3.

Sie war klein und schmucklos, versprach jedoch Windschutz und eine Feuerstelle. Mit seinen zitternden Armen und Händen konnte er beinahe nicht die drei Holzriegel lösen, die die Tür geschlossen hielten.
Er fiel fast in die Hütte und schloss blitzschnell die Tür wieder hinter sich. Hastig suchte er die Hütte nach der Feuerstelle ab. Zog, als er darauf zulief, all seine nassen Klamotten aus, griff sich neue Scheite und Reisig und legte sie auf die Feuerstelle. Griff sich die Feuersteine,fluchte, weil er sich ständig die Finger einschlug und fast keine Funken schlagen konnte, gab aber nicht auf bis der Reisig endlich brannte. So vorsichtig, wie es mit einem zitternden Körper ging pustete er das Feuer an.

Und dann flackerte die erste Flamme und züngelte an den Holzscheiten. Es fühlte sich an als würde es Matthew die Haut abbrennen, aber er musste am Feuer bleiben und hoffen dass nichts ab gefroren war. Während er bibbernd direkt an der Feuerstelle saß, sah er sich flüchtig in der Hütte um. Sie war spartanisch eingerichtet aber wirkte nicht kalt oder kahl. Ein schmales Bett mit Wolldecken und Fellen stand neben ihm nahe der Feuerstelle. Ein Tisch mit einem Stuhl stand der Tür gegenüber an der Wand. Eine komplette Wand wurde eingenommen von Regalen, gefüllt mit zerlesenen Büchern, Geschirr, ein paar wenigen Fotos, die er von hier aus nicht erkennen konnte und ein Schachbrett mit selbst geschnitzten Figuren.
"Alleine Schach spielen? Wie traurig." Es erinnerte Matthew an seine verzweifelten Versuche Offiziersskat gegen sich selbst zu spielen. Lang waren sie nicht von Erfolg gekrönt gewesen.
Ein Kleiderschrank stand neben dem Holzlager und ein paar niedrige Schränke sollten wohl eine Art Küche sein standen zu seiner anderen Seite. Damit war die Einrichtung komplett.

Langsam tauten alle Finger und Zehen von Matthew wieder auf. Auch wenn sie schmerzten, fiel ihm ein Stein vom Herzen, als er alle bewegen konnte.