Kapitel 11
Drei Schritte außerhalb des Raumes blieb Seven stehen und sah über ihre Schulter.
„Komm schon...Freundin", sagte Seven mit ungewohntem Lächeln.
Cameron hob ruckartig den Kopf und starrte in Sevens Gesicht. Dann lächelte sie und folgte ihrer Freundin.
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Drei Tage später traf Janeway Seven auf dem Weg zur Brücke. „Wo ist Cameron Connor? Sie soll gleich im Konferenzraum zu einer Besprechung erscheinen".
„Sie ist auf dem Holodeck. Sie findet die Holotechnologie faszinierend", entgegnete Seven. „Ich bin auf dem Weg sie abzuholen".
„Ich werde sie begleiten. Ich bin ausgesprochen neugierig, welche Art Programme Miss Connor benutzt.
Als Seven und Janeway das Holodeck betraten blieben sie wie angewurzelt stehen.
Janeway bemerkte die beiden Wachen rechts und links der Tür, standen und dem Treiben auf dem Holodeck erstaunt, mit offenen Mündern zusahen.
Elfengleich tanzte Cameron Connor Ballett. Aber es war nicht alleine der Tanz, der die Anwesenden erstaunte.
Es war der junge Mann, der Cameron lächelnd zusah.
„Sie hat wohl ein Hologramm von John Connor aus ihren Erinnerungsdateien geschaffen", bemerkte Seven leise.
Janeway nickte ohne Etwas zu sagen.
Janeway, Seven und die beiden Wachen beobachteten, wie Cameron den stillstehenden, lächelnden aber leider nicht realen John Connor in ihren Tanz mit einbezog. Sie legte die Unterarme lächelnd auf seine Schultern, umtanzte ihn und bewegte sich schließlich piruettendrehend mit traurigem Blick von ihm weg, die Arme immer wieder sehnsuchtsvoll nach ihm ausgestreckt.
Schließlich endete die Musik, während Cameron tränenvergießend zu Boden sank.
Ein paar Sekunden Stille, dann erhob sich Cameron und ging graziös wie eine Ballerina auf den still lächelnden John Connor zu.
Mehr als eine Minute sah Cameron in die Augen des Hologrammes. Schließlich senkte sie den Blick.
„Computer? Programm beenden", sagte sie leise und traurig.
Die Simulation löste sich auf und gab die Sicht auf das Hologitter frei.
Sie sahen Cameron Connor noch einige Sekunden mit gesenktem Kopf dastehen. Dann kam sie auf sie zu.
„Das war sehr... beeindruckend", sagte Janeway als Cameron sie erreichte.
„War es das?" Fragte Cameron, nachdem sie aufblickte.
„Ich bin ebenfalls beeindruckt", sagte Seven. „Die Emotionalität dieses Tanzes ist unvergleichlich".
Cameron sah sie an. „Emotionalität...?" Sie sah zurück in den leeren Raum. „Vielleicht wenn er echt gewesen wäre...". Sie schüttelte den Kopf. „Captain, ich werde pünktlich im Besprechungsraum sein", wandte sie sich an Janeway.
Nachdem Janeway ihr zunickte verließ Cameron gefolgt von ihren Bewachern das Holodeck.
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„B'Elanna, ihr Abschlussbericht?" Fragte Janeway die Chefingenieurin.
Die Halbklingonin beugte sich vor. „Cameron Connors Programmierung gibt keinen Hinweis auf eine feindliche Absicht uns gegenüber", sagte sie nachdenklich. „Jedoch, wenn man ihre körperliche Stärke bedenkt bin ich immer noch der Meinung, dass es ein zu hohes Risiko...".
„Danke B'Elanna", unterbrach Janeway. „Tuvok?"
„Ich habe keinerlei Logischen Grund Cameron Connor abzulehnen. Im Gegenteil, Ihre Eigenschaften würden sie für den Sicherheitsdienst prädestinieren".
Janeway nickte ihm zu und wandte sich an Chakotay
„Jedoch...", begann Tuvok erneut zu sprechen. „Schlage ich vor den Hauptcomputer anzuweisen ihr keinen Zugriff auf die Sender des Schiffes und die Taktischen Systeme zu gewähren. Zumindest vorläufig".
Janeway blickte ihn erstaunt an. „Begründung?"
„Wie Seven of Nine bereits einmal erwähnte ist Cameron Connor ein Programmierbarer Computer. Es besteht die kleine, wenn auch unwahrscheinliche Möglichkeit dass etwas bei der Kontrolle ihrer Programmierung übersehen wurde".
„Ich habe nichts übersehen!" Begehrte Torres auf.
Janeway hob die Hand. „So kommen wir nicht weiter". „Commander Chakotay?"
Der erste Offizier sah sich am Tisch um. Zuletzt blieb sein Blick an Janeway haften. „Ich hatte ein paar Mal Gelegenheit mit Cameron Connor zu sprechen. Ich sehe nichts, was dagegen spricht sie in die Besatzung aufzunehmen. Sicherlich ist sie programmierbar, mit der heutigen Technik ist das aber auch mit jedem geborenen Lebewesen machbar. Körperliche Stärke... nun, ich empfinde das eher als Gewinn für uns denn als Gefahr. Und letztendlich ist sie gegen unsere Waffen nicht immun und außerdem sollten wir Jedem eine Chance geben sich zu beweisen. Wie wir an Seven gesehen habe kann das von Vorteil sein ".
Janeway nickte ihm zu. „Weitere Meinungen...?"
Als sich niemand weiter zu Wort meldete straffte sich Kathryn Janeway. „Seven, bitten sie Miss Connor zu uns".
„Jawohl Captain", entgegnete die Blonde und erhob sich. Sie verließ den Konferenzraum, nur um ihn unmittelbar danach wieder zu betreten, gefolgt von Cameron und den beiden Sicherheitsleuten.
Janeway faltete die Hände. „Meine Herren", sagte sie zu den Sicherheitsleuten. „Ihre Anwesenheit ist nicht mehr erforderlich. Sie können wegtreten".
„Jawohl Captain", sagte der ranghöhere der Beiden, dann nickten die Männer Lieutenant Tuvok zu und verließen den Konferenzraum.
Cameron sah den Beiden nach, die ihr ebenfalls zugenickt hatten, richtete ihre Aufmerksamkeit dann wieder auf Janeway.
„Miss Connor...", begann Janeway wurde aber von Camerons erhobener Hand unterbrochen.
„Captain, darf ich eine Bitte äußern?" Fragte Cameron zurückhaltend.
„Natürlich, nur zu", entgegnete Janeway verwirrt.
„Ich fühle mich Seven of Nine mehr verbunden als dem Rest der Besatzung. Wie bei ihr hat meine Vergangenheit keine Bedeutung mehr. Ich möchte also respektvoll darum bitten sich bei meiner Anrede auf Cameron zu beschränken. Der Name Connor hatte vor Jahrhunderten eine Bedeutung, heute aber nicht mehr". Cameron verstummte und sah Seven an, die ihr zulächelte.
Janeway beugte sich vor. „Nun, ich könnte ihnen widersprechen aber wenn dass ihr Wunsch ist Miss...Cameron, sehe ich keinen Grund Dem nicht nachzukommen".
„Danke Captain", entgegnete Cameron leise.
„Ab sofort sind alle Beschränkungen für sie aufgehoben", sagte Janeway, erntete dafür von Tuvok einen typisch skeptischen, von B'Elanna einen wütenden Blick. „Als Crewman der Voyager sind sie verpflichtet allen Anweisungen Folge zu leisten. Sie werden zunächst Seven zugeteilt, dann von Commander Chakotay nach und nach in allen Abteilungen eingesetzt um ihre Talente auszuloten".
„Verstanden Sir", entgegnete Cameron.
Janeway zögerte. „Mir ist es lieber mit Captain oder Ma'am angesprochen zu werden", entgegnete sie.
„Verstanden Ma'am", entgegnete wiederum Cameron. „Darf ich einen Vorschlag machen?"
„Jederzeit", entgegnete Janeway neugierig.
„Sie sollten meinen Zugriff auf die Systeme des Schiffes beschränken", sagte Cameron emotionslos.
Janeway sah Tuvok stirnrunzelnd an. „Warum das?" Fragte sie dann erneut an Cameron gewandt.
„Sie können sich nicht sicher sein, ob sich nicht irgendwo auf meinem Chip ein Programm befindet dass dem Schiff oder der Besatzung schadet, deshalb..."
Janeway unterbrach Cameron mit einer Handbewegung. „Das haben wir bereits besprochen. Es werden Ihnen keinerlei Beschränkungen auferlegt. Ich erwarte jedoch von Ihnen, von einer Nutzung der Taktischen Systeme und der Kommunikationssysteme abzusehen, wenn sie nicht vorher autorisiert wurde".
Cameron sah aus als wollte sie noch Etwas sagen. Ein einfaches „Verstanden Captain!" War aber Alles, was sie vorbrachte.
„Das wäre Alles Weg..."
„Brücke an Captain Janeway!" Unterbrach in diesem Moment die Stimme des diensthabenden Offiziers.
„Sprechen Sie!" Entgegnete die Angesprochene mit gerunzelter Stirn.
„Ein Transwarpkanal bewegt sich auf uns zu"
„Roter Alarm, Gefechtsstationen, Schilde hoch!" Rief Commander Chakotay als Janeway bereits auf dem Weg zur Zentrale war.
„Transwarpkanal?" Fragte Cameron Seven, die abwartete, bis die anderen Führungsoffiziere vor ihr den Konferenzraum verlassen hatten.
„Ein Borg-Schiff". Entgegnete die große Blonde auf dem Weg zur Brücke.
„Bericht!" Rief Janeway von der Mitte der Brücke aus.
„Ein Transwarpkanal Steuerbord voraus 175 tausend Kilometer", entgegnete Harry Kim, der zu seiner Station geeilt war. „Der Kanal öffnet sich!"
„Auf den Schirm!" Rief Chakotay.
Cameron stand neben Seven an der Taktischen Konsole auf der Empore im Rücken Janeways. Sie sah einen unförmigen Würfel aus dem Nichts auftauchen.
„Wir werden gerufen! Nur Audio!" Rief Harry Kim.
„Öffnen sie den Kanal".
„Wir sind die Borg. Deaktivieren Sie Ihre Schutzschilde und ergeben sie sich. Wir werden Ihre biologischen und technologischen Charakteristika den unsrigen hinzufügen. Ihre Kultur wird sich anpassen und uns dienen.
Widerstand ist zwecklos!"
Cameron sah fragend zu Seven.
„Das ist der Standard Begrüßungsruf der Borg", führte Seven aus.
Plötzlich flackerte der Bildschirm. Dann stabilisierte sich das Bild wieder. Cameron erblickte eine Frau...nein, einen Kybernetischen Organismus mit eindeutig weiblichen Merkmalen. Der Cyborg hatte keine Haare aber merkwürdig glänzende Augen.
„Captain Janeway", grüßte die Gestalt auf dem Monitor.
„Was wollen Sie?" Fragte Captain Janeway ärgerlich.
„Was soll ich schon wollen? Sie endlich assimilieren", sagte die Borg Queen lächelnd. Dann hob sie den Blick und sah zu Seven. „Hallo Seven of Nine", sagte sie mit einem merkwürdigen Unterton. Schließlich wanderte ihr Blick weiter.
Janeway sah innerlich verblüfft zu, wie sich die Augen ihrer größten Widersacherin weiteten.
„Wie ich sehe Captain haben sie ein neues Besatzungsmitglied", sagte die Borg Queen erstaunt, dann richtete der Blick der glänzenden Augen erneut auf Cameron. „Wir Beide kennen uns, Cameron... Connor".
Janeway war herumgefahren, als die Borg Camerons Namen nannte. Nun sah sie, wie Camerons Kinnlade herabsank. Ihre Augen waren aufgerissen und sie starrte auf den Panoramaschirm.
Janeway winkte Tuvok zurück, der seinen Phaser erhoben hatte und auf Cameron zielte.
„Oder sollte ich Dich bei Deinem richtigen Namen nennen... TOK 715?" Fügte Die Borg Queen überraschend hinzu, so dass Janeway den Kopf ruckartig drehte und auf den Schirm starrte.
Cameron starrte die ihr unbekannte Gestalt auf dem Monitor sekundenlang an. „Skynet", hauchte sie.
Cameron hatte die Reling vor ihr ergriffen. Das Duraniumgeländer knirschte in den Befestigungen, als sie unbewusst Druck ausübte. Nun aber lies Sie los und ging wie hypnotisiert herum, bis sie neben Captain Janeway stand.
„Nein", sagte der Cyborg auf dem Monitor. „Ich bin die Borg. Aber ein Teil von uns war einmal Skynet".
Kapitel 12
Alle auf der Brücke starrten mit hängenden Mündern zum Schirm. In Verbindung mit den Informationen, die Cameron geliefert hatte warf das Gesagte ein Interessantes Licht auf die Situation.
„Tom?" Rief Janeway ihrem Steuermann zu, nachdem sie Harry Kim signalisiert hatte den Kanal zu unterbrechen.
„Ma'am?" Entgegnete dieser.
„Ausweichkurs, Maximum Warp!" Befahl sie.
„Liegt an Captain", entgegnete Tom.
„Beschleunigen!"
Die Borg Queen beobachtete von ihrem Schiff aus lächelnd, wie die Voyager abdrehte und beschleunigte. Mit Hilfe des Hive-Bewusstseins der Borg befehligte sie wortlos dem Kubus der Voyager zu folgen.
„Der Kubus hat die Verfolgung aufgenommen", sagte Tuvok
„Führungsoffiziere In den Besprechungsraum", war Janeways nächster Befehl.
Seven ging zu Cameron und ergriff die starr vor dem Schirm stehende am Arm und zog sie mit sich. Obwohl Seven eigentlich nicht zu den Führungsoffizieren gehörte wurde ihre Anwesenheit bei den Besprechungen immer toleriert. Und selbst Cameron gönnte Janeway in diesem Moment nicht mehr als einen Blick.
Sie ging zum Fenster und sah hinaus. „Irgendwelche Vorschläge?" Fragte sie, nachdem sie sich umgedreht und die Hände auf die Lehne ihres Sessels hatte fallen lassen.
„Der Kubus wird uns einholen", stellte Tuvok typischerweise fest.
„Wir sind den Borg in jeder Hinsicht unterlegen", stellte B'Elanna fest.
„Seven, können wir irgendetwas tun, um den Antrieb des Kubus zu beschädigen", fragte Kathryn Janeway nachdenklich.
„Nicht mit den Waffen der Voyager", entgegnete Seven ohne zu zögern. „Wir müssten an Bord des Kubus gelangen und mindestens zwei Antriebsknoten zerstören, um den Antrieb soweit zu stören, dass der Kubus unter Warp fällt.
„Ist das ein Problem?" Fragte Cameron von der Tür zur Brücke her, neben der sie noch immer stand.
„Wir haben keine Möglichkeit an Bord des Kubus zu Beamen, solange die Schutzschilde der Borg aktiviert sind", führte Janeway aus.
Cameron dachte nach. Diese Menschen hatten sie weitestgehend freundlich aufgenommen. Sie blickte zu Seven, die ihr so ähnlich, die aber gleichzeitig so viel mehr Mensch war als sie.
Sie lies verschiedene Szenarien durch ihren strategischen Programm laufen. Die wahrscheinlichste Lösung lag auf der Hand.
„Wenn wir mich zum Tausch anbieten wird diese Borg die Voyager vielleicht nicht... assimilieren", sagte Cameron in den Raum hinein.
„Was?" Fragte Janeway, die mit ihren eigenen Überlegungen nicht weiter kam irritiert.
Cameron trat vor. „Ich gehe freiwillig zu den Borg".
Alle Anwesenden, insbesondere Seven of Nine starrten Cameron an.
Sekundenlang war Janeway sprachlos, bevor sie langsam den Kopf schüttelte und mit einem Wink ihrer Hand das Ansinnen kategorisch ablehnte. „Das kommt überhaupt nicht in Frage", sagte sie dann und ihrem Tonfall war die Endgültigkeit dieser Entscheidung zu entnehmen.
Chakotay aktivierte seinen Kommunikator. „Chakotay an Brücke, wie ist der Status des Borg Kubus?"
„Kubus hat langsam aufgeholt und folgt uns nun in gleichbleibenden einhundert Kilometer Abstand, Sir", gab der diensthabende Lieutenant durch.
Chakotay sah zu B'Elanna. „Können wir noch mehr aus dem Warp antrieb herausholen?"
Die Halbklingonin dachte kurz nach, schüttelte dann aber langsam den Kopf. „Egal was wir tun, ohne Transwarpantrieb entkommen wir ihnen nie".
Janeway warf die Hände in die Luft und lies sie wieder auf die Rückenlehne ihres Sessels fallen. „So kommen wir nicht weiter. Wir müssen...".
„Kubus beschleunigt", kam es über die Kommunikationsanlage.
Die Führungsoffiziere hasteten zurück auf die Brücke. Sie sahen, auf dem Panoramaschirm, wie der Kubus an ihnen vorbeiflog.
Der Kubus legte etwas Abstand zwischen sich und die Voyager und verringerte dann ruckartig die Geschwindigkeit.
„Voller Stopp!" Rief Captain Janeway hastig.
Tom Paris sah kurz über seine Schulter. „Geschwindigkeit Null", bestätigte er nach ein paar Sekunden.
„Schilde oben, Phaser und Photonentorpedos bereit",meldete Tuvok routinemäßig.
„Wir werden gerufen", sagte Harry Kim mit offensichtlich verwundertem Unterton.
„Auf den Schirm!"
„Ist das nicht langweilig?" Fragte die erscheinende Borg Queen. „Zu versuchen zu fliehen, obwohl sie genau wissen, dass sie nicht entkommen können?"
Dann suchte ihr Blick die Brücke nach einer anderen Person ab.
Cameron war an der Tür zum Besprechungsraum stehengeblieben. Als der Blick der Borg nun auf sie fiel, trat sie erneut nach Vorne neben Janeway.
Die Borg Queen schien Cameron mit ihrem glänzenden Blick durchdringen zu wollen. Nach langen Sekunden sah sie schließlich wieder auf Janeway. „Sie können sich sicherlich denken, dass wir keinerlei Art von Sammelleidenschaft hegen".
„Natürlich nicht, wenn man vom Sammeln ganzer Völker einmal absieht", entgegnete Janeway unterschwellig aggressiv.
Die Borg legte den Kopf schräg, ganz so wie Cameron es manchmal tat.
„Wir sammeln eher die Eigenschaften dieser Völker...", entgegnete die Borg. „Aber wie ich sagte haben wir keinerlei Sammelleidenschaft. Nur ein einziges Mal bin ich davon abgewichen. Die Borg Queen sah zur Seite. „Darf ich ihnen meine einzige Trophäe vorstellen? Seine Bezeichnung ist One of One.
Ins Bild trat ein Borg. Er wirkte alt, was seine Technik betraf. Zuerst sahen sie ihn nur von der Seite aber Camerons Augen weiteten sich. Dann als er neben der Queen stand drehte er sich zur Kamera.
„John!" Rief Cameron mit aufgerissenen Augen, was aber nur bei der Borg selber aber nicht bei der Drohne neben ihr eine Reaktion hervorrief.
Die Mannschaft der Brücke der Voyager starrte zuerst auf Cameron, dann wieder auf den einzelnen Borg auf dem Schirm.
„One of One", sprach die Borg Besagten von der Seite her an, obwohl dies durch das Hive-Bewusstsein nicht nötig gewesen wäre. „Ist Dir irgend Jemand an Bord der Voyager bekannt?"
Der Borg betrachtete nacheinander alle Personen auf der Brücke. „Mir ist jede dieser Personen Bekannt".
„Irgendjemand wichtiges darunter?"
Wieder glitt der Blick über die Anwesenden, einschließlich Cameron. Letztendlich blieb er auf Seven of Nine haften.
„Seven of Nine, tertiäres Element von Unimatrix Null Eins", sagte er schließlich.
„Was ist mit der Frau neben Janeway?"
Erneut ein wandernder Blick, der nun doch an Cameron hängenblieb.
„Wahrscheinliche Identifizierung: Terminator Modell TOK 715. Hyperlegierungs-Kampfchassis auf Coltanbasis, gesteuert von veraltetem Neural-Net-Prozessor. Bedeckt mit nicht relevantem lebenden Überzug, modelliert nach Widerstandskämpferin Allison Young in 2027. Eigenname Cameron Phillips, später Cameron Connor", führte der ehemalige John Connor aus.
„Was wären Deine Empfehlungen für dieses Subjekt?" Fragte die Borg Queen mit Blick zu Cameron weiter.
„Technologie bereits Assimiliert und veraltet. Asimilations-Nützlichkeitsfaktor Null. Falls notwendig Desintegrieren", sagte die Borg Drohne.
Cameron stand noch zwei Sekunden regungslos da, bevor sie herumfuhr und fluchtartig die Brücke verließ
