraten. Und ich formuliere es jetzt einfach mal so. Es gibt da in England eine ältere Dame in höherer Position, die sich, obwohl sie es nicht offiziell machen kann, an einem geheimen Krieg gegen ihr Land beteiligen will. Und da sie nun mal meine Chefin ist, habe ich das übernommen."

„Die Queen", fragte Harry überrascht und der Mann lächelte. „Und wer sind sie?" Die Antwort darauf war für Harry aber umso schockierender, als er es gedacht hätte. Der Fremde stellte sich nämlich plötzlich direkt vor ihn, reichte ihm die Hand und erwiderte, „Oh mein Name Harry? Mein Name ist Bond ... James Bond."

Natürlich konnte er sich dabei ein Grinsen nicht verkneifen und setzte hinterher, dass es doch immer einen Funken Wahrheit in der Fiktion gab. Dann erklärte er, dass Harry und Steph sich nun auf den Weg machen sollten und dass sich der MI5 um die Angelegenheit im Hotel Savoy kümmern würde. Bevor Harry und sein Professor samt Truhe verschwanden wollte der Gryffindor nach all dem Durcheinander aber noch wissen, wo denn der echte Antiquitätenhändler abgeblieben war und James deutete in Richtung Schlafzimmer. Ab da wusste Harry nicht so recht, ob er wissen wollte, in welcher Verfassung. Er und Steph nahmen also die Truhe, wegen der sie gekommen waren und konzentrierten sich darauf, in Richtung Hogwarts zu apparieren. Doch nichts geschah.

Harry zuckte zusammen und glaubte, er habe was nicht ganz richtig gemacht, zumal sich der Gryffindor in letzter Zeit mehr auf die Teleportation beschränkt hatte. Doch da auch Steph noch neben ihm schien und sein Gesicht alles andere als entspannt wirkte, schaltete Harry auf Alarm. „Steph, was ist los?", fragte er verstört und sein Professor antwortete, „Nun Harry, ich weiß nicht so recht. Möglicherweise eine Apparationsbarriere. Vorhin konnten zwei oder drei Todesser entkommen und haben vielleicht Verstärkung geholt."

Der Gryffindor schaute zur Tür und spitzte die Ohren, ob er von irgendwo schon Stimmen hörte. Doch es war ruhig auf ihrem Stockwerk und somit entspannte er sich etwas, genauso wie Damions Dad. Dieser hielt seinem Schüler dann auch seinen Arm hin und meinte, dass sie dann halt auf Harrys Art reisen sollten, da dies von der Barriere nicht behinderte wurde. Der Schwarzhaarige war auch gerade dabei, seinen Freund zuzustimmen, als ihm was ganz anderes in den Sinn kam. Er drehte sich zu James um und fragte, „Welcher der Prinzen ist heute hier?"

„Was?" fragte der Agent zurück und Harry wiederholte, „Ich wollte wissen, welcher der beiden Prinzen, also Harry oder William, heute hier im Hotel ist. Ich habe das königliche Wappen gesehen."

007 ging kurz in Gedanken und antwortete, „Alle beide, sie feiern den Geburtstag einer ihre alten Freundinnen. Sie kennen sich schon aus Kindertagen und es ist einen Art Tradition geworden."

Mehr brauchte Harry nicht zu wissen, zumal es ihm im gleichen Moment so vorkam, als hörte er ganz, ganz leise eine Mädchenstimme schreien. Sofort stellten sich seine Nackenhaare auf und er griff nach Steph. „Komm, sie sind bei den Royals, Steph", rief Harry und rannte zur Tür, hinter der es nicht minder verwüstet aussah, als in der Suite. Steph war also auch kein feiner gewesen. Doch das interessierte den Gryffindor im Moment weniger. Vielmehr wollte er Schlimmeres verhindern und dazu musste er Harry und William erst mal finden.

***

„Eure Hoheit, es ist mir eine Ehre, sie heute wieder in unserem Hause zu begrüßen. Wieder ist ein Jahr vergangen und alles steht bereit." Mit diesen Worten wünschte der Hotelmanager den beiden Prinzen und ihren Begleiterinnen viel Spaß und wies danach die Pagen an, dem Hause keine Schande zu bereiten.

William und Harry waren wie immer in einem etwas ruhigeren Flügel des Hauses untergebracht, dort wo es die Presse am schwersten hatte Fotos zu schießen. Das Savoy hatte aus den Ereignissen im letzten Sommer gelernt und verstand es nun sehr gut, was Diskretion bedeutete. Daher sprach der Manager den Prinzen auch nicht auf seine beiden anderen Gäste an, zumal ja der eine Begleiter, also eine von Williams Wachen ja wusste, wo er Harry oder Steph finden würde, sollten sie wirklich einen Termine mit dem Prinzen haben.

Die kleine Feier begann sehr herzlich und William überreichte als erster sein Geschenk an das blonde Mädchen, welches auf den bezaubernden Namen Catherina hörte. Sie war ungefähr in Harrys Alter und stammte aus dem Hause Easterbrook, einem doch sehr ansehnlichen Stamm alten Adels. Und obwohl man die Easterbrooks nur selten in der Öffentlichkeit sah oder Klatsch und Tratsch über sie hörte, verkehrten sie eng mit dem Windsors. Wie halt schon gesagt, kannten sich die Jugendlichen seit Jahren und feierten gern zusammen.

Bevor dann schließlich Williams jüngerer Bruder dazu kam, sein Geschenk zu überreichen, drang von der Zimmertür und dem dahinter liegenden Gang her Lärm an die Ohren der Prinzen und auch ihrer erwachsenen Begleiter. Sofort wollte einer nachschauen, was los war, doch weiter als bis zur Tür kam er nicht, denn kaum hatte er diese geöffnet, erfasste ihn ein grüner Lichtblitz und der Körper des doch sehr stämmigen Neunzig- Kilo- Mannes wurden quer durch den Raum geschleudert.

Sofort wollte sein Kollege seiner Pflicht nachkommen und die Beide Prinzen in Sicherheit bringen, aber ihn ereilte dasselbe Schicksal, nachdem eine extrem kalte und unmenschlich verzerrte Stimme rief „Avada Kedavra". Der Todesfluch beendete binnen einer Sekunde ein weiteres Leben und die zwei Mädchen im Raum schrien panisch auf. William und Harry stellten sich schützend vor sie und starrten zur Tür, durch welche vier Männer in den Raum eindrangen. Die ersten drei waren vollkommen in Schwarz gekleidet und hatten Masken auf, damit man ihr Gesicht nicht erkennen konnte.

Die vierte Person hingegen trug nichts vorm Gesicht und William schaute nun in die roten Augen des wohl gefürchtetsten Mannes im Lande, Voldemort. Allein schon sein Auftreten verursachte eine Gänsehaut, denn egal für wie verrückt man den Mann mit dem entstellten Gesicht auch halten mochte, so war seine Macht, seine Grausamkeit und dunkle Aura fast zum Greifen nahe. Allerdings zeigte sich in seinem Gesicht auch so etwas wie Überraschung und mit wachsamem Blick und zischender Stimme fragte er, „Wo ist er? Wo ist Potter? Ich habe eindeutig Magie hier gespürt."

„Er ist nicht hier, Tom", erwiderte William und bereute seine Worte schon im nächsten Moment. „Crucio", rief Voldemort und der Thronerbe Englands wand sich auf dem Boden. „Nenn mich niemals wieder Tom, du wertloses Schlammblut.", zischte er eiskalt und schaute dabei in Richtung seiner Anhänger als wollte er sich überzeugen, dass diese ganz schnell vergaßen, wie man ihn, den größten Zauberer der Welt, genannt hatte.

Doch Riddle hob den Fluch kurz darauf wieder auf und schaute sich im Zimmer um. Er schien zwar zu wissen, wen er da in seiner Gewalt hatte, doch kümmerte es ihn nicht besonders. Muggel blieb Muggel egal ob aus der Gosse oder dem Palast. Vielmehr ging sein Blick suchend durch den Raum und blieb schließlich an Catherina hängen. „DU... wie ist dein Name?", fragte er das zitternde Mädchen, während dieses von Prinz Harry hinter sich gezogen wurde.

„Das geht dich gar nichts an, Schlangenfresse", erwiderte der kleine Junge trotzig, der sich offenbar der Lage und Gefahr, in der er sich befand, nicht richtig bewusst war. Also es war kein Heldentum sondern kindliche Dummheit, die er zeigte und das bereute er ebenso, wie sein älterer Bruder. Allerdings verschwendete Voldemort an dem jüngeren Prinzen nicht seine Macht und belegte ihn mit dem Cruciatusfluch. Nein, der Bengel war nutzlos, wertlos in seinen Augen und so griff er einfach in die Luft, hob Prinz Harry damit hoch und schleuderte ihn gegen die kleine barocke Sitzgruppe, wo die vier jetzt eigentlich sitzen sollten um ihren Tee zu genießen. Der blonde Junge blieb regungslos liegen und einige Augenblicke stöhnte William vor Entsetzen auf, denn ein zerbrochenes Tischbein hatte sich durch die Schulter seinen kleinen Bruders gebohrt und ragte nun blutverschmiert noch oben.

William wollte seinem Bruder zu Hilfe eilen, doch ein roter Blitz knapp an seinem Gesicht vorbei hielt ihn davon ab. Voldemort schaute ihn voller Zorn an und wandte sich dann wieder Catherine zu, wie nun völlig schutzlos im Raum stand, während das zweite Mädchen, eine Cousine von ihr, weinend hinter ihr kauerte und nach ihrer Mutter schrie. Isabella, wie sie hieß, war gerade mal elf Jahre und verstand noch nicht mal die Hälfte von dem, was gerade um sie herum geschah.

Schließlich war Voldemort näher an die beiden Mädchen heran getreten und musterte die ältere eingehend. „Du ... du bist keine wie sie. Du hast etwas in dir, dass ..."- Weiter kam der dunkle Lord nicht, er stockte in seiner Bewegung, die darin bestand seinen knochigen, weißen Finge in Richtung Catherina auszustrecken, denn plötzlich knallte es mehrfach laut und dann gingen die drei Todesser, die sich im Bereich der Tür aufgehalten hatten zu Boden. Harry, Steph und James waren im Raum aufgetaucht und während sich 007 mit seinem Liebling, seiner Berretta, um die Todesser kümmerte, feuerte Steph einige Schockzauber auf Voldemort ab. Harry stürmte unterdes auf William und den verletzten Prinz Harry zu. Dabei tobte jedoch in seinem Innersten ein ziemlicher Kampf um sein Vorgehen. Doch noch während er überlegt, ob er Tom auch angriff, entschied er sich, dass die Sicherheit der Kinder vorging.

„Potter, das ist dein Ende", rief Voldemort und schleuderte den Todesfluch auf den Gryffindor. Harry duckte sich aber hinweg und sprang hinter das vor ich stehende Sofa. Dieses blockte durch seine massive Form den grünen Strahl, ging jedoch durch die Macht, welche hinter dem Fluch stand in Flammen auf. Dies wiederum brachte Harry auf eine Idee und er änderte seinen Plan noch einmal. Er rannte nun nicht mehr zu William, sondern apparierte mehrfach durch den Raum. Wieso er dies konnte, wusste Harry nicht sofort. Doch es interessierte ihn auch nicht sonderlich. Wahrscheinlich ging es, weil die Barriere von einem der toten Gefolgsleuten des dunklen Lords stammte und sie nun wirkungslos war.

Allerdings ging die Rechnung des Gryffindors auf, denn dadurch das Voldemort immer wieder den Todesfluch benutzte und Harry immer wieder irgendwas in die Bahn des Blitzes schweben ließ, brannte es im ganzen Raum lichterloh. Schließlich reichte Harry die Stärke des Feuers und er schrie Steph und zu, er solle sich um James Bond kümmern. Dann blickte er sich zu den beiden Freundinnen der Royals um und rief einfach „accio Mädchen". Diese schrien in einer nur sehr natürlichen Reaktion auf, weil etwas sie durch die Luft wirbeln ließ.

Die Beiden schließlich aus der Gefahrenzone, sprich keine drei Meter von Voldemort entfernt und in seiner Reichweite, packte Harry die beiden Prinzen jeweils in ihren Klamotten. Dann, alle vier in seinen Händen, verschwanden die Jugendlichen im Nichts und Voldemorts schrie rasend vor Wut „NEEIIIN". Todesfluch um Todesfluch schleuderte er auf die Stelle, von der Harry teleportiert war. Doch er traf nur noch ins leere und stachelte das Feuer noch mehr an. Steph nutzte dies und schnappte sich den MI5-Agenten. Sie disapparierten direkt vor Voldemorts Augen, allerdings tat James Bond im Zuge dessen noch etwas, was das Fass von Toms Emotionen zum Überlaufen brachte. In letzter Sekunde richtetet der Geheimagent nämlich seine Pistole noch auf den dunklen Lord und drückte ab.

Er streifte Voldemort jedoch nur leicht an der Schulter. Allerdings ging in der Abwehrbewegung des Schwarzmagiers sein Zauberstab zu Bruch und ein unmenschlicher Schrei der Wut durchschnitt die Hallen des Savoys. Danach folgten nur noch Flammen und Qualm, die sich durch die Tapeten des ganzen Flügels fraßen und die Feuerwehr, welche schon beim Ausbruch der ersten Flamme alarmiert wurden war. Sie fuhr gerade die Auffahrt des altehrwürdigen Hotels hoch, eben jene Auffahrt, in welcher auch Steph und James wie aus dem Nichts aufgetaucht waren, was aber im Tumult nicht weiter auffiel.

„Wo sind die Kinder?", fragte der Agent mit einer Sorge, die gar nicht so zu seinem Image passte und Stephano Styls überlegte. Das Nahe liegendste war, dass Harry sie nach Hogwarts gebracht hatte. Dort waren sie sicher und konnten auch versorgt werden. Doch um Gewissheit zu bekommen, musste er dorthin. Daher versuchte der Professor für Verteidigung Ruhe zu bewahren und sagte, dass die Prinzen in Sicherheit seien. Dies musste er im nächsten Moment auch noch dem Chef von Williams Leibwache beibringen, dem die Anstrengung ins Gesicht geschrieben stand und sich nicht ganz so sicher war, wie er die Situation behandeln sollte.

Allein, dass James Bond ein auch unter den Palastangestellten nicht unbekannter Mann, für ihn bürgte, bewahrte Damions Dad davor, sofort verhaftet zu werden. Schließlich aber schaffte es Steph sogar, dass man ihm eine sichere Leitung in den Buckingham Palast herstellte und nachdem er mit Prinz Charles gesprochen hatte, und ihm erklärt hatte, was geschehen war, bekam er sofort grünes Licht, sich auf den Weg nach Hogwarts zu machen. Schließlich wollte Charles Gewissheit. Bevor Steph London jedoch verließ, apparierte er noch einmal kurz ins Hotel und holte die Truhe von Mister Kasch´dir, welche sie in einem der Abstellräume versteckt hatten.

11