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Kapitel 2 – Sehr geehrter Professor Snape
Professor Severus Snape
Hogwarts Internat
Schottland
An einen Verantwortlichen;
Ich bin Arabella Figg. Sie kennen mich nicht, aber ich weiß viel über Sie und wo Sie arbeiten. Wissen Sie, ich bin eine Squib, die zufällig eine Nachbarin des jungen Mister Potter ist. Ich wurde von Remus Lupin gebeten auf Harry aufzupassen, während er im Sommer zu Hause ist, eine Aufgabe, die ich sehr ernst nahm.
Es war mir nicht möglich Mr Potter zu beobachten, als er von der Schule heimkehrte, weil ich gerade meine Schwester besuchte, die schwerkrank war.
Ich wünschte, ich wäre nicht gegangen und nun ist es vielleicht zu spät.
Ich entschuldige mich dafür Muggel-Post zu verwenden, aber es ist von äußerster Dringlichkeit, dass Sie nach Surrey kommen so schnell Sie können.
Sie können direkt hierher flohen. Meine Adresse steht weiter unten geschrieben. Bitte beeilen Sie sich. Ich fürchte, der Schaden könnte zu groß sein, um wieder gut gemacht zu werden.
Mit freundlichen Grüßen,
Arabella Figg
~*~*~
Dies war die Nachricht, die ihn in seinem persönlichen Briefkasten erwartete, als Severus nach Muggel-London gegangen war, um einige geschäftliche Investitionen zu überprüfen. Er las den Brief erneut sorgfältig, suchte nach verborgenen Hinweisen, was mit Harry los war.
Es war die dritte Woche der Sommerferien und bis vor ein paar Tagen hatte Harry ihm und Draco fleißig und gewissenhaft geschrieben, wie er es sollte. Er hatte angenommen, dass Harry mehr damit beschäftigt gewesen sei, Spaß zu haben als Briefe zu schreiben, also ließ er es schleifen.
Aber jetzt …?
Er prüfte die Adresse, die ihm genannt wurde, rief ein Taxi und nannte die Richtung, in die er wollte.
~*~*~
Arabella antwortete schnell auf das Klopfen an ihrer Tür und seufzte vor Erleichterung, als sie den imposanten Tränke-Meister, Severus Snape, vor ihrer Tür stehen sah.
„Professor Snape! Sie sind gekommen!"
„Ihre Nachricht sagte, es wäre dringend. Was ist los?"
Severus erwartete viele Dinge zu hören … Harry war von Todesser gekidnappt worden, hatte Muggel gefoltert ohne es zu bemerken, hatte angefangen Drogen zu nehmen. Irgendwie waren die Worte „Harrys Onkel hat gestern Abend versucht Harry umzubringen" nirgendwo auf dieser Liste.
Er starrte die Frau an, zum ersten Mal in seinem Leben zur Sprachlosigkeit geschockt.
„Wie war das?"
„Es ist die Wahrheit. Harry brachte gestern Abend den Müll nach draußen, stolperte über eine der vollen Tonnen und verteilte den Abfall über den ganzen Rasen. Vernon stürmte aus dem Haus wie ein tobendes Rhinozeros und legte seine Hände um Harrys Hals, schrie die ganze Zeit über „Schwuchteln" und „Missgeburten". Ich konnte sehen, dass Harry sich bemühte Vernons Hände von seinem Hals zu lösen, sein Gesicht begann blau zu werden. Ein Nachbar muss die Polizei gerufen haben. Es brauchte fünf Männer, um Vernon von Harry zu lösen."
„Ist Harry ok?"
„Ich weiß es nicht. Ich habe versucht, ein paar Informationen vom Krankenhaus zu bekommen, aber nur Verwandte oder gute Freunde dürfen ihn besuchen."
„In welches Krankenhaus haben sie ihn gebracht?", forderte er.
„Greenwood General am anderen Ende der Stadt", antwortete sie schnell. Snape drehte sich auf dem Absatz um und ging zurück zum Taxifahrer, welcher gewartet hatte, obwohl er nicht musste. Snape gab ihm den Namen des Krankenhauses und sagte dem Mann, dass ein paar extra Pfund drin wären, wenn er ihn so schnell und sicher wie möglich dahin brächte.
~*~*~
Maria war es gewohnt, alle Arten von Menschen zu sehen, die in und aus ihrer Station kamen. Als jedoch der große, dunkle Mann im schwarzen Anzug zu ihrer Rezeption kam, verschluckte sie beinahe ihre Zunge.
„K-Kann ich Ihnen helfen, Sir?", stammelte sie ein bisschen atemlos.
„Ja. Ich suche das Zimmer von Harry Potter", antwortete der Mann mit einer Stimme, die Schokolade zum Schmelzen bringen konnte. Maria lief bereits das Wasser im Mund zusammen, als sie daran dachte.
„U-Und Sie sind?" Sie konnte sich selbst für ihr Stottern treten, aber dieser Mann hatte eine eindrucksvolle Ausstrahlung.
„Mein Name ist Severus Snape. Ich bin einer seiner Professoren an seiner Schule in Schottland. Ich wurde von seiner Ärztin gebeten, dafür zu sorgen, dass Mr Potter so bald wie möglich in ihre Obhut übergeben wird."
„Sie werden mit dem behandelnden Arzt sprechen müssen. Bitte warten Sie dort drüben." Sie zeigte auf eine Reihe Stühle, die an der Wand gegenüber der Rezeption standen und Snape ging, um sich hinzusetzen.
Einen Moment später, drängte sich ein gestresster junger Arzt in den Wartebereich und ging geradewegs auf Snape zu.
„Mr Snape?"
„Der bin ich." Severus nickte.
„Dr Altec Lansing1, zu Ihren Diensten. Gehe ich richtig in der Annahme, dass Sie Mr Potter kennen?"
„Er ist einer meiner Schüler."
„Oh, gut. Dann kann ich seinen Fall mit Ihnen diskutieren. Lassen Sie uns in mein Büro gehen."
Snape folgte ihm bis sie zu Dr. Lansings Büro kamen. Snape setzte sich vor den Schreibtisch und presste seine Finger aneinander. Keiner, der ihn kannte, sah dies als eine Geste der Nervosität, sie nahmen an, dass er über etwas nachdachte.
„Mr Snape, ich weiß wirklich nicht, wo ich beginnen soll."
„Der Anfang ist normalerweise am Besten." Snape erlaubte sich ein kleines Lächeln.
„Richtig." Lansing nickte. Er griff in ein Schubfach und zog eine immens große Akte heraus. „Wissen Sie, was das ist?"
„Es sieht aus wie eine Patienten-Akte."
„Das stimmt. Das ist die von Mr Potter." Snapes Augen weiteten sich.
„Wie ist das möglich?", fragte Snape.
„Jahre des Missbrauchs, schlechte Behandlung, Unterernährung, gebrochene Knochen, Prügel, Blutergüsse, Schrammen, Bluttransfusionen. Alles von mir behandelt. Soll ich weiter machen?"
„Nein", sagte Snape bestimmt, stellte erst jetzt fest, dass seine Hände leicht zitterten. „Sicher müssen die örtlichen Behören etwas getan haben? Wenigstens das Jugendamt muss informiert worden sein."
„Sie wurden, immer durch mich. Jedes Mal, wenn ein Beamter ging, um nach Harry zu sehen, sah er vollkommen in Ordnung aus. Nicht ein blauer Fleck war sichtbar und seine Verwandten behandelten ihn, als wäre er der König der Welt oder so."
Dies brachte bei Snape die Alarmglocken zum Läuten.
„Der Onkel?"
„Ich verabscheue diesen Mann. Er muss ins Gefängnis gesperrt werden, aber keiner kann beweisen, dass er es war."
„Ich nehme an, dass Tante und Cousin ebenfalls dazu beitragen."
„Die Frau fördert es. Ich erinnere mich an einen Vorfall als sie Harry mit Verbrennungen zweiten und dritten Grades herbrachte. Sie erzählte mir, dass er zu nah an den Ofen gekommen war."
„Was waren sie wirklich?"
„Sie hatten die genaue Form und Größe jener kreisförmigen Brenner auf einem Ofen."
„Götter im Himmel!", rief Snape aus. Dies lief ganz anders, als er sich es jemals erträumt hatte. In diesem Moment der Klarheit, wusste Snape, dass er alles in seiner Macht stehende tun würde, um sicher zu gehen, dass Harry niemals wieder an diesen Ort zurückkehrte. Er verdankte den Potters sein Leben und dies war seine Möglichkeit sich dafür zu revanchieren.
Er schaute auf den Arzt und fürchtete sich vor seiner nächsten Frage, aber er wusste, dass er fragen musste.
„Was ist mit ihm geschehen?"
Der Arzt fuhr sich müde mit einer Hand über das Gesicht.
„Sein Onkel versuchte ihn zu erwürgen. So weit ich weiß, hat der Mann herausgefunden, dass sein Neffe homosexuell ist. Das verursachte die Prügel und den gebrochenen Arm von letzter Woche."
„Was löste den Vorfall von gestern aus?"
„Ein umgeworfener Mülleimer, wenn Sie das glauben können. Das veranlasste den Mann auf Harry loszugehen. So weit ich verstanden habe, hat er die ganze Zeit, in der er Harry würgte und seinen Kopf gegen den Boden schlug, von Harrys sexueller Orientierung gemurmelt. Als die Polizei ihn endlich weggezogen hatte, war Harry bewusstlos."
„Fuck!", fluchte Snape und ließ seinen Kopf in seine Hände fallen.
„Es war mir möglich, die Schwellung zurückgehen zu lassen und er befindet sich im Moment in einem Heilkoma."
„Ich spüre ein ‚aber'."
Lansing pausierte, unsicher darüber, wie der Mann ihm gegenüber reagieren würde. Schwer seufzend, berichtete er: „Sein Kehlkopf wurde zerschmettert. Vollständig. Ich habe alles versucht, was mir einfiel, aber nichts hat geholfen."
„Gütiger Gott!", zischte Snape. Er hatte verstanden, was das bedeutete. „Er wird nie wieder in der Lage sein zu sprechen, oder?"
Dr. Lansing sah das blasse Gesicht noch weiter erblassen und schüttelte den Kopf.
Snape ließ seinen Kopf wieder fallen, bevor etwas, das der Mann ihm gegenüber gesagt hatte, abrupt aufsehen ließ.
Er studierte den Arzt, der ruhig zu ihm zurück sah, mit seiner Magie.
„Sie sind ein Medi-Zauberer!", rief Snape. Lansing nickte, trotz der Ernsthaftigkeit der Situation, mit einem Lächeln. „Aber Sie arbeiten in einem Muggel-Krankenhaus?"
„Als Voldemort meine Frau und Kinder tötete, schwor ich, niemals in diese Welt zurückzukehren. Seitdem lebe ich mit den Muggeln und bin keineswegs schlauer als sie."
„Heiler Lansing, ist es sicher Harry nach Hogwarts zu transportieren? Madame Pomfrey wird ihm helfen wollen, so gut sie kann."
„Ja. Ich kann ihn in einen temporären Heilschlaf versetzen, der morgen seine Wirkung verliert. Ich vermute, Sie wollen ihn heute Abend verlegen?"
„So schnell ich kann. Es mag zu spät sein, seine Stimme zu retten, aber ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um sicher zu stellen, dass es ihm besser geht."
„Trotz allem, was ich gehört habe, sind Sie ein guter Mensch … Professor Snape." Lansing nickte einmal in tiefem Respekt und Snape erwiderte die Geste.
Lansing ließ ihn allein, während er ging, um Harrys Überweisungspapiere auszufüllen. Snape zog schnell Feder und Pergament hervor und schrieb eine kurze Nachricht an Draco.
Draco … triff mich im Hogwarts-Krankenflügel, sobald du dies erhältst. Es ist von größter Wichtigkeit. Bring auch Lucius mit. Dobby wird euch beide mitnehmen.
S.
„Dobby?", rief er vorsichtig aus, nicht sicher, ob der kleine Elf ihn hören würde. Mit einem leisen ‚Plopp', stand Dobby neben ihm. In den letzten Jahren hatte Dobby begonnen, sich besser zu kleiden und besser zu sprechen, da Harry ihn einmal darum gebeten hatte. Er würde alles für Harry tun und Snape nutzte dies zu seinem Vorteil.
Momentan trug Dobby stolz einen schwarzen Anzug mit einem hellblauen Shirt darunter.
„Sie riefen nach Dobby, Professor Snape?"
„Ich möchte dich darum bitten, diese Nachricht zu Draco und Lucius nach Malfoy Manor zu schaffen und sie nach Hogwarts zu bringen, sobald sie sie gelesen haben. Es ist für Harry." Dobbys Augen weiteten sich.
„Etwas Schlimmes ist geschehen, oder?"
„Das stimmt, Dobby, aber jetzt ist nicht die Zeit für Vergeltung. Harrys Wohlbefinden kommt zuerst."
„Ich verstehe, Master Snape. Dobby wird dies für Harry tun. Harry ist Dobbys Freund." Er nahm die Nachricht von Snape und verschwand schnell.
Lansing kehrte zurück und bedeutete Snape, ihm zu Harrys Bett zu folgen.
~*~*~
Snape war nicht darauf vorbereitet, wie Harry aussah und er musste auf seine Lippen beißen, um nicht zu ächzen. Harrys Gesicht hatte verschiedene Verfärbungen von schwarz und blau. Beide Augen waren zugeschwollen und ein Verband befand sich um seinen Kopf. Sein Zauberstabarm befand sich in einer Schlinge und sein Handgelenk sah leicht verdreht aus.
„Gebrochenes Handgelenk und dreifach gebrochener Arm", erklärte ihm Lansing.
Das schlimmste des Schadens war der dunkle Ring Fingerabdrücke, der in die Haut an Harrys Hals gedrückt war. Dort, wo seine Stimmbänder sein sollten, war der Hals eingedrückt.
Mit einer Behutsamkeit, von der er nicht gewusst hatte, dass er sie besaß, strich er eine dunkle Locke von Harrys Haar von seiner Stirn und deckte damit die berühmte Narbe auf, die langsam zu verblassen begann. Er nahm Harrys linke Hand in seine und streichelte sie.
„Ich schwöre dir, Harry Potter, dass ich dieses Unrecht rächen werde und dir, mit allen meinen Möglichkeiten helfen werde zu heilen. Ich schwöre es auf meine Magie." Er spürte die Wirkung der Bindung durch den Schwur und erlaubte sich ein böses Lächeln.
„Professor Snape, ich habe einen Portschlüssel erschaffen, der Sie direkt zum Krankenflügel der Schule bringen wird. Poppy kontaktierte mich vorhin und weiß, dass Sie kommen. Hier ist eine Kopie von Harrys Akte. Sie könnte sie brauchen." Er gab Snape den dicken Ordner. Snape schrumpfte ihn und verstaute ihn in seiner Tasche.
„Danke, Heiler Lansing, für alles, was Sie für ihn getan haben. Es tut mir leid, aber Harrys Zeit in der Muggelwelt ist vorüber."
„Ich stimme dem zu. Sorgen Sie für ihn, Professor."
„Das werde ich."
Lansing gab ihm eine Bettpfanne, die Snape auf Harrys Brustkorb legte. In dem Augenblick, in dem sie sie berührten, fühlte er den bekannten Zug hinter seinem Nabel und sie verschwanden im Sturm des Portschlüssels.
1 Altec Lansing ist der Name einer Firma, die Lautsprecher (desktop computer speakers) herstellt und verkauft. Die Autorin schaute auf ihre, sah den Namen und dachte, dass er perfekt wäre für einen Zauberer, der sich in einem Muggel-Krankenhaus versteckt.
