5.
Der Griff der unsichtbaren Hand riss ihn aus seinem Schlaf. Matthew gierte verzweifelt nach Luft, die nie seine Lungen erreichen wird. Er riss die Decken von sich, um so leichter atmen zu können, doch nichts half. Er hustete wieder so stark, bis er sich übergab. Seine Augen tränten und so auch seine Nase. Alles wollte den luftabschnürenden Eindringling los werden, aber nichts half. Bis die Hand so plötzlich verschwand wie sie aufgetaucht war.
Matthew zitterte vor Anstrengung. Gebeutelt von etwas, dass über seine Vorstellung geht, bekam er es mit der Angst zu tun. Nein, er bekam beklemmende Furcht. Und die Schwarzmalerei seiner Gedanken ließ sich nicht aufhalten.
'War das ein Zeichen, dass in meinem Land etwas nicht stimmt? Habe ich etwas verpasst? Übersehen? Warum gerade jetzt, wenn ich mitten im Nirgendwo gefangen bin? Wo ist überhaupt der Hüttenbesitzer? Ist ihm etwas geschehen? Ich muss ihn suchen! Aber es bringt nichts im Dunkeln zu suchen, ich würde mich nur verlaufen. Ich hoffe er ist in einer Höhle oder etwas ähnlichem untergekommen. In meiner miesen Verfassung ist das gerade unmöglich. Ich habe ihm auf den Boden gekotzt, Essen gestohlen und Kleidung. Bitte sei am Leben, wenn ich dich finde!' Der beißende Geruch von Erbrochenem erfüllte den ganzen Raum. Matthew wischte es so gut es ging weg bevor er sich noch einmal ins Bett hievte. Er war so schwach, dass er nicht mehr gerade laufen kann und schlief schnell und mit schlechtem Gewissen ein.
'Hoffentlich wecken mich die ersten Sonnenstrahlen…'
