I walk down this road all alone.
It's no one's fault but my own,it's the path I've chosen to go.

( .de/watch/8497533/Gossip_Perfect_World)

Edward POV

Schwitzend und senkrecht im Bett sitzend wachte ich auf. Wie jeden Morgen. Womit hatte ich das verdient?
Ich war immer das liebe Nachbarskind, war gehorsam und machte keinen Ärger.
Ein Blick auf meinen Wecker verriet mir dass ich mich beeilen musste.
Also sprang ich aus dem Bett, schlitterte zu meinem Schrank und kramte mir Klamotten raus.
Nach dem Duschen gönnte ich mir noch einen Müsliriegel, für mehr blieb keine Zeit.

Fluchend über meine eigene Blödheit rannte ich zu meinem Baby.
Ja, mein Aston Martin war mein Baby und im Gegensatz zu meiner äußeren Erscheinung, mehr als auffällig. Nachtschwarz, mit Megageilen Alu's einfach mein Traumauto.

Mit durchdrehenden Reifen verlies ich die Tiefgarage.
Ich hoffte darauf das die Polizei jetzt Kaffeepause hätte denn ich schaffte es doch tatsächlich die Strecke von Seattle nach Forks in 30 Minuten hinter mich zu bringen.
Trotzdem kam ich zu spät. Nur noch 15 Minuten, dann wäre die erste Stunde vorbei.
Ich entschloss mich dazu diese auch noch zu schwänzen, darauf kam es jetzt auch nicht mehr an.
Ausnahmsweise regnete es heute mal nicht, weshalb ich mich auf eine der Bänke auf dem Schulhof niederlies.

Als ich dort saß, dachte ich nochmal darüber nach wie es dazu kam.
Ich war gerade 16 als ich alleine nach Forks zog. Getrieben vom Wunsch alles vergessen zu können.
Bis dahin hatte ich bei meinem Onkel Charlie in L.A. gewohnt. Es ging aber einfach nicht mehr, was allerdings nicht an Charlie lag.
Er war meine letzte Rettung vor dem Heim, mein letzter lebender Verwandter. Ein Staranwalt wenn man so möchte, nur die reichen und schönen kamen in seine Kanzlei.
Wer zu seinen Mandanten zählte hatte Rang und Namen. Vermögend war Charlie dadurch, er hatte mehr als genug, aber an etwas fehlte es ihm. Liebenswürdigkeit.
Er war emotional so unterkühlt das wir keinen Kühlschrank brauchten. Bei diesem Gedanken huschte mir ein Lächeln übers Gesicht.
Trotz allem hatte er mir geholfen, als ich ausziehen wollte. Machte mit mir die Anträge bei den Behörden und besorgte mir eine Wohnung. Ebenfalls überwies er mir jeden Monat Geld, so musste ich nicht arbeiten und konnte mich auf die Schule konzentrieren.
Doch in Forks hielt ich es nicht lange aus. Es war zu grün und zu klein in diesem Kaff, deshalb zog ich nach Seattle. Da ich nach so kurzer Zeit nicht schon wieder die Schule wechseln wollte, blieb ich auf der Forks-High.
Ansich ging ich gerne zur Schule, doch diese hier war ein Fall für sich.
Ständig standen Schüler in irgendwelchen Ecken und Rauchten und wer das nicht machte kam besoffen oder total bekifft zur Schule.
Es klingelte endlich zur zweiten Stunde.
Ich hatte jetzt Spanisch. Allein schon der Gedanke an Mr. Hunters, den Spanischlehrer lies mich erschaudern.
Ein fetter, alter Mann, der nichts besseres zu tun hatte als seinen Schülerinnen auf die Brüste zu starren. Eklig.
Ich brachte die Stunde trotzallem hinter mich, ignorierte ihn so weit es ging.
Darauf folgte Politik, eine Doppelstunde.
Die war so langweilig das ich abermals mir meinen gedanken abschweifte, diesmal dachte ich ans Klavierspielen und wie meine wundervolle Mutter es mir begebracht hatte.
Jedes Mal wenn ich an meine Mutter dachte wurde es mir schwer ums Herz, also vertrieb ich diese Gedanken schnell. Deshalb war ich ja hier, zum vergessen.
Die Stunden vergingen dann doch recht flott und es klingelte endlich zur Mittagspause.
Ich packte meinen Block und mein Buch in meine Tasche und ging zur Cafeteria, da warteten schon ein paar Jungs aus meinem Fussballteam. Wir waren berfreundet aber nicht so das ich sie als meine besten Freunde bezeichnen würde.
Die ganze Zeit redeten sie über die fünf neuen Schüler, wohl Geschwister, drei Mädchen und zwei Jungs.
Mit einem Ohr folgte ich ihrem Gespräch, hatte kein wirkliches Interesse daran.
Doch eine der neuen erregte meine aufmerksamkeit. Ein Mädchen, lange dunklen Haare und braune Augen die sich ängstlich umsahen.
Als dann noch Jessica zu ihnen an den Tisch trat und die blonde verärgerte wurde ihr Blick noch eine Spur angstvoller.
Eine solch große Angst in menschlichen Augen hatte ich bisher erst einmal gesehen.

Flashback:

Meine Mutter Elizabeth und ich waren auf dem Heimweg und bogen in die Undergroundgegend ein, da dieser der einzige Weg war.
"Schön dich wiederzusehen, Lizzy." Die Stimme klang kalt undfurchteinflössend.
Vor uns stand kein geringerer als Peter, mein Vater. Aber als Vater konnte man ihn nicht bezeichnen. Er trank Alkohol, rauchte und schlug meine Mutter. Bis meine Mutter sich dann scheiden ließ.
"Peter. Was willst du von mir?", fragte meine Mutter. Ich spürte Peter nichts gutes im Schilde führte.
"Was ich von dir will? Ich will Rache, Lizzy. Rache an dir." Er grinste.
"Aber warum? Was habe ich dir getan?"
"Ach Lizzy, du hast mich verlassen. Du hast mich bloß gestellt und das macht keiner. Deshalb verdienst du eine Strafe."
"Willst du das wirklich tun? Willst du mich wirklich umbringen und den Rest deines Lebens im Gefängnis verbringen?" Sie wusste dass das nichts bringen würde. Ihr Todesurteil war schon unterschrieben.
"Wer sagt den ich werde im Gefängnis landen?", sagte er arrogant.
Würde er sie wirklich töten? Allein schon bei dem Gedanken wollte ich weinen.

Meine Mutter schnappte mich und rannte weg.
Doch sie hatte nicht gesehen, dass Peter eine Waffe dabei hatte.
Er schiess in ihr Bein und sie fiel hin. Gleichzeitig schrie vor Schmerzen und ich weinte.
Von hinten ertönte ein schallendes lachen.
"Lizzy, Lizzy, Lizzy. Du hast doch nicht gedacht, ich lasse dich so schnell entkommen." Er lachte wieder. "Du ungezogenes Mädchen. Dafür verdienst du eine Strafe."
Er kam auf uns zugelaufen und meine Mutter stellte sich ihrem Schicksal.
"Edward, renn weg.", befahl sie mir. Doch ich wollte nicht weg, ich wollte sie nicht alleine lassen.
Peter nahm packte sie unsanft und schmiss sie gegen die Wand. Meine Mutter schrie vor Schmerzen.
Wut kam in mir auf. Wie konnte er sowas tun? Warum tat er sowas? Doch die Angst besiegte die Wut.
"Edward! Renn sofort weg!", schrie sie abermals. Und dann tat ich es auch.

Ich rannte und rannte. So schnell ich konnte. Ich wollte weg. Weg vom meinem Vater. Weg von den Schreien seiner Mutter. Weg von allem.
Doch dann blieb ich stehen. Wie konnte ich sie alleine lassen?
Wie konnte ich wegrennen wenn meine geliebte Mutter vor Schmerzen schrie?
Wie konnte ich?
Ich rannte zurück. Und dann sah ich es.

Ich sah wie sie Boden lag. Ich sah wie Peter die Pistole an ihre Stirn hielt. Ich sah die Tränen, die an ihrer Wange runter rannten. Ich sah wie Peter den Abzug drückte. Ich sah wie meine Mutter starb.

Das klingeln holte mich aus meiner wollte aufstehen, doch ich konnte nicht.
Mein Herz fühlte sich an als wäre es zusammen meiner Lunge hatte sich ein riesiger Klumpen gebildet.
So war es immer, wenn ich an meine Mutter dachte.
Ich vertrieb den Gedanken und stand schließlich doch auf. Als ich mich um sah, bemerkte ich das schon fast alle weg waren. Einschließlich dem Mädchen.
Ich stand auf und ging schnell zu meinem Biologiekurs.. In Bio saß ich alleine und mein Lehrer Mr. Banner war relativ nett. Deshalb zählte Bio auch zu meinen Lieblingsfächern.
Als ich in die Klasse kam hatte der Unterricht zum Glück noch nicht begonnen. Und dann kam sie rein, die Neue.
Sie ging zu Mr. Banner und gab ihm einen Zettel. Sie wirkte immer noch ängstlich, aber schon etwas besser.
Zu meiner weiteren Freude, war mein Tisch der einzige an dem noch ein Platz frei war, also setzte Mr. Banner sie neben mich.
Anfangs schien sie wieder verängstigt, doch dann drehte sie um und schaute direkt in meine Augen.

Und als ich in diese braunen Augen sah, fühlte ich das mein Leben wieder einen sinn bekam.

You can pull any face behind a mask behind a mask.
But be careful, because someone else might be pretending.