Kapitel XII
Blitzschnell bildete Vegeta mit seinem Ki ein Schutzschild um Bulma vor dem Wind zu schützen und machte sich schnell in Richtung westliche Hauptstadt auf.
Während des Fluges gab Bulma höchstens ein paar Stöhngeräusche, welche Vegeta noch schneller fliegen ließen.
Was, wenn sie für immer bleibende Schäden zurückträgt? Wenn sie ins Koma fällt? Wenn sie…
Vegeta musste schlucken
Wenn sie stirbt?
Von weitem sah Vegeta das weiße Gebäude mit dem großen roten Kreuz an der Wand.
Er legte noch einen Zahn zu, wobei ihm die Menschen, die dachten, dass gerade ein Torpedo durch die Stadt düst, völlig egal waren.
Ihm war nur seine Bulma wichtig und so landete er vor dem Eingang, sprintete ins Gebäude und schrie den nächst besten Menschen an, den er aufgrund des weißen Kittels für einen Angestellten hielt.
„BIST DU EIN ARZT?!"
Verdattert sah der Mann Vegeta an.
„Äh ja mein Herr, aber sie dürfen hier nicht so laut schreien."
„IST MIR SCHEIßEGAL…DU BIST EIN ARZT, ALSO HILF IHR?"
„Ihr?"
Der Arzt kam sich jetzt ziemlich dumm vor, dass er die anscheinend schwer verletzte Frau in den Armen des zornigen Mannes aufgrund des plötzlichen Auftritts nicht bemerkt hatte.
„Was ist passiert?", fragte er ernst und deutete auf eine frei Liege, auf die Vegeta Bulma vorsichtig ablegte und der Arzt fing an Bulma zu untersuchen.
Vegeta schaute Bulma gedankenverloren an.
„Sir, was ist passiert?", wiederholte der Arzt erneut, während er mit seinem Pieper Verstärkung anforderte.
Ohne von Bulma wegzusehen gab Vegeta ihm die Antwort.
„Sie hatte einen Autounfall und wurde eingequetscht. Ein Ast hat sich in ihre Schulter gebohrt und ich habe sie gefunden und geborgen. Brauchste mehr Infos? Helfen sie ihr einfach!"
Der Arzt sah, dass der Mann sich um die schöne Frau sorgte.
„Nein ich brauch keine weiteren Informationen, aber sie müssen an die Rezeption gehen und ein paar Papiere ausfüllen...äh wenn sie kennen diese Frau kennen, wenn nicht, dann können müssen sie nur ihre Anschrift und ihren Namen hinterlassen."
Vegeta sah den Arzt an, der sich bei diesem Blick fast in die Hose gemacht hätte.
„Hören sie Dr. …", Vegeta schaute auf das Namensschild
„Doktor Dorian. Wenn sie jetzt nicht sofort anfangen meine Frau richtig zu behandeln, wird es hier gewaltige Probleme geben, nicht nur weil dies Bulma Briefs ist, sondern weil ich dann ihren Arsch aufreißen werde und das mein ich wörtlich!"
Der Junge Arzt wurde bleich, fasste sich aber schnell und rief die nächstbesten Schwestern zu sich.
„Diese Frau muss sofort behandelt werden. Der Ast muss entfernt und die Blutungen gestoppt werden! Die Kopfwunde sieht auch nicht harmlos aus! Verdammt wo bleibt die Verstärkung, wenn man sie anfordert!"
Just in diesem Moment kamen die anderen Ärzte angelaufen.
Dr. Dorian wendete sich wieder an Vegeta
„Mein Herr war sie stark eingequetscht im Auto?"
„Ja…es war schwer sie aus dem Auto zu bekommen."
„OK…Dann müssen wir sie auch auf innere Verletzungen untersuchen. Wir befördern sie jetzt in die Chirurgie um den Ast entfernen zu lassen. Mein Herr sie müssen jetzt Platz machen."
Somit wurde Bulma zügig in Richtung Chirurgie geschoben von Krankenschwestern und Ärzten umgeben.
Vegeta blieb zurück und schaute zu, wie seine Bulma im Fahrstuhl verschwand.
Er kam sich total unnütz und hilflos vor und das war ein Gefühl, das er gar nicht mochte.
Plötzlich fühlte er ein Tippen auf seiner Schulter.
Gereizt drehte er sich um.
„WAS IST?!"
Eine Schwester nahm erschrocken einen Satz nach hinten.
In ihrer zittrigen Hand ein paar Blätter und ein Kugelschreiber.
„Mein Herr sie müssen diese Formalitäten für die Frau ausfüllen…äh wenn es ihnen recht ist."
Vegeta knurrte und riss die Sachen aus ihren Händen.
„Her mit dem Wisch."
Er hatte keine Lust sich um so was zu kümmern, während Bulma in Gefahr schwebte, aber es war halt notwendig.
Er holte sich einen Unterlage, setzte sich auf einen der vielen Stühle und widmete sich der lästigen Aufgabe.
Diese war schwerer als gedacht, da er nicht viel über Versicherungen und sonstige Sachen wusste.
Wann wurde Bulma den geboren? Warum wollen die die Namen ihrer Eltern wissen?! Die Menschen sind echt nervig mit ihrem ganzen Papierkram…total übertrieben.
Schließlich gab er die mit Müh und Not ausgefüllten Papiere einer Schwester, die gerade vorbeikam und machte sich auf zur Chirurgie, um sich zu erkundigen, wie es Bulma ging.
Er stand skeptisch dem Fahrstuhl gegenüber und entschied sich die Treppe zu nehmen. Das war schneller und er hatte keine Lust sich mit blöden Menschen in einen kleinen Raum zu quetschen.
Endlich kam er in der chirurgischen Abteilung an, nachdem er sich einmal von einem Wegweiser fehlleiten ließ und sah sich um.
Überall liefen Menschen in grüner Kleidung rum, Putzmittel standen an jeder Ecke und es roch nach Blut und Tod, was Vegeta durch seine Raubzüge aber gewohnt war.
Über diese unangenehmen Gerüche hinweg erkannte er Bulmas einzigartigen Geruch und er ging den Flur entlang, indem der Geruch intensiver wurde.
Die Angestellten schenkten ihm wenig Beachtung und er kam an einer großen Tür, worüber ein rotes Lämpchen leuchtete.
Durch das kleine eckige Fenster sah er ein Operationsteam, welche schnell und konzentriert an einer Person arbeitete.
Diese Person war Bulma, aber wegen der ganzen Geräte und Schläuche hatte Vegeta sie fast nicht erkannt.
Meine Güte aber sie sieht immer noch wie ein Engel aus...mein Engel…hah! Wer hätte gedacht, dass ich mich mal so um ein anderes Lebewesen sorge…Ich der Prinz aller Saiyajins! Wenn mein Leben in der Hölle übertragen werden würde, würden sich alle schlapp lachen…aber das wäre mir egal. Bulma ist im Moment das Wichtigste für mich!
Nachdem der Chirurg angefangen hatte mit Skalpell und Pinzette das Holzstück zu entfernen wendete Vegeta seinen Blick ab.
Müde…wirklich müde ließ sich Vegeta in den nächstgelegenen Stuhl sinken, kreuzte seinen Arme wie immer vor seiner Brust und schloss die Augen.
Er hatte zuerst daran gedacht Bulmas Eltern anzurufen, aber die waren ja im Urlaub und er hatte nicht vor Kakarott bescheid zu sagen.
Der würde nur nerven.
Natürlich würde er ihn sofort holen, wenn er eine von den Bohnen mit heilenden Kräften hätte, aber Vegeta wusste, dass es im Moment keine gab.
Also konnte er nur hier sitzen und warten und er hatte nicht vor sich vom Fleck zu bewegen, bis die Ärzte mit Bulma rauskommen würden.
Ab und zu kamen Personen vorbei, welche einen Bogen um Vegeta machten, da er eine sehr mächtige und schlecht gelaunte Aura ausstrahlte.
Endlich ging das Lämpchen über der Tür aus und eine bandagierte und narkotisierte Bulma wurde durch die jetzt geöffneten Türen geschoben.
Sofort sprang Vegeta auf und ging zum Arzt, während er Bulma wieder einmal nachschaute, da sie schnell in den Aufzug transportiert wurde.
„Wie geht es ihr?"
Der Chirurg nahm seinen Mundschutz ab und blickte zu Vegeta
„Die Entfernung des Astes ist gut verlaufen und die Kopfverletzung kann höchstens eine kleine Gehirnerschütterung ausgelöst haben.
Soweit hatte Frau Briefs viel Glück."
„Was heißt hier soweit?"
„Naja…", setzte der Chirurg fort „Per Ultraschall wird Frau Briefs jetzt noch auf innere Verletzungen untersucht. Wenn keinen vorhanden sind, dann kann sie ungefähr zwei Wochen aus dem Krankenhaus raus."
„Wann kann ich zu ihr?"
„Die Untersuchung wird im dritten Stock vollzogen. Da sie angegeben haben der Mann von Frau Briefs zu sein und wir ihnen auch ohne schriftlichen Beweis glauben, dürfen sie bei dem Vorgang dabei sein. Sie müssen nur die dort stationierten Krankenpfleger fragen wo ihre Frau untersucht wird und man wird sie zu ihr leiten."
Kaum waren diese Worte ausgesprochen, blickte der Chirurg nur noch einer Staubwolke hinterher, da Vegeta mit einem Affenzahn ins Treppenhaus gestürmt ist.
Nach wenigen Sekunden stand er im Foyer des dritten Stocks und sah, wie Bulma mit Vorsicht aus dem Lastenaufzug geschoben wurde.
Entschlossen ging er zu Krankenpflegerin hin, die anscheinend für Bulma verantwortlich war. Verwundert blickte diese Vegeta an.
„Ja? Kann ich was für sie tun?"
„Ich werde bei der Untersuchung meiner Frau dabei sein."
Vegeta zeigte bei dieser felsenfesten Aussage auf Bulma.
Die Frau nickte nur nervös, da sich niemand dem mysteriösen Mann von Bulma Briefs in den Weg stellen wollte.
Vegeta behielt Bulma immer im Auge, während sie in den besten Raum der ganzen Station verfrachtet wurde und achtete darauf, dass ihr niemand der Pfleger unnötige Schmerzen hinzufügte, was aber nicht der Fall war.
Endlich trat Dr. Dorian ins Zimmer, in seinem Schlepptau ein Pfleger mit dem Ultraschallgerät.
„So! Dann wollen wir doch mal gucken, was im inneren von Mrs. Briefs abgeht.", sagte er mit einem Grinsen auf dem Gesicht, welches aber schnell verschwand, als er Vegeta in die Augen blickte.
„Äh ja…also Herr Briefs…ähm…wie ihnen Dr. Turk unser Chirurg schon gesagt hat, werden wir per Ultraschall ihre Frau auf mögliche innere Verletzungen untersuchen und da es gut für Mrs. Briefs aussieht verzichten wir auf die Kernspintomographie…"
„Dann fangen sie endlich an.", knurrte Vegeta.
„Äh…-räusper-…ja…dann fang ich mal an."
Sehr zu Vegetas missfallen musste Bulmas Oberkörper sehr freizügig entblößt werden und Dr. Dorian versuchte stotternd Vegeta zu erklären, dass beim Ultraschall Gel auf die bloße Haut aufgetragen werden muss.
Trotzdem ließ Vegeta den Arzt erst fortfahren, als die männlichen Pfleger den Raum verlassen hatten.
Gebraucht wurden diese sowieso nicht.
Endlich konnte der Arzt mit seiner Arbeit weitermachen und trug das Gel auf einzelne Hautstellen auf.
Konzentriert schaute er auf den Bildschirm, während er das Gerät über die Haut gleiten ließ.
Vegeta konnte in diesen schwarz-weißen Bildern gar nichts erkennen, aber er war ja auch kein Arzt.
Stattdessen blickte er in Bulmas Gesicht, beobachtete die schlafende Schönheit und dachte an die gemeinsamen Erlebnisse.
Durch ein Wort des Arztes wurde er wieder in die Realität zurückgerissen.
„Oh…"
