Kapitel 6:

Der Freitag zog sich, wie ‚Druhbels bester Blaskaugummi'. Draco konnte und wollte dem alten Binns einfach nicht mehr zuhören. Die letzten Tage sind für ihn die reinste Qual gewesen. Seit dem Verschwinden Potters nach seiner Offenbarung wusste er nicht mehr, wie er sich noch verhalten sollte. Am liebsten wäre er dem Gryffindor an dem Abend hinterhergelaufen, hätte ihn aufgehalten, ihm versucht zu erklären, warum er das alles getan hatte. Doch Draco war Realist. Potter hätte sich seine Geschichte nie angehört, dafür hasste dieser ihn viel zu sehr, wie Draco schmerzlich hatte feststellen müssen. Der Hass in diesen wunderschönen grünen Augen war mehr als eindeutig zu sehen gewesen.

Am Mittwoch war der Schwarzhaarige ihm noch jedes Mal aus dem Weg gegangen, wenn sie sich zufällig begegnet sind. Dank eines merkwürdigen Unfalls, der sich während eines Treffens des Slug-Clubs ereignet hatte und von dem Blaise versicherte, dass er nur sehr geringfügig daran beteiligt gewesen sei, war diese Woche der Unterricht in Zaubertränke ausgefallen, sodass Draco den Gryffindor nur flüchtig am Donnerstag in Pflege magischer Geschöpfe zu Gesicht bekommen hatte. Auch zu den Mahlzeiten schien der Schwarzhaarige immer zu warten, bis Draco mit Essen fertig war, denn dort hatte er ihn kein einziges Mal gesehen, wohl aber dessen Freunde. Draco war sich sicher, dass Potter ihnen nichts erzählt hatte, da sie sich ihm gegenüber sonst wahrscheinlich ganz anders verhalten würden. So behielten sie aber wie eh und je die kühle Distanz aufrecht, die er gewohnt war und die sich, wenn es nach ihm gehen würde, auch nicht zu ändern brauchte.

Blaise hatte ihm während der letzten Tage treu zur Seite gestanden, sich mit den Informationen begnügt, die er von Draco bekommen hatte und nicht weiter nachgefragt, wie es weitergehen sollte. Natürlich hatten sie genau diese Situation erwartet, als sie so großartig Pläne geschmiedet hatten. Doch es jetzt so zu erleben, machte Draco wahnsinnig. Er hatte fast sein ganzes Leben lang bekommen, was er wollte und jetzt konnte er nicht akzeptieren, dass dieses gut funktionierende System an diesem einen kleinen Fehler scheitern sollte: Harry Potter besitzen zu wollen. Das Problem war, dass er Potter nicht nur besitzen wollte. Er wollte, dass Potter auch IHN wollte. Er wollte die gleiche Aufmerksamkeit von Potter, die er diesem auch so gerne schenken würde. Und DAS war der eigentliche Fehler im System. DAS war der Grund für sein Versagen.

Das Ende des Unterrichts war in greifbarer Nähe. Draco hatte schon die unnützen Bücher in seine Tasche gepackt und konnte es kaum erwarten, diesen Raum endlich zu verlassen. Es dauerte nur noch wenige Minuten, bis die Schulglocke läutete und die Schülerschar erlöst aus dem Raum strömte. Draco wartete noch, bis Blaise bei ihm war und gemeinsam gingen sie in die Kerker, um ihre Schulsachen dort loszuwerden. Draco wollte direkt danach zur Großen Halle und zu Abend essen, denn das Quidditch-Team der Slytherins wollte sich pünktlich um 18:30 Uhr zum Training treffen und Draco wollte auf keinen Fall zu spät kommen. Die ganze Woche schon hatte er sich auf das Training gefreut. Endlich könnte er sich körperlich mal wieder so richtig auspowern und den ganzen Stress hinter sich lassen.

Mit dem Besen geschultert betraten er und ein paar andere Slytherins die Große Halle und setzten sich an ihren Tisch. Draco schaut gar nicht erst zum Gryffindortisch, Potter wäre sowieso nicht anwesend. Er schlang mehr oder weniger sein Essen runter und machte sich dann mit drei anderen Slytherins aus seinem Team auf den Weg zum Quidditchfeld. Ihre Teammitglieder waren sich in der Kabine schon am Umziehen und begrüßten sie kurz. Nachdem auch Draco und der Rest fertig waren ging es schon raus aufs Feld und sie bekamen die ersten Anweisungen von ihrem Kapitän.

Als Draco sich vom Boden abstieß und immer höher stieg, fühlte er sich so frei wie schon lange nicht mehr. Er genoss den kühlenden Wind in seinem Gesicht und vergaß die Sorgen der letzten Tage. Könnte er doch nur immer hier draußen sein. Er flog ein paar Runden über das Feld und machte sich dann bereit, als er sah, dass am Boden die Bälle freigelassen wurden. Kurz hatte er den Schnatz aufblitzen sehen, doch dieser war viel zu schnell aus seinem Blickfeld verschwunden. Draco wollte sich gerade auf die Suche machen, als er bemerkte, wie am Boden etwas Trouble entstand. Seine Teamkollegen schienen sich über irgendetwas aufzuregen und hatten das Training ihrerseits so schnell abgebrochen, wie es angefangen hatte. Draco flog etwas näher und erkannte dann, was die Quelle des Ärgers war:

Das Gryffindor-Quidditchteam kam aufs Feld gelaufen und war sich lautstark am Beschweren. Nicht schon wieder. Draco glaubte langsam, dass Mrs. Hooch das mit Absicht machte. Wie oft war es jetzt schon passiert, dass sie beide Teams fürs Training zur gleichen Zeit eingetragen hatte? Für Dracos Geschmack zu oft. Er flog noch ein bisschen näher zu den beiden Gruppen, blieb aber in der Luft. Er hörte, wie die beiden Kapitäne, davon natürlich einer Harry Potter, sich wütend anschrien und beleidigten. Sie schienen auf keine sinnvollere Lösung gekommen zu sein, als nebenher zu trainieren und sich möglichst aus dem Weg zu fliegen. Draco wusste, dass sie so nicht wirklich strategisch trainieren konnten, da das kommende Spiel schließlich gegen die Gryffindors sein würde. Dennoch versuchte er, seine Bewegungen auf dem Besen zu verbessern, indem er riskante Manöver flog und immer wieder ganz knapp vor Hindernissen abbremste. Dass er dabei von Harry Potter beobachtet wurde, versuchte er zu ignorieren.

Der Abend war schneller vergangen, als Draco es sich vorgestellt hatte. Die Gryffindors waren vor ihnen wieder vom Feld verschwunden und Draco flog langsam wieder zum Boden zurück. Bevor auch die Slytherins das Feld verließen, besprachen sie noch, wann sie sich in der nächsten Woche wieder treffen würden und schritten dann gemeinsam in Richtung Umkleidekabinen. Dracos Teamkollegen zogen sich schnell um und verschwanden dann wieder im Schloss, während Draco sich noch in der Gemeinschaftsdusche erfrischen wollte, da er doch etwas verschwitzt war. Er zog sich komplett aus und schnappte sich ein Handtuch aus einem der Fächer neben den Spinten. Die Dusche befand sich einen Raum weiter, getrennt von einem etwas längeren Flur, der die Kabinen der anderen Mannschaften miteinander verband.

Während Draco diesen entlangging, stellte er fest, dass aus dem Duschraum ein Rauschen kam. Konnte es sein, dass doch noch jemand da war? Wenn, dann musste es ein Gryffindor sein. Sicherheitshalber schlang Draco sich das Handtuch um die Hüfte. Er hatte zwar prinzipiell kein Problem damit, wenn ihn jemand nackt sah, doch da er nicht wusste, wer oder was genau ihn da erwartete, war ein verdeckter Intimbereich doch die bessere Lösung. Er öffnete vorsichtig die Tür zu den Duschen und wurde schon mit einer Menge Dampf begrüßt. Jemand war eindeutig am Duschen. Aus der Ferne konnte er erkennen, dass es eine dunkelhaarige Person war. Doch durch den vielen Dampf war es ihm nicht möglich, die Person näher zu identifizieren. Außerdem war der Körper ab dem Hals abwärts von einer gefliesten Trennwand verdeckt. Draco war es im Endeffekt auch egal, wer das war. Er wollte schließlich auch nur duschen und dann wieder verschwinden.

Also tapste er vorsichtig über den feuchten Boden und wollte sich unter einen Duschkopf stellen, der genügend Abstand zwischen sich und dem Anderen brachte. Doch dann fiel ihm etwas auf, dass sein Herz für einige Takte aussetzen ließ:

In einem Ablagefach in der Nähe des Duschenden lag eine Brille. Und Draco wusste nur zu gut, wessen Brille das war. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Was sollte er tun? Jetzt einfach wieder abhauen? Was, wenn Potter dies mitbekommen würde? Dafür war Draco zu stolz. Schließlich war nicht er es gewesen, der bei ihrem letzten Zusammentreffen abgehauen war und sich nicht der Wahrheit hatte stellen wollen. Draco entschloss sich also dazu, einfach so zu tun, als hätte er nicht bemerkt, wer da mit ihm im Duschraum war. Vollkommen nackt und ohne Zauberstab.

Draco merkte, wie das Blut seinen Kopf verließ, um sich an anderer Stelle neu zu sammeln. Er hasste sich dafür, so auf den Gryffindor zu reagieren. Allein die Vorstellung, dass der andere 5 Meter entfernt von ihm stand und das heiße Wasser auf dessen Körper nieder prasselte, machte Draco schon heiß. Er brauchte jetzt keine Dusche, um sich zu säubern, er brauchte sie, um wieder einen kühlen Kopf zu bekommen. Das Handtuch um seine Hüfte fand seinen Weg zum Handtuchhalter und Draco drehte den Wasserhahn auf. Zu seinem Leidwesen hatte er auch noch ein Exemplar gewählt, dass fürchterlich quietschte, wenn man daran drehte. Er stellte sich mit dem Gesicht zur Wand und hoffte, dass das Quietschen im Rauschen des Wassers untergegangen war, dann stellte er die richtige Temperatur ein und genoss den Schwall warmen Wassers, der über seinen verspannten Körper floss.

Durch das Drehen verschiedener Wasserhähne kam zusätzlich wohlriechendes Duschgel mit aus der Leitung und Draco konnte sich in Ruhe einseifen. Er fragte sich, wie wohl der Gryffindor reagieren würde, wenn dieser merkte, dass er nicht alleine war. Draco musste schelmisch grinsen. Es wäre sicher fies, jetzt einfach schräg rüberzugehen und Potter zu begrüßen. Vermutlich wäre Draco dann Krankenflügelreif. Das wollte er dann lieber doch nicht riskieren. Wenn Potter aber schon die ganze Zeit am Duschen und immer noch nicht fertig war, während Draco sich nur noch abzubrausen brauchte, konnte doch irgendetwas nicht stimmen. Nun war Draco doch wieder hin- und hergerissen, ob er rüber gehen sollte oder nicht. Er drehte sich um und versuchte durch den Dampf zu erahnen, ob es dem Gryffindor vielleicht nicht gut ging. Doch alles, was er erkennen konnte, war, dass dieser eine Hand an die Duschwand gepresst hatte und weiterhin unter dem Wasser stand.

Draco war gerade zu dem Schluss gekommen, dass mit dem Anderen wohl alles in Ordnung war, als er ein Stöhnen vernahm. Dracos Herz schlug schneller und seine Gedanken waren hellwach. Da schien doch etwas im Busch zu sein. Ohne weiter darüber nachzudenken, bahnte er sich seinen Weg über den glitschigen Boden hinüber zu dem Anderen. Vorsichtig lugte er an der Trennwand vorbei und sah Potter sich keuchend an der Wand ablehnen. „Alles in Ordnung, Potter?", fragte Draco zwar vorsichtig, doch anscheinend immer noch überraschend genug, dass der Schwarzhaarige sich erschrocken umdrehte. „Was…?! Musst du mich so erschrecken?" Draco erkannte an Harrys geschocktem Gesichtsausdruck, dass dieser wohl wirklich gedacht hatte, er wäre komplett alleine im Duschraum.

„Tut mir leid, ich hab dich nur stöhnen hören und… oh mein Gott…" Draco hatte seinen Blick über Harrys Körper schweifen lassen, um nach möglichen Verletzungen zu suchen und hatte dabei sehr schnell festgestellt, dass es dem Gryffindor augenscheinlich mehr als gut ging. Der Schwarzhaarige versuchte mit beiden Händen seinen Schritt abzudecken, was ihm jedoch mehr schlecht als recht gelang, da das verräterische Körperteil sich immer wieder nach oben drückte. Draco räusperte sich und beobachtete, wie Harrys Gesicht immer mehr die Farbe einer Tomate annahm. „Ich denke, damit hätte sich die Frage erledigt, ob bei dir alles in Ordnung ist." Draco konnte sich sein Grinsen nicht verkneifen. „Ich hoffe, du denkst dabei auch mal an mich.", schmunzelte er und fügte noch ein „Viel Spaß noch." Hinzu, bevor er sich wieder zum Gehen umwandte.

„Das ist alles deine Schuld.", hörte Draco hinter sich ein Gemurmel. „Was?" „Du bist an allem schuld. Warum hast du das mit mir gemacht?" Draco drehte sich dem Anderen wieder zu. War das wirklich Potters Ernst? Erst wollte Potter von allem nichts wissen und nun, da sie sich in einer Gemeinschaftsdusche nackt gegenüber standen und Draco ihn beim Masturbieren erwischt hatte, wollte er über alles reden? „Potter… ich denke nicht, dass das der richtige…" „Oh doch, Malfoy. Das ist genau der richtige Zeitpunkt. Also warum? Du hasst mich, seit wir uns das erste Mal begegnet sind. Hasst du mich so sehr, dass du dir eine neue Art und Weise suchen musstest, um mich zu demütigen?" Draco versuchte sein Gegenüber zu durchschauen. Er war sich immer noch nicht sicher, ob Potter das wirklich ernst meinte.

„Ich werde jetzt nicht darüber reden. Schau dich mal um. Du hast wohl zu heiß geduscht, Potter." Draco drehte sich wieder um und war sich sicher, dass die Sache erst mal gegessen war, doch da hatte er sich geirrt. Potter hatte fest nach seinem Arm gegriffen und hielt ihn vom Weitergehen ab. „Lass mich verdammt noch mal los. Ich habe keine Lust, deine Fragen hier und jetzt zu beantworten." „Es ist mir scheißegal, worauf du Lust hast. Ich will jetzt endlich wissen, warum du das mit mir machst. Warum stellst du meine Welt auf den Kopf, ohne jegliche Skrupel?" Draco hob eine Augenbraue. „Ich stelle deine Welt auf den Kopf? Ich glaube, es ist eher umgekehrt der Fall. Und jetzt lass mich los." Draco versuchte, sich aus dem doch ziemlich festen Griff um einen Arm zu lösen. Vergeblich. „Ich lass dich erst los, wenn du mir alles erzählt hast."

Draco rollte mit den Augen. „Ich habe dir am Dienstag auch erzählst, was du wissen wolltest und danach bist du einfach feige abgehauen. Soll das heute genauso ablaufen?" Mit diesen Worten hatte der Gryffindor wohl nicht gerechnet, zumindest schien er nicht gerade glücklich darüber. „Ich bin nicht feige, Malfoy. Wer von uns beiden hat denn einen Liebestrank gebraut?" Harry kam ihm gefährlich nahe. Draco wurde es langsam aber sicher zu bunt. „Ach fick dich einfach, Potter." Er versuchte ein weiteres Mal, sich aus dem Griff zu befreien, nur um dann festzustellen, dass Harry ihn mit leichter Gewalt gegen die geflieste Trennwand schob. „Was wird das?" Harry hatte nun auch noch Dracos zweiten Arm im Griff und den Blonden zwischen sich und der Wand eingekesselt.

„Ich habe eben an dich gedacht. Ich habe die verdammten letzten drei Tage und Nächte nur an dich gedacht. Es wird Zeit, dass das aufhört.", raunte Potter ihm zu. Und dann musste Draco zusehen, wie der Andere an seiner Unterlippe knabberte. „Ich warne dich Potter. Spiel nicht mit mir. Wenn du mich jetzt nicht gehen lässt, kann ich für nichts garantieren." Draco merkte, dass er immer nervöser wurde. Das hier entwickelte sich in eine Richtung, die er so nicht erwartet hätte. Nein, die er sich so nicht mal erträumt hätte. Und das Schlimme dabei war: Sein Körper war ein ganz mieser Verräter. Während sein Geist ihm klarmachte, dass diese Situation nicht absurder hätte sein können, hatte sein Körper ein Eigenleben entwickelt und sprang auf jedes Häppchen, das Potter ihm hinwarf, an.

Und dieser schien genau das zu wollen.

Der Gryffindor presste sich selbst so nah an Draco, dass dieser die Wärme des Anderen auf seiner Haut spürte. Harry ließ Dracos Arme los und legte seine Hände an beide Seiten von Dracos Hüfte. Draco spürte, wie sich immer mehr Blut seinen Weg in die unteren Körperregionen bahnte. Doch was ihn am meisten erstaunte, war die Tatsache, dass es nicht nur ihm so erging. Potters harte Männlichkeit berührte seinen Oberschenkel. Draco zog scharf Luft ein und schloss die Augen. Das hier war zu schräg um wahr zu sein. „Ich sagte doch, das ist alles deine Schuld…", hauchte ihm der Gryffindor ins Ohr. „Und jetzt solltest du lieber schnell eine Lösung für mein Problem finden."

Draco öffnete schlagartig die Augen und zwei Smaragde schienen ihn anzufunkeln. Draco schluckte, er war das alles wirklich nicht am Träumen?

„Nun ja, Potter. Du hast so viele Probleme… da weiß ich gar nicht, wo ich… aahhh…" Draco konnte seine Neckerei nicht zu Ende führen, weil Harry ganz unerwartet Hand bei ihm angelegt hatte und nun seine Männlichkeit mehr oder weniger sanft rieb. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, legte auch Draco seine Hand um Harrys Glied und bewegte langsam aber fest seine Hand auf und ab, während er immer noch mit dem Rücken gegen die kalte Trennwand gedrückt stand. Potter lehnte sich wieder leicht nach vorne und stützte sich mit der freien Hand neben Dracos Kopf ab, während die andere ihr Tempo erhöhte. Draco atmete schwer, wenn Potter so weitermachen würde, wäre er fertig, bevor er sich um dessen Problem hätte kümmern können. „Potter…", knurrte er erregt und Harry ließ von ihm ab.

„Nicht aufhören…", keuchte Draco ungeduldig. Er sah dem Gryffindor in die Augen und sah, dass dieser mindestens genauso erregt war, wie er selbst. Und dann biss dieser sich auch noch immer wieder so verführerisch auf die Unterlippe. Draco konnte nicht mehr an sich halten. Er lehnte sich nach vorne, umgriff mit einer Hand Harrys Nacken und wollte ihn küssen, doch der Andere wandte sich von ihm ab. „Nein! Du kannst gerne andere Sachen mit deinem Mund machen, aber nicht küssen!" Draco hielt für einen Moment inne. Was bildete sich Potter eigentlich ein, ihm das Küssen zu verbieten? Dummerweise erregte es ihn umso mehr, etwas verboten bekommen zu haben und er stöhnte gequält. Doch er wollte dem Objekt seiner Begierde den Wünsch nur liebend gern erfüllen, also rutschte er langsam nach unten auf seine Knie und befand sich nun auf der Höhe von Harrys Männlichkeit.

Draco leckte sich über die Lippen, dann legte er diese zaghaft um Harrys Spitze. Seine Hand umfasste immer noch den hinteren Teil von Harrys Glied und bewegte sich langsam vor und zurück. Draco atmete tief durch die Nase ein und aus und fühlte sich wie berauscht von dem Duft, der ihn umgab. Durch die Duschessenz hatte die Luft einen leicht süßen Geruch, vermischt mit dem herben Duft Harrys. Draco bewegte seine Lippen langsam vor und zurück, im gleichen Rhythmus mit seiner Hand, und bekam dafür ein leises Stöhnen zu hören. Potter gefiel es also, was er hier machte. Das gab Draco genug Mut, um Harrys Hüfte mit beiden Händen fest zu packen und den Schwanz in seinem Mund noch viel tiefer gleiten zu lassen.

Er wiederholte das Ganze noch mal, ließ Harrys Glied langsam und genüsslich fast komplett aus seinem Mund herausgleiten, nur um es daraufhin wieder komplett darin verschwinden zu lassen. Draco ließ seine Hand währenddessen an Harrys Hüfte nach hinten wandern, umfasste eine der beiden festen Pobacken und brachte Harry so dazu, noch tiefer in seinen Mund zu stoßen. „Oooh… jaaaa…" Draco war definitiv auf dem richtigen Weg. Er merkte, wie sein eigener Ständer schon fast schmerzlich nach Aufmerksamkeit flehte, doch zuerst wollte er den Gryffindor verwöhnen. Als er es das letzte Mal so gemacht hatte, war es schon anders gewesen, da wusste Draco schließlich sicher, dass Potter es mögen würde. Doch dieses Mal stand der Gryffindor in freien Stücken vor ihm und Draco wollte alles dafür tun, dass das auch so blieb.

Er begann, an Harrys Erregung zu saugen, erst leicht, dann immer kräftiger und ließ dabei seine Zunge über die feuchte Spitze gleiten. Harry stöhnte ein weiteres Mal etwas lauter und Draco wiederholte das Spiel mit seiner Zunge. Plötzlich merkte er, wie der Gryffindor anfing, seine Hüfte zu bewegen und in Dracos Mund zu stoßen. Etwas überrascht versuchte Draco Harrys Hüften stillzuhalten, damit dieser nicht zu tief in seinen Rachen stieß, was ihm nicht so wirklich gelang. Potter stöhnte mittlerweile ziemlich laut immer dann, wenn Draco seine Zunge beim rein- und rausgleiten über die komplette Länge fahren ließ. Draco konnte nicht mehr anders, er musste sich selbst berühren. Er ließ Harrys Hüfte los und umfasste seinen harten Schwanz. Ein erlösendes Grummeln verließ seine Kehle. Draco warf einen Blick nach oben und sah direkt wieder in diese leuchtend grünen Augen.

Potter beobachtete ihn keuchend, die Augen auf halbmast. Draco überrollte eine Welle der Erregung. Lange würde er nicht mehr aushalten. Dem Gryffindor schien es ähnlich zu gehen, sein Brustkorb hob und senkte sich zunehmend schneller und Draco schmeckte die ersten Lusttropfen auf seiner Zunge. Während seine Hand schnell an seinem Glied auf und ab glitt, presste er seine Lippen so eng wie möglich um Harry Schwanz zusammen und verlangsamte seine Bewegungen. Diese neue Enge schien den Gryffindor endgültig zum Ende zu bringen. Mit einem lauten „Aaahhh…" ergoss er sich in Dracos Mund. Draco schluckte brav jeden Tropfen und ließ dann das immer noch harte Glied aus seinem Mund rutschen.

Vorsichtig richtete er sich auf und stand dem Gryffindor gegenüber, zog dessen Hüfte an seine eigene ran und machte ihm deutlich, dass er auch noch ein „kleines Problem" hatte. Doch der Gryffindor schob Dracos Hände von seiner Hüfte weg und nahm etwas Abstand. Draco sah ihn irritiert an. Harrys Wangen verfärbten sich leicht rosa, er sah ihn nicht direkt an, sondern fixierte einen Punkt auf dem Boden. „Ich… es tut mir leid… ich muss gehen…", stammelte Harry leise und verschwand so schnell, dass Draco gar nicht reagieren konnte. Draco fühlte sich wie der letzte Depp. Er stand in einer Gemeinschaftsdusche einer Zauberschule und hatte einem der bekanntesten Zauberer der Welt einen geblasen und dieser hatte ihn danach mit einer mega Latte einfach stehen lassen. Ohne ein Wort, ohne ihn eines Blickes zu würdigen. Draco drehte sich der Magen um, in seinem Mund hing immer noch der Geschmack von Potters Lust. Er musste hier raus. Das würde ein Nachspielen haben, darauf könnte Potter sich verlassen.

Wieder im Slytherin Gemeinschaftsraum angekommen, vertrieb Draco ein paar Zauberschach spielende Erstklässler, ließ sich dann erschöpft auf eine Couch fallen starrte eine Zeit lang gedankenverloren in den kalten Kamin. Darüber zeigten die Schlangen in der großen grünen Uhr fast 20:30 Uhr. Draco wollte noch auf seinen Freund warten. Er wusste, dass Blaise sich nach dem Abendessen noch mit einem dieser Ravenclaws treffen wollte, um ihn abzuservieren. Blaise hatte mal wieder die Schnauze voll. So wie es immer nach einer bestimmten Zeit war. Es blieb nur die Frage offen, wen er sich wohl als nächstes suchen würde. Draco seufzte. Warum meinte das Leben es eigentlich so schwer mit ihm? Hatte er in seiner Vergangenheit nicht schon genug Grausamkeit erlebt? Es wurde doch jetzt Mal Zeit, dass auch er sorgenfrei und annähernd glücklich sein Leben genießen konnte. Jetzt, wo der Krieg vorbei war und niemand mehr um sein Leben fürchten musste.

Dank Potters Aussage vorm Zaubergamot hatte Draco nicht mit einer Strafverfolgung rechnen müssen. Sein Vater jedoch würde die nächsten 5 Jahre noch in Azkaban sitzen, seine Mutter käme mit ein wenig Glück vor Weihnachten schon wieder frei und Malfoy Manor wurde nur noch bis nach den Sommerferien geprüft, danach konnte er wieder nach Hause. Er hatte leider auch noch keine endgültige Lösung für sein Sommerferien-Problem gefunden. In den nächsten Osterferien konnte er ja noch in Hogwarts bleiben, doch nach ihrer Abschlussprüfung war damit ja dann auch Schluss. Blaise hatte ihm schon angeboten, zwei oder drei Wochen bei ihnen verbringen zu können, doch danach wollte dieser noch verreisen, „bevor das harte Arbeitsleben startet". Also musste er auf jeden Fall noch eine Bleibe für mindestens 3 Wochen finden. Erst danach würde seine Ausbildung zum Fluchbrecher beginnen und er konnte sich eine eigene Wohnung suchen. Das Geld seiner Eltern war schließlich auch beschlagnahmt und er kam mit einem „Taschengeld" über die Runden, das ihm das Ministerium genehmigt hatte. Doch irgendwie gefiel ihm der Gedanke nicht, dass danach alles anders werden würde. Er war es gewohnt, dass immer irgendwo Potter in seiner Nähe war. Und das würde in ein paar Wochen mit einem Schlag aufhören.

„Hey Draco. Was ziehst du denn für eine Fresse? War das Quidditchtraining wieder eine Nullnummer?" Blaise schmiss sich breit grinsend schwungvoll neben ihn auf die Couch. „Wie lange sage ich schon, dass die Mannschaft nicht mehr das ist, was sie mal war? Das nächste Spiel brauch ich mir gar nicht…" „Blaise!" Draco sah seinen Freund kopfschüttelnd an. „Hat man dir wieder zu viel Süßkram gegeben? Komm mal runter. Und warum bist du eigentlich so gut drauf? Ich dachte, du wolltest mit diesem… wie hieß er noch gleich? Jimmy?" „Jeremy?" „Ja genau… Wolltest du diese Sache zwischen euch nicht eigentlich beenden? Da hätte ich erwartet, dass du etwas weniger gut gelaunt bist." „Jaa… eigentlich war das der Plan." „Aber?" „Naja… seine Zunge…" Blaise verdrehte spielerisch die Augen und grinste sich einen.

Draco hob eine Augenbraue und sah seinen Freund zweifelnd an. „Du bist unmöglich, Blaise."

„Jaja, das wissen wir. Und jetzt zu dir. Welche Laus ist dir wieder über die Leber gelaufen?" Draco sah sich um, es waren schon einige Schüler anwesend, die den Freitagabend gemütlich ausklingen lassen wollten. „Ich denke nicht, dass das hier der richtige Ort ist." Sie tauschten Blicke aus und waren keine zwei Minuten später in ihrem Schlafsaal angekommen. „Und jetzt spann mich nicht weiter auf die Folter. Was zur Hölle ist wieder passiert?" Draco stöhnte gequält, bevor er tief Luft holte und von seinem Abend erzählte. Gegen Ende hin konnte Blaise schon gar nicht mehr auf seinem Platz sitzen bleiben und durchquerte aufgeregt den Raum.

„Also noch mal. Potter hat wirklich DAS von dir verlangt?" „Naja… verlangt kann man nicht sagen. Eher vorgeschlagen." „Okay. Und du machst es… Mann Draco, du hast noch echte Chancen bei Potter. Und das ohne irgendwelche Liebestränke.", schlussfolgerte Blaise optimistisch. „Du hörst immer nur Blasen oder Schwanz und dann setzt dein Gehirn aus, oder? Du musst mir schon zuhören. Potter ist danach einfach abgehauen. Schon wieder. Das ist für mich kein Zeichen dafür, dass ich ernsthafte Chancen hab." Draco sah seinen Freund zweifelnd an. „Aber dann erklär mir mal, wieso Potter immer erst bei Allem mitmacht und dann hinterher den Schwanz einzieht? Für mich ist das eindeutig ein Zeichen dafür, dass ihm gefällt, was du mit ihm machst, er es aber noch nicht akzeptieren kann. Und das ist jetzt die Herausforderung für dich."

Draco dachte kurz über Blaise' Worte nach. Diese Theorie klang überraschenderweise gar nicht so unlogisch. „Wenn du wirklich Recht hast, dann könnte eine geringe Chance bestehen…" „Oh Draco. Glaub mir doch einfach. Ich habe mehr Erfahrung mit dieser Sorte Mensch gemacht, als du. Und ich habe sie bisher noch alle geknackt." Blaise grinste breit. „Manchmal frag ich mich, warum ich mit dir befreundet bin, du Perverser." Draco grinste seinen Freund auch an. „Na damit ich dir das Leben außerhalb deines kleinen, verwöhnten, knackigen Arsches erklären kann." Draco rollte mit den Augen. „Ich bin nicht verwöhnt, aber okay. Was schlägst du jetzt vor, Mister Ich-bekomme-sie-alle?" „Na ganz einfach…" Blaise und Draco saßen wieder einmal zusammen und tüftelten einen neuen Plan aus, der laut Blaise' Aussage Idioten- und verwöhnte Ärsche-sicher war.