Fallen from grace

Kapitel 13

Eins werden

„Wirst du bitte niemals damit aufhören, mir das Gefühl zu geben, dass es mir gut geht?", fragte sie in einem sanften Flüstern.

Hermine konnte sich nicht vorstellen, dass es noch besser sein konnte als in diesem Moment, in dem sie sich dem Himmel so nah fühlte, wie nur irgend möglich. Alleine sein Gewicht mit seiner harten Männlichkeit auf ihrem Bauch zu spüren, ließ eine Horde Schmetterlinge in ihrem Inneren umher flattern. Und sogar jetzt, mit seiner blassen und von Narben überzogenen Haut, fand sie ihn wunderschön. Es war, als würde er in all dem Kontrast, den er zu ihr bildete, zu ihr passen und ihren Körper vollkommen machen.

Noch nie zuvor hatte sie sich als Schönheitskönigin gesehen, doch es war ihr mehr oder weniger gleich gewesen. Seine Blicke auf ihren Kurven zu spüren genügte vollkommen, um das Bewusstsein für ihren eigenen Körper zu stärken.

Er gluckste leise in ihr wirres Haar hinein. „Wenn du es wünschst."

„Ja. Das ist genau das, wie es sein sollte."

Snape brummte leise vor sich hin, während er ihren Hals mit Küssen übersäte.

„Hättest du jemals zu Träumen gewagt, dass das passieren würde?"

Er schüttelte kaum merklich den Kopf. „Wenn du meinst, dass ich mit dir im Bett landen würde, dann nein."

„Hey!" Hermine klopfte ihm spielerisch auf die Schulter.

Sie konnte sein tiefes Lachen hören und schauderte wohlig.

Von einer Fülle an neuen Emotionen ergriffen, fasste sie nach seinen Händen, um nach Halt zu suchen. Snape brachte nichts dagegen hervor, dennoch spürte sie, dass sich seine Muskeln anspannten.

„Tu es, Severus."

Er hob den Kopf und sah ihr in die Augen. Dann, bevor sie wusste, wie ihr geschah, tauchte er in ihren warmen, weichen Körper ein.

Sie rang nach Luft, teils aus Schmerz, teils wegen all der unbeschreiblichen Gefühle, die sie durchzogen, als sein hartes Glied in sie eindrang.

Er erzitterte mit halb geschlossenen Augen und ein tiefes Stöhnen entfuhr seiner Kehle.

„Geht es dir gut?", raspelte er hervor.

Sie biss sich auf die Lippe und nickte.

„Es könnte gar nicht besser sein ..."

Hermine versuchte die Anspannung in der Luft mit einem unbeholfenen Lächeln aufzulockern.

Snape beugte seinen Kopf zu ihr hinunter und drückte ihr einen leichten Kuss auf die Lippen. Sie wusste, dass es schwer für ihn war, sich still zu halten, dennoch war sie dankbar, dass er es tat. Nach nur wenigen Sekunden aber dämmerte ihr, dass er sich früher oder später bewegen musste, also holte sie tief Luft.

„Es geht mir gut, wirklich."

Er nickte knapp und verlagerte sein Gewicht auf seine Unterarme, um sich selbst neu zu positionieren und seinen Penis tiefer zwischen ihre Falten zu schieben.

Hermine hatte nie etwas wie das gefühlt und drückte ihre Nägel in seine Hand. Ihre Gedanken waren erfüllt von einer obszönen Mixtur aus dem Empfinden für den Schmerz, den sein breiter und harter Schaft in ihr auslöste, zugleich aber auch unbändiger Erwartung.

Er stöhnte erneut von Lust ergriffen auf und Hermine wusste, dass sie gewillt war, ihn zu empfangen, selbst dann, wenn sie sich wunderte, wie weit er noch in sie vordringen würde. Dankbar stellte sie fest, wie sanft er zu ihr war, was dafür sorgte, dass sie sich wohl fühlte. Es half ihr, über den Schmerz hinwegzusehen und nach dem Ausschau zu halten, was dahinter verborgen lag.

Snape, zum Großteil noch immer von seinen Unterarmen gehalten, löste ihre ineinander verschlungenen Finger los. Dann stützte er sich auf der Matratze ab und bäumte sich auf.

Hermines Herz schien zugleich zu zerspringen und dahinzuschmelzen, als sie den Ausdruck auf seinem Gesicht erkannte, das von einer tiefen Falte zwischen seinen Augen geprägt war, nachdem er die Brauen voller Konzentration zusammengezogen hatte.

Sie wusste, dass er nicht mehr lange stillhalten würde. Schon schob er sich in sie und durchbrach die letzte Barriere, die zwischen ihrer Kindheit und der Schwelle zur erwachsenen Frau stand.

Der Moment, in dem er ihr ihre Jungfräulichkeit nahm, war von einem kurzen, scharfen Schmerz begleitet und Hermine hielt den Atem an. Doch genauso plötzlich wie das Gefühl gekommen war, verschwand es wieder und so konnte sie damit beginnen, sich auf die Bewegungen ihres Liebhabers zu konzentrieren.

Ihre Blicke trafen sich und verschmolzen tief und innig miteinander, ebenso wie ihre Körper es taten. Nicht lange darauf bildete sich Schweiß auf seinen Schläfen und unterhalb seiner Nase. Wie ein tiefes Grollen durchbrach seine Stimme die letzte Spannung, die in der kühlen Luft des Kerkers lag.

Snape löste sich in ihr los und kam dabei mit solch einer Wucht, dass er Hermine unglaublich stark und hilflos zugleich erschien. Noch nie zuvor hatte sie etwas Vergleichbares erlebt und einmal mehr drohten ihre Gefühle für ihn überzuschäumen.

Sie wusste, dass sie die einzige Frau war, der er das gegeben hatte. Vielleicht fühlte sich deshalb alles so überwältigend an, als sie nackt auf seinem Bett lagen und einander betrachteten. Vielleicht aber auch einfach, weil sie glücklich war, ihn so nahe bei sich spüren zu können. Das Bündnis jedenfalls, das sich im Verbotenen zwischen ihnen geformt hatte, schien sich durch dieses Ereignis nur noch gefestigt zu haben.