Als ich am Freitag aufwachte fühlte ich die kalten Lippen meines Lieblings Vampirs an meinem Hals und dann auf meinem Mund. Mein Herz klopfte ich bewegte mich um ihn weiter zu küssen, aber er drückte mich weg und kicherte.
"Guten Morgen meine Schöne" sagte mein ganz eigener Adonis zu mir, während er sein schiefes Lächeln ausetzte, das mein Herz zum dahin schmelzen brachte. "Guten Morgen mein hübscher" antwortete ich und lächelte.
Er lachte mich weiter an und sagte " Ich muss jetzt gehen Bella, die anderen warten auf mich.
Ich runzelte die Stirn und seufzte "Also gut Ich liebe Dich Edward. Ich wünsche dir viel Spass und komm bald wieder zurück zu mir."
"Ich liebe dich auch. Ich bin zurück bevor du merkst das ich weg war. Sei vorsichtig und viel Spass mit Dad." Er strich mit seiner Hand über meine Wange und gab mir einen letzten Kuss, bevor er aus meinem Fenster sprang.
Ich seufzte und lehnte mich zurück in meine Kissen. Ich hatte eine kleine Panikattacke als Edward mich verließ. Mit einem unguten Gefühl wurde ich zurückgelassen. Mein Herz würde weiterhin wegen Edward schmerzen, obwohl ich wusste, das er zu mir zurückkommen wird. Ich hoffte nur das ich keine Albträume haben werde. Ohne Zweifel jedesmal wenn Edward mich verließ wurde ich von Albträumen geplagt, wie die Volturi Edward und meine Vampir Familie töteten.
Hoffentlich werden sie nicht so schlimm, so das ich im Schlaf wieder anfange zu schreien.
Das wäre peinlich und Carlisle würde wahrscheinlich denken ich bin eine Spinnerin.
Achja ich muss mich für die Schule fertig machen. Ugh! das war die andere Sache die mich nervte. In die Schule zu gehen ohne Edward und Alice war einfach nur langweilig. Was war ein Leben ohne Vampire? Einfach nur langweilig!
Es war Mittag und ich saß an einem Tisch mit Jessica, Mike, Angela, Ben, Eric, und Lauren (die Schlampe) Ich träumte vor mich hin. Von einem T-Shirtlosen Edwart in unserer sonnigen Wiese, als ich bemerkte, das Jessica und die anderen mich erwartungsvoll ansahen.
Ich starrte sie an um herauszufinden, über was sie gerade gesprochen hatten. Angela rettete mich - Gott segne sie.
Sie lächelte mich verständnisvoll an und sagte "Jessica wollte wissen ob du auf die Party ihres Cousins in Port Angeles gehen willst"
"Es wird total genial Bella. Es ist eine College Party, aber meine Cousine sagte, das wir kommen dürfen und da wir im letzten Jahr sind, gehören wir schon so gut wie dazu" sagte Jessica souverän.
"Ja" fügte Mike hinzu "Du musst auf jeden Fall mitkommen Bella. Du hängst immer nur mit Cullen ab, verbring ein bisschen mehr Zeit mit uns"
Ich wollte Nein sagen, aber dann schlug mich ein Gedanke. Nun Edward will das ich mit meinen menschlichen Freunden rumhänge. Warum soll ich dann nicht auf die Party gehen? Vielleicht macht es ja Spass. Ihm wird es zwar nicht gefallen, das die Party in Port Angeles ist und das ältere Jugendliche dabei sind, aber was solls? Seit wann ist er mein Chef? Außerdem kann ich sagen, ich wollte menschliche Erfahrungen auf einer Collegeparty machen. Mit diesem Gedanken begann ich zu nicken und sagte "Klar Jessica, ich komme mit. Wird bestimmt lustig werden"
Jessica und Mike sahen mich begeistert an "Wunderbar" rief Jessica "Du kannst bei Mike und mir mitfahren, wenn du willst"
Ich nickte noch einmal und antwortete " Sicher. Wann holst du mich ab?"
Sie lächelte noch einmal aufgeregt und sagte " Um 19 Uhr. Ich bin so froh das du mitkommst. Das wird genial werden. Weißt du wie cool wir dann sind? Eine angesagte College Party!"
An diesem Punkt begann ich zu überlegen. Hmm, ich frage mich was Carlisle davon hält. Er sollte sich keine Sorgen machen, aber er wirs wahrscheinlich gar nicht merken das ich weg bin. Edward hat gesagt das er eine Operation hat, also bin ich mir sicher, das ich vor ihm wieder zurück bin. Wie lange würde so eine Party dauern? Außerdem bin ich erwachsen, ich kann so lange weg gehen wie ich will. Mit diesem beruhigenden Gedanken hörte ich wieder Jessica zu.
Ich machte mich gerade für die Party fertig, als mein Handy klingelte. Ich schaute aufs Display und sah das es Carlisle war.
Oh, Oh dachte ich bevor ich abnahm.
"Hallo" antwortete ich.
"Hallo Bella, ich bins Carlisle. Wie geht es dir Schätzchen?" fragte er freundlich
"Mir gehts gut Carlisle und Dir?" fragte ich nervös.
"Sehr gut" antwortete er "Ich wollte dir sagen, das ich früher nach Hause komme. Ich konnte die Operation schon früher erledigen. Ich komme um 19 Uhr nach Hause, das heißt wir könnten etwas Zeit miteinander verbringen. sagte er aufgeregt.
Ich werde nie wissen was mich an dieser Stelle dazu bewegt hat zu lügen, aber ein Gefühl von Rebellion und ein starker Drang meine Unabhängigkeit raushängen zu lassen, haben mich ergriffen. Wenn es an einem anderen Tag gewesen wäre, hätte ich gerne Zeit mit Carlisle verbracht, aber mein inneres Monster befahl mir gegen meine Vampir Familie zu rebellieren. Es sagte mir auch noch, das Carlisle keine unüberwachte Collegeparty erlauben würde.
Bevor ich meine neugewonnenen Nerven verlor antwortete ich schnell " Oh Carlisle, es tut mir leid, aber ein Haufen von Mädchen aus der Schule machen heute eine Pyjamaparty und ich habe versprochen hinzugehen." Ich hoffte meine Lüge würde nicht auffallen.
"Oh" sagte Carlisle enttäuscht "Das ist wunderbar Bella, du musst dich nicht entschuldigen. Wir haben noch das ganze Wochenende um Zeit miteinander zu verbringen. In wessen Haus wirst du sein? Ich nehme an, es wird elterliche Aufsicht dort sein oder?"
Verdammt! Meine überfürsorglichen Vampire dachte ich. "Zu Hause bei Jessica. Ihre Eltern sind auch dabei" antwortete ich schnell.
"Wunderbar" antwortete er freundlich Na dann wünsche ich dir viel Spass Bella. Nimm für den Notfall dein Handy mit. Wir sehen uns morgen!"
Schuld geplagt wollte ich die Wahrheit hinausschreien, aber alles was ich sagte war "Bis Morgen"
"Bye Schätzchen" sagte er und legte auf.
Ich stöhnte laut auf und vergrub mein Gesicht in meinen Händen. Ich holte tief Luft und versuchte die Gefühle von Schuld, die mich fast auffrassen auf das rebellische Monster in mir zu schieben. Ich kann es nicht glauben, ich habe Carlisle angelogen. Das ist wie wenn man einen Priester oder sowas anlügt. Herr Gott ich fühle mich wie Abschaum, ich hoffe nur das es mein heutiges Abenteuer nicht herausfindet. Und wenn er es doch tut? Ich will gar nicht darüber nachdenken.
Es ist schon komisch dachte ich. Ich mache mir mehr Gedanken darüber was Carlisle denkt anstatt mir über Charlie Gedanken zu machen. Charlie wäre sauer, wenn er wüsste was ich plante, aber die reaktion von Carlisle war mir wichtiger. Ich weiß nicht warum, aber manchmal fühle ich das Carlisle und Esme meine Eltern sind, statt Charlie und Renee. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Charlie und Renee, aber sie waren nie der "elterliche" Typ gewesen. Es war schon immer so, das ich mich um sie kümmerte.
Ich nahm noch einen tiefen Atemzug und mein inneres Monster gewann. Schließlich konnte ich Edward dadurch beweisen, dass die Wölfe bessere Freunde sind als Mike und Jessica
