Die 120er Callenge

A/N: Trommelwirbel bitte...Herzlich Willkommen bei der 120er Challenge :D Viel Spaß mit 120 mehr oder weniger kleinen One-Shots :)
Ich versuche mindestens einen OS pro Woche zu posten und hoffe auch, dass das klappt.
Aber ich will euch nicht weiter aufhalten und jetzt habt viel Vergnügen beim Lesen ;)


01. Zwischen den Welten

Seit er und James es geschafft hatten, ihren Animagus-Zauber zu perfektionieren, schlich sich Sirius in den Ferien immer öfter aus dem Haus, um in seiner Hundeform unterwegs zu sein.

Und auf Anhieb fand er ein Rudel Streuner
Das war die schönste Zeit, die er je erlebt hatte, abgesehen von der Zeit, die er mit den Rumtreibern verbrachte.
So schön, dass er manchmal vergaß, dass er ein Mensch war.

In seiner Gang wurde er so akzeptiert wie er war und oftmals warteten die anderen Hunde schon im Park gegenüber von Grimmauldplatz Nummer 12 darauf, dass er abends endlich zu ihnen rauskam. Die ganze Nacht über liefen sie durch London, wobei Sirius sie ab und zu in die Winkelgasse brachte, jagten Katzen und wühlten in Mülltonnen.
Diese Hunde waren wahre Freunde.
Sie waren zwar nicht besonders schlau, aber sie waren treu. Und da Sirius der schlaueste und geschickteste Hund unter ihnen war, wurde er bald der Anführer der kleinen Truppe und sie machten die Gegend auch tagsüber unsicher.

Ab und zu dachte er, dass er vielleicht einfach für immer bei seinen treuen Begleitern zu bleiben, doch er raffte sich immer wieder dazu auf, sich zurückzuverwandeln und nach Hause zu gehen.

Er verbrachte die Zeit zuhause damit, dass er Schlaf nachholte oder Briefe von James und Remus beantwortete. Sie waren so ziemlich das einzige, das ihn davon abhielt, sein Leben als Hund zu verbringen.
Seine Familie bekam er nur bei den täglichen Abendessen, die eine Tradition im Hause Black waren, an der jeder teilzunehmen hatte, zu Gesicht. So auch heute Abend.
Seine Eltern ließen sich, wie immer, über die missratene Verwandtschaft aus, was in ihren Augen jeder war, abgesehen von seinen Cousinen Narzissa und Bellatrix.
Nicht selten wurde er mit ihnen oder seinem Bruder Regulus verglichen, was ihm wahrscheinlich seine 'Fehler' klar machen sollte, doch Sirius hatte gelernt, wegzuhören.
Er saß da und starrte seinen Teller an, ohne etwas zu essen oder gar wahrzunehmen, dass überhaupt Essen vor ihm stand.
Er war hundemüde, aber gleichzeitig konnte er auch nicht erwarten, dass er endlich wieder raus durfte, zu seiner echten Familie.

„Sirius?" … „Sirius!?", schreckte ihn die keifende Stimme seiner Mutter aus seinen Gedanken.

„Sirius, jetzt antworte mir gefälligst!"
Immer noch ganz erstarrt saß Sirius da, starrte seine Eltern an. Dann öffnete er kurz seinen Mund, schloss ihn wieder und öffnete ihn erneut, um irgendeine Antwort herauszubringen.
Aber es kam nur ein einziger Laut über seine Lippen: „Wuff?"


A/N: Ich hoffe es hat gefallen, aber da ich nicht hellsehen kann und mich auch nicht auf die Todesvorhersagen von Trewlaney verlassen möchte, könnt ihr mir gerne in einem Review sagen, wie's denn so war ;)