Ich wachte auf, mit Kopfschmerzen und stöhnte laut auf. Ich erstarrte als ich ein leises Lachen hörte. Dann bemerkte ich, das mein Kopf auf der Schulter meines Vampir Vaters lag und meine zwei Hände sein T-Shirt festhielten.

Schnell lies ich los und setzte mich verwirrt auf. Was war letzte Nacht nur passiert?

Ich erinnerte mich an die Party, das Trinken, die Schlägerei, an das Gefängnis und an den Albtraum. Ich stöhnte wieder laut auf und vergrub mein Gesicht in meinen Händen.

Carlisle lachte wieder und zog meine Hände von meinem Gesicht weg. Ich war knallrot.

Er schaute mich mit seinen wunderschönen Goldenen Augen an und lächelte "Guten Morgen, mein kleiner Störenfried". Ich antwortete darauf mit einem Stöhnen.

Verdammt. Kann er nicht sehen, das ich Kopfschmerzen habe? Seine gute Laune, hilft mir da auch nicht weiter.

"Kopfschmerzen?" fragte er mich. Ich nickte langsam und er antwortete freundlich "Das kommt vom Alkohol Isabella. Du musst jetzt viel Wasser trinken" Ich zuckte bei dem Tadel und schaute ihn wehleidig an.

Carlisle starrte mich an und nickte "Ok Bella, als erstes gehst du Duschen und ziehst dir neue Sachen an. Dann kommst du die Treppe runter und isst was. Erst dann werde ich dir Aspirin geben. Alles klar?" beendete er streng.

"Ja" antwortete ich schnell.

"Gut" sagte er. Er klopfte mir kurz aufs Bein, stand auf und ging.

Ich stand auf und ging ins Badezimmer. Wie geschockt, starrte ich auf mein Spiegelbild. Ich sah aus wie scheiße. Meine Haare waren ein Rattennest, meine Augen waren blutunterlaufen und ich roch nach Alkohol. Ganz zu schweigen von meiner Kleidung, die in einem schrecklichen Zustand war.

Schnelll zog ich mich aus und sprang unter die Dusche. Ich genoss das heiße Wasser, das auf meine schmerzenden Glieder prasselte. Ich war viel zu schnell fertig. Nachdem ich mir die Zähne geputzt und die Haare gekämmt hatte, begab ich mich vorsichtig auf den Weg in die Küche.

Als ich nach unten spazierte, war ich sofort von den hellen Lichtern, die durch das Fenster kamen geblendet. Jetzt war ich eine wandelnde Katastrophe an einem schönen Tag.

Schnell verlor ich das Gleichgewicht und fiel in die Arme meines Lieblings Arztes, der mich auffing, damit ich mich nicht verletze.

"Danke Doc" sagte ich, während ich wieder rot wurde.

"Kein Problem, meine liebe" sagte er freundlich wie immer. Dann führte er mich in die Küche, setzte mich auf einen Stuhl und stellte mir einen Teller mit Toast auf den Tisch.

Mein Magen begann sofort zu rebellieren, als ich daran dachte, das ich den Toast jetzt essen muss. Doch bevor ich ablehnen konnte, sagte Carlisle streng, das ich den ganzen Toast essen muss, bevor er mich von meinen Kopfschmerzen befreit.

Ich nickte traurig und startete die schlimmste Aufgabe meines Lebens. Toast essen! Während ich aß bemerkte ich, wie Carlisle mich aufmerksam beobachtete. Das machte mich total nervös, also beeilte ich mich mit dem Essen. Als ich fertig war nickte Carlisle zufrieden, bevor er mir zwei Aspirin gab und ein Glas Wasser auf den Tisch stellte.

Ich nahm die zwei Tabletten, schluckte sie und dankte Carlisle.

Als ich mein Wasser ausgetrunken hatte, bermerkte ich wie Carlisle mich intensiv anstarrte. Ich fing an unter seinem Blick an zu zappeln, als er fragte "Wie geht es dir jetzt? Und denk daran, mich nicht anzulügen"

Ich starrte zurück und antwortete ehrlich "Ich fühle mich ganz ok. Der Toast scheint dazu beigetragen zu haben, das mir nicht mehr schlecht ist und die Aspirin fangen auch an zu wirken. Ich fühle mich nicht mehr, wie wenn mir jemand ein Buch auf den Kopf geschlagen hätte" erzählte ich mit einer Spur Humor.

Carlisle lachte nicht, sondern durchbohr mich weiterhin mit seinem Blick. Ich wurde langsam total nervös, weil ich das Gefühl hatte, er wolle mit mir über die letzte Nacht diskutieren.

Ich wollte gerade sagen, das es mir leid tut, als Carlisle mich unterbrach.

Er lehnte sich mit verschränkten Armen an die Arbeitsplatte, als er sagte "Bella"... er seufzte und fuhr sich mit der Hand durch sein Haar. Mein Herz fing an zu hämmern.

"Was ist Carlisle?" antwortete ich "Ist es wegen gestern? Es tut mir so leid" erklärte ich weiter, bis Carlisle seine Hand hob und mich dadurch unterbrach.

"Dazu werden wir später kommen, aber erst müssen wir was anderes klären" sagte er ernst.

Was anderes klären? dachte ich verwirrt.

"Bella, seit dem ersten Tag, wo du ins unser Leben gestolpert bist, bist du wie eine Tochter für mich." erzählte er mir leise, während er mir in die Augen sah. Ich war berührt, von seinen ehrlichen Worten.

"Ich denke auch, das du mein Vater bist" gab ich schüchtern zu. als ich aufblickte lächelte Carlisle kurz, bevor seine Gesichtszühe wieder ernster wurden.

"Als Vater" fuhr er fort "ist es meine Pflicht, mich um dich zu kümmern und dich auf den Richtigen Weg zu bringen. Es ist meine Pflicht dir zu helfen und dafür zu sorgen, das aus dir eine verantwortungsvolle junge Frau wird. Es es außerdem meine Aufgabe, deine Fehler die du machst zu korrigieren." zum wiederholten Mal blickte er mir in die Augen.

Ich nickte ihm zu, um ihm meine Zustimmung zu zeigen. Ich war mir nicht sicher, aber ich fühlte, das Carlisle meine Erlaubnis wollte, um mich zu bestrafen.

Bevor ich einen weiteren Gedanken fassen konnte, kam Carlisle auf mich zu und kniete sich vor mich hin.

"Isabella" begann er "Wenn ich dein Vater wäre, hätten wir diese Diskussion jetzt nicht. Wir würden jetzt stattdessen über dein schreckliches Verhalten diskutieren." Ich errötete und starrte angestrengt auf meine Knie.

"Auf was ich hinaus will, ist das du die Wahl hast, die Sache mit mir auszuhandeln oder mit Charlie" erklärte er, während er meinen Kopf anhob, damit ich ihn in die Augen sah.

Ich starrte ihn erschrocken an, das er mir die Wahl gab zu entscheiden. Ich begann nachzudenken. Wollte ich wirklich, das Carlisle meine Fehler korrigierte, wie er es ausdrückte? Ich habe keine Lust dazu, von ihm übers Knie gelegt zu werden und ich weiß, das er das tun würde. Obwohl, wenn ich darüber nachdenke, hatte er Recht, mein Verhalten war wirklich miserabel. Oder soll ich nein sagen und die Sache mit Charlie klären? Ich verzog das Gesicht bei dem Gedanken. Die Antwort war klar, je mehr ich darüber nachdachte. Carlisle war wie ein Vater für mich. Ich liebe Charlie, aber Carlisle kümmert sich mehr um mich, in einer Art und Weise, wie es Charlie nie tun würde.

Ich seufzte traurig und sah auf meinen Vampir Daddy. Wahrscheinlich werde ich diese Entscheidung gleich bereuen, aber ich antwortete "Ich möchte, das mit dir aushandeln. Esme und Du,ihr seit für mich wie meine richtigen Eltern" beendete ich leise.

Carlisle sah mir in die Augen und schloss mich in seine Arme " Bella, du bist wie eine kleine Tochter für uns" sagte er liebevoll. Ich genoss die Gefühle der Liebe, bis er sich aus meiner Umarmung befreite.

Carlisle seufzte, bevor er sich nochmals durchs Haar strich. Eine nervöse Geste von nahm einen tiefen Atemzug, sah mich ernst an und sagte "Jetzt haben wir das kleine Problem geklärt. Lass uns in mein Büro gehen und darüber reden, was letzte Nacht passiert ist."

Ich seufzte leise und senkte meine Augen auf den Boden, bevor ich langsam in sein Büro marschierte. Wenn es irgendwelche Zweifel an meiner Strafe gab, dann waren sie jetzt weg.

Edward hatte mir mal gesagt, das Carlisle seine Kids in der Regel nur in sein Büro zitierte, wenn sie was schlimmes angestellt hatten. Und das endete fast immer in einer Tracht Prügel. Mein Magen zog sich zusammen und mein Herz hämmerte, an den Gedanken daran, was mich gleich erwartet.

Trotzdem musste ich lächeln, als ich daran dachte, wie sehr Carlisle mich liebt und das ich seine kleine Tochter bin.