Esme´s POV
Ich sah zu, wie mein Mann ging, bevor ich wieder meine Tochter ansah. Ich konnte sehen, wie sie zitterte und ich hörte ein leises Schluchzen. Sie tat mir leid, mein Herz schmerzte und am liebsten würde ich jetzt zu ihr gehen und sie trösten. Aber ich musste stark sein.
"Isabella bitte dreh dich um und setz dich zu mir" befahl ich ihr leise und rutschte etwas beiseite, damit sie Platz hatte.
Sie drehte sich langsam um und schaute mich mit einem verweinten Gesicht an, bevor sie sich auf den Weg zum Sofa machte Sie setzte sich behutsam hin und zuckte leicht als ihr Hintern das Polster berührte.
"Bella, Lieblicng schau mich an" sagte ich ihr, während ich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich. Sie sah mich an "Was hast du dir nur dabei gedacht Bella?" fragte ich meine Tochter.
Sie errötete bevor sie mir eilig erzählte, das sie Angst vor der zweiten Tracht Prügel hatte. Sie hatte Angst, das es schlimmer werden würde wie gestern. Sie erzählte mir, das sie die Nerven verlor, als sie daran dachte, dass sie ein zweites Mal Prügel bekommen würde und sie fand das einmal genug war. Als sie fertig war, kullerten Tränen über ihr Gesicht.
"Es tut mir so leid Mum" schluchzte sie"Ich war dumm, ich wusste, das ich nicht weglaufen darf, aber die Angst hat mich kontrolliert. Jetzt ist Daddy wütend auf mich. Er wird mir niemals verzeihen. Was soll ich nur machen, das er mir verzeiht?" fragte sie flehend, bevor sie wieder herzzereißend schluchzte.
Ich zog sie schnell in meine Arme "Oh Bella, Carlisle wird dir immer verzeihen, egal was passiert. Ja, er ist wütend und enttäuscht, aber er liebt dich und nichts wird ihn davon abbringen" sagte ich ihr liebevoll.
Ich schob sie wieder etwas von mir weg, als ihr Schluchzen aufhörte, so konnte ich sie besser ansehen "Carlisle hat doch gesagt, das du nicht weglaufen sollst und das du dieses Haus nicht verlassen sollst oder?" fragte ich streng.
Bella errötete und nickte mit dem Kopf.
"Weißt du nicht, wie leichtsinnig und verantwortungslos deine Aktionen waren? Für was hast du gestern von Carlisle eine Tracht Prügel bekomme?" fragte ich sie.
Sie wurde blass, als sie antwortete "Weil ich rücksichtlos war und mich in Gefahr gebracht habe" stammelte sie.
Ich nickte mit dem Kopf und fragte " Und weißt du auch warum dein Dad jetzt so aufgeregt ist? Es scheint so als würdest du die gestrige Strafe ignorieren" schimpfte ich.
"Tue ich nicht, ähm ich meine ess tut mir leid" antwortete sie und nahm ein paar tiefe Atemzüge, um sich zu beruhigen bevor sie weitersprach "Ich werde mich der anderen Strafe stellen, wenn es sein muss" murmelte sie leise.
Ich starrte sie erstaunt an, aber ich war stolz auf sie. Sie übernahm die Verantwortung für ihr Handeln. Ich starrte sie noch etwa eine Minute an, bevor ich lächelte und sagte "Das ist nicht das ,was ich geplant habe Liebling"
Sie sah mich an und fragte misstrauisch "Was ist dann meine Strafe?"
"Ich möchte, das du einen Aufsatz für Carlisle schreibst. Ich möchte das du schreibst, was du an diesem Wochenende alles falsch gemacht hast und was du hättest besser machen können." erklärte ich ihr.
Sie starrte mich ungläubig an, seufzte und nickte mit dem Kopf "Ok Mum. Willst du ihn vorher lesen, bevor ich ihn Dad gebe?"
"Nein" schüttelte ich mit dem Kopf "Ich denke, du wirst es schon richtig machen"
Sie nickte mir einmal zu und fragte "Bist du mir böse?"
Ich nahm ihr Gesicht in meine Hände und sagte "Natürlich nicht Bella. Ich bin enttäuscht, aber auch stolz, das du deine Strafe annimmst ohne dagegen zu argumentieren. Ich freue mich das ich für dich, wie eine Mutter bin und Carlisle dein Dad ist" sagte ich glücklich.
Bella lächelte und blickte nach unten "Ihr seit meine Eltern, ihr kümmert euch mehr um mich, als Charlie und Renee es jemals tun würden" sagte sie schüchtern.
Ich umarmte sie wieder und küsste sie auf die Stirn "Wie Carlisle schon sagte, du bist für uns wie eine Tochter, seitdem ersten Tag, wo wir dich kennenlernten"
Bella lag zufrieden in meinen Armen bevor ich sagte "Dein Dad wird bald zurück sein. Ich möchte, das du dich für dein Verhalten entschuldigst und ihm von dem Aufsatz erzählst. Und du wirst jede Strafe von ihm annehmen ohne dagegen zu argumentieren" sagte ich ihr streng.
Bella sah mich fragend an "Ich dachte der Aufsatz war die Strafe dafür, das ich abhauen wollte?" fragte sie verzweifelt.
Ich sah sie streng an bevor ich antwortete " Es ist meine Strafe für dich. Dein Dad entscheiden, ob er dich bestrafen will. Letztlich liegt es an ihm und ich will keine Diskussion von dir hören. Verstanden mein Fräulein?"
Bella lächelte "Ja Mum"
Ich gab ihr einen harten Blick "Ich meine es ernst Bella. Ich will nie wieder hören, das du fluchst, oder deinen Vater anschreist. Wenn so etwas wieder passiert, wird Carlisle nicht der einzige sein, der dich bestraft"
"Ich hab verstanden Mum. Es kommt nie wieder vor" sagte sie aufrichtig.
Mein Herz erwärmt sich und mein Blick wurde weicher. Noch einmal zu ich sie in meine Arme. Bella lag bei mir und ich streichelte ihr durchs Haar, als mein Mann zur Tür rein kam. Er sah jetzt wesentlich entspannter aus, wie vorhin.
Sein Gesicht verzog sich zu einem Lächeln, als er mich und Bella entdeckte. "Lief alles gut?" fragte er leise, so leise, das es Bella nicht hören konnte.
Ich nickte ihm zu, was ihn dazu brachte aufzuatmen.
Ich stand auf und zoh meine jüngste Tochter mit mir. Ich hörte wir ihr Herzschlag beschleunigte, als sie bemerkte, das Carlisle hier war und sie aufmerksam beobachtete. Sie errötete und schaute auf ihre Füße.
Ich legte meine Hände auf Bella´s Schultern und sagte "Ich lass euch zwei für einen Augenblick alleine". Bella schaute mich mit großen Augen an, biss sich auf die Lippe und nickte.
Ich ging zu meinem geliebten Mann, gab ihn einen Kuss und ging aus dem Haus. Obwohl ich immer mit den Strafen einverstanden war, wollte ich währenddessen nie im Haus bleiben. Die Weinen meiner Kinder, war immer zu viel für mich. Ich konnte es nicht ertragen, wenn sie weinen. Ich würde wiederkommen und mich dann um meine kleine Tochter und meinen Ehemann kümmern.
Bella's POV
Ich starrte auf die Stelle, an der gerade eben meine Mutter noch stand. Ich war nervös und spürte, wie mein Dad mich mit seinem Blick von oben bis unten musterte. Ich war zu feige ihn anzusehen. Er beobachtete mich weiter, während ich mir den Schweiß von der Stirn wischte. Dann fühlte ich seine kalten Finger, wie sie mein Kinn anhoben, damit ich ihn in die Topas farbenen Augen sah.
Ich seufzte innerlich. Topas farbene Augen waren immer ein gutes Zeichen. Seine Augen waren schwarz wie die Nacht, wenn er sauer auf mich war und er durstig war. Jetzt hatten seine Augen wieder diesen vertrauten Goldton, den ich so liebte.
Als er mir in die Augen sah, platzte es aus mir heraus und ich sagte aufrichtig "Es tut mir leid Daddy" ich schlang meine Arme um ihn und legte meinen Kopf auf seine Brust.
Ich fühlte sofort seine starken Arme, die mich umschlangen. Es war wieder sein tröstenter Griff und ich musste mich beherrschen, nicht los zu heulen.
Als ich mich wieder unter Kontrolle hatte, zog ich mich aus seiner Umarmung und schaute ihn wieder ins Gesicht "Es tut mir leid, das ich versucht habe wegzulaufen. Es war wirklich dumm, unreif und rücksichtslos. Ich habe nicht darüber nachgedacht. Es tut mir wirklich leid! " beendete ich aufrichtig.
Carlisle wendete den Blick nicht von meinen Augen ab. er seufzte und rieb sich mit der Hand über sein Gesicht "Ich weiß, das es dir leid tut, aber ich kann dir das nicht durchgehen lassen. Welche Strafe hast du von Mum bekommen?"
Ich konnte die Enttäuschung in seiner Stimme hören und lies gefrustet die Schultern hä erzählte ihm von dem Aussatz, den ich schreiben soll. Er nickte und meinte, das das eine gute Idee sei.
Meine Augen folgten ihm nervös, während er überlegte, ob er noch etwas zu dieser Strafe hinzufügen sollte.
Ich hoffte, er würde nichts mehr hinzufügen. Was ist, wenn er es tut? Ich hatte Esme versprochen, jede Strafe anzunehmen und das werde ich auch tun.
Ich sah Carlisle´s gequälten Gesichtsausdruck, bevor er sich zum wiederholten Male mit der Hand übers Gesicht fuhr und sich dann wieder an mich wandte "Lass uns in mein Büro gehen, damit wir diese Diskussion beenden können."
Ich nickte stumm und begab mich auf den Weg in die Kammer des Schreckens, oder Carlisle´s Büro je nachdem wie man´s nimmt. Als ich im Büro ankam, fing er sofort an, mich zurechtzuweisen.
"Was du heute getan hast, war dumm und unverantwortlich" dozierte er streng.
Oh shit, dachte ich entmudigt.
"Du wirst nie wieder vor einer Strafe davonlaufen Isabella Marie. Du Strafe, würde für dich nur schlimmer ausfallen. Du wirst nie wieder ungehorsam sein und auf einen direkten Befehl von mir hören. Wenn ich sage, das du zu Hause bleiben sollst, dann bleibst du auch zu Hause und verlässt das Haus nicht einfach. Hast du das verstanden?"
Ich nickte beschämt.
"Du wirst erst nachdenken, bevor du handelst. Du bist ein intelligentes Mädchen. Ichhatte ein viel besseres Verhalten von dir erwartet Isabella. Ich bin sehr enttäuscht von dir."
Bei seinem Vortrag, rollten mir Tränen über die Wangen. Ich wusste, dass er von mir enttäuscht war, aber das von ihm zu hören, war noch schlimmer. Ich wischte mir hastig die Tränen aus dem Gesicht, als er mir sagte, ich solle ihn ansehen.
Carlisle Augen sahen mich streng an, als ich weiter mit meiner Hand über mein Gesicht wischte . " Abgesehen davon, dass du mich belogen hast , werde ich dich für den Versuch wegzulaufen. Ich weiß, das mag hart für dich sein, aber ich will das du daraus lernst"
Mein Magen zog sich zusammen, als ich an die bevorstehende Strafe Herz hämmerte, während ich stumm nickte. Das war schrecklich, dachte ich. Ich habe versucht, die Dinge besser zu machen, aber ich habe sie nur schlimmer gemacht, dachte ich verzweifelt.
Ich blickte auf, als ich hörte, das mein Dad aufstand.
"Lass uns das hier hinter uns bringen", sagte er müde.
Die Tränen begannen wieder zu fallen, als ich mich aus meinem Stuhl erhob. Mein Dad ging zur Couch, setzte sich und sah mich erwartungsvoll an.
Neeeee, stöhnte ich innerlich. Ich kann nicht glauben, dass das hier wirklich passiert. Ich sah meinen Dad flehend an.
Er runzelte die Stirn und ich hörte leise knurren " Komm her Isabella. Wenn du nicht kommst, werde ich dich holen" drohte er mir leise.
Ich schluckte den Kloß im Hals runter, bevor ich zwei kleine Schritte nach vorne machte. Carlisle streckte seinen Arm nach mir aus. Ich ging auf ihn zu und wusste, das ich dies bald bedauern werde, aber ich konnte mir nicht helfen. Ich schaute ihn ein letztes Mal flehend an und schüttelte meinen Kopf.
Er antwortete mit einem lauten Knurren. Schnell packte er mich und zog mich über seine Beine. Er zerrte an meiner Kleidung und zog mir meine Hose runter.
"Du. Kommst. Zu. Mir. Wenn. Ich. Sage. Das. Du. Kommen. Sollst. Hast. Du. Mich. Verstanden. Isabella. Marie. Swan?" er betonte jedes Wort mit einem schmerzhaften Klaps.
"Auuuuu!" Schrie ich, als ich den Schmerz spürte "J-ja, ich habe verstanden!"
"Gut", antwortete er, bevor er mir die nächste Frage stellte. "Warum liegst du nun über meinen Knien Isabella?"
Ich schluckte die Tränen runter, bevor ich antwortete. "W-weil ich dich angelogen habe und versuchte habe abzuhauen"
"Und?" fragte er weiter
"Weil ich nicht auf dich gehört habe" antwortete ich schnell.
"Gutes Mädchen", antwortete er streichelte mir über den Rücken. "Dann lass uns das hier hinter uns bringen" sagte er, bevor ich einen schmerzhaft Klaps auf meinem Hintern spürte.
Smack! Smack! Smack! Smack!
"Ahhhhhh!" Er hat gerade erst begonnen und heulte jetzt schon.
Smack! Smack! Smack! Smack!
"Bitte hör auf Daddy!" flehte, ich während ich hin und her rutschte um seiner Hand auszuweichen.
"Halt still Bella" schimpfte er, bevor er mir einen extra harten Klaps verpasste.
"Ahhhhh!", Schrie ich. "E-s tut mir..." Smack! "leid!"
"Hmmm" war alles was ich hörte.
Smack! Smack! Smack! Smack!
"Bitte, bitte, bitte!" bat ich jämmerlich. " Ich schwöre, ich werde es nie wieder tun! " Ich versprach, ich flehte, ich entschuldigte mich, aber ohne Erfolg. Im Gegenteil er hob sein Knie an, um an die Stelle zu kommen, die ich normalerweise zum Sitzen benötigte.
"NEIN NEIN NEIN NEIN! Bitte!" bat ich verzweifelt.
"Du mich nie wieder anlügen Isabella", schimpfte er
"Ahhhh! Das werde ich nicht!" schrie ich.
"Du wirst nie wieder versuchen, vor einer Strafe wegzulaufen", schimpfte er wieder.
"Nein werde ich nicht! Ich habs verstanden!" Schrie ich.
"Und du wirst nie wieder unghorsam sein und meine Befehle ignorieren? " er beendete den Satz mit 10 extra harten Schlägen auf meinen Hintern.
"Ahhhh! Ja ich habs verstanden Daddy!" Mein Schluchzen, war mittlerweile unkontrollierbar.
Carlisle's POV
Es ist endlich vorbei, dachte ich. Schnell zog ich meiner Tochter die Hose wieder hoch und setzte sie vorsichtig auf meinen Schoß. Es war schlimmer wie gestern.
Ich schlang meine Arme um mein Baby, wiegte sie sanft, während ich ihr tröstend über den Rücken streichelte.
"Es ist vorbei Bella. Es ist vorbei Schätzchen." flüsterte ich ihr zu, während ich versuchte mein eigenes Schluchzen zu unterdrücken.
Sie weinte herzzerreißend und krallte sich an meiner Jacke fest.
"Ich liebe dich. Es ist alles ok"
Ich wiegte sie weiter in meinen Armen und flüsterte ihr beruhigende Worte zu. Langsam fing sie an sich wieder zu beruhigen.
Ich war so froh, das es vorbei war. Mein kleines Mädchen hatte sich die Dinge unnötig schwer gemacht. Es schmerzte, sie so zu sehen. Es zeriss mir fast das Herz, als sie so jämmerlich weinte und flehte.
Sie wird auf jeden Fall einige Tage Probleme haben. Morgen und übermorgen ist es sicherlich unmöglich, irgendwo bequem sitzen zu können.
Für gewöhnlich, durften meine anderen Kinder zu Hause bleiben und mussten nicht in die Schule gehen. Ich weiß sehr wohl, wie schwierig es ist den ganzen Tag, im Klassenzimmer auf diesen harten Holzstühlen zu sitzen. Ich werde ihr eine Entschuldigung für die Schule geben.
Als ich meine Träumereien beendet hatte, zog sich meine Tochter weg von mir und sah mich an "Es tut mir wirklich leid"
Ich küsste sie auf die Stirn "Ich weiß Schätzchen. Ich bin dir nicht mehr böse"
Sie vergrub ihren Kopf in meiner Brust. Sie schlief kurze Zeit später ein, so dass ich beschloss, sie in ihr Bett zu bringen.
Als ich aufstand, öffnete sich die Tür und Esme trat hereint. Sie kam, lächelte mich an, und streckte ihre Arme aus. Ich übergab ihr Bella, woraufhin sie, Bella, wie ein kleines Kind hin und her wiegte. Sie machte sich auf den Weg in Bella´s Zimmer.
Ich folgte ihr und zog die Decke zurück, während Esme Bella auf den Bauch legte, zog ich ihr die Schuhe aus. Wir beide gaben ihr noch einen Kuss auf die Wange und verließen das Zimmer.
