Erst einmal ein großes Dankeschön an Mary Marvellous für deine Reviews. Das die Charaktere sehr von den Büchern abweichen stimmt, aber das ist ja im ersten Kapitel in den Warnungen erwähnt (OOC). Außerdem ist es nicht meine Story sondern nur eine Übersetzung. Also kann ich auch nichts verändern. Schön, dass du sie trotzdem ließt.
GLG Aidualc
Kapitel 11 – Ein Gespräch mit Molly oder Wie Ron sich für eine Woche nicht hinsetzen konnte
Harry und Draco waren bedrückt, als sie etwas später zu Severus' Räumen zurückkehrten. Draco war erfreut alle drei Männer bekleidet zu sehen, auch wenn es nur Hausumhänge waren. Severus sah die getrockneten Tränenspuren auf Harrys Gesicht sofort und war innerhalb eines Herzschlags bei ihm. Harry schien in seine Umarmung zu fallen, ein paar verirrte Tränen flossen aus seinen Augen.
„Harry, was ist los?", fragte Remus und kam, um sich neben die beiden zu stellen. Er rieb Harrys Rücken mit einer beruhigenden Geste und Harry zitterte. Jedoch beantwortete er die Frage nicht. Remus sah Draco an.
„Draco?", fragte Lucius.
„Es war Ron Weasley. Er sagte ein paar wirklich hasserfüllte Dinge zu Harry, über mich, über Severus und ihre Beziehung. Ich wollte diesen Idiot verfluchen, aber Harry brauchte mich mehr."
„Danke, dass du etwas Selbstbeherrschung gezeigt hast, Draco", grinste Lucius.
In der Zwischenzeit verhärtete sich Severus' Blick, als er hörte, dass jemand seinen Sohn verletzt hatte.
„Draco, darf ich sehen, was vorgefallen ist?", fragte Severus und schob Harry in Remus' Arme.
„Ja", nickte Draco und hielt Blickkontakt mit seinem Paten. Severus nahm seinen Zauberstab hervor.
„Legilimens!"
Draco schob die Erinnerung nach vorn, damit Severus einen leichten Zugang zu ihr hatte. Als Severus seinen Kopf einen kleinen Augenblick später verließ, schritt er zum Kamin und warf Flohpuder hinein.
„Molly Weasley, Fuchsbau!", rief er aus.
~*~*~
Molly war gerade mitten am Kochen, als der Küchenkamin grün aufflammte und Severus' Kopf vor ihr erschien.
„Severus! Hast du deine Meinung zum Kommen also geändert? Ron sagte, du und Harry, ihr wäret beschäftigt und nicht in der Lage es zu schaffen."
„Hat er dir erzählt, warum das so war?"
„Nein, jetzt wo ich darüber nachdenke. Ist Harry krank? Ist es das?"
„Nein, Molly. Ron und Harry hatten einen Streit und dein Sohn sagte einige wirklich hasserfüllte Sachen zu meinem."
Molly ließ den Löffel fallen, den sie gehalten hatte, ein Stirnrunzeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus.
„Ronald Bilius Weasley! Du hast zwei Sekunden um augenblicklich deinen Arsch herunter in die Küche zu bewegen!", schrie sie.
Einen Moment später betrat Ron die Küche, sah nicht, wer im Kamin war.
„Mum, ich war gerade mitten in einem Schachspiel mit Ginny."
„Das kümmert mich verdammt noch mal nicht! Was hast du heute zu Harry gesagt?"
Rons Augen weiteten sich und er bemerkte endlich das finstere Gesicht von Severus Snape in ihrem Kamin.
„N-Nichts!", stotterte er.
„Ronald. Ich liebe dich, aber ich habe dir immer und immer wieder gesagt, dass ich Lügen in diesem Haus nicht toleriere. Nun raus damit."
„Ich habe ihm nur gesagt, dass er mehr Zeit mit diesen schleimigen Ba- ich meine diesen Slytherin-Trotteln verbringt, als mit mir oder Hermine. Er hat uns diesen Sommer nicht einmal geschrieben!"
„Hat er Ihnen erzählt, woran das lag, Mr Weasley?", fragte Severus. „Oder haben Sie ihm keine Chance gegeben es zu erklären."
„Er hat es uns erzählt. Das entschuldigt nicht, dass er uns nicht geschrieben hat!"
„Er lag im Koma, Mr Weasley, mit einem gebrochenen Arm und zertrümmertem Kehlkopf. Erwarteten Sie von ihm, dass er anfangen würde Foxtrott zu tanzen oder sonst etwas Dummes zu tun? Und seit wann ist es seine Verantwortung, ihnen zuerst zu schreiben? Sie wissen, wie man schreibt, oder nicht?", schnappte Severus.
„Ich wollte ihm schreiben, aber ich erinnerte mich an das letzte Mal, als ich es tat. Er wurde launisch und mürrisch, dass ich ihm schrieb und ich wollte mich nicht mehr mit seinen Stimmungen befassen!"
„Kam es Ihnen jemals in den Sinn, dass sein einziger Trost, während er bei diesen Muggeln gefangen war, Briefe seiner Freunde waren? Dass er sich auf jede Information über Ihren Sommer freute, die Sie mit ihm teilen konnten? Er lebte seine Sommer durch Ihre Briefe, Mr Weasley. Sich vorstellend mit Ihnen und Ihren Brüdern Quidditch zu spielen oder Bücher mit Ms Granger zu lesen. Und Sie nahmen ihm das weg. Ich bin überrascht, dass er im Moment nicht geisteskrank ist, wenn man bedenkt, was er durchgestanden hat. Aber wieder einmal haben Sie, durch Ihre Bitterkeit gegen Slytherins, einen der größten Menschen, den Sie je treffen werden, verloren. Ich hoffe, Sie sind glücklich, Mr Weasley", schalt Severus den Teenager. Rons Gesicht leuchtete rot und die Worte verließen seinen Mund, bevor er sie stoppen konnte.
„Ich begreife es jetzt. Den wahren Grund, warum Sie Harry ‚adoptierten'. Sie wollen ihn selbst vögeln!"
Seine Mutter zog scharf die Luft ein und öffnete ihren Mund.
„RONALD WEASLEY! WIE KANNST DU ES WAGEN!", kreischte sie. Erschrocken schaute Ron auf seine Mutter.
„Aber Mum-!"
„Kein Wort mehr, Ronald. Du bist schon so in genug Schwierigkeiten."
„Aber Harry vögelt Snape und Malfoy! Siehst du, wie falsch das ist?"
„Das einzige, was ich in diesem Moment sehe, ist ein bestimmter meiner Söhne, der sich für eine SEHR lange Zeit nicht mehr bequem hinsetzen kann!" Molly sah ihn böse an. Ron bemerkte endlich, dass er bei seiner Mutter eine Grenze überschritten hatte und er musste seine Hände zusammenpressen, damit sie nicht zitterten. Er hatte seine Mutter noch nie zuvor so wütend auf eines ihrer Kinder gesehen. Sie wies auf einen Stuhl in der Ecke des Zimmers, ihr zorniger Blick ließ ihn nicht wagen, ein weiteres Wort zu sagen.
Er setzte sich hin und fragte sich, was seine Strafe sein würde.
Molly drehte sich wieder Severus zu.
„Es tut mir wirklich leid, Severus. Bitte gib meine Entschuldigung für Rons Verhalten an Harry weiter. Es war völlig unangebracht und ich werde es sofort in Ordnung bringen." Harrys Kopf erschien in den Flammen neben seinem Vater und Molly konnte die Traurigkeit in seinem Gesicht eingeprägt sehen.
„Es ist okay, Molly. I-Ich denke nicht, dass Ron und ich weiterhin Freunde sein werden."
„Trotzdem denke ich, dass ich ein langes Gespräch über seine Vorurteile mit ihm führen muss", erwiderte Molly, griff in die Flammen, um Harrys Wange zu streicheln. „Du und Severus seit hier immer willkommen, trotz Ron."
„Danke, Molly. Wir werden dich damit verlassen. Harry braucht ein wenig Ruhe."
„Guten Abend euch beiden", nickte Molly.
Als sich Severus und Harry aus den Flammen zurückzogen, erreichte das Echo eines Schlages, gefolgt von einem hohen Schrei die Ohren aller in Severus' Zimmer.
„Ich glaube, Mr Weasley sollte für sich für eine Woche oder so nicht mehr bequem hinsetzen können", kicherte Lucius. Dies brachte ihm ein kleines Lächeln von Harry ein.
„Ich denke, ich werde schlafen gehen. Ich d-danke euch allen, dass ihr euch so sehr um mich sorgt", erklärte Harry. Er umarmte die drei älteren Männer, bevor er in sein Zimmer ging und leise die Tür schloss. Severus setzte sich hin, ließ seinen Kopf in seine Hände fallen.
„Elternteil zu sein, ist nicht einfach, oder?", fragte er niemanden besonderen. Lucius legte einen Arm um Dracos Schultern und drückte ihn leicht.
„Nein, Severus, ist es nicht. Aber der Lohn zu wissen, dass irgendjemand, irgendwo dich liebt und umgekehrt, ist den ganzen Schmerz und Kummer wert", antwortete er seinem Partner, seinem Sohn ein kleines Lächeln schenkend. Draco strahlte, froh, dass er endlich wusste, wie viel er seinem Vater bedeutete.
„Und ich mag vielleicht nicht meine eigenen biologischen Kinder haben, aber Harry ist so gut wie eines und ich will der beste Elternteil für ihn sein, der ich sein kann", antwortete Remus und setzte sich neben ihn. Er küsste seine Wange. „Du machst deine Sache gut, Liebling."
Severus schaute auf seine beiden Partner und seinen Patensohn.
„Draco, kannst du-"
„Ich werde heute Nacht bei ihm bleiben. Tut mir nur einen Gefallen und benutzt Stille-Zauber. Ich will nicht meinen Vater, meinen Paten und Harrys Paten Sex haben hören." Draco schüttelte es bei den Gedankenbildern, die er bekam. Er dreht sich auf dem Absatz um und ging zu Harrys Zimmer. Er klopfte einmal, bevor er hinein schlüpfte und die Tür schloss. Sie spürten, dass Schutz- und Stille-Zauber errichtet wurden, bevor Severus zurück in sein eigenes Bett gezogen wurde.
~*~*~
Draco lehnte gegen die geschlossene Tür und starrte auf das Bett, wo Harry lag. Harry hatte seine Schuhe ausgezogen, seine Brille abgelegt und umarmte fest ein Kissen, Tränen rannen sein Gesicht hinab.
„Harry?", fragte Draco sanft. Harry wischte schnell über seine Augen als Draco hinter ihn kroch.
„Mir geht es gut", murmelte Harry.
„Nein, tut es nicht, Harry. Lass es einfach hinter dir. Du brauchst etwas Ruhe."
„Wirst du bei mir bleiben?", fragte Harry und schaute hinter sich.
„Nirgendwo würde ich lieber sein." Draco lächelte ihn an und küsste seine Wange. Harry nickte und lehnte sich zurück gegen Dracos Körper. Draco legte einen Arm um seine Taille und Harry ergriff leicht die Hand, die auf seinem Brustkorb lag. Draco nutzte seinen anderen Arm, um Harrys Kopf zu liebkosen. Dies erlaubte es ihm, seine Finger durch Harrys Haar zu streichen. Es war eine tröstende Geste für beide und so glitten sie in den Schlaf.
