Fallen from grace

Kapitel 1

Wet dreams

Hermine keuchte, ihr ganzer Körper bebte in freudiger Erwartung auf das, was bald über sie kommen sollte.

„Professor Snape", stöhnte sie zitternd, „hören Sie nicht auf! Was auch immer Sie tun, hören Sie nicht damit auf!"

Sie fühlte ihn. Seinen harten, warmen Unterleib, seine Lippen, die gekonnt ihre Haut liebkosten.

Es war so verstörend, dass sie nicht aufhören konnte, sich zu bewegen. Ihr Körper bäumte sich auf, es tat so weh. Sie rutschte mit ihrem Finger über ihre Klitoris und ächzte: „Sever-…"

Sie stöhnte auf, alles wurde von den Flüssigkeiten durchnässt, die ihr Unterleib verströmte.

„Severus!"

Und so war es geschehen. Wundervoll und unerwartet hatte er sie ohne sein Wissen befriedigt.

Er war unglaublich gewesen. Zärtlich und ungestüm zugleich. Erotisch, wundervoll. Heiß.

Severus Snape war heiß?

Hermine setzte sich schlagartig auf. Das konnte nicht möglich sein.

Es war ihr vorherbestimmt gewesen, den Höhepunkt ihres Traumes zu erreichen, doch kaum war es vorbei, schlug sie die Augen auf und starrte schwer atmend den Bettvorhang an, der sie - zusammen mit einigen verbotenen Zaubern zum Schutz vor unerwarteten Besuchern - im Mädchenschlafsaal der Gryffindors von der Außenwelt abschottete.

Was zur Hölle war nur in sie gefahren? Sie hatte feuchte Träume.

Eigentlich wäre dieser Umstand nicht weiter ungewöhnlich gewesen, wenn man bedachte, dass sie ein mehr oder weniger normaler Teenager war. Zu ihrem Entsetzten jedoch, musste sie feststellen, dass ihre Träume von Severus Snape, ihrem furchtbaren Zaubertränkelehrer, handelten.

Schockiert rief sie sich ins Gedächtnis, was geschehen war. Er hatte sie gestreichelt. Wie zur Hölle konnte das geschehen? Selbst in einem Traum war die Vorstellung sehr unwahrscheinlich, dass er Zärtlichkeiten mit ihr austauschen würde. Und der intensive Blick seiner Augen, der sie so überaus erregt hatte, war nicht viel anders gewesen, als der, den er ihr während des Unterrichts zugeschossen hatte, als sie wieder einmal die Hand nicht bei sich halten konnte.

Oh mein Gott! Sie schüttelte sich. Sie war verrückt geworden! Er würde empört sein, wenn er das wüsste.

Aber er wusste es nicht, oder?

Bei ihrer nächsten Begegnung, die sie unverhofft auf einem der endlosen Gänge im Schloss mit ihm hatte, stieß sie prompt mit ihm zusammen. Er stand vor ihr und sah verächtlich auf sie hinab, während sie knallrot anlief und beschämt den Blick senkte, in der Hoffnung, er würde nichts merken. Doch es war nicht zu übersehen, dass er ein Auge auf ihr auffälliges Verhalten geworfen hatte. Verlegen lächelte sie ihn an, ihre Lippen öffneten sich und sie sprach zu ihm: „Guten Morgen, Professor."

Er hob eine seiner Augenbrauen an und starrte fleißig weiter.

Hermine war schon im Begriff zu gehen, als er das Wort an sie richtete.

„Sie sehen aus, als würden Sie etwas im Schilde führen, Miss Granger", stellte er mit tiefer Stimme fest.

Wie Recht er hatte!

Sie schüttelte den Kopf und war froh, als er sie ohne weitere Konsequenzen ziehen ließ. Das Glück schien auf ihrer Seite zu sein, es ging für eine ganze Weile so weiter. Jedes Mal wenn sie ihn sah, blickte sie ihn aufgeregt an, grüßte ihn und fuhr sich mit der Zunge über die Lippen. Es war, als könne sie sich nicht dagegen wehren. Mit der Zeit gewöhnte sie sich so sehr daran, dass sie langsam unvorsichtig wurde.

Eines Tages, als am Ende der Zaubertränkestunde alle anderen Schüler bereits gegangen waren, warf er ihr einen skeptischen Blick mit dunkler, hochgezogener Augenbraue entgegen.

„Nun, sagen Sie mir endlich, was Sie vorhaben, Granger? Oder denken Sie, ich hätte nicht gemerkt, was hier läuft?"

Hermine blinzelte ihn unschuldig an. Das Herz schlug ihr bis zum Hals und sie wusste nicht, was sie antworten sollte.

„Sprechen Sie schon!", forderte er unnachgiebig und verschränkte dabei die Arme vor der Brust.

„Ich … es ist nur so, dass …", stammelte sie unbeholfen.

Langsam entfaltete er seine Arme wieder und streckte seine langen dünnen Finger.

Hermine hatte das Gefühl, ihr Herz würde aussetzen, als er sich über den Tisch zu ihr vorbeugte und ihr tief in die Augen blickte. Sie konnte seinen warmen Atem auf ihrer Haut fühlen, so nah war er bei ihr.

„Also, Miss Granger? Ich warte."

„Professor, bitte, verlangen Sie das nicht von mir", sagte sie aufgeregt.

Seine Mundwinkel kräuselten sich unliebsam und ihr wurde bewusst, dass er nicht so einfach aufgeben würde.

„Glauben Sie, ich bin blind?", fragte er eindringlich. „Glauben Sie, mir ist entgangen, wie Sie mich ansehen?"

Hermine öffnete den Mund, um zu protestieren, doch er ließ sie nicht zu Wort kommen.

„Wie lange, dachten Sie, würde ich mir das noch mit ansehen? Raus mit der Sprache! Was ist hier los?"

Sie war unendlich nervös und wusste nicht, was sie tat, als sie sich zu ihm vorbeugte und ihm einen flüchtigen Kuss auf den Mund drückte. Ihre Lippen berührten die seinen, für einen so kurzen Moment, dass er gar nicht dazu kam, auf sie zu reagieren. Es war gerade lange genug, um seinen Geschmack zu spüren und geschah dabei so schnell und unerwartet, dass sie selbst darüber erschrak.

Seine Augen weiteten sich vor Panik und er wich einen Schritt zurück.

„Granger!", bellte er außer sich. „Was … was zum Teufel tun Sie da?"

Sie zuckte zusammen, als sie seine gewaltige Stimme hörte. „Ich … es tut mir leid. Ich weiß es selbst nicht."

„Haben Sie den Verstand verloren?", zischte er sie an und fuhr sich prüfend mit dem Finger über seine dünnen Lippen, als könne er nicht begreifen, was geschehen war. „Dieses Verhalten muss augenblicklich ein Ende haben!"

Erst jetzt dämmerte ihr, was sie angerichtet hatte. „Aber Professor", protestierte sie peinlich berührt. „Es ist nicht so, wie Sie vielleicht denken."

„Nein? Wie ist es dann?"

„Nun ja …"

Ihr fehlten schlicht und ergreifend die Worte und so verstummte sie wieder.

„Hören Sie auf damit!", befahl er mit harter Stimme. Seine Finger zitterten leicht, als er sie durch die Haare schob, um seine wilden schwarzen Strähnen zu bändigen. „Glauben Sie, ich lasse mich von Ihnen zum Narren halten?"

„Aber …"

„Nein! Ich sagte, es ist genug! Ihr Verhalten ist schon eine ganze Weile äußerst auffällig und wenn Sie nicht endlich zur Vernunft kommen wollen, muss ich Sie melden."

Hermine biss sich auf die Lippe und überlegte fieberhaft nach einer Ausrede, denn die Wahrheit wäre in diesem Fall alles andere als hilfreich gewesen.

Er selbst wirkte mit einem Mal äußerst gestresst und stöhnte auf.

„Das sind nicht Sie, Granger! Sie sind ein Streber, doch in letzter Zeit scheinen Sie mit Ihren Gedanken nicht ganz bei der Sache zu sein."

Hermine blinzelte ihn ratlos an und er atmete tief ein und richtete sich kerzengerade vor ihr auf.

„Ich besitze die Gabe, in Ihren Erinnerungen lesen zu können, Miss Granger. Wenn Sie also nicht wollen, dass ich in Ihren Kopf eindringe, dann sagen Sie mir endlich, was mit Ihnen los ist."

Ihre Kinnlade sackte nach unten. „Das können Sie nicht machen, Professor! Es ist verboten, so etwas unter diesen Umständen zu tun."

Er legte ein schiefes Grinsen auf. „Glauben Sie tatsächlich, das interessiert mich?"

Sie schluckte. „Schön. Sie haben gewonnen, aber das erlaubt Ihnen noch lange nicht freien Zugang zu meinen Gedanken …"

Es war zu spät. Seine Lippen bewegten sich kaum merklich und sie hörte ein sanftes Flüstern, das ihr einen Schauder durch den Körper jagte. Gleich darauf spürte sie, wie er in ihren Kopf eindrang und unter dem Durcheinander, das in ihren Gedanken herrschte, nach etwas Brauchbarem tastete. Das Gefühl war seltsam und nur ein wenig unangenehm, keinesfalls jedoch so, wie Harry es ihr beschrieben hatte. Entweder hatte er maßlos übertrieben, oder Snape hatte ihn mit Absicht darunter leiden lassen, als Dumbledore ihn gezwungen hatte, ihren Freund zu unterrichten. Genau genommen war diese Vorstellung gar nicht so unwahrscheinlich.

Noch ehe Hermine in der Lage war, zu realisieren was geschah, war es vorbei. Snapes Augen glühten zornig. Seine Brust hob und senkte sich und er lehnte sich nach Halt suchend über den Tisch zu ihr vor, sodass sie nur noch Zentimeter von seinem Gesicht entfernt war. Sie konnte jede kleine, noch so schmale Falte auf seiner Haut sehen. Und seinen Duft wahrnehmen. So einen wunderbaren Duft! Männlich, herb, erregend...

Oh Gott! Nicht schon wieder. Sie war definitiv erregt und starrte ihn mit großen braunen Augen an. Seine Nasenlöcher bebten. Er wusste etwas. Doch war es genug, um sie dafür zu töten?

Hermine gab sich große Mühe, nicht vor Angst in Ohnmacht zu fallen. Sie fühlte, wie ihr Körper bei seinem Anblick in Wallung geriet und an den unmöglichsten Stellen Hitze ausstrahlte. Genau das hatte ihr jetzt noch gefehlt. Ihr Sexualverhalten war weitaus aktiver, als ihr Selbstschutzmechanismus, der sie davor bewahren sollte, eine Dummheit zu begehen. Die Libido hatte über die Angst gesiegt.

Als hätte er geahnt, worauf sie hinaus war, knurrte er sie an. „Sind Sie noch bei Trost?"

Hermine spürte, dass ihre Kehle mit einem Schlag ganz trocken wurde und wimmerte kleinlaut vor sich hin. „Ist das jetzt meine Schuld? Sie sollten es schließlich nie erfahren!"

Er streckte seinen zittrigen Arm aus und deutete unmissverständlich mit dem Finger zur Tür. „Raus hier! Sofort!"

Sie biss sich auf die Zunge und schüttelte den Kopf. „Sie hätten es dabei belassen sollen, Professor. Meine Gedanken gehen niemanden etwas an."

Seine Lippen wurden zu schmalen Schlitzen, als er mit einer Frage darauf antwortete: „Also haben Sie die Erlaubnis, mich bloßzustellen, während ich es nicht tun darf?"

Sie nickte stur. „Es war nur ein Kuss. Nicht mehr. Außerdem sind Sie mein Professor. Sie sind älter und weiser …" Plötzlich stoppte sie, als sie den Blick auf seinem Gesicht sah, der jenseits der Wut zu liegen schien.

„Genug! Verschwinden Sie, bevor ich mich vergesse!"

Doch Hermine konnte nicht einfach gehen. Nicht so und nicht jetzt. Er hatte genauso ein Tabu gebrochen, wie sie es getan hatte. Entschieden sammelte sie all ihren Mut und setzte sich aufrecht vor ihm hin, um ihn zu konfrontieren.

„Es war nur ein Traum, Professor. Ich kann nicht kontrollieren, was ich träume."

„Sie haben mich geküsst!"

Sie zuckte mit den Schultern. „Es tut mir leid. Ich hätte das nicht tun sollen. Doch was Sie getan haben, war viel schlimmer. Sie haben sich meiner Gedanken bemächtigt. Das war etwas sehr Persönliches, Professor. Weitaus persönlicher, als mein flüchtiger Kuss. Aber wie dem auch sei, wer garantiert mir, dass Sie nicht dasselbe tun? Woher soll ich wissen, dass Sie nicht auch sexuelle Träume über mich haben?"

Er würgte und sah einen Moment lang so aus, als würde er ersticken, bevor er sich wieder fasste.

„Was haben Sie gesagt?", presste er mühsam hervor. Seine Worte wirkten dabei eigenartig und gebrochen.

Hermine schluckte. Es machte sie nur noch mehr an, den verlorenen Ausdruck auf seinem stets so beherrschten Gesicht zu sehen. Ihr Unterleib wurde schon seit längerem jedes Mal feucht, wenn sie nur seine Stimme hörte.

„Sie sind mit niemandem verheiratet, aber trotzdem sind Sie sehr wohl in einem Alter, in dem man noch Sex hat, also … mit Sicherheit haben Sie da unten Gefühle. Es sei denn, Sie … Oh mein Gott! Sie sind doch nicht etwa impotent?"

Er riss den Mund auf. „Ich bin WAS?"

„Impotent ..."

„Miss Granger!"

Hermine zuckte verschreckt zusammen, als sie ihn so wütend hörte. „Es war nur so ein Gedanke, Professor. Sehen Sie? Es ist also nur logisch, dass es andere Möglichkeiten für Sie geben muss, um Ihre Bedürfnisse zu befriedigen."

Sie plapperte und plapperte wie ein Wasserfall. Als sie dann endlich fertig war, holte sie Luft und fügte an: „Nebenbei gesagt, es ist ein großes Vergnügen, das zu tun. Sie müssen sich nicht dafür schämen."

Er sah sie mit einem tödlichen Blick aus seinen schwarzen Augen an. Seine Atmung war schon längst nicht mehr ruhig und ebenmäßig, doch nachdem sie endlich verstummt war, schien sich die Anspannung in ihm nur noch mehr zu steigern. Ohne Vorwarnung griff er nach dem Kragen an ihrer Bluse und zog sie geradewegs zu sich über den Tisch. Dann schubste er sie quer durch das Klassenzimmer, wo er sie letztendlich mit vollem Körpereinsatz gegen die harte Steinwand presste.

Sie spürte, wie seine Finger langsam über ihre Kleidung in Richtung ihrer Körpermitte rutschten und fühlte die Hitze, die von ihr aufstieg, als ihr bewusst wurde, was er vorhatte; die kalte Mauer im Rücken, die Wärme seines Körpers vor ihr, es war alles zu unwirklich, um wahr zu sein.

Unbewusst benetzte sie sich mit der Zunge die Lippen und beobachtete jeden seiner Handgriffe. Er sah so zornig und so erregt aus, dass sie nicht wusste, wie ihr geschah, als er seinen Mund auf ihren presste. Noch nie zuvor hatte sie diesen Mann so neben der Spur erlebt, wie in diesem sehr intimen Moment. Seine Zunge drang in ihren Mund und sie gewährte ihm Einlass. Er küsste sie voller Intensität und Leidenschaft, bis ihnen die Luft ausging und Hermine atemlos zurückschreckte. Ihre Hände ruhten auf seiner bebenden Brust und umschlossen fest die Knöpfe seines schwarzen Fracks, ohne dass sie es überhaupt realisiert hatte. Während sie Luft in ihre Lungen pumpte, starrten sie sich gegenseitig an. Ein weiterer Kuss folgte, dem sie sich zeitgleich ergaben und ihre Zungen umeinander kreisen ließen. Keiner von beiden war erfahren genug, um ein Experte im Küssen zu sein, das wurde ihr bald klar. Und trotzdem herrschte eine seltsame Anziehungskraft zwischen ihnen, der sich beide hingaben.

Noch ehe sie Zeit fand, sich damit auseinander zu setzen, was überhaupt geschah, merkte sie, dass ihre Kleidung unten herum so gut wie verschwunden war. Er hatte sie einfach hochgeschoben. Ihre Augen weiteten sich vor Panik, als sie seine Hand fühlte, die zwischen ihre Beine glitt, die er einfach mit dem Knie auseinander drückte.

„Professor", flüsterte sie leise. „Was haben Sie vor?"

Er hielt inne und legte schwer atmend seinen Kopf an ihre Stirn.

„Ich weiß es nicht, Granger."

Seine eine Hand ruhte nach wie vor zwischen ihren Schenkeln und streichelte dort sanft ihre Haut, während er mit der anderen durch ihr wirres Haar fuhr. Etwas Nachdenkliches lag in seinem Blick.

„Nenn mich nicht Professor, Hermine", sagte er dann. „Wenigstens jetzt bin ich Severus."

Hermine blickte ihn an und nickte. Ihr Körper lechzte danach, ihn zu spüren, doch sie wusste selbst nicht, ob sie dazu bereit war.

„Küss mich, Severus", hauchte sie und schloss voller Erwartung die Augen. Noch immer hallte sein Name in ihrem Kopf nach und es klang einfach nur wunderschön.

Er umfing mit seiner Hand ihr Gesicht und zog sie zu sich. Dann drückte er ihr einen langen und innigen Kuss auf die Lippen. Hermine konnte nicht genug davon bekommen und wollte mehr. Ihre Hand grub sich in seinen Nacken und presste ihn fest an sich. Ihre Atmung ging so schnell, dass sie wieder völlig aus der Puste kam.

Nach Luft schnappend legte sie den Kopf zurück und sah ihn voller Leidenschaft an. Sein Blick war nicht minder bewegt, wie sie feststellte, und so fühlte sie sich ermutigt, mit der Hand abwärts über seine schwarzen Gewänder zu fahren. Zwischen seinen Beinen hielt sie inne und spürte die deutliche Wölbung seines erregten Glieds. Sie schloss die Finger darum und stöhnte auf.

Er schluckte hart. „Hermine, bitte …", sein Blick war beinahe flehend, „… zwing mich nicht, etwas zu tun, was hinterher einer von uns bereuen wird."

Sie streckte ihre zweite Hand nach seinem Gesicht aus und legte sie vorsichtig auf seine Wange, während die andere immer noch zwischen seinen Beinen ruhte und ihn sanft streichelte.

„Woher willst du das wissen, Severus? Woher willst du wissen, dass ich es bereuen werde?"

Er schüttelte den Kopf und legte seine Stirn an ihre. „Ich werde es bereuen, wenn ich nicht damit warte. Du bist nicht bereit dazu. Und ich bin es ebenso wenig."

Das machte sie stutzig. „Severus … ich kann es fühlen."

„Nein."

Ein Gefühl der Enttäuschung machte sich in ihr breit. „Warum nicht?"

Snape stieß die Luft laut hörbar aus seinen Lungen aus. „Du willst wissen, warum? Weil es so nicht sein sollte. Nicht mit uns beiden. Es ist unangebracht, das zu tun. Oder hast du vergessen, wer ich bin? Und selbst, wenn es das nicht wäre, sollte es nicht hier auf diese Art geschehen."

Hermine nahm seine Lippe zwischen ihre Zähne und kaute zärtlich darauf herum. „Ich möchte dich spüren, Severus. Hier und jetzt."

Sie schloss ihre Finger fest um seine Männlichkeit und genoss das tiefe, wohlige Stöhnen, das aus seiner Kehle drang.

„Hermine … bitte ..."

„Lass mich dich fühlen, Severus", hauchte sie und hörte nicht auf, ihn zu streicheln.

Plötzlich fühlte sie, wie er sanft zwei Finger in ihren Körper einführte. Sie rang nach Luft, nicht weil sie Schmerzen hatte, er war extrem vorsichtig, sie nicht zu verletzen, was sie eigentlich nicht erwartet hätte. Aber ganz ehrlich, was von alldem hatte sie überhaupt erwartet?

Als sie vor Lust aufschreien wollte, legte er ihr eine Hand auf den Mund, um sie zum Schweigen zu bringen, während er ihr einen leuchtenden Blick aus seinen schwarzen Augen zuwarf. Er presste seinen Körper fest gegen ihren Unterleib und sie fühlte die Härte seines steifen Glieds, das sich bei jeder seiner Bewegungen durch seine Hose hindurch auf ihrer bloßen Haut auf und ab bewegte.

Hermine war starr vor Überraschung, als er sie mit seinen Fingern ausfüllte. Es war vollkommen anders, als sie es sich vorgestellt hatte, schließlich war es nicht das gleiche Gefühl gewesen, ihre eigenen Finger in sich zu spüren.

Trotz der befremdlichen Situation konnte sie nicht sagen, dass es unangenehm war. Im Gegenteil, es war verstörend, dass sie kein Problem damit zu haben schien, wie sich ihr Professor in seinem Klassenzimmer an ihr zu schaffen machte.

Sie schauderte. Ihre Gedanken spielten verrückt. Was würde geschehen, wenn er tatsächlich auf die Idee kommen würde, seinen Penis in sie zu stecken? Vermutlich würde er es nicht zulassen, sonst hätte er es schon längst getan. Aber wenn doch, was dann? Er hatte Recht, sie war immer noch seine Schülerin.

Unbewusst dachte sie an ihren Traum und stöhnte mit halb geschlossenen Augen auf.

Als sie ihn anblickte, sah sie die Ernsthaftigkeit, das Verlangen und die Sehnsüchte eines erwachsenen Mannes, der sich vollends über die unangemessene Situation im Klaren war. Lust leuchtete in seinen dämonischen Augen. Sie konnte sein duftendes schwarzes Haar an ihrer Wange fühlen. Er roch so wunderbar, genauso wie er es in ihren Träumen getan hatte, wodurch sie anfing, sich mehr und mehr zu entspannen.

War da tatsächlich etwas Sinnliches an dieser verrückten Sache? Sie fürchtete, dass dem so war, denn die Feuchtigkeit ihres Unterleibs bestätigte nur zu deutlich all ihre Vermutungen.

Snape stöhnte in ihr Ohr, als seine Finger die Hitze ihres Körpers erkundeten. Sie war so jung, so weich. Er fühlte das sich ständig steigernde Verlangen, sie zu Boden zu pressen und sie zu besteigen und rubbelte seinen Penis an ihr, bis seine Geräusche lauter wurden. Und dann, letztendlich, überkam es ihn. Er stöhnte laut auf und durchnässte seine Hose und damit die Haut zwischen ihren Beinen.

Der aufgelöste Blick auf seinem Gesicht, als er seinen warmen Samen vergoss, versetzte ihr einen wohligen Schauder. Es lag jenseits ihrer Vorstellungskraft, dass er zu so einer Regung fähig war.

Hermine atmete mindestens ebenso heftig wie er und blinzelte ihn an. Seine langen schwarzen Strähnen hingen ihm ins Gesicht und sie genoss die Wärme seines Atems, der ihr entgegen strömte.

Was war mit ihnen geschehen? Sie hatte ihn mit einfachen Gesten dazu gebracht, den Höhepunkt zu erreichen. Er hatte ihren erregenden Duft gerochen, mit seiner markanten, empfindlichen Nase. Ihre Finger hatten ihn gereizt und kurz darauf war er gekommen, wie ein unerfahrener Teenager.

Snape schüttelte sich bei dem Gedanken daran, was er soeben getan hatte. Vollkommen irritiert über sein eigenes Handeln presste er seine Handflächen links und rechts von ihrem Kopf gegen die Mauer und atmete schnell aus und ein.

Hermine drehte ihre Augen zur Seite, um einen Blick auf seine wunderbaren starken Hände zu erhaschen, die im Gegensatz zu seinem viel zu dürren Körper standen.

„Niemand darf davon erfahren!", sagte er mit seiner melancholisch tiefen Stimme, die im Moment nicht ganz so viel Kraft hatte, wie gewöhnlich.

Sie nickte. Es war nicht nötig, ihr das zu sagen, doch es wunderte sie, dass er es erwähnte. „Wie oft tust du das mit deinen Schülern?", fragte sie vorsichtig.

„Was meinst du?", wollte er sichtlich überrascht wissen.

Sie rollte mit den Augen. „Oh, komm schon! Das!" Ihr Zeigefinger deutete nach unten, auf seine versiffte, nasse Hose.

Er sah sie auf eine Art an, die ihr fremd war. Sein Ausdruck war fast schon verletzt. „Was denkst du von mir?"

„Ich weiß auch nicht, aber es ist doch selbstverständlich, dass ich das für mich behalte, oder etwa nicht?"

„Ich war mir nicht sicher. Diese Situation ist sehr ungewöhnlich für mich."

„Oh."

Er schnaubte leise vor sich hin, als ihm bewusst wurde, worauf sie hinaus wollte. „Dachtest du, dass ich meine Schüler durch die Gegend ficke? Ich habe so etwas noch nie zuvor gemacht." Er schluckte. „Und es wird auch nie wieder geschehen."

Langsam trat er zurück und verschränkte die Arme vor dem Oberkörper.

Hermine war erleichtert und geschockt zugleich über seine Worte und wusste nicht, was sie antworten sollte.

„Severus …" Zögerlich legte sie ihm die Hand auf den Arm. „Es geht mich ja auch eigentlich gar nichts an", murmelte sie mit hochrotem Kopf.

„Glaubst du mir etwa nicht? Ich habe noch nie zuvor eine Frau so angefasst."

Sie starrte ihn an. „Entschuldige. Ich wollte dich nicht verletzen. Ich dachte nur nicht, dass du …"

„Dass ich was?", zischte er leicht säuerlich.

„Nun ja, dass du noch nie mit einer Frau Sex hattest."

Er senkte den Blick und ließ eine Hand durch seine schwarzen Haare gleiten, als ihm endlich bewusst wurde, was er in ihrer Gegenwart getan und gesagt hatte.

„Entschuldige mich", faselte er dann kaum hörbar, „ich brauche eine Dusche."

„Natürlich."

Er sah verstört aus, als er sich umdrehte. Mit schnellen Schritten eilte er zur Tür, wobei sich die Masse seiner schwarzen Kleidung hinter ihm aufblähte, bis er um die Ecke verschwunden war.