Hey endlich wieder ein neues Kapitel von mir. Hat etwas länger gedauert, weil ich Klausuren hatte und so aber ich denke, dass es jetzt wieder schneller gehen wird.

~~~~~~~~~~~~Kampftraining~~~~~~~~~~~

Kaname hielt mich noch eine ganze Weile so in seinen Armen, damit ich mich beruhigen konnte.

Ihm das noch einmal zu erzählen, wie ich da so hilflos war, war einfach zu schrecklich gewesen.

Er strich die ganze Zeit beruhigend über meinen Rücken. Außerdem strahlte er eine Ruhe aus die auf mich übergriff.

Dann sah Kaname mich an und ich lächelte ihn zaghaft an.

"Wie geht es dir jetzt?", fragte er.

"Besser. Ich denke ich kann mich wieder ohne große Probleme bewegen.", antwortete ich.

"Aber übertreib es nicht direkt. Da du bei unserer Ankunft am Schlafen warst, wir sind in einer Villa der Aido Familie. Hanabusa hat diese freundlicher Weise zur Verfügung gestellt, damit wir ein neues sicheres Zuhause haben. Es herrscht größtes Stillschweigen über unseren Aufenthaltsort. Wir werden dementsprechend das Haus auch nicht verlassen, ich hoffe das ist in Ordnung für dich, denn ich möchte dich keiner Gefahr mehr aussetzen.", erklärte er.

"Nein, das ist schon in Ordnung. Seit der letzten Begegnung mit diesen Vampiren und nach diesem Traum möchte ich lieber ein paar sichere Mauern um mich herum haben.", sagte ich.

Aber es war wirklich so, ich hatte wirklich Angst.

Kaname ließ mich allein, damit ich mich umziehen konnte, denn ich hatte in der Kleidung geschlafen, die ich zum Aufbruch hierher angezogen hatte.

Ich nahm alles was ich brauchte und ging in ein angrenzendes Badezimmer. Ich nahm schnell eine warme Dusche, zog mich an und föhnte meine langen Haare.

Dann ging ich wieder hinaus um meine Koffer auszupacken, die immer noch einfach so im Zimmer rumstanden.

Das Auspacken war eigentlich Aufgabe der Bediensteten, aber da ja niemand über die Leute hier im Haus erfahren sollten waren wir hier alleine und ich wollte einfach irgendwas tun und nicht immer nur so nutzlos herumsitzen.

Während ich so durch das Zimmer lief und meine Sachen verteilte und alles wohnlich einräumte klopfte es an die Tür.

"Ja?", rief ich. Die Tür wurde geöffnet und Ruka trat ein.

"Yuki-sama, das hätte ich doch auch machen können. Ihr sollt euch doch ausruhen.", bemerkte sie.

"Ja schon, aber Kaname meinte nur das ich es nicht übertreiben solle, außerdem musst ich für mich mal etwas tun.", versuchte ich ihr zu erklären.

Es konnte doch wohl nicht sein, dass ich noch nicht einmal meine Kleider ausräumen durfte, ohne, dass jemand mich wieder ins Bett schicken will. Wenn ich wieder zu Kräften kommen sollte, dann sollte ich auch meine jetzigen Reserven benutzen und meine Grenzen testen, damit ich weiß wie lange ich mich noch schonen musste. Ich musste es herausfinden, denn niemand anders konnte das fühlen.

„Okay, wenn es Euch gut tat das zu tun, dann lass ich Sie ihr Werk auch zu Ende machen.", sagte Ruka und lächelte mich an.

Seit sie wusste warum Kaname diese Gefühle für mich hatte und warum ich ihm damals als Mensch so viel bedeutete, verstanden wir uns wirklich besser.

„Ruka? Ich hätte da eine Frage.", sagte ich. „Ja?", entgegnete sie. „Gibt es hier in diesem Haus eine Bibliothek oder zumindest ein paar interessante Bücher?", fragte ich, denn wenn ich schon den ganzen Tag nichts machen konnte oder besser gesagt nichts machen durfte, dann wollte ich doch wenigstens ein gutes Buch zur Ablenkung haben. „Ja, die gibt es. Wenn Ihr wollt kann ich Euch eben helfen alles wegzuräumen und dann kann ich Ihnen den Weg zeigen.", antwortete sie mir. „Danke, das wäre sehr nett."

Zusammen räumten wir die letzten Kleider in den riesigen Kleiderschrank und ich konnte meine in Harz gegossene Rose auf meinem Nachttisch abstellen, die sicher zwischen meiner Kleidung in den Koffern transportiert wurde.

„Diese Rose ist wunderschön.", seufzte Ruka. „Ja… Sie war das erste Bindeglied zu meiner vergessenen Vergangenheit.", sagte ich und meine Gedanken schweiften ab…

Ich habe eine Rose gesehen, die nur alle zehn Jahre blüht. Wenn ich sie das nächste Mal sehe lasse ich sie in Harz gießen", sagte Kaname.

Das ist eine in Harz gegossene Rose, die nur alle zehn Jahre blüht", sagte Kaname als er sie mir schenkte. Auch das ist jetzt schon so lange her.

„Yuki-sama?", sprach Ruka mich an. „Oh, entschuldige ich war gerade in Gedanken ganz woanders." Ja, ich war ganz woanders. Als noch nicht so viele Vampire nach meinem Blut dürsteten.

„Wir sind hier fertig. Wollen wir dann jetzt zur Bibliothek gehen? Sie ist wirklich sehr groß da werdet Ihr bestimmt ein Buch finden, das Euch interessieren wird.", sagte Ruka und wandte sich zur Tür, als es klopfte und Kaname den Raum betrat.

„Kaname o-nii-sama, was machst du hier?", fragte ich, da er ja heute Morgen noch bei mir war. „Ich wollte kurz mit Ruka sprechen, da ja deine Sachen noch ausgepackt werden mussten, aber so wie ich sehe, hat sie das schon gemacht.", sagte er.

„Das war ich aber nicht alleine, Kaname-sama. Als ich den Raum betrat, vor nicht einmal einer Stunde, war Yuki-sama schon sehr weit mit dem auspacken.", erklärte sie. Als sie sagte, dass ich mich schon damit beschäftigt hatte, schwenkte Kanames Blick zu mir.

„Yuki, ich hatte dir doch gesagt, dass du noch nicht zu viel machen sollst und dann räumst du deine Koffer fast komplett alleine aus. Das ist aber nicht meine Vorstellung von ausruhen.", sagte er bestürzt.

„Warte, warte, warte, Kaname. Du hast mir gesagt, ich solle es nicht übertreiben. Und ich wollte einfach mal was tun. Außerdem habe ich mich auch noch großartig bemüht und den Rest hat Ruka mit mir zusammen ausgepackt.", verteidigte ich mich.

„Na gut ändern kann ich es ja jetzt auch nicht mehr. Aber wie ich sehe seit ihr im Aufbruch. Wo wollt ihr hin?", fragte er.

„Mir ist schrecklich langweilig und daher fragte ich Ruka, ob es hier eine Bibliothek gibt, damit ich mir mal ein paar Bücher holen kann, um im Bett lesen zu können.", erklärte ich. „Wenn ich schon den ganzen Tag im Bett oder auf einem Sofa verbringe möchte ich auch etwas zu tun haben und dann kann ich mir auch ein paar Bücher hinlegen, um eventuell einen Roman zu lesen oder mich noch ein wenig fort zu bilden." Es hatte also auch Vorteile, wenn ich mich jetzt ein wenig durchs Haus bewegen würde, zum einen würde ich das Haus kennenlernen und zum andern könnte ich auch ausprobieren wie weit meine Kraft zurück gekommen ist, dann ich fühle mich alles andere als schwach.

„Achso, na dann will ich euch nicht aufhalten. Ich muss jetzt gleich auch noch weg. Ich habe noch einen Termin.", sagte Kaname und wendete sich zur Tür.

„Wo musst du denn hin?", fragte ich neugierig. „Es ist ein Treffen mit dem Hunterverband, dort muss noch einiges geklärt werden."

„Achso. Dann hoffe ich, dass ihr alles klären könnt und das du schnell wieder hier bist.", sagte ich und lächelte ihm entgegen.

„Ruka, warte doch bitte vor der Tür auf meine Schwester.", sagte Kaname freundlich. Ruka verschwand augenblicklich und Kaname trat auf mich zu, umarmte mich fest und küsste mich innig und leidenschaftlich.

Wir ließen erst wieder voneinander ab, als wir Luft holen mussten. Kaname schaute mir tief in die Augen, bis er mich aus seiner Umarmung entließ, jedoch nicht bevor er mir nicht noch einmal einen Kuss auf meine Lippen drückte.

„Bis später und viel Spaß mit deinen Büchern.", sagte er zum Abschied und ließ Ruka wieder ins Zimmer. Sie schaute zwar etwas verwundert hinter ihm her, da er sonst nicht so fröhlich war, auch wenn man es ihm heute auch nicht ansah, aber sonst war er eher bedrückt.

Wir gingen aus meinem Zimmer einen langen Gang entlang und ins obere Stockwerk. Dann standen wir vor einer großen, sehr schön verzierten Tür. Wir öffneten die Tür und mein Atem stockte für einen Moment.

Diese Bibliothek war ja riesig. Die Regale gingen bis unter die Decke. Hier könnte ich stundenlang bleiben und immer noch ein Buch finden, das mich interessieren würde. Einfach nur traumhaft. Wenn die Gefahr vorbei ist, musste ich es schaffen Kaname zu überreden, dass wir in unser Haus auch eine so große Bibliothek bekommen würden. Vielleicht könnte ich ihn auch dazu begeistern, Musik zu lernen.

Ich dachte schon an unsere Zukunft, obwohl es da draußen doch gerade für mich nicht einfach war… ich hoffte dieser Albtraum würde bald vorbei sein.

„Beeindrucken, nicht?", fragte Ruka und holte mich damit aus meinen Gedanken zurück in die Realität. „Hmm? Oh, ja sie ist wirklich beeindruckend.", antwortete ich ihr, da ich ihre Worte nur am Rande wahrgenommen hatte. „Hanabusa hat mir gezeigt wie diese hier aufgebaut ist.", erklärte sie und damit begann sie mir die gesamte Bibliothek zu zeigen.

Als wir dann vor den Regalen mit den Romanen standen machten wir eine Pause, damit ich mich in Ruhe umschauen konnte. Hier war einfach alles was man an Literatur finden konnte. Romanreihen über Detektive, ein Regal, das bis unter die Decke ging, nur mit Liebesromanen gefüllt und danach eine ganze Reihe an Krimis, Thrillern und noch viele andere Richtungen. Über eine Stunde verbrachten Ruka und ich zwischen den ganzen Büchern.

Da ich Ruka bei mir hatte, konnte sie mir helfen, wenn ich einen Buchtitel im Kopf hatte und einfach nicht wusste wo ich suchen sollte. Sie zeigte mir einige ihrer Favoriten und sagte mir was ich besser zwischendurch auch noch lesen sollte um mein Wissen zu erweitern.

Als wir dann beide einen Stapel Bücher in den Händen hielten gingen wir zurück in mein Zimmer. Ruka wollte zwar eigentlich alle Bücher alleine tragen, aber ich bestand darauf, dass ich es schon schaffen würde und, dass alle Bücher für sie allein doch zu schwer wären.

Sie gab sich lächelnd geschlagen und wir gingen los.

Kaname bestand noch ein paar Tage darauf, dass ich mich schonte bevor wir langsam anfingen zu trainieren.

Also saß ich die meiste Zeit im Sessel oder auf der Couch oder lag gemütlich auf dem Bett und las die Bücher. Jedoch war jeder Tag, an dem ich nur herum saß und las auch, auch schrecklich langweilig, aber Kaname bestand auf die paar Tage, außerdem wollte er dabei sein, wenn ich anfing, weil er mir noch einige Dinge zu meinen Fähigkeiten zu erklären hatte und das ging momentan nicht, da er die meiste Zeit nicht da war.

Irgendwann hielt ich die Langeweile einfach nicht mehr aus. Ich war jetzt mehr als ausgeruht. Und ich hatte auch keine Albträume mehr. Ich sprang vom Sofa auf und ging aus meinem Zimmer. Sofort kamen mir all die Gerüche entgegen, der hier im Haus befindlichen Personen. Kanames Geruch war der präsenteste. Es war nicht schwer der Spur zu folgen. Ich lief den Gang entlang und kam zur Treppe. Auch diese lief ich schnell hinauf. Ich merkte wirklich, dass meine Kraft mehr als zurück war. Ich lief um die nächste Ecke und damit in Kanames Arme.

„Yuki, was läufst du hier so aufgeregt herum?", fragte er und ich hatte das Gefühl, das in seiner Stimme eine leichte Besorgnis mitschwang.

„Ich war auf der Suche nach dir", sagte ich. Kaname wollte mir schon etwas entgegnen, aber ich schnitte ihm das Wort ab noch bevor er einen Ton sagen konnte. „Kaname bitte nimm es mir nicht übel, aber du hast gerade gesehen, wie ich hier durchs Haus gelaufen bin auf der Suche nach dir und ich bin noch nicht einmal aus der Puste. Ich habe zwar die ganzen Bücher in meinem Zimmer liegen aber auch die halten nicht lange. Ich möchte endlich anfangen zu trainieren. Mir geht es wirklich gut bitte Kaname ich muss endlich wieder etwas anderes machen.", erklärte ich.

Kaname schaute mir für einige Momente tief in die Augen. „Ja du hast Recht. Es gefällt mir zwar immer noch nicht wenn du kämpfen sollst aber ich habe dir gesagt, dass du dich selbst verteidigen können sollst also werden wir damit jetzt auch anfangen." Er längte ein. Endlich!

O-nii-sama drehte sich um, nahm dabei gleichzeitig meine Hand und zog mich in eines der oberen Stockwerke. Dort angekommen standen wir in einem einzigen Raum. Er war ausgestattet mit leichten Anhöhen und die Wände waren so verkleidet damit sich niemand verletzten konnte.

„Hier werden wir trainieren. Ich denke je nachdem womit wir üben wollen können wir auch ein paar Sachen von draußen besorgen können.", erklärte O-nii-sama. „Also wie du ja weist, haben Hanabusa, Ruka und viele andere aus der Night-Class besondere Fähigkeiten."

„Ja, Aido-senpai kann sofort alles einfrieren, Wild-senpai kann alles in Feuer aufgehen lassen. Und Ruka.. Ruka kann durch Willensstärke den Verstand der feindlichen Vampire dazu bringen sich gegenseitig zu bekämpfen.", sagte ich.

Ich hatte die Fähigkeiten schon öfter erlebt. Aidos sogar mal am eigenen Leib. „Genau. Wir beide haben als Reinblütige Vampire mehr als nur eine Fähigkeit. Durch gewisse Nachforschungen habe ich herausgefunden, dass sich diese bei Verwandten ähneln. Also kann ich dir wohl jetzt in der ersten Phase am besten erklären, was du zutun hast. Eine äußerst wirksame und schnelle Fähigkeit ist es, wenn du dich auf einen Vampir konzentrierst kannst du ihn durch deine Willenskraft vernichten. Ich denke, dass wir damit anfangen.", erklärte O-nii-sama.

„Aber woher sollen wir denn Vampire zum Üben herkriegen? Ich glaube nicht, dass jemand sich freiwillig vernichten lässt."

„Nein, natürlich nicht aber wir können auch an naturbelassenen Dingen wie Bäumen und Sträuchern üben. Es ist zwar auch nicht wirklich gut die Natur zu zerstören, aber wie sollten wir sonst üben." Kaname ging auf einen Strauch zu, der in einer Ecke des Raumes stand.

„Du konzentrierst dich genau auf die Mitte des Objektes und dann…", erklärte Kaname. Ich war hinter ihm hergegangen und sah nur noch wie sich während seiner Erklärung seine Augen verdunkelten und vom einen auf den anderen Moment war von dem Strauch nur noch Staub übrig.

„Gesehen? Möchtest du es jetzt mal probieren?", fragte er.

„Ja...", sagte ich leicht unsicher. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass es so einfach werden würde. Ich stellte mich vor einen kleineren Strauch, konzentrierte mich genau auf die Mitte und dachte nur daran ihn zu vernichten. Dabei muss ich sagen, dass mir der Gedanke an der Vernichten von Objekten nicht wirklich gefiel, aber wenn ich mich verteidigen wollte, dann musste ich da in Kauf nehmen. Ich konzentrierte mich so gut es eben ging und dann spürte ich wie sich mein Körper mit einer gewissen Kraft erfüllte und dann lag zwar nicht der ganze Strauch in Staub zu unseren Füßen aber immerhin die Hälfte der Äste.

„Sehr gut, Yuki!", sagte Kaname. „Für das erste Mal war das wirklich gut.", lobte er mich. „Ich möchte es noch einmal versuchen. Der ganze Strauch.", sagte ich.

Ich wollte einen ganzen Erfolg bei meinem ersten Versuch mit dieser halben Sache würde ich mich jetzt nicht zufrieden geben. Wieder konzentrierte ich mich auf den Strauch aber dieses Mal auf den Stamm des Strauches. Ich denke, dass es das war, warum es eben nur die Äste waren ich habe mich auf den ganzen Strauch konzentriert. Wenn ich mich nun auf den Stamm fokussieren würde müsste der Stamm alles nach außen hin übertragen. Das würde bedeuten, dass ich mich bei einer lebenden Kreatur auf das Herz allein beziehen muss, da es alles durch den Körper schickt. Wieder spürte ich die Kraft durch meinen Körper strömen. Im selben Moment zerfiel der ganze Strauch zu Staub.

„Sehr gut, Yuki. Du hast etwas an deiner Technik verändert. Kannst du es erklären?", fragte er. „Ja… beim ersten Mal habe ich mich auf den gesamten Strauch konzentriert was dann nur Auswirkungen auf das Äußerliche hatte. Gerade eben habe ich mich auf den Stamm fokussiert, da er wir ein Herz alles nach außen transportiert und so muss ich es dann wohl auch bei einem Vampir machen.", erklärte ich meine Theorie.

„Ja genau. Ich bin sehr stolz auf dich, dass du es ohne meine Hilfe herausgefunden hast, worauf du dich konzentrieren musst."